
Geschichte und Besonderheiten
Die Parkanlage wurde im Jahr 1873 als Kunst- und Handelsgärtnerei durch Wilhelm Weiße gegründet.
Wilhelm Weiße wurde am 25. August 1846 in Kamenz geboren. Nach dem Besuch der Bürgerschule in seiner Vaterstadt erlernte er aus Interesse an der Natur die "Gartenkunst". Mit der Gründung der Gärtnerei an der heutigen Poststraße 17 errichtete er unweit seines Wohnhauses seine Gewächshäuser. Auf einem historischen Briefkopf ist die ursprüngliche Anlage erkennbar.
Weiße war ein einfacher, schlichter Mensch und ein großer Naturfreund. Im Wilhelm-Weiße-Garten befindet sich noch heute ein von ihm aufgestellter Stein mit folgendem Wortlaut: "Öffne Augen und Herz und vernimm dankbar die gewaltige Sprache, die Natur und Pflanzenleben zu Dir redet."
In diesem Sinne hat er gelebt und gearbeitet.
Weiße wird als Künstler des Gartenbaus und als einer der bedeutendsten Koniferenzüchter Deutschlands bezeichnet. Besonders durch Klimaforschung, Züchtung- und Veredlungserfolge erwarb er sich einen wissenschaftlichen Ruf über die Grenzen Sachsens hinaus.
Die Pflanzen und Gehölze aus seiner Gärtnerei fanden Abnehmer in allen Teilen Deutschlands und waren für ihre Qualität bekannt.

Weiße hatte enge Kontakte mit vielen Pflanzenfreunden auch im Ausland, so dass er aus vielen Ländern keimfähige Samen geschickt bekam. Bei der Aussaat und Zucht hatte er eine glückliche Hand. Auf diese Art gelangten viele verschiedene Gehölze nach Kamenz, insbesondere Koniferen.
So ließ er sich z.B. aus Nordamerika Samen der bläulichen Picea pungens (Blaufichte) schicken. Durch intensive Zuchtarbeit in seiner Baumschule erzielte er bei diesen Pflanzen eine ausgesucht schöne Blaufärbung. Seine Baumschule an der Poststraße war ihm dabei Ausleseort, Musterschau und diente der Beobachtung des Entwicklungsverhaltens der Pflanzen. Später erweiterte er seine Baumschule und der heutige Volkspark und Teile des Hutberges kamen hinzu. Auf dem Hutberg errichtete er eine "Versuchsstation für Forstbotanik", die als der erste "blaue Wald" in Deutschland gilt.
Neben seinen Verdiensten auf dem Gebiet der praktischen Pflanzenzüchtung erwarb er sich auch Anerkennung auf wissenschaftlichem Gebiet. So soll durch ihn die Koniferenbenennung eingeführt worden sein, die 1890 in Berlin einheitlich beschlossen wurde: Abies für die Tanne, Picea für die Fichte und Pinus für die Kiefer.
Für seine Leistungen wurde Wilhelm Weiße mehrfach auch international ausgezeichnet, er wurde zum "Königlichen Hoflieferanten" ernannt und 1903 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Kamenz verliehen. Er starb am 09.Juli 1916 in Kamenz.
So ließ er sich z.B. aus Nordamerika Samen der bläulichen Picea pungens (Blaufichte) schicken. Durch intensive Zuchtarbeit in seiner Baumschule erzielte er bei diesen Pflanzen eine ausgesucht schöne Blaufärbung. Seine Baumschule an der Poststraße war ihm dabei Ausleseort, Musterschau und diente der Beobachtung des Entwicklungsverhaltens der Pflanzen. Später erweiterte er seine Baumschule und der heutige Volkspark und Teile des Hutberges kamen hinzu. Auf dem Hutberg errichtete er eine "Versuchsstation für Forstbotanik", die als der erste "blaue Wald" in Deutschland gilt.
Neben seinen Verdiensten auf dem Gebiet der praktischen Pflanzenzüchtung erwarb er sich auch Anerkennung auf wissenschaftlichem Gebiet. So soll durch ihn die Koniferenbenennung eingeführt worden sein, die 1890 in Berlin einheitlich beschlossen wurde: Abies für die Tanne, Picea für die Fichte und Pinus für die Kiefer.
Für seine Leistungen wurde Wilhelm Weiße mehrfach auch international ausgezeichnet, er wurde zum "Königlichen Hoflieferanten" ernannt und 1903 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Kamenz verliehen. Er starb am 09.Juli 1916 in Kamenz.

Durch das Wirken Wilhelm Weißes wurde Kamenz zu einer Stadt der Parks und Grünanlagen, wobei der Wilhelm-Weiße-Garten als der Ursprungsort von vielen in den öffentlichen Grünanlagen gepflanzten Gehölzen gilt.
Der Stadtgartenmeister Ernst Hilscher (1878-1949) führte die Gestaltung und Entwicklung der Kamenzer Grünanlagen weiter.
Nachdem sich die Gärtnerei lange in privatem Eigentum befunden hatte, gingen Teile davon schrittweise in das Eigentum der Stadt Kamenz ein.
Kurz nachdem die Stadt Kamenz den Großteil der Fläche erworben hatte, wurde von 1998 bis 1999 eine grundhafte Rekonstruktion der Anlage vorgenommen. Begonnen wurde mit umfangreichen Fäll- und Rodungsarbeiten sowie Maßnahmen zur Gehölzpflege. Im Anschluss daran wurde das historische Wegesystem wiederhergestellt. Die Neupflanzungen wurden entsprechend dem durch Fotos und Relikten überlieferten Pflanzenbestand im Sinne Wilhelm Weißes ausgeführt. Die Sanierung des Brunnenhauses und des Gartenpavillons "Kleine Neugierde" sowie das Aufstellen von Bänken bildeten den Abschluss der Rekonstruktionsmaßnahmen.
Heute ist der Garten seiner Bedeutung entsprechend unter Denkmalschutz gestellt worden und bietet in der Kamenzer Innenstadt dem Besucher eine Oase der Ruhe und des Naturgenusses mit romantischen Blickbeziehungen und seltenen Gehölzen.
Der Stadtgartenmeister Ernst Hilscher (1878-1949) führte die Gestaltung und Entwicklung der Kamenzer Grünanlagen weiter.
Nachdem sich die Gärtnerei lange in privatem Eigentum befunden hatte, gingen Teile davon schrittweise in das Eigentum der Stadt Kamenz ein.
Kurz nachdem die Stadt Kamenz den Großteil der Fläche erworben hatte, wurde von 1998 bis 1999 eine grundhafte Rekonstruktion der Anlage vorgenommen. Begonnen wurde mit umfangreichen Fäll- und Rodungsarbeiten sowie Maßnahmen zur Gehölzpflege. Im Anschluss daran wurde das historische Wegesystem wiederhergestellt. Die Neupflanzungen wurden entsprechend dem durch Fotos und Relikten überlieferten Pflanzenbestand im Sinne Wilhelm Weißes ausgeführt. Die Sanierung des Brunnenhauses und des Gartenpavillons "Kleine Neugierde" sowie das Aufstellen von Bänken bildeten den Abschluss der Rekonstruktionsmaßnahmen.
Heute ist der Garten seiner Bedeutung entsprechend unter Denkmalschutz gestellt worden und bietet in der Kamenzer Innenstadt dem Besucher eine Oase der Ruhe und des Naturgenusses mit romantischen Blickbeziehungen und seltenen Gehölzen.

Größe der Parkanlage: 0,39 ha

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