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Am 18. April 1945 wurde in Schwarzheide
in fieberhafter Eile das KZ-Außenlager aufgelöst. Die Front war bedrohlich
nahe gerückt. Um 5 Uhr früh trieben etwa 100 SS-Wachmannschaften die rund
600 KZ-Häftlinge auf den Todesmarsch nach Süden in Richtung
Theresienstadt. Der Marsch führte bis Kamenz, wo in einer Ziegelei in der
Nähe der Stadt übernachtet wurde. Am Morgen des 19. April erschossen die
SS-Leute sechs Häftlinge. Der Todesmarsch führte weiter über Elstra,
Bischofswerda, Neustadt, Sebnitz, Hinterhermsdorf, Varnsdorf,
Großschönau, Novy' Bor und Ceska' Lipa nach Terezin (Theresienstadt). Fast
300 Häftlinge wurden unterwegs durch die SS erschossen oder starben an
Entkräftung.
Rund 320 Männer überstanden die Qualen dieses Todesmarsches. Der "Verein
der ehemaligen Häftlinge des KZ-Schwarzheide" - Sitz in Prag - bewahrt
heute das Andenken aller Opfer und Überlebenden.
In den Jahren 1998 und 2005 waren ehemalige Häftlinge und Teilnehmer an
diesem Todesmarsch Gäste der Stadt Kamenz. |
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