Nachrichtenarchiv

17.07.2020: Oberbürgermeister gratuliert zum 100. Geburtstag - Werner Geißler freut sich über die Gratulationen

Man weiß ja, dass die Menschen in Europa vergleichsweise ein immer höheres Alter erreichen. Sozialer Wohlstand, ein gutes Gesundheitssystem, keine Kriege in Deutschland seit 75 Jahren mögen einige objektive Gründe sein. Hinzu kommt eine gute körperliche Konstitution, Zufriedenheit mit dem familiären Umfeld und berufliche Erfüllung. Aber dann einen Menschen leibhaftig vor sich stehen zu haben, der seinen 100. Geburtstag begeht, ist schon etwas Besonderes. So am Freitag, dem 17. Juli 2020, wo Werner Geißler seinen Geburtstag in der Villa „Weiße“ feierte und den Beweis lieferte, dass man auch mit 100 Jahre noch geistig fit sein kann.

Natürlich ließ es sich der Oberbürgermeister nicht nehmen Werner Geißler persönlich zu seinem 100. Geburtstag zu gratulieren. Dabei überreichte er eine Ansicht von Kamenz sowie Fotos vom Forstfest im vergangenen Jahr, wo Werner Geißler – neben Sigmund Jähn – auf dem Balkon des Rathauses weilte und sie gemeinsam die weißgekleideten Kinder und die Blumenpracht beim Auszug verfolgten. Neben den obligatorischen Glückwünschen lud ihn der Oberbürgermeister zur voraussichtlich Anfang September 2020 stattfindenden Grundsteinlegung des Erweiterungsneubaus an der Lessingschule ein.

In seiner kleinen Rede an die Teilnehmer der Geburtstagsfeier hob besonders zwei Glücksmomente in seinem Leben hervor: Der eine war das Überleben des 2. Weltkrieges, was vielen jungen Menschen seines Jahrgangs nicht vergönnt war, der andere war die letztendliche Entscheidung – eigentlich war Jura geplant – den Lehrerberuf zu ergreifen. Er gehörte damit zu der Generation der Neulehrer, die sich nach dem Krieg aufmachte, anders zu lehren und neue Bildungsinhalte zu vermitteln. Er sei, so Werner Geißler jetzt 35 Jahre Rentner (Originalton: „zum Leidwesen der Rentenkasse“) und war zuvor 35 Jahre im Lehrerberuf gewesen. Bezogen auf sein heutiges Jubiläum meinte er: „Als ich gestern früh aufstand und heute früh aufstand, habe ich gar keinen Unterschied gemerkt. Gestern war ich 99 und heute bin ich 100.“ Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite. Er verkündigte auch sein nächstes Nahziel. Er möchte noch die Wieder- und Neueröffnung der Lessingschule erleben - angesichts seiner jetzigen Konstitution mehr als erreichbar. Er schloss seine Rede mit Dankensworten und wünschte den Anwesenden, dass sie gesund bleiben mögen und endete mit einem modifizierten Motto aus DDR-Zeiten: „Mach mit, mach's besser, mach's nach.“

17.07.2020 - 28.07.2020

16.07.2020: Freie Schule - Kompromiss gescheitert - Auffassung zu verschieden

Der Ältestenrat des Kamenzer Stadtrates hatte am 14.07.2020 das Gespräch mit dem Vorstand des FAS Kamenz e.V. gesucht. Eine für beide Seiten annehmbare Lösung ließ sich leider nicht herbeiführen. Dazu waren die Auffassungen zu verschieden.

Verlautbarung des Oberbürgermeisters in der Angelegenheit "Brauna - Schulstandort"

Der Ältestenrat des Kamenzer Stadtrates hatte am Dienstag, dem 14.07.2020 das Gespräch mit dem Vorstand des FAS Kamenz e.V. gesucht. Eine für beide Seiten annehmbare Lösung ließ sich leider nicht herbeiführen. Dazu waren die Auffassungen wohl zu verschieden.

Das Ziel des Kamenzer Stadtrates war und ist es, eine nachhaltige und zukunftsorientierte Lösung für den Ortskern von Brauna, gemeinsam insbesondere mit den Einwohnern des Ortsteils, den Bürgerinnen und Bürgern, zu entwickeln.

Selbstverständlich werden wir in diesen Prozess auch die Interessenlage von Grundstückseigentümern und von Nutzern berücksichtigen. Ein wichtiges Kernziel ist unter anderem, den vorhandenen Grundschulstandort Brauna nicht nur zu erhalten, sondern diesen zu entwickeln und die vorhandene Infrastruktur in dahingehende Überlegungen einzubeziehen. Zu den Zielsetzungen gehört auch, dass das Areal des ehemaligen Schlosses für eine möglichst breite Öffentlichkeit, für das Leben im Ortsteil Brauna und damit auch für Menschen der Ortsteile Liebenau, Schwosdorf, Petershain und Rohrbach erschlossen wird.

Wir bedauern es sehr, dass das sehr gute Angebot des Landkreises, den Standort der Kreisvolkshochschule im Bereich des Bildungszentrums zumindest vorübergehend mit zu nutzen, ausgeschlagen wurde. Im Areal des Bildungszentrums sind auch die infrastrukturellen Voraussetzungen, wie Parkplätze und der Außenbereich für den Schulsport, gegeben.

Die Spitze der Landkreisverwaltung, einige Stadträtinnen und Stadträte sowie der Unterzeichner in seinem Amt als Oberbürgermeister hatten sich in den letzten Wochen für eine solche Lösung „sehr ins Zeug gelegt“.

Unserer Meinung besteht z. B. auch im nächsten Jahr die Möglichkeit, den Unterrichtsbeginn für das Projekt einer Freien Alternativschule zu starten, wenn die Akteure bereit sind, konstruktiv und lösungsorientiert auf den Landkreis als Eigentümer der Immobilie zuzugehen. Dies könnte auch eine interessante Symbiose für den Standort und die Funktion für die Kreisvolkshochschule in Kamenz sein.

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister

16.07.2020 - 28.07.2020

16.07.2020: Langjährige Stadträtin der Linken verabschiedet

Stadträtin Marion Junge wird nach 30 Jahren aktiver Kommunalpolitik verabschiedet. In Anerkennung ihrer langjährigen Verdienste trägt sie sich auf Vorschlag des Oberbürger- meisters als erste Stadträtin in das Goldene Buch der Stadt Kamenz ein.

Stadträtin Marion Junge verabschiedet sich nach 30 Jahren Kommunalpolitik aus dem Stadtrat

Der Tagesordnungspunkt 7.1 der Sitzung des Stadtrates am 15.07.2020 war ein emotionaler. Die langjährige Stadträtin der Fraktion „Die Linke“ schied aus persönlichen und beruflichen Gründen aus dem Kamenzer Stadtrat aus. Sie kann auf 30 Jahre Kommunalpolitik in Kamenz zurückblicken. In ihrer Abschiedsrede bedankte sie sich bei allen, die sie auf diesem Weg begleitet haben. Dabei stellt sie – mit Rückschau in die Vergangenheit – kursorisch ihre Ansichten der Arbeit eines Stadtrates/einer Stadträtin dar. Die Vertreter des Stadtrates und die Besucher der Sitzung verabschiedeten Marion Junge mit einem herzlichen Applaus. Doch damit war es noch nicht getan. In Anerkennung ihrer langjährigen Tätigkeit als Stadträtin hatte der Oberbürgermeister den Fraktionen vorgeschlagen, Marion Junge die Ehre zu erweisen, dass sie sich in das „Goldene Buch der Stadt Kamenz“ einträgt. Ihre Reaktion: „So einen tollen Abgang hatte ich mir jetzt gar nicht vorgestellt.“ Sie bedankte sich dafür und trug sich in das Goldene Buch mit den Worten „Ich bedanke mich bei den Einwohner/innen der Stadt Kamenz für ihre 30jährige Treue und Unterstützung im Stadtrat Kamenz.“

Als Nachfolger für Marion Junge rückt gemäß § 34 Abs. 2 SächsGemO, § 21 Abs. 2 SächsKomWG als festgestellte Ersatzperson und schon gewesener Stadtrat Thomas Lieberwirth nach.

16.07.2020 - 29.07.2020

13.07.2020: Lösung für Standort Freie Schule scheint möglich

Lösung für Standort Freie Schule scheint möglich

Für die Freie Alternativschule Kamenz gibt es im Kernstadtbereich eine sehr gute Lösung. Vorangeschickt sei, dass die Stadt Kamenz auch in der Vergangenheit immer gesprächsbereit war. Insofern ist es nur folgerichtig, dass zwischenzeitlich seitens der Stadtverwaltung sowohl mit der Elterninitiative, die sich für dieses Schulprojekt einsetzt, als auch mit dem Vorstand der Freie Alternativschule Kamenz (FAS Kamenz) Gesprächstermine vereinbart wurden.

Gemeinsam mit einigen Stadträten hat sich der Oberbürgermeister in der Sache selbst sehr „ins Zeug“ gelegt, damit im Jahr 2020 der Schulbeginn für die FAS Kamenz gesichert werden kann. In der Folge kann jetzt dem Vorstand der FAS Kamenz aus Sicht der Stadt und mit Unterstützung des Landkreises Bautzen ein sehr guter Lösungsvorschlag unterbreitet werden.

Im Bildungszentrum, konkret im Gebäude der Kreisvolkshochschule, besteht die Möglichkeit, dass die FAS Kamenz mit ihrem Angebot im neuen Schuljahr starten könnte. Das Objekt bietet alle Möglichkeiten, es ist in einem sehr guten Zustand und es ist ohne Weiteres für Schul- und Lernzwecke sehr gut nutzbar. Selbst die angrenzende Sportinfrastruktur bietet einen guten Raum, um auch in dieser Hinsicht das verfolgte Schulkonzept umzusetzen. Mit dieser Lösung lassen sich die Bedürfnisse der Stadt- bzw. Dorfentwicklung in Brauna und die Interessen des FAS Kamenz e.V. „unter einen Hut bringen“.

Dem Vorstand wurden zwischenzeitlich Kontaktdaten des zuständigen Amtes im Landratsamt Bautzen sowie Unterlagen, wie Grundrisspläne und Fotos, zum in Frage kommenden Objekt im Bildungszentrum zur Verfügung gestellt. Dadurch hat der Vorstand schon jetzt die Möglichkeit, sich über Einzelheiten zu informieren.

Ohne die Unterstützung des Landkreises, insbesondere der Kreisverwaltung, der Beigeordneten, Frau Weber, und Herrn Landrat Harig, wäre eine so schnelle Lösungsfindung nicht möglich gewesen.

Abschließend sei noch erwähnt, dass aufgrund der Berichterstattung in den Medien, in der das Kamenzer Bildungszentrum als Ort für einer Freie Schule erwähnt wurde, inzwischen andere Vertreter Freier Schulen angefragt haben, so dass angenommen werden kann, dass die Mitnutzung des Gebäudes der Kreisvolkshochschule ein sehr guter Ansatz ist. Damit wird deutlich, dass das Mittelzentrum Kamenz für solche Träger interessant ist und sie mit ihren alternativen Angeboten die vorhandene Bildungslandschaft in Kamenz in dieser Hinsicht gewinnbringend ergänzen können.

13.07.2020 - 16.07.2020

07.07.2020: Die Gefahr an Pulsnitzer Str. 35 ist gebannt - danke!

Wir sagen: Danke!

Die Gefahr ist gebannt - Marodes und brandgefährdetes Gebäude an Pulsnitzer Straße 35 wurde beseitigt

Das Brandereignis an der unteren Pulsnitzer Straße (in der Nähe des Abzweigs Fabrikstraße) am 3. Oktober 2019 war schon ein großer Schreck. Er hielt die Stadt Kamenz und seine Bürger stundenlang in Atem. Dank der Kameraden und der vielen anderen Helfer konnte der Brand schließlich, zwar mit Sachschaden, aber ohne Verletzte oder gar Tote gelöscht werden. Danach ging es dann an die Beräumung und Sicherung der verbliebenen Gebäudeteile.

Und was war mit der Pulsnitzer Straße 35?

Es gab noch ein zweites Problem: Schon lange stand der Abriss des Gebäudes Pulsnitzer Straße 35 (linkes Foto), welches im Eigentum des Landkreises befand, an. Der Brand hatte noch einmal deutlich gemacht, wie gefährlich leerstehende Gebäude werden können, wenn sie in Brand geraten und in einer Häuserzeile stehen, in der angrenzende Häuser ganz normal bewohnt sind. Deshalb handelte das Landratsamt schnell, denn schon am 8. Oktober gab es – unter Ausnutzung der gesperrten Straße – das erste Treffen mit den beteiligten Firmen zur Abstimmung des Starts der Abrissarbeiten an Pulsnitzer Str. 35. Darauffolgend übernahm das Ingenieurbüro Koreng aus Elstra den Auftrag zur Berechnung der Tragwerksplanung und die Definition notwendiger Maßnahmen zum Gebäudeabriss mit anschließender Gebäudesicherung in enger Zusammenarbeit/Abstimmung mit den beteiligten Firmen (Kosten: ca. 20.000 EUR). Schon am 14. Oktober begann die Firma Andreas Anders aus Lückersdorf mit den Arbeiten zur Beseitigung des Abfalls im Gebäude. Dem folgten ab dem 21. Oktober die Betonagearbeiten im Keller sowie das Zumauern der Öffnungen der bleibenden Außenwände durch das Baugeschäft Gräfe aus Elstra (Kosten: ca. 5.800 EUR). Dies ging so zügig voran, dass schon am 6. November mit den Abbrucharbeiten des Gebäudes durch die Firma Andreas Anders begonnen werden konnte. Dies flankiert durch eine Vollsperrung auf Höhe Pulsnitzer Str. 35 von 7:00-16:00 Uhr, ansonsten halbseitige Sperrung, was die Autofahrer gefreut haben dürfte. Knapp vierzehn Tage später waren die Sicherungsarbeiten an der Pulsnitzer Str. 80/82, wobei die zeitweise Vollsperrung aufgrund der Arbeiten an der Pulsnitzer Str. 35 noch vorhanden war. Bis zum 4. Dezember dauerten die Abbrucharbeiten an. Danach gab es eine längere Pause, u.a. auch, weil die Entsorgung des Bauschutts aufgrund unklarer Bodenprobe nicht zügig realisiert werden konnte (Kosten: ca. 43.700 EUR). Doch immerhin die Pulsnitzer Straße ist ab nun – mit einer kurzen Unterbrechung Ende Januar 2020 – nur noch halbseitig gesperrt. Man könnte jetzt noch viel Teilschritte aufführen: Letztendlich erfolgte am 29. Mai die Schlussabnahme durch die Bauaufsicht des Landratsamtes Bautzen. Restarbeiten im Gehwegbereich (inklusive Regenwasserableitung) wurde von KDK GmbH bis zum 16. Juni erledigt. Nun ist es soweit. Mit dem 19. Juni 2020 sind die umfassenden Sicherungsarbeiten abgeschlossen und der Verschluss zum Grundstück mittels Bauzauns gewährleistet. Auch diese letzten Arbeiten haben insgesamt noch einmal 100.000 EUR gekostet.

Dank an das Landratsamt, hier besonders an den Leiter der Bauaufsicht, sowie die beteiligten Planer, Baufirmen, Anwohner und auch Autofahrer

Doch nun ist es geschafft. Viele Akteure haben daran mitgewirkt, dass die Schäden und Gefahrenquellen in der Pulsnitzer Straße beseitigt wurden. Deshalb gilt Dank den Planern, Baufirmen und auch die Nachbarn, die mit viel Geduld und Entgegenkommen die Unannehmlichkeiten ertrugen. Auch den vielen Autofahrern sei gedankt, die zum überwiegenden Teil die beschwerliche Verkehrssituation mit Verständnis begegneten. Der größte Dank gilt der Bauaufsicht des Landratsamtes – und hier besonders dem Amtsleiter Klaus Wenzel –, der es mit seinem Team vermochte, dass in vergleichsweiser kurzer Zeit ein Hochsicherheitsrisiko an der Pulsnitzer Straße beseitigt wurde. Auch die Zusammenarbeit zwischen Landratsamt und Stadtverwaltung war vorbildlich und ein wiederholtes Beispiel dafür, dass es gemeinsam viel besser geht.

07.07.2020 - 16.07.2020

23.06.2020: Night of Light 2020 - Eine Branche macht aufmerksam

Alarmrot waren Gebäude am 22. Juni in Kamenz - wie in anderen Städte Deutschlands auch - angestrahlt. Mit dieser spektakulären Aktion machte eine von der Corona-Pandemie be- drohte Branche auf sich aufmerksam.

Night of Light 2020 in Kamenz

Auch in Kamenz wurde in der Nacht vom 22. zum 23. Juni 2020 ein Zeichen gesetzt. Im Rahmen der deutschlandweiten Aktion "Night of Light 2020" beteiligten sich daran Event- und Veranstaltungsfirmen, aber auch Musikclubs sowie "Kamenz can Dance" in der Stadt Kamenz. Die Veranstaltungsbranche leidet sehr. Nicht nur, dass Veranstaltungen - Business Events, Tagungen, Kongresse, Konzerte, Festivals oder Theateraufführungen u.v.m. - aufgrund der COVID-19 Krise untersagt sind oder  zurzeit nur unter notwendigen und strengen Hygiene-Vorschriften bzw. mit umfangreichen, behördlichen Auflagen stattfinden können, dem Publikum bleiben liebgewordene oder neue interessante Veranstaltungen vorenthalten oder deren Besuch und Genuss ist von gravierenden Beschränkungen begleitet. Noch dramatischer ist die Situation für die Veranstaltungsbranche, derer Firmen sich in einer tiefgreifenden wirtschaftlichen Krise befinden, die Auswirkungen auf die dort ca. drei Millionen Beschäftigten hat.
 
Genug Grund, um auf diese Situation öffentlichkeitswirksam aufmerksam zu machen. Und so erstrahlten im Alarmrot auch Gebäude in der Stadt Kamenz. Unterstützt von der Stadtverwaltung wurde das Rathaus und der Rote Turm durch die SEC Veranstaltungstechnik beleuchtet. Aber auch der Musikclub FEWA "zeigte Flagge" an seinem neuen Domizil - dem Kellingschen Vorwerk. Gemeinsam mit dem Akustik Center und der ECC EXCLUSIVE CAR CONCEPT, in deren Räumlichkeiten das Akustik Center eingemietet ist, wurde das Gebäude an der Nordstraße angestrahlt. Ebenfalls an dem Appell an die politisch Verantwortlichen beteiligt, war die Complex Veranstaltungstechnik GmbH, die ihr Firmengelände am Schwarzen Weg effektvoll in Szene setzte. Für die Lichtinstallation am Bönischplatz, abgestimmt mit dem Tanzhaus von "Kamenz Can Dance", zeichnete die Tandem Event GmbH verantwortlich. Vielleicht war auch eine Wohnung auf der unteren Beethovenstraße, die in tiefrotem Licht erstahlte ebenfalls ein Zeichen in Zeiten von Cororna. Kamenz hat sich als Kulturstadt nicht versteckt.
 
Weitere Informationen, auch statistische Angaben zum Umfang der Veranstaltungsbranche, hier: https://night-of-light.de/.
 
23.06.2020 - 03.07.2020
17.06.2020: "Zur Ortsentwicklung im Kamenzer Ortsteil Brauna“- Pressemeldung der Stadt Kamenz

Zur Ortsentwicklung im Kamenzer Ortsteil Brauna

Nachfolgend findet sich die Pressemitteilung der Stadtverwaltung Kamenz zur Ortsentwicklung im Kamenzer Ortsteil Brauna bzw. zu den entsprechenden Entscheidungen des Kamenzer Stadtrates.

 

Pressemitteilung der Stadtverwaltung

"Zur Ortsentwicklung im Kamenzer Ortsteil Brauna“

 Die Stadt Kamenz hat sich schon vor längerer Zeit dafür ausgesprochen, für einen größeren Teilbereich der Ortslage Brauna ein Bauleitplanverfahren durchzuführen. „Ziel ist es“, so die Dezernentin für Stadtentwicklung und Soziales, Frau Andrews, „unterschiedliche Nutzungen zu harmonisieren. Dieser Bereich ist von bestehender Wohnnutzung, landwirtschaftlicher Nutzung, Leerständen und zum Teil maroder Bausubstanz geprägt, so dass eine ganzheitliche Entwicklungsperspektive erforderlich ist. Es ist geplant, eine langfristig tragfähige städtebauliche Struktur bzw. Nutzung zu entwickeln, was in den vergangenen Jahren insbesondere aufgrund der Finanzlage der ehemaligen Gemeinde Schönteichen nicht möglich war. Dies vorausgeschickt, konnten die bisherigen Planungen bereits so weit verdichtet werden, dass das Gebiet vorrangig der Wohnnutzung dienen wird, wobei der denkmalgeschützte Bereich des Schlosses und des Ritterguts mit den zugehörigen Parkanlagen wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.“

In öffentlichen Beratungen des Ortschaftsrates Brauna wurden unter Einbeziehung der Einwohnerschaft die vorliegenden Planungsansätze erörtert. Mit Erstellung der Bauleitplanung ist das Büro „Dr. Braun & Barth – Architektur Städtebau Dorfplanung“ in Dresden als sehr renommiertes und erfahrenes Büro beauftragt. Die städtebauliche Entwicklung im Ortsteil Brauna wird damit auch auf Grundlage der gesamtstädtischen Entwicklung betrachtet und es ist das erklärte Ziel, nachhaltige Lösungen zu schaffen.

Zur Sicherung der anspruchsvollen städtebaulichen Zielsetzungen hat der Stadtrat der Stadt Kamenz eine Veränderungssperre beschlossen. In diesem Planungsprozess wurde durch den Freie Alternativschule Kamenz e.V. (FAS e.V.) für das Gebäude des ehemaligen Schlosses im Ortsteil Brauna ein Bauantrag zur Nutzungsänderung für das ehemalige Kinderheim im März 2020 eingereicht. Im Zuge der Einreichung des Bauantrages wurde außerdem der Antrag auf Ausnahme von der Veränderungssperre gestellt. Der Stadtrat der Stadt Kamenz hat in seiner Beratung am 03.06.2020 zunächst den Antrag auf Ausnahme von der Veränderungssperre abgelehnt. Um aber nicht eine sofortige Abweisung des Bauantrags des FAS e.V. zu bewirken, wurde in einem weiteren Beschluss die Veränderungssperre aufgehoben und der Stadtrat der Stadt Kamenz hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, als Minus zu einer Ablehnung des Bauantrags einen Antrag auf Zurückstellung des Bauantrages des FAS e.V. (nach § 15 BauGB) für die Dauer von bis zu zwölf Monaten gegenüber der zuständigen Bauaufsichtsbehörde, dem Landratsamt Bautzen, zu stellen.

Obwohl das Angebot einer Freien Schule in der Stadt Kamenz eine Bereicherung der Bildungslandschaft in Kamenz darstellen würde und die Initiative grundsätzlich zu begrüßen ist, musste nach eingehender Prüfung festgestellt werden, dass aus stadtplanerischer Sicht und wegen der schwierigen Erschließungssituation an dem geplanten Standort im historischen Ortskern von Brauna die Umsetzung der Freien Schule derzeit nicht möglich erscheint.

Die Stadt Kamenz unterstützt selbstverständlich – wie bisher – den Antragsteller weiter bei der Suche nach einem geeignetem Standtort im Stadtgebiet, vorrangig im Kerngebiet von Kamenz.

Der Planungsprozess selbst zum Bauleitverfahren „historischer Ortskern“ wird unter Einbeziehung interessierter Bürger, der Grundstückseigentümer und Grundstücksnutzer gemeinsam mit dem Ortschaftsrat und den städtischen Ausschüssen intensiv fortgeführt.

17.06.2020 - 25.06.2020

14.06.2020: Große Resonanz beim Tag der offenen Gartenpforte

Wie der Gärtner, so der Garten.

Hebräisches Sprichwort

Auf große Resonanz kann der Veranstalter – die Stadtwerkstadt Kamenz-Bürgerwiese e.V., unterstützt vom städtischen Citymanagement – beim 1. Tag der offenen Gartenpforte, der letzten Sonntag stattfand, zurückblicken. Unter Beachtung der Corona-Regelungen „strömten“ in der Zeit von 10 bis 18 Uhr Kamenzer sowie Besucher aus nah und fern in die Kernstadt und die Ortsteile. Hier präsentierten sechzehn Gartenliebhaber die Resultate ihres sehr ernsthaft betriebenen Hobbies. Auf sie trifft bestimmt der Ausspruch von Charles Dudley Warner zu: „Ein Stück Land zu besitzen, es mit der Hacke zu bearbeiten, Samen auszusäen und deren Erneuerung des Lebens zu beobachten – dies ist die befriedigendste Sache, die ein Mensch tun kann.“ Wobei man sicherlich anmerken kann und muss, dass es auch noch viele andere schönen Dinge im Leben gibt, denen Menschen frönen können. Aber dies war der Tag der offenen Pforte, der geprägt war von Entdeckungen, Begegnungen und Gesprächen rund ums Gärtnerische. Dabei wussten alle Gärten mit einer eigenen Handschrift zu überzeugen. Natürlich hätten es auch alle Gärten verdient gehabt, hier abgebildet zu werden, aber kann ein Foto sicher nur bedingt den lebendigen Eindruck eines Gartens wiedergeben. Deswegen, lieber ganz real die Gärten besuchen. Vielleicht bei einem 2. Tag der offenen Gartenpforte …

Dank an alle Beteiligten:

Doris & Thomas Hein, Atelier Malhexe, Anne Hasselbach & Jan Eickhoff, Ina Förster & Steffen Lorenz, Marion & Jürgen Kutter, Helga & Eckehard Schönherr, Manuela & Thomas Schöne, Sieglinde & Günter Tschentscher, Plan B, Heike & Mario Hilsberg, Jutta & Rüdiger Fessel, Susann & Thomas Glücklich, Cornelia Knopp, Beate & Thomas Zschornak, Angelika & Jürgen Peters, Mareen Hoch & Silke Wild, Gabriele & Steffen Bräuer.

14.06.2020

Auch an öffentlichen Plätzen in der Stadt sieht es schön aus

Dank der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtgärtnerei der KDK GmbH erfeuen uns auch an öffentlichen Plätzen und Stellen eine Vielzahl von Blumenrabatten.

15.06.2020 - 01.07.2020

10.06.2020: „Die Knöpfler aus Knopfhausen“ – Ein tolles Projekt für Kinder (Crowdfundig erfolgreich beendet.)

„Die Knöpfler aus Knopfhausen“ – Ein tolles Projekt für Kinder

Jacqueline Klengel ist als freiberufliche Dozentin tätig und lebt mit ihrem Mann in Kamenz. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet sie im Bereich der frühkindlichen Bildung. In ihrer Freizeit schreibt sie Geschichten für Kinder.

Ihr neustes Projekt: „Die Knöpfler aus Knopfhausen“

Buchauszug: „Ihr kennt die Knöpfler nicht? Die Knöpfler, das sind kleine Lebewesen, welche in vielen Farben blinken. Ihr könnt sie euch vorstellen, wie kleine Menschen, wie ganz kleine Menschen, die wie Knöpfe aussehen.

Wie ihr wisst, gibt es große Knöpfe, kleine Knöpfe und ganz kleine Knöpfe. Es gibt runde und eckige Knöpfe, aber auch Knöpfe in ganz spannenden Formen.

Die Knöpfler sind ein fröhliches Völkchen. Sie leben mit ihren Familien, so wie wir Menschen auch.

Ihr werdet sie nicht sehen. Sie leben versteckt an Orten in unserer Welt, an welche kaum ein Mensch kommt. Die Knöpfler, von denen ich euch erzähle, leben am Rande eines Waldes, in einem kleinen Ort, welcher Knopfhausen heißt.“

"Tun-Buch" - Tun = machen, machen = Aktivität, Aktivität = mitgestalten.

Und was kann man mit diesem Buch tun? In dem Buch sind sowohl Geschichten von den Knöpflern, als auch Ausmalbilder enthalten. Die Kinder können selber lesen oder sich die Geschichten vorlesen lassen. Sie können ausmalen und ergänzende Bilder malen. Sie können sich mit einer ersten Landkarte vertraut machen, dem Dorfplan von Knopfhausen. Kreative Kinder können die Erlebnisse der Knöpfler auch nachspielen.

Von der Idee zum Buch

Kinder haben oft noch eine unvoreingenommene Interpretation ihrer Wahrnehmung, anders als Erwachsene und können selbst noch keine Bücher schreiben. Das hat Jacqueline Klengel motiviert, Geschichten mit Kindern für die Kinder zu schreiben, welche ihre Sicht auf die Welt abbildet.

Mit den Knöpflern wurden Figuren erschaffen, mit denen sich die Kinder identifizieren können. Da lange Erfahrungen in der frühkindlichen Bildung vorliegen, geben die Erlebnisse aus der Praxis in Kindergarten und Schule Jacqueline Klengel die Sicherheit, mit den Geschichten das Interesse der Kinder zu wecken. Durch Interviews und mit Hilfe von Kinderzeichnungen hat sie gemeinsam mit Kindern, aus einer Gruppe von 3- bis 6- Jährigen, ihre Geschichten, rund um Knopfhausen, mit Leben gefüllt.

12.06.2020

Liebevoll gestaltete Illustrationen zum Ausmalen lassen die Geschichten um die Knöpfler lebendig werden (Illustrationen: Susann Dietze – Layout: Andreas Klengel – Cover: Sebastian Klengel).

Das Projekt

Das Buch ist druckfertig. Durch die Unterstützung vieler Menschen wird der Druck der ersten Auflage ermöglicht. Der größte Wunsch von Jacqueline Klengel ist es, dass ganz viele Kinder Zugang zu diesem wunderbaren Buch erhalten. Mit dem Erreichen des Projektzieles werden darum von den geplanten 1000 Büchern 500 Stück an soziale Einrichtungen, Kliniken, Therapieeinrichtungen und Arztpraxen verschenkt. Auf diesem Weg erreicht das Buch viele Kinder. Wird das Projektziel überschritten, wird die Gesamtauflage erhöht. Die Hälfte der Bücher geht dabei stets kostenfrei an Einrichtungen.

Wofür wird die finanzielle Unterstützung benötigt?

  • Druckkosten
  • Versandkosten
  • ISBN-Nummer
  • Illustration
  • Vermarktung

Das Projekt kann von jedem/jeder unterstützt werden bis zum 3. Juli 2020

Jeder Euro trägt zum Gelingen bei. Dazu kann man sich „Kickstarter“ unter https://www.kickstarter.com/projects/knopfhausen/die-knopfler-aus-knopfhausen anmelden. Es braucht nur wenige Einträge und einen kleinen Beitrag, damit das Projekt vorangetrieben werden kann. Man kann diese Website auch finden, in dem Interessenten in eine Suchmaschine die Stichwörter „Kickstarter“ und „Knöpfler“ eingeben. Das erleichtert den Zugang zur Webseite.

Schon jetzt bedankt sich Jacqueline Klengel für die empfangene Hilfe und freut sich auf weitere Unterstützer des Kinderbuch-Projektes. Bisher (Stand 22. Juni 2020) liegt der eingezahlte Betrag durch insgesamt 82 Unterstützern bei beachtlichen 5.482 EUR von insgesamt 6.700 EUR, die zur Realisierung des Projektes benötigt werden.

Das Projekt – so sind die Spielregeln – wird nur finanziert, wenn es das festgelegte Finanzierungsziel von 6.700 EUR bis Freitag, dem 3. Juli 2020, 13.15 Uhr erreicht wird. Damit verbleiben immerhin noch 11 Tage (Stand 22.06.2020), um Vorhaben von Jacqueline Klengel zu befördern.

10.06.2020/aktualisiert 22.06.2020 - 03.07.2020

10.06.2020: Tag der offenen Gartenpforte am 14.06.2020 - Ankündigung - Termin vorbei

Nach dem erfolgreichen ›Tanz in die Mitte- Projekt 2019‹ soll es auch in diesem Jahr wieder möglich sein, Kamenzer Garten­paradiese und heimelige Hinterhöfe zu entdecken, denn leider bleiben diese in der Regel für die Öffentlichkeit verschlossen. Garten- und Hofbesitzer*innen haben die Möglichkeit, ihre Freude über die liebevoll gestalteten kleinen Oasen mit Interessierten zu teilen, miteinander zu fachsimpeln oder sich über Erfahrungen auszutauschen, Geheimnisse kennenzulernen, Geschichten zu lauschen oder einfach nur zwischen romantisch anmutenden Mauern zu ver­weilen und die schöne Atmosphäre zu genießen.

Wenn am 14. Juni 2020 von 10-18 Uhr Gartenlieb­haber ihre Tore und Pforten öffnen, dann ist das auch ein schöner Impuls für gemein­schaftliches Miteinander in Kamenz. Potenzial und Substanz haben die Stadt und ihre Ortsteile mehr als genug.

Gartenliste

Doris & Thomas Hein – Am Anger 4 Kamenz

Kleiner Garten mit Blick auf die Kirche mit alter Natursteinmauer und terrassierten Flächen.

Atelier Malhexe – Zwingerstraße 1 Kamenz

Subkultur im Künstlerhof, romantisches Ambiente mitten in der Altstadt, gemütliche Sitzecken unterm Apfelbaum.

Anne Hasselbach & Jan Eickhoff – Pulsnitzer Straße 32 (Eingang Schillerpromenade) Kamenz

Garten in Planung mit uralter Eibe, Altholzbörse und Trödelkram für Upcycling-Fans.

Ina Förster & Steffen Lorenz – Pulsnitzer Str. 23 Kamenz

Gärtnern auf kleinstem Raum im historischen Ambiente des Lessinggässchens.

Marion & Jürgen Kutter – Pulsnitzer Straße 41 Kamenz

Moderner Stadtgarten mit klassischen Sitzelementen und mit atemberaubendem Blick ins Herrental, Trockenmauern als Tummelplatz für Eidechsen, Rosen, Hortensien, Funkien.

Helga & Eckehard Schönherr – Pulsnitzer Straße 61 Kamenz

Kontrollierter Wildgarten, in dem durchgeblüht wird und der sich über 50 Jahre immer wieder verändert hat.

Manuela & Thomas Schöne – Pulsnitzer Straße 78 Kamenz

Stadtgarten im englischen Landhausstil mit Hanglage, Strandgutausstellung & kreative Holzarbeiten.

Sieglinde & Günter Tschentscher – Reinhardsberg Kamenz

Großer Waldgarten mit Familien- und Stadtgeschichte, schöne Ausblicke auf die Altstadtkulisse, Gestaltung mit Naturmaterialien und Upcycling alter Baumaterialien.

Plan B – Bautzner Straße 35 Kamenz

Der Bier-Garten für den kleinen Zwischenstopp. Axel Schneider präsentiert: Kamenzer Würstchenbier, Frenzel Bräu Bautzen. (Natürlich sind auch andere Restaurant, Gaststätten und Cafes zu ihren üblichen Öffnungszeiten am Sonntag geöffnet.)

Heike & Mario Hilsberg – Alte Schulstraße 2 Biehla

Romantischer, parkähnlicher Garten mit botanischen Schätzen, kleine Pflanzenbörse.

Jutta & Rüdiger Fessel – Am Flugplatz 22 Zschornau

Nutz -und Erholungsgarten mit Hochbeeten, Gewächshaus, Baumterrasse unter einer Weide, Sitzplätzen und Außenküche, Keramik & Acrylbilder.

Susann & Thomas Glücklich – Neschwitzer Straße 20 Jesau

Von der Streuobstwiese zum Mehrgenerationengarten mit Stauden, Beeren, Kräutern, Gemüse, Hortensien, Rosen & Bienenzucht.

Cornelia Knopp – Elsteraue 98 Jesau

Reihenhausgarten mit Fischteich, Heidegarten und Kräuterspirale.

Beate & Thomas Zschornak – Hauptstraße 4 Nebelschütz

Gärtnerische Entdeckungsreise im Familien- und Nutzgarten, Gehölze, Stauden und Permakultur, versteckte Sitzplätze und Storchennest.

Angelika & Jürgen Peters – Am Walberg 11 Lückersdorf

Landhaus- und Nutzgarten mit kleinem Biotop, Obstbäumen, Baumhaus, Holzbackofen & selbstgetöpferte Keramik.

Mareen Hoch & Silke Wild – Bischofswerdaer Str. 25 Wiesa

Landhaus- und Nutzgarten mit Zwergziegen, Bienen & Glaskunst.

Gabriele & Steffen Bräuer – Bischheimer Weg 2 Hennersdorf

Mehrgenerationenhaus und Garten mit Obstbäumen, Staudenrabatten, Gemüse- und Kräuterhochbeeten, Zierbrunnen, Holzback- und Räucherofen.

Der Veranstalter, der Stadtwerkstatt Kamenz – Bürgerwiese e.V., unterstützt durch das städtische Citymanagement, freut sich. Aktuelle Änderungen bleiben selbstverständlich vorbehalten! Bitte informieren Sie sich auf der Website www.stadtwerkstatt-kamenz.de.

Die Veranstaltung erfolgt unter Beachtung und Einhaltung der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung, für deren Umsetzung der Veranstalter verantwortlich ist. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung beim Betreten der Gärten. Es handelt sich hier ausschließlich um Privatinitiativen.

Flyer zum Tag der offenen Pforte

10.06.2020 - 15.06.2020

29.05.2020: Erklärung des Oberbürgermeisters zum geplanten Halbstundentakt auf der Bahnanbindung Kamenz - Dresden

Wir haben schon seit längerer Zeit um den Halbstundentakt, um die zeitliche Verstärkung der S-Bahn-Verbindung zwischen Dresden und Kamenz gerungen. Dass sich jetzt eine Lösung ergibt, darüber freuen wir uns riesig. Es ist auch ein deutliches Zeichen, dass die Anbindung aus der Landeshauptstadt in das Dresdner Umland für den Freistaat eine große Bedeutung hat.

Wir haben uns seitens des Stadtrates mit der Unterstützung des Freistaates und auch der Unterstützung des Landkreises sehr „ins Zeug“ gelegt, sehr engagiert, dass hier - zum gegenläufigen Trend in Ostsachsen - Wirtschaftswachstum entstehen kann. Mit dem Halbstundentakt wird der Wirtschaftsraum der Stadt Kamenz und der Region erheblich gestärkt. Darüber hinaus besteht aber auch die deutliche Chance, dass für Einwohner in der Metropolregion Dresden der Blick in das Umland, wenn es um die Erreichbarkeit von gut bezahlten Arbeitsplätzen oder um die Frage nach preiswerten und bezahlbaren Eigenheimlösungen geht, befördert wird.

Auch für die Menschen im ländlichen Raum wird im stärkeren Maß die Möglichkeit angeboten, alternativ zum Individualverkehr die Kultur- und Freizeitangebote der Landeshauptstadt wahrzunehmen. Warum also dann den Theater- und eventuell auch Kinobesuch nicht mit der Nutzung der S-Bahn verbinden? Solche Fragen liegen sehr nahe.

Damit wird auch das Vertrauen in die Entscheider erheblich gestärkt. Denn mit dieser Entscheidung wird ein Versprechen, das den Menschen im Zuge des letzten Wahlkampfes gegeben wurde, eingelöst. Und auch dies ist ausgesprochen gut so in Zeiten, in denen wenige, der eine oder andere, eher versucht sind, Misstrauen zu kultivieren.

Wir haben auch erfahren, dass uns der Landtagsabgeordnete Aloysius Mikwauschk mit großem Verhandlungsgeschick und Beharrlichkeit bei der nunmehr avisierten Umsetzung des 30-Minuten-Taktes mit großer Umsicht unterstützt hat.

Damit ist es ihm zum wiederholten Male gelungen deutlich zu machen, dass sich Landtagsabgeordnete erfolgreich für die Belange der Region und damit natürlich für das Mittelzentrum einsetzen.

Für diesen Schritt der Landesregierung, des Landtagsabgeordnete Aloysius Mikwauschk, letztendlich des VVO sind wir sehr dankbar. Wir wissen es zu schätzen, dass die Geschäftsführung des Verkehrsverbundes und die Verbandsräte gemeinsam dieses Ziel beharrlich verfolgt und letztendlich in den Blick genommen haben.

2021 kann kommen!

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister

Pressemeldung des Sächsischen Verkehrsministerium zur Taktverdichtung auf der Linie Dresden - Kamenz

29.05.2020 - 05.06.2020

 

27.05.2020: Das Kamenzer Forstfest im Jahr 2020

Es wird in diesem Jahr nicht in den gewohnten Formen stattfinden

Es entbehrt nicht einer traurigen oder bitteren Ironie, dass in dem Jahr, in dem der Freistaat Sachsen das „Kamenzer Forstfest“ für die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes nominiert hat, das Stattfinden  der Traditionsveranstaltung in seiner herkömmlichen bzw.  althergebrachten Art mehr als in Frage gestellt ist.

Dazu hat sich das Forstfestkomitee in seiner letzten Beratung verständigt. Es war eine sachliche, aber auch mit Wehmut geführte Diskussion, besonders vor dem Hintergrund der neuesten Corona-Schutz-Verordnung, die besagt, dass Großveranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von mehr als 1000 Personen bis zum 31. August 2020 untersagt sind. Darüber hinaus gelten sicherlich auch zukünftig besondere Hygienebedingungen und Abstandsregelungen.  

Es ist insgesamt eine schwierige Situation, da jetzt die Entscheidung getroffen werden muss. Denn, auch wenn die Akteure im Verlauf der Zeit eine bewährte Routine in der Vorbereitung unseres Schul- und Heimatfestes erlangt haben, so bedarf es eines ausreichenden zeitlichen Vorlaufs in der Organisation. Würde man die Entscheidung zum Stattfinden des Forstfestes weiter rausschieben, müssten die Vorbereitungen inhaltlicher (So hätte z.B. schon jetzt mit dem Einstudieren der Programme für das Turnen begonnen werden müssen.), organisatorischer und finanzieller Art loslaufen, auch auf die Gefahr hin, dass dann die getätigten Aufwendungen und Bemühungen umsonst waren, weil das Forstfest eben nicht stattfindet. Es war und ist keine einfache Entscheidung!

Es ist kein wirklicher Trost, wenn lt. dem Stadtarchivar auch in der Vergangenheit, besonders während der Kriegszeiten, das Forstfest bereits ausfallen musste, so z.B. im I. und II. Weltkrieg. Aber auch 1953 wurde es aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr durch Kinderlähmung abgesagt. Inwieweit eventuell auch politische Überlegungen nach dem Juni 1953 eventuell eine Rolle gespielt haben, wäre noch zu klären.  

Auch eine mögliche Termin-Verschiebung wurde im Forstfestkomitee besprochen. Dies würde sich aber aus vielerlei Gründen als schwierig gestalten. Zum einen steht im neuen Schuljahr das Nachholen des schulischen Stoffs im Vordergrund bzw. die Organisation eines Schulalltags, der sich der vorangegangenen Normalität wieder nähert; zum anderen ist die Absprache mit den Schaustellern im Forst kompliziert, da sie in der Regel an relative feste Abläufe ihrer Tourplanung gebunden sind. Außerdem, so auch Meinungen im Forstfestkomitee, sollte von den traditionellen Zeiträumen des Kamenzer Forstfestes – Stichwort Bartholomäus-Woche – nicht abgewichen werden.

Aus all diesen Gründen hat das Forstfestkomitee – angesichts der derzeitigen Beschränkungen durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen Unwägbarkeiten – schweren Herzens die Empfehlung ausgesprochen (oder besser) die Entscheidung getroffen, auf die Durchführung des Kamenzer Forstfestes in seiner traditionellen Form – so wie wir es kennen und schätzen – in diesem Jahr zu verzichten.

Wir werden sehen, ob es den einen oder anderen Einfall gibt, mit pfiffigen Ideen trotzdem in der Forstfestzeit Flagge zu zeigen.

 

Ihr

Roland Dantz

Oberbürgermeister

Vorsitzender des Forstfestkomitees

27.05.2020 - 04.06.2020

19.05.2020: Ein Stadtteil ändert sein Gesicht

Städtebaulich wird hier ein prägender Punkt gesetzt – Baumaßnahme „Erweiterungsneubau“ an der Lessingschule erfolgreich angelaufen

Stadtteil im Wandel

Das Viertel um die Lessingschule an der Henselstraße hat, neben vielen Dingen, die weiterbestehen, sein Gesicht in den letzten 30 Jahren sehr verändert. War gegenüber der Lessingschule ein Baustoffhandel mit einem großen Lagerplatz, so befindet sich heute dort das Gelände und die Gebäude des Arkadenhofs der Ostsächsischen Sparkasse Dresden.

Hinter der Lessingschule befand sich lange Zeit eine Kleingartenanlage, bei denen die Pächter immer wussten, dass es sich um Bauerwartungsland handelt. Im Jahr 2015 war es dann soweit, die Kleingartenanlage musste weichen, wobei allen Pächtern Ausweichflächen angeboten wurden.

Was lange währt, wird gut

Nun im Jahr 2020 haben die Bauarbeiten für den Erweiterungsneubau begonnen. Leider konnte aufgrund der Corona-Zeit der Spatenstich nicht in der gewohnten Form vollzogen. Trotzdem war es gut, dass ein durch die Stadt Kamenz angeregtes und dann vom Schulträger und Bauherr, dem Landkreis Bautzen, initiiertes Pressegespräch vor Ort stattfand. Neben dem 1. Beigeordneten des Landkreises Bautzen, Udo Witschas, seinem persönlichen Referenten Thomas Israel und dem Oberbürgermeister Roland Dantz, nahmen der Prokurist der DIW Bau GmbH und Leiter des Hoch- und Tiefbau der Firma, Jörg Winkler, und sein Bauleiter vor Ort, Falko Müller, sowie der Leiter des Gebäude- und Liegenschaftsamtes beim Landratsamt Bautzen, Valentin Opitz, teil.

Schulbau-Projekt gut für Kamenz, gut für die Region

Gleich zu Beginn gab Udo Witschas seiner Freude über den begonnenen Bau kund. Er sieht in ihm eine gelungene Symbiose von Kultur und Bildung, die gerade im ländlichen Raum so wichtig ist. Dem pflichtete der Oberbürgermeister bei und verwies darauf, dass z.B. die eingesetzten – und nur durch die Stadt Kamenz zu akquirierenden – EFRE-Fördermitteln zu einem in dieser Förderkulisse größten EFRE-geförderten Vorhaben im Freistaat Sachsen (und nicht wie in der SZ sehr übertreibend geschrieben, dass es der „Campus-Bau (…) nämlich zudem das größte EFRE-geförderte Bauprojekt aller

Zeiten“ ist) geführt haben. Nicht nur, dass damit die Kamenzer Schullandschaft zukunftssicher gemacht wird, das Stadtvierter selbst wird attraktiver; es ist aber auch für die regionale Wirtschaft ein Projekt, an dem viele Firmen teilhaben können und werden. Insgesamt geht es um ein Investitionsvolumen (einschließlich Stadtbibliothek) von immerhin 28,7 Mio. EUR., in das Fördermittel in Höhe von 19,7 Mio. EUR (15,3 Mio. EUR EFRE-Mittel und 4,4 Mio. EUR aus dem Förderprogramm Stadtumbau) und 8,9 Mio. Eigenmittel (Landkreis 5,8 Mio. EUR und Stadt 3,1 Mio. EUR) fließen werden. Umso besser auch, so der Oberbürgermeister, dass der Auftrag an die ortsansässige DIW Bau GmbH gegangen ist. Der Geschäftsführer der Firma ergänzte dabei, dass – aufgrund der abgegebenen wirtschaftlichsten Angebote – sich ein besonders glücklicher Umstand ergeben habe, da die DIW Bau GmbH für alle drei Lose – Baufreimachung, Tiefbau und Rohbau – den Zuschlag erhielt. Hinzu kommt, dass auch die Fernwärmetrasse, die auch die Lessingschule versorgen wird, durch die DIW Bau GmbH gebaut wird. Dadurch ergeben sich Synergieeffekte und die Möglichkeit, flexibel auf der Großbaustelle agieren zu können.

Zeitlichen und finanziellen Abläufe im grünen Bereich

Gefragt nach Bauzeiten, Denkmalschutz und Zeitpunkt der Grundsteinlegung erläuterte der federführende Leiter des Gebäude- und Liegenschaftsamtes beim Landratsamt, dass man insgesamt im Plan liege, was sich auch darin zeigt, dass der Umzug der 2. Oberschule zurück in ihr neues Schulgebäude an der Saarstraße für die Herbstferien geplant ist und zum jetzigen Zeitpunkt auch gehalten werden kann. Bezogen auf das Bauvorhaben an der Lessingschule sehe es so aus, dass der Gebäudekomplex Ende 2021 fertiggestellt sein soll. Ziel für dieses Jahr sei es, dass vor dem Winter der Rohbau, versehen mit einem Dach, steht.

Im Übrigen sei man bei allen Fragen, die den Denkmalschutz des historischen Gebäudes betreffen im engen Kontakt mit der Denkmalschutzbehörde. Was die Grundsteinlegung betrifft, so ist eine solche fest eingeplant, aber natürlich abhängig von der dann vorhandenen Corona-Lage.

Hatte die Corona-Pandemie Auswirkungen auf den Bau?

Corona war ein gutes Stichwort für den Bauleiter Falko Müller, konnte er doch feststellen, dass es bisher zu keinen gravierenden Ausfällen hinsichtlich des Materials und auch bei den beteiligten Bauleuten gekommen sei. Natürlich sei es auf einer Baustelle nicht einfach, die geforderten Abstandsregelungen sowie andere Hygienevorschriften umzusetzen. Aber man sei ständig dran, diese Vorgaben einzuhalten, so wurden z. B. mehr Baucontainer aufgestellt, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden.

Stadtrat und Kreistag werden regelmäßig informiert

Zum Abschluss des Pressegesprächs verwiesen der Oberbürgermeister und der 1. Beigeordnete darauf, dass sowohl in den Gremien des Kreistages als auch in denen des Stadtrates regelmäßig über den Fortgang der Arbeiten berichtet wird, insbesondere was den Bauablauf betrifft sowie die Finanzentwicklung. Darüber hinaus diene auch ein solches Pressegespräch, die Bevölkerung in und um Kamenz auf dem Laufenden zu halten. Wie interessiert diese ist, kann der Verfasser des vorliegenden Beitrages selbst bestätigen, da beim sonntäglichen Spaziergang dieser offenbar so gelegt wird, dass er an der Baustelle vorbeiführt, so dass man dort immer wieder Menschen beobachten kann, neu- oder besser wissbegierig das Baugeschehen betrachten und kommentieren.

Möge es also weiterhin einen guten Verlauf nehmen!

19.05.2020 - 04.06.2020

 

08.05.2020: Interview des OB zu Corona und Grundrechten

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die „Corona-Zeit“ betrifft uns alle und so hat dankenswerterweise der Lokalredakteur der Sächsischen Zeitung, Reiner Hanke, mit mir ein Interview geführt, das in der Ausgabe der Sächsischen Zeitung in der abgestimmten Form am 08.05.2020 erschienen. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich aus der Veröffentlichung in der Sächsischen Zeitung, einer Tageszeitung, zwangsläufig Beschränkungen zum Umfang ergeben. Dies ist objektiv so und einfach dem Format der Tageszeitung geschuldet. Von daher haben Sie auch die Gelegenheit, die von mir gemeinte Breite der Betrachtung kennenzulernen. Sie haben nun die Möglichkeit, das Interview in voller Länge nachzulesen.

Interview mit Oberbürgermeister Roland Dantz:

Wie haben Sie den Spaziergang empfunden?

Ich wollte einfach nur sehen, was läuft, um im Bilde zu sein.

Haben Sie sich mit Teilnehmern unterhalten?

Ja schon. Mit dem einen oder anderen bin ich ins Gespräch gekommen. Natürlich werde ich als OB auch angesprochen. Nur scheint mir, dass da die Meinungen zum Teil sehr „festgefahren“ waren. Auf der Straße ist dann wenig Spielraum für eine Gedankenaustausch.

Wie stehen  Sie zu den Spaziergängen, haben Sie Verständnis für eine sinkende Akzeptanz der Corona-Regeln?

Schauen wir uns doch einmal die Ausgangslage an. Vor vier bis sechs Wochen haben die Entscheider deutlich gemacht, dass sie über das Corona-Virus relativ wenig wissen. Welche Handlungsoptionen gab es denn? Es bestand die Angst, dass die Infektionsrate derartig ansteigt, dass unsere Intensivstationen „überlaufen“ und dass dann ausgewählt werden muss, wer ein Beatmungsgerät bekommt und wer möglicherweise nicht. Man hat auch deutlich gemacht, dass es bei den Kontaktbeschränkungen darum geht, Zeit zu gewinnen, um auch die Anpassung der medizinischen Versorgungsbereiche zu ermöglich. All dies wurde klar und offen ausgesprochen. Wer sich dann für den maximalen Schutz des Einzelnen ausspricht, wie dies Bundes- und Landesregierung getan haben, und damit für den größtmöglichen Schutz der Menschen sorgen will, der muss auch zwangsläufig in Kauf nehmen, dass er eine laufende Volkswirtschaft beinahe „abwürgt“. Die Alternative hätte darin bestanden, das Risiko, dass sich das Virus ungebremst ausbreitet, in Kauf zu nehmen. Stellen wir uns doch einmal die Frage, wie der eine oder andere es dann heute sehen würde, wenn das Szenario der überforderten Krankenhäuser zum Tragen gekommen wäre. Viele finden es gut, dass es so nicht gekommen ist.  Die Kehrseite ist, dass in den letzten sechs Wochen unser Alltagsleben und insbesondere das von einigen Berufsgruppen, wie Gastronomen, Inhaber von Fitnesseinrichtungen bis hin zu Dienstleistern extrem beschnitten wurde. Auch dies muss man sehen. Daran ändern auch staatliche Hilfeprogramme nichts.

Wir haben uns im Kamenzer Stadtrat ebenso klar positioniert und zur Einhaltung der Regeln aufgerufen. Wir haben allen Kamenzer Bürgern eine Grundausstattung mit Mund-Nase-Masken zur Verfügung gestellt. Ich denke es war legitim von Bund und Land, so zu handeln und zu reagieren, wie es geschehen ist. Genauso legitim ist es, anderer Meinung zu sein. Das wird unsere Demokratie aushalten. So sind auch Proteste genauso denkbar. Aber ich frage mich, ob sie notwendig sind. Wenn man sich für diesen Weg der Ausgangsbeschränkungen ausspricht, müssen die Folgen mit den Menschen eben sehr klar kommuniziert werden.

Wurde das versäumt, so dass die Akzeptanz für die Corona-Regeln sinkt?

Zunächst: Keiner kann es allen Recht machen,  das mal vorab. Wenn eben eine hohe Ansteckungsgefahr besteht oder wie vor wenigen Wochen befürchtet werden musste, dann sind unsere Möglichkeiten miteinander ins Gespräch zu kommen, mehr als eingeschränkt. Daran ändern digitale Plattformen nichts. Reden wir über Realitäten. Boris Johnson war einer derjenigen, die das Corona-Virus am Anfang - sagen wir mal so - „locker nahm“. Es ist bekannt, auch er musste als englischer Premierminister ins Krankenhaus und letztendlich in die Intensivstation „einrücken“. Nachdem er wieder entlassen worden war, gab er der englischen Zeitung „The Sun on Sunday“ folgende Information: „Es war kaum zu glauben, dass sich mein Gesundheitszustand in nur wenigen Tage in diesem Ausmaß verschlechterte. (...) Aber der schlimme Moment kam, als es 50:50 stand, ob sie mir einen Schlauch in die Luftröhre stecken mussten.“ Mit dem Virus ist offensichtlich nicht zu spaßen! Wahr ist aber auch, dass es insgesamt im Freistaat (SZ 04.05.2020)  4.731 erkrankte und davon mittlerweile ca. 4.100 genesene Corona-Patienten gibt. Die Differenz zwischen Infizierten und Genesenen wird immer kleiner. Das ist ein guter Trend. Nun stellt sich die Frage für viele Menschen, ob die ausgesprochenen Beschränkungen und der damit verbundene Eingriff in die Grundrechte, der z. B. dazu führt, meinen Beruf nicht mehr ausüben zu können, mich nicht mehr frei zu bewegen; ob diese Eingriffe des Staates derzeit weiter gerechtfertigt sind. Vor 14 Tagen hätte ich durchaus strenger geurteilt als heute.

Die Spaziergänger äußerten im Gespräch die unterschiedlichsten Forderungen: Sind die Einschränkungen unangemessen, sollten Schulen,  umgehend Gastronomie … umgehend wieder öffnen und auch corona-kritischen Wissenschaftlern Gehör zu geben? Ist Corona die größte Lügengeschichte, die uns je aufgetischt wurde?

Ich kenne eine ganze Menge an Menschen, für die es wichtig ist, die unterschiedlichsten Meinungen und Argumente kennen zu lernen. Nur für Dogmatiker und Ideologen auf der einen oder der anderen Seite sind solche Ereignisse der Jungbrunnen, in dem sie sich gerne baden.

Skepsis, wenn sie so wollen, Verschwörungsthesen, machen ihre Runde. Und weil uns Corona alle angeht, nimmt die Zahl der vermeintlichen Experten, der Virologen, Epidemiologen, der „Fachleute“ rasant zu. Ich bin Bauingenieur, habe vorher weit mehr als zehn Jahre im Handwerk gearbeitet und ich muss mich – wie andere – auch auf die Meinung von Fachleuten und wie jeder Mensch auf mein eigenes Urteilsvermögen verlassen. Denn letztendlich, wem ich glaube und woran ich glaube und was für mich zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Gewissheit ist, das entscheidet jeder Mensch selbst.

Was wussten wir vor Wochen über das Virus, wie gefährlich war es? Es war und ist das Anliegen, Risiken zu vermeiden. Dabei hat sich letztlich kein Minister, kein Entscheider wirklich gewünscht, dass Intensivstationen „überlaufen“. Nein, die Regierung  hat alles getan, um es zu verhindern, auch wenn es extreme Härten bedeutet, sie hat Vorsorge getroffen.  Ich kann mir nicht vorstellen, dass staatliche Verantwortungsträger Freude daran haben, Schulen zu schließen und Spielplätze abzusperren. Oder Gewerbe zu untersagen. Es ist eine Binsenweisheit, dass eine funktionierende Wirtschaft die Grundvoraussetzung für Steuereinnahmen sind. In der Zwischenzeit wissen wir etwas mehr über die Übertragungswege. Die Infektionszahlen sind nachprüfbar. Jeder kann sie dennoch kritisieren. Rückwärts betrachtet stellt sich immer die Frage: „Was ist angemessen? Hätten Bund und Land weicher reagieren können?“ Jetzt gilt: Solche Sanktionen sind mit Augenmaß und Vernunft zu verhängen. Und es kann auch berücksichtigt werden, dass in Frankreich, Bayern, Sachsen oder in der Oberlausitz ganz unterschiedliche Verhältnisse vorherrschen. Es ist wichtig, differenziert darauf zu reagieren.

Sie schlagen also angesichts der Corona-Zahlen  und sinkender Akzeptanz für Einschränkungen eine schnellere Lockerung vor?

Es sind meiner Ansicht nach zwei Dinge zu klären. Einmal greift staatliche Gewalt in unsere persönlichen Freiheiten ein. Und zum anderen ist eine Gefährdungslage, wie sie vor sechs Wochen möglicherweise angenommen werden musste, zumindest in Sachsen/Ostsachsen nicht erkennbar. Offensichtlich ist, dass auch in anderen Bundesländern, z. B. in Sachsen-Anhalt, diese Ansicht auch von Herrn Ministerpräsident Haseloff für mich sehr nachvollziehbar vertreten wird. An dieser Stelle zeigt sich auch, von welchem Menschenbild wir ausgehen, wenn wir den mündigen selbstbestimmt lebenden Bürger meinen, der auch genügend Empathie besitzt, für andere z. B. für Ältere  - die eher gefährdet sind – einzutreten. Dann können wir auch vernünftig, z. B. unter Einhaltung von Abständen, dem Tagen von Mund-Nase-Masken, mit Risiken umgehen. Wir können auch dann damit umgehen, wenn Verstöße aus diesem Verständnis des Menschenbildes, der eigenen Selbstbestimmung heraus, sanktioniert werden.

Natürlich will  keiner eine zweite Corona-Welle erleben. Wenn diese kommen sollte, dann versteht der mündige Bürger auch, wenn neue Entscheidungen nötig sind. Wir sind gut beraten, auf das Verstehen und auf die Akzeptanz des mündigen Bürgers zu achten. Und wir sind auch gut beraten, den Eindruck der Bevormundung genauso wie den absoluten Blick auf das Ich und nicht das Wir zu vermeiden. Im Moment schaukelt sich eine Art von Bevormundung hoch, was durch die Frage, ob das Kontaktverbot, dass sich nur Angehörige zweier Haushalte wieder treffen dürfen, eher noch unterstrichen wird. Selbst wenn die Lage immer noch fragil ist, zeigt sich doch, dass wir mit dem Virus leben müssen. Die Lage kann sich, ob wir es wollen oder nicht, tagtäglich ändern. Fakt ist, insbesondere ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen und vor allem Patienten in Krankenhäusern und Pflegeheimen müssen geschützt werden.

Viele Spaziergänger kritisierten die Einschränkungen  des Grundgesetztes, das Versammlungsverbot. Sie sehen das auch kritisch. Wie stehen Sie dazu?

Die Versammlungs- und  Meinungsfreiheit, die jedem Menschen zustehen, sind Grundrechte. Eingriffe sind immer wieder neu zu rechtfertigen. Ich bedaure es, dass in der Kommunikation in der Corona-Entwicklung  im Zuge der Lockerung, der Eindruck erweckt wurde, dass im gewissen Sinne „generös“ wieder etwas erlaubt wird.  Es handelt sich um Persönlichkeitsrechte, wenn Sie so wollen Menschenrechte, und die Einschränkung derselben ist zu rechtfertigen, nicht anders herum. Dieses Verständnis sollten wir kultivieren. So sehe ich auch die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (Az: 1 BvQ 37/20 und 1 BvR 828/20)  zu Demos in Corona-Zeiten. Das Gericht pocht sehr nachvollziehbar auch in der Coronavirus-Krise auf die grundgesetzlich geschützte Versammlungsfreiheit. Es sei aber auch kein Freibrief für jedes denkbare Verhalten. Die Spielregeln, die Grundlagen der sächsischen Corona-Schutzverordnung, wie die Abstandsregeln, gelten für jeden.

08.05.2020 - 27.05.2020

08.05.2020: Kranzniederlegung am 8. Mai 2020 in Kamenz

Kranzniederlegung anläßlich 75 Jahre Kriegsende am 8. Mai 2020

Am 8. Mai 2020 fand am Sowjetischen Grab- und Ehrenmal anlässlich 75 Jahre Kriegsende eine Kranzniederlegung statt.

Im Anschluss daran erfolgte ebenfalls ein kurzes Gedenken an der Grab- und Erinnerungsstätte für die Gefallenen im 2. Weltkrieg auf dem St. Just-Friedhof. Des Weiteren ehrte der Oberbürgermeister mit einem Blumengebinde am Wicha-Gedenkstein in Bernbruch den Kamenzer Stephan Wicha, der mit seinem Einsatz mit dafür sorgte, dass die Stadt Kamenz 1945 kampflos  übergeben wurde.

Aus Anlass des Tages wurden auch Blumen und Blumengebinde am Richard Liebelt-Gedenkstein, an der Erinnerungstafel für die Häftlingstodesmärsche, an der Gedenkstätte im Herrental sowie am Mahn- und Ehrenmal Poststraße / Robert-Koch-Platz niedergelegt.

Vor 75 Jahren endete der 2. Weltkrieg - Deutschland wurde befreit

Aus diesem Anlass äußern sich Stadtratsfraktionen, verschiedene Interessensgruppen, Vereine, Parteien und Kirchen sowie der Oberbürgermeister der Stadt Kamenz zu diesem historischen Datum. Die nachzulesenden Beiträge werden auch im Kamenzer Amtsblatt 20/2020 (als Papierausgabe) veröffentlicht.

Der 8. Mai 1945 - Oberbürgermeister Roland Dantz

Der 8. Mai 1945

Wenn wir uns gemeinsam an dieses Datum erinnern, dann können es im wortwörtlichen Sinn nur die heute 80- oder 90-Jährigen. Die Jüngeren haben es nicht erlebt. Wenn wir uns damit beschäftigen, auseinandersetzen, dann sind viele Fakten bekannt, längst nicht alle.

Der Krieg, der 1939 begann, war ein Weg, der von Leichenbergen u. a. in Bergen-Belsen, Auschwitz, Treblinka, von über 30.000 Erschossenen im ukrainischen Babi Jar (Babyn Jar), vom Grauen der Bombennächte und von Flucht und Vertreibung markiert wurde.

75 Jahre später ist die Frage, was geschah, in nahezu endlosen Dokumentationen und Büchern beschrieben. Die Frage, die wichtigste vielleicht, nach dem – Warum? – wird immer wieder neu gestellt und sie wird auch immer wieder neu beantwortet. Dies geschieht in besonderer Weise durchaus mehr oder weniger interessensgeleitet. Wer das 20. Jahrhundert verstehen will, kommt am Konflikt der westlichen Welt mit dem damaligen Sowjetrussland nicht vorbei. Zu dieser Betrachtung gehört auch die Frage nach der vermeintlichen Kriegsschuld der Deutschen am 1. Weltkrieg und einem beinahe „mörderischen Frieden“ nach dem Versailler Diktat. Was führte dazu, dass eine bis 1929 politisch eher marginale Partei, wie die NSDAP, diesen Einfluss gewinnen konnte?

Wer Antworten finden will, nicht nur eine, muss sich zwangsläufig mit der Zeit vom Ende des 1. Weltkrieges bis zum 1. September 1939 beschäftigen. In der Geschichte wurden Kriege nahezu immer öffentlich erklärt. Das ist Teil der Propaganda. In Wahrheit werden sie in Hinterzimmern der Macht, die nur wenigen zugänglich sind, vorbereitet und gedacht. Dies ist noch heute so. Für uns Nachgeborene war es lange vielleicht schwer zu verstehen, warum die „Aufteilung der Welt“ in Potsdam am 2. August 1945 so besiegelt wurde, wie wir es erleben mussten.

Heute scheint mir dies klarer zu sein – Stalin, das damalige Sowjetrussland, hatte erkannt, dass die Verschiebung seiner Westgrenze vom Bug bis an die Werra den „Schutz“ bieten kann, den es 1939 nicht gegeben hat. Damit ist zum Teil möglicherweise auch zu erklären, weshalb Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien und Österreich (bis 1954) ebenso unter sowjetrussischen Einfluss gerieten, wie der Osten Deutschlands. Der Kalte Krieg, der sich dann anschloss, wurde darauffolgend beginnend mit dem Widerstand polnischer Arbeiter in Danzig in den 1970er Jahren bis zum Fall des Eisernen Vorhangs und den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 beendet. Aus dem Ende des Krieges vor 75 Jahren und dem Umstand, dass wir ein ganzes Menschenleben keinen Krieg in Deutschland, in Europa, erleben mussten, aus diesem Fakt heraus können wir den Wert eines gemeinsamen „Europäischen Hauses“ erkennen. Wir haben auch die Möglichkeit, über das Geschehene neu zu befinden. Dies schließt keinesfalls das Festhalten an unseren humanistischen Werten, an dem, was das Ergebnis einer Zeit nach dem Ende des Rassenwahnes, nach dem Ende des Mordens sowie eines für uns heute unvorstellbaren Leides an Gutem gewachsen ist, aus.

Ich habe mich daher entschlossen, dass vielen Vertretern des öffentlichen Lebens, Parteien, Verbänden und Kirchen die Möglichkeit gegeben wird, ihre Gedanken anlässlich der 75. Wiederkehr des Kriegsendes Raum zu geben. Wir Kamenzer können dankbar sein, dass unsere Stadt am 7. Mai 1945 durch den Mut von Wenigen kampflos übergeben wurde. Auch darüber dürfen wir froh und glücklich sein.

Sie haben sicher gemerkt, dass ich bisher den Begriff der Befreiung als Synonym für den 8. Mai 1945 nicht benutzt habe. Ich biete folgende Überlegung/folgendes Gedankenspiel an: Nehmen wir eine Sekunde lang an, Deutschland hätte vor 75 Jahren den Krieg gewonnen. Die SS hätte die Gaskammern von Auschwitz weiterbetrieben, Kinder, Frauen und Männer wären weiter ermordet worden. Wir, die Deutschen, „dürften“ nur nach der „Pfeife“ einer Partei, in diesem Fall der NSDAP, „tanzen“. Die Deutschen wären Herrenmenschen.

Stellen Sie sich selbst die Frage, ob Sie in einer solchen Welt leben möchten? Ich nicht.

Und schon deshalb sehe ich bei allen Widersprüchen, bei allem Leid, das auch um den 8. Mai 1945 und danach geschah und den immer noch offenen Fragen, den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung. Auch wenn ich, wie viel andere Ostdeutsche, die bekannte Rede des damaligen Bundespräsidenten Weizsäcker aus dem Jahr 1985 nicht kennen konnte.

Roland Dantz

Oberbürgermeister

Zum 75. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges - Jörg Bäuerle für die Stadtratsfraktion „Wählervereinigung Kamenz & Ortsteile“ im Stadtrat Kamenz

Zum 75. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges

Psalm 78.63 „Die jungen Männer fraß das Feuer, den jungen Mädchen sang man kein Brautlied, … die Witwen konnten die Toten nicht beweinen“

Am 9. Mai 1945 00.01 Uhr schweigen die Waffen auch in noch von deutschen Truppen gehaltenen Gebieten von Kreta bis Norwegen, von Kurland bis zu den französischen Festungen und auch in Gebieten von Ostsachsen und der Oberlausitz. Mit der Kapitulation vor den Alliierten endete der 2. Weltkrieg, allerdings erst nur in Europa, im pazifischen Raum wurde noch gekämpft. Der Krieg endete in einer bisher beispiellosen Katastrophe für Deutschland.

Als am 1. September 1939 deutsche Truppen in Polen einmarschierten, war trotz einer von den Nationalsozialisten geführten Kriegspropaganda keine Begeisterung oder Euphorie in der deutschen Bevölkerung zu spüren wie zu Beginn des 1. Weltkrieges 1914. Das 20. Jahrhundert war gekennzeichnet von Ideologien der Gewalt. In Deutschland herrschten die Nationalsozialisten unter Hitler, in Russland herrschte Stalin mit der Kommunistischen Partei.

Sowohl für die meisten Deutschen als auch für die Westmächte eigentlich undenkbar, kam es im August 1939 zum sogenannten Hitler-Stalin-Pakt. Hitler hatte damit keinen 2-Fronten-Krieg zu befürchten, die polnische Beute wurde unter Deutschland und der Sowjetunion aufgeteilt. Ein Teil der in die Sowjetunion geflüchteten Widerstandskämpfer gegen das Hitlerregime, insbesondere auch Kommunisten, wurden nach Deutschland ausgeliefert.

Deutsche Truppen eroberten ab 1940 weite Teile Westeuropas, das Unheil nahm seinen Lauf. Die Überheblichkeit der nationalsozialistischen Ideologie und eines angeheizten Rassenwahns führten zu eklatanten Fehleinschätzungen, insbesondere der militärischen Lage. Der Pakt mit der Sowjetunion hielt nicht lange, im Sommer 1941 begann der Krieg mit der Sowjetunion und er wurde von deutscher Seite mit einer bis dahin beispiellosen Grausamkeit geführt.

Im Frühjahr 1945 rückte die Front bis in unsere Heimat vor. Sowjetische und polnische Truppen unter Marschall Konew standen in der Lausitz. Militärisch irrationale Vorstellungen Hitlers waren der Ansicht, dass der Vorstoß sowjetischer Einheiten zuerst in den böhmischen Raum zielte, um die noch intakte Rüstungsindustrie, insbesondere die Skoda-Werke, zu eliminieren und nicht nach Berlin, wie es das Oberkommando der Wehrmacht vermutete. Eine große Militäreinheit unter Generalfeldmarschall Schörner mit 1,2 Millionen Soldaten stand in Ostsachsen und der Lausitz. Das strategische und auch eigentliche Ziel war aber logischerweise die Eroberung der Reichshauptstadt Berlin.  Das nationalsozialistische Regime unter Hitler sollte endgültig beseitigt werden. Demzufolge spielte die Besetzung Ostsachsens mit Dresden und der Oberlausitz eine nur untergeordnete Rolle. Die Hauptstoßrichtung der Einheiten von Marschall Konjew war von Süden aus die Hauptstadt Berlin.

Im März 1945 war in Lauban (Luban) die eigentlich letzte große Panzerschlacht des 2. Weltkrieges, welche die Rote Armee aber nicht gewann. Der Angriff blieb stecken und wurde auch nicht weitergeführt. Die Innenstadt Laubans wurde fast vollständig zerstört und erst nach 1989 konnte die historische Innenstadt wieder aufgebaut werden. Der Frontverlauf in der Oberlausitz mit den Städten Bautzen, der „Festung“ Görlitz und Lauban blieb eine Zeit lang erhalten, erst im April erfolgten von Norden aus Vorstöße. Bautzen wurde zum großen Teil von sowjetischen und polnischen Truppen besetzt, doch erfolgte die letzte Offensive deutscher Einheiten, welche zum Entsatz von Bautzen führte und auch unmittelbare Auswirkungen auf das Gebiet von Kamenz hatte.

Unsere Stadt blieb, Gott sei Dank, von unmittelbaren Kampfhandlungen verschont. Eigentlich ist es schon erstaunlich und bedenkenswert, denn in Kamenz waren sowohl die Kasernen als auch der Flugplatz, auf welchem zeitweise sogar eine Staffel von Ju 87 Stukas stationiert waren. Augenscheinlich spielte Kamenz aber keine bedeutende strategische Rolle, der Ausgang des Krieges war vorauszusehen, ja er stand eigentlich schon fest.

Die Kämpfe in der Oberlausitz waren durchaus für alle Seiten verlustreich. Noch heute sind Nachwirkungen zu spüren, in vielen alten Bäumen im Gebiet von Ralbitz-Rosenthal und Crostwitz stecken Granatsplitter und man findet auch noch Reste von Ausrüstungsgegenständen und Munition.

In den schweren Kämpfen wurde auch die Wallfahrtskirche in Rosenthal zerstört.

Die Kämpfe in der Lausitz wurden in der Kriegspropaganda ausgenutzt. Als mein Vater Anfang April mit meiner Großmutter aus Königsbrück in Richtung Erzgebirge geflohen sind und sie die Nachricht erreichte, das deutsche Truppen in Ostsachsen wieder auf dem Vormarsch sind, kehrten sie zurück. Sie blieben auch in ihrem Zuhause und nach dem Einmarsch der Roten Armee kam es persönlich nicht zu den befürchteten und von der Kriegspropaganda vorausgesagten Übergriffen, wovor viele Menschen aber leider nicht verschont geblieben sind.

Die Situation im April und Mai 1945 war unübersichtlich. Die Berichte von Zeitzeugen sind deshalb besonders wichtig, um der historischen Wahrheit nahe zu kommen. Krieg in allen seinen Varianten ist immer grausam und in seinen Auswirkungen auch irrational. Die Kriegsführung, besonders im Osten, war von deutscher Seite aus teilweise nicht vom Kriegsrecht gedeckt. Übergriffe auf Zivilisten, besonders von Seiten der Einsatzgruppen der SS, waren völkerrechtswidrig und eindeutig Kriegsverbrechen. Wir sollten dabei aber nicht vergessen, dass der überwiegende Teil auch der deutschen Soldaten, es waren unsere Väter, Großväter und Urgroßväter, eben nicht pauschal Kriegsverbrecher waren, sondern Opfer einer gewaltbereiten und Gewalt verherrlichenden Ideologie, der Ideologie des Nationalsozialismus.

Als die Rote Armee Gebiete von Ostpreußen und Pommern eroberte, kam es trotz eines Befehls der sowjetischen Militärführung zu Übergriffen und viele Orte wurden vorsätzlich zerstört und Zivilisten getötet. Das führte zu einer breit angelegten Propaganda der nationalsozialistischen Führung und aus geschürter und vielleicht auch realer Angst kam es zu einem verbissenen Widerstand. Rache und Vergeltung waren noch nie ein Mittel zur Lösung von Konflikten und erst der Verzicht auf Rache und Vergeltung kann den Teufelskreis durchbrechen.

Als am 9. Mai von Norden kommend die ersten Vorhuten sowjetischer und polnischer Einheiten Kamenz erreichten, schwiegen bereits die Waffen. Kamenz wurde besetzt, aber eben nicht im Kampf eingenommen. Das ersparte den Kamenzern viel Leid.

Wenn man auf die Zeit von 1939 bis 1945 zurückblickt, können wir alle froh sein, dass uns das schreckliche Geschehnis eines Krieges erspart geblieben ist. Wir haben eine große Chance, Frieden zu bewahren und für die Verständigung zwischen den Völkern zu leben. Die blaue Flagge mit dem Sternenkranz, das Zeichen für ein geeintes Europa, von den Gründern bewusst abgeleitet vom Sternenkranz der Maria von Lourdes, ist auch ein Zeichen für Hoffnung und Frieden.

Der 8. Mai ist eigentlich auch kein Feiertag und auch kein Tag für pompöse Militärparaden und Aufzüge, sondern er sollte als Gedenktag für alle Opfer des Krieges und als Tag der Mahnung für den Frieden gehalten werden. Vergessen wir nicht was geschah und denken wir an die Zukunft und bewahren wir unsere Grundwerte, damit es wahr wird, was schon vor mehr als 2000 Jahren geschrieben wurde: „dann tragen die Berge Frieden für das Volk und die Höhen Gerechtigkeit“ (Psalm72.3.).

Jörg Bäuerle

für die Stadtratsfraktion „Wählervereinigung Kamenz & Ortsteile“ im Stadtrat Kamenz

Gedanken zum diesjährigen Gedenken in Form einer Videolesung zum 8. Mai - Sebastian Schindler für die Stadtratsfraktion und den Ortsverband "DIE LINKE"

Gedanken zum diesjährigen Gedenken in Form einer Videolesung zum 8. Mai

Wir haben dieses Jahr eine andere Form des Gedenkens gewählt: Eine Online-Lesung mit der Geschichte eines Opfers der nationalsozialistischen Barbarei in Kamenz - gelesen am Ort seiner Ermordung.

Jessica Wallner und Steve Lormes aus Kamenz lesen aus dem Buch "Eine Reise an das Ende der Nacht", das Michel Caron nach einer Reise zu den Leidensstationen seines gleichnamigen Vaters verfasste. Er war als gefangener französischer Widerstandskämpfer in verschiedenen KZs, bevor er am 26. Februar 1945 im KZ-Außenlager Kamenz-Herrental ermordet wurde.

Videolesung aus dem Buch „Eine Reise an das Ende der Nacht“

Sebastian Schindler

für die Stadtratsfraktion und den Ortsverband "DIE LINKE"

 

Vor 75 Jahren endete der Krieg, am 8. Mai 1945, dem Tag der Befreiung - Pfarrer Michael Gärtner, Ev.- Luth. Kirchgemeinde Kamenz

Vor 75 Jahren endete der Krieg, am 8. Mai 1945, dem Tag der Befreiung

Es war ein Tag der Befreiung für die Menschen, die so lange unter dem Krieg und der Gewaltherrschaft Nazideutschlands gelitten hatten. In Deutschland selbst haben damals nicht viele diesen Tag als eine Befreiung empfunden. Denn andere Gefühle waren vorherrschend: Man sorgte sich um das eigene Überleben, trauerte um Angehörige, hatte Angst vor Vergewaltigung und Raub. Man suchte Vermisste, musste sich um die vielen Flüchtlinge kümmern und sah angesichts der großen Zerstörung einer unsicheren Zukunft entgegen.

Viele sprachen einfach vom „Zusammenbruch“, denn all das, woran man geglaubt und wofür man gekämpft hatte, war zusammengebrochen. Man hatte geglaubt, für das Vaterland und für eine gute Sache zu kämpfen und zu leiden. Und erst langsam sickerte ins Bewusstsein, wie vergeblich und sinnlos dieser Krieg war und wie unbeschreiblich unmenschlich und verbrecherisch das Nazi-Regime war. Eine Aufarbeitung dessen, was man selbst erlitten und was man anderen an Leid zugefügt hatte, war aber kaum möglich. Darüber zu sprechen, war man nicht in der Lage, zumal das nicht erwünscht oder gar verboten war.

Und so dauerte es Jahre, ja Jahrzehnte bis aus dem Vergessen und Verdrängen allmählich eine Kultur des Erinnerns und Gedenkens entstand. Diese Erinnerungskultur ist ein wichtiger Bestandteil unserer gesellschaftlichen Identität als Deutsche geworden, um die wir heute sogar beneidet werden, vor allem in Ländern, wo autoritäre oder diktatorische Regierungen die Macht ausüben. Diese Kultur des Erinnerns und des verantwortlichen Umgangs auch mit den dunkelsten Kapiteln unserer Geschichte gilt es zu pflegen und auszubauen. Sie ist keine Schwäche, sondern Ausdruck von Stärke und Reife.

Vor und während der Nazidiktatur hatten nur wenige die Reife, die verhängnisvolle Entwicklung zu erkennen. Und noch weniger hatten die innere Stärke, diesen menschenverachtenden Kräften entgegenzuwirken. Zu diesen wenigen zählt der Pfarrer und Theologe Dietrich Bonhoeffer. Zwei Tage nach der Machtergreifung Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 konnte er noch einen Radiovortrag über den „Führerbegriff“ halten, in dem er die Begrenzung der totalen Machtfülle durch rechtsstaatliche Ordnungen einforderte: „Der Führer wird sich dieser klaren Begrenzung seiner Autorität verantwortlich bewußt sein müssen. Versteht er seine Funktion anders, als sie so in der Sache begründet ist […] läßt er sich vom Geführten dazu hinreißen, dessen Idol darstellen zu wollen – und der Geführte wird das immer von ihm erhoffen – dann gleitet das Bild des Führers über in das des Verführers, dann handelt er verbrecherisch am Geführten wie an sich selbst. Der echte Führer […] muß die Geführten von der Autorität seiner Person weg zur Anerkennung der echten Autorität der Ordnungen und des Amtes führen.“

Aufgrund dieser deutlichen Kritik am nationalsozialistischen „Führerprinzip“ und am Hitlerkult wurde die Rundfunkübertragung abgebrochen – in dem Moment als Bonhoeffer sagte: „Führer und Amt, die sich selbst vergotten, spotten Gottes.“  Bonhoeffer blieb bei seiner kritischen Haltung. Als im September 1933 nur noch sogenannte Arier in der Kirche als Pfarrer arbeiten durften, schlug Bonhoeffer einen Beerdigungsstreik vor. Später gründete er mit anderen den Pfarrernotbund zum Schutz der bedrohten Amtsbrüder jüdischer Herkunft. Daraus wurde später die „Bekennende Kirche“, die sich gegen die von den Nazis gleichgeschalteten Deutschen Christen wandte. Er reiste ins Ausland, um internationale ökumenische Kontakte zu knüpfen gegen die Nazis. Als alles nichts half, begann er im Untergrund zusammenzuarbeiten mit denen, die am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler verübten.

Im April 1943 wurde Bonhoeffer verhaftet. Noch kurz vor Kriegsende wurde er am 8. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet.

Das Ende des Krieges, den Tag der Befreiung, erlebte Dietrich Bonhoeffer nicht mehr, aber im Inneren war er längst frei von der menschenverachtenden Ideologie und den Verführungen der Nazis. Denn er hatte Kraft und Halt gefunden in Jesus, der sich bedingungslos den Armen und Kranken, den Ausgeschlossenen und Verachteten zugewandt hat. Nichts konnte ihn trennen von der Liebe zu Gott und zu den Menschen.

Pfarrer Michael Gärtner

Ev.- Luth. Kirchgemeinde Kamenz

Gedanken zum 8. Mai 2020, dem 75. Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus und des Kriegsendes - Dr. Dieter Rostowski, Initiative zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz/Förderverein KZ-Außenlager Herrental

Gedanken zum 8. Mai 2020, dem 75. Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus und des Kriegsendes

Sehr geehrte Leserinnen und Leser – Kamenzer Mitbürger und Freunde!

ich erlaube ich mir, Ihnen meine Gedenk-Rede als Sprecher der Initiative zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz und als Mitglied des Fördervereins KZ-Außenlager Herrental hier nun darzulegen:

Der heutige Tag, an dem vor 75 Jahren durch die Rote Armee und die 2. Polnische Armee auch der Kreis Kamenz befreit wurde, ist für uns Anlass zum Gedenken. An einem solchen Tag soll aber auch erinnernd an diese Befreiung vom faschistischen Regime gedankt werden. Ich spreche bewusst vom faschistischen Regime, denn der Begriff „Nationalsozialismus“ steht bei mir in Anführungszeichen. Das NS-Regime war weder national, noch sozialistisch – es war verbrecherisch, mörderisch, rassistisch, kriegerisch und völkerverachtend! Denn 1933 kam in Deutschland ein Regime an die Macht, dass nach innen durch Terror gegen die eigene Bevölkerung geprägt war. – Nach außen trat es anfangs als Friedensheuchler in Erscheinung. Doch dann entfaltete es sich eroberungssüchtig und kriegerisch. Das führte zu aggressiv und mörderisch geführten heißen Angriffs- und Vernichtungskriegen. Fast alle Länder Europas wurden nicht nur in den Krieg hineingezogen, sondern auch Opfer. Die Völker wurden in einen verheerenden Weltkrieg hineingerissen, aus dem sie 1945, vor 75 Jahren – endlich zum Frieden gelangten. Es war die Befreiungstat der führenden Alliierten wie den USA, Großbritannien und der Sowjetunion, die mit weiteren Ländern Hitler-Deutschland zur bedingungslosen Kapitulation zwangen.

Mit Begriffen wie Niederlage, Kriegsende, Kapitulation, Katastrophe, Zusammenbruch und anderen wird versucht, das Wesen des Tages der Befreiung als einer weltgeschichtlichen Zäsur zu vernebeln. Es ist den Völkern der UdSSR und der Roten Armee für ihre weltgeschichtliche Tat zu danken. Selbstverständlich war auch der Beitrag der westlichen Alliierten zur militärischen Vernichtung der Armeen Hitlers im Zweiten Weltkrieg eine Tatsache. Aber die UdSSR hatte im Kampf gegen Hitler-Deutschland die Hauptlast zu tragen. Niemals darf vergessen werden, dass drei Viertel der militärischen Kräfte Nazi-Deutschlands durch die Rote Armee zerschlagen wurden. Es ist bekannt, dass die kampffähigsten und stärksten deutschen Truppen, einschließlich ihrer Eliteverbände und Verbündeten, im Osten untergingen. Dazu gehörten nachweislich 506 deutsche Divisionen und weitere 100 Divisionen von Hitler-Verbündeten! Bei den Kämpfen in Westeuropa, Nord-Afrika und Italien wurden dagegen insgesamt 176 deutsche Divisionen zerstört.

Der Opfermut der Roten Armee endete mit ihren entscheidenden Schlägen im April/Mai 1945 westlich der Oder und Neiße – auch hier in der Lausitz und in Sachsen – mit dem erzwungenen Sieg über Hitler-Deutschland am 8./9. Mai 1945. Es ist bekannt, dass es wohl kaum eine russische Familie gibt, die in diesen Tagen nicht ihrer Toten gedenkt. Und es ist auch verständlich, wenn die Menschen sich wünschen, dass sich nie wieder ein solches Massaker, wie es auf dem Boden der UdSSR begangen wurde, wiederholen darf. Und das wünschen sich auch die Menschen hier in Deutschland, die in den April- und Maitagen der Opfer gedenken.

Man fragt sich, warum ungeachtet dieser historischen Erfahrungen heute die NATO und die USA ein großes „Säbelrasseln“ inszenieren? – „Weil die Russen uns bedrohen“, heißt es naiv.

Im Gegenteil: Es ist festzustellen, dass allein die USA rund um Russland heute 330 Militärstützpunkte aufgebaut hat; natürlich mit vollen Waffenarsenalen. Aber Russland hat nur 2 Militärstützpunkte im Ausland! Die Truppenstärke in Russland beträgt 1,1 Million Soldaten, aber die NATO hält 4,4 Millionen Menschen unter Waffen. Ich könnte das weiter ausführen, doch frage ich lieber: Wer bedroht eigentlich wen?

Wer sich geschichtlich interessiert und informiert, der weiß, dass das russische Volk viele feindliche Invasionen erleiden musste, wie durch die Mongolen, Tataren, Schweden, Polen, Franzosen, die imperialistischen Interventionen nach der Oktoberrevolution durch 14 Staaten (wozu auch Deutschland gehörte) sowie den faschistischen deutschen Überfall 1941. – Jeder weiß, wie das am 8 Mai 1945 endete.

Viele Menschen folgten vor 75 Jahren dem Schwur der Buchenwald-Häftlinge: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ – Dieser Schwur darf auch heute nicht in Vergessenheit geraten, denn Wachsamkeit ist angesagt! – Der Frieden ist kein Geschenk, er muss stets neu erstritten und erkämpft werden! Und so ist das heutige Gedenken an die Millionen Opfer des Zweiten Weltkrieges auch ein Baustein für den Frieden. Dieser Frieden wurde 1945 bitter erkämpft! Deshalb bleibt es dabei: Dank euch, ihr Sowjetsoldaten!

Heute kommt es darauf an, die Rüstungen stetig zu reduzieren und mit allen Nachbarn in Europa gutnachbarliche Beziehungen zu schaffen. Dazu tragen kein Kriegsgetöse und auch nicht Wirtschaftsboykott bei.

Es sind genug der Opfer!

Auch Kamenz hatte im Zweiten Weltkrieg über 500 Opfer zu beklagen. –  Allen diesen Opfern gebührt heute unser Gedenken. Darin schließen wir auch jene ausländischen KZ-Häftlinge ein, die hier in Kamenz ihr Leben lassen mussten, wie das im Herrental auf den Tafeln dokumentiert ist.

Ehre ihrem Andenken! –  Aber auch allen Opfern, die hier in Kamenz und in unserer Region ums Leben kamen! Keiner soll und darf jemals vergessen sein!

Vergessen seien auch nicht jene Kamenzer Bürger, die in den letzten Kriegstagen um ihr Kamenz bangten, wie Waldemar Besser, Franz Kallenbach, Ernst Klugmann, Josef Schwarz und Arthur Synnatzschke (Aktion „Weiße Fahne“ Kamenzer Rathaus), die alle vom Kamenzer NS-Standgericht zum Tode verurteilt worden waren. Durch die Umstände des schnellen Kriegsendes kamen sie glücklicherweise mit dem Leben davon!

Doch sei ebenfalls nicht vergessen, dass der Kommunist Stephan Wicha, von seinem Arbeitgeber Ernst Klugmann in der Frühe des 7. Mai 1945 zur Frontlinie der Roten Armee vor Bernbruch geschickt wurde, um Kontakt herzustellen und zu vermitteln, dass in Kamenz kein Militär mehr sei.

Und tatsächlich: Bereits in den frühen Morgenstunden (etwa 7 Uhr) zog er von dort mit erhobenen Händen, in denen er weiße Tücher hielt, durch die Stadt bis auf den Marktplatz. In seinem Rücken befand sich ein russischer Spähtrupp (5 Mann mit Waffen im Anschlag). Als sie zusammen auf dem Markt unbehelligt ankamen, schossen die Soldaten Leuchtkugeln. Das war das vereinbarte Signal für die russischen Truppen, die nun friedlich in die Stadt einzogen. Unterwegs sahen sie verschiedentlich weiße Fahnen an den Gebäuden. Der Augenzeuge Christian Wolfrum stellte fest: „Als ich am 7.5., etwa 9 Uhr, Richtung Kasernenstraße (heute Macherstraße) schaute, sah ich überall an den Fenstern weiße Fahnen; auch wir hissten die weiße Fahne.“ … „Wir fühlten es, der Einmarsch der Russen war eine Befreiung!“

Das war es, verehrte Leserinnen und Leser, was ich dazu in Kurzfassung mitteilen wollte.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit!

Dr. phil. Dieter Rostowski

Sprecher der Initiative zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz

Mitglied des Fördervereins KZ-Außenlager Herrental

 

(Nachweis der hist. Belege: D. Rostowski, GEWISSENSANGST, Wie ehrbare Kamenzer sich im April/Mai 1945 um das Schicksal ihrer Stadt sorgten“, S. 70 ff.)

Der 8. Mai 1945 - ein zentraler Tag in der europäischen Geschichte - Matthias Schniebel, Vorsitzender FDP Regionalverband Kamenz

Der 8. Mai 1945 - ein zentraler Tag in der europäischen Geschichte

An diesem Tag endete der zweite Weltkrieg in Europa und damit auch die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten. Jetzt jährt sich dieser Tag zum 75. Mal. Auch wenn viele Menschen diesen Tag heute nur aus den Geschichtsbüchern kennen und nur einige ihn bewusst miterlebt haben, so muss man doch auf die gesamte Dimension dieses Datums schauen, schließlich brachte es allen Deutschen die Chance auf einen Neubeginn und ein Leben in Freiheit.

So auch für die Einwohner der Stadt Kamenz. Die gewaltlose Übergabe der Stadt an die sowjetische Armee, stellte sicher einen erheblichen Vorteil dar, in Anbetracht der Tatsache, dass es vielen Städten in Deutschland anders erging. Die Menschen haben den Neuanfang gestaltet, auch wenn in Kamenz sowie im ganzen Osten Deutschlands in den folgenden 45 Jahren von einer echten Freiheit nicht wirklich die Rede sein konnte. Doch auch diese Phase haben wir überwunden und blicken nun auf mehr als 30 Jahre Leben in Freiheit zurück.

Leider haben wir in diesen Tagen einen neuartigen Kampf zu bestehen, so dass wir dieses Gedenken nicht so in der Öffentlichkeit würdigen können, wie es angebracht wäre. Obwohl wir glücklicherweise keinen Krieg erleben, so stehen wir doch einem gemeinsamen Feind gegenüber, der Corona-Pandemie und deren Folgen. Uns erwartet wirtschaftlich voraussichtlich die schwerste Rezession der Nachkriegszeit, unser gesellschaftliches und soziales Verhalten wird auf eine harte Probe gestellt. Doch die aktuelle Situation sollte uns vor Augen führen wie sehr Freiheit und Menschenrechte wertzuschätzen sind und keine Selbstverständlichkeit darstellen. Unser Vorteil in diesem Moment, wir kämpfen alle vereint in Europa und in der Welt gegen diesen neuartigen Feind.

Wir möchten am heutigen Gedenktag allen gedenken, die im Kampf für die Freiheit ihr Leben lassen mussten, aber auch denen, die unverschuldet durch Totalitarismus und Menschenfeindlichkeit um ihr Leben gebracht wurden. Es gibt nichts Wertvolleres als in einem Land im Frieden aufzuwachsen und sich zu entwickeln. Wirken wir gemeinsam daran, dass dies auch in Zukunft so bleibt, allen widerlichen Umständen zum Trotz.

Matthias Schniebel

Vorsitzender FDP Regionalverband Kamenz

8. Mai - Tag des Gedenkens, aber auch des Nachdenkens - Konrad Skatula, SPD Ortsverein Kamenz & Umgebung

8. Mai - Tag des Gedenkens, aber auch des Nachdenkens

Den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit kenne ich nur aus Dokumentationen, dem Schulunterricht und aus vielen Erzählungen von alten Menschen, die ich in der Altenpflege kennengelernt habe. Von vermeintlichen Helden war in den Erzählungen der Zeitzeugen nie die Rede. Und so denke ich am 75. Jahrestag des Kriegsendes vornehmlich natürlich an die vielen Opfer und an die stillen Alltagshelden. Damit meine ich vor allem an die vielen starken Frauen. Während die Männer im Krieg waren, mussten sie für das finanzielle Auskommen der Familie sorgen und diese auch zusammenhalten. Ihre eigenen Interessen lernten sie dabei stets zurückzustecken. Ich denke an Frauen wie meine Oma, die stets als Erstes an das Wohl anderer dachte als an ihr eigenes. Nach dem Krieg musste sie, wie viele andere Frauen, nicht nur ihre Kinder und den Haushalt versorgen, sondern auch arbeiten gehen und sich um ihren, sicher nicht nur körperlich, sondern auch seelisch kriegsversehrten Ehemann kümmern.

Mag man über die DDR und ihre Geschichte denken was man will, eins steht fest die Frau wurde immer als dem Mann gleichgestellt betrachtet. Während in der BRD ein rückschrittliches Frauenbild vorherrschte – so musste etwa die Frau bis 1977 ihren Ehemann um Erlaubnis bitten, wenn sie eine Arbeitsstelle annehmen wollte –, wurde in der DDR bereits 1950 das Gesetz über die Rechte der Frau verabschiedet. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war eine Selbstverständlichkeit.

Zumindest in den unteren Hierarchieebenen brauchte es auch keine Frauenquote, denn es war klar, dass beide Geschlechter gleiche Chancen haben. Natürlich ist zu sagen, dass die Frau weiterhin die Hauptlast der Kindererziehung und des Haushaltes trug. Auch die Löhne unterschieden sich. Dennoch war die DDR in puncto Gleichstellung der BRD voraus. Kinderkrippen und das Recht auf einen Kindergartenplatz waren in der DDR selbstverständlich.

Heute bezeichnen Vertreter großer populistischer Parteien den Zweiten Weltkrieg als „Vogelschiss“. Sie wollen die Zeit zurückdrehen und nicht nur die Rechte der Frauen beschneiden: „Wehret den Anfängen!“

Konrad Skatula

SPD Ortsverein Kamenz & Umgebung

Zum 8. Mai 2020 - Maik Weise - Fraktionsvorsitzender für die CDU-FDP-Fraktion im Kamenzer Stadtrat

Zum 8. Mai 2020

Vor 75 Jahren fand der Zweite Weltkrieg und die nationalsozialistische Schreckensherrschaft in Deutschland ein Ende. Der von deutschem Boden aus begonnene Krieg hat unermessliches Leid über die Völker Europas und der Welt gebracht. Die Diktatur gipfelte in dem beispiellosen Verbrechen des Holocaust, der grausamen Ermordung von sechs Millionen Juden.

Die Toten des Zweiten Weltkrieges und der Zivilisationsbruch des Genozids sind uns daher nicht nur an dem jährlichen Gedenktag, sondern dauerhafte Verpflichtung, für die Werte der Demokratie und der Freiheit einzustehen. Es gilt auch, jeglichen Erscheinungen von Antisemitismus – gleich aus welcher Richtung – entgegenzutreten. Das Wort der Kanzlerin, dass die Existenz und die Sicherheit Israels Teil der Staatsräson unseres Landes ist, darf kein Lippenbekenntnis bleiben, sondern muss tatsächlich gelebt werden. Sie ist niemals verhandelbar.

Maik Weise - Fraktionsvorsitzender

für die CDU-FDP-Fraktion im Kamenzer Stadtrat

08.05.2020 - 29.05.2020

26.04.2020: Hygienische Verhältnisse am Busplatz Macherstraße verbessern sich entscheidend

26.04.2020: Hygienische Verhältnisse am Busplatz Macherstraße verbessern sich entscheidend

Attraktivität des Kamenzer ÖPNV erhöht

Es gab immer wieder Beschwerden über die hygienischen Verhältnisse am Busplatz Macherstraße. Mit der Errichtung eines WC-Containers (wie am Busplatz und Bahnhof am Robert-Koch-Platz) und der dazugehörigen Tiefbauarbeiten konnte nun Abhilfe geschaffen werden. Am 17. Februar wurden diese Arbeiten begonnen und bereits am 6. April konnte der Container am Macherplatz aufgestellt werden.

WC-Container ist seit dem 20. April 2020 für die Öffentlichkeit zugänglich

Der Dank gilt den beteiligten Firmen: der Fa. Berger Raumsystem, der KDK GmbH, der ewag kamenz, der Fa. H&S, der Fa. HSKG sowie der Fa. Sämann. Insgesamt wendete die Stadt Eigenmittel in Höhe von ca. 116.000 EUR auf. Ein nicht unerheblicher Betrag, der aber dazu beiträgt, das Angebot eines öffentlichen WCs zu schaffen und dabei entscheidend dazu beiträgt, den ÖPNV in der Stadt Kamenz attraktiver zu gestalten.

Zur Zugänglichkeit so viel: Wenn von außen angezeigt wird, dass die Toilette frei ist, leuchtet die grüne Leuchte, links über der Tür. Der Zugang ist dann über den Münzautomaten (1 Benutzung = 0,50 €) oder über das CBF-Schloss neben der Eingangstür möglich. Die Tür kann geöffnet werden. Beim CBF-Schlüssel handelt es sich den sogenannten Euroschlüssel, der vom Darmstädter Verein Club Behinderter und ihrer Freunde, Darmstadt und Umgebung e. V. (CBF) deutschland- und europaweit vertrieben wird. Das Eurozylinderschloss und der Euroschlüssel ist ein europaweit einheitliches Schließsystem für behindertengerechte Anlagen, die mittlerweile nahezu flächendeckend in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu finden sind. Jeder, der im Besitz eines Euroschlüssels ist, kann diese Einrichtungen betreten und nutzen. Es handelt sich beispielsweise um Behindertentoiletten in Städten, öffentlichen Gebäuden, Bahnhöfen, Autobahnraststätten, Hochschulen, Freizeitanlagen, Kaufhäusern etc. oder wie hier am Macherplatz.

Was passiert bei einem Notfall

Im Falle eines Notfalles: In der WC-Kabine befinden sich zwei Zug-/Druck- Notruftaster (neben dem Waschbecken sowie neben des WCs) und ein Rücksetztaster an der Türinnenwand. Sobald ein Notruf ausgelöst wird, ertönt ein akustisches Signal über ein Sprachmodul („Notruf! Bitte helfen!“) im Außenbereich. Darüber hinaus wird ein optisches Signal angesteuert (rot aufleuchtenden „Notruf“-Leuchte, außen auf der rechten Seite über der Tür).

Die akustische und optische Meldeeinrichtung im Innenbereich zeigt dem in Not geratenem, dass Hilfe gerufen wird. Der Türöffner der Benutzerraumtür wird automatisch abgeschaltet, die Tür verbleibt in angelehnter Stellung und kann von außen jederzeit geöffnet werden. Erst wenn der Rücksetztaster (im Innenraum, rechts neben der Tür) bestätigt wird, ist die Notrufanlage ausgeschaltet und die Anlage ist für die nächste Benutzung freigeschaltet. Die hier beschriebenen Notfallbetätigungen und -signale erklären sich in ihrer Handhabung selbst bzw. durch entsprechende Bezeichnungen.  

Die zuvor geschilderten akustischen und optischen Meldeeinrichtungen sollen in naher Zukunft auch in den WC-Container am Bahnhof integriert werden, so dass im hoffentlich nur sehr selten eintretenden Notfall, die Hilfe sichergestellt ist.

Mit der Einrichtung dieser öffentlichen WC-Anlage am Macherplatz trägt die Stadtverwaltung Kamenz weiter zu Verbesserung der hygienischen Verhältnisse im öffentlichen Raum bei. Möge dieser Schritt auch in seiner Bedeutung wahrgenommen. Wir hoffen sehr, dass pfleglich mit dieser neuen Anlage umgegangen wird, damit sie ohne Zerstörung und Vandalismus ihre Zwecke erfüllen kann.

26.04.2020 - 07.05.2020

15.04.2020: Freistaat hat das Kamenzer Forstfest für das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes nominiert

Statement des Oberbürgermeisters der Stadt Kamenz

Kamenzer Forstfest - Das größte Schul- und Heimatfest in Sachsen mit einer mehr als 175-jährigen Tradition

Sachsen schlägt Kamenzer Forstfest für Immaterielles Kulturerbe vor

Wir freuen uns außerordentlich, dass die Sächsische Staatsregierung, unsere Sächsische Staatsministerin Barbara Klepsch die Nominierung des Kamenzer Forstfestes für das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen hat. Wir freuen uns sehr und betrachten es als eine außerordentliche Wertschätzung, dass sich der Sächsische Kultursenat für diesen Schritt ausgesprochen hat.

Gerade das Kamenzer Forstfest als größtes Schul- und Heimatfest in Sachsen blickt im Jahr 2020 auf eine mehr als 300-jährige Geschichte zurück, deren Tradition durch Reformen vor 175 Jahren noch einmal bekräftigt wurde. Das Kamenzer Forstfest wird in dieser Traditionskette Jahr für Jahr von Bürgerinnen und Bürgern unserer Lessingstadt, den Schulleiterinnen und Schulleitern der Grund- und Oberschulen und des Gymnasiums sowie vielen weiteren Akteuren vorbereitet.

Die ortsansässigen Gärtnereien und Gartenbaubetriebe fertigen für mitunter mehr als 1500 Schülerinnen und Schüler Jahr für Jahr den traditionellen Blumenschmuck – u.a. Kränze, Lyren und Füllhörner. So lebt im besten Sinne auch eine handwerkliche Tradition über mehr als 175 Jahre fort. Hunderte Bürgerinnen und Bürger treffen sich im unmittelbaren Vorfeld des Forstfestes zum gemeinsamen Rankewinden auf dem Marktplatz und dem Schulhof der 1. Oberschule. Das Kamenzer Forstfest ist ein Fest der Bürger für Bürger der Stadt Kamenz und für die Region, die dann – alle Jahre wieder über die von den Kamenzer Schülerinnen und Schülern bei den Umzügen getragene Blumenpracht freuen.

Mit der heute bekannt gegebenen Nominierung ist ein für die Geschichte unserer Stadt und des Kamenzer Forstfestes großer Schritt gelungen. Ich danke besonders der Arbeitsgruppe, die unter Beteiligung der Vertreter des Fördervereins Forstfest e.V. und im Auftrag des Kamenzer Stadtrates engagiert den Antrag für die Aufnahme der Kulturform „Kamenzer Forstfest“ in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes erarbeitet haben.

Roland Dantz

Oberbürgermeister

Video-Interview  der Lausitzwelle mit OB Roland Dantz

Medieninformation des Sächsischen Staatsministerium für Kultur und Wisssenschaft zur Nominierung des Kamenzer Forstfestes für das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes

Eintrag auf der Website "Immaterielles Kulturerbe - Landesliste" des Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus: https://www.kulturland.sachsen.de/kamenzer-forstfest.html

Facebookeintrag beim Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus: https://www.facebook.com/photo?fbid=146666603530777&set=a.118426819688089

Weitere Infos zum Immateriellen Kulturerbe: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe

15.04.2020 - 06.05.2020

11.04.2020: OB Dantz mit Videobotschaft zu Ostern und zur Corona-Lage

Oberbürgermeister: Ostern und Corona

OB Roland Dantz äußert sich in einer Videobotschaft  zur Corona-Epidemie und was in der Stadt Kamenz dagegen unternommen wird. Zugleich wünscht er - trotz der Lage - allen Kamenzern ein schönes Osterfest.

Zur Vidoebotschaft

11.03.2020 - 22.04.2020

11.03.2020: Regional- und Würstchenmarkt wird abgesagt!

Kamenzer Großereignis findet am 29. März nicht statt – Zeitliche Verlagerung wird erwogen

Die Stadtverwaltung Kamenz teilt mit, dass aufgrund der derzeitigen Verbreitung des Corona-Virus und der damit einhergehenden Ansteckungsgefahr der für Sonntag, dem 29. März 2020 geplante 3. Kamenzer Regional- und Würstchenmarkt abgesagt wird. Sofern die Lage sich bis September entspannen sollte, wird erwogen, den Markt auf den dort vorgesehenen verkaufsoffenen Sonntag zu verlegen. Grundlage ist der seit Donnerstag, dem 12. März geltende Erlass des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, dass u.a. Veranstaltungen mit mehr als tausend Besuchern durch die Gesundheitsämter abzusagen sind. Unabhängig von dieser zu befolgenden Grundlage hatten die Veranstalter des Regional- und Würstchenmarktes selbst erwogen, diese Großveranstaltung nicht durchzuführen und – wenn möglich – zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden zu lassen. Die Entscheidung ist bedauerlich hinsichtlich der Bedeutsamkeit für Kamenz und die Region sowie für die Akteure, die bereits viel Kraft und Zeit in dieses Vorhaben gesetzt haben. Darin eingeschlossen sind auch die Kinder, die sich aus diesem Anlass an der Bildergalerie im Rathaus beteiligt haben. Die Entscheidung ist richtig und notwendig, damit die schnelle Verbreitung des Virus verzögert werden kann und die Gesundheit, besonders der älteren und chronisch kranken Mitbürger geschützt wird.

11.03.2020

11.03.2020: Die diesjährigen LessingAkzente endeten mit einem emotionalen Höhepunkt

Die späte Genugtuung für den Stadtarchivar und Archivwissenschaftler Dr. Matthias Herrmann

Früher waren es die sogenannten kleinen Lessing-Tage, heute heißt die Veranstaltungsfolge zwischen der aller zwei Jahre stattfindenden Lessing-Preisverleihung „LessingAkzente“. Diese endeten mit der schon fast traditionsgemäßen Veranstaltung „Aus- und vorgestellt. Neuerwerbungen und Publikationen der Städtischen Sammlungen Kamenz“.

Höhepunkt der Veranstaltung, zu der sich ca. 80 Besucher im Ratssaal des Kamenzer Rathauses eingefunden hatten und die von der Leiterin der Städtischen Sammlungen, Dr. Sylke Kaufmann, moderiert wurde, war die Präsentation der Arbeit „Das Reichsarchiv (1919-1945). Eine archivische Institution im Spannungsfeld der deutschen Politik“. Diese wurde als vierter Band in der Reihe „Veröffentlichungen aus dem Kamenzer Stadtarchiv“ herausgegeben. Beim Reichsarchiv handelte es sich um eine Institution in Potsdam, die von 1919 bis 1945 als zentrales Archiv für alle Akten des Deutschen Reiches diente. Zu dessen Aufgaben gehörte das Bewerten und Erschließen der seit 1871 hervorgebrachten Akten des Deutschen Reiches, hierbei besonders der Akten des erst beendeten 1. Weltkrieges. Und es hatte zunächst auch einen genuin politischen Auftrag, sollte es doch deutsche Kriegsschuld und Kriegsverbrechen widerlegen.

Nun könnte mancher fragen, warum die Thematik des Reichsarchivs in einer Kamenzer Publikationsreihe veröffentlicht wird. Dafür gibt es mehrere Gründe, zum einen war der leider viel zu früh verstorbene Dr. Matthias Herrmann langjähriger Leiter des Kamenzer Stadtarchivs. Er erkannte frühzeitig die Wertigkeit der Kamenzer Bestände und schuf im Rahmen der Sanierung des Kamenzer Rathauses in den frühen 90er Jahren sowohl die baulichen als auch inhaltlichen Grundlagen für das heutige Stadtarchiv. Seine Verdienste dafür können nicht genug herausgehoben werden. Zum anderen nimmt sich das Kamenzer Stadtarchiv einer Publikation an, die ein ausgesprochen archivisches Thema, welches mit hoher Sachkompetenz bearbeitet wurde, behandelt. Keinesfalls soll die Publikationsreihe des Stadtarchivs abgewertet werden, doch die Arbeit von Dr. Herrmann hätte auch eine Veröffentlichung in einer anderen Publikationsreihe, so z.B. der des Bundesarchivs, verdient gehabt. Und so war die Veröffentlichung in Kamenz auch der glückliche Endpunkt einer deutsch-deutschen Versuchsreihe zur Herausgabe diese Publikation von Dr. Herrmann.

Wenn man so will, bewegten sich dann auch die verschiedenen Redebeiträge an diesem Abend um diese drei Säulen. Neben persönlichen Erinnerungsmomenten – ihn habe die Souveränität von Dr. Herrmann immer beeindruckt – und dem gemeinsamen Wirken für ein modernes Stadtarchiv, führte zum Auftakt Oberbürgermeister Roland Dantz aus, dass die Stadt Kamenz stolz sein kann auf diese Veröffentlichung, welche auch zeige, dass man sich mit Respekt und Demut daran erinnern solle, was andere vor uns geschaffen haben.  

Im Weiteren erörterte der Freund und Archivarskollege Dirk Ullmann (Foto 1), der maßgeblich an der Herausgabe beteiligt war und der den Text für den Druck noch einmal durchgesehen hat und einen Epilog schrieb, zum einen seine Begegnungen mit Dr. Herrmann – Dirk Ullmann war selbst Praktikant im Stadtarchiv –, aber viel mehr noch die zahlreichen Versuche zur Veröffentlichung dieser herausragenden Arbeit zum Reichsarchiv. Warum sie scheiterten, mag vielleicht auch in einer gewissen Ignoranz vor Lebensleistungen, was die wissenschaftliche Erarbeitung von Themen miteinschließt, von Ostdeutschen begründet gewesen sein. Und so ist es dann vielleicht auch bezeichnend, dass letztendlich – ohne hier die innerdeutschen Gräben vertiefen zu wollen – die Arbeit von Dr. Herrmann im Osten Deutschlands veröffentlicht wurde. Dirk Ullmann endete mit einem Zitat Lessings, dass der Autor Martin Otto, der in der FAZ ebenfalls die widerspruchsvolle Geschichte der Veröffentlichungsversuche thematisierte, verwendete und das sicherlich zutreffend die Haltung von Dr. Herrmann charakterisierte: „Wir wollen weniger erhoben und fleißiger gelesen sein.“ Ein Credo, dessen Verwirklichung dem vorliegenden Buch nur zu wünschen ist.

Im Anschluss verlas Dr. Lilian Hohrmann, Kollegin von Dirk Ullmann und Ko-Redaktorin, ein Schreiben des „Doktor-Vaters“ und Mentors Professor Dr. Botho Brachmann, einem Nestor der Archivwissenschaft, dass er anlässlich seiner Einladung zu dieser Veranstaltung verfasste und das mit gutem Gewissen als Laudatio charakterisiert werden kann. Er bezeichnete das Forschungsresultat als verdienstvolle archivgeschichtliche Arbeit, die schon viel eher eine Würdigung hätte erfahren müssen. Den Werdegang des ehemaligen Stadtarchivars skizzierend, hob er auch dessen menschliche Eigenschaften wie Freundlichkeit, Zuverlässigkeit, seine Kollegialität und Ausgeglichenheit hervor. Ähnliche aber auch anders gelagerte Akzente vermittelte ein Schreiben der ehemaligen Seminargruppe. Auch aus diesem Schreiben wurde deutlich, was Matthias Herrmann für ein besonderer Mensch war.

Thomas Binder – Stadtarchivar von Kamenz – (Foto 2) setzte den Schwerpunkt auf den beruflichen Werdegang von Dr. Herrmann. Er arbeitete die intellektuellen Ambitionen von ihm heraus und zeigte die wechselvolle Beziehung von Dr. Herrmann und dem Kamenzer Stadtarchiv auf. Bereits 1982/83 sammelte er als Mitarbeiter für das Archivwesen beim Rat der Stadt Kamenz erste Erfahrungen im Umgang mit Archivgut. Schon dort wird er geahnt haben, welches Potential das Kamenzer Stadtarchiv aufweist, welches seit den 50er Jahren im Prinzip brach lag. Und so kam es, wie es kommen musste, Matthias Herrmann studierte anstatt Kunstwissenschaft die Archivwissenschaften mit der Maßgabe, danach die Stelle des Stadtarchivars in Kamenz anzutreten. Fast wäre dies nicht geschehen, denn er wurde Forschungsstudent, der seine Diplomarbeit zum Reichsarchiv zu einer Doktorarbeit ausbauen wollte. Die Folgen von 1989/90 griffen dann aber auch in sein Leben ein, so dass er 1991 doch als Stadtarchivar eingestellt wurde, was sicherlich auch mit dem damaligen, sehr geschichtsinteressierten Bürgermeister Lothar Kunze zu tun hatte.  So war er wieder in der vergleichsweise „kleinen Welt“ als Stadtarchivar und späteren Vorsitzenden des Kamenzer Geschichtsvereins angekommen. Dies hinderte ihn aber nicht, seinen intellektuellen Drang nachzugehen, sich in der „großen Welt“ zu verwirklichen. So arbeitete er u. a. in der Historischen Kommission bei der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und in der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, der er kurzzeitig sogar als Präsident vorstand und ansonsten im Vorstand aktiv mitarbeitete. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass der Hermann-Knothe-Preis für junge Wissenschaftler ausgelobt wurde. Es würde den Beitrag sprengen alle wissenschaftlichen Aktivitäten von ihm aufzuzählen.

Thomas Binder beendete seinen Vortrag mit folgenden Worten: „Matthias Herrmann war noch ein Archivar alten Schlages, indem er zugleich als Historiker arbeiten wollte und im Grunde auch musste, weil es an ihnen eben mangelt. Ohne Frage; er hätte das Format gehabt, ein neuer Landeshistoriker für die Oberlausitz zu werden – wie Knothe, Jecht oder Blaschke. Wenigstens mit seiner nun veröffentlichten Dissertation – wenngleich als gekürzte Fassung – mag ihm historiographisch ein immerwährendes Denkmal gesetzt worden sein.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Dr. Sylke Kaufmann (Foto 3) den von Wolfgang Albrecht 2018 veröffentlichte Ergänzungsband „Lessing in persönlichen Kontakten und im Spiegel zeitgenössischer Briefe" vor. Diese für die Lessing-Forschung wichtige Materialsammlung wurde vom Lessing-Museum herausgegeben.

Ein Projekt, welches das Lessing-Museum seit geraumer Zeit verfolgt, ist der Rekonstruktion von Lessings letzter Privatbibliothek gewidmet, die er als Bibliothekar in Wolfenbüttel anlegte. Sie umfasste 264 Titel und zeigte seine weitgefassten Interessensgebiete. Nun konnten weitere zwölf teils mehrbändige Titel (Foto 4) erworben werden, so dass nun mit 121 Titeln langsam die Hälfte dieser Privatbibliothek vorhanden ist. Anteil daran hat auch die Sachsen Fahnen GmbH & Co. KG, deren Geschäftsführer, Jürgen Ruhland, ebenfalls anwesend war und dem natürlich für die Unterstützung gedankt wurde. Mit dieser krönenden Sammlungsbilanz endeten die diesjährigen und erfolgreichen „LessingAkzente“.

11.03.2020 - 25.03.2020

02.03.2020: Coronavirus: Wichtige Infos im Landkreis Bautzen (Stand 02.03.2020)

Was für Sie wichtig ist zu wissen! Wo können Sie sich umfassend informieren?

Seit vielen Wochen halten uns die Medien in großem Umfang über das neuartige Coronavirus auf dem Laufenden. Zuerst in China aufgetreten, ist es durch die Vernetzung der ganzen Welt mittlerweile auch in Deutschland angekommen.

Bisher sind in Sachsen keine Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Aber diese Situation kann sich jederzeit ändern.

Das Gesundheitsamt steht mit den übergeordneten Behörden in engem Kontakt. Tagaktuell werden die neuesten Informationen beim Robert-Koch-Institut, dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie der Landesuntersuchungsanstalt abgerufen und eingeordnet.

Aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen in Deutschland werden gegenwärtig gemeinsam mit dem Landrat und den anderen Ämtern im Landratsamt die Vorgehensweisen abgesprochen, die beim Nachweis eines Erkrankungsfalls in unserem Landkreis notwendig wären.

Das Wichtigste zum neuartigen Coronavirus haben wir im Folgenden noch einmal zusammengefasst:

  • Es handelt sich um eine Erkrankung durch das Virus SARS-CoV-2.
  • Es können (wie bei vielen durch Viren ausgelösten Erkrankungen) nur Krankheitssymptome wie Fieber und Schmerzen behandelt werden. Eine ursächliche Therapie oder eine Impfung zur Vorbeugung stehen gegenwärtig nicht zur Verfügung.
  • Symptome: Erkältungssymptome jeder Art, z. B. Husten, Schnupfen, Fieber, Schmerzen, Durchfall
  • Ansteckung: von Mensch zu Mensch über Tröpfchen (z.B. beim Husten, Niesen)
  • Besonders gefährlich für ältere Menschen oder Menschen mit chronischen Vorerkrankungen

 

Wie kann man sich anstecken?

  • Gegenwärtig geht die Expertenwelt nach Auswertung der bisher verfügbaren Daten davon aus, dass ein Face-to-Face-Kontakt über 15 Min mit einer infizierten Person (z.B. längere Gespräche im gleichen Zimmer, Aufenthalt im Wartezimmer, Kontakt in Schulen und Büros) notwendig ist, um sich zu infizieren. Je größer der Abstand zur erkrankten Person (ab 1,5-2m), um so geringer ist die Ansteckungsgefahr.
  • Außerdem muss man sich bis zu 14 Tage vor Eintreten der genannten Erkrankungssymptome in einem Risikogebiet aufgehalten haben
  • oder: Kontakt zu einem nachweislich mit dem neuartigem Coronavirus Infizierten gehabt haben (z. B. im Flugzeug).

 

Wichtig:

  • Wenn Sie vermuten, dass eine der letzten beiden Aussagen auf Sie zutrifft, ohne dass Sie Krankheitssymptome haben, wenden Sie sich umgehend telefonisch an das Gesundheitsamt.
  • Es wird dann geklärt werden, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen.
  • Wenn Sie zusätzlich Krankheitssymptome haben, dann wenden Sie sich zuerst telefonisch an Ihren Hausarzt. Dieser wird entscheiden, welche weiteren Schritte er unternehmen möchte. Reduzieren Sie vorerst ihre Kontakte im häuslichen Umfeld.
  • In vielen Fällen wird man gegenwärtig entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes auf einen Abstrich verzichten können. Wenn im Rahmen der Abklärung der Symptomatik ein Abstrich durchgeführt wird, müssen Sie sich entsprechend den Empfehlungen des Gesundheitsamtes verhalten und sich mindestens vorübergehend in eine häusliche Isolation begeben.

 

Das können Sie tun, um einer Ansteckung vorzubeugen:

  • Hygieneregeln beachten
  • Häufig und gründlich mit Seife Hände waschen
  • Nies- und Hustenhygiene (in die Ellenbeuge)
  • Nutzung von Einweg-Taschentüchern
  • Räume zu Hause häufig lüften
  • Vermeiden von größeren Menschenansammlungen

 

Sie können das Landratsamt/Gesundheitsamt erreichen unter:

Sekretariat: 03591 5251-53001

Erreichbarkeit:

Montag und Mittwoch:                      08:00 - 15:30 Uhr

Dienstag und Donnerstag:                 08:00 - 18:00 Uhr

Freitag:                                               08:00 - 13:00 Uhr

Durch das Sekretariat werden Sie im Gesundheitsamt mit einer Mitarbeiterin/einem Mitarbeiter der Hygieneabteilung verbunden.

 

Alles, was Sie wissen sollten

Auf diesen Seiten erhalten ausführliche Informationen rund um das Coronavirus:

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus finden Sie auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht zu den Risikogebieten

Weitere detaillierte Fachinformationen finden Sie auf der Seite des Robert-Koch-Institutes.

(Quelle: Landratsamt Bautzen:

https://www.landkreis-bautzen.de/informationen-zum-coronavirus.php)

02.03.2020 - 25.03.2020

02.03.2020: Rückblick auf Rosenmontag - Ebbe in der Stadtkasse

Ebbe in der Stadtkasse

Rosenmontag gegen 11:00 Uhr übergaben das Prinzenpaar und der Elferrat des KKC den Rathausschlüssel und die Stadtkasse an die Verwaltung. Damit wurde in Kamenz die fünfte Jahreszeit beendet und den Närrinnen und Narren im wahrsten Sinne des Wortes für ihre 33. Karnevalssaison der „Wind aus den Segeln genommen.“

Der Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Jörg Bäuerle, dem in diesem Jahr die ehrenvolle Aufgabe der Entgegennahme der Stadtkasse zu teil wurde, staunte nicht schlecht, eine Flaschenpost in der Kiste zu finden. Wähnte er sich doch in der Annahme, in der von den Narren zurückgegebenen Kasse, könne nur totale Ebbe herrschen.

Aber der kluge Mann sorgt vor und so zückte Jörg Bäuerle ein paar uralte (wertvolle?) Geldscheine und ein Säckchen Blechmünzen um damit die Kasse „zu füllen“.

Als knifflige Angelegenheit entpuppte es sich, an die Botschaft in der Flasche zu kommen. Es glückte auch nach mehreren Versuchen und mit den unterschiedlichsten - in einer Verwaltung auffindbaren Hilfsmitteln - nicht und so wird sich mit der Lösung dieser Aufgabe der OB Roland Dantz beschäftigen müssen.

Doch die Närrinnen und Narren hatten vorgesorgt und holten glatt eine Kopie der Flaschenbotschaft aus der Tasche. Im Dienstzimmer des Oberbürgermeisters saß man noch ein Weilchen in gemütlicher Runde.

Der KKC dankte dafür, dass in dieser Saison erstmals einige Faschingsveranstaltungen im Stadttheater stattfinden durften.

„Das 1. Jahr im Musentempel zu Kamenz war erfolgreich, nun wollen wir natürlich wiederkommen.“ Eines ist den Narren klar – auf Dauer kann das nicht kostenlos erfolgen. Und nun kam die Aufgabe für den OB und seine Mannen bis zum 11.11.2020:

„Wie wäre es denn mit einer abgeschwächten Miete pro Abend von 111,11 Euro?“ Oder noch besser? LE-Ka-Helau bis zum 11. November 2020 – mal sehen, wie die Verwaltung diese Aufgabe löst!?

Eines steht fest – das muss ordentlich durchgerechnet werden!

02.03.2020 - 11.03.2020

02.03.2020: Video Ausstellungseröffnung Armin Müller-Stahl

Impressionen der Eröffnung der Ausstellung mit Armin Müller Stahl am 05.02.2020, zur Verfügung gestellt von Ostsachsen.TV. Die Ausstellung im Malzhaus ist noch zu sehen bis 13.4.2020.

Video ansehen

22.02.2020: Ankündigung der Veranstaltung "Aus- und vorgestellt" zum Abschluss der Veranstaltungsfolge "LessingAkzente2020" (Termin vorüber)

Vorstellung des Werkes am Mittwoch, dem 4. März 2020, 19 Uhr im Ratssaal

Es ist vollbracht! Die Stadt Kamenz ist stolz darauf, dass ihr Stadtarchiv in seiner Schriftenreihe die Dissertation seines ehemaligen und viel zu früh verstorbenen Leiters, Dr. Matthias Herrmann, veröffentlicht.

Die Präsentation des Werkes mit dem Titel „Das Reichsarchiv (1919-1945). Eine archivische Institution im Spannungsfeld der deutschen Politik“ findet am Mittwoch, dem 4. März 2020, um 19 Uhr, im Rahmen der Veranstaltung „Aus- und vorgestellt“ innerhalb der „LessingAkzente“ – im Grunde aber auch des diesjährigen Tages der Archive – im Ratssaal des Kamenzer Rathauses statt. Interessenten sind herzlich eingeladen!

Mit der Präsentation der Arbeit von Dr. Matthias Herrmann steht eine Publikation von beachtlicher, bundesweiter Ausstrahlung, bislang ein Desiderat, im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. An diesem Abend soll nochmals auf die Leistungen von Matthias Herrmann hinsichtlich seiner Doktorarbeit, aber auch seiner Arbeit für die Oberlausitz im Allgemeinen und das Stadtarchiv Kamenz im Besonderen zurückgeblickt werden.

Abschließend sei noch erwähnt, dass der Band zum Reichsarchiv eine durch den Autor noch selbst vorgenommene Kürzung seiner umfangreichen Dissertation, dass aber mit seinen 530 Seiten dennoch ein beeindruckendes Nachschlagewerk darstellt, an diesem Abend erstmals für den Preis von 50,00 € käuflich erworben werden kann.

Ein zweiter Schwerpunkt der Veranstaltung „Aus- und vorgestellt“ ist den Fortschritten bei der Rekonstruktion von Lessings letzter Privatbibliothek gewidmet. Neben der Präsentation bedeutender Neuerwerbungen, wird zudem der von Wolfgang Albrecht 2018 veröffentlichte Ergänzungsband „Lessing in persönlichen Kontakten und im Spiegel zeitgenössischer Briefe“ vorgestellt. Diese für die Lessing-Forschung eminent wichtige Materialsammlung wurde vom Lessing-Museum herausgegeben.

18.02.2020 - 11.03.2020

20.02.2020: Der Posten der Chefsekretärin ist weg - Die Geilen E's im Rathaus

21.02.2020: Frauenpower im Rathaus – Die Geilen E’s waren los

Der Achermittwoch warf mit den Geilen E's, die lautstark kamen, aber zu spät, seine Schatten voraus. Und ob es förderlich ist, einem Chef die Krawatte abzuschneiden, darf bezweifelt werden.

Ehe am Abend der zünftige Weiberfasching im Stadttheater stattfand, suchten die Geilen E’s Kamenz heim und „bedrohten“ ausschließlich männliche Zeitgenossen. Und wenn man sie nicht sah, dann hörte man sie singen. Der Besuch im Rathaus gehört schon seit langem zum Besuchsrepertoire der Geilen E’s. Und so kamen sie lautstark und bestens präpariert ins Dienstzimmer des OB, wo sich erst einmal mit einem kleinen Schunkeltanz lockergemacht wurde.

 

Bei mehr oder weniger sinnvollen Gesprächen wurde dem OB auch ein kleines Präsent überreicht, welches auf sein Radfahren (mitunter von Königsbrück nach Kamenz und zurück) abzielte. Bevor es zum eigentlichen Höhepunkt kam, floss der Eierlikör in Strömen.

Geduldig ließ dann der OB die Zeremonie über sich ergehen. Als Zeichen seiner Niederlagen trug auch abgeschnittene Krawatten aus den vergangenen Jahren, was er damit begründete, dass er und seine Frau dem KKC so viel spenden würden, so dass das Geld für den Kauf neuer Krawatten, die dann ohnehin zerstört würden, nicht reicht. Hört, hört … Der OB war aber in seinem Schicksal nicht allein, denn sein Referent wurde ebenfalls „angegriffen“ und musste den Schnitt über sich ergehen lassen.

Zum Schluss posierten die Mädels und die verkappten Mädels – denn Unisex ist bei den Geilen E’s kein Fremdwort – am Tisch der Chefsekretärin, die an diesem Tag urlaubsbedingt durch eine Azubine vertreten wurde. So gesehen waren das spontane, aber verspätete Bewerbungsversuche auf diese Stelle. Ob der OB noch einmal ins Schwanken gekommen ist, bei dieser hohen Anzahl rechts adrett gekleideten „Damen“? Businesslook sieht anders aus …

So richtig wollte dann doch keine von ihnen den Job, der ja ohnehin vergeben ist, sodass sie das Rathaus – zumindest in dieser Hinsicht – unverrichteter Dinge verließen, um weiter zu schnorren und männliche Mitbürger zu „drangsalieren“ ...

21.02.2020 - 02.03.2020

18.02.2020: Neujahrsempfang 2020 der Stadt Kamenz

Es war ein guter Abend

Beim diesjährigen Neujahrsempfang am 31. Januar stand das einjährige Zusammengehen der Gemeinde Schönteichen mit der Stadt Kamenz im Mittelpunkt der Veranstaltung. Diese inhaltliche Schwerpunktsetzung schlug sich vor allem auch in den Einladungen nieder: So waren Vertreter der jetzigen neuen Ortschaftsräte, Vereine, Gewerbetreibende und Unternehmen sowie der Ortsfeuerwehren aus dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Schönteichen eingeladen. Hinzu kamen dann noch neben den Kamenzer Stadträten und den Ortsvorstehern aus dem „restlichen“ Kamenz die Vertreter der Kamenzer Kirchen und Behörden, u.a. weilte als Vertreter des Landrates der 1. Beigeordnete Udo Witschas unter den Gästen. Ebenfalls anwesend war der Landtagsabgeordnete Aloysius Mikwauschk.

Musikalische Umrahmung in bewährter Form von der Kamenzer Musikschule

Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch die Förderschülerin des Freistaates Sachsen, Anna Stahr (Geige), Schülerin der Regionalstelle Kamenz (Außenstelle Radeberg) der KMS Bautzen und Sebastian Jaenichen (Flügel) – Lehrer an der Regionalstelle Kamenz (Außenstelle Radeberg) der KMS Bautzen, die mit den ausgewählten Stücken das anwesende Publikum zu begeistern wussten.  

(v.l.n.r.): Am Flügel Sebastian Jaenichen und an der Geige Anna Stahr.

Hatte der Oberbürgermeister im vergangenen Jahr noch die Buchstaben des Alphabets für seine Rede bemüht, fehlte dieses Mal solch ein formales Geländer. Trotzdem hatte seine fast 1 ½ stündige Rede jede Menge an Informationen, Überlegungen, Anregungen und Reflexionen zu Kamenz, aber auch zum Zeitgeschehen allgemein zu bieten. Dass man dabei, z.B. zu den Ausführungen zur Jugendbewegung „Friday for Future“ oder zu Aspekten des derzeitigen Klimathemas, auch andere Aspekte sehen kann, liegt in der Natur der Sache. Nichtsdestotrotz wurde seine Rede auch immer wieder von spontanem Beifall begleitet, so z.B. als er Chiara Schimpf begrüßte, die – gerade mal 19 Jahre alt und aus Deutschbaselitz stammend – als eine große Hoffnung des deutschen Leichtathletiksports gilt. Als er ihre Laufleistung von 11,64 Sekunden auf 100 Metern erwähnte, ging eine Raunen durch das Publikum. Und wer will, so der Oberbürgermeister, kann für Chiara Schimpf voten, denn bis zum 22. Februar 2020 läuft noch die Wahl zur besten „Nachwuchssportlerin des Jahres der Stadt Dresden“, für die sie durch den Dresdner Sportbund und die DNN nominiert ist.

Rückblicke 2019

Ohne auf alle Aspekte seiner Rede eingehen zu können, kann man sie grob in drei Teile gliedern: Der erste, kürzere Teil war vom Rückblick auf das Jahr 2019 bestimmt. Dabei spielten die Übergabe der Nordstraße (Stichwort Accumotive), das Richtfest und die Grundsteinlegung für das neue Kinderhaus Wiesa, die vor kurzem stattgefundene Fördermittelübergabe von 15 Mio. EUR für den Erweiterungsneubau des Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasiums sowie für die energetische Sanierung des Bestandsgebäudes dieses Gymnasiums in der Henselstraße, die Folgen des Brandes in der Pulsnitzer Straße, die Arbeit der Feuerwehren in der Stadt überhaupt, aber auch die 2019 stattgefundenen Stadtratswahlen, die mit insgesamt zugelassen 76 Wahlkandidaten kein Beispiel für fehlendes bürgerschaftliches Engagement seien, schwerpunktmäßig eine Rolle. Auch erinnerte er an die schmerzliche Nachricht vom Ableben des Generalmajors a.D. Sigmund Jähn, der drei Wochen vor seinem Tod noch zum Kamenzer Forstfest in Kamenz weilte und der Stadt Kamenz immer verbunden war.

Rückblicke 2019 auch in Broschüreform

Ergänzt wurde gerade dieser Abschnitt der Neujahrsansprache des Oberbürgermeisters durch einen in Broschüreform vorliegenden Rückblick auf das Jahr 2019, den sich die Anwesenden mit nach Hause nehmen konnten, um bei Bedarf an das ein oder andere Ereignis aus diesem Jahr erinnert zu werden. Zurzeit ist dieser Rückblick auch noch kostenlos im Bürgerservice des Rathauses erhältlich.

Ausblicke – Jubiläen und Vorhaben

Teil 2 der Rede könnte mit „Ausblicke“ überschrieben werden, zum einen hinsichtlich der vor uns liegenden Jubiläen, zum anderen beschäftigte er sich ganz konkret mit bestimmten Vorhaben in der Stadt Kamenz. Dabei spielte die Vorbereitung der 800-Jahr-Feier 2025 ebenso eine Rolle wie die Bewerbung von Kamenz für die Ausrichtung einer Landesgartenschau. Hierbei wurde noch einmal deutlich, dass das Jahr 2025 dafür nicht in Frage kommt und es jetzt erst einmal darum geht, die dafür vorgesehenen Flächen – das Gelände des ehemaligen Glaswerkes und des ehemaligen Bahnbetriebsgeländes – in das Eigentum der Stadt Kamenz zu bekommen. Das wird ohne Zweifel auch Geld kosten, aber gelingt dies, sind die Voraussetzungen gegeben, um realistisch über eine Bewerbung nachzudenken. Weitere wichtige Jubiläen in diesem Jahr sind der 30. Jahrestag der Wiedervereinigung sowie 75 Jahre Kriegsende bzw. Befreiung, die in einem gewissen Sinne ja auch miteinander zusammenhängen. Als Vorhaben für 2020 stehen u.a. die Vorbereitung zur Schaffung von 40 bis 60 Eigenheimstandorten, die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes, die Erhaltung des Schwimmhallenstandortes ebenso wie die langfristige Sicherung des Krankenhausstandortes in Kamenz an. Auch wenn es nicht um Großprojekte handelt, so sind – gerade hinsichtlich der neuen Ortsteile – die langfristige Sanierung der Grundschule in Brauna, die Sanierung des Mehrzweckgebäudes in Biehla oder der Bau der Löschwasserzisterne in Schönbach, um nur einige Beispiele zu nennen, wichtige Schwerpunktsetzungen im Gesamtgefüge der Stadt Kamenz.

Ausblicke – Werte

Im letzten Teil seine Rede ging der Oberbürgermeister im weitesten Sinne der Frage nach, welche Werte aus seiner Sicht in unserer Gesellschaft gebraucht werden, um die zuvor skizzierten Inhalte zu realisieren. Die Antwort auf die selbstgestellte Frage lautete: „Wir brauchen Respekt, Optimismus, Ausdauer und weiterhin auch einen festen Glauben an die eigene Kraft.“

Im Weiteren ging der Oberbürgermeister Situationen ein, in denen Respektlosigkeit das Wort in der öffentlichen Wahrnehmung geredet wurde. Es hat z.B. aus seiner Sicht eben nichts mit Satire zu tun, wenn ein Kinderchor – von Erwachsenen geleitet – singt: „Meine Oma ist `ne Umweltsau.“  Das ist, so der Oberbürgermeister, gegenüber den älteren Menschen schlicht und ergreifend eine Frechheit. Es ist auch etwas, was sich einfach nicht gehört und es stimmt nicht mal im Ansatz, wenn er sich die Entwicklung der letzten drei Jahrzehnte ansieht.  Der Oberbürgermeister wandte sich an die Gäste der Veranstaltung und brachte in Erinnerung, welche eigenen Lebensleistungen gerade zur Verbesserung der Umweltverhältnisse durch die heutige Generation und die unserer Eltern und Großeltern erbracht wurden und erforderte die Besucher des Neujahrsempfangs auf, für einen guten Ton im Umgang für die Achtung der Jüngeren gegenüber den Älteren einzutreten. Natürlich, so fuhr er fort, gibt es in einem hohen Maße engagierte und im besten Sinne des Wortes viel mehr von Anstand geprägte junge Menschen, die natürlich die Wertschätzung der Älteren erhalten und sie auch im besten Sinne des Wortes verdienen.

Der Oberbürgermeister endete seine Rede auf humorvolle Weise, indem er auf das Bild des Covers des diesjährigen Jahrbuches des Statistischen Landesamtes des Freistaates verwies (Man möge es sich einfach mal ansehen!) und anhand einer Abbildung von an einem Baum im Hoyerswerdaer Zoo hängenden Faultieren kontrastierend zu meinen, dass wir angesichts der bevorstehenden Aufgaben und Ziele uns bewegen und anstrengen müssen.

20 Bürgerinnen und Bürger für ihre ehrenamtliche Arbeit gewürdigt

Der nächste Höhepunkt des Abends war die Würdigung von ehrenamtlich für die Stadt tätigen Personen bzw. von Persönlichkeiten mit besonderen Verdiensten um die Stadt Kamenz und ihrer Bürger. Auch hier zeigt sich die Vielfalt an Aktivitäten in einer Stadt wie Kamenz. Dank der erneuten Unterstützung durch die Ostsächsische Sparkasse Dresden war es möglich, dass Bürgerinnen und Bürger, die aus der Bürgerschaft heraus für eine Auszeichnung vorgeschlagen worden waren, die „Ehrenmedaille der Stadt Kamenz“ verliehen werden konnte (siehe auch Übersicht am Ende des Beitrages).

Der "Ehrenmedaille der Stadt Kamenz" ist ein Zitat aus der Schrift „Die Erziehung des Menschengeschlechts“ von G.E. Lessing eingeprägt: „… da der Mensch … das Gute tun wird, weil es das Gute ist …“

Drei Stadträte haben über 20 Jahre im Stadtrat mitgewirkt

In diesem Jahr gab es während des Neujahrsempfangs wieder eine besondere Ehrung: In der Stadtratssitzung am 11. Dezember 2019 hatten die Mitglieder des Stadtrates fast einstimmig beschlossen, dass zukünftig ein langjähriges, mindestens 20 Jahre andauerndes Engagement als Mitglied des Stadtrates der Stadt Kamenz in besonderer Weise gewürdigt wird. Dies solle ab dem Jahr 1990 gelten und die Würdigung mit der Ehrenmedaille der Stadt Kamenz erfolgen. Die Verwaltung war schnell und hat ausgerechnet, dass dies auf drei Stadträte zutrifft, so dass am 31. Januar Stadträtin Marion Junge für fast 30 Jahre, Stadträtin Helga Schönherr für über 25 Jahre und Stadtrat Jörg Bäuerle für fast 25 Jahre ehrenamtliche Stadtratstätigkeit mit der Ehrenmedaille geehrt wurden.

Langjährige Stadträte geehrt (v.l.n.r.): Stadträtin Marion Junge, Stadträtin Helga Schönherr und Stadtrat Jörg Bäuerle sowie OB Roland Dantz

Abend in lockerer Form mit Gesprächen und gutem Essen beschlossen

Den Abend beschlossen dann Gespräche und Dispute in lockerer Form, die von dem vom Hotel „Goldner Hirsch“ ausgerichteten Büffet kulinarisch begleitet wurden. Gedankt wird für die Getränkebereitstellung der Privatbrauerei Schwerter Meißen sowie den Oppacher Mineralquellen. Die Betreuung der Gäste des Neujahrsempfangs hatten wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung übernommen, denen an dieser Stelle auch noch einmal ausdrücklich gedankt sei. Auf allen Etagen des Rathauses sprachen Menschen miteinander und diskutierten. Es war – wie so oft – ein langer, aber guter Abend …

18.02.2020

Nachfolgende Bürgerinnen und Bürger, wurden 2020 mit der „Ehrenmedaille der Stadt Kamenz“ ausgezeichnet:

 

1. Frau Petra Arendt aus Kamenz

Einreicher: Herr Volker Schmidt (Vorsitzender des Forstfestkomitees) & Frau Gabriele Keltsch (Schulleiterin der GS am Forst)

Sie ist ein zuverlässiges Mitglied im Forstfestkomitee und hat viele Jahre das Forstfestturnen organisiert. Arbeitete engagiert mit den Schulen und Vereinen der Stadt zusammen und plante Beiträge. Moderierte Forstfestturnen mit Freude und war zuverlässig sowie studierte "nebenbei" Sportbeiträge mit Schülern ein. Außerdem bringt sie sich mit ihren Ideen in die Bewahrung der Tradition des Kamenzer Forstfestes ein.

 

2. Frau Judith Baumann aus Kamenz

Einreicher: Herr Michael Gärtner (Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Kamenz)

Engagiert sich seit vielen Jahren stark in der Kirchgemeinde, aber auch an überregionalen Projekten des Kirchenbezirks Bautzen-Kamenz. Seit 2011 ist sie Teil des Leitungsteams der Jungen Gemeinde Kamenz und dabei bei der Vorbereitung und Ausführung tragende Kraft. Vertritt die Junge Gemeinde im regionalen Arbeitskreis, studiert ein Krippenspiel ein, was in Altersheimen gezeigt und am Heiligabend zur ersten Christvesper aufgeführt wurde. Weiterhin wirkt sie in der Bezirksjugendkammer des Kirchenbezirks, dem höchsten Gremium der Jugend auf Bezirksebene mit und moderierte zahlreiche Jugendveranstaltungen, wie Adventsgottesdienste und Osternachtwanderungen. Außerdem führt Konfirmanden-Camps durch, gestaltet Gemeindefeste und Gemeindefreizeiten und ist Mitglied der Trägergruppe beim Gemeindebauprojekt.

 

3. Frau Sonja Buhl aus Bernsdorf

Einreicher: Frau Margita Pietsch (Vorsitzende des Frauenchor Wiesa e. V.)

Sie ist seit neun Jahren Mitglied im Frauenchor. Von Beginn unterstützte sie den Chorleiter mit fachlichen Ratschlägen und und begleitete den Chor auf einem Instrument (Gitarre). Sie erarbeitete Aufgaben zum besseren Textlernen und der Ausdrucksweise und übernahm verschiedenste Dirigate.

 

4. Frau Elke Domaschk aus Kamenz (War leider – krnakheitsbedingt – zum Neujahrsempfang nicht anwesend)

Einreicher: Frau Jana Lachmann (Vorstandsvorsitzende Förderverein der Schule für Lernbehinderte e. V.)

Sie ist eine langjährige Lehrerin und Mitbegründerin des Fördervereins, sehr engagiert und stets mit hohem Einsatz. Sie unterstützt schulische und außerschulische Aktivitäten mit finanziellen Mitteln sowie persönlichem Einsatz und übernahm zu allen Veranstaltungen der Schule bereitwillig Aufgaben. Sie war immer bestrebt, freiwillig und zusätzlich Aufgaben zu übernehmen, um alle Schüler bestmöglich zu unterstützen und schuf dafür ein Netz von sozialen Kontakten für Schüler, Eltern und Lehrer.

 

5. Frau Adelheid Glausch aus Kamenz

Einreicher: Herr Wolfgang Thomas (Vorsitzender DRK Ortsverein Kamenz-Wiesa)

Sie ist ein sehr aktives Mitglied des DRK Ortsvereines Wiesa und schon ca. zehn Jahren ehrenamtlich tätig. Besonders hervorzuheben ist die Bereitschaft zur Sicherstellung der Imbissversorgung bei den Blutspendeaktionen (monatlich 60-90 Spender). Durch ihren persönlichen Einsatz sichert sie viele Veranstaltungen, Feste und Konzerte ab.

 

6. Frau Inka Edelmann aus Kamenz, OT Lückersdorf

Einreicher: Frau Kathrin Schütze (Schulleiterin der Grundschule (GS) am Gickelsberg)

Sie leitet seit 10 Jahren den Schulförderverein der GS und engagiert sich außerordentlich für die Belange der Schüler und für die Außenwirkung der GS.

 

7. Herr Siegmar Gräfe aus Kamenz

Einreicher: Herr Harald Kreische (Ortswehrleiter der Ortsfeuerwehr Schwosdorf)

Er ist seit über 50 Jahren in der Feuerwehr. Er hat sich beständig weitergebildet und konnte deswegen immer mehr Führungs- u. Leitungsfunktionen übernehmen. Von 1990 bis 2014 Ortswehrleiter der Feuerwehr Schwosdorf, seitdem auch Gerätewart. Seit 2016 ist er stellv. Wehrleiter der FFW Schwosdorf.

 

8. Frau Heike Hahn aus Kamenz

Einreicher: Herr Wilfried Krause (Adventgemeinde)

Sie beteiligt sich seit Jahren maßgeblich an der Organisation des wöchentlichen Frauenfrühstückes und leitet dieses seit mehr als drei Jahre, wodurch sie zu einer wichtigen Vertrauensperson für die Frauen geworden ist. Sie nimmt sich für jeden Anruf, den sie bekommt – und das sind nicht wenige – die nötige Zeit. Sie reinigt selbstlos jedes Wochenende das Gemeindehaus. Sie ist insgesamt seit vielen Jahren der „gute Geist" der Gemeinde. Außerdem stellet sie der Flüchtlingsfamilie Achare aus Kamerun selbstlos ihre Wohnung für sieben Wochen zur Verfügung und nächtigte selbst in der Adventgemeinde.

 

9. Herr Roberto Kemter aus Königsbrück

Einreicher: Herr Frank Thiem (Selbsthilfegruppe Depression Kamenz)

Seit elf Jahren Leiter der Selbsthilfegruppe. Er schafft mit hohem persönlichem Einsatz und Einfühlungsvermögen eine Atmosphäre der Geborgenheit für alle Beteiligten, die besonders wichtig ist.

 

10. Eheleute Günter und Kerstin Neubauer aus Kamenz

Einreicher: Herr Norbert Adler (Präsident SV Aufbau Deutschbaselitz e. V.)

Kerstin Neubauer ist seit 2017 im Verein. Weit vor Eintritt in diesen, begleitete sie ihren Mann bei den Nachwuchsspielen und war die gute Seele der Mannschaften. Sie half uneigennützig bei der Umstellung der Software und bei Kassieraufgaben und übernahm 2017 die Frauenmannschaft.

Günter Neubauer ist seit 1999 Mitglied und war vorher ab 1972 aktiver Fußballer. Er ist ein sehr engagierter Übungsleiter im Nachwuchsbereich. Sein größter Erfolg dabei war der Aufstieg in die Landesklasse.  

Beide haben kürzlich die Betreuung der Torwarte übernommen. Beide sollten möglichst zusammen geehrt werden.

 

11. Herr Norbert Portmann aus Kamenz

Einreicher: Frau Ursula Schnorr und Frau Karin Heichel

Er berichtet umfänglich über die Geschichte von Kamenz und veröffentlicht seit vielen Jahren Beiträge dazu. Er hat u.a. eine Broschüre über Fleischereien in der Stadt Kamenz erstellt, die das Zertifikat "Echte Kamenzer Würstchen" tragen und diese auch herstellen. Mit seiner populären Art zu schreiben, erreicht er viele Menschen in der Stadt. Er dürfte ein wichtiger Chronist der Geschehnisse in unserer Stadt sein.

 

12. Herr Sebastian Prüver aus Kamenz

Einreicher: Grit Scheidler (Elternsprecherin 4c / Elternrat GS am Forst) und Frau Gabriele Keltsch (Schulleiterin der GS am Forst)

Er ist ein zuverlässiges und engagiertes Mitglied im Elternrat und Förderverein der GS am Forst. Er stattete die Schulbücherei inhaltlich neu aus, indem er neue Bücher und Zeitschriften organisier hat. Durch sein Wirken trat er frühzeitig für eine entsprechende Technikausstatter der Schule ein – weit vor dem Digitalpakt. Er rüstete PCs in der Schulbücherei au und hat einheitliche Internetadressen für alle Lehrkräfte programmiert. Des Weiteren gestaltete er die Schul-Website und die Website des Fördervereins neu und modern. Bei der Broschüre „ABC der Grundschule am Forst“ für Schulanfänger wirkte er an der illustrativen Gestaltung federführend mit. Er akquirierte Spenden und sorgte dafür, dass sie effizient verwendet wurden. Insgesamt ein sehr engagierter „Vati“ an der GS am Forst.

 

13. Herr Dieter Raack aus Schwepnitz

Einreicher: Herr Thomas Reinecke (Geschäftsführer der Schützengesellschaft Kamenz e. V.)

Er ist seit 20 Jahren ehrenamtlicher Präsident des Schützenvereins und hat u.a. die Verantwortung bei der Umsetzung des Sächsischen Schützentages 2000, des Landesschützentages 2019, der Jubiläumsveranstaltung "600 Jahre Schützenwesen in Kamenz" 201 sowie für die Umrahmung des Tages der Sachsen 2011 und bei der Unterstützung des Kirchentages in Kamenz getragen. Sein besonderes Anliegen ist die Kinder- und Jugendförderung sowie das Erreichen von Spitzenleistungen. Sein ständiges Bedürfnis ist die Öffentlichkeitsarbeit, aber auch die Presse- und Internetverbindung des Vereins. Durch sein Wirken erhielt errangen der Verein, der Schützenkreis 6 "Westlausitz", der Sächsische Schützenbund und der Deutsche Schützenbund hohe Auszeichnungen.

 

14. Frau Birgit Richter aus Kamenz

Einreicher: Herr Dr. phil. Dieter Rostowski (Vorstandsvorsitzender des Lausitzer Almanach e. V.)

Sie ist seit vielen Jahren im Verein aktiv tätig und erstellte zahlreiche interessante Beiträge für das LAUSITZER ALMANACH, welche als wichtige Beiträge zur Heimat- u. Regionalgeschichte betrachtet werden. Sie zeichnet sich durch aktive Mitwirkung im Vorstand und in der Redaktion aus, was sehr hilfreich ist. Außerdem engagiert sie sich in der Vorbereitung und Durchführung der jährlichen Buchpräsentation. Sie gilt als sehr zuverlässig.

 

15. Frau Monika Rönsch aus Kamenz

Einreicher: Herr Dariusz Frydrych (Leitender Pfarrer der Katholischen Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena)

Ist seit viele Jahrzehnten Mitglied in der Pfarrgemeinde und setzte sich als Vertreterin des Kirchenrates für die finanzielle Sicherheit ein. Zeit ihres Lebens arbeite sie im Kirchenchor mit und hilft aktiv beim Werktaggottesdienst mit. Sie unterstützt den Küsterdienst, den Lektordienst, das Halten der Fürbitten und hilft bei Taufen und Trauungen. Seit vielen Jahren ist sie für die Kassenführung der Kolpingfamilie Kamenz verantwortlich.

 

16. Herr Ehrenfried Techritz aus Kamenz

Einreicher: Herr Marco Peltzer (Wählervereinigung Kamenz und Ortsteile)

Er setzte sich viele Jahrzehnte für die Bürger der Stadt Kamenz sowie besonders für Lückersdorf-Gelenau (1994-1998 ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Lückersdor-Gelenau) ein und war seit 1953 aktives Mitglied in der "Sportgemeinschaft Lückersdorf-Gelenau" und von 1980-2004 Vorsitzender in dieser. Seit 60 Jahren arbeitet er aktiv als Mitglied in der FFW Gelenau. von. Von 2009-2019 war er gewähltes Mitglied des Kamenzer Stadtrates. Sein Wissen als Steuerberater brachte er zum Wohle der Stadt Kamenz und ihrer Bürger im Finanzausschuss und in der Gesellschafterversammlung einer städtischen Gesellschaft ein.

 

17. Herr Lothar Tischer aus Kamenz

Einreicher: Herr Reiner Deutschmann (Schießausschuss des Fördervereins Kamenzer Forstfest)

Seit vielen Jahren ist er für organisatorische Fragen des Schießausschusses verantwortlich und dabei äußerst zuverlässig (seit 1992 diesem zugehörig). Er führt Teilnehmer- und Ergebnislisten des jeweiligen Jahres, aber auch die "ewige Bestenliste". Zuständig für die nötige PC-Technik kümmert er sich aber auch um Finanzfragen sowie um die Gestaltung und Bestellung diverser Druckerzeugnisse und organisiert dafür Fotografen. Er führt die Belehrung der Schützinnen und Schützen beim Adlerschießen durch.

 

18. Herr Volkmar Waurich aus Kamenz

Einreicher: Herr Oliver Kunath (Ortswehrleiter der Ortsfeuerwehr Biehla)

Er ist seit über 50 Jahren in der Feuerwehr und hat den Dienstgrad des Brandinspektors erreicht. Er qualifizierte sich im Laufe seiner Dienstzeit immer weiter und ist immer noch eine führende Spitze der Feuerwehr Biehla und Vorbild für jüngere Kameraden. Er war der letzte hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde Schönteichen und ist heute Ortsvorsteher der Ortschaft Biehla.

 

19. Herr Patrik Wendt aus Haselbachtal

Einreicher: Herr Olaf Tischer (Vorsitzender SG Lückersdorf-Gelenau e. V.)           

Er ist Sektionsleiter Tischtennis seit zwölf Jahren sowie Mitglied im Kreisverband Tischtennis. Er ist verantwortlich für die wöchentliche Trainingseinheiten im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich und fährt an den Wochenenden mit Kindern und Jugendlichen zu Einzel- und Mannschaftsturnieren. Außerdem wirkt er aktiv bei der Durchführung der Frühjahrs- und Sommerfeste auf dem Sportplatz in Gelenau mit.

 

20. Herr Eberhard Wolschke aus Kamenz OT Gelenau

Einreicher: Herr Jens Planert (1. Vorstand des Blasorchesters der Lessingstadt Kamenz) und Herr Heiko Wolschke

Seit 1963 ist ununterbrochen im Blasorchester und heute als einziger Musiker von Anfang an mit dabei. Als gewissenhafter Notenwart ist er beim stundenlangen Notensortieren, Kopieren, Einordnen und beim Vollständigkeitprüfen unersetzlich. Er zeichnet sich durch Gewissenhaftigkeit, Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft aus. Außerdem ist er langjähriges Mitglied des Vorstandes. Trotz seines hohen Alters ist er bei allen musikalischen Auftritten dabei, so auch bei den anstrengenden Marschmusiken.

18.02.2020 - 24.02.2020

15.01.2020: Aufruf zum Malwettbewerb anlässlich des 3. Kamenzer Würstchenmarktes (Abgabe von Bildern noch bis zum 2. März 2020 möglich)

Mit der Neuerscheinung eines Kinderbuches rund um das Kamenzer Würstchen sind Kinder im Alter von 5-12 Jahren aufgerufen, sich an der „Kindergalerie“ im Rathaus zu beteiligen.

Kindergalerie zum Würstchenmarkt vom 29.3. bis 24.4.2020 im Lichthof des Rathauses

Im Zusammenhang mit der geplanten Neuerscheinung eines Kinderbuches „KUNIBERT und KUNIGUNDE - Zwei Kamenzer Würstchen auf Weltreise“ von und mit der Kamenzer Autorin Birgit Richter ruft das städtische Citymanagement Kinder im Alter von 5-12 Jahren auf, sich an der „Kindergalerie“ im Rathaus zu beteiligen. Gefragt sind kleine und große Kunstwerke rund um das Kamenzer Würstchen, das auf Weltreise geht. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ob gut gekühlt am Nordpol oder kochend heiß in Afrika – Das Kamenzer Würstchen erregt überall Aufsehen!

Die eingereichten Bilder werden im Rahmen des 3. Kamenzer Würstchen- und Regionalmarktes im Lichthof des Rathauses der Öffentlichkeit präsentiert. Ausgewählte Motive erscheinen auf einem Postkarten-Set, welches zusammen mit dem neuen Kinderbuch zum Würstchenmarkt und in Kamenzer Geschäften angeboten wird. Die Einreichung der Bilder sollte bis zum 2. März erfolgen. Die Bilder, mit Kontaktdaten (Name, Adresse, E-mail) sowie dem Einverständnis zur Verwendung versehen, können ab sofort im Rathaus an der Information zu folgenden Öffnungszeiten abgegeben werden:

Montag 9:00–12:00

Dienstag 9:00–12:00, 13:00–18:00

Donnerstag 9:00–12:00, 13:00–18:00

Freitag 9:00–12:00

15.01.2020 - 18.02.2020

15.01.2020: Aufruf an Händler, Dienstleister und Vereine für den 3. Kamenzer Würstchenmarkt in Kamenz

Aufruf an Händler, Dienstleister und Vereine für den 3. Kamenzer Würstchenmarkt in Kamenz

Am Sonntag, den 29. März 2020 von 12-18 Uhr ist eine weitere Auflage des Kamenzer Würstchenmarktes geplant. Das Fest sorgte in den vergangenen Jahren mit vielen lokalen und regionalen Händlern und einem interessanten Rahmenprogramm für Furore. Die Cityinitiative e.V. und das städtische Citymanagement Kamenz laden auch dieses Jahr wieder interessierte Händler, Dienstleister, Vereine und lokale Akteure ein, sich daran zu beteiligen. Der Fokus liegt im Besonderen auf dem Angebot von regionalen Produkten aus Kamenz, dem Umland und der Lausitz. Mit der aktuellen Ausschreibung soll das Bewusstsein für regionale Hersteller und deren Wirtschaftskreisläufe gestärkt werden. An diesem Tag wird auch der 6. Qualitätswurst-Wettbewerb der Fleischerinnung Nordostmittelsachsen im Rathaussaal stattfinden.

Anmeldungen zum Würstchen- und Regionalmarkt sind bis 15. Februar möglich über folgenden Kontakt:

Citymanagerin Anne Hasselbach

studio@annehasselbach.de

 

STUDIO
ANNE HASSELBACH

CITYMANAGEMENT KAMENZ


Pulsnitzer Straße 46

01917 Kamenz

telefon 0 35 78.31 23 15

mobil 01 60.17 65 447


15.01.2020 – 18.02.2020

So richtig wollte dann doch keine von ihnen den Job, der ja ohnehin vergeben ist, sodass sie das Rathaus – zumindest in dieser Hinsicht – unverrichteter Dinge verließen, um weiter zu schnorren und männliche Mitbürger zu „drangsalieren“.

20.12.2019: Grußwort des Oberbürgermeister zu Weihnachten und zum neuen Jahr

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Weihnachten steht vor der Tür. Lichterglanz, Weihnachtsmärkte, der Geruch von Stollen und Weihnachtsgebäck künden davon. Der Duft von Räucherkerzen stimmt uns ein und sicher ist schon so mancher Weihnachtsbaum geputzt. Natürlich bestimmen Alltagsstress und Hektik vor Weihnachten und dem zu Ende gehende Jahr unser Leben. Aber selbst diese, wenn sie nicht gar zu sehr Überhang nehmen, tragen zu der besonderen Stimmung zur Weihnachtszeit bei, einer Stimmung, der sich eigentlich auch niemand entziehen kann und will. Denn letztendlich feiern wir Weihnachten gern und begrüßen, so lange es uns vergönnt ist, das neue Jahr mit Zuversicht und Hoffnung.

Zu Weihnachten und an den Tagen bis zur Begrüßung des neuen Jahres sollte es aber auch Momente der Besinnung geben. In ruhiger Stunde stellen sich Fragen. Wo gehen wir hin, was ist unser Weg? Was ist wirklich wichtig in meinem Leben? Was ist von meiner vormaligen Kindlichkeit geblieben? Bedarf es der Kraft zu einer grundlegenden Umkehr? Ist diese überhaupt notwendig? Neben dem Schenken und dem Zusammensein im Familienkreis sind es gerade solche Fragen, die in dieser Zeit bewegen oder bewegen sollten.

Das Jahr 2019 wird nun bald hinter uns liegen. Es war wieder ereignisreich – in der großen wie in der kleinen Welt. Viele Dinge – auch in Kamenz – haben sich geändert oder sind auch so geblieben, was nicht verkehrt ist.

Zunächst möchte ich an dieser Stelle allen danken, die mit ihrem Tun, mit ihren Entscheidungen, mit ihren Überlegungen, Gedanken und Impulsen Kamenz vorangebracht haben und dazu beigetrugen, dass unser Kamenz wieder ein Stück lebens- und liebenswerter geworden bzw. geblieben ist. Gemeinsam mit dem Stadtrat, der Stadtverwaltung und der Bürgerschaft haben wir wieder viel erreicht, auf das wir stolz sein können. Natürlich wird da jeder in seinem persönlichen und beruflichen Bereich schauen und Bilanz ziehen.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Kamenz – dank des Beitritts der Gemeinde Schönteichen als Ausdruck des Bürgerwillens – größer geworden ist. Doch mit einer größeren Stadt und einer höheren Einwohnerzahl sind auch die Verantwortung und die Aufgaben gewachsen. Hier soll der erfolgreiche Kurs der vergangenen Jahre, der das innerstädtische Zentrum stärkt, aber auf keinen Fall die peripheren, mehr ländlich geprägten Bereiche vernachlässigt, fortgeführt werden. Drei neugewählte Ortschaftsräte werden sich in die Entscheidungsprozesse einbringen. Gleiches gilt für die neugewählten Vertreter des Kamenzer Stadtrates, der einschließlich meiner Person jetzt über 27 Mitglieder verfügt. Positiv zu bewerten ist dabei, dass es insgesamt über 70 Bewerber für den Stadtrat gab, die sich in dieses entscheidungsreiche Gremium samt seiner Aussschüsse einbringen und Verantwortung für die gesamte Stadt übernehmen wollten. Natürlich ist es nicht nur der Stadtrat oder gar die Verwaltung, es sind vor allem die Menschen unserer Stadt, die Vereine und Initiativen, aber auch die Geschäftsleute, Unternehmer und Dienstleistungsträger, die zu einem gelingenden städtischen Zusammenleben beitragen. Ihnen allen sei der Dank ausgesprochen!

Für Kamenz sind – neben vielen anderen Dingen – mindestens folgende erwähnenswert: Nach wie vor ist Kamenz Standort und Zentrum der Elektromobilität. Vor kurzem wurde die Nordstraße wieder eröffnet, die jetzt über eine Linksabbiegespur ins Werk II der Deutschen Accumotive verfügt. Hinzu kommen drei barrierefreie Bushaltestellen, die ab jetzt durch eine entsprechende Buslinie von Regiobus bedient werden.

Natürlich bleibt die Belebung der Innenstadt eine Aufgabe auch im neuen Jahr. Zwar gab es viele attraktive Stadtfeste von den Einkaufsnächten, den Einkaufsssonntagen über den Kamenzer Regional- und Würstchenmarkt bis hin zur Kamenzer Nacht der Kirchen und Museen, aber der Erhalt einer angemessenen innerstädtischen Landschaft von Gewerbetreibenden und Händlern bleibt nach wie vor ein großes Ziel, an welcher die Verwaltung mit der Wirtschaftsförderung und dem Citymanagement arbeiten.

Zwei Richtfeste konnten in diesem Jahr begangen werden, die beide auf ihre Weise für eine familien- und kinderfreundliche Stadt stehen: Das eine war das Setzen der Richtkrone am Gebäude der 2. Oberschule in der Saarstraße und beim zweiten Richtfest handelst es sich um den Neubau des Kinderhauses in Wiesa. Beides Anlass zu Freude, denn zum einen schreitet das komplexe Schulprojekt in Kamenz weiter voran, welches die Voraussetzung für die sich später anschließende Schaffung des gymnasialen Standortes an der Henselstraße darstellt. Zum anderen zeigt der Neubau einer neuen Kindereinrichtung an, dass besserer Bedingungen als in der vormaligen Unterbringung geschaffen werden und die Stadt Kamenz auf wachsende Bedarfe reagiert. In diesen Bereich gehören auch der Bolzplatz in Kamenz-Nord, die Ertüchtigung des Wasserspiels am Krabatspielplatz, die Schaffung eines neuen Spielplatzes in Lückersdorf oder auch die private Initiative einer Wohnungsgesellschaft zur Errichtung eines Kinderspielplatzes. Und natürlich dürfen hier nicht die Bestrebungen um den Erhalt bzw. die Ertüchtigung der Grundschule in Brauna vergessen werden.

Ebenso ist es gelungen, die Attraktivität des Hutberges weiter zu erhöhen, sei es im Kleinen durch eine von der Stadtverwaltung unterstützte Privatinitiative zur Aufstellung eines Denkmals, die Herstellung von angemessenem Parkraum an der Königsbrücker Straße, was für die Besucher zur Rhododendron- und Azaleenblüte, aber auch zu Konzerten auf der Hutbergbühne von Vorteil sein wird. Damit korrespondiert die Sanierung des Backstagegebäudes an der Bühne, die bessere Bedingungen für den Aufenthalt von nationalen und internationalen Künstlern und Gruppen schafft. Man schaue sich nur die für 2020 geplanten Acts an. Und das Stadttheater feierte seinen 20. Geburtstag nach seinem grundlegenden Umbau.

Für einheimische und auswärtige Verkehrsteilnehmer, aber auch die Bewohner von Lückersdorf waren die letzten Monate dieses Jahres keine leichten. Durch ein Brandereignis sowie die Beseitigung maroder Bausubstanz an der Pulsnitzer Straße kam es zu einer Vollsperrung dieser wichtigen Verkehrsader, die nun – bis auf eine Tonnagebegrenzung – wieder nutzbar ist.  Das war besonders mit Beeinträchtigungen und Unannehmlichkeiten für die Bewohner des Ortsteils Lückersdorf  verbunden, die aber jetzt der Vergangenheit angehören, auch wenn einige unkten, die Vollsperrung würde noch den ganzen Dezember andauern. Also auch das wurde geschafft.

Anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes denken wir auch an jene, denen es nicht vergönnt ist, Weihnachten zu Hause zu verbringen, die aber durch ihre Bereitschaft und Arbeit uns das Fest und die Feiertage in Sicherheit und Frieden verbringen lassen. Und vergessen wir nicht, dass wir in einer Welt leben, die geprägt ist von Krieg, Armut und Elend, von Flucht und Vertreibung. Wir sollten dankbar sein, dass dies – neben vielen Problemen, ob gesellschaftlicher oder persönlicher Natur – für eine Vielzahl von Menschen in unserem Land nicht zutrifft.

Doch nun, wenige Tage vor dem Weihnachtsfest sollte der Vorbereitungsstress von uns abgefallen, wollen wir uns freuen, dass wir im Kreis der Familie, aber auch mit anderen Menschen zusammenkommen. In diesem Sinne lassen Sie uns, liebe Bürgerinnen und Bürger, am 24. Dezember beim alljährlichen Hosiannasingen einander begegnen, auch um an diesem Abend auf dem Marktplatz die Kamenzer Gemeinschaft und das Füreinander in besonderer Weise zu spüren.

Allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gästen unserer Stadt wünsche ich – im Namen des Stadtrates und der Stadtverwaltung – ein friedvolles Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr 2020.

 

Ihr

Roland Dantz

Oberbürgermeister der Lessingstadt Kamenz

20.12.2019 - 20.01.2020

16.12.2019: Nordstraße feierlich der Öffentlichkeit übergeben

Sanierter Teil der Nordstraße feierlich der Öffentlichkeit übergeben

Ziel der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur erreicht!

Vor dem feierlichen Akt des Bandschneidens zur symbolischen Übergabe und tatsächlichen Freigabe der Nordstraße

 

Dass mit der Errichtung des Werkes II der Deutschen Accumotive der Ausbau von Kamenz als Standort und Zentrum der Elektromobilität weiter vorangetrieben und gefestigt wird, braucht sicherlich nicht weiter betont werden. Dass für solch einen großen Industriekomplex eine entsprechende Verkehrsinfrastruktur vorhanden sein muss, versteht sich von selbst. Und so war es nur richtig, dass – nach einem Stadtratsbeschluss – in der Zeit von Mitte Juni bis Ende November 2019 die entsprechenden Arbeiten vorgenommen wurden. Neben der abschnittsbezogenen Straßenerneuerung der Nordstraße – es wurden ca. 1.700 m³ Frostschutzschicht erneuert und ca. 3.600 m² Asphaltfahrbahn  aufgebracht – war darin auch eine Geh- und Radwegherstellung miteinbezogen sowie die Errichtung der für den ÖPNV wichtigen zwei Haltestellenbereiche mit Fahrgastunterständen (Aufstellung erfolgte am 10. Und 11.12.2019). Damit soll einer besseren Anbindung des Industriegebietes „Bernbruch Nord“ z.B.  an den Zugverkehr Rechnung getragen werden. Hinzu kam noch die notwendige Einrichtung von zehn „Lichtpunkten“ der öffentlichen Beleuchtung. Neben diesen Hauptarbeiten an der Nordstraße selbst wurden noch kleinere Arbeiten im Gewerbegebiet – so z.B. an der Straße „Am Wiesengrund“, hier wurde u.a. auch eine Bushaltestelle eingerichtet – realisiert.

 

 

Insgesamt handelte es  bei dem jetzt abgeschlossen Vorhaben um ein gemeinsames der Stadt Kamenz und der Deutschen Accumotive, denn der Knotenpunkt mit einer entsprechenden Linksabbiegespur ins Werk II sowie die Gehwegarbeiten an der Straße „Am Ochsenberg“ wurde seitens der Deutschen Accumotive mit einem erheblichen Betrag mitfinanziert. Die Kosten des Gesamtvorhabens beliefen sich auf über 1,1 Mio. EUR, wobei sich der Freistaat Sachsen zur Verbesserung der Bedingungen im schienen- und straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehr (RL-ÖPNV) mit knapp 200.000 EUR und der Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) mit über 70.000 EUR beteiligten. Das entspricht insgesamt einer Förderung von 65% der Baukosten. Oberbürgermeister Roland Dantz dankte allen Beteiligten – ob Planern, Ingenieuren, den Fördermittelgebern –, aber besonders BISTRA Bau GmbH & Co.KG aus Schmölln-Putzkau, der Schuster Elektrotechnik Nebelschütz GmbH, der ewag kamenz, Deutschen Telekom (Umverlegung Telekomleitung) sowie der KDK GmbH. Mit der Fertigstellung des Bauvorhabens, so der Oberbürgermeister, wurde das Industriegebietes „Bernbruch Nord“ angesichts der eingetretenen Entwicklung und der vorhandenen Entwicklungspotentiale weiter aufgewertet. Die konkrete Zusammenarbeit mit der Deutschen Accumotive war konstruktiv, so dass man auf das Erreichte stolz sein kann. Dem pflichtete der Geschäftsführer der Deutschen Accumotive, Clemenz Dobrawa,  bei, indem er zu Beginn seiner Worte ausführte: „Ich möchte mich erst einmal bedanken für den sehr intensiven und fairen Austausch, den wir [mit der Stadt – Anm. d.V.] während der gesamten Bauphase miteinander hatten.“ Er zählte auch die Effekte des Vorhabens für sein Unternehmen auf, die er u.a. in der besseren Zufahrt des Lieferverkehrs in das Werk II sah; auch sei die Verbindung zwischen den zwei Werken verbessert und eine angemessenere Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel geschaffen wurden. Und so konnte mit Recht durch die zwei Partner bzw. deren Vertreter mit einem Glas Sekt auf die Fertigstellung angestoßen werden.

 

Es ist geschafft: Der sanierte Straßenabschnitt der Nordstraße gehört nun der Öffentlichkeit (v.l.n.r.): Herr Volker Jung, Bauleiter der BISTRA Bau GmbH, Frau Katja Zeiske Landratsamt Bautzen – Straßenverkehrsamt, Clemenz Dobrawa – Geschäftsführer der Dt.

 

16.12.2019

10.12.2019: Richtfest am Gebäude des neu entstehenden Kinderhauses in Wiesa

Richtfest am Gebäude des neu entstehenden Kinderhauses in Wiesa

„Dankeschön, Dankeschön, so gut soll‘s bitte weitergehn.“

 

Es war zwar kalt, aber sonnig als am Donnerstag, dem 5. Dezember 2019 das Richtfest für das Kinderhaus im Kamenzer Ortsteil Wiesa stattfand. Wie es sich gehört, hielt Oberbürgermeister Roland Dantz eine kleine Rede, in der er nicht nur den Dank an alle bisher am Bau Beteiligten für die bisher geleistete Arbeit und Unterstützung aussprach. Er hob hervor, dass das Kinderhaus in Wiesa der erst umfassende Neubau nach den politischen Ereignissen 1989/90 sei und dass es ihn sehr freue, weil es sich um eine Kindereinrichtung handelt. Nicht nur dass die Wiesaer Kinder aus den Kindereinrichtungen und dem Hort dann bessere Bedingungen vorfinden – das ist eine; das andere ist der Umstand, dass damit die dringend notwendige Kapazitäten in diesem Bereich erhöht werden. Insgesamt sei der Neubau des Kinderhauses Wiesa ein weiterer Schritt zur Stärkung einer familien- und kinderfreundlichen Infrastruktur in Kamenz. Immerhin können nach Abschluss der Arbeiten zukünftig 100 Plätze für Hortkinder, 46 Plätze für Kindergarten- und 24 Plätze für Kinderkrippenkinder bereitgestellt werden.

 

 

Umso schöner  war es, dass die Kinder der jetzt in Wiesa vorhandenen Einrichtungen, wie auch bei der Grundsteinlegung, zugegen waren und nicht nur passiv mit Beifall die Rede des Oberbürgermeisters begleiteten, sondern auch indem sie musikalisch das Richtfest abrundeten. Besonders begeisterte die Teilnehmer, dass von der Leiterin der Kindereinrichtungen, Frau Kühnemann, selbstgedichtete Lied zum Richtfest, das gesungen auf die Melodie von „Wer will fleißige Handwerker sehen …“ mit der Strophe begann: „Wer will fleißge Arbeiter sehn, der muss hier nach Wiesa gehen. Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Kinderhaus wird bald fertig sein.“ und mit Schlußstrophe „Der erste Abschnitt ist vollbracht, der Rohbau steht in voller Pracht. Dankeschön, Dankeschön, so gut soll’s bitte weitergehen.“ Endete.

 

 

So eingestimmt konnte der Oberbürgermeister zum traditionellen Nageleinschlagen das Dachgeschoß des Gebäudes erklimmen. Doch zunächst brachte ein Vertreter der Zimmerleute seinen Zimmermannspruch an, in dem u.a. den Dank an den Architekten und Bauherrn sowie die zukünftigen Nutzer aussprach. Der dann obligatorisch zu trinkende Schnapps sollte das Ganze unterstützen. Zum Glück zerschellte zu Boden geworfene Schnappsglas auch, was als gutes Omen für die Zukunft des jeweiligen Gebäudes gilt. Das nun endlich vollzogene Nageleinschlagen absolvierte der Oberbügermeister mit 42 Schlägen.

 

Mit der „Bestätigung“ durch die Richtkrone, im Übrigen angefertigt von der Stadtgärtnerei der KDK GmbH, steht nun der Rohbau des neuen Kinderhauses und ist der Dachstuhl gesetzt. Die Gebäudestruktur wird nun räumlich wahrnehmbar und der Baufortschritt ist sichtbar zu erkennen. In Zeit von Fragen des Klimawandels ist der Einsatz von erneuerbaren Energien sicherlich eine Selbstverständlichkeit. Daher kommen sechs Erdwärmepumpen zum Einsatz., die für die energetische und wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes des Kinderhauses Wiesa notwendig sind. Die Verwendung von innovativen Energiequellen werden für niedrige Betriebskosten und  nachhaltig für eine bessere Umweltfreundlichkeit sorgen. Ebenfalls ist der Tiefbau zur Verlegung der Medienleitungen für die Erschließung des Gebäudes erfolgt.

 

Mit dem Richtfest ist – nach der Grundsteinlegung – der ersten Meilenstein geschafft. Jetzt stehen noch die Leistungen von Fenstereinbau und die Dacheindeckung bevor, um das Gebäude winterdicht zu machen. Wenn das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, kann mit dem Ausbaugewerken unmittelbar im Januar 2020 beginnen. Es folgen dann die Gewerke Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallationen und die Gewerke, wie Bodenleger, Malerarbeiten und Ausstattung.

 

 

Das Raumkonzept verfolgt insgesamt eine gemeinsame Nutzung von Gemeinschafts- und Mehrzweckräumen sowie eine klare Gliederung der Funktionsräume in primäre und sekundäre Bereiche. Die Innengestaltung soll eine Atmosphäre schaffen, die die Stimulation und Neugier sowie die Sinnes- und Bewegungsentwicklung der Kinder fördert. Mit einer großen Außenspielfläche kann diese Einrichtung später zur Entwicklung von Fähigkeiten zur Naturbeobachtung und zur Entdeckung der Umwelt beitragen. Bezugsfertig soll das Kinderhaus in Wiesa zum Schuleingang im nächste Jahr sein, vorausgesetzt der Wettergott ist Kamenz gewogen.

10.12.2019 - 15.01.2020

06.12.2019: Ziel ist der Erhalt und die Weiterentwicklung des Kamenzer Krankenhausstandortes

Öffentliche Erklärung des Oberbürgermeisters und Kamenzer Stadtrates zum Trägerwechsel des Kamenzer Malteser Krankenhauses St. Johannes

Mit seiner Position will der Stadtrat von Kamenz auf die Bedeutung der Krankenhausversorgung im ländlichen Raum aufmerksam machen.

Das Kamenzer Krankenhaus hat einen guten Ruf

Wir wissen, dass die Ärztinnen und Ärzte, die Krankenschwestern und Pfleger, ja die ganze Belegschaft des Krankenhauses hier in Kamenz ihr Bestes geben. An ihnen kann es nicht liegen, zumal das Malteserkrankenhaus einen guten Ruf hat. Auch deshalb ist der jetzige Träger in der Verantwortung eine schnelle und zukunftsfähige für die Menschen akzeptable Lösung zu finden.

Trägerschaftswechsel verunsichert

Die Nachricht vom Verkauf von 6 der 8 Malteser Krankenhäuser in Deutschland hat auch in der Stadt Kamenz und in der Region zu großer Betroffenheit der Menschen geführt. Verunsichert sind ebenso und im Besonderen die Patienten und die Belegschaft des Malteser Krankenhaus St. Johannes. Fragen nach dem „Wie weiter?“ oder „Werde ich als Patient langfristig vor Ort medizinisch behandelt werden können?“ kommen auf. Was ändert sich nach dem Trägerwechsel? Welche Maßnahmen wird der neue Eigentümer gegebenenfalls durchführen? Bleiben alle Abteilungen erhalten? Oder ist der Verkauf nur ein Zwischenschritt zur Schließung des Krankenhauses? All diese Fragen bewegen uns in diesen Tagen.

Die Menschen im ländlichen Raum haben einen berechtigten Anspruch auf eine gute Krankenhausversorgung

Natürlich ist es auch genauso nicht gut, wenn ein Krankenhaus in einem Ballungsraum verkauft, gar geschlossen wird, doch ist dort die Krankenhausdichte unvergleichbar größer als in ländlichen Gebieten. Ein Krankenhaus in bevölkerungsdichten Arealen ist eines von mehreren, die vorhanden sind. In Kamenz als Mittelzentrum wäre im Bedarfsfall dieser Kernpunkt medizinischer Versorgung ersatzlos nicht mehr vorhanden, was gravierendere Folgen hätte.

Es geht um eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung der ländlichen Bevölkerung. Auch auf diesem Gebiet darf sich die Schere zwischen urbanen Ballungsgebieten und ländlichem Umland nicht weiter öffnen. Beim Anspruch geht es aber nicht nur um die Bereitstellung eines angemessenen medizinischen Angebots, sondern auch um die kurze und schnelle Erreichbarkeit für Patienten und die betroffenen Familien. Alle wissen, dass im ländlichen Raum ÖPNV-Angebote wie S-Bahn oder Straßenbahn keine Lösungen für die Bürger sind. Deshalb sind die Akteure – der Freistaat und die Landkreise Bautzen und Görlitz – aufgerufen, alles zu tun, damit das Kamenzer Krankenhaus an seinem jetzigen Standort erhalten bleibt.

Neben dem Träger sind besonders der Freistaat und der Bund gefordert, für eine angemessene Zukunftsperspektive für Krankenhäuser im ländlichen Raum, für eine medizinische Versorgung und die Erreichbarkeit von Hilfeangeboten die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Die Vertreter der Stadt Kamenz werden alles Notwendige dafür tun, damit eine familien- und kinderfreundliche Infrastruktur vorgehalten wird, so dass Kamenz z.B. auch dadurch für medizinisch hochqualifiziertes  Personal attraktiv ist.

Es bedarf einer Überprüfung der Krankenhausfinanzierung beim Bund und Land

Es steht in der Verantwortung des Freistaates und des Bundes, Voraussetzungen zu schaffen, dass der ländliche Raum nicht zum Ort medizinischer Unterversorgung wird. Der Blick geht also auch nach Berlin. Hier ist die Bundespolitik gefordert, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Krankenhäuser in die Lage versetzen, ihrem medizinischen Versorgungsauftrag nachkommen zu können. Dazu gehört eine entsprechende medizintechnische Ausrüstung, aber besonders auch gut ausgebildete Mitarbeiter mit einer der Aufgabe angemessenen Entlohnung. Vielleicht muss auch das Fallpauschalensystem zur Finanzierung von Krankenhausleistung modifiziert bzw. dahingehend präzisiert werden, dass es die unterschiedlichen Bedingungen von ländlichen Gebieten und Ballungszentren weitaus stärker berücksichtigt.

Ziel ist der Erhalt und die Entwicklung des Kamenzer Krankenhausstandortes

Die Aufgabe, eine angemessene medizinische Versorgung durch Krankenhäuser sicherzustellen, ist nur als eine gemeinsame auf vielen Ebenen mit mehreren Akteuren zu begreifen. Diese müssen ihrer Verantwortung nachkommen, damit in ländlich geprägten Gegenden eine ausreichende medizinische Grundversorgung in Form von ambulant-stationären Strukturen für die Patienten in der Region um Kamenz langfristig sichergestellt wird. Wir sehen das Krankenhaus St. Johannes in Kamenz als einen wichtigen Angelpunkt der medizinischen und Notfallversorgung der Stadt sowie des Umlandes und dies gerade mit seinem jetzigen Leistungsspektrum, welches in diesem Umfang zu erhalten und auszubauen ist. Der Kamenzer Stadtrat wird sich mit all seiner Kraft dafür einsetzen, dass dies auch in Zukunft so ist.

 

Stadtrat der Stadt Kamenz

Roland Dantz - Oberbürgermeister

Fraktionsgemeinschaft „CDU – FDP“

Fraktion „Wählervereinigung Kamenz und Ortsteile“

AfD-Fraktion

Fraktion „Die Linke“

Fraktion „Stadt - Land - Frau“

Jörg Stern - Einzelmandatsträger von „Bündnis 90/Die Grünen“

06.12.2019-20.12.2019

02.12.2019: Parkplatz an der Königsbrücker Straße in Kamenz aufgewertet

Schon seit Ende letzter Woche kann der Parkplatz an der Königsbrücker Straße wieder genutzt werden. Um die touristische Attraktivität des Hausberges von Kamenz, dem Hutberg, weiter zu erhöhen, erfolgt die Umsetzung der Planung, den vorhandenen Parkplatz stadtauswärts linksseitig der Königsbrücker Straße auszubauen und für eine touristische Nutzung aufzuwerten. Ziel war es auch, eine angemessene  Befestigung der Parkfläche herbeizuführen und die Parksituation zu ordnen.

 

Insgesamt wurden 58 PKW-Stellplätze eingerichtet und die öffentliche Beleuchtung neuerrichtet. Durch die ewag kamenz kommen noch eine Ladestation für zwei E-Cars und eine Ladestation für E-Bikes hinzu. Darüber hinaus werden Ersatzpflanzungen u.a. mit 47 Bäumen (Stieleiche, Winterlinde, Bergahorn, Kastanie, Kirsche) vorgenommen, die – je nach Wetterlage – noch im IV. Quartal erfolgen. Geplant wurde das Vorhaben durch die pdw. Architekten Ingenieure GmbH und das Ingenieurbüro Steike. Der Bau selbst erfolgte durch einheimische Firmen – STRABAG AG, Gruppe Bautzen und die H&S Elektrotechnik GmbH.

Für dieses Bauvorhaben wurden Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW-Infra touristische Förderung) in Anspruch genommen. Diese Steuermittel werden auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Deutschen Bundestages beschlossenen Haushaltes.

Die Gesamtkosten dieses städtischen Vorhabens betrugen ca. 385.000 EUR, wobei ca. 270.900 EUR (75% der förderfähigen Kosten) an Fördermitteln in dieses Projekt einfließen.

Mit diesem Parkplatz finden die Besucher der Hutbergs eine angemessene und – im Vergleich zum vorhergehenden Zustand – sichere Parkmöglichkeit. Auch Konzertbesucher werden sich freuen so einen schönen Parkplatz vorzufinden.

Wir danken allen beteiligten Planern, Firmen und Fördermittelgebern!

02.12.2019-16.12.2019

02.12.2019: Neujahrsempfang der Stadt Kamenz im Jahr 2020 Auszeichnung ehrenamtlich Tätiger

 

In Anknüpfung an die vergangenen Jahre findet auch im Jahr 2020 der Neujahrsempfang der Stadt Kamenz statt. Vorgesehen ist dafür Freitag, der 31. Januar 2020.

 

Es ist eine schöne Tradition, die seit Jahren in Kamenz gepflegt wird, dass alljährlich zum Neujahrsempfang, ehrenamtlich tätige Einwohner für ihren Einsatz sowie Personen, die sich Verdienste um die Stadt Kamenz erworben haben, gewürdigt werden. Aus diesem Grund rufen wir alle Vereine, Verbände, Interessengruppen und Bürger auf, Einwohner von Kamenz, einschließlich der Ortsteile, bzw. andere Personen zu benennen, die durch ihr verdienstvolles oder ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise das Leben in der Stadt bereichern oder anderen Einwohnern in unserer Stadt in den verschiedensten Dingen behilflich waren und sind. Schon seit Jahren erfreut sich diese Form der Ehrung großer Resonanz. Kriterien sind u.a. herausragendes und langjähriges ehrenamtliches Engagement oder auch eine langjährige Mitarbeit im Vorstand eines Vereins.

 

Die Anzahl der Auszuzeichnenden ist auf 20 Personen begrenzt. Wir bitten deshalb um Verständnis, dass wir je Vorschlag nur eine Person auszeichnen können. Bei der Benennung mehrerer Personen werden wir die erstgenannte auf dem jeweiligen Vorschlag auswählen. Für die anderen müsste dann im nächsten Jahr erneut ein entsprechender Vorschlag erfolgen, es sei denn, es gehen weniger als 20 Vorschläge (gleich Personen) ein, so dass Vorschläge mit mehreren Personen einbezogen werden könnten. Die Vorschläge selbst werden in der Reihenfolge des Einganges in der Stadtverwaltung berücksichtigt. Einwohner/Personen, die in den letzten fünf Jahren bereits ausgezeichnet wurden, finden, ähnlich wie in der Vergangenheit gehandhabt, zur Auszeichnung im Jahr 2020 keine Berücksichtigung.

 

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge und Anregungen – bitte immer auch den Vor- und Zunamen und die Anschrift des Vorgeschlagenen angeben – mit einer prägnanten und nachvollziehbaren Begründung bis spätestens zum

 

09. Dezember 2019

 

an die Stadtverwaltung Kamenz, Referent des Oberbürgermeisters, Markt 1, 01917 Kamenz. Rückfragen sind unter den Telefonnummern 03578/379101 und 379102 möglich.

 

Bitte geben Sie in Ihrem Vorschlag auch immer eine Telefonnummer von Ihnen für mögliche Rückfragen an.

 

Thomas Käppler

Referent des Oberbürgermeisters

02.12.2019-10.12.2019

28.11.2019: »Ab in die Mitte! Die City-Offensive-Sachsen« - Kamenz gewinnt zweiten Platz

Das diesjährige Motto lautete »Kreatives Handeln in Erlebnis wandeln«

Am 25. November 2019 fand im Zittauer Rathaus die Auszeichnung der diesjährigen Preisträger des Wettbewerbs »Ab in die Mitte! Die-City-Offensive Sachsen« statt. Sechs Monate hatten die sächsischen Städte und Gemeinden Zeit, ihre Projektideen unter dem Motto »Kreatives Handeln in Erlebnis wandeln« einzureichen. Die Jury wählte aus den 25 eingereichten Projekten die für sie überzeugendsten aus. Für sieben Projekte wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 100.000 Euro vergeben. Darüber hinaus sind weitere sechs Städte mit Sonderpreisen einzelner Sponsoren ausgezeichnet worden.

Schirmherr des diesjährigen Wettbewerbs war das Sächsische Staatsministerium des Innern, welches durch den Amtschef für Kommunales sowie für Bau- und Wohnungswesen, Herrn Rechentin, vertreten war.

Die Stadt Kamenz erreicht mit dem Projekt „Schätze heben – Mitte neu erleben“ den 2. Platz

Die Große Kreisstadt Kamenz wurde für die Einreichung von Anne Hasselbach und Jan Eickhoff in Zusammenarbeit mit dem Metamorphose – Kunst in Kamenz e. V. und der Stadtwerkstatt Kamenz – Bürgerwiese e. V. sowie mit Unterstützung der Stadtverwaltung Kamenz mit dem zweiten Platz prämiert. Der Preis im Wert von 20.000€ wurde für das Projekt „Schätze heben – Mitte neu erleben“ ausgereicht. Dabei handelt es sich um die Revitalisierung der Alten Baderei in der Kamenzer Innenstadt (Pulsnitzer Straße 32/43). In drei Etappen soll das alte Gebäude wieder seinem alten sowie auch neuem Nutzen zugeführt werden. Geplant sind beispielsweise die Nutzung als Location für Kochevents, Übernachtungsmöglichkeiten sowie zum Ausrichten von saisonalen Veranstaltungen im Gartenteil des Grundstücks. Auch das Grundthema des Badens soll wieder aufgegriffen werden und für die Öffentlichkeit als Erholungs- und Entspannungsort dienen. Zur 800jährigen Stadtjubiläum soll die Einweihung des Projektes stattfinden.

(v.l.n.r.) Laudator Toni Kunze (EDEKA Grundstücksgesellschaft Nordbayern- Sachsen-Thüringen), Michael Fischer (michael fischer art u.a. Gestaltung Urkunde), Anne Hasselbach (Städtisches Citymanagement), Katrin Andrews (Dezernentin für Stadtentwicklung und Soziales) und Thomas Rechtin (Amtschef für Kommunales sowie für Bau- und Wohnungswesen).

Wir freuen uns besonders, dass mit diesem Preis ein Stück Kamenzer Geschichte ausgezeichnet als auch unterstützt wird. Die Stadtverwaltung Kamenz steht daher gern Weiterhin als Partner in der Umsetzung des Projektes zur Seite.

Dieses Jahr ging der mit 30.000 Euro dotierte erste Preis an die Große Kreisstadt Riesa (Landkreis Meißen) für das Projekt »Jugendladen Riesa/ Von Jugendlichen – für Jugendliche«. Der Wettbewerbsbeitrag hat Probleme wie rückläufige Einwohnerzahlen, Abwanderung von Jugendlichen und Nachnutzung innerstädtischer Geschäftsräume auf kreative Weise aufgegriffen.

Zweiter Beitrag der Stadt Kamenz wurde mit einer Anerkennung gewürdigt

Die zweite Einreichung aus der Stadt Kamenz stammte aus der Cityinitiative Kamenz e. V. in Zusammenarbeit mit dem Citymanagement und der Stadtverwaltung Kamenz. Der Kamenz-Buggy, welcher als Wiedererkennungsmerkmal für die Kamenzer Händlerschaft dient, war zwar nicht unter den Preisträgern, wurde aber mit einer Anerkennung prämiert und wird weiterhin von den Projektträgern verfolgt werden.

Alle weiteren Preisträger und Informationen zum Wettbewerb finden sich unter https://www.abindiemitte-sachsen.de/.

28.11.2019 - 10.12.2019

26.11.2019: Rückschau auf die Einkaufsnacht am 22.11.2019

 

 

Nachtshopping mit Motorhopping – Kamenz mobil

Wetter, Essen und Kurzweil waren wieder sehr gut

 

Ja, die Vorbereitungen waren aufwendig und kraftzehrend, aber die City-Initiative, das städtische Citymanagement und die Stadtverwaltung haben es wieder gemeinsam mit den vielen Unterstützern, Sponsoren und Akteuren geschafft, eine resonanzstarke Einkaufsnacht mit vielen Höhepunkten vorzubereiten und natürlich auch durchzuführen.

Mobilität, also Veränderung, war das Motto dieses Abends und so präsentierten sich zahlreiche Autohändler der Stadt bis hin zum städtischen Neuankömmling, dem Reisebüro „Unser Roter Bus“. Hinzu kamen raffinierte Lichtinstallationen, die z.B. das Rathaus – im wahrsten Sinne des Wortes – in einem anderen Licht erscheinen ließen.

Es war eigentlich für jeden etwas dabei – ob gute Beratung, Kaufverführungen, kulinarische Versorgung und auch die ein oder andere Art Unterhaltung. Dass diese Mixtur wieder funktionierte, zeigte sich auch darin, dass es zahlreiche Kamenzer sowie Besucher der Stadt aus nah und fern an diesem Abend in die Stadt zog, was die Geschäfte in Kamenz-Nord miteinschließt.

Es war ein schöner, es war ein eindrucksvoller Abend in Kamenz, wie die Auswahl der schon wenigen Schnappschüsse zeigen.

 

Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

 

 

26.11.2019 - 06.12.2019

25.11.2019: Vorstellung eines Buchprojektes am 29.11.2019 (Termin vorüber)
22.11.2019: Kamenzer Würstchen-Bier zum nächsten Würstchenmarkt

Bier und Würstchen - das passt bestens zusammen, dachten sich auch der Kamenzer Bier-Experte Axel Schneider und Tobias Frenzel von der Frenzel-Bräu Braumanufaktur in Bautzen. Gemeinsam mit dem Kamenzer Fleischerverein wurde aus der Idee ein Projekt und bald steht nun auch ein fertiges Produkt für Genießer in den Regalen.

Das edle Gebräu - eine Cuvée versetzt mit den typischen Gewürzen der Kamenzer Würstchen Kümmel, Pfeffer und Majoran - ist vorab natürlich zünftig verkostet und für äußerst lecker befunden worden. Zum 3. Kamenzer Würstchenmarkt – am 29. März 2020 – kommt die limitierte Erstauflage in den Verkauf. Die Wartezeit bis dahin können alle Bierfans mit dem Probieren des umfangreichen Frenzel "Craft Beer" Angebotes (siehe www.frenzel-braeu.de/biere/) überbrücken.

22.11.2019-02.12.2019

22.11.2019: Statement des Kamenzer Oberbürgermeisters

Sündenbock gesucht? Und ist es nicht besser, bei der Wahrheit zu bleiben?

Wir waren überrascht, dass in der Ausgabe der Sächsischen Zeitung vom 14.11.2019 der Vorstand der Genossenschaft, Herr Petasch, erklärte, dass die Genossenschaft „Neue Altstadt Kamenz“ e.G. eine Entscheidung zur Auflösung herbeigeführt hat. Der Versuch, die Stadtverwaltung und den Stadtrat sowie natürlich den Oberbürgermeister für das Scheitern des „Inklusionszentrums Bautzener Straße 13“ verantwortlich zu machen, ist angesichts der wahren Umstände und Abläufe äußerst fragwürdig.

Eine Antwort an die Genossenschaft war immer vorgesehen

Die Behauptung, dass eine Antwort, bezogen auf den Fortgang des „Inklusionszentrums Bautzener Straße 13“ nicht vorgesehen war, ist unzutreffend, ganz im Gegenteil. Bereits in der Beratung des Stadtrates am 28.08.2019 wurden alle Stadträte – Herr Petasch war anwesend – darüber informiert, dass sich der Vorstand der Genossenschaft „Neue Altstadt Kamenz“ e.G. an uns gewandt hat und eine Befassung des Stadtrates vorbereitet wird. Im Protokoll der öffentlichen Sitzung des Stadtrates vom 28.08.2019 steht dazu: „Herr Dantz informiert, dass sich der Vorstand der „Neue Altstadt Kamenz“ e.G. an die Stadt und die Stadträte gewandt hat. In den nächsten Wochen bzw. Monaten wird das Anliegen aufbereitet und dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Da der o.g. Brief den Stadträten nicht zugegangen ist, wird dieser den Stadträten noch nachgereicht.“ Wir haben dann auch im Rahmen der Nachbereitung der Stadtratssitzung den offenen Brief, der vorher vom Vorstand der Presse zugeleitet wurde, allen Stadträten zur Verfügung gestellt. Im Übrigen wurde das Protokoll der Stadtratssitzung vom 28.08.2019, dass zuvor den Stadträten zugegangen war bzw. in das sie elektronisch Einsicht nehmen konnten, in der Stadtratssitzung am 30.10.2019 bestätigt – auch hier war Herr Petasch anwesend.

Der Stadtrat hatte sich mit übergroßer Mehrheit zum Inklusionsprojekt bekannt

Es gab schon immer zu dem hohen Zuschussbedarf von einer halben Million EUR die unterschiedlichsten Meinungen. Einige Bürger haben mir persönlich gesagt, dass, wer bauen will, auch das entsprechende Geld mitbringen muss. Und trotzdem, um es an dieser Stelle noch einmal deutlich zu machen, hat sich der Kamenzer Stadtrat mit mir gemeinsam bereits in der Beratung und Diskussion mit dem Vorstand der Genossenschaft am 12.12.2018 mit deutlicher Mehrheit bei nur einer Ablehnung dafür ausgesprochen, ein Angebot mit Beschluss-Nr. 2453/2018 der Genossenschaft „Neue Altstadt Kamenz“ e.G. zu unterbreiten:

„Beschluss-Nr. 2453/2018

  1. Der Stadtrat beschließt die Durchführung und Förderung des Objektes „Bautzner Straße 13" in Kamenz mit dem Ziel der Unterbringung einer Inklusionsmaßnahme im unmittelbaren Stadtzentrum und beauftragt den Oberbürgermeister, eine Modernisierungs- und Instandsetzungsvereinbarung zur Förderung der Einzelmaßnahme „Bautzner Straße 13" entsprechend der Verwaltungsvorschrift des Freistaates Sachsen vom 20.08.2009 Abschnitt B Nr. 9.3.2.7 mit den Eigentümern abzuschließen. Der Abschluss vorgenannter Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt, dass bis spätestens 28.02.2019 der notarielle Abschluss sowie die Eintragung der dinglichen Sicherung der Nutzungsbedingungen erfolgt ist und zwar im Vorrang vor weiteren Eintragungen im Grundbuch.“

 

Die Stadt war bereit das Vorhaben, im erheblichen Umfang finanziell zu unterstützen

Das Angebot sicherte der Genossenschaft „Neue Altstadt Kamenz“ e.G. einen Zuschuss in Höhe von 551.068,00 EUR zu, dazu kam der Eigenanteil der Stadt Kamenz in Höhe von 183.689,34 EUR sowie die Übernahme der Aufwendungen für die Grundschuldbestellung und Eintragung/Löschung der Grundschuld – eigentlich eine Sache des Eigentümers, also der Genossenschaft, – von ca. 10.000 EUR.

Mit Schreiben vom 19.12.2018 wurde dem Vorstand die Haltung und letztendlich das Angebot des Stadtrates unterbreitet. Bereits am 17.12.2018 – nur wenige Tage nach der Beratung des Kamenzer Stadtrates – hat es der Vorstand der Genossenschaft vorgezogen, in einem offenen Brief über die Sächsische Zeitung sein Unverständnis für die Haltung des Kamenzer Stadtrates zum Ausdruck zu bringen. Der darin geäußerte Vorwurf, die Stadt würde nur finanziell denken, ist angesichts des o.g. Beschlusses und der für das Projekt zugesicherten finanziellen Mittel, mehr als haltlos. Dass der Stadtrat bei diesen gewaltigen materiellen Anstrengungen eine entsprechende rechtliche Absicherung vornimmt, sollte jeder verstehen. Selbst die Genossenschaft schloss ein Scheitern des Projekts nicht völlig aus, wie folgendes Zitat aus dem offenen Brief vom 17.12.2019 verdeutlicht: „im (nichtabzusehenden, aber auch nicht auszuschließenden [Hervorh. d. Verf.]) Fall eines Crashs …“

Als Oberbürgermeister und damit Vertreter der Stadt habe ich mich mit einem Schreiben vom 21.12.2018 an den Vorstand der Genossenschaft gewandt und noch einmal einige Dinge erläutert, auch warum die Stadträte mit dem Beschluss ihrer Gesamtverantwortung für die Stadt nachgekommen sind, ja nachkommen mussten. Das Schreiben ist auf der Website der Stadt Kamenz (hier) einsehbar. Weitere nachfolgende Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und der Genossenschaft, z.B. am 15.01.2019 und letztmalig am 08.05.2019, führten zu keiner Lösung.

Abschließende Position der Genossenschaft ging der Stadtverwaltung nach drei Monaten zu

Bereits in der Beratung am 08.05.2019 teilte uns der Vorstand der Genossenschaft „Neue Altstadt Kamenz“ e.G. mit, dass er das Projekt – wie bisher geplant – nicht umsetzen kann. Uns wurde zugesichert, dass die abschließende Position uns schriftlich in angemessener Zeit zugeht. Erst auf eine entsprechende Nachfrage der Dezernentin für Stadtentwicklung und Bauwesen vom 12.07.2019 hin wurde in Form eines offenen Briefes vom 09.08.2019, der wiederum vorher u.a. der Sächsischen Zeitung mitgeteilt wurden war, drei Monate später geantwortet. Hierbei war es dem Vorstand der Genossenschaft „Neue Altstadt Kamenz“ e.G durchaus wichtig, dass sich jetzt ein neuer Stadtrat konstituiert hatte: „ … wie in unserem letzten Treffen im Büro des Oberbürgermeisters am 08.05.2019 besprochen, möchten wir wie folgt zum Fortgang des Projektes Gemeinbedarfseinrichtung ,Inklusionszentrum Bautzener Straße 13‘ Stellung nehmen und unseren Standpunkt sowie einige Überlegungen nochmals zur Diskussion stellen. Hierbei wurde auch in Betracht gezogen, dass sich zwischenzeitlich ein neuer Stadtrat gebildet hat, der die Angelegenheit durchaus anders bewerten könnte.“ 

Dazu sei angemerkt, dass nach einer Kommunalwahl die entsprechende Gremienbildung stattfinden muss, damit die Arbeitsfähigkeit der Ausschüsse des Stadtrates hergestellt wird, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.  Und die Besetzung der Ausschüsse mit sachkundigen Einwohnern erfolgte in der Beratung am 30.10.2019, womit die Handlungsfähigkeit der Gremien des Stadtrates vollständig erreicht wurde.

Im Lichte dieser Fakten sind die im SZ-Beitrag wiedergegebenen Behauptungen von Herrn Petasch haltlos und vielleicht der Versuch, von den eigenen Schwächen des Vorhabens abzulenken.

Dass sich der Stadtrat bzw. seine Ausschüsse mit der Thematik – so wie in der Stadtratssitzung am 28.08.2019 nachweislich angekündigt – beschäftigen wollten, beweist auch die Aufnahme entsprechender Tagesordnungspunkte in die Sitzungen des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses sowie des Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses im November.

Fazit: Das Scheitern eines Projekts ist immer schmerzlich und bedauerlich, aber man sollte sich bei der nachfolgenden Einschätzung des „Warum“ an die Fakten halten. Andere würden vielleicht neudeutsch sagen, man solle keine Fake-News verbreiten.

 

Roland Datz

Oberbürgermeister

22.11.2019-02.12.2019

19.11.2019: Mobiles Kamenz zur Einkaufsnacht - Licht und Bewegung

Die kommende Kamenzer Einkaufsnacht steht unter dem Motto: „Nachtshopping mit Motorhopping - Mobiles Kamenz".

Neben den Einzelhändlern und Dienstleistern, die am Freitag Abend des 22. November 2019 ab 18 Uhr bis in die späten Abendstunden Ihre Türen öffnen, können Besucher auch viele andere Aktionen erleben. Die Cityinitiative e.V. und das Citymanagement streben dabei einen gesunden Mix aus Einkaufen, Erleben und Genießen an.

(E)-Mobilitätsinitiativen, Autohäusern, Taxiunternehmen, Fahrradgeschäften, Tuningfans, Oldtimerfreunden, kleinen und großen Sternen des Motorsports und privaten Fans wird eine Plattform für ihre Fahrzeuge, Dienstleistungen und Hobbys geboten. Bei nächtlichem Flair stehen Mobilität und Design im Scheinwerferlicht. Der Laufsteg für „Mobiles“ soll zeigen, wie groß die Bandbreite motorisierter Fortbewegungsmittel ist und welche Menschen und Dienstleistungen sich dahinter verbergen. 

Auch die Ponyfarm Schönteichen e.V. reiht sich unter dem Motto „Nur ein PS“ in das Abendprogramm mit ein. Das Spielwarengeschäft Lehmann stellt zwei ferngesteuerte Mini-Racer zum Probieren auf dem Buttermarkt bereit. Die Unser Roter Bus GmbH macht den Bus zum Laufsteg und in der Stadtwerkstatt gibt es ab 20 Uhr Kurzgeschichten für alle, die es sich gemütlich machen wollen.

Das Highlight im wahrsten Sinne des Wortes wird an diesem Abend das Rathaus sein. Illuminator Paolo Magico aus Dresden, ehemaliger Kamenzer, wird an der Gebäudehülle des Rathauses mit einem selbst entwickelten 3-D-Mapping völlig neue Perspektiven eröffnen. Er und sein Kollektiv werden außerdem einige Straßenbereiche der Innenstadt illuminieren. Auch der selbsternannte „Traumzauberbaum“ am Pan B am Saumarkt wird Licht-Zauber entfalten und zum Verweilen einladen. Und wer schon immer mal ein Auto bemalen wollte, wird auf der Zwingertraße ganz auf seine Kosten kommen.

Die Shopping-Meile erstreckt sich vom Markt und den umliegenden Straßen über die Bautzner Straße bis hin zur Nordstraße mit dem Sporthaus Lang sowie dem Möbelzentrum H & H an der Auenstraße. Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Weihnachtszeit lohnt es sich, den Abend und die Angebote der Geschäfte zu nutzen und den lokalen Einzelhandel zu unterstützen.

Auch für eine musikalische Untermalung wird an verschiedenen Punkten gesorgt – so verwöhnen Miss Grandhose am Markt bei „Fuss & Schuh“ die Ohren der Besucher. Newcomer Linda Wippich tritt auf der Bautzner Straße bei „hautnah“ auf und ein Ensemble der Musikschule Kamenz bringt mit „Black Rhythm“ Percussion-Sounds in die Innenstadt. Für die junge Szene ist der T- Partnershop gerüstet mit DJ´s und heißen Sounds von den Plattentellern.

Kulinarisch wird die Nacht zusätzlich neben den örtlichen Gastronomen durch die Grillfabrik von Matthias Thietz, durch den Street-Food-Imbiss von Edeka Peltzer, durch die Fleischerei Kretzschmar und durch Manuel Ternes Grillservice abgesichert.

Flyer Einkaufsnacht

19.11.2019-02.12.2019

18.11.2019: Eröffnung eines Medizinischen Versorgungszentrums am Malteser Krankenhaus St. Johannes

Das Malteser Krankenhaus St. Johannes hat ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) eröffnet. Das neue MVZ besteht aus einer gynäkologischen und ein chirurgischen Praxis. In der gynäkologischen MVZ-Praxis auf der Oststraße 21A versorgen die beiden Fachärztinnen Jana Ritscher und Katrin Wagner ihre Patientinnen sowohl in den Sprechstunden als auch im Krankenhaus. Der chirurgische Bereich des MVZ wird noch in diesem Jahr im Erdgeschoss des Krankenhauses eröffnet.

Sven Heise, Krankenhausleiter Malteser Krankenhaus St. Johannes, übergibt den symbolischen Schlüssel und Blumen im Beisein von Chefarzt Alexander Wagner und OB Roland Dantz an das Praxisteam, v. l. Sven Heise, Jana Ritscher (Praxisleitung), Katrin Wagner, Schwestern, A. Wagner, OB Roland Dantz, Fotos: Stephanie Hänsch.

 „Ich bin froh, dass wir zwei sehr gute Ärztinnen gewinnen konnten, die die ambulante Praxis des Krankenhauses St. Johannes hier in Kamenz betreiben“, sagte Krankenhausleiter Sven Heise bei der Eröffnungsfeier. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Kamenz, Roland Dantz, überbrachte dem Team des MVZ Glückwünsche und sicherte seine Unterstützung zu. Die Eröffnung der Praxis reiht sich ein in die Strategie des Krankenhauses, auch im ambulanten Bereich Fuß zu fassen und die Disziplinen, die im Krankenhaus angeboten werden, möglichst auch im ambulanten Bereich anbieten zu können. Eine Konkurrenz zu den niedergelassenen Ärzten sieht Sven Heise nicht. „Es ist ja bekannt, dass es schwierig ist, überhaupt eine Ärztliche Nachfolge zu organisieren. Wir denken, dass wir im Verbund mit den Angeboten im Krankenhaus ein Anker der Versorgung auch für den ländlichen Raum sein können“, erklärt Sven Heise. Bisher hatte die Gynäkologin Dr. Petra Theissig ihre Niederlassung in den Räumlichkeiten. Zwei Krankenschwestern aus dem früheren Praxisteam in der Kamenzer Oststraße sind auch weiterhin für die Patientinnen da.

Praxisleiterin Jana Ritscher hatte seit 2011 bereits ihre fünfjährige Assistenzarztausbildung am Kamenzer Krankenhaus absolviert, von 2016 bis Anfang 2019 war sie in der Gynäkologischen Tagesklinik Hoyerswerda tätig. Ergänzend zu ihrer Qualifikation für minimal-invasive Eingriffe und Ultraschall der Brust bildet sie sich zur Zeit in der Kinder- und Jugendgynäkologie weiter und verfügt über eine Basisausbildung in der Sexualmedizin. Katrin Wagner hat bereits bis 2019 Patienten in der gynäkologischen Praxis im MVZ des Kreiskrankenhauses Weißwasser betreut.

Die gynäkologische Praxis des neuen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) des Malteser Krankenhauses St. Johannes wird perspektivisch mit barrierefreiem Zugang ins Krankenhaus St. Johannes auf der Nebelschützer Straße in Kamenz umziehen. Dafür bedarf es noch einiger Umbauarbeiten, die bereits in Planung sind. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Patientinnen des neuen Medizinischen Versorgungszentrums ambulante und stationäre Leistungen aus einer Hand anbieten können, in Kürze auch an ein und demselben Ort.“, erläutert der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Johannes, Alexander Wagner.

 

Sprechzeiten des MVZ am Malteser Krankenhaus St. Johannes

Montag           07:30 – 11:30   und     12:00 – 14:00            K. Wagner

Dienstag         10:30 – 13:00   und     14:00 – 18:30            K. Wagner

Mittwoch         07:30 – 12:00                                                J. Ritscher

Donnerstag     07:30 – 12:00   und     13:30 – 18:00           J. Ritscher

Freitag            07:30 – 10:30                                                K. Wagner     

18.11.2019-26.11.2019

 

14.11.2019: KKC setzte die Segel für die 33. Karnevalssaison

Der 11.11.2019 in Kamenz

Es ist schon auch etwas vertrackt, wenn sich die Rathausstürmenden und die Rathauserstürmten gut bis sehr gut kennen. Da bleibt von großem Kampfesmut und -willen, aber auch energischer Verteidigung nicht viel übrig. Eher hat man das Gefühl, dass der KKC die Verhältnisse, so wie sie sind, belassen möchte und die Rathausspitze in Person des Oberbürgermeisters die Macht nicht aus den Händen gibt. Insofern treffen sich hier die Interessen beider Gruppen. Und so waren denn auch wenig bzw. keine Enterhaken, Messer oder gar Pistolen zu entdecken. Auch ein Jack Sparrow war weit und breit nicht in Sicht. Natürlich wurde der KKC, wie jedes Jahr bestochen, doch der Reihe nach.

Zunächst fuhren – ganz dem maritimen Motto des KKC entsprechend – das Prinzenpaar, ihre Lieblichkeit Anja, die III. (Anja Schweda), und seine Durchlaucht, Prinz Andreas, der II. (Andreas Schwede), sowie das Kinderprinzenpaar Jillian, die I. (Jillian Göbel), und Robin, der I. (Robin Höntsch), in einem – sagen wir mal – Boot – vor. Und da Kamenz von nur wenig Kanälen durchzogen ist, wurde es dank motorisierter Kraft auf den Markt geschleppt.

Hier angekommen, ging es doch recht schnell ins Dienstzimmer des Oberbürgermeisters, wo unter gegenseitigen Begeisterungsbekundungen und kleinen Frotzeleien, der Rathausschlüssel und die Stadtkasse übergeben wurde. So meinte der Oberbürgermeister, dass man für den KKC-Umzug bzw. für den 11.11. die Pulsnitzer Straße gesperrt habe. Und auf die Frage, wie lange die Pulsnitzer Straße noch gesperrt sei, antwortete er, dass man sich dies bis zum Aschermittwoch vorstellen könnte. Für den KKC war dies Anlass zu überlegen, ob man nicht nach jeder feuchtfröhlichen Feier selbst auf die Pulsnitzer Straße ziehen sollte, um den Abriss voranzutreiben. Wie werden ja sehen, was von diesen vollmundigen Versprechungen bzw. Überlegungen zu halten ist.

Außerdem zeigte sich an diesem Tag, was eine exakt und routiniert arbeitende Verwaltung ist. Denn als die KKC-Leute am 4. März dieses Jahres ja etwas kleinlaut den Rathausschlüssel und die Stadtkasse zurückbrachten und übergaben sie bei dieser Gelegenheit auch „Kohle“, zum einen im wortwörtlichen Sinne und zum anderen in Form von 100,00 EUR (für die Sanierung des Rathausturmes – womit natürlich der sofort der übergroße Anteil der Kosten gedeckt war). Bei der Einzahlung des Betrages in die Stadtkasse der Stadtverwaltung wurde bemerkt, dass der Betrag eigentlich 100,39 EUR betrug. Wollte der KKC die Ehrlichkeit der Stadtverwaltung testen? Wer nun denkt, die Stadtverwaltung hat sich die 0,39 EUR klammheimlich eingesteckt, der irrte gewaltig, denn diese wurden am heutigen Tag in einem diskreten Briefumschlag zurückgegeben. Die Freude über diese immense Zuwendung war dem KKC deutlich anzusehen.

Aber die übergebene Stadtkasse enthielt nicht nur viel Sand, sondern auch eine Flasche Sambalita, „frische Meeresfrüchte“ (Marchmellows), Sandspielzeug, eine Meerjungfrau sowie einen Fisch in political corness-Form. Also ein Rundum-sorglos-Paket für die ganze KKC-Familie!

Und zum Abschluss, ehe sich der KKC – schon etwas schwankend – auf Feierkurs begab, stellte man sich noch einmal auf für ein Gruppenfoto auf und sang gemeinsam das Kamenzer Karnevalslied:

Die Macht gehört nun dem Volke – nein, nur dem KKC!

14.11.2019-26.11.2019

Ausblick auf weitere Veranstaltungen des KKC:

01.02.2020 - 19:11 Uhr

KARNEVAL ON TOUR

Veranstaltungsort: Landgasthof Deutschbaselitz, Piskowitzer Straße 2; 01917 Kamenz

Tickets verfügbar seit dem 01.11.2019

 

09.02.2020 - 10:30 Uhr

Karnevalistisch Politischer Frühschoppen

Veranstaltungsort: Saal Hotel Stadt Dresden, Weststraße 10-12; 01917 Kamenz

Der Vorverkauf für den karnevalistisch politischen Frühschoppen beginnt am 01.01.2020!

Achtung! Bestellungen werden ausschließlich unter folgender Telefonnummer angenommen: 

0172 / 52 100 63

 

16.02.2020 - 14:30 Uhr

Kinderfasching ... für alle Kleinen und Großen Narren!

Veranstaltungsort: Saal Stadttheater Kamenz, Pulsnitzer Straße 11; 01917 Kamenz

Traditionell haben unsere kleinen Gäste beim Kinderfasching freien Eintritt!

Achtung! Tickets nur am Veranstaltungstag an der Tageskasse im Stadttheater erhältlich!

 

20.02.2020 - 19:11 Uhr

WeiberFasching - Abendschoppen in der Weiberwirtschaft!

Veranstaltungsort: Saal Stadttheater Kamenz, Pulsnitzer Straße 11; 01917 Kamenz

Vorverkauf in der Kamenz-Information

 

22.02.2020 - 20:11 Uhr

Maritimer Varieté-Karneval – Karnevalistisches Varieté-Programm de Luxe

Veranstaltungsort: Saal Stadttheater Kamenz, Pulsnitzer Straße 11; 01917 Kamenz

Vorverkauf in der Kamenz-Information

14.11.2019: 9. November 2019 - 30 Jahre Grenzöffnung

Kamenz gedenkt dieses historischen Datums

Die Klosterkirche St. Annen und der Ratssaal waren am letzten Sonnabend die Orte, in denen das bedeutsame Datum des 9. Novembers 1989 begangen wurde. Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Kamenz hatte – in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung – zwei Veranstaltungen für diesen Tag vorbereitet: Zum einen eine ökumenische Andacht in der Klosterkirche St. Annen, wo vor 30 Jahren auch in Kamenz sichtbar wurde, dass die Verhältnisse in der DDR so nicht mehr fortbestehen konnten, zum anderen war der Ratssaal als Ort eines Gesprächs mit Zeitzeugen ausgewählt worden, in dem 1990 die Zusammensetzung der neue Stadtverordnetenversammlung veränderte politische Verhältnisse anzeigte.

In der Klosterkirche ordnete Pfarrer Michael Gärtner, den 9. November 1989 in andere wichtige Daten deutscher Geschichte ein. So benannte er den 9. November 1918 , dem Tag der Ausrufung der Republik, den 9. November 1923, an dem der sogenannte Hitler-Ludendorff-Putsch in München stattfand und der aufkommende Nationalsozialismus erstmals auch international wahrgenommen wurde und schließlich den 9. November 1938 als einen ersten Höhepunkt der Verfolgung und Zerstörung der Lebensgrundlagen der jüdisch-deutschen Bevölkerung. Nach dieser historischen Einordnung kam zunächst einer der damalige Hauptprotagonisten, Michael Nicolaus, zu Wort, der seine Erinnerungen mit dem Lied „Wie ein Fest nach langer Trauer“ einleitete und eindrucksvoll aus seiner Rede vom 23. Oktober 1989 vorlas, die die Stimmungen und Gedanken, die ihn und andere Kamenzer 1989 bewegten, deutlich werden ließ. Die Andacht endete mit einer ökumenischen Fürbitte der in Kamenz vertretenen Kirchen, neben der Ev.-Luth. Kirchgemeinde die katholische und die Adventgemeinde. Die Worte von Pfarrer Gärtner auf dem „Weg des Friedens, der Gerechtigkeit und der Versöhnung“ – damals wie heute – zu bleiben, hallten dann nach als sich die zahlreichen Teilnehmer der Andacht, z.T. mitbrennenden Kerzen, auf den Weg ins Rathaus machten.

Hier erwartete sie eine Gesprächsrunde, die mit sehr unterschiedlichen Zeitzeugen besetzt war. Eingeleitet durch Elfie Jatzke, die in diesem Zusammenhang sich noch einmal beim Oberbürgermeister und seiner Verwaltung sowie bei Frank Oehl von der Sächsischen Zeitung für die Unterstützung bedankte, begann die mit Spannung erwartete Gesprächsrunde, zu der wegen des großen Publikumsandranges noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten.

So berichteten – jeweils aus ihrer Sicht – Martin Kühne, Wolfgang Rank, Michael Nicolaus, Lothar Kunze, Marion Junge und Günter Boßmann, wie sie den 9. November 1989 erlebten und welche Gedanken sowie Gefühle für sie damals und heute mit diesem Ereignis verbunden waren und sind.

Teilnehmer der Gesprächsrunde (v.l.n.r.): Martin Kühne, Wolfgang Rank, Michael Nicolaus, Lothar Kunze, Pfarrer Michael Gärtner, Elfie Jatzke, Marion Junge und Günter Boßmann.

Schnell wurde deutlich, dass die geplanten 1 ½ Stunden nicht ausreichend sein würden, um dem damaligen Geschehen in der Rückschau einigermaßen gerecht zu werden. Auch kam es – aus Zeitgründen – nicht zu dem erhofften Gespräch zwischen den Podiumsteilnehmern sowie den Besuchern der Veranstaltung, da die Sichten und Statements der Zeitzeugen im Mittelpunkt standen. Unverkennbar war, dass das eigentliche Geschehen am 9. November 1989 alle überrascht hat und sie eigentlich danach zunächst ihren normalen Tagesabläufen nachgingen. Erst im Nachgang wurde den meisten von ihnen die Bedeutung der Grenzöffnung bewusst. Bis dahin hatte man sich unterschiedlich in die Geschehnisse des Wandels in Kamenz eingebracht.

 

Michael Nicolaus berichtete, wie er „unter dem Mantel der Kirche“ – und nicht alle Kirchenmitglieder hießen sein Tun gut – Friedensandachten organisierte. Eine erste fand am 7. Oktober 1989 – dem damaligen 40. Jahrestag der Republik – in der Klosterkirche St. Annen statt. Aus einer weiteren Friedensandacht Ende Oktober geht die erste Demonstration mit Kerzen, die zur SED-Kreisleitung führte, hervor. Dem folgen dann mehrere Bürgerforen im Oktober und November. Deutlich wurde, dass auch Kamenz, zwar im Vergleich zu anderen Städten mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung, von den gesellschaftlichen Veränderungen erfasst wurde, wobei es zunächst eher um die Veränderungen der DDR oder in der DDR ging und erst später der Ruf nach der Einheit aufkam.

 

Martin Kühne, damals noch Schüler, verwies dann auf die ideologische Entspannung im Schulbereich, die er selbst mitgestalteten konnte. Wolfgang Rank machte deutlich, dass für seinen Reparaturbetrieb die spätere Marktwirtschaft zwar ein schwerer, aber sich letztendlich lohnender Neuanfang war. Sowohl Lothar Kunze, der später Bürgermeister der Stadt Kamenz wurde, als auch Günter Boßmann zeigten an Beispielen noch einmal auf, mit welcher Willkür mitunter in der DDR über Reisen aus familiären Gründen entschieden wurde und dass die Reisefreiheit eine nicht unwesentliche Errungenschaft und Folge der Grenzöffnung am 9. November war. Ihren Werdegang reflektierend, meinte Marion Junge, dass sie der Herbst 1989 politisiert habe. Sie sei aber nicht, wie viele anderen, aus der SED ausgetreten. Die Maueröffnung sah sie eher zwiespältig und habe sich damals die Frage gestellt, wie es danach weitergehen wird. Heute weiß sie auch, dass sie in der DDR hätte kritischer sein müssen.

Der ehemalioge SZ-Mitarbeiter und Fotograf Reinhard Kärbsch zeigt den Podiumsmitgliedern Fotos aus den Jahre 1989/1990.

Der Abend war geprägt vom Kennenlernen der Erinnerung anderer und zugleich dem Anstoß, selbst darüber nachzudenken, wie man den 9. November erlebte, was er später für einen selbst für Folgen nach sich gezogen hat. Die Veranstalter waren sich einig, dass solch eine oder ähnliche Veranstaltung noch einmal stattfinden könnte. Dann sollte auch mehr das Gespräch untereinander im Mittelpunkt stehen, was – dieses Mal zeitbedingt – bei dieser trotzdem sehr interessanten Gedenkveranstaltung, zu kurz gekommen ist. Trotzdem war es eine angemessene und wichtige Veranstaltung zum 30. Jahrestag der Maueröffnung.

14.11.2019 - 25.11.2019

11.11.2019: Gespräch zu Malteser-Krankenhausstandorten in Kamenz und Görlitz

vom 07.11.2019

 

Am Mittwochabend hat in Kamenz ein Gespräch zu den Verkaufsplänen der Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH für verschiedene Krankenhäuser, darunter St. Johannes in Kamenz und St. Carolus in Görlitz, stattgefunden.

Gesprächsteilnehmer waren Karl Prinz zu Löwenstein, Generalbevollmächtigter der Malteser, Michael Harig, Landrat des Landkreises Bautzen und Aufsichtsratsvorsitzender der Oberlausitz-Kliniken gGmbH, und die Oberbürgermeister von Kamenz und Görlitz, Roland Dantz und Octavian Ursu.

In dem zweistündigen Gespräch standen die Information über die aktuelle Situation der Krankenhäuser St. Johannes in Kamenz und St. Carolus in Görlitz sowie ein konstruktiver Meinungsaustausch im Mittelpunkt. Gemeinsame Absicht aller Beteiligten, die auch weiterhin miteinander im Gespräch bleiben wollen, ist es, eine gute Lösung für beide Standorte und den Erhalt der Arbeitsplätze zu finden.

 

Karl Prinz zu Löwenstein                                                            Michael Harig                 

Generalbevollmächtigter der Malteser                                        Landrat des Landkreises Bautzen                           

 

Roland Dantz                                                                               Octavian Ursu

Oberbürgermeister der Stadt Kamenz                                         Oberbürgermeister der Stadt Görlitz

11.11.2019 - 18.11.2019

05.11.2019: Infos zum Verkauf des Krankenhauses St. Johannes

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Bekanntmachung des geplanten Verkaufs unseres Krankenhauses St. Johannes hat große Verunsicherung ausgelöst.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle als Belegschaft dieses Hauses mitteilen, dass wir auch weiterhin für Sie als medizinischer Ansprechpartner in Kamenz zur Verfügung stehen. Wir bekennen uns zu unserem Krankenhaus und werden hier auch in Zukunft unseren Versorgungsauftrag wahrnehmen, wenn auch unter dem Namen eines anderen Trägers.

Unsere Türen stehen Ihnen wie gewohnt offen, sowohl bei Notfällen als auch für die geplante stationäre Behandlung.

Wir bleiben für Sie da! Die Mitarbeiter des Krankenhaus St. Johannes

(Text: MA St. Johannes Krankenhaus Kamenz, Foto: Mathias Baumann)

05.11.2019 - 11.11.2019

25.10.2019: Informationen zur Straßensperrung im Bereich der Pulsnitzer Straße in Kamenz

An den erforderlichen Folgemaßnahmen zum Brandereignis am 03.10.2019 im Bereich der Engstelle der Pulsnitzer Straße wird weiterhin intensiv gearbeitet. Eine Unterbrechung der Bauarbeiten war erforderlich, um die Beschaffenheit des Abbruchmaterials zu beurteilen und konstruktive Lösungen für die Standsicherheit des verbleibenden Mauerwerks zu erarbeiten. Besonders die Untersuchung des Abbruchmaterials nahm viel Zeit in Anspruch, doch mit dem Ergebnis, dass nun keine von einem Umweltfachplaner zu erarbeitende Entsorgungskonzeption erstellt werden musste. Seit Freitag, dem 08.11.2019 ist das Abbruchunternehmen wieder vor Ort und transportiert die Abruchmassen ab.

Die Pulsnitzer Straße ist - wie bekannt - derzeit gesperrt und erst nach Abschluss der vorher genannten Maßnahmen wird die Straßendecke durch die KDK geschlossen.

Die Bauarbeiten im Bereich der Pulsnitzer Straße 80-82 (Engstelle) werden voraussichtlich bis zum 22.11.2019 endgültig abgeschlossen. Die Pulsnitzer Straße bleibt zunächst aber weiterhin geschlossen, da der schon begonnene Abriss des Gebäudes Pulsnitzer Str. 35, der durch das LRA Bautzen in Auftrag gegeben wurde, fortgeführt wird. Falls hier aber eine entsprechende technologische Lösung für die Abriss- und Sicherungsarbeiten gefunden wird, kann es eventuell auch über andere verkehrstechnische Varianten nachgedacht werden.

Alle Beteiligten bemühen sich die Einschränkungen in Grenzen zu halten. Dafür braucht es wie bisher ein gemeinsames Verständnis.

25.10.2019/aktualisisert am 12./13.11.2019 - 26.11.2019

Hinweis zur Erreichbarkeit der Straße "Langes Gässchen" und "Am Damm"

Die Vollsperrung der Pulsnitzer Straße befindet sich zurzeit zwischen dem Stiftgäßchen (Nähe Roter Turm) und der - von Pulsnitz aus kommend - auf der rechten Seite abzweigenden Fabrikstraße in Höhe der Pulsnitzer Straße 80/82 (Brandhäuser). Ausgehend von dieser Situation können die Straßen "Langes Gässchen" und "Am Damm" im Rahmen der derzeit geltenden verkehrsrechtlichen Beschilderung erreicht werden.

17.10.2019: Oberbürgermeister begrüßt neue Erdenbürger

Nach dem Fototermin im Trausaal des Rathauses füllte sich der Ratssaal rasch mit Eltern, Großeltern, Geschwistern und natürlich den Hauptpersonen – die neuen Erdenbürger, die wie immer auf ihre ganz eigene Art die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen vermochten.

Oberbürgermeister Roland Dantz konnte dieses Mal 34 Kinder (19 Mädchen und 15 Jungen) begrüßen. Neben den Begrüßungsworten erhielten die „Neuankömmlinge“ bzw. deren Eltern als Begrüßungsgeschenk ein Fotoalbum für die künftigen Fotos ihrer Kinder, die begehrten selbstgestrickten Babyschuhe, die dankenswerterweise seit geraumer Zeit von einem handarbeitsbegabten Zirkel Kamenzer Frauen aus Wiesa gestiftet werden, sowie einen Gutschein zur kostenlosen Nutzung der Stadtbibliothek für ein Jahr.

Das Gruppenfoto, welches während des „Fotoshootings“ zu Beginn der Veranstaltung entstand, wird allen Beteiligten in den nächsten Tagen zugesandt.

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von Familie Angermann (v.l.n.r: Maria, Hanna und Marc). Maria und Hanna sind Schülerinnen der Regionalstelle Kamenz der Kreismusikschule Bautzen. Die Stücke, die die Aufmerksamkeit des Publikums fanden, waren „Tango“ und Rainbow von Daniel Hellbach.

Mit Hilfe von Mitarbeitern der KDK GmbH erfolgte auch dieses Mal die Pflanzung des Neugeborenenbaumes im Herrental. Mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern wurde eine Vogelkirsche gepflanzt. Der Baum soll symbolisch das Leben und die Entwicklung der Kinder begleiten.

17.10.2019 - 30.10.2019

10.10.2019: Brandereignis in der Pulsnitzer Straße - Sperrung

Brandereignis in der Pulsnitzer Straße mit Folgen

Verkehrseinschränkungen beachten und Auftrag zum Abbruch ausgelöst

Am 3. Oktober 2019 brannte es frühmorgens in der Pulsnitzer Straße, in etwa Höhe des Abzweiges Fabrikstraße. Es war kein einfacher Einsatz, brannten doch zwei leerstehende Gebäude, die u.a. an ein bewohntes Haus grenzten. Hinzukamen beengte Einsatzverhältnisse auf der Pulsnitzer Straße, die an dieser Stelle eine extreme Engführung aufweist. Ca. 120 Kameraden der FFw Kamenz-Stadt sowie der FFw Wiesa, Lückersdorf, Gelenau, Bernbruch und Pulsnitz waren mit umfangreicher Technik im Einsatz. Letztendlich konnte verhindert werden, dass die Flammen auf das bewohnte Gebäude und auf andere in der Nähe befindlichen Häuser übergriffen.

Durch die Einbeziehung des THW konnte sichergestellt werden, dass die Giebelwand des bewohnten Hauses nicht einstürzte. Außerdem waren bei der Brandbekämpfung Einsatzkräfte der Polizei und des Rettungsdienstes sowie Mitarbeiter von Versorgern und der Stadtverwaltung Kamenz dabei. Dank der benachbarten Altertumsschänke war die umfassende Verpflegung während des Einsatzes gewährleistet. Des Weiteren stellte der Unternehmer Bernd Lichthorn unkompliziert die erforderlichen Bagger bereit, die dann von Robert Bresan vor Ort geführt wurden. Ihnen allen sei für den engagierten Einsatz, zumal an einem Feiertag, ausdrücklich gedankt.

Erste Maßnahmen nach dem Brand und Dauer der Sperrung

Nach der Brandbekämpfung und den ersten Sicherungsarbeiten am Donnerstag fanden bereits einen Tag später erste Beratungen und Vor-Ort-Besichtigungen seitens der Stadtverwaltung sowie mit der Bauaufsicht vom Landratsamt Bautzen statt. Hier wurden Maßnahmen festgelegt; so wurde z.B. die Baufirma A. Anders mit den Abrissarbeiten beauftragt, die dankenswerterweise auch sofort bereit und dazu in der Lage war. Die Arbeiten begannen bereits am Montag dieser Woche  War man zunächst davon ausgegangen, dass die Abbruch- und Sicherungsarbeiten nach der derzeitigen Lage bis voraussichtlich Ende der 43. Kalenderwoche andauern würden, muss jetzt konstatiert werden, dass diese voraussichtlich bis zum Ende der 44. KW andauern werden. Begründet ist dies in den einzuhaltenden technologischen Abläufen. Auch hat die Bauaufsichtsbehörde des Landratsamtes vor, dass im Zuge der notwendigen Abrissarbeiten im unteren Bereich der Pulsnitzer Straße auch die marode Substanz an der Pulsnitzer Straße 35 abgerissen wird. Diese Arbeiten beginnen voraussichtlich am 18.10.2019. Mit dem zeitlichen Zusammenziehen der Abrissarbeiten ist der Vorteil verbunden, dass die Pulsnitzer Straße nach einer Öffnung nicht wieder erneut gesperrt werden muss. Außerdem kann die sehr umfangreiche Verkehrsbeschilderung stehen bleiben und muss nicht noch einmal zusätzlich auf- und abgebaut werden.

Verkehrsführung in der Innenstadt

Flankiert werden diese Abbruch- und Sicherungsmaßnahmen, die letztendlich auch Arbeiten an der Straßenpflasterung miteinschließen, von einer entsprechenden Verkehrsbeschilderung, deren Ziel die geregelte Zufahrt in die Innenstadt ist. Dabei ist die Einfahrt von Fahrzeugen von über 12 Tonnen Gewicht untersagt, um zu verhindern, dass große LKWs nicht in die Pulsnitzer Straße einfahren. Insgesamt gibt es eine großräumige Umleitung über die S 105 (Bischheim), S 104 (Reichenbach, Reichenau) bis zum Abzweig Königsbrücker Straße (S 100).

Veränderte Linienführung und Haltestellenverlegung beim ÖPNV

Mit der derzeitigen Sperrung treten auch Behinderungen für den ÖPNV auf. Die Linien 170 und 316 stadtauswärts fahren vom Bahnhof Kamenz im Kreisverkehr in Richtung Königsbrück und biegen dann links in Richtung Lückersdorf ab. In Lückersdorf – nach der Haltestelle Niederdorf – wird links über die Kamenzer Straße/Lückersdorfer Weg gefahren, um dann rechts auf die Pulsnitzer Straße abzubiegen. Das Gleiche gilt für die Gegenrichtung in analoger Weise!

Die Linie 23 stadtauswärts fährt nach der Haltestelle Polizeirevier im Kreisverkehr Richtung Königsbrück und biegt dann links in Richtung Lückersdorf ab. In Lückersdorf nach der Haltestelle Niederdorf fährt der Bus links über die Kamenzer Straße/Lückersdorfer Weg, um dann ebenfalls rechts auf die Pulsnitzer Straße abzubiegen.

Die Linie 23 stadteinwärts fährt nach der Haltestelle Lückersdorf, Abzweig Gelenau in Richtung Kamenz. Beim Abzweig Lückersdorfer Weg biegt sie links ab und fährt über Lückersdorf zur Königsbrücker Straße.

Die Haltestellen "Pulsnitzer Straße" und "Fabrikstraße" können leider nicht bedient werden. Die Haltestellen an der Fabrikstraße werden zum Abzweig Lückersdorfer Weg verlegt.

Es wird um Verständnis für die mit der notwendigen Vollsperrung verbundenen Verkehrsbeeinträchtigungen gebeten. Die Verkehrsteilnehmer sollten während Vollsperrung auf die veränderte Verkehrsbeschilderung und -führung achten und besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme walten lassen. Sobald es Veränderungen hinsichtlich der jetzigen Situation gibt, wird die Öffentlichkeit unverzüglich informiert.

10.10.2019 - 25.10.2019

10.10.2019: Kamenz – Kolin: Gelebte Städtepartnerschaft

Erneuter Schwimmwettkampf in Kamenz

Es war wieder einmal soweit: Kinder und Jugendliche aus Kolin weilten in der Lessingstadt und maßen ihre Kräfte auch mit Schwimmerinnen und Schwimmern der Kinder- und Jugendmannschaft des OSSV beim 9. Sprintmeeting in der Kamenzer Schwimmhalle. Dass diese sportlichen Begegnungen seit geraumer Zeit stattfinden, verdanken wir dem Enthusiasmus des OSSV – und hier besonders Theo Schnappauf. Er ist gemeinsam mit seinen Mitstreitern der Motor dieser städtepartnerschaftlichen Aktivität, die das positive Beispiel zeigt, wie Städtepartnerschaft auch funktionieren kann und vielleicht zu großen Teilen eigentlich funktionieren sollte. Dass sie dabei von der Stadt Kamenz unterstützt werden, versteht sich selbstverständlich.

Untergebracht waren die 30 Mitglieder des Koliner Schwimmverein im Sporthotel in Deutschbaselitz, wo sie auch im Auftrag der Stadt von der Sachgebietsleiterin für Jugend und Soziales, Frau Kupfer, begrüßt wurden. Die dabei überreichten Gastgeschenke der Stadt Kamenz lösten bei den Kindern und Jugendlichen viel Freude aus.

Nach einem gemeinsamen Grillen am Freitagabend (20. September) und einer ruhigen Nacht ging es dann zum 9. Sprintmeeting, an dem neben den Mannschaften des OSSV und dem Sport Swimming Club Kolin (CZ) weitere sieben Kinder- und Jugendmannschaften aus Dresden, Hoyerswerda, Zittau, Kirschau und Weixdorf  teilnahmen.

Es waren heiße und spannende Wettkämpfe, die sich die Schwimmerinnen und Schwimmer an diesem Sonnabend lieferten. Und ja, dank Kolin hatte der Wettbewerb auch internationalen Charakter. Am Ende freuten sich die Freunde aus Kolin sportlicher Erfolge.

Das Teilnehmerfeld umfasste 141 Schwimmerinnen und Schwimmer, die bei  632 Einzelstarts in einem dichten Leistungsfeld ihre Kräfte maßen. Erfolgreich, zufrieden und herzlich verabschiedet fuhren die Koliner am späten Nachmittag wieder nach Hause. Und sicher wird es wieder neue Wettkämpfe geben, entweder in Kamenz oder in Kolin. Von einer Tradition zu sprechen, wäre zum jetzigen Zeitpunkt sicher verfrüht, aber wer weiß …

10.10.2019 - 24.10.2019

01.10.2019: Gottfried Bombach zum 100. Geburtstag gewürdigt

Ernstes und Vergnügliches aus dem Leben eines ehemalige Kamenzers

Anfang des Jahres hatte Dr. Jochen Reinhold die Stadtverwaltung darauf aufmerksam gemacht, dass in diesem Jahr der in Kamenz geborene und aufgewachsene Gottfried Bombach seinen 100. Geburtstag begangen hätte und gefragt, ob man ihn nicht in der einen oder anderen Weise ehren sollte. Und da das eine gute Idee war, nahm die Stadtverwaltung Verbindung mit der Universität in Basel, an der Gottfried Bombach lehrte, auf. Hier konnte der langjährige Weggefährte und Freund Professor Silvio Borner für eine Vortrag in den Räumlichkeiten des Vereins „Stadtwerkstatt Kamenz – Bürgerwiese“ am Donnerstag, dem 26. September gewonnen werden. Er traf mit seiner Gattin am Vortag in Kamenz ein, erkundete am Donnerstagvormittag die Stadt auf eigene Faust, ehe er nach einem Mittagessen mit dem Oberbürgermeister bei einem kleinem Stadtrundgang das Lessing-Museum und das Sakralmuseum kennenlernte.

Am Donnerstagabend war es dann soweit. Die Vortragsräumlichkeiten waren gut gefüllt als der Oberbürgermeister die Würdigungsveranstaltung kurz eröffnete, in dem er eben besonders auf die Herkunft von Bombach aus Kamenz und dessen Ausgang aus einem Elternhaus verwies, in dem der kleine Bombach schon mit dem Geschäftsleben in Berührung kam. Darüber hinaus schilderte er kurz seine herzliche Begegnung mit Bombach im Jahr 2006 als dieser sich in das „Goldene Buch der Stadt Kamenz“ eintrug.

Ehe Professor Silvio Borner seinen Vortrag hielt, überbrachte der Professor Dr. Rolf Weder, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel, in Form einer Video-Einspielung aus Anlass des Jubiläums die Grüße aus der Universitätsstadt Basel.

Professor Borner hatte seinen Vortrag in drei Teile geteilt. Zunächst würdigte er Gottfried Bombach als Lehrer, Forscher und Berater, um anschließend die Kritik von Bombach am Club of Rome aus dem Jahre 1976 und deren Relevanz für heutige Klimaforschung zu referieren. Dabei ging es Professor Borner mit Bombach darum, für – seiner Ansicht nach – weniger Klimawandelhysterie und für die Bedeutung der Verantwortung eines Wissenschaftlers, der sich in öffentliche Debatten einmischt, zu plädieren. Wie Bombach sei auch er eher dafür, dass die Faktoren „Markt“ und „Wachstum“ – und nicht Verbote und Wachstumsstopp – als Lösungsansätze in die Betrachtung der Klimaphänomene einbezogen werden müssten. In diesem Zusammenhang zitierte er Bombach: «Kann es legitim sein, dass der Wissenschaftler vor bestimmten, gefährlichen Entwicklungen warnt, und zwar betont als Wissenschaftler unter Berufung auf wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse, auch wenn diese sichere Basis noch gar nicht vorhanden ist»? Bombach stelle den Wissenschaftler infrage, der versuche «mit seinen Erkenntnissen auf propagandistische Wirkung abzuzielen, die Massen zu mobilisieren, und zwar selbst dann, wenn er sich der Fundamente noch nicht vollkommen sicher ist».  Nach diesem doch recht aktuellen Thema brachte der Referent Bombach als Mensch in Form von Anekdoten und Zeugnissen dem Publikum näher. Wir wissen jetzt das Bombach bei einer Prüfung offenbar einen Angriff eines Studenten mit einer Pistole geistesgegenwärtig abwehren konnte oder er gern und sehr schnell Auto fuhr, was manchen in seiner Umgebung dazu veranlasste, Autofahrten mit ihm zu vermeiden.

In der anschließenden Gesprächsrunde mit Dr. Reinhold, Professor Borner und Oberbürgermeister Dantz waren neben den wirtschaftstheoretischen Positionen von Bombach besonders seine Ausführungen zur Klimadiskussion Ausgangspunkt für anregende Diskussionen mit dem Publikum.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete – anlässlich der Veranstaltung zum 100jährigen Geburtstag von Gottfried Bombach – der Eintrag von Professor Borner in das „Goldene Buch“, in dem sich schließlich auch der Sohn des „Jubilars“ Dr. Rolf Bombach-Mehring aus gegebenem Anlass eintrug.

An dieser Stelle sei noch einmal dem Verein „Stadtwerkstatt Kamenz – Bürgerwiese“ und Dr. Jochen Reinhold gedankt, die zum Gelingen der von der Stadtverwaltung Kamenz konzipierten und durchgeführten Veranstaltung zu Ehren Gottfried Bombachs beigetragen haben.

Der Vortrag von Professor Silvio Borner kann hier nachfolgend gelesen werden: Vortrag von Professor Silvio Borner an Anlass des 100. Geburtstages von Gottfried Bombach.

Außerdem wird der Vortrag eventuell auch im „Lausitzer Almanach“ veröffentlicht.

01.10.2019 - 10.10.2019

25.09.2019: Nachruf auf Sigmund Jähn

Die Stadt Kamenz hat einen Freund verloren

Zum Tod von Sigmund Jähn

Wir haben vom plötzlichen Ableben des Fliegerkosmonauten und ersten Deutschen im All, Generalmajor a.D. Sigmund Jähn, erfahren. Wir sind sehr traurig, dass uns eine solche Mitteilung wenige Wochen nach seinem Besuch des Kamenzer Forstfestes erreichte.

Sigmund Jähn war seiner fliegerischen Heimatstadt Kamenz in einem hohen Maße verbunden. Schon 2008 im Rahmen des Abschlusses der Umwandlung/Konversion des Bereiches der ehemaligen Offiziershochschule in einen modernen Verwaltungsstandort wurde in seiner Anwesenheit ihm zu Ehren eine Plastik enthüllt. Der damalige Ministerpräsident des Freistaates, Professor Georg Milbradt, begrüßte ihn und andere Militärangehörige mit ihrem militärischen Rang. Damit wurde in Kamenz bewusst ein Zeichen gesetzt, dass die Lebensleistung, die Verdienste ehemaliger Offiziere und in diesem Fall mit Generalmajor a.D.  Jähn an der Spitze auch in der Zeit nach der politischen Wende 1990 ihre Wertschätzung und Anerkennung erfahren. Wenn ich diese Zeilen schreibe, dann ist mir bewusst, dass dies nicht in allen Orten Deutschlands so war und ist. Zum anderen hat er mit seiner Persönlichkeit dazu beigetragen, nach 1990 geistige Grenzen zwischen Ost und West abzubauen. Er war aufgrund seiner Lebensleistung und seines Auftretens ein Mensch, der für gegenseitiges Verständnis warb. Insofern trat Generalmajor a.D. Sigmund Jähn als ein Vermittler auf, dem es gelang, „Gräben“ zu schließen.  Auch in dieser Hinsicht werden wir ihn vermissen.      

Die Grundlagen für seinen Flug liegen in der Fliegerstadt Kamenz. Gerade dieser Punkt als auch der Lebensweg von Sigmund Jähn haben ihn immer wieder nach Kamenz zurückgeführt. Er ist der Einzige in der fast 100jährigen Geschichte des Goldenen Buches unserer Stadt, dem die Ehre zuteilwurde, sich zwei Mal einzutragen – einmal im Umfeld seines Fluges in den Weltall 1978; das zweite Mal – 30 Jahre – später im Rahmen des feierlichen Abschlusses der Konversion des Standortes der früheren Luftstreitkräfte der NVA bzw. der Offiziershochschule „Franz Mehring“. Dass er gerade vor wenigen Wochen unsere Stadt besuchte und mit uns gemeinsam die Freude nicht nur über ein gelungenes Forstfest, sondern auch über das Vorankommen in unserer Stadt teilte, erfüllt uns mit Stolz und im Augenblick der Nachricht über seinen Tod mit Trauer und mit dem Mitgefühl für seine Familie sowie mit seinen Freunden.

Für uns ist mit dieser traurigen Nachricht ein Freund unserer Stadt seinen letzten Weg gegangen.

Wir werden seine Leistung, seine Bescheidenheit und vor allem seine Zugewandtheit uns gegenüber nicht vergessen.

 

Roland Dantz
Oberbürgermeister
der Lessingstadt Kamenz
25.09.2019 - 10.10.2019
20.09.2019: Ferienangebote und Veranstaltungen im Bürgerladen ("GemeinSinn")

Der Bürgerladen ("GemeinSinn") bedankt sich bei allen Beteiligten der vergangenen Veranstaltungen

Besonderen Dank gilt dem Schwimmmeister Herrn Berger vom Freibad „Wiesengrund“ Bischheim in Haselbachtal, der einem Teilnehmer des Bürgerladens durch ehrenamtliche Hilfe zum Erlangen einer Schwimmstufe verhalf.

Am 3. September 2019 konnte die Informationsveranstaltung „Energie sparen“ einen sehr großen Besucherstrom verzeichnen. Bürger verschiedenster Nationalitäten nahmen an dem Event teil. Gemeinsam organisierte das ESF-Projekt „GemeinSinn“ mit der Ausländerbehörde vom Landratsamt Bautzen und der Verbraucherinformation einen Workshop zu Verbraucherthemen im Alltag. Dabei wurde insbesondere das Vertragsrecht, der Umgang mit Zahlungsverzug, das Verhalten bei Reklamationen und Abrechnungsdinge thematisiert. Besonderheit der Veranstaltung: Sie wurde in zwei Sprachen abgehalten.

Die kostenlose Schuldnerberatung am 17.September 2019 erwies sich als Volltreffer. Auch diese wurde von interessierten Bürgern angenommen und es konnten viele offene Fragen geklärt werden.

Bei der Teilnahme an der Trödelmeile am 8. September arbeitete „QuartierHier“ mit dem Bürgerladen „GemeinSinn“ zusammen. Dafür hatten viele Bürger nicht mehr gebrauchte Dinge gespendet, die dort dann vertrödelt wurden. Somit konnten dem ein oder anderen eine kleine Freude gemacht werden. Hinzu kam, dass es eine gute Gelegenheit war, mit den Kamenzern ins Gespräch zu kommen. Die übriggebliebenen Sachen wurden der Kleiderkammer des „Fairkaufhauses“ übergeben, die diese dankbar entgegennahmen. Die eingenommenen Gelder werden für das nächste Straßenfest bzw. für die Oktober-Ferienveranstaltungen verwendet.

Ferien-Veranstaltungen im Oktober 2019 im Bürgerladen des ESF- Projektes „GemeinSinn“

In den Herbstferien werden folgende Events angeboten. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos und eine Anmeldung dafür nicht notwendig. Die Aktivitäten für die Kids wurden in Zusammenarbeit mit den Erzieherklassen der DAA Dresden organisiert und somit erwarten die Teilnehmer ab 6 Jahre kreative und spannende Erlebnisse.

 

Veranstaltung

Datum

Zeit / Uhr

Ort

Zusammen-arbeit

1.„Bäumchen wechsle Dich“

05.10.2019

ab 15.00

Bürgerladen

(August-Bebel-Platz 9)

DAA GmbH

Erzieher-Klasse

2.„Gesund im Mund“

10.10.2019

ab 15.00

Bürgerladen (August-Bebel-Platz 9)

Ausländeramt Bautzen,

„QuartierHier“

3.„Phänomenal“

15.10.2019

10.00 – 12.00

Bürgerladen (August-Bebel-Platz 9)

Lebenshilfe

4.„Wikinger Picknick“

21.10.2019

13.00 – 15.00

Bürgerladen (August-Bebel-Platz 9)

DAA GmbH

Erzieher-Klasse

5.„Herbstfest“

23.10.2019

9.00 – 15.00

Bürgerladen (August-Bebel-Platz 9)

DAA GmbH

Erzieher-Klasse

6.„Mal Abschalten“

25.10.2019

13.00 – 17.00

Bürgerladen (August-Bebel-Platz 9)

DAA GmbH

Erzieher-Klasse

      

Kurzbeschreibungen der Ferien-Veranstaltungen:

  1. „Bäumchen wechsle Dich“: Die Kinder können bei einer kleinen Wanderung verschiedenen Bäume und Sträucher kennenlernen und mittels Naturutensilien ihre Sinne erproben. Im Regentanz oder in der „Baum-Verkostung“ erleben sie Natur mal ganz anders. Nach einer kleinen Stärkung finden verschiedene Gruppenaktivitäten, wie z. B. ein Wurfspiel aus Zweigen, das Anfertigen einer Klapperschlange aus Eichelhüten, das Geschicklichkeitsspiel mit Birkenrinden oder das Erstellen eines Baumgemäldes statt.
  2. Die Informationsveranstaltung „Gesund im Mund“ wird in verschiedenen Sprachen angeboten, um über Wissenswertes der Mundhygiene und gesundes Frühstück in der Brotbüchse für Schulkinder zu informieren.
  3. „Phänomenal“: Kinder erlernen spielerisch physikalische Grundgesetze kennen und haben Spaß ihre Fähigkeiten auszutesten. Flüssigkeiten zu schichten oder schweben zu lassen, sind nur einige Beispiele.
  4. Beim Ferienangebot „Wikinger Picknick“ wird der August-Bebel-Platz zum Abenteuerspielplatz bzw. „Schlachtfeld“ für Wikinger. Es werden Schwerter und Schilder gebastelt und in kleinen Spielen erprobt. Später wird es eine entsprechende Mahlzeit geben, damit sich die kleinen Krieger stärken können.
  5. Das Herbstfest ist ein Familien-Event im und um den Bürgerladen „GemeinSinn“. Die Kinder können Jutebeutel herbstlich gestalten. Das gemeinsame Backen von Muffins und das Pressen von Apfelsaft wird ein Bestandteil des Herbstfestes sein. Anschließend können sich die Kinder bei einer „Schnitzeljagd“ rund um den August-Bebel-Platz austoben. Beendet wird das Herbstfest mit einem gemeinsamen Picknick, bei dem die selbst gebackenen Muffins und der Apfelsaft verköstigt werden.
  6. Bei dem Ferienangebot „Mal abschalten“ erwartet die Kinder ein Abenteuernachmittag. Wie kleine Detektive entdecken sie ihre Stadt. Bei einer Geräuschejagd oder dem Spiel „Capture the Flag“ und dem Ausprobieren von „Slackline“ erproben sie ihre Fähigkeiten. Anschließend können die Kids an einer Feuerschale kleine Snacks zubereiten und es wird gemeinsam musiziert.

20.09.2019

20.09.2019: Es geht voran - 2. Oberschule feiert Richtfest

Am Montag, dem 9. September 2019 konnte ein wichtiger Schritt beim komplexen Schulbauvorhaben in der Stadt Kamenz getan werden. Dank energischer Planung, der guten Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis und vor allen Dingen der fleißigen Arbeit der in dieser Phase beteiligten Unternehmen konnte das traditionelle Richtfest gefeiert werden. Zwar meinte es das Wetter nicht so gut (Die Natur wird es uns aber danken), aber Feste muss man feiern, wie sie fallen.

Zum Auftakt der Veranstaltung spielten Schüler und Schülerinnen der 2. Oberschule ein Lied, in dem es um die Verwirklichung von Träumen ging und in gewisser Hinsicht trifft dies auch auf das Bauvorhaben 2. Oberschule zu.

Als Vertreter des Schulträgers der 2. Oberschule sprach zu Beginn der 1. Beigeordnete des Landkreises Udo Witschas. Er betonte, dass die verwendeten Finanzmittel „gut angelegtes Geld“ seien und er zog den inhaltlichen Faden dahingehend, dass gute Bildung auch eine wichtige Voraussetzung sei für eine gute Wirtschaft. Er richtete seinen Dank an die Bauwirtschaft, an den Freistaat Sachsen, an die Stadt Kamenz und natürlich an die zuständigen Mitarbeiter im Landratsamt Bautzen und wünschte dem gesamten Vorhaben weiterhin einen reibungslosen und unfallfreien Verlauf.

Reden mit eigenen Akzenten (v.l.n.r.): Schulleiter der der 2. Oberschule, Stefan Cyriax, OB Roland Dantz und der 1. Beigeordnete des Landkreises Bautzen.

Auch der Schulleiter der 2. Oberschule, Stefan Cyriak, zeigte sich sehr erfreut, dass es bei dem alten Standort der 2. Oberschule geblieben sei und eben hier – und unausgesprochen, eben nicht am Rande der Stadt – die Erneuerung des Schulgebäudes erfolgt. Auch er bedanke sich schon bei den zuvor Genannten, aber eben auch beim ehemaligen Schulleiter Klaus Krahl, der während seiner aktiven Zeit energisch für den Fortbestand und die Erneuerung des Schulgebäudes an diesem Ort eingetreten ist. Darüber hinaus hob er die gute Zusammenarbeit zwischen der Schule und der Bauleitung hervor.  Seine kurze Rede beendete Schulleiter Cyriak mit dem Aufruf an die Lehrer- und Elternschaft sowie die Schülerinnen und Schüler, aber auch an die Öffentlichkeit, sich Gedanken um einen neuen und würdigen Namen für die 2. Oberschule zu machen.

Und in erreichbarer Ferne das zweite großer Vorhaben für die Kamenzer Schullandschaft – die Lessingschule an der Henselstraße, trotz widriger Wetterumstände gut sichtbar.

Im Anschluss an den Schulleiter richtete der Oberbürgermeister seine Worte an die Anwesenden. Er konstatierte, dass die Entscheidungen des Kreistages und des Stadtrates, die im Übrigen einstimmig gefällt wurden, sehr gute Entscheidungen waren und sich nicht nur im Nachhinein als richtig erwiesen haben. Dies auch mit Blick auf den Zeitpunkt der Entscheidungen und die damit auf Stadt-, Kreis- und Landesebene jetzt entstandenen Veränderungen. Die klaren Entscheidungen des Landkreises und der Stadt seien für ihn ein Beispiel dafür, dass „Politik für Menschen da sei und nicht umgekehrt“ Nun gelte es für die Beteiligten alle Kraft aufzuwenden, damit 2020 termingerecht das Gebäude der 2. Oberschule an der Saarstraße übergeben werden kann. Auch er sprach noch mal den Dank an alle Mitstreiter aus und erwähnte hierbei insbesondere die Sächsische Aufbaubank. Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang, dass neben Städtebaufördermitteln auch Mittel in Größenordnungen aus dem Förderprogramm EFRE verwendet wurden und werden. Den bisherigen Erfolg im Baufortschritt sollte dann heute auch – so der Oberbürgermeister – eine ausgelassene Stimmung beim Richtfest trotz des ungünstigen Wetters entsprechen.

Nach dem Richtspruch schlug der 1. Beigeordnete Udo Witschas unter erschwerten Witterungsbedingungen den letzten Nagel in den Sparren des Dachstuhls.

Im Anschluss an den kleinen Redeteil – der Regen wurde immer heftiger – lud der Beigeordnete Udo Witschas auf das Dach des Gebäudes ein, wo der symbolische Nagel in den Dachstuhl eingeschlagen werden sollte. Einige Wettermutige machten sich dann mit ihm gemeinsam auf den Weg und waren dabei, als der letzte Nagel ins Holz eingeschlagen wurde. Schon zuvor hatte die Richtkrone davon gekündet, dass eine wichtige Etappe des Bauvorhabens sein Ende gefunden hat.

Die Baukosten für das Vorhaben 2. Oberschule betragen ca. 10,5 Mill. EUR. Davon trägt der Landkreis einen Betrag an Eigenmitteln in Höhe von etwas über 4 Mill. EUR. Die Stadt Kamenz steuert an Eigenmitteln ca. 775.000 EUR bei sowie die – nur über sie akquirierbaren – Fördermittel aus dem Bund/Land-Programm zum Stadtumbau von ca. 3.77 Mill. EUR und den ebenfalls nur über sie erreichbaren Zuwendungen aus der EU-Mitteln (EFRE-Programm) von ca. 1,97 EUR. Einfach gut angelegtes Geld!

20.09.2019 - 01.10.2019

19.09.2019: Ein denkwürdiger Abend mit Hans-Eckhardt Wenzel in der Klosterkirche St. Annen

„Es geht um die Wahrheit und nicht die Mehrheiten!“

Ein denkwürdiger Abend mit Hans-Eckhardt Wenzel in der Klosterkirche St. Annen

Nun schon zum sechsten Mal hatte die Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption zur Kamenzer Rede in St. Annen eingeladen. Diese Veranstaltungsreihe, die in aktuelle Debatten eingreift und im Lessing’schen Sinne eine von Respekt und Anerkennung getragene Streitkultur impliziert, wurde durch die vom Freistaat und Bund finanzierten Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption – eine für die Bundesrepublik Deutschland einzigartige Einrichtung – konzipiert. Die große Publikumsresonanz, auch an diesem Abend, beweist den Erfolg dieses Veranstaltungsformats, welches nicht auf einen leicht zu habenden Konsum ausgerichtet ist, sondern auf das Vergnügen am Zuhören, Reflektieren und Denken.

In seinen Eröffnungsworten freute sich Oberbürgermeister Roland Dantz, dass Hans-Eckhardt Wenzel den Weg nach Kamenz gefunden hat und „den Laden füllt.“ Er erwähnte dabei auch einen kürzlich veröffentlichten Beitrag von Jörg Bernig im monatlich erscheinenden Polit-Magazin „Cicero“, wo dieser seinen Redenauftritt in der St. Annen sowie dessen Folgen beschreibt und worin er eine gute Werbung für die Kamenzer Reden sah. Außerdem freute er sich sichtlich, ein Konzert mit Hans-Eckhardt Wenzel am 3. April 2020 in Kamenz ankündigen zu dürfen. Des Weiteren begrüßte er als „beinah Kamenzer“ den langjährigen Moderator Michael Hametner ehe er ihm das Wort übergab.

Hametner führte gekonnt ein, indem er meinte, dass er etwas mit Furcht auf die Rede von Wenzel warte. Denn vom Titel her sei er gespannt, welche Rechnung Wenzel dem „Menschengeschlecht“ aufmachen werde. In einem kurzen Abriss führte er wichtige Lebensstationen auf: dessen Studium der Kulturwissenschaften, die Gründung der Freien Theatergruppe „Karls Enkel“, die langjährige Zusammenarbeit mit Steffen Mensching, mit dem er auch jetzt wieder auf der Bühne steht, sowie seine Übersetzungen und Interpretationen des Werks des Folksängers Woody Guthrie. „Wenzel ist für mich“, so Hametner, „unter den Künstlern, die ich aus der Nähe kenne, der größte melancholische Rebell“, ja eigentlich, ein „melancholischer, rebellischer Romantiker.“ So eingeführt griff der Musiker, Sänger, Regisseur und Schriftsteller Wenzel zur Gitarre – auch eine Besonderheit der diesjährigen Kamenzer Rede – und spielte das Lied „Dein Glas und wirf es an die Wand“.

Der Titel seiner Rede lautete „Die misslungene Erziehung des Menschengeschlechts“, womit er sich ganz bewusst an das religionsphilosophische Hauptwerk Gotthold Ephraim Lessings anlehnt. Dabei liefert Wenzel keine eigenständige Auseinandersetzung literatur-geschichtlicher Art, sondern nimmt den überlieferten Text Lessings zum Anlass, um die Gegenwart abzuklopfen, um Bilanz zu ziehen, wo die Menschheit und die Gedanken der Aufklärung heute stehen. Und die Bilanz ist schonungslos und erschreckend.

Wenzels Rede fordert dazu auf, hinter die Dinge zu sehen, den Neoliberalismus, der die Welt im Großen wie im Kleinen barbarisiert, zu erkennen. Er untersucht mit Furor die gegenwärtigen menschlichen Gegebenheiten und hält ein Plädoyer, das geschichtliche Gewordensein dieser in die Betrachtung einzubeziehen, denn wenn „der historische Kontext verlorengeht, verwandeln sich alle menschengemachten Verhältnisse zu Naturereignissen, denen wir ausgeliefert sind“. Gegen dieses Ausgeliefertsein, gegen ein „Da können wir ohnehin nichts machen“ geht der Redner vor. Denn wenn man die Dinge durchschaut hat, können sie „bearbeitet“, werden sie veränderbar. Hinzu kommt, dass das „Gemeinsame“,  das „Hen kai pan“,  Lessing soll es im Gartenhaus von Johann Wilhelm Gleim in griechischer Schrift an die Tapete geschrieben haben, für Wenzel verloren zu gehen droht. Der Neoliberalismus verabsolutiert den Einzelnen im wirtschaftlichen Sinne, nur in diesem Kontext wird er als Mensch oder besser als Verbraucher und Konsument gesehen. Einher damit geht eine Ohnmacht der Menschen, deren Wurzeln der Liedermacher und Kulturphilosoph in den Eigentumsverhältnissen sieht, denn das „Wort Demokratie verdeckt den Begriff Kapitalismus“, ja letzterer nutze – in seiner praktischen Wirkung – Demokratie aus, so dass die Hoffnung an sie zu wanken beginnt. Wobei Demokratie nicht per se ein Qualitätsmerkmal ist, wenn an das Begriffspaar „Diktatur und Demokratie“ gedacht wird. Doch eins steht auch für Wenzel fest: „Demokratische Staatsformen sind zweifelsfrei, ganz im Sinne von Lessing Henk kai pan der menschlichen Gesellschaft am meisten förderlich und angemessen, und sie bieten, wenn sie vital sind, Schutz vor überbordenden Unrecht, Hybris der Macht und Besitz. (…) Die Entwertung demokratischer Strukturen ist Antiaufklärung, Zertrümmern des Weltzusammenhangs, eine Wahrheit, die allen bisherigen Versuchen die Existenz kostete.“

Es ließe sich noch viel mehr über diese beeindruckende Rede schreiben. Eine Vielzahl von Aspekten müssen hier unerwähnt bleiben, denn es ging um Trump, über Sprachanalysen, über neue Parteien in der deutschen Politlandschaft, über die Bedeutung der „Tatoo-Manie“, über den Kampf gegen den Terrorismus, der z.B. mit der Lüge, dass der Irak Massenvernichtungsmittel besäße, begann, über eine für Wenzel sich deutlich abzeichnende ökologische Katastrophe, und vieles mehr.

Wem es also nicht vergönnt war in Kamenz bei der Rede dabei zu sein oder der sie sich noch einmal in Ruhe anhören möchte, dem sei zum einen der Radiosender „MDR Kultur“ empfohlen, wo voraussichtlich am 24. September 2019 (leider erst) 23 Uhr die Kamenzer Rede von Hans-Eckhardt Wenzel ausgestrahlt wird. Zum anderen wird die Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption den Beitrag von Wensel in ihrer Schriftenreihe „Kamenzer Reden in St. Annen“ veröffentlichen. Doch dazu bedarf es aber noch etwas Geduld.

In der anschließenden Diskussion ging es dann um Fragen, ob denn der von Wenzel erwogene Ausweg von Vernunft, gepaart mit Schönheit, nicht etwas unkonkret bzw. zu abstrakt sei oder wo der Mensch Wenzel Hoffnung her bezieht. Für Wenzel ist Schönheit ein Bejahungsverhältnis zum Dasein, was auf die elementaren Dinge des Menschseins – wie z.B. Leben, Liebe und Tod – abstellt und an diesen muss sich Politik auf allen Ebenen orientieren. Zur Frage „Hoffnung“ bekannte Wenzel, dass er notorischer Pessimist sei, der so pessimistisch ist, dass er seinem eigenen Pessimismus misstraue, ja in diesem Sinne sei er eine Art „Meta-Pessimist“, der eher sehr skeptisch an die Dinge herangeht, in dem Glauben, es kann ja nur besser werden. Er selbst wirbt für ein Offensein zu Anderen, ob im menschheitlichen Maßstab oder einfach zum Nachbar, es gehe darum, eine Wahrnehmung des Anderen zu retten oder wieder herzustellen, die in dem Anderen nicht zuerst den Konkurrenten sieht –  wobei  Wenzel die positiven Wirkungen von Konkurrenz, also einer Konkurrenz, die nicht klein macht oder erniedrigt, sieht.

Die Rede war opulent in den Themen, präzise im Zugriff. Sicher, ob man der Religionsauffassung von Wenzel, die er mit einem Zitat des von ihm aus Studienzeiten verehrten Professors Wolfgang Heise belegte, folgt oder der Umstand, dass er die Lösung der menschlichen Probleme – in der Kirche St. Annen – nicht in einem irgendwie gearteten religiösen System sieht, sondern in einem durch Schönheit und wirkliche Gemeinschaft geprägten menschlichen Verhältnis zueinander, mit seiner Rede war er ganz bei Lessing: „Ich erinnere hier meine Leser, daß diese Blätter nichts weniger als ein dramatisches System enthalten sollen. Ich bin also nicht verpflichtet, alle die Schwierigkeiten aufzulösen, die ich mache. Meine Gedanken mögen immer sich weniger zu verbinden, ja wohl gar sich zu widersprechen scheinen: wenn es denn nur Gedanken sind, bei welchen sie Stoff finden, selbst zu denken. Hier will ich nichts als Fermenta cognitionis ausstreuen.“ (Lessing in der Hamburgischen Dramaturgie, Stück 96) Und dies passt zu Hans-Eckhardt Wenzel, der sich aus ausdrücklich nicht als Messias oder Guru sieht, der auf alles eine Antwort sei. Sein Metier ist das Fragen stellen, ob nun in einer Rede, auf dem Theater oder in seinen Liedtexten, an Zustände die menschenfeindlich sind. Die Antworten müssen wir selbst finden …

 

Thomas Käppler

19.09.2019

11.09.2019: Gottfried Bombach – Ein Leben für die Wissenschaft - Termin vorbei

 

Veranstaltung am 26. September 2019 anlässlich seines 100. Geburtstages

Zu der Veranstaltung „Gottfried Bombach – Ein Leben für die Wissenschaft“

der Stadt Kamenz am Donnerstag, dem 26. September 2019, 19 Uhr

sind alle Interessierten in die Räumlichkeiten

des Vereins „Stadtwerkstatt Kamenz – Bürgerwiese“ e.V. (Rosa-Luxemburg-Straße 13) herzlich eingeladen.

Der in Kamenz geborene Gottfried Bombach, der in einem Artikel über ihn in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ als ein “Praktiker der Theorie“ bezeichnet wurde, wäre am 6. März dieses Jahres 100 Jahre altgeworden. Er hat sich einen Namen auf dem Gebiet der Wachstums-, Verteilungs- und Konjunkturtheorie gemacht.

Ab 1957 war Gottfried Bombach Professor für Nationalökonomie in Basel und lehrte lange Jahre als ordentlicher Professor an der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Basel, er leitete u.a. das Institut für angewandte Wirtschaftsforschung, war von 1961 – 1963 Dekan der Philosophisch-historische Fakultät sowie von 1972 – 1974 Rektor der Universität. Weiterhin war er Mitglied mehrerer wirtschaftlicher Expertenstäbe in der Schweiz und in Deutschland, so auch unter Ludwig Erhard. Er gilt als einer der Pioniere der mathematisch orientierten Wirtschafts-theorie und verstarb am 4. Juli 2010 in Basel.

Im Kamenzer Ortsteil Bernbruch erinnert die Prof.-Gottfried-Bombach-Straße an ihn. Ganz bewusst wurde das dort befindliche Industriegebiet als Ort der Namenswürdigung ausgewählt. Hier befindet sich die Betriebsstätte der Deutschen ACCUmotive GmbH & Co. KG, einer Daimler-Tochter, die als Technologiestandort und -zentrum für die Entwicklung der weltweiten Elektromobilität steht. Außerdem trug Gottfried Bombach sich 2006 in das „Goldene Buch der Stadt Kamenz“ ein und brachte seine Heimatverbundenheit mit der Inschrift „Seit Urzeiten Schweizer, aber immer noch Sehnsucht nach der alten Heimat.“ zum Ausdruck.

Anlässlich seines 100. Geburtstages folgt die Stadt Kamenz einer Anregung aus der Kamenzer Bürgerschaft und möchte diesen „berühmten Sohn“ unserer Stadt würdigen. Dazu hat sie sich mit einem langjährigen Wegbegleiter und Freund von Gottfried Bombach – Professor Silvio Borner – in Verbindung gesetzt, der sich dankenswerterweise bereit erklärte, die lange Reise von der Schweiz nach Kamenz auf sich zu nehmen, um uns das Leben und Wirken des Kamenzer Gottfried Bombachs näher zu bringen.

Es erwartet die Teilnehmer Einblicke in eine interessante Biografie, die von Kamenz ihren Ausgang nahm, und Einsichten in die Welt der Wirtschaft und deren Theorien, die vielleicht weit weg vom Leben der Menschen scheinen mögen, aber trotzdem ihr Leben bestimmen.

11.09.2019 - 01.10.2019

05.09.2019: Der neue und größere Stadtrat von Kamenz hat sich konstituiert

Am Mittwoch, dem 28. August 2019 trat der Stadtrat in neuer Besetzung zusammen und konstituierte sich.

Nunmehr besteht der Kamenzer Stadtrat aus insgesamt 26 Stadträten sowie dem Oberbürgermeister als direktgewähltem Vorsitzenden. Am Beginn der Sitzung des Stadtrates stand die Verpflichtung der „altgedienten“ und neuen Stadträtinnen und Stadträte durch den Oberbürgermeister.

Er verpflichtete fraktionsweise sowie den Einzelkandidaten von Bündnis90/Die Grünen mit folgenden Worten, die die Stadträtinnen und Stadträte dann nachsprachen: „Ich gelob Treue der Verfassung, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Pflichten. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Stadt Kamenz gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern.“ Einige beendeten diese Verpflichtungsformel mit dem Satz „So wahr mir Gott helfe.“   

In einer ersten Diskussion des neuen Stadtrates wurde über Veränderungen der Hauptsatzung und der Geschäftsordnung debattiert. Die ursprünglich einmal vorgesehenen Beschlüsse zu diesen beiden Grundlagendokumenten in dieser Sitzung wird voraussichtlich in der nächsten Sitzung am Mittwoch, dem 11. September 2019 stattfinden. Der Beschluss zur Änderung der „Satzung der Stadt Kamenz über die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit“ war dann recht schnell und einstimmig gemacht. Er beinhaltet im Wesentlichen die Möglichkeit, einen elektronischen Sitzungsdienst einzuführen. Die Geschäftsordnung des Stadtrates soll dahingehend geändert werden, dass Stadträte, die sich für die elektronische Übermittlung der Einladung entschieden haben, sich gleichfalls zur Nutzung des elektronischen Ratsinformationssystems einverstanden erklären. Eine Übersendung von Sitzungsunterlagen in Papierform findet in diesem Fall nicht mehr statt. Damit verbunden ist eine monatliche und pauschale Aufwandsentschädigung von 5 EUR für Stadträte, persönliche EDV-Technik für den Sitzungsdienst zu verwenden. Positiver Nebeneffekt: Der Aufwand für das Herstellen und Versenden der Sitzungsunterlagen in der Verwaltung entfällt.

Die erste Abstimmung des neuen Kamenzer Stadtrates der beginnenden Amtszeit bis 2024.

Im Weiteren ging es um die Abberufung und Neuwahl der Mitglieder folgender Aufsichtsgremien: Gesellschafterversammlung der KDK mbH Kamenz, Aufsichtsrat der ewag kamenz und Aufsichtsrat der Flugplatz Kamenz GmbH. Nach entsprechenden Abstimmungen zwischen den Stadträten kam es nicht zur Wahl, sondern die Kandidaten wurden im Einigungsverfahren bestimmt, so dass die Besetzung der o.g. Gremien – wie folgt – aussieht: In der Gesellschafterversammlung der KDK mbH sind als Mitglieder des Stadtrates Marco Peltzer (Fraktion Wählervereinigung Kamenz und Ortsteile), Torsten Petasch (Fraktion CDU/FDP), Reimann (Fraktion AfD) und Alex Theile (Fraktion Die Linke) vertreten. Für den Aufsichtsrat der ewag kamenz wurden Jan Geppert (Fraktion Wählervereinigung Kamenz und Ortsteile) und Rolf Ziesche (Fraktion CDU/FDP) benannt. Und im Aufsichtsrat der Flugplatz Kamenz GmbH werden zukünftig Volker Johne (Fraktion Die Linke) und Werner Müller (Fraktion AfD) sein. In allen benannten Gremien ist außerdem der Oberbürgermeister als gesetztes Mitglied tätig.

Außerdem wurden in der Stadtratssitzung am Mittwoch die einzelnen Fraktionen und deren Vorsitzende sowie Stellvertreter sowie der Einzelmandatsträger – ausgehend von der Sitzordnung – bekanntgegeben:

Fraktion Die Linke – vier Mitglieder

Vorsitzende: Marion Junge

Stellvertreter: Alex Theile

 

Fraktion Wählervereinigung Kamenz und Ortsteile – sechs Mitglieder

Vorsitzender: Jan Geppert

Stellvertreter: Marco Peltzer

 

Einzelmandatsträger Bündnis 90/Die Grünen – ein Mitglied

Jörg Stern

 

Fraktion Stadt / Land / Frau – drei Mitglieder

Vorsitzende: Anne Hasselbach

Stellvertreter: Sylvia Horn

 

Fraktion CDU/FDP – sechs Mitglieder

Vorsitzender: Maik Weise

Stellvertreter: Thomas Uslaub

 

Fraktion AfD – sechs Mitglieder

Vorsitzender: Heiko Volkmer

Stellvertreter: Cordula Gneuß

Vor dem Beschluss über die nächste Sitzungstermine des Stadtrates musste sich der Stadtrat mit der Bestätigung von Mehrleistungen für das Vorhaben „Gewerbegebiet ‚Am Ochsenberg‘/Industriegebiet, Bernbruch Nord‘ – Aufwertung von Infrastruktureinrichtungen“ befassen. Zusammengefasst geht es darum, dass bei den anstehenden Straßenerneuerungsarbeiten in einem Bereich nur die vorhandene Asphaltschicht abgefräst werden sollte. Dabei wurde ein Unterbau in Form von porösem, ausdunstendem Asphalt, teilweisem Pflasterbelag und ungebundene Schichten sichtbar. Der Unterbau entsprach damit nicht dem angenommenen Unterbau, auf dem eine Asphaltdecklage hätte aufgebaut werden können. Die Tragfähigkeit des Untergrundes war nicht gegeben. Die ursprünglich geplante kostengünstigere Straßenbaulösung konnte nicht umgesetzt werden. Somit ist ein grundhafter Ausbau im gesamten Baubereich mit einer neuen höhenmäßigen Absteckung sowie weitere Arbeiten notwendig. Damit verbunden sind vorläufige Mehrkosten i.H.v. 460.000 EUR. Dazu musste das geplante Gesamtbudget auf einen Betrag i.H.v. 1.181.599 EUR erweitert werden. Die geplanten Mehrkosten, der genaue Betrag wird erst nach Abschluss der Arbeiten festgestellt werden, werden aus der Liquiditätsreserve der Stadt Kamenz genommen. Was die anteilige Kostenübernahme durch Deutschen ACCUmotive GmbH & Co. KG betrifft, so wird darüber verhandelt. Die Aufstockung der bewilligten Finanzhilfen wurde zwischenzeitlich schon beantragt. Der Stadtrat folgt mit übergroßer Mehrheit der durch die Verwaltung erarbeiten Beschlussvorlage.

Mit Beschluss legte der Stadtrat folgende Termine für die Stadtratssitzungen im II. Halbjahr 2019 fest:

11.09.2019, Beginn: 17.00 Uhr

18.09.2019, Beginn: 19.00 Uhr

09.10.2019, Beginn: 17.00 Uhr

13.11.2019, Beginn: 17.00 Uhr

11.12.2019, Beginn: 17.00 Uhr.

Nach dem Tagesordnungspunkt „Zur Annahme von Spenden oder ähnlichen Zuwendungen“, „Mitteilungsvorlagen und Informationen“ sowie „Anfragen“, letzteres wurde seitens der Stadträte angeregt genutzt, ging der Stadtrat in den nichtöffentlichen Teil seiner Beratung über.

Die erste Stadtratssitzung des neu zusammengesetzten Stadtrates dauerte vier Stunden und dürfte für die neuen Mitglieder des Stadtrates eine erste Bewährungsprobe gewesen sein.

05.09.2019 - 19.09.2019

04.09.2019: Vorläufige Wahlergebnisse der Landtagswahl 2019 für Kamenz
04.09.2019: Ausbildung erfolgreich bei der Stadtverwaltung abgeschlossen - Azubis gesucht

Stadt Kamenz bietet berufliche Perspektiven

Die Ausbildung ist vollbracht und beruflich geht es geht weiter: (v.l.n.r.) OB Roland Dantz gratulierte den Verwaltungsfachangestellten Katrin Teize und Nico Naumann zur erfolgreich absolvierten Ausbildung im Beisein der Sachgebietsleiterin für Personal/Organisation, Andrea Wehner, und von Dr. Antje Koch, Dezernentin für Service u. Finanzen.

Katrin Teize und Nico Naumann haben erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen und können sich jetzt stolz Verwaltungsfachangestellte nennen. Es war immer das Prinzip der Stadt Kamenz Auszubildende, die ihre Ausbildung bei der Stadtverwaltung absolvierten (siehe auch Annonce „Perspektive in der öffentlichen Verwaltung!“ – siehe unten), danach eine berufliche Perspektive zu geben. Dies ist in den meisten Fällen auch gelungen, weil natürlich auch die entsprechenden Stellen vorhanden sein müssen. Während Katrin Teize jetzt im Sachgebiet Jugend/ Soziales mit den Aufgabenschwerpunkten Sport und Jugendarbeit arbeitet, wird Nico Naumann vorerst im Bereich Gebäudemanagement, später im Bürgerservice tätig werden.

Auszubildende in der Stadtverwaltung Kamenz

Junge Menschen haben bei uns eine Chance

Schon seit Jahrzehnten werden in der Stadtverwaltung Kamenz junge Menschen zu Verwaltungsfachangestellten (Fachrichtung Landes-/Kommunalverwaltung) ausgebildet. Damit leistet die Stadtverwaltung Kamenz ihren Beitrag, dass Jugendliche aus Kamenz und der Region eine Chance erhalten, in ihrer Heimat eine Ausbildung machen zu können.

Dieser Tage konnte Josefine Sperling als Studentin der FH Meißen und Julian Jonas Fischer in seiner Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellte in der Stadtverwaltung begrüßt werden. Dies geschah – mit einem Augenzwinkern – auch durch die Überreichung einer symbolischen Zuckertüte mit allerlei nützlichen Dingen für den Verwaltungsalltag.

OB Roland Dantz überreicht Julian Jonas Fischer zum Beginn der Ausbildung eine Utensilientüte.

Zurzeit absolvieren darüber hinaus Nora Dreißig und Elena Johne (2. Ausbildungsjahr) ihre Ausbildung in der Stadt Kamenz, ebenso wie Nadine Zimmermann (3. Ausbildungsjahr). Hauptverantwortlich in der Stadtverwaltung für die Durchführung der Ausbildung der Azubis ist das Dezernat für Service u. Finanzen. Natürlich ist dies nur in Zusammenarbeit mit den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern in den jeweiligen Sachgebieten möglich. Denn hier lernen Azubis sowie Studenten der FH Meißen konkret und in der Praxis die Tätigkeiten in einer Verwaltung kennen. In diesem Sinne auch einmal einen Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei der Betreuung der Azubis immer etwas mehr Zeit und Kraft aufwenden müssen.

Gruppenbild (Reihe vorn v.l.n.r.) Andrea Wehner Sachgebietsleiterin Personal/Organisation, Julian Jonas Fischer und Josefine Sperling sowie OB Roland Dantz; (2. Reihe hinten) Franziska Scholze, SB Organisation, und Dr. Antje Koch, Dezernentin für Service u. Finanzen.

Aufgepasst! Wir suchen jetzt Bewerber für das Ausbildungsjahr 2020/2021 (siehe nachfolgende Anzeige).

04.09.2019 - 20.09.2019

28.08.2019: Das Kamenzer Forstfest 2019

Das Kamenzer Forstfest 2019

Ein wieder wunderbares Forstfest wurde am Donnerstagabend stimmungsvoll beendet

Die Komiteemitglieder sind einhellig der Auffassung, dass das diesjährige Forstfest auch wieder ein großer Erfolg war und teilen den Eindruck des Oberbürgermeisters, dass auf ein sehr schönes Forstfest 2019 zurückgeblickt werden kann. Das erreichte hohe Niveau bei den Umzügen – das erste Mal mit einem beweglichen Fahnenrondell – und in der Organisation konnte gehalten worden. Der Oberbürgermeister und die Komiteemitglieder danken ausdrücklich allen an der Vorbereitung und Durchführung des diesjährigen Forstfestes Beteiligten.

Besondere Freude herrschte darüber, dass in diesem Jahr zum Auszug am Montag Generalmajor a.D. Sigmund Jähn als Ehrengast der Stadt Kamenz auf dem Balkon des Rathauses weilte und sichtlich beeindruckt dem Festgeschehen auf dem Markt mit seiner Blumenpracht, den vielen Schülerinnen und Schülern sowie deren Gesang folgte.

Ebenfalls beeindruckt zeigten sich Christian Weßling, Referatsleiter beim SMI für Stadtentwicklung und EU-Förderung, und der Geschäftsführer der ACCUmotive GmbH & Co. KG, Clemenz Dobrawa, sowie die Landtagsabgeordneten Marion Junge und Aloysius Mikwauschk, die der Einladung des Oberbürgermeisters Roland Dantz gefolgt waren. Dies trifft auch auf Carolin Schreck zu, die sich als Präsidentin des Sächsischen Landesamtes für Statistik erstmalig den Auszug am Donnerstag ansah und sich begeistert zeigte, mit welchem Enthusiasmus die Kinder und Jugendlichen, vorbereitet von ihren Eltern und auch Großeltern sowie begleitet durch die Kamenzer Lehrerinnen und Lehrer diesem Fest sein Gepräge und seinen Glanz gaben. Der ebenfalls am Donnerstag anwesende Vorsitzende der FDP Sachsen, Holger Zastrow, kommentierte seine Eindrücke kurz und bündig mit „Spektakulär!“ und „Beeindruckend!“ und versprach seine auch per Handy festgehaltenen Eindrücke sofort zu posten.  

Forstfestumzüge

Es war für die Besucher und Ehrengäste in unserer Stadt wieder eine Augenreichtum, die Kinder in ihrer weißen Kleidung mit dem von ihnen präsentierten opulenten Blumenschmuck zu sehen. Die Gärtnerinnen und Gärtner haben wieder eine Meisterleistung hingelegt. Immerhin waren es in diesem Jahr ca. 1.540 Schülerinnen und Schüler, darunter auch eine erhöhte Anzahl von Teilnehmern aus den Förderschulen, die an den Auszügen teilgenommen haben. Tausende Astern und Gladiolen wurden durch Floristen, Blumenläden und Gartenbaubetriebe zu einem Blumenschmuck-Meer „gezaubert“.

 

Besucherzahl stabil

Wir können feststellen, dass annähernd die gleiche Anzahl an Tickets wie im vergangenen Jahr verkauft wurden (Tagesbänder und Wochenpakete entsprechend gezählt.). Hinzu kommen noch die Tickets für ehrenamtliche Kräfte und die Schülerinnen und Schüler, so dass man insgesamt von ca. 45.000 Besucher im Forst ausgehen kann. Darin sind noch nicht eingerechnet u.a. die Besucher zum Eröffnungskonzert auf dem Markt am Freitag, die Besucher der diversen Konzerte der Blasorchester, die Besucher des Adlerschießens. Hinzu kommen noch die Teilnehmer und Zuschauer des Schauturnens sowie – nicht zuletzt – die Besucher und Gäste der Umzüge. Bei Letzteren kann man jeweils geschätzt im Durchschnitt von mindestens von 3.000 Teilnehmern (Eltern, Großeltern und Verwandte) ausgehen mit einer entsprechenden Anzahl auch noch von auswärtigen Besuchern. Sehr vorsichtig geschätzt käme man wieder auf eine Gesamtzahl von ca. 54.000 Besuchern des Kamenzer Forstfestes in diesem Jahr. Wobei diese Zahl – wie schon ausgeführt – auf Annahmen und Schätzungen beruht. Gleich wie, es herrschte an allen Orten das gewünschte „Gewimmel“, sicherlich auch begünstigt durch die schon angebrochene Schulzeit. Die durch Schuleingangsfeiern bedingte geringeren Besucherzahlen am Forstfestsonnabend wurden durch die erhöhte Anzahl an Besuchern am Mittwoch, wo ja dieses Mal das Feuerwerk stattfand, nahezu kompensiert. Der Vorverkauf hat wieder gezeigt, dass viele die Möglichkeit genutzt haben, schon im Vorfeld des Festes entsprechende Einlassbändchen zu erwerben.

Eröffnungskonzert mit neuem Moderator

Das Eröffnungskonzert am Freitag war wieder phantastisch. Dank an das Blasorchester der Lessingstadt Kamenz, an das Blasorchester aus unserer Partnerstadt Kolin sowie an den Chor der Lessingstadt Kamenz, die alle das Publikum auf dem rappelvollen Markt begeisterten. Zu diesem Erfolg hat auch Achim Hoyer, der gemeinsam mit der Blütenkönigin Julia I. das Abendkonzert moderierte, beigetragen. Der Abend wurde dann mit „Musikalischen Grüßen“ der Gruppe „Triple Trouble“ beendet, die mit einer anderen Art der Blasmusik zu gefallen wussten.

Das 16. Treffen der Sächsischen Schützenvereine

Eine Besonderheit des diesjährigen Forstfestes war das 16. Treffen der Sächsischen Schützenvereine, welches schon am Sonnabend eine Vielzahl von Schaulustigen anlockte. Sieger in den Wertungen „Adlerschießen der Sächsischen Schützenvereine“ und „Adlerschießen des Sportschützenkreises 6 Westlausitz“ wurde die Privilegierte Schützengesellschaft Königsbrück e.V. Bürgerschützenkönig war in diesem Jahr Peter Nowotne.

Gelungenes Feuerwerk mit viel Raffinesse

Und da in diesem Jahr das Feuerwerk stattfand, machte sich dies – im Vergleich zum Vorjahr – durch einen spürbaren Zuwachs an Besuchern im Forst bemerkbar. Im Übrigen wusste das diesjährige Feuerwerk durch Raffinesse zu gefallen und überzeugte sowohl die Kamenzer als auch die auswärtigen Besucher mit Feuerwerksspezialitäten, wie sie in Kamenz noch nicht zu sehen waren.   

Rankewinden auf dem Markt

Insgesamt beteiligten sich am Mittwoch, dem 14. August beim Rankewinden auf dem Markt 222 und an der 1. Oberschule 54 Personen. Das ist noch einmal eine Steigerung gegenüber dem letzten Jahr. Getreu dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ stand am frühen Abend fest, dass dieses Mal 350 Meter Ranke gewunden worden. Respekt!

Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte

Hier kann kurz und bündig festgestellt werden, dass sich das Sicherheitskonzept auch in diesem Jahr bewährt hat. In diesem Zusammenhang dankt der Oberbürgermeister ausdrücklich für die Umsicht und die Zuverlässigkeit des Wachdienstes – der Mitteldeutschen Wachschutz GmbH & Co. KG. Dies schließt den Dank an die Rettungskräfte des DRK, an die Kameraden der FFw, an das Kamenzer Polizeirevier sowie an den Einsatzstab der Stadtverwaltung mit ein, denn sie haben alle gemeinsam und umfassend für Ordnung und die Sicherheit der Besucher des Kamenzer Forstfestes, einschließlich des Festgeländes, gesorgt. Insofern gab es auch keine erwähnenswerten oder gravierenden Vorkommnisse.

Staffelstabübergabe beim Schauturnen im Forst

19 Jahre hat sie das Schauturnen im Forst mit ihren Mitstreitern organisiert. Nach diesen langen und erfolgreichen Jahren übergab Petra Arendt den Staffelstab für die Organisation des Schauturnens an die jüngere Generation. Mit Katrin Driesnack hat eine engagierte Kamenzerin den Staffelstab übernommen.

Handel und Wandel

Erste Einschätzungen legen auch nahe, dass es bei den Schaustellern, Gewerbetreibenden und Zeltbetreibern eine gute Zufriedenheit sowohl hinsichtlich des Besucheraufkommens als auch der damit verbundenen Einnahmen. Dies bestätigte sich auch in Gesprächen, wo z.T. von großer Zufriedenheit gesprochen wurde. Das Geld habe wieder locker gesessen und das Kamenzer Forstfest habe eben ein ganz besonderes Flair. Genaueres werden weitere Auswertungsrunden ergeben. Im Übrigen wurden zwei Schaustellerfamilien – Familie Schuder für 50 Jahre und Familie Thieme für 60 Jahre – für ihre Treue zum Kamenzer Forstfest geehrt. Sie selbst bekundeten, dass dieses Fest für sie in jedem Jahr der Höhepunkt ist.

Gelebtes Zusammenwachsen

Für den Eingliederungsprozess von Schönteichen nach Kamenz war dieses Forstfest auch eine erste Bewährungsprobe, nahmen doch die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Schönteichen erstmalig an den Forstfestumzügen teil. Auch hier kann man sagen: Einstand gelungen!

Fußball zum Forstfest in Deutschbaselitz mit Wanderpokal

Bei bestem Fußballwetter fand am 16. August erstmalig ein Alt-Herren-Forstfestturnier im Rahmen des Forstfestes statt. Auf dem Großfeld wurde dann mit einer Spielzeit von einmal 25 Minuten gespielt. Der Einladung des SV „Aufbau Deutschbaselitz waren gefolgt: SV Biehla-Cunnersdorf, Freundeskreis Deutschbaselitz, AH Thonberger SC 1931 e.V. und der FC ACCUmotive. Nach spannenden Fußballspielen stand dann mit dem FC ACCUmotive der Sieger fest. Er erhielt den von der Stadt Kamenz gestifteten „Lessing-Wanderpokal zum Alt-Herren-Forstfestturnier“. Eine Neuauflage dieses Turniers ist für 2020 geplant.

Gemälde mit Kamenz-Motiv an Stadt überreicht

Ein besonderer Gast zum diesjährigen Forstfest war Stephanie Schobert. Sie weilte auf Einladung des Oberbürgermeisters in Kamenz und hatte die Gelegenheit, sich den Auszug der Kamenzer Schülerinnen und Schüler vom Balkon des Rathauses zu verfolgen.

Die Einladung war auch ein kleiner Dank dafür, dass Stephanie Schobert der Stadt Kamenz ein Gemälde übereignete, welches den weihnachtlichen Marktplatz so in den20/30er Jahren zeigt, auf dem u.a. auch der Standort einer der Tankstellen auf dem Buttermarkt zu sehen ist. Das Bild wurde von einem bisher unbekannten Künstler aus Görlitz gemalt. Erworben haben es in den 50er Jahren ihre Großeltern und es hing lange Zeit in der guten Stube. Von dort ging es dann an die Enkelin über, die früher ebenfalls in Kamenz wohnte. Ein erneuter Umzug aus Großdubrau nach Bautzen veranlasste Stephanie Schobert, darüber nachzudenken, was in die neue Wohnung mitkommt oder auch in den Sperrmüll kommt. Natürlich stand immer fest, dass das Gemälde wieder nach Kamenz kommt. Stephanie Schobert: „Es gehört einfach nach Kamenz.“ Es zeigt, so die Stifterin weiter, ein Stück Stadtgeschichte, an der sich die Älteren erfreuen und die Jüngeren erfahren können, wie Kamenz – gebrochen durch eine künstlerische Darstellung – damals aussah.

Die Städtischen Sammlungen werden sich des Zustandes des Bildes annehmen und zur gegebenen Zeit entsprechend restaurieren. Natürlich gilt es auch herauszufinden, von wem das Gemälde stammt und welche spannende Geschichte sich vielleicht dahinter verbirgt.

Vielen Dank an Stephanie Schobert für ihre Spende an die Stadt, darin eingeschlossen, auch der an die vielen anderen, die in der Vergangenheit mit für die Stadtgeschichte wertvollen Dokumenten und Gegenständen an die Stadt herangetreten sind. Vielleicht zeigt das Beispiel auch, dass man mal selbst wieder auf den Boden nachsieht und bei wohnlichen Veränderungen genau hinschaut, ob da etwas Interessantes für die Stadtgeschichte ist. 

Althergebrachte Gaststätte für kurz Zeit wiederbelebt

Mit der Neuauflage des Kaffeekränzels des Vereins „Stadtwerkstatt-Bürgerwiese“ wurde die Gaststätte “Zum Echten” für kurze Zeit geöffnet. Bei Kaffee und Kuchen oder auch kühlen Getränken konnte man sich in den lange geschlossenen Räumlichkeiten dieser ehemaligen Gaststätte aufhalten und neben der Beköstigung und den Gesprächen eine Fotoshow mit historischen Aufnahmen bewundern. Eine feine Initiative mit Herz!

Muss auch einmal gesagt werden

Die Blütenkönigin Julia I. alias Julia Petzold zeigte sich bei den vielen Auftritten, ob beim Adlerschießen oder bei den Umzügen, wie immer charmant und mit viel Ausstrahlung. Dazu gehören auch gut zurechtgemachte Haare. Und was vielleicht nicht so bekannt ist, schon seit Jahren wird dies mit Akkuratesse und kostenlos vom Friseuratelier Romy Bieger erledigt. Vielen Dank!

Erste Auswertungen

Das Forstfestkomitee traf sich bereits am Donnerstagabend zur ersten Nachschau und zu einem ersten Resümee im festlichen Rahmen. Natürlich gibt es hier und da – wie immer im Leben – noch Möglichkeiten zur Verbesserung, so z.B. das Mitsingen der Forstfestlieder durch die Schülerinnen und Schüler. Insgesamt wurde aber – wie schon ausgeführt – ein überaus positives Resümee gezogen.

Ausblick 2020

Im nächsten Jahr wird das Forstfest im Zeichen des Wirkens eines Schuldirektors stehen. Johann Gottlieb Wilhelm Leuner steht für 175 Jahre Festumzug, da durch ihn 1845 maßgeblich die konzeptionelle Festschreibung unseres Festes erfolgte. Er hat damit die entscheidenden Grundlagen gelegt und eine Festordnung geschaffen, die heute wieder bestimmend gilt und nach der die Festumzüge hinsichtlich Ablauf, Ordnung, Kleidung sowie Blumen und Fahnenpracht konzipiert sind.

Außerdem wird sich 2020 entscheiden, ob das Kamenzer Forstfest in das „Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen wird. Beim immateriellen Kulturerbe handelt es sich um kulturelle Ausdrucksformen und Handlungsweisen, die einen Wert darstellen und die von Generation zu Generation weitervermittelt werden und stetig erneut stattfinden. Die Chancen für eine Aufnahme in dieses Verzeichnis stehen gut.

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister und Vorsitzender des Forstfestkomitees

28.08.2019 - 11.09.2019

26.08.2019: Aufruf zur Landtagswahl 2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt,

am kommenden Sonntag, am 1. September haben Sie die Möglichkeit, Ihre Entscheidung für die Zukunft unseres Landes mit zu treffen. Kandidaten der unterschiedlichsten Parteien und Wählervereinigungen stellen sich zur Wahl. Sie haben es in der Hand, mit Ihrer Stimme Einfluss zu nehmen, wie sich unser Land in Zukunft entwickeln soll. Nutzen Sie Ihr Wahlrecht, um unseren Freistaat mitzugestalten.

Es gibt sicherlich viele Momente, die der einzelne Wähler, die einzelne Wählerin dabei für sich persönlich sieht.

Zwei Gedanken scheinen in diesem Zusammenhang sich geradezu in den Vordergrund zu stellen. Sie, die Bürgerinnen und Bürger, unserer Stadt können auf eine Aufbauleistung, die in den letzten 30 Jahren und zuvor erbracht wurde, stolz sein. Denken wir an den Stadtteil Kamenz-Ost und an viele Dinge mehr, die in der Zeit vor 1989 mit viel Fleiß, Beharrlichkeit und auch mit dem Verzicht auf das eine oder andere entstanden sind. Wenn wir dies so sehen, dann betten wir die letzten drei Jahrzehnte in unsere Lebenswelt ein.

Der zweite Gedanke ist, Sie als Wählerinnen und Wähler haben das Recht und in diesem Sinne sogar auch die Pflicht, sich politisch zu engagieren, mitzudiskutieren und Ihre eigenen Ansichten auch zu vertreten.

Der Rahmen einer Landtagswahl ist nur eine Möglichkeit, dies zu tun. Nutzen Sie deshalb Ihr Mitbestimmungsrecht am 1.September.

Mit den besten Grüßen

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister

der Lessingstadt Kamenz

26.08.2019 - 04.09.2019

Wahlbekanntmachung

1. Am Sonntag, dem 1. September 2019 findet die Wahl zum 7. Sächsischen Landtag statt.

    Die Wahl dauert von 8.00 bis 18.00 Uhr.

 

2. Die Stadt Kamenz ist in 19 allgemeine Wahlbezirke eingeteilt.

 

In den Wahlbenachrichtigungen, die den Wahlberechtigten in der Zeit bis zum 11. August 2019 übersandt worden sind, sind der Wahlbezirk und der Wahlraum angegeben, in dem der Wahlberechtigte zu wählen hat.

Ob Wahlräume barrierefrei sind oder nicht, ist auf den Wahlbenachrichtigungen vermerkt.

Die beiden Briefwahlvorstände treten zur Zulassung der Wahlbriefe sowie zur Ermittlung und Feststellung des Briefwahlergebnisses am Wahltag um 16.00 Uhr in 01917 Kamenz, Markt 1, im Ratssaal des Rathauses, 2. Obergeschoss, zusammen. Der Zugang ist von der Kirchstraße aus barrierefrei.

 

3. Jeder Wahlberechtigte kann nur in dem Wahlraum des Wahlbezirks wählen, in dessen Wählerverzeichnis er eingetragen ist.

Die Wähler haben die Wahlbenachrichtigung und ihren Personalausweis oder Reisepass zur Wahl mitzubringen. Die Wahlbenachrichtigung soll bei der Wahl abgegeben werden.

Gewählt wird mit amtlich hergestellten Stimmzetteln. Jeder Wähler erhält bei Betreten des Wahlraumes einen Stimmzettel ausgehändigt. Jeder Wähler hat eine Direktstimme und eine Listenstimme. Das Stärkeverhältnis der Parteien im Sächsischen Landtag errechnet sich nur aus der Anzahl der Listenstimmen.

Der Stimmzettel enthält jeweils unter fortlaufender Nummer

a) für die Wahl im Wahlkreis die Namen der Direktbewerber der zugelassenen Kreiswahlvorschläge, bei Kreiswahlvorschlägen von Parteien außerdem den Namen der Parteien und, sofern sie eine Kurzbezeichnung verwendet, auch diese, bei anderen Kreiswahlvorschlägen außerdem das Kennwort und rechts von dem Namen jedes Bewerbers einen Kreis für die Kennzeichnung,

b) für die Wahl nach Landeslisten die Bezeichnung der Parteien, sofern sie eine Kurzbezeichnung verwenden, auch diese, und jeweils die Namen der ersten fünf Bewerber der zugelassenen Landeslisten und links von der Parteibezeichnung einen Kreis für die Kennzeichnung.

Der Wähler gibt

seine Direktstimme in der Weise ab,

dass er auf dem linken Teil des Stimmzettels durch ein in einen Kreis gesetztes Kreuz oder auf andere Weise eindeutig kenntlich macht, welchem Bewerber sie gelten soll,

und seine Listenstimme in der Weise,

dass er auf dem rechten Teil des Stimmzettels durch ein in einen Kreis gesetztes Kreuz oder auf andere Weise eindeutig kenntlich macht, welcher Landesliste sie gelten soll.

Der Stimmzettel muss vom Wähler in einer Wahlkabine des Wahlraumes oder in einem besonderen Nebenraum gekennzeichnet und in der Weise gefaltet werden, dass seine Stimmabgabe nicht erkennbar ist. In der Wahlkabine darf nicht fotografiert oder gefilmt werden.

 

4. Die Wahlhandlung sowie die im Anschluss an die Wahlhandlung erfolgende Ermittlung und Feststellung des Wahlergebnisses im Wahlbezirk sind öffentlich. Jedermann hat Zutritt, soweit das ohne Beeinträchtigung des Wahlgeschäfts möglich ist.

 

5. Wähler, die einen Wahlschein haben, können an der Wahl im Wahlkreis, in dem der Wahlschein ausgestellt ist,

a) durch Stimmabgabe in einem beliebigen Wahlbezirk dieses Wahlkreises oder

b) durch Briefwahl teilnehmen.

Wer durch Briefwahl wählen will, muss sich von der Stadtverwaltung einen amtlichen Stimmzettel, einen amtlichen Wahlumschlag sowie einen amtlichen Wahlbriefumschlag beschaffen und seinen Wahlbrief mit dem Stimmzettel (im verschlossenen Wahlumschlag) und dem unterschriebenen Wahlschein so rechtzeitig der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Stelle zuleiten , dass er dort spätestens am Wahltag bis 16:00 Uhr eingeht. Der Wahlbrief kann auch bei der angegebenen Stelle abgegeben werden.

 

6. Jeder Wahlberechtigte kann sein Wahlrecht nur einmal und nur persönlich ausüben (§ 13 Absatz 4 des Sächsischen Wahlgesetzes).

Ein Wahlberechtigter, der des Lesens unkundig oder wegen einer körperlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung an der Abgabe seiner Stimme gehindert ist, kann sich hierzu der Hilfe einer anderen Person bedienen. Die Hilfeleistung ist auf technische Hilfe bei der Kundgabe einer vom Wahlberechtigten selbst getroffenen und geäußerten Wahlentscheidung beschränkt. Unzulässig ist eine Hilfeleistung, die unter missbräuchlicher Einflussnahme erfolgt, die selbstbestimmte Willensbildung oder Entscheidung des Wahlberechtigten ersetzt oder verändert, oder wenn ein Interessenkonflikt der Hilfsperson besteht (§ 14 Absatz 5 des Sächsischen Wahlgesetzes).

Wer unbefugt wählt oder sonst ein unrichtiges Ergebnis einer Wahl herbeiführt oder das Ergebnis verfälscht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Der Versuch ist strafbar (§ 107a Absatz 1 und 3 des Strafgesetzbuches).

Kamenz, 12.08.2019

Dantz

Oberbürgermeister

19.08.2019 - 04.09.2019

Wahlbekanntmachung in sorbischer Sprache

Wozjewjenje wólbow

19.08.2019 - 04.09.2019

26.08.2019: Änderung Bürgerservice-Zeiten für den 31.08.2019 - Termin vorbei

Die regelmäßige Samstags- öffnung im September (1. Samstag im Monat) wird auf Samstag, 31. August 2019, 9 bis 12 Uhr, vorverlegt. Die Samstagsöffnung im Oktober findet am 12.10.2019 statt.

26.08.2019 - 04.09.2019

22.08.2019: Informationen zur Baumaßnahme "Errichtung einer barrierefreien Bushaltestelle an der Macherstraße

Kamenz - Macherstraße: Aufwertung von Infrastruktureinrichtungen - Errichtung einer barrierefreier ÖPNV – Bushaltestellen

Im Auftrag der Stadt Kamenz wird im Zuge des o.g. Vorhabens in Kamenz, in der Macherstraße gegenüber der Schwimmhalle die vorhandene Bushaltestelle durch eine barrierefreie Bushaltestelle ersetzt.

Die Baumaßnahme in der Macherstraße ist mit einer halbseitigen Sperrung verbunden. Eine Behelfshaltestelle wird stadteinwärts vor der Baustelle errichtet und weiterhin durch den Busverkehr bedient.  

Die geplante Bauzeit erstreckt sich voraussichtlich ab dem 19.08.2019 über einen Zeitraum von ca. einem Monat.

Diese Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberelbe.

Wir bitten alle Gewerbetreibenden, Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die im Zuge der Bauleistungen entstehenden Behinderungen und Einschränkungen.

22.08.2019 - 05.09.2019

21.08.2019: Städtebahn startet wieder

Nach der Betriebseinstellung startet die Städtebahn Sachsen (SBS) schrittweise wieder ihren Zugverkehr. Zwischen Dresden und Kamenz (RB 34) sowie im Müglitztal (RB 72) fahren seit 19. August die Züge wieder zu den gewohnten Zeiten. Zwischen Königsbrück und Dresden (RB 33) sowie Pirna und Sebnitz (RB 71) fahren Ersatz-Busse. 

Auch auf der RB 34 und der RB 72 fahren trotz der Züge weiterhin Ersatz-Busse parallel. Über die mögliche Einstellung des Busverkehrs informiert der VVO im Verlauf der kommenden Woche.    

Für den VVO steht eine schnelle Lösung im Interesse der Fahrgäste sowie der Mitarbeiter im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter der SBS und zahlreichen Partner arbeiten wir daran, schnellstmöglich wieder ein zuverlässiges Angebot auf den betroffenen Linien anbieten und damit auch den betroffenen Mitarbeitern eine Perspektive aufzeigen zu können.

Weitere Informationen hier: Fahrplänen.

Informationen zu Tarif und Fahrplan gibt es im Internet unter www.vvo-online.de und telefonisch an der InfoHotline 0351/ 852 65 55.

Weiter Informationen erhalten Sie bei Christian Schlemper/Pressesprecher

Verkehrsverbund Oberelbe GmbH

Leipziger Str. 120

01127 Dresden

Telefon +49 (0) 351 852 65 12

Telefax +49 (0) 351 852 65 13

www.vvo-online.de

www.twitter.com/vvo_presse

21.08.2019 - 26.08.2019

20.08.2019: Bürgerladen zieht Ferienresümee

Am 16.07.2019 wurde das im Ferienpass angebotete „Phänomenal“ Ferienevent veranstaltet. Hier konnten die Kids basierend auf physikalischen Grundgesetzen z.B. Wasser schweben lassen oder Dinge bewegen ohne sie zu berühren. Hoch konzentriert „zauberten“ die kleinen Wissenschaftler den ganzen Vormittag und waren begeistert zu erleben, was in ihnen steckt. Aufgrund der hohen Nachfrage, gab es für dieses Event eine zweite und dritte Wiederholung.

Am 25.07.2019 wurde gemeinsam mit der Lebenshilfe e.V. den Kindern eine kleine Lehrstunde in Sachen Körperwahrnehmung geboten. Sie staunten welche Reize sie nicht nur übers Sehen sondern auch über das Schmecken, das Tasten, dass Hören und das Fühlen wahrgenommen werden konnten. Mithilfe von Tastsäckchen, Kostproben oder Hörtests schulten die Kids ihre Sinne.

Der 30.07.2019 war für die Kinder von „ProKids“ ein ganz besonderer Tag. Auf dem Gelände der Hundeschule Niederlausitz erprobten sie sich im Hürdenlauf und konnten mit Esel und Pferd einen Parkour einüben. Sie ließen im „Mentosexperiment“ Cola Flaschen in die Luft steigen oder formten mit Knete die Höhepunkte des Tages. Mit Spagetti und Plinsen stärkten sie sich für ganzen 9 Stunden Aktion auf dem Platz. Am Ende des Tages wurde eine Siegerehrung vollzogen und die Kinder konnten eigene Erfolge verbuchen.

Am 31.07.2019 wurde der Ferienauflug zum Saurierpark Kleinwelka organisiert. Die Großtiere aus vergangene Zeiten wurden bestaunt und im Kletterpark bzw. auf der Riesenrutsche konnten sich die Kinder austoben.

Das „Playport“ in Dresden  war ein weiteres Event der Ferienangebote des Bürgerladens „GemeinSinn“. In der rießigen Tobehalle kletterten, sprangen, hüpften oder rutschten die Kids einige Stunden bis sie erschöpft aber zufrieden an ihren Limonaden hingen.

In der letzten Ferienwoche tauchten die Kinder mittels 3D Brillen in eine andere Welt. Beim Kinobesuch „König der Löwen“ hatten die Kids tierischen Spaß.

Am Ende jeder Veranstaltung wurden die Kinder mit Eisshakes oder selbstgemachter Limonade verwöhnt.

Das nächste anstehende Event des Bürgerladens ist die Teilnahme an der Trödelmeile am 08.09.2019 am Markt in Kamenz. Gern können die Bürger nicht mehr gebrauchte Dinge im Bürgerladen kostenlos abgeben, die dann dort angeboten werden. Der Erlös wird in einem Straßenfest zum Einsatz kommen. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich im Vorfeld an folgenden Kontakt: Mobil: 0151 646 77120 oder an ines.holling@daa.de.

Vielen Dank Dipl.-Päd. I. Holling

20.08.2019 - 28.08.2019

14.08.2019: Ein Abend der sorbischen Musik - Termin vorbei

Die sorbische Kultur verbindet Carolina Eyck und das Ensemble Serbska Reja. Zwischen Avantgarde, Volksmusik und Tanz begegnen sich die Musiker*innen bereits zum zweiten Male. Am Dienstag den 20.08.2019 bitten u.a. Carolina Eyck, Beth Folgemann und Georg Kliem zum sorbischen Tanz im Ratssaal des Kamenzer Rathauses.

Der Beginn ist 19:30 Uhr.

Der Eintritt beträgt 10 EUR pro Person.

14.08.2019 - 22.08.2019

14.08.2019: Ersatzfahrplan für VVO-Dieselnetz ab 19. August 2019 (Meldung überholt)

Nach der Betriebseinstellung startet die Städtebahn Sachsen (SBS) schrittweise wieder ihren Zugverkehr. Zwischen Dresden und Kamenz (RB 34) sowie im Müglitztal (RB 72) fahren seit 19. August die Züge wieder zu den gewohnten Zeiten. Zwischen Königsbrück und Dresden (RB 33) sowie Pirna und Sebnitz (RB 71) fahren Ersatz-Busse. 

Auch auf der RB 34 und der RB 72 fahren trotz der Züge weiterhin Ersatz-Busse parallel. Über die mögliche Einstellung des Busverkehrs informiert der VVO im Verlauf der kommenden Woche.    

Für den VVO steht eine schnelle Lösung im Interesse der Fahrgäste sowie der Mitarbeiter im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter der SBS und zahlreichen Partner arbeiten wir daran, schnellstmöglich wieder ein zuverlässiges Angebot auf den betroffenen Linien anbieten und damit auch den betroffenen Mitarbeitern eine Perspektive aufzeigen zu können.

Weitere Informationen hier: Fahrplänen.

Informationen zu Tarif und Fahrplan gibt es im Internet unter www.vvo-online.de und telefonisch an der InfoHotline 0351/ 852 65 55.

Direktauskunft

Weiter Informationen erhalten Sie bei Christian Schlemper/Pressesprecher

Verkehrsverbund Oberelbe GmbH

Leipziger Str. 120

01127 Dresden

Telefon +49 (0) 351 852 65 12

Telefax +49 (0) 351 852 65 13

www.vvo-online.de

www.twitter.com/vvo_presse

14.08.2019 - 21.08.2018

14.08.2019: Rankewinden mit vielen fleißigen Helfern

Um die Innenstadt und das Kamenzer Rathaus festtauglich zu machen und gebührend zu schmücken, hatten sich wieder viele fleißige Helfer auf dem Marktplatz eingefunden. Gegen 16 Uhr lag die Zahl bei ca. 120, die sich aufgemacht hatten, um beim Rankewinden zu helfen. Selbstverständlich ließ es sich der Oberbürgermeister nicht nehmen, am Vormittag die anwesenden Unterstützer persönlich zu begrüßen. Welche hohe Bedeutung das Rankewinden hat, ließ sich auch daran erkennen, dass das MDR-Fernsehen vor ORT war und sowohl die Rankewinder als auch den Oberbürgermeister interviewte. Dieser brachte seine Freude zum Ausdruck, dass jedes Jahr Mehr Menschen bereit sind und sich am Rankewinden beteiligen. Des Weiteren verwies er auf das Treffen der Sächsischen Schützenvereine. Mit einem großen Umzug am Sonnabend, dem 17.08.2019 geben sie dem diesjährigen Forstfest sein besonderes Gepräge. Außerdem teilte er dem MDR mit, dass der Antrag auf Einbringung des "Kamenzer Forstfestes" in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Arbeit sei. Das habe das Forstfest in seiner Einzigartigkeit und als ein Fest von Kamenzern und für Kamenzer einfach verdient.

Der Beitrag zum Kamenzer Forstfest wird voraussichtlich am Mittwoch, dem 14.08.2019, 19 Uhr im "MDR-Sachsenspiegel" ausgestrahlt.

Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.forstfest-kamenz.de.

14.08.2019 - 20.08.2019

08.08.2019: Verkehrsbeschränkungen und Busse zum Forstfest!

Informationen zum Kamenzer Forstfest 2019

Sehr geehrte Einwohner von Kamenz,

das diesjährige Kamenzer Forstfest steht im Zeichen des Treffens der Sächsischen Schützenvereine. Wir freuen uns, dass der Sächsische Schützenbund e.V. das 16. Treffen der Sächsischen Schützenvereine in Kamenz und zum Forstfest durchführt. Das ist für uns eine große Ehre und wertet das diesjährige Forstfest erheblich auf bzw. macht es noch öffentlichkeitswirksamer. So treffen sich dieses Mal die Schützenvereine aus dem Freistaat am Sonnabend, dem 17. August 2019, also nicht wie der Schützenumzug sonst am Sonntag.

Bitte besondere Verkehrseinschränkungen am Sonnabend, dem 17. August beachten!

Aufgrund dessen wird es am Sonnabend Verkehrseinschränkungen von 8 bis ca.  13 Uhr, vor allem im Innenstadtbereich geben. Die Zufahrten in Richtung Innenstadt/Markt sind ab 10:00 Uhr voll gesperrt.

Weitere Verkehrseinschränkungen während des Forstfestes 2019

Während des Eröffnungskonzertes am Freitagabend auf dem Markt, den traditionellen Forstfestumzügen, dem Sportlerumzug und zum Abschluss des Platzkonzertes des Oberlichtenauer Spielmannzuges auf dem Markt mit dem Einzug der Schüler am Donnerstagabend kommt es im Stadtgebiet zu erheblichen Verkehrseinschränkungen. Deshalb bitten wir auf die angeordnete Beschilderung zu achten und diese unbedingt einzuhalten.

Pendelverkehr zum Festplatz

Zum und vom Festplatz wird es auch in diesem Jahr einen Pendelverkehr für Kamenz und einige Ortsteile geben. 

Für die Nutzung des Pendelverkehrs ist ein Fahrpreis in Höhe von 1,50 EUR pro Fahrt zu entrichten, wobei Kinder bis 6 Jahren davon ausgenommen sind.

Der Pendelverkehr 2019 im Überblick:

OT Schiedel, Zschornau, Deutschbaselitz                                               

Samstag und Mittwoch                                           

ab Schiedel-Haltestelle                                             17:50 Uhr          

Zschornau- Haltestelle                                             

Deutschbaselitz-Haltestelle                                                                                                           

Rückfahrt ab Forststraße                                          24:00 Uhr                                                                 

                                                          

OT Gelenau, Lückersdorf, Hennersdorf                                                                                                           

Samstag und Mittwoch                                           

ab Lückersdorf/Wendeplatz                                    18:00 Uhr          

Lückersdorf-Niederdorf                                           

Gelenau-Löschteich                                                  

Gelenau-Schule                                                         

Hennersdorf                                                                                                          

Rückfahrt ab Forststraße                                          24:00 Uhr          

mit Linie Zschornau/Schiedel/Deutschbas

Nutzen Sie bitte auch die Linie 21, die Montag bis Freitag vom Bahnhof über den Markt, Bautzner Str., Hohe Str. bis zur Forststraße und zurückfährt. Beachten Sie dabei die Abfahrtzeiten gemäß Fahrplan                                                                                                                                    

Über den Fahrplan in Richtung Dresden (Schienenersatzverkehr) informieren Sie sich bitte auf dem Bahnhof Kamenz bzw. im Internet.

Für die Dauer des Forstfestes besteht die Möglichkeit auf der Christian-Weißmantel-Straße/Andreas-Grünberger-Str., und an der Willy-Muhle-Str.  auf den ausgewiesenen Parkplätzen das Fahrzeug kostenfrei abzustellen.

Bitte beachten Sie die angeordneten Halteverbote auf der Forststraße, dem Steinbruchweg und im Wohngebiet am Spittelforst.  Der Steinbruchweg ist ab Forststraße voll gesperrt. Die Zufahrt der Anlieger zur Koliner Str. /Alzeyer Str. und Steinbruchweg erfolgt über die Nebelschützer Str.

Die Zufahrten für Rettungsfahrzeuge und die Grundstückszufahrten sind zu unser aller Sicherheit unbedingt freizuhalten

Sachgebiet Ordnung/Sicherheit

08.08.2019 - 26.08.2019

05.08.2019: Helfer für das Rankewinden gesucht (Termin vorbei)

Um die Innenstadt und das Kamenzer Rathaus festtauglich zu machen und gebührend zu schmücken bedarf es viele fleißige Helfer. Traditionell treffen sich diese vor dem Fest - dieses Jahr am Mittwoch, 14.08.2019 ab 9.00 Uhr - im Zelt auf dem Marktplatz, um in geselliger Runde kräftig mit anzupacken und etliche Meter Reisig-Ranke zu winden. Ganz gleich, ob winden, zuschneiden und zureichen – jede helfende Hand wird bis in den späten Abend benötigt und dankbar willkommen geheißen. Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt. Mitzubringen sind eine Gartenschere und Handschuhe. Als Dankeschön erhalten die Helfer je ein Wochenpaket für den freien Eintritt zum Forstgelände. Übrigens, wer eine Ranke für das eigene Haus winden möchte, kann sich vor Ort Reisig für den Eigenbedarf abholen.

Alle Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.forstfest-kamenz.de

05.08.2019 - 14.08.2019

05.08.2019: Feuerwehr Kamenz-Stadt schmückt Stadt zum Forstfest

Ehe uns die Züge der Kamenzer Schülerinnen und Schüler in ihrer weißen Kleidung und mit der getragenen Blumenpracht erfreuen, beginnt Kamenz sich optisch langsam auf das diesjährige Forstfest vorzubereiten. Am 5. und 8. August, jeweils ab 18 Uhr, legten sich die Kameradinnen sowie Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kamenz-Stadt ins Zeug und schmückten ihre Heimatstadt. Vielen Dank aus dem Rathaus!

05.08.2019 - 14.08.2019

02.08.2019: Viele Menschen spendeten für den Reiterhof Wendt im Kamenzer Ortsteil Brauna

Gemeinschaft leben, heißt auch einander in der Not helfen

Hilfsaktion für Reiterhof Wendt in Brauna schon jetzt ein großer Erfolg

Es war ein Schock als die Nachricht vom Brand auf dem Reiterhof Wendt in im Kamenzer Ortsteil Brauna die Runde in der Öffentlichkeit machte. Viele Menschen waren bestürzt und zeigten ihr Mitgefühl für Familie Wendt, der dieses furchtbare Ereignis widerfuhr. Doch es blieb nicht nur bei Worten des Mitgefühls – dies sind mithin auch leicht dahin gesprochen –, es folgten auch Taten, denn in der Not hilft man sich einander. Dies ist ein gutes Zeichen in Zeiten, denen oft nachgesagt wird, dass soziale Kälte und Egoismus dominieren würden und zugleich sind sie Ausdruck dafür, dass Menschen für einander einstehen. Nur so erklärt sich, dass mit Stichtag 30. Juli 2019 – und das Brandereignis fand in der Nacht des 22. Julis statt –, also 8 Tage später schon 11.183,33 EUR auf dem von der Stadt Kamenz eingerichteten Spendenkonto eingingen. Insgesamt waren bei dieser Hilfsaktion 125 Spendeneingänge zu verzeichnen. Und wenn man etwas bürokratisch von „Spendeneingängen“ spricht, so stehen dahinter Menschen, denen das Schicksal anderer nicht egal ist und die nicht nur mit guten Worten, sondern mit guten und praktischen Taten helfen, die Folgen dieses Schicksalsschlages zu lindern. Diesen Menschen, ob aus Kamenz direkt oder aus anderen Worten, ob mit großen oder kleineren Beträgen, gilt der Dank der Stadt Kamenz für ihre gute Tat.

Und nach wie vor besteht die Möglichkeit zur Abgabe einer Spende unter der angegebenen Kontoverbindung bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden:

Kontoinhaber:                       Große Kreisstadt Kamenz

Spendenkonto – IBAN:         DE 24 8505 0300 30000306 10

BIC                                           OSDDDE81XXX

Verwendungszweck:               Spende Reiterhof Wendt

Nochmals vielen Dank an alle, die sich bisher an dieser großartigen Hilfsaktion beteiligt haben, auch in der Hoffnung, dass vielleicht der ein oder andere noch diesem Vorbild folgen wird. Auch kleinere Beiträge helfen, Not zu lindern!

02.08.2019 - 15.08.2019

Oberbürgermeister Roland Dantz (l.) und sein ehrenamtlicher Stellvertreter Jörg Bäuerle (r.) übergaben Markus Wendt und Oma Brunhilde Rößler das Resultat der Spendenbereitschaft. Das Geld wurde inzwischen an den Reiterhof überwiesen.
22.07.2019: Brand im Reiterhof Wendt - Aufruf zur Hilfe

Sie können helfen!

Brandereignis im Reiterhof Wendt im Ortsteil Brauna

In der Nacht vom 21. zum 22. Juli suchte ein Brandereignis den Reiterhof der Familie Wendt im Ortsteil Brauna heim. Einiges spricht dafür, dass es sich um eine Brandstiftung handeln könnte. Dies werden die Brandermittler und letztendlich die Spezialisten der Polizei klären. Besonders tragisch ist, dass drei Pferde verletzt wurden und zwei Pferde um kamen. Der Reiterhof wird seit vielen Jahrzehnten von der Familie in Brauna betrieben. Er ist weit über die Stadtgrenzen hinaus vor allem als Deckstation für das Landesgestüt Moritzburg bekannt.

Die junge Familie, die den Reiterhof jetzt führt, ist natürlich durch das Ereignis hart getroffen.

Dank des Einsatzes von über 70 Feuerwehrkameraden und -kameradinnen konnte die Brandausbreitung auf das angrenzende Wohnhaus und auf die angrenzenden Wirtschaftsgebäude verhindert werden. Wir alle haben den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren sehr zu danken.

Was kann man tun, wenn wir uns überlegen, dass auch das Schicksal von jungen Leuten, die selbständig ihr Gewerbe ausüben, in so einem Fall betroffen ist? Oft ist es so, das viele helfen wollen und von daher haben wir uns kurzerhand entschieden, in der Stadtverwaltung Kamenz ein Spendenkonto einzurichten. So kann auch mit kleinen Beträgen geholfen werden, das Leid zu mindern. Und so kann auch ein Zeichen gegenüber den Betroffenen gesetzt werden, und es kann auch helfen, Mut zu machen. So können wir zeigen, dass wir auch in Zeiten, wo es mal einem schlecht geht, füreinander da sind und als Gemeinschaft zusammenstehen.

Wer dies so sieht und in diesem Sinne etwas tun möchte, der kann die nachfolgend angegebene Kontoverbindung bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden nutzen:

Kontoinhaber:  Große Kreisstadt Kamenz

Spendenkonto – IBAN: DE 24 8505 0300 30000306 10

BIC  OSDDDE81XXX

Verwendungszweck: Spende Reiterhof Wendt

Der Betrag wird dann Familie Wendt zur Verfügung gestellt.

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister der Lessingstadt Kamenz

22.07.2019 - 07.08.2019

22.07.2019: Vollsperrung S 100 Königsbrücker Straße aufgehoben

Vollsperrung der S 100 - Königsbrücker Straße

Vollsperrung der S 100-Königsbrücker Straße in Kamenz zwischen Joliot-Curie-Siedlung und Abzweig nach Liebenau, S93

Am Montag, den 08. Juli beginnt die bereits angekündigte Straßenbaumaßnahme auf der S 100 - Königsbrücker Str. in Kamenz.

Der Bauherr, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) ersetzt in diesem Bereich einen Straßendurchlass durch einen Ersatzneubau.

Mit Beginn der Baumaßnahme ist die S 100 in beide Richtungen zwischen der Kreuzung Königsbrücker Str./Joliot-Curie-Siedlung in Kamenz und dem Ortseingang Brauna voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die B 97 Bernsdorf (Königsbrück – Bernsdorf – Kamenz bzw. Kamenz - Bernsdorf - Königsbrück).

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Seibt, Stadtverwaltung Kamenz, Untere Straßenverkehrsbehörde, unter der Telefonnummer 03578-379241 gern zur Verfügung.

04.07.2019 - 19.07.2019

17.07.2019: Workhop Ideenschmiede

Workshop zum Thema "Ideenschmiede Miniprojekte"

Im Rahmen des städtischen ESF-Projekts "Freizeit macht stark!" findet am 12.07.2019 ab 15:00 Uhr im Haus der Begegnung e.V. ein Workshop zum Thema "Ideenschmiede Miniprojekte" statt.

Ideenschmiede Miniprojekte!

Zu diesem Workshop sind alle Jugendlichen eingeladen, die Interesse haben ein Miniprojekt (Budget max. 500,- €) umzusetzen.

Im Rahmen des Workshops werden wir einen Input zum Thema Projektmanagement für Jugendliche im Ehrenamt geben und eine große Ideenschmiede veranstalten. Diese Ideenschmiede soll den Teilnehmern ermöglichen eine Projektidee zu entwickeln oder eine bestehende Projektidee vorzustellen, um diese dann umsetzen zu können. Dabei legen wir vor allem Wert auf Selbstständigkeit, Kreativität und Engagement. Projektthemen können ganz unterschiedlich sein. 

Als Ansprechpartner steht Edith Ewert – Projektmitarbeiterin "Freizeit macht stark" – zur Verfügung. Sie unter der Telefonnummer 03578 310432 von Montag bis Freitag von 15:00 bis 19:00 Uhr erreichbar.

Freizeit macht stark!

05.07.2019 - 19.07.2019

16.07.2019: Grundsteinlegung für das Kinderhaus Wiesa

Grundsteinlegung für das Kinderhaus Wiesa

Mit der Grundsteinlegung für das Kinderhaus in Wiesa entstehen 70 Kita Plätze neu

Am 12. Juli 2019 war es soweit, die Grundsteinlegung zur Errichtung des Kinderhauses fand im Kamenzer Ortsteil Wiesa statt. Damit wurde die Grundlage für ein millionenschweres Bauvorhaben gelegt, welches in seiner Verwirklichung einen bedeutenden Schritt zur Verbesserung und zum Ausbau der Kinderbetreuung in der Stadt Kamenz darstellt.

Begonnen hatte alles 2014. Die doch langwierigen Prüfungs- und Abwägungsprozesse, bei denen neben den Fachbereichen der Verwaltung auch der Ortschaftsrat sowie die Nutzer und Elternvertretern einbezogen waren, führten zu der Erkenntnis, dass es eine sachgerechte Lösung wäre, wenn beide Kindereinrichtungen in einem Neubau – wodurch in der Stadt Kamenz zusätzlich 70 Kita-/Krippenplätze geschaffen werden -  vereint würden. Vorteile waren u.a. ein besseres Kosten-Leistungsverhältnis, die Sicherung einer Maximalbelegung von 170 Plätzen (100 Plätze für die Hortkinder, 46 Plätze für Kindergarten- und 24 Plätze für Kinderkrippenkinder) sowie Synergieeffekte örtlicher, baulicher und personeller Art, wenn zwei Einrichtungen in einem Gebäude untergebracht werden. Außerdem entspricht die gefundene Lösung den Empfehlungen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zu den räumlichen Anforderungen an Kindertageseinrichtungen. All diese Überlegungen führten am 14. Juni 2017 zu dem Grundsatzbeschluss des Kamenzer Stadtrates zum Neubau einer komplexen – also den Hort und eine Kindertagestätte umfassenden – Kindereinrichtung. Mit ca. 4,474 Mill. EUR für die Stadt Kamenz ein Großprojekt. Auch wenn entsprechende Fördergelder aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ und der gewährten Investitionspauschale in Anspruch genommen werden, verbleiben bei der Stadt Eigenmittel in Höhe von ca. 2,49 Mill. EUR. Sicher ein großer Betrag, der aber für die Zukunft der Stadt Kamenz bzw. in ihre soziale Infrastruktur gut angelegt ist.

Passend begonnen wurde die Grundsteinlegung mit dem Lied „Wir wollen Euch begrüßen“ von Kindern des Wiesaer Hortes, die begleitet von der Leiterin des Hortes, Annegret Kühnemann, auf diese Weise der zukünftigen Kindereinrichtung an diesem Tag ihre Reverenz erwiesen.

In seinem Grußwort brachte Oberbürgermeister Roland Dantz zum Ausdruck, dass der Neubau auch mit dem Bestand der Kita am Hasenberg verbunden ist.

Er dankte allen Beteiligten, die sich in die Planung, Vorbereitung und der jetzt begonnenen Durchführung des Baus eingebracht haben. Mit der Grundsteinlegung wurde der erste Abschnitt dieses Bauvorhabens absolviert. Ziel ist es, das fertige Gebäude im Juni 2020 der Öffentlichkeit bzw. den Nutzern zu übergeben.

Ebenfalls ergriff die anwesende Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Regina Kraushaar, das Wort, die an diesem Tag u.a. auch das AZURIT Seniorenzentrum Bautzner Berg besuchte. Auch sie sah in diesem 4,5 Millionen Euro Projekt ein Zeichen für eine gute Zukunft und Familienfreundlichkeit der Stadt Kamenz sowie einen Standortvorteil, wenn es um wirtschaftliche Ansiedlungssynergien geht.

Im Anschluss an den bei solchen Gelegenheiten obligatorischen Redeteil wurde die versiegelte Kartusche versenkt und durch den Oberbürgermeister, die Staatssekretärin, die Landtagsabgeordneten Aloysius Mikwauschk und Marion Junge, der Leiterin des Hortes sowie die Jüngsten mit  Beton versiegelt. Neben der tagesaktuellen Ausgabe der SZ befinden sich in der Kartusche die entscheidenden Beschlüsse des Stadtrates, die Namen der Stadträte und Mitglieder des Ortschaftsrates Wiesa, Pläne zum Bau sowie eine Fotocollage mit den Vorstellungen der Hortkinder über ihr zukünftiges Haus.

Der nächste Schritt ist jetzt die Fertigstellung der Gebäudehülle, einschließlich Dach und Fassade im Januar 2020. Dem schließt sich bis Mai 2020 der Innenausbau an, so dass nach den erforderlichen Abnahmen die Nutzung ab Juli 2020 möglich ist. Sicher, ein ambitionierter Zeitplan, aber zum Wohle der Kinder und Eltern von Kamenz machbar!

16.07.2019 - 08.08.2019

15.07.2019: Freude über den neuen Spielplatz im Kamenzer Ortsteil Lückersdorf

Neuer Spielplatz im Kamenzer Ortsteil Lückersdorf

Am Band von rechts nach links: Oberbürgermeister Roland Dantz, Lotta Senkpiel, Ortschaftsratvorsitzender Manfred Schlotter, GF der SWG Wulf-Dietrich Schomber und Ralf Sterzel von der KDK

In einer kleinen Feierstunde mit dem obligatorischen Banddurchschneiden am 11. Juli erfolgte die offizielle Freigabe des neuerrichteten Spielplatzes in Lückersdorf.

In Abstimmung mit dem Ortschaftsrat wurde ein Platz gefunden, wo die Kinder aus Lückersdorf, aber vielleicht auch Gelenau ihren spielerischen Aktivitäten nachgehen können. Und damit die Eltern, wenn Sie ihre Kinder beaufsichtigen, nicht stehen müssen, bieten aufgestellte Bänke die Möglichkeiten zum Sitzen. Nun locken eine Schaukelkombination (mit Schaukelsitz, Kleinkindersitz, Nestschaukel), Wippe, Sandkasten, ein Drehkarussell u.v.m. zum Verweilen.

Zur Freude der Kinder

Die nächste „Spielplatzgeneration“ steht schon in den Startlöchern.

Wie ein Spielplatz mit neuem Spielgerät verstärkt anziehend sein kann, hatte in der Vergangenheit die Neugestaltung des Spielplatzes am Lessingplatz gezeigt, wo jetzt schon seit geraumer Zeit eine hohe Frequentierung zu beobachten ist. Dies möge natürlich auch dem Spielplatz in Lückersdorf, der ja ganz neu ist, beschieden sein.

In seiner kleinen Rede verwies der Oberbürgermeister neben dem Dank der an die Beteiligten – gemeint waren die Mitarbeiter der KDK GmbH, die Sicherheitsfachkraft Peter Gnauk, der Ortschaftsrat und natürlich die zuständige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung – auf die Investitionssumme von fast 35.000 EUR, wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass der Ortschaftsrat ca. 1000 EUR aus seinem Verfügungsfond für die Heckeneinfriedung beisteuerte.

Kleines Programm vom Käferland

Mit einem kleinen Programm bedankten sich die Kinder aus dem Kindergarten „Käferland“ in Lückersdorf, die zukünftig – auch nach ihrer Zeit in der Einrichtung – und ganz in ihrer Nähe einen tollen und spannenden Spielplatz vorfinden. Auch wenn es für die Kinder selbstverständlich sein sollte, Kamenz ist wieder ein wenig kinderfreundlicher geworden.

15.07.2019 - 05.08.2019

08.07.2019: Sportschießen für einen guten Zweck am 31.08.19

Die Schützengesellschaft Kamenz e.V. veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Sonnenstrahl e.V. Dresden - Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche das 3. Charityschießen. Mach mit!

Das 3. Charity Shooting Event - Für einen guten Zweck

Bei diesem Sportschießen am 31. August 2019 von 10 bis 17 Uhr geht es nicht nur um Wettkampferfolge, sondern vielmehr darum, dass mit dem Reinerlös der Startgebühren der Sonnenstrahl e.V. Dresden - Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche unterstützt wird. Beteiligen sich also viele Menschen, fällt der Spendenbetrag umso höher aus. Unter welchen Bedingungen das Sportschießen erfolgt, findet sich hier:

Text der Ausschreibung

08.07.2019 - 08.08.2019

08.07.2019: Einladung zur Eröffnung Spielplatz Lückersdorf

Ein neuer Spielplatz in Kamenz im Ortsteil Lückersdorf

Es ist soweit!!!  Ein lang gehegter Wunsch der Lückersdorfer und Gelenauer Kinder erfüllt sich.  Nach einer 2-monatigen Bauzeit kann der Spielplatz in Lückersdorf an der Gaststätte „Moritzbad“ am Lückersdorfer Weg seiner Bestimmung übergeben werden.

Es entstand ein Spielbereich im Grünen, der von Groß und Klein, Jung und Alt genutzt werden kann. Der Spielplatz mit den sieben Spielelementen lädt zum Schaukeln, Wippen, Drehen, Balancieren und Sandbuddeln ein.

Den Eltern und älteren Bürgern stehen drei Bänke zum Verweilen zur Verfügung, damit sie den Kindern beim Spielen zusehen oder sich nach einem Spaziergang ausruhen können. Gesäumt wird der Spielplatz zur Straße hin von einem Zaun und zur Bolzfläche hin von einer Hecke.

Mit dieser Neugestaltung bekommen die Bewohner der Ortsteile Lückersdorf und Gelenau eine neue Spiellandschaft, in der sich besonders jetzt, da die Ferien bevorstehen, die Kinder vergnügen können. 

Zur feierlichen Eröffnung des Spielplatzes am Donnerstag, den 11.07.2019 um 10.00 Uhr sind alle an der Baumaßnahme Beteiligten sowie interessierte Bürger recht herzlich eingeladen.

Ganz besonders eingeladen sind die Kinder, um „IHREN“ Spielplatz in Besitz zu nehmen.

08.07.2019

26.06.2019: Workshop der Sächsischen Aufbaubank zu „Brücken in die Zukunft“

Workshop der Sächsischen Aufbaubank zu „Brücken in die Zukunft“

Die Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtlandkreis – das größte Ziegelsteinviadukt der Welt – war als Symbol für das Finanzpaket „Brücken in die Zukunft“ gewählt worden. Ein solider Bau, an einem Tal gelegen, verbindet zwei Orte, die dadurch – und auch die dahinterliegenden Gegenden – besser und schneller zu erreichen sind. Sinnbild für die angestrebte und auch verwirklichte Zusammenarbeit im Rahmen des Förderprojekts „Brücken in die Zukunft“ des Freistaates Sachsen zur Stärkung der kommunalen Investitionskraft, basierend auf einem Gesetz des Freistaates vom 16. Dezember 2015.

Die sächsischen Kommunen waren vergangene Woche am 19. Juni zu einem Workshop in die Sächsische Aufbaubank eingeladen – so auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung Kamenz.

Sowohl die Stadt Kamenz als auch – vormals – die Gemeinde Schönteichen, jetzt Kamenz, hatten Investitionsmaßnahmen zur Förderung beantragt und bewilligt bekommen, so für den Neubau des Kinderhauses Wiesa, für die Erneuerung der Elektroanlage des Schulgebäudes bzw. der Kita in Brauna, für die Erneuerung von Fensterelementen des Rathauses und für den Kauf von Feuerwehrfahrzeugen. Während für Kamenz aus dem Budget „Bund“ 314.022 EUR und aus dem Budget „Sachsen“ 926.230 EUR sowie eine Investitionspauschale in Höhe von 180.767 EUR bewilligt wurden, erhielt Schönteichen aus dem Budget „Bund“ 43.565 EUR, aus dem Budget „Sachsen“ 128.497 EUR sowie eine Investitionspauschale in Höhe von 25.078 EUR. Das sind für Kamenz (inkl. Schönteichen) 1.618.159 EUR, was natürlich wirtschaften hilft. Deshalb gilt unser Dank dem Freistaat Sachsen, der mit diesem Programm den Kommunen sehr geholfen hat, wichtige Projekte voranzubringen bzw. anstehende Aufgaben zu lösen.

Ziel des Workshops der Sächsischen Aufbaubank am 19. Juni war es, den Kommunen zu helfen, im letzten Drittel des Förderzeitraumes – immerhin endet das Programm am 31. Dezember 2020 – wie Fördermittel abzurufen und abzurechnen sind. Das ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sächsischen Aufbau auch voll gelungen. Die Stadt Kamenz bedankt sich ganz herzlich dafür. Wir konnten Fragen stellen, die mit hoher fachlicher Kompetenz auch beantwortet wurden. Damit besteht für die weitere Abwicklung der geplanten Vorhaben Rechtssicherheit sowohl in Bezug auf Auszahlungsanträgen als auch hinsichtlich der Bearbeitung der Verwendungsnachweise.

Noch einmal ganz besonders hervorheben möchten wir das Miteinander zwischen der Sächsischen Aufbaubank und der Stadtverwaltung Kamenz. Dafür war nicht nur der stattgefundene Workshop ein Beweis, sondern die in der Förderpraxis gemachten Erfahrungen. Die Mitarbeiter der Sächsischen Aufbaubank haben sich immer bemüht, uns Kommunen zu unterstützen und Hilfe zu gewähren.

Nun geht es in die letzte Runde in diesem Förderprogramm und nach diesem Workshop sind wir noch besser gerüstet!

26.06.2019

 

26.06.2019: Das Kmoch-Festival in Kolín

Unsere Partnerstadt feierte im Juni ihr großes Fest

Wenn das Bildnis von František Kmoch über den Karlsplatz in Kolín getragen wird, dann wissen alle Kolíner, dass das Kmoch-Festival stattfindet. Und so war es auch wieder vom 7. bis zum 9. Juni: Zum 56.  Mal feierte Kolín das Kmoch-Festival der Blasmusik, welches die ganze Stadt bewegt. Hauptaustragungsorte des Festivals waren der Karlsplatz mit zwei Bühnen, der St.-Bartholomäus-Dom, die Synagoge, das Kulturhaus und der Comenius Park. Diese Vielzahl von Spielstätten waren auch nötig, da immerhin 25 Blasorchester am Festival teilnahmen. Sie kamen aus Tschechien und Mähren sowie aus Österreich, Ungarn und Kroatien. Die weiteste Anfahrt hatten die Musiker aus Mexiko.

Aus Kamenz weilten als Vertreter der Stadt Theo und Edeltraud Schnappauf in Kolín und überbrachten – neben kleinen Gastgeschenken – die herzlichsten Grüße des Kamenzer Oberbürgermeisters an seinen tschechischen Amtskollegen Vít Rakušan. Doch es war nicht das Kmoch-Festival, welches Familie Schnappauf in unsere Partnerstadt zog. Es ging auch um einen Schwimmwettbewerb, der Ende September in Kamenz stattfinden wird und der nun schon zum zweiten Mal in Kamenz in der Ausrichtung des OSSV erfolgt. Diese sportliche Beziehung ist aber nicht einseitig, denn auch eine Delegation von Kamenzer Schwimmerinnen und Schwimmern weilte im Mai 2017 zu eben einem solchen Wettkampf in Kolín. Nun galt es die letzten Absprachen zu treffen, damit auch der für den Herbst geplante Schwimmwettbewerb in Kamenz erfolgreich durchgeführt werden kann.

Freunde vereint (v.l.n.r.): Petr Kesner (Leiter Abteilung Kultur, Sport und Schule in der Koliner Stadtverwaltung), Theo Schnappauf und Vít Rakušan

In seiner Eröffnungsansprache begrüßte Bürgermeisters Vít Rakušan die ausländischen Gäste mit der Aufforderung, die Atmosphäre des Festivals mit nach Hause zu nehmen: friedlich, fröhlich, gewaltfrei, gemeinsam für Europa.

Die bunte Vielfalt des gebotenen musikalischen Programms erstreckte sich von böhmischer und mährischer Blasmusik über Sinfonische Orchestermusik bis hin zu Big Band, Brass Band, Swing und Dixieland. Insgesamt bewiesen 1280 Musiker ihr Können. Zum traditionellen Festumzug über den Karlsplatz am Sonnabend wurden die Spielmannszüge von 260 Mädchen und Frauen begleitet, die in 14 Majorettengruppen tanzten.

Die Koliner stehen zur Tradition des Kmoch-Festivals. Dank einer überaus großzügigen Spende eines ansässigen Unternehmens ist der Eintritt zu den Feststätten seit 2018 kostenfrei.

Der Bürgermeister sagte beim Empfang, dass von Pessimisten dem Festival keine Zukunft vorausgesagt worden war. Das Gegenteil ist aber der Fall. Immer mehr junge Leute nehmen aktiv daran teil, das Interesse der Menschen am Festival ist ungebrochen und auch der internationale Zuspruch zu begrüßen. Schade, dass aus Deutschland kein Orchester mitgewirkt hat. Aber vielleicht klappt es im nächsten Jahr wieder, dass ein Orchester aus Kamenz teilnimmt. 

(nach Informationen der Familie Schnappauf)

26.06.2018 - 08.07.2019

25.06.2019: Das war die Kamenzer Fête de la Musique 2019

Am vergangenen Freitag, 21. Juni, galt es wieder das beliebte Fest der Musik weltweit zu zelebrieren. Der Tradition entsprechend wurde auch in den Straßen und Höfen der Kamenzer Innenstadt zum kalendarischen Sommeranfang ausgelassen musiziert, gesungen und getanzt. Während im Vorjahr Sturmböen, Schauer und herbstliche 19 Grad den Abend bestimmten, zeigte sich der Wettergott in diesem Jahr gnädig mit angenehmen 25 Grad und Sonne, perfekt für die Straßenfestatmosphäre.

Hauptkirche St. Marien

Über 250 Künstler an insgesamt 16 Spielstätten wussten auch in diesem Jahr die Zuschauer und -hörer zu begeistern. Den Veranstaltungsauftakt bildete um 15.30 Uhr die Parforcehorngruppe Brauna im Biergarten der Villa Weiße. Anschließend ging es mit „Querbeet“-Musik wie Rock, Pop, Schlager, Klassik, Folklore, House u.v.m. an den anderen Lokationen weiter. Bis in die Nacht hielt die ausgelassene Feierstimmung bei bunter Unterhaltung an, ehe es um 24 Uhr für Gäste und Künstler nach Hause ging.

Biergarten Villa Weiße

Mit dem erfreulichen Verlauf und der erneut positiven Resonanz können die Organisatoren wieder sehr zufrieden sein. Ein riesiges Dankeschön gilt in dem Zusammenhang insbesondere den Musikern und Künstlern, die unentgeltlich aufgetreten sind, den Gastronomie- und Vereins-Initiativen, den Technikern und vielen engagierten Helfern vor und hinter der Bühne, den zahlreichen Gästen sowie den tatkräftig unterstützenden Sponsoren, wie der Volksbank Dresden-Bautzen eG, ohne die das Fest nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank!

Pfortenstraße - Little Irish Pub

Kalendertipp: Im nächsten Jahr feiert die Fête de la Musique Kamenz ihr 20-jähriges Jubiläum, die Organisatoren haben schon die ersten Ideen im Kopf. Unter www.kamenz.de/fetedelamusique gibt es bereits ein Anmeldeformular für alle interessierten Bands und Künstler! Wir sehen uns am 21. Juni 2020, welcher ein feierwürdiger Sonntag ist wieder, um die längste Nacht des Jahres erneut zu einer der kürzesten werden zu lassen.

25.06.2019

17.06.2019: Kamenzer Wirtschaftsunternehmen hautnah erlebt

Erste „Kamenzer Spätschicht“ war ein Erfolg

Am 14. Juni 2019 öffneten Kamenzer Wirtschaftsunternehmen ihre Türen und Tore für interessierte Besucher. Weit über 60 Bürgerinnen und Bürger, jung und alt hatten sich auf den Weg gemacht, um Wissenswertes über die Leistungsfähigkeit, Produktion, Ausbildungsmöglichkeiten und offene Stellen zu erfahren. Angeboten waren drei verschiedene Routen, auf denen jeweils drei Unternehmensbesuche miteinander verbunden waren. Tour I umfasste die corporate friends ® GmbH auf der Pulsnitzer Str. 46, die Watercat GmbH auf der Güterbahnhofstr. 43 sowie die Agrargenossenschaft Liebenau eG am Kamenzer Berg 2b. Tour II bot als Stationen die Schaubäckerei und Café Kahre auf Oststraße 49, die Liofit GmbH auf Nordstraße 57 und die Fasytec GmbH am Alten Siedlungsweg 3 an. Und die Tour III war auch hochkarätig „besetzt“ mit dem Flugsportzentrum Bautzen GmbH & Co. Produktion und Service KG am Verkehrslandeplatz, mit der Tryba GmbH in der Güterbahnhofstr. 48 und der Mast Jägermeister SE am Ochsenberg. Um es vorwegzunehmen, alle Unternehmen war top vorbereitet und führten die Besucher bereitwillig sowie sachkundig durch ihre Produktionsstätten. Pünktlich 16 Uhr und vorgekühlt standen die Busse von Regiobus an der Haltestelle am Kamenzer Bahnhof.

Tour I: Corporate friends GmbH – Watercat GmbH – Agrargenossenschaft Liebenau eG

Station 1: corporate friends® GmbH

In die manufakturähnlichen Räumlichkeiten der corporate friends® GmbH passt nur ein Teil der Teilnehmer der Spätschicht Tour I. So teilt sich die Gruppe und Geschäftsführer Jan Eickhoff erklärt den Interessierten, wie die kleinen Einzelteile am Ende die stylischen Beleuchtungselemente ergeben. Viele Fragen sind zu hören und begeisterte Gesichter zu sehen.

Station 2: Watercat GmbH

Station 2 ist bei der Watercat GmbH, wo die verschiedenen Möglichkeiten der Wasseraufbereitung gezeigt werden und freudig berichtet wird, dass derzeit eine Auszubildende das Kollegschaft bereichert. In der Branche nicht unbedingt üblich.

water cat Werksleiter Oelsner zeigt den Teilnehmern das Unternehmen
water cat Werksleiter Oelsner zeigt den Teilnehmern das Unternehmen

Station 3: Agrargenossenschaft Liebenau eG

Den Abschluss der Tour bildet der Besuch bei der Agrargenossenschaft Liebenau eG. Zuerst werden die Stallungen der Milchkühe und deren Kälbern besucht. Es istschon ein Highlight, die kleinen Kälber zu sehen. Danach geht es zur Milchviehanlage mit speziellem Melkkarussell. Nachdem sich das Unternehmen in einer kurzen Vorstellung präsentiert, sind die Teilnehmer besonders an dem eindrucksvollen Melkkarussell interessiert. Der Trupp bleibt sogar extra länger, um die zeitlich abgestimmten Melkzeit mitzuerleben.

Ein Blick in das Melkkarussell der Agrargenossenschaft Liebenau eG
Ein Blick in das Melkkarussell der Agrargenossenschaft Liebenau eG

Tour II: Schaubäckerei und Café Kahre - Liofit GmbH - Fasytec GmbH

Station 1: Schaubäckerei und Café Kahre

Schwitzen in der Backstube – damit beginnt Tour II der Kamenzer Spätschicht. Die Teilnehmer können geradezu nachempfinden, wie es dem Bäckermeister in der kleinen Schaubäckerei täglich gehen muss. Nachts um 2.30 Uhr steht er wochentags auf, um für die vielen Kunden den Teig für Brot und Brötchen vorzubereiten. Ein Brot auf die Hand gibt’s nach der interessanten Tour für alle Teilnehmer.

Bäckerin Bianca Kahre zeigt den Teilnehmern die verschiedenen Getreidearten.

Station 2: Liofit GmbH

Damit kann es gestärkt zur zweiten Station weitergehen. Dort empfängt Liofit-Geschäftsführer Dr. Günther die Gruppe und führt diese in die Räumlichkeiten des Unternehmens. Dort können die Teilnehmer neben auseinandergelegten E-Bike-Akkus, einen 3D-Drucker, selbstgebaute Teststrecken, Versuchsfahrrädern und vielen bunten Batterien auch selbst tätig werden. Damit die Akkus die nötige Leistung für das Fahren erbringen, müssen sie in einer bestimmten Art und Weise miteinander verbunden werden. Diese Arbeit dürfen die Teilnehmer auch selbst einmal ausprobieren.

Station 3: Fasytec GmbH

Nach den tollen Eindrücken geht’s zur letzten Station, der Firma Fasytec GmbH. Dort werden Fassaden, Türen und Fenster hergestellt. Geschäftsführer Jacob beginnt die Tour im Aufenthaltsraum des Unternehmens, der natürlich die modernsten und stylischsten Fenster- und Türsysteme aufweist. Während des Rundgangs durch die kleine Halle staunen die Teilnehmer, dass hier u. a. internationale Großprojekte gefertigt werden. Fasytec ist nämlich bereits international bekannt und hat Kunden verstreut in Europa. Na, da hilft hoffentlich die Spätschicht, um das Unternehmen auch in der eigenen Heimat noch etwas bekannter zu machen.

Geschäftsführer Jacob erklärt, welchen technischen Fortschritt diese Maschine bringt. Vorher mussten alle Bohrungen an den Türen und Fenstern per Hand getätigt werden. Jetzt übernimmt die Maschine diese Präzisionsarbeit.

Tour 3: Flugsportzentrum Bautzen GmbH & Co. Prod. u. Service KG - Tryba GmbH - Mast Jägermeister SE

Station 1: Flugsportzentrum Bautzen GmbH & Co. Produktion und Service KG

Sicher gefahren vom Busfahrer David Heiber (Regiobus) erreichte die größte Tourgruppe ihre erste Station – die Flugsportzentrum Bautzen GmbH & Co. Produktion und Service KG am Kamenzer Verkehrslandeplatz, wo sie schon erwartet wurde. Der Geschäftsführer der Firma, Dr. Peter Kuhn, ließ es sich nicht nehmen, seine Gäste persönlich zu begrüßen.

 

Interessiert lauschen die Besucher den Ausführungen von Geschäftsführer Dr. Peter Kuhn (links im Bild).

Auf charmante Art und Weise führte er die Besucher in die Welt des Flugzeugsbau im Ultraleichtbereich ein. Diese wissen jetzt was es bedeutet, wenn nun endlich das sogenannte Abfluggewicht 600kg betragen darf und nicht mehr, wie bisher, nur 472,5 kg. Dieses erhöhte Gewicht bietet größere Chance für dieses Unternehmen, was vorrangig im Montage-, Wartungs- und Servicebereich für Ultraleichtflugzeuge in Kamenz arbeitet. Detailliert und sachkundig wurde dies dann von den Mitarbeitern der Firma – Paul Dornick und Andreas Krüger – erläutert. Diese wussten auch auf jede Frage im guten Sinne eine passende Antwort.

Paul Dornick (Zweiter von rechts) stellt sich den wissbegierigen Fragen der Spätschicht-Teilnehmer.

Bei beiden wurde deutlich, mit wie viel Enthusiasmus sie ihre Arbeit betreiben und es gerade auch „auf die nachhaltige Qualität“, so Andreas Krüger, ankommt.  Und wer es jetzt möchte, kann auch mal selbst mit einem Ultraleichtflugzeug mitfliegen. Die Möglichkeit mit 200km/h die Erde zu überfliegen, bietet die Firma Flugsportzentrum Bautzen. Nach ca. einer Stunde hieß es wieder zum Bus gehen, um die nächste Station anzusteuern.

Station 2: Tryba GmbH

Hier wurden die Teilnehmer freundlich vom Geschäftsführer Klaus Handschug empfangen, der kurz in die Geschichte der Tryba GmbH einführte. Diese kann auf eine über 100jährige Geschichte zurückblicken und nahm ihren Ausgang von den Holzbauwerken Otto Schneider in Bernsdorf.

Betriebsgeschichte im Kurzdurchlauf: Geschäftsführer Klaus Handschug (rechts im Bild)

Noch als Bernsdorfer Bauelemente GmbH erhält sie 1992 als erster Hersteller in den neuen Bundesländern das RAL-Gütesiegel. 1998 erfolgte die Umsiedlung nach Kamenz und 2001 die Firmierung als TRYBA Bernsdorfer GmbH. Seitdem spielt die Firma mit modernster Technik und hochmotivierten Mitarbeitern in der ersten Reihe der Fenster- und Türenhersteller mit. Wie das dann ganz genau funktioniert, davon konnten sich die Besucher in der Produktionsstätte, geführt von Enrico Pfeifer und Ralf Hillmann, überzeugen.

Auch sie wussten fachkundig den Weg der Fenster- und Türherstellung zu erklären. Hier in Kamenz werden vor allem Holz-Aluminium-Konstruktionen hergestellt. Im Jahr 2018 waren das immerhin 15.000 Stück. Dabei ist die Tryba GmbH so fach- und maschinentechnisch so aufgestellt, dass nahezu jede Gestaltungsvariation möglich ist, Sonderwünsche jederzeit umgesetzt werden können. Dafür sorgen die 60 Mitarbeiter in der Produktion und 20 Bürokräfte. Es war beeindruckend und spannend zu sehen, mit welcher Präzision ein Fenster entsteht. Hut ab vor diesen Fachleuten! Eigentlich hätte man noch viel mehr Zeit gebraucht, um sich alles mit noch mehr Ruhe alles anzuschauen. Doch die nächste Station rief.

Station 3: Mast-Jägermeister SE

Von der Tryba GmbH ging es nun in den Kamenzer Ortsteil Bernbruch, wo im Gewerbegebiet „Am Ochsenberg“ das Werk der Mast Jägermeister SE liegt. Auch hier gab es einen freundlichen Empfang durch die beiden Mitarbeiterinnen Nadine Teuber und Cornelia Körner, die dann die die zwei Gruppen der Tour III kenntnisreich durch das Jägermeisterwerk führten. Seit 1996 gibt es dieses Werk in Kamenz – der Stammsitz ist in der Lessingstadt Wolfenbüttel. Und die Mast-Jägermeister SE kann zufrieden sein, denn 2018 hat sie ihren internationalen Wachstumskurs fortgesetzt. So steigerte das Unternehmen z.B. den Absatz um fünf Prozent auf 97 Millionen verkaufte 0,7-Liter-Flaschen. Eine Flaschengröße, die auch in Kamenz abgefüllt wird. Auch wenn die Besuchergruppen noch so neugierig waren, das Geheimnis des Jägermeisters, welches sich von einem ehemals Altherrenlikör zu einem hippen Trendgetränk entwickelt hat, verrieten die beiden Begleiterinnen nicht. In Kamenz werden die Jägermeister-Grundstoffe (Achtung Geheimnis!), der Neutral-Alkohol, der Flüssigzucker und Wasser gemischt und abgefüllt. Dafür ist der Betrieb von der Anlieferung bis zum Abtransport der Ware hervorragend technisch ausgerüstet. Auch hier ist man in der Lage auf besondere Kundenwünsche einzugehen. Z.B. mögen manche Länder keine Holzpaletten. Aber auch hier hat man bei Jägermeister eine Lösung gefunden. Und so ist es nur folgerichtig, dass die Marke „Jägermeister“ weltweit in über 140 Ländern vertrieben wird und zu der verkaufsstärksten Likörmarke der Welt gehört. Vor allem China scheint große Perspektiven zu bieten. Kein Wunder, dass zum Zeitpunkt der Kamenzer Spätschicht eine Vielzahl von Paletten mit Jägermeister-Flaschen auf den Abtransport nach China warteten. 

Diesen Jägermeister hatten sich die Teilnehmer der Spätschicht-Tour III wahrlich verdient.

Nach so vielen Informationen im Jägermeisterwerk selbst, aber auch auf den vorangegangenen Stationen nahmen die Besucher das Angebot zu einer kleinen Verkostung des Likörs „Jägermeister“ gern an.

Beschwingt und mit vielen Eindrücken sowie dem Bewusstsein, was so alles in Kamenz – und wie – hergestellt wird, traten die Teilnehmer der Tour III ihre Heimreise an, die wieder am Bahnhof endete. Beim Ausstieg waren sich alle einig, dass solch eine „Betriebsbesichtigung“ in dieser oder ähnlicher Form unbedingt wiederholt werden sollte. Und der Beifall, den sie allen engagierten Begleitern und Begleiterinnen der Firmen jedes Mal spendeten, sei an dieser Stelle ausdrücklich erneuert: Vielen Dank für einen abwechslungsreichen und mit vielen Informationen versehenen Spätnachmittag! Es war ein Blick in die einheimische Wirtschaft, der sich gelohnt hat und der auch ein bisschen Stolz macht, was hier in Kamenz geleistet wird.

Die „Kamenzer Spätschicht“ war ein Gemeinschaftsprojekt

Die „Kamenzer Spätschicht", veranstaltet von der Wirtschaftsförderung der Stadt Kamenz, wurde von der Kreishandwerkerschaft Bautzen und der Industrie- und Handelskammer Dresden, Geschäftsstelle Kamenz, unterstützt. Auch an diese sei der Dank gerichtet! Im Übrigen handelt es sich bei der “Spätschicht” um ein Kooperationsprojekt mit Bautzen, Bischofswerda und Hoyerswerda. Auch in diesen Städten gab es diese besondere Art des Firmenbesuchs oder wird es sie noch geben.

17.06.2019 - 03.07.2019

17.06.2019: Verkehrseinschränkungen anlässlich der Fête de la Musique am 20. und 21. Juni 2019 - Termin vorbei
12.06.2019: Sommerferien(s)pass 2019

Liebe Kinder, liebe Eltern, die vierte Ferienbroschüre ist endlich da. In dem Heft sind alle Freizeitangebote enthal- ten, ausführlich beschrieben sowie erklärt, wie Ihr Euch anmelden könnt.

Sommerferienspass 2019

12.06.2019 - 26.06.2019

08.06.2019: Lösung für Wasserspiel am Krabat-Spielplatz

Dass Kinder vom Wasser angezogen werden, braucht sicher nicht weiter ausgeführt werden. Kommt noch Sand hinzu, ist die Kinderwelt in diesem Falle perfekt. Was an einem Sandstrand sicher kein vordergründiges Problem für die spielenden Kinder ist, muss bei künstlichen Wasserspielen mitgedacht werden – die Erosion durch das Wasser. Und genau das gab es am Krabat-Spielplatz: Problem und Hintergrund für des Abschaltens des Wasserspiels war die Erosion des Hanges entlang des Wasserlaufes durch austretendes Wasser. Um dies zukünftig zu verhindern, wird der Wasserlauf eingekürzt und die Seitenränder erhöht. Ebenso wird der Auslauf des Wasserlaufes vergrößert. Im Zuge der Umgestaltung ist der Einbau eines neuen Spielelements vorgesehen, dass nicht nur als Kriechtunnel für spielende Kinder dienen soll, sondern ebenso zur Stabilisierung des Hanges führt.

Finanzierung und Umsetzung für 2019 geplant

In Abstimmung und Rücksprache mit der Vorsitzenden des Ortsverbands Kamenz des Deutschen Kinderschutzbundes, Marita Lehmann, wurden haushaltsseitig für diese Maßnahme im Jahr 2019 immerhin 19.000 EUR eingeplant. Aktuell ist die Umsetzung für Oktober vorgesehen und dauert dann ca. 4 Wochen. Die Stadtverwaltung wird aber versuchen, wenn die entsprechenden baulichen Kapazitäten zur Verfügung stehen, ob diese Baumaßnahme nicht schon früher durchgeführt werden kann.

Angekündigte Spende willkommen

Der bereits angekündigte Betrag in Höhe von 275 EUR der Wählervereinigung „Stadt-Land-Frau“ für die Instandsetzung des Wasserspiels ist – trotz der vom Stadtrat beschlossenen 19.000 EUR – eine willkommene Unterstützung für dieses Vorhaben. Vielen Dank! Auf das hier wieder – wenn auch in veränderter Form – das Wasser sprudele und die Kinderherzen erfreue …

08.06.2019 - 25.06.2019

07.06.2019: Ein weiterer Schritt zur Erhöhung der Attraktivität der Hutbergbühne

Pünktlich vor der diesjährigen Konzertsaison

Vieles kann man als Publikum sehen, was sich an Veränderungen an der Hutbergbühne getan hat – seien es die Traversen an sich, die neu angebrachten Bänke oder die sicheren Treppenaufgänge im Innern des Publikumsbereiches. Aber auch außerhalb der eigentlichen Bühne hat sich etwas getan. Mit dem neuangelegten Rettungsweg auf der rückwärtigen Seite der Bühne können zur Sicherheit der Veranstaltungsbesucher in einer – hoffentlich nie eintretenden – Gefahrensituation komplikationslos und schnell die erforderlichen Rettungskräfte herangeführt werden. In Sachen Sicherheit ein Plus für die Besucher!

Eine Sache, die schon länger im Argen lag, war das sogenannte Backstage-Gebäude, welches sich hinter der Auftrittsbühne befindet. Hier bereiten sich die Künstler auf ihren Auftritt vor, hier ziehen sie sich um, essen vielleicht noch etwas oder singen sich ein, bevor die von allen erwartet Show beginnt. Insofern ein wichtiger Ort, da er – sicher nicht in erster Linie – zum Gelingen eines Auftritts beiträgt. Bestimmt hat jeder schon einmal erlebt – ohne hier eine Gleichsetzung vorzunehmen –, dass eine Unterkunft nicht den Erwartungen entsprach und somit die Stimmung zunächst zumindest getrübt war. Auch das Backstage-Gebäude, was viele Geschichten aus dem Showbiz erzählen könnte, war in die Jahre gekommen. Dass es muffig roch, war vielleicht noch das geringste, aber Wassereinbrüche, eine veraltete Elektroanlage sowie eine vernutzte Ausstattung machten das Backstage-Gebäude zu einem Ort, an dem man weilte, weil man weilen musste.

Schon seit längerem beschäftigte diese Problematik die städtischen Gremien, zuletzt mindestens seit dem Jahr 2016. Es gab viele Überlegungen zur Sanierung und Umgestaltung; sie waren gut, aber auch teuer. Hinzu kam 2018 die Entscheidung des Landesamtes für Denkmalpflege, dass ein Abriss des historischen Gebäudes nicht in Frage komme. Die darauf entwickelte Variante einer Rekonstruktion des vorhandenen Gebäudes mit einer Leichtbauaufstockung mit einem Kostenumfang von ca. 433.000 EUR wich dann letztendlich der Lösung, im vorhandenen Bestand der Gebäudekubatur die Sanierungs- und Umgestaltung vorzunehmen. Dabei ging es um die energetische Ertüchtigung der Dachhaut und bestimmter Bauelemente, z.B. Eingangstüren, die Erneuerung der Heizungsanlage, der ortsfesten Elektrik sowie der Innen- und Außenbeleuchtung, die Installation einer Lüftungsanlage sowie die Verbesserung des allgemeinen Ausstattungsstandart, was Fußbodenbelag, Putz- und Malerleistungen, Sanitärausstattung und Möblierung einschloss. Den Startschuss dafür sowie für die Erneuerung einer Treppenanlage zur Bühne hin und zur Schaffung zusätzlicher Nutzflächen im Backstagebereich gab am 2. Mai 2018 der Kamenzer Stadtrat.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auch wenn bei einer kleinen Übergabefeier mit den beteiligten Firmen und Planern es heftig regnete und die Wetterstimmung trübe war, waren alle Anwesenden erstaunt, was mit einem finanziellen Mitteleinsatz von in etwa 150.000 EUR erreicht wurde. Die Räumlichkeiten präsentierten sich hell und freundlich. Die Küche ist auf dem neuesten Stand. Der Sanitärbereich vermittelt schon durch sich hygienische Verhältnisse – und ja, muffig riecht es kein bisschen.

 

In einem kurzen Grußwort hob der Oberbürgermeister gerade die bei reduziertem Finanzeinsatz erreicht sinnvolle Lösung hervor und bedankte sich bei den Vertretern der beteiligten Firmen sowie Planern und natürlich auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Das jetzige Backstage-Gebäude ist der Bedeutung der Kamenzer Hutbergbühne angemessen. Die Stars und Sternchen der beginnenden Konzertsaison werden dies zu schätzen wissen.

07.06.2019 - 17.06.2019

05.06.2019: Bürgerladen: Veranstaltungen im Juni, Juli, August und September

Veranstaltungen im Juni, Juli, August und September

Juni

Die durch die Stadt Kamenz angebotene ‚Kamenzer Spätschicht‘ am 14. Juni, 16.00 Uhr treffen sich interessierte Bürger am Busbahnhof am Robert-Koch-Platz. Kamenzer Wirtschaftsunternehmen öffnen ihre Türen für einen Blick hinter die Kulissen. Wissenswertes über Produktion, Ausbildungsmöglichkeiten und weitere Angebote der Unternehmen werden preisgegeben. Für die Touren stehen kostenfreie Busse zur Verfügung. Noch bis Dienstag, dem 11. Juni, 10.00 Uhr besteht die Möglichkeit zur Anmeldung. Anmeldefrist abgelaufen!

Zum Straßenmusikfestival ‚Fete de la Musique‘ am 21. Juni, 17.00 Uhr verabreden wir uns im Bürgerladen zum Besuch dieses Stadtfestes. Geschlendert wird gemeinsam durch die Innenstadt. Man lauscht der Musik und tauscht sich über verschiedene Musikgeschmäcker aus.

Juli

Pünktlich zur Ferienzeit bietet der ‚Bürgerladen‘ und das ‚Quartier Hier‘ eine Ferienveranstaltung im Bürgerladen am 16. Juli in der Zeit von 10.00 – 12.00 Uhr namens ‚Phänomenal‘ an. Dabei können die Kids erstaunliche Dinge über ihr Können bestaunen. In kleinen Experimenten erlernen sie spielerisch physikalische Grundgesetze kennen.

August

In der Trödel- und Tauschbörse am 3. August ab 10.00 Uhr auf dem August-Bebel-Platz können die Besucher zum Beispiel Haushaltsdinge, Kleidung, Taschen und vieles mehr tauschen, schenken oder kaufen. Der Gewinn dabei wird in einem darauffolgenden Straßenfest umgesetzt. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Bürgerladen statt.

September

Im September sind eine Schuldnerberatung sowie eine Verbraucherberatung über das Thema ‚Energie sparen“, ebenfalls im Bürgerladen, geplant. Termine hierfür werden noch rechtzeitig veröffentlicht.

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist wie immer kostenfrei.

Neu: Am Donnerstag zu den Öffnungszeiten kostenfreies WLAN  

03.06.2019: Der Fall Gurlitt

Ein spannender Gesprächsabend in Kamenz

Weit über 60 interessierte Kamenzer, aber auch Besucher aus Kamenz hatten sich am Mittwochabend (22. Mai 2019) im Ratssaal des Kamenzer Rathaus eingefunden, um vor schöner Kulisse Zeuge eines unerhörten Vorgangs, ja eigentlich eines Politkrimis zu werden.  

Es sei kurz erinnert: Im Rahmen steuerlicher Ermittlungen ist im Jahr 2012 in München eine Kunstsammlung beschlagnahmt worden, die sich im Besitz von Cornelius Gurlitt, eines damals fast 80 Jahre alten Mannes, befand. Diese Entscheidung ist bis heute umstritten. Der Verdacht, dass es sich bei ca. einem Drittel um NS-Raubkunst handelt, konnte bisher in fünf Fällen bestätigt werden. Im vergangenen Jahr war in Berlin eine Ausstellung zu sehen, die große Teile der Sammlung zeigte, die nach Gurlitts Tod in den Besitz des Kunstmuseums Bern übergegangen ist. Neben Fragen der Herkunft der Bilder ging es auch um die Reaktion der Medien und um biografische Zusammenhänge der Familie Gurlitt.

Der Autor Maurice Philip Remy hat unter dem Titel „Der Fall Gurlitt“ ein Buch (Europa Verlag) geschrieben, in dem er den Vorgang akribisch rekonstruiert und zu der Einschätzung gekommen war, dass es sich um einen der größten Kunstskandal der Nachkriegsgeschichte handelt.

Das Podium, dem das Publikum aufmerksam folgte, war hochkarätig besetzt: Neben dem schon erwähnten Autor und Filmemacher Maurice Philip Remy saß der Bundestagsabgeordnete der FDP, Hartmut Ebbing, in der Runde. Er hatte sich in der Vergangenheit darum verdient gemacht, die Vorgänge um den „Fall Gurlitt“ parlamentarisch aufzuarbeiten, indem er mehrere Kleine Anfragen an die Staatsministerin für Kultur und Medien stellt. Er ist auch weiterhin an diesem Thema dran. Für die Moderation konnte Karin Großmann als bekannte Chefreporterin der Sächsischen Zeitung gewonnen werden.

Das Podium (v.l.n.r.): Bundestagsabgeordneter Hartmut Ebbing, Karin Großmann von der Sächsischen Zeitung und der Buchautor Maurice Philip Remy

Zum Auftakt der Veranstaltung zitierte der Oberbürgermeister Roland Dantz, der maßgeblich am Zustandekommen der Veranstaltung beteiligt war, das berühmte Lessing-Zitat zur Wahrheit, die „noch bei jedem Streite gewonnen“ habe, da er „die geschminkte Unwahrheit verhindert, sich an Stelle der Wahrheit festzusetzen.“ Damit war das Motto des Abends gesetzt, bei dem das Publikum mit gewissem Erstaunen und Erschrecken Einblicke in Abläufe der Medienkultur und politischer Entscheidungsebenen bekam. Besonders Remy macht immer wieder deutlich wie moralisch und rechtlich fragwürdig bzw. widerrechtlich die Vorgänge um Cornelius Gurlitt, der um diese Zeit ein sowohl physisch als auch psychisch angeschlagener Mensch war, der Macht des Staates (auf Bundesebene, aber auch Bayerns) mit unverhältnismäßigen Mitteln zu spüren bekam und welch subtilen Mitteln gearbeitet wurde, damit er die Sammlung herausgibt, was er – schon auf dem Krankenbett liegend –letztendlich auch tat, in dem er testamentarisch die Werke einer Kunststiftung in Bern vermachte. Hartmut Ebbing pflichtet Remy und verwies z.B. darauf, dass die als Begründungsunterlage für die an und für sich schon unverhältnismäßig Beschlagnahme der Kunstwerke herangezogene „Washingtoner Erklärung“ (Selbstverpflichtung von Staaten, wie man mit den in der NS-Zeit erfolgten jüdischen Verlusten von Kunstgut, Büchern, Archiven sowie mit Versicherungs- und anderen Vermögensansprüchen umgeht) sich nur auf öffentliche Einrichtungen bezieht. Im Übrigen, so die Frage von Ebbing, wenn die Staatsministerin für Kultur und Medien den Anspruch zur Regelung von Raubkunst so ernstnehme, wie sie es im Fall Gurlitt vorgab, warum sind die Bemühungen bei der ihr unterstehenden Stiftung Preußischer Kulturbesitz vergleichsweise gering.

Die Moderatorin Karin Großmann war sehr gut vorbereitet und wusste durch geschickte Zusammenfassung und Fragestellungen das Gespräch am Laufen zu halten. In gewissem Sinne musste sie gegenüber den beiden anderen Podiumsmitgliedern die Position des Advocatus Diaboli einnehmen, in dem sie z.B. auf vielleicht anfänglich nachvollziehbare rechtschaffende Motive der staatlichen Behörden verwies.

Die diskutierten Vorgänge lösten natürlich Fragen beim Publikum, z.B. dahingehend aus, wie den eine rechtliche Reaktion darauf aussehen könnte, wenn man z.B. von den Wirkungen eines Untersuchungsausschusses wenig überzeugt sei. Die Antwort darauf: Schwierig, da man z.B. direkt Betroffener sein müsste. Insgesamt machte der Abend deutlich, dass auch ein ansonsten funktionierendes Rechtssystem, wie das der Bundesrepublik, vor Machtmissbrauch nicht gefeit ist bzw. von den Menschen geprägt wird, die in diesem Rahmen agieren. Er war auch ein Lehrbespiel, dass staatlich Kraft zur Selbstkritik haben müssen, um einen aus dem Ruder laufenden politischen und medialen Prozess abzubrechen und nicht mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln in absurde und moralisch bizarre Konstellationen zu führen.

Demjenigen oder derjenigen, die nun vielleicht bedauern, dass sie diese Veranstaltung nicht wahrnehmen konnten, sei dann wenigstens das Buch „Der Fall Gurlitt“ von Maurice Philip Remy empfohlen, das im Übrigen auch in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden kann.

03.06.2019 - 12.06.2019

29.05.2019: Vorläufige Endergebnisse der Europa- und Kommunalwahlen am 26. Mai 2019
29.05.2019: 48h-Aktion 2019

Kamenz ist auch unsere Stadt

Vom 24. bis 26. Mai war es wieder soweit: Vier Gruppen von Jugendlichen aus dem G.-E.-Lessing-Gymnasium, der 2. Oberschule und vom Jugendclub Brauna beteiligten sich an der landkreisweiten Aktion, bei der sich die Jugendlichen selbst Projekte aussuchen konnten, die sie dann innerhalb von 48 Stunden umsetzen. Da können Spielplätze gereinigt und Bäume gepflanzt werden, Bushaltestellen gestrichen oder andere öffentliche Gegebenheiten umgestaltet werden – der Möglichkeiten gibt es viele, wenn sie denn nur gemeinnützig sind. Damit die Aktionen gelingen können, unterstützen Unternehmen und Vereine. So erfolgt zum Beispiel die Koordination für die Kamenzer Region über das Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit e.V. und die Ostsächsische Sparkasse Dresden unterstützt die Westlausitz mit T-Shirts und Sonderpreisen. Dieses Jahr fiel sogar das Überraschungspaket für die Aktionsgruppen größer aus, da der Bund der Deutschen Landjugend den Einsatz der Kinder und Jugendlichen mit honorierte. Aber auch die Gemeinde- und Stadtverwaltungen sind dabei, zum einen im Finden von entsprechenden Projekten und Arbeitsfeldern, zum anderen wenn es darum geht, durch Repräsentanz vor Ort den beteiligten Jugendlichen Anerkennung widerfahren zu lassen. Der jährlich vom Oberbürgermeister gestiftete Pokal beispielsweise ist bei einigen Akteuren schon beliebtes Sammelobjekt geworden.

Stadt würdigt Einsatz der Jugendlichen

So war dann Katrin Andrews, Leiterin des Dezernates Stadtentwicklung u. Soziales, im Auftrag des Oberbürgermeisters am Freitag und Sonntag unterwegs, um die Jugendlichen bei ihren gemeinnützigen Aktionen zu besuchen und ihnen die städtische Wertschätzung für das Getane auszusprechen.

Die Fünftklässler  der 2. Oberschule hatten sich im Rahmen eines Wochenprojekts mit dem Thema Müll beschäftigt. Aber es ging nicht nur theoretisch zu, sondern auch sehr praktisch, reinigten doch die Schülerinnen und Schüler den Schulweg von Müll im Bereich der Sporthalle an dem im Bau befindlichen Gebäude der 2. Oberschule an der Saarstraße bis hin zum BSZ sowie zur Lessingschule. Ebenfalls zur Projektwoche gehörte der Versuch verpackungsfrei einzukaufen.

In Brauna beteiligt sich seit einigen Monaten der neu gegründete Jugendclub  aktiv am Dorfleben – sei es bei Pfingstfesten, Weihnachtsmärkten oder gemeinschaftlichen Verschönerungsaktionen. Am Wochenende wurde nicht nur in den Vereinsräumen der Alten Schule klar Schiff gemacht. Auch um das Außengelände kümmert sich der Club regelmäßig.

Das war am Sonntag – am Sonnabend hatte der Oberbürgermeister vorbeigeschaut – auch vollbracht: Nach 15 Stunden intensiver Arbeit konnte die Graffiti-Crew Kamenz (G.-E.-Lessing-Gymnasium) auf das Ergebnis blicken: Farbenfroh und mit Kamenzer Motiven ist der öffentliche WC-Container jetzt ein „Hingucker“. Vielen Dank auch an die Dresdnerin Frau Reinke, die die Schülerinnen und Schüler bei diesem Projekt kunsthandwerklich begleitete und die Jugendlichen viele Monate auf dieses Projekt vorbereitete.

Unter Anleitung des Lehrers Jens Krüger beseitigten Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klasse des G.-E.-Lessing-Gymnasiums an verschiedenen Orten im Stadtgebiet, so u.a. an der Mönchsmauer, am Krabat-Spielplatz sowie an der Schillerpromenade, altes Laub, Dreck sowie Müll und verstärkten damit den ordentlichen Eindruck der Stadt sowohl für ihre Einwohner, als auch ihre Gäste.

Dank an alle Beteiligten der diesjährigen 48h-Aktion in Kamenz

Abschließend sei noch einmal allen beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie ihren Betreuern, seitens Regionalbüros Kamenz/Westlausitz (Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit e.V.) besonders Torsten Kluge, sowie den Unterstützern gedankt: Dank ihnen ist Kamenz wieder ein bisschen schöner geworden. Und die durch die Stadt gestifteten Präsente bleiben als Erinnerung der diesjährigen 48h-Aktion und zugleich als Ansporn für das nächste Jahr.

29.05.2019 - 07.06.2019

23.05.2019: Aufruf zur Kommunalwahl 2019 und Bekanntgabe des Ortes der ersten Wahlergebnisse

Sonntag, der 26. Mai 2019 ist ein besonderer Tag: An diesem Tag finden sowohl die Wahl zum 9. Europäischen Parlament als auch Kommunalwahlen – Kreistagswahl, Stadtratswahl, Ortschaftsratswahlen – statt. Es wird ein spannender Abend, der u.a. von der Frage geleitet ist, wie es zukünftig mit der EU weitergeht. Aber auch auf kommunaler Ebene wird es spannend, hängt es doch von den erzielten Verhältnissen in den kommunalen Gremien, bestimmt durch die Wählerinnen und Wähler, und den dann gewählten Kreis- und Stadträten sowie den Ortschaftsräten ab, wie und auf welche Weise Kommunalpolitik zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger auf diesen Ebenen stattfindet. Darum kann es zunächst, wenn man es nicht schon getan hat, nur ein Fazit geben: Wählen gehen!

Vorläufige Wahlergebnisse im Lichthof und voraussichtlich im Internet

Nun werden sicherlich die Ergebnisse mit Spannung erwartet. Die Stadtverwaltung präsentiert die – dann noch vorläufigen – Ergebnisse auf zwei Wegen: Zum einen sind sie voraussichtlich sukzessive auf der Homepage der Stadt Kamenz abrufbar, zum anderen besteht die Möglichkeit, die Wahlergebnisse auf einer Präsentation im Lichthof der Kamenzer Rathauses zu verfolgen.

Natürlich liegen nicht gleich 18 Uhr die ersten Ergebnisse vor. Hier bedarf es etwas Geduld. In welcher Reihenfolge die Wahlen ausgezählt werden, ist dabei vorgeschrieben: 1. Auszählung: Wahl zum 9. Europäischen Parlament, 2. Auszählung: Stadtratswahl, 3. Auszählung Kreistagswahl und schließlich die 4. Auszählung: Ortschaftsratswahlen. Aus den Erfahrungen vergangener Wahlen kann man sagen, dass gegen 21 Uhr die ersten vorläufigen Ergebnisse – zunächst auch nur für die einzelnen Wahlbezirke – für die Stadtratswahl bekanntgegeben, sprich im Lichthof bzw. voraussichtlich auf der Homepage präsentiert werden können.

 

Anstelle dieses Textes, werden am Wahlsonntag, 26.05.2019, ab 18.00 Uhr, Links für die einzelnen Wahlen bereitstehen, hinter denen die Ergebnisse präsentiert und sukzessive aktualisiert werden.

23.05.2019 - 26.05.2019

23.05.2019: Statement zum Ausscheiden von Herrn Dr. Zetsche als Vorstandsvorsitzender der Daimler AG

Als ich das erste Mal Herrn Dr. Dieter Zetsche begegnete und er im Rahmen eines Empfanges zu den Anwesenden sprach und deutlich die Verantwortung eines Unternehmens mit mehreren 100.000 Beschäftigten für den Wirtschaftsstandort Deutschland hervorhob, war ich sehr beeindruckt. Denn es waren Worte in einer Zeit, wo auch die Entwicklung des Standortes – damals der EVONIC / Daimler AG – auf der Kippe stand.  Und ich erinnere mich, dass Herr Dr. Zetsche auf meine Frage hin, was mit unserem Standort in Kamenz wird, nachdem sich EVONIC Industries zurückgezogen hatte und hunderte Arbeitsplätze auf dem Spiel standen, zu mir sagte: „Herr Dantz, wir wissen [damals 2011 – Anm. d. Verf.], Elektromobilität entwickelt sich anders als wir es erwartet hatten – aber wir bleiben.“

Mit diesem Wort des Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG bin ich damals von Berlin nach Kamenz zurückgekehrt und aus dem gegebenen Wort „wir bleiben“ ist heute ein Standort der Deutschen ACCUmotive mit mehr als 1300 Beschäftigen entstanden.

 

Gemeinsamer Werksrundgang in Kamenz mit Michael Kretschmer (4.v.l.), Ministerpräsident Sachsen, Roland Dantz (2.v.l.), Oberbürgermeister der Stadt Kamenz, Dieter Zetsche (3.v.r.), Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, Ola Källenius (3.v.l.), im Daimler-Vorstand verantwortlich für Konzernforschung und Entwicklung Mercedes-Benz Cars, Jörg Burzer (l.), Leiter Qualitätsmanagement Mercedes-Benz Cars, Frank Deiß (2.v.r.), Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars, Heiko Steinmetz (r.), Geschäftsführer Accumotive. Im Vordergrund ist eine Batterie für den EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Angaben vorläufig). Der EQC ist das erste Mercedes-Benz Elektrofahrzeug der Produkt- und Technologiemarke EQ. Die Batterie für den EQC, der im Frühjahr 2019 im Mercedes-Benz Werk Bremen vom Band läuft, wird in Kamenz produziert.

 

Kamenz und die Region – wir haben viele Gründe, Herrn Dr. Zetsche für seinen Einsatz zu danken. Herr Dr. Zetsche hat insbesondere das Engagement der Menschen vor Ort hervorgehoben, den Leistungswillen und die Leistungsbereitschaft der hier Lebenden. Und er hat etwas gesagt, was ich uns allen auch gern noch einmal in Erinnerung bringen möchte: Wir haben bei der Entwicklung des Standortes ebenso jederzeit unsere Hausaufgaben gemacht und so gesehen punktgenau geliefert. Wir, das waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der ewag kamenz, der Behörden des Landkreises und so galt das Kompliment von Herrn Dr. Zetsche anlässlich der Grundsteinlegung auch allen, die mitgewirkt haben, als er sagte: „Die Daimler AG und Kamenz, das ist eine Elitepartnerschaft.“ Ein größeres Kompliment kann man einem Wirtschaftsstandort nicht machen.

Der sächsische Ministerpräsident und ich, wir hatten die Gelegenheit, mit den Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Zetsche auch seinen Nachfolger, Herrn Ola Källenius, am Standort der Deutschen ACCUmotive Kamenz kennenzulernen. Dabei wurden auch erste Gedanken zur Weiterentwicklung der Daimler AG und des Standortes Kamenz ausgetauscht.

Roland Dantz

Oberbürgermeister

23.05.2019 - 03.06.2019

21.05.2019: Eindrücke von der 11. Kamenzer Nacht der Kirchen und Museen
14.05.2019: Tanz in die Mitte - Ein besonderer Tag in Kamenz

„Regen, regen stört uns nicht ...", sangen Monika Hauf und Klaus-Dieter Henkler. Die Älteren werden sich sicherlich noch erinnern. Und genau diese Liedzeile traf auf das Wetter am Sonnabend und die Reaktionen darauf, besonders am Anfang des "Tanzes in die Mitte", zu. Doch sowohl die Akteure als auch die Zuschauer ließen sich nicht entmutigen. Half dabei das auf dem Marktplatz aufgebaute Zelt, die Tanzdarbietungen unbeschadet vom Regen stattfinden zu lassen, so war dieser Wetterschutz beim Bändertanz um den Maibaum der Schülerinnen der Grundschule aus Haselbachtal nicht mehr möglich. Aber sie haben ihre Sache trotz der widrigen Umstände sehr gut gemeistert. Insgesamt konnten die Besucherinnen und Besucher die Vielfalt des Tanzes bestaunen, aber auch selbst mitmachen. Dass selbst Menschen mit Behinderungen, hier vor allem Kinder, sich im Tanz ausdrücken und mit großer Freude bewegen – dies zu sehen, war einer der Höhepunkte dieses Tages.

"Tanzen ist Lebenselixier — auch für Kamenz und das Umland", hieß es in der Ankündigung für diese Veranstaltung, die neben den eigentlichen Akteuren vor Ort, wieder viele Mütter und Väter hatte: Dem städtischen Citymanagement und der Stadtverwaltung ist es mit Mitteln aus der Stadtbauförderung (SOP) und gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden sowie besonders mit dem Projektträger, dem 1. Tanzclub der Stadt Kamenz, gelungen, Kamenz einen besonderen Tag zu bereiten. Dabei spielte auch der erhaltene Sondermedienpreis im Wettbewerb "Ab in die Mitte - die City-Offensive Sachsen 2018", gestiftet von der Werbefirma Ströer, eine gewichtige Rolle. U.a. für dieses Fest "Tanz in die Mitte" konnte dadurch auf großflächigen Plakatwänden geworben werden. Für die technische Umsetzung steuerte auch die IHK Dresden einen Betrag bei. Doch was nützen all die organisatorischen und materiellen Voraussetzungen, die ohne Zweifel unabdingbar sind, wenn es nicht die vielen Tanzvereine und -enthusiasten gegeben hätte oder die Kamenzerinnen und Kamenzer, die an diesem Tag ihre liebevoll hergerichteten Gärten und Höfe für das Publikum öffneten und in denen sie dann sogar durch entsprechende Tanzdarbietungen diese Orte auf ganz andere Weise wahrnehmen konnten. Sicherlich nicht nur durch das Wetter bedingt, hatte die Präsentation eines Mitarbeiters der Stadtentwicklung im "Feuerhaus" großen Zulauf. Neben dem Interesse, wie es denn nun mit diesem städtischen Denkmalsgebäude weitergehen soll, ließen sich viele Besucher nicht die Möglichkeit entgehen, das Haus – vielleicht weil sie früher auch dort gearbeitet haben – einmal von innen zu betrachten.

Alles in allem brachte der "Tanz in die Mitte" am letzten Wochenende wieder Leben in die Innenstadt, so wie wir Kamenzer das aus solchen oder ähnlichen Veranstaltungen schon "gewohnt" sind. Sie stellen damit eine unverzichtbare Ergänzung zu den alltäglichen Bemühungen dar, Läden und Geschäfte – und Menschen (zusammen) – in die Innenstadt zu bringen, die "quasi natürlich" die Innenstadt beleben.

Allen Initiatoren, Organisatoren, Akteuren und Unterstützern (auch den Händlern, die an diesem Tag geöffnet hatten) einen herzlichen Dank für diesen schönen Tag!

14.05.2019 - 23.054.2019

16.05.2019: Podiumsdiskussion am 22.05.2019 zum Fall "Gurlitt" im Ratssaal (Termin vorbei)

„Das Unrecht der Nazis kann keinem der Beteiligten, keinem Staatsanwalt und keinem Richter, keinem Journalisten und keinem Kunsthistoriker, keinem Beamten und keinem Politiker als Rechtfertigung für sein Verhalten im Fall Gurlitt dienen. Altes Unrecht lässt sich nicht durch neues heilen.“

Maurice Philip Remy

Am Mittwoch, dem 22. Mai, findet 19.00 Uhr im Ratssaal eine Podiumsdiskussion statt, die sich dem Fall Gurlitt widmet. Gesprächspartner von Maurice Philip Remy ist an diesem Abend Hartmut Ebbing, MdB für die FDP. Moderiert wird das Gespräch von Karin Großmann, Chefreporterin der Sächsischen Zeitung in Dresden.

Man erinnert sich bestimmt: Im Rahmen steuerlicher Ermittlungen ist im Jahr 2012 in München eine Kunstsammlung beschlagnahmt worden, die sich im Besitz von Cornelius Gurlitt befand. Diese Entscheidung ist bis heute umstritten. Der Verdacht, dass es sich bei ca. einem Drittel um NS-Raubkunst handelt, konnte bisher in fünf Fällen bestätigt werden. Im vergangenen Jahr war in Berlin eine Ausstellung zu sehen, die große Teile der Sammlung zeigte, die nach Gurlitts Tod in den Besitz des Kunstmuseums Bern übergegangen ist. Neben Fragen der Herkunft der Bilder ging es auch um die Reaktion der Medien und um biografische Zusammenhänge der Familie Gurlitt.

Maurice Philip Remy hat unter dem Titel „Der Fall Gurlitt“ ein Buch (Europa Verlag) geschrieben, in dem er den Vorgang akribisch rekonstruiert und zu der Einschätzung kommt, dass es sich um den größten Kunstskandal der Nachkriegsgeschichte handelt. Er hat jahrelang recherchiert und den kompletten Nachlass Hildebrand Gurlitts, des Vaters von Cornelius Gurlitt, als Quelle herangezogen. Auf dem Einband seines Buches heißt es: Remy „entwirft ein Generationen umspannendes Porträt einer Familie mit ihren Licht- und Schattenseiten; er führt aus, dass der leidenschaftliche Kunsthändler Hildebrand Gurlitt kein Nazi und Kunsträuber war; er weist auf der Basis der Ermittlungsakten nach, dass die Verfolgung seines Sohnes Cornelius Gurlitt durch die Behörden ein krasses Unrecht darstellt, und er zeigt auf, wie die Politik in Berlin den Skandal jahrelang verschleppt und verschwiegen hat, um von eigenen Versäumnissen abzulenken.

Es geht um mehr, als nur um Kunstraub. Es geht um das Versagen einer ganzen Generation im Umgang mit dem Unrecht des NS-Regimes. Und es geht um den Versuch, das alles zu vertuschen. Der Fall Gurlitt ist nicht nur die größte Kunstraubaffäre der Nachkriegszeit, er ist gleichzeitig einer der größten politischen Skandale der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik.

 

Maurice Philip Remy, geb. 1962 in München, ist Dokumentarfilmer und Sachbuchautor. Er studierte Kommunikationswissenschaften und war als freier Journalist unter anderem für den Stern und Die Zeit tätig. Viele Jahre arbeitete er eng mit Guido Knopp von der Redaktion Zeitgeschichte des ZDF zusammen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählt die sechsteilige Serie über den Holocaust, die er 2000 realisierte und die weltweit ausgestrahlt wurde. Bekannt machten ihn aber auch Dokumentarserien und Bücher, beispielsweise über das Bernsteinzimmer, den „Mythos Rommel“, die „Offiziere gegen Hitler“, sowie das vielfach ausgezeichnete Drehbuch für den ARD-Spielfilm „Mogadischu“.

Hartmut Ebbing, geb. 1956 in Berlin-Lankwitz, ist ein deutscher Wirtschaftsprüfer, Politiker (FDP) und seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1984 bis 1991 arbeitete er bei der Wirtschaftsprüfergesellschaft KPMG in Frankfurt am Main, Hamburg und Berlin. Seit 1992 ist Ebbing selbständiger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Ebbing trat 1995 in die FDP ein und war in unterschiedlichen Funktionen aktiv, unter anderem bis März 2018 als Vorsitzender des Landesfachausschuss Kulturpolitik der FDP Berlin. Im Bundestag ist er Mitglied im Ausschuss für Medien und Kultur und im Petitionsausschuss. Seit Januar 2018 ist er zudem kulturpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Um die politischen Prozesse hinter dem Fall Gurlitt parlamentarisch aufzuarbeiten, stellte Hartmut Ebbing mehrere Kleine Anfragen an die Staatsministerin für Kultur und Medien, welche weitreichende Unstimmigkeiten im Umgang der Bundesregierung mit Herrn Gurlitt und seiner Sammlung offenbarten.

Karin Großmann schreibt als Chefreporterin Porträts und Reportagen für die Sächsische Zeitung und verantwortet zugleich im Feuilleton der Zeitung den Bereich Literatur. Ihr besonderes Interesse gilt der deutschsprachigen zeitgenössischen Prosa. Karin Großmann wurde 1954 in Karl-Marx-Stadt geboren, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitet seit 1978 in Dresden. Sie wurde 1999 mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet, den der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger vergibt. Sie war nominiert für den Deutschen Reporterpreis und den Medienpreis Mittelstand.

Der Eintritt in diese Veranstaltung ist frei.

16.05.2019 - 23.05.2019

10.05.2019: Kamenzer Spätschicht - Wirtschaft hautnah (Termin vorbei)

Regionale Wirtschaft hautnah erleben!

Am 14. Juni 2019 öffnen Kamenzer Wirtschaftsunternehmen ihre Türen und Tore für interessierte Besucher. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen von lokalen Unternehmen, und erfahren Sie vieles Wissenswertes über die Leistungsfähigkeit, Produktion, Ausbildungsmöglichkeiten und offene Stellen. Angeboten werden verschiedene Routen, auf denen jeweils zwei bis drei Unternehmensbesuche miteinander verbunden sind.

Die "Spätschicht", veranstaltet von der Wirtschaftsförderung der Stadt Kamenz, wird für die Teilnehmer kostenfrei sein. Unterstützt wird das Projekt von der Kreishandwerkerschaft Bautzen, der Industrie- und Handelskammer Dresden, Geschäftsstelle Kamenz, sowie dem Landkreis Bautzen.

Spätschicht - Touren - Firmen

Tour I

corporate friends ® GmbH

corporate friends® entwickelt maßgeschneiderte LED-Leuchten und komplexe Lichtsysteme für Museen, Architekten und Planer insbesondere im Bereich der Vitrinenbeleuchtung. Neben dem klassischen Licht- und Produktdesign umfasst unsere Leistung die Entwicklung und Serienfertigung von Leuchten und Lichtsystemen, die Lichtsteuerungen und das Lichtmanagement. Darüber hinaus bieten wir Lichtplanung, Modell- und Prototypenbau, Beratung, Workshops und Seminare.

https://www.corporatefriends.de/de/

 

Watercat GmbH

Jeder möchte und will sauberes und frisches Wasser. Damit ist man bei der Watercat GmbH an der richtigen Stelle. Ob klassische oder physikalische Wasserbehandlung, ob Filtersysteme bis hin zu Feinstfiltration, damit jeder sein Wasser ruhigen Gewissens trinken kann.Die Angebotspalette umfasst alles für kaltes, klares Wasser. 

 

https://www.watercat.de/

 

Agrargenossenschaft Liebenau eG

Die Agrargenossenschaft Liebenau eG ist modernes, landwirtschaftliches Unternehmen, das in der Region verankert ist und eine Fläche von 2.246 ha bewirtschaftet. Insgesamt stehen hier 60 Arbeitskräfte in Lohn und Brot. Neben der Tier- und Pflanzenproduktion werden über eine 100%ige Tochtergesellschaft auch drei Tankstellen betrieben. Besonderer Clou ist die Energiegewinnung über eine Biogasanlage, welche über eine Leistung von 530 kW.

https://www.agrargenossenschaft-liebenau.de/

 

 

Tour II

Schaubäckerei und Café Kahre

„Handmade“ wird hier ganz großgeschrieben. Hier steht die handwerkliche Herstellung und die damit verbundene besonderen Frische im Vordergrund. Hier wird – auch wenn moderne Technik Einzug gehalten hat – wie zu Urgroßvaters Zeiten gebacken. Eine große Auswahl von Sahne- und Buttercremetorten und frisch gebrühter Kaffee laden zum Verweilen im Café ein.

http://www.cafe-kahre.de/

 

Liofit GmbH

„Liofit – macht ihre Lithium-Ionen-Akkus fit“ – so lautet das Motto dieser Firma, die seit Anfang 2013 in Kamenz Lithium-Ionen-Akkus für Fahrräder aufbereitet. Damit steht Liofit für ein ganz bestimmtes Segment der Elektromobilität in Kamenz. Öko? Logisch!

https://www.liofit.com/

 

Fasytec GmbH

Mit der Firma Fasytec verbindet sich die Produktion moderner Fassaden und Systemtechnik, die für die technisch hochwertige Fertigung von Fenstern, Türen, Fassaden sowie Sicherheits- und Brandschutzkonstruktionen in Glas und Metall steht. Dank eines motivierten Teams ist eine fachmännische frühzeitige Beratung von Bauherren und Architekten, ein flexibler Kundendienst und ein umfassendes bundesweites Wartungsangebot möglich.

http://www.fasytec.de/

 

Tour III (Altersbegrenzung: erst ab 18 Jahre)

Flugsportzentrum Bautzen GmbH & Co. Produktion und Service KG

Seit dem 20. Mai 2011 gibt es das Flugsportzentrum Bautzen am Verkehrslandeplatz Kamenz: Attraktiver Wirtschaftsstandort – Innovatives Unternehmen, welches über eine sehr moderne technische Basis verfügt, um u.a. für Ultraleichtflugzeuge, insbesondere für den Eurostar, die Viper SD4 und die Skyper Produktions- und Endfertigungsaufgaben sowie umfangreiche Wartungs- und Serviceaufgaben zu übernehmen und in ausgezeichneter Qualität durchzuführen.

https://www.fsz-bautzen.de/

 

Tryba GmbH

Die Tryba GmbH sich selbstbewusst den Werbespruch „TRYBA – Ihr Fenster der Zukunft“ gegeben.  Das kann sie, denn es handelt sich bei ihr um einen führenden Hersteller von Kunststoff- und Holzfenstern mit hohem und langanhaltenden Garantieversprechen. Darüber hinaus gehören auch Aufsatzkästen, Kunststoff- und Holztüren bis hin zu Garagentoren zur Produktpalette.

http://www.tryba.de/

 

MAST Jägermeister SE

Muss zu dieser Firma wirklich noch etwas gesagt werden? Sagen nicht 97 Millionen verkaufte 0,7-Liter-Flaschen des beliebten Kräuterlikörs in Jahr 2018 alles! Damit gehört dieser Likör zu den internationalen Top-10-Spirituosen. Und wen man sehen will mit welch moderner Technik die Abfüllung im Kamenzer Werk erfolgt, dem sei Spätschicht-Tour an Herz gelegt.

https://mast-jaegermeister.de/de/

 

Wichtiger Hinweis:
Es ist zwingend notwendig, sich vorab für die Veranstaltung anzumelden, damit die Buskapazitäten ausreichend geplant werden können.

Sollten Sie Fragen zur "Spätschicht" oder Interesse haben, dann können Sie sich gern bei Anne Uhlemann (Wirtschaftsreferentin) unter anne.uhlemann@stadt.kamenz.de melden.

Zur Anmeldung können Sie auch das zur Verfügung stehende Rückmeldeformular nutzen oder Sie schreiben eine offene Mail mit folgenden Angaben:

  • Name, Vorname
  • Name, Vorname der weiteren Teilnehmer
  • Mailadresse zur Bestätigung der Anmeldung
  • Lieblingsroute

 

Treffpunkt am 14. Juni 2019, 16.00 Uhr am Busbahnhof Robert-Koch-Platz

 

Tour I: corporate friends ® GmbH - Watercat GmbH - Agrargenossenschaft Liebenau eG

16.00 Uhr

Beginn vom Busbahnhof in Kamenz

 

16.15 Uhr 

corporate friends ® GmbH - Pulsnitzer Str. 46, 01917 Kamenz

 

17.30 Uhr

Watercat GmbH - Güterbahnhofstr. 43, 01917 Kamenz

 

18.45 Uhr

Agrargenossenschaft Liebenau eG - Kamenzer Berg 2b, 01917 Kamenz

Tour II: Schaubäckerei und Café Kahre - Liofit GmbH - Fasytec GmbH

16.00 Uhr

Beginn vom Busbahnhof in Kamenz

 

16.15 Uhr 

Schaubäckerei und Café Kahre - Oststraße 49, 01917 Kamenz

 

17.30 Uhr

Liofit GmbH - Nordstraße 57, 01917 Kamenz

 

18.45 Uhr

Fasytec GmbH - Alter Siedlungsweg 3, 01917 Kamenz

Tour III: Flugsportzentrum Bautzen GmbH&Co. Produktion u. Service KG - Tryba GmbH - Mast Jägermeister SE (Altersbegrenzung: erst ab 18 Jahre)

Altersbegrenzung: erst ab 18 Jahre

16.00 Uhr

Beginn vom Busbahnhof in Kamenz

 

16.15 Uhr 

Flugsportzentrum Bautzen GmbH & Co. Produktion und Service KG - Am Tower, 01917 Kamenz

 

17.30 Uhr

Tryba GmbH - Güterbahnhofstr. 48, 01917 Kamenz

 

18.45 Uhr

Mast Jägermeister SE - Am Ochsenberg , 01917 Kamenz

 

Übrigens handelt es sich bei der “Spätschicht” um ein Kooperationsprojekt mit Bautzen, Bischofswerda und Hoyerswerda. Auch in diesen Städten wird es an folgenden Terminen eine derartige Veranstaltung geben. Besuchen Sie also auch gern die Unternehmen in unserer Region! Anmelden können sie sich über die jeweiligen Internetseiten.

14.06.2019 Bautzen

28.06.2019 Bischofswerda

28.06.2019 Hoyerswerda

10.05.2019

08.05.2019: Lausitzer “Blütenläufer” trotzen erfolgreich dem Wetter

Lausitzer “Blütenläufer” trotzen erfolgreich dem Wetter

Die  Wettervorhersage nach dem Maifeiertag verhieß zunächst nichts Gutes. Und auch am Samstag zum Aufbau der Streckensperrungen wollte im Regen bis Schneeregen und windig kalter Witterung nicht so recht Vorfreude aufkommen.

Wieder über 1.000 aktive Teilnehmer

Doch “Petrus” scheint ein großer Fan des Lausitzer Blütenlaufes in Kamenz zu sein und ließ am 5. Mai zum Sonntagmorgen für den Sportevent die Sonne zwischen den Wolken durchluken. Das hat wohl auch die vielen Sportler zur Nachmeldung animiert, wodurch am Ende insgesamt wieder über 1.000 Aktive und viele Zuschauer auf dem Marktplatz begrüßt werden konnten.

Zweites Mal Firmenwertung, aber neu als Staffellauf

Der erste Startschuss unter Anwesenheit von Oberbürgermeister Roland Dantz, Aloysius Mikwauschk (MdL), Blütenkönigin Julia und Stadtmaskottchen KAMI erfolgte 9:30 Uhr für die Firmenwertung, die in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal aber neu als Staffellauf ausgetragen wurde. Sechs Teams begaben sich auf die 4 x 2 km Strecke. Das waren Dentallabor Bucholz (schnellste), TRYBA Holzwürmer, TDDK Racing Team, Fit für Kamenz 1, Fit für Kamenz 2 und Ole Ole 8B Lessing Gym Kamenz.

 

Radrennen wie gewohnt mit Top-Zeiten

Danach ging es wie gewohnt weiter mit den Radrennen über 80, 50 und 25 km. Während es im Stadtgebiet trotz niedriger Temperaturen noch ganz gemütlich wirkte, hatte der Wind ab dem Ortsausgang eine spürbar kältere Note für die Faher. Das tat dem Niveau der Leistungen jedoch keinen Abbruch und die Siegerzeiten von Steffen Langer (80 km - 2:09:34,4), Fabio Sebastianutti (50 km - 1:29:33,4) und Matthias Blümel (50 km - 47:53,8) bewegten sich in Nähe der letzten Jahre.

 

Kinderläufe mit größten Starterzahlen

Die traditionell stärksten Teilnehmerfelder gibt es bei den Kinderläufen mit besonders vielen Schülerinnen und Schülern. In diesem Jahr gingen insgesamt 369 auf die Strecken. Die schnellsten Läuferinnen und Läufer waren:

  • bei 1 km Kinder U8 Jungen Amir Hussain Nabizada Grundschule am Forst Kamenz in 05:20 und Mädchen Ruby Herrmann PSV Kamenz in 05:27
  • bei 2 km Kinder U10 Jungen Ole Schröder GS Am Gickelsberg Kamenz in 08:45 und Mädchen Hermine Pönisch Grundschule am Forst Kamenz in 09:09
  • bei 2 km Kinder U12 Jungen Carlo Ziesche OSC Löbau in 07:48 und Mädchen Miriam Mittag ASC Grün Weis Finsterwalde in 07:53
  • bei 2 km Jugend U14 Jungen Mathis Seifert Kamenz in 08:02 und Mädchen Lilly Roßberg SV Einheit Kamenz e.V. in 09:19

 

Inklusionslauf etabliert sich weiter

Schon ein feste Größe mit mittlerweile vielen “Nachahmern” bei anderen Sportveranstaltungen ist der Kamenzer Inklusionslauf. Rund 150 Sportler mit Behinderung und die Begleitläufer gingen gemeinsam auf die 2 km Strecke, bei der es keine Zeitwertung gibt.

Duathlon mit Sachsenmeisterschaft

Die sicherlich anstrengenste Disziplin des Blütenlaufes ist der Duathlon. 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer liefen zuerst 5 km, fuhren dann 20 km Rad und dann zum Abschluss nochmal ein 2 km Lauf. Schnellster bei den Herren war Lokalmatador Sebastian Guhr vom OSSV Bikehouse Team in der Zeit von 1:08:54. Als schnellste Frau kam Franziska Reinfried vom Picardellics Velo Team Dresden in einer Zeit von 1:26:45 ins Ziel.

 

Mehr Nordic Walker

Eine deutliche Teilnehmersteigerung konnte der Nordic Walking Wettbewerb verzeichnen. 55 Starter gingen auf die 10 km Strecke. Das waren 16 mehr als in 2018.

Hauptläufe über 15 km, 10 km und  6 km

Auch bei den abschließenden Hauptläufen über 15, 10 und 6 km wurden mehr Teilnehmer als im Vorjahr gezählt – zusammen über 200. Schnellste waren:

  • bei 15 km Männer Hartmut Engert TT-Crew Bautzen in 56:38
  • bei 15 km Frauen Constanze Groeschke LTSV Forst 1990 in 1:14:04
  • bei 10 km Männer Nico PietschTV Dresden Spitzen Team in 40:25
  • bei 10 km Frauen Daniela Rusch Die Ruschies in 48:46
  • bei 6 km Männer Cajus Wolf TV 1848 Bischofswerda in 23:37
  • bei 6 km Frauen Vivien Mittag ASC Grün Weis Finsterwalde in 26:10

Alle Platzierungen - auch in den verschiedenen Altersgruppen bzw. Wertungen - sind detailliert zu finden unter www.baer-service.de/ergebnisse/BLU/2019/. Die Anerkennung gilt aber auch jedem Einzelnen, der auf welcher Strecke auch immer seine persönlichen Ziele erreicht bzw. die Ziellinie überquert hat.

 

Danke an alle Helferrinnen und Helfer sowie Sponsoren und Partner

An dieser Stelle muss wieder den vielen ehrenamtlichen Helfern und Organisatoren sowie den zahlreichen Sponsoren ein ganz besonderer Dank ausgesprochen werden! Ohne ihr Engagement vor und hinter den Kulissen für die Region und ihre unbändige Freude am Sport hätte diese Veranstaltung nicht gelingen können:

Volksbank Dresden-Bautzen eG / EWAG Kamenz / Oppacher Mineralquellen GmbH & Co. KG / Bikehouse Thilo Scheibe / Verkehrsverbund Oberelbe – VVO / BHG-Hagebaumarkt Kamenz / Polizeirevier Kamenz / Thietz Promotion – Event & Marktmanagement / Bier-Schulze / Sächsische Zeitung / Wochenkurier / Auto Elitzsch / KEKOPLAST GmbH / Uhren-Anders / EBH Elektro- und Brandschutzservice Hiller GmbH / Heitech Service GmbH / Sachsen Fahnen / Confiserie Mellinia Großröhrsdorf / Bäckerei Selnack / Fleischerei Imbach / Fleischerei Kretzschmar / Holzkunst-Müller Jesau / EDEKA Peltzer / Sport-Lang / Lessing-Apotheke / DRK Kamenz / Malerbetrieb Gerd Natuschke / Ergotherapie Schiewack / Helfer des SG Lückersdorf-Gelenau e.V. / SV Einheit Kamenz e.V. / Lok Kamenz / SV Deutschbaselitz e.V. / OSSV Kamenz / Sächsischer Triathlon Verband e.V. / Helfende Bürger der Stadt Kamenz und Umgebung / Aloysius Mikwauschk MdL / Oberbürgermeister Roland Dantz / Blütenkönigin Julia I. / 1. Oberschule Kamenz / Förderverein der Grundschule Am Forst / Kreissportbund Bautzen / Hausmeisterpool der Stadtverwaltung

Der nächste Blütenlauf

Nach dem Fest ist vor dem Fest, so das Sprichwort. Und so beginnt mit der Auswertung des vergangenen bereits wieder die Vorbereitung des kommenden Blütenlaufs. Für diesen sollte sich jeder schon den neuen Termin vormerken: den 3. Mai 2020.

Das Org-Team
Ostsächsischer Schwimmverein Kamenz e.V. und Stadtverwaltung Kamenz
 
10.05.2019 - 21.05.2019
02.05.2019: Schulsportanlage an der Grundschule „Sophie Scholl“ in Wiesa übergeben

Noch im April konnte realisiert werden, was mit der Vorentwurfsplanung im September 2015 begonnen hatte. Die neugestaltete Sportanlage wurde am 30. April von der Lehrerschaft und den Schülerinnen und Schülern der Grundschule in Wiesa in Besitz genommen. Es war den Kindern als sie sich zum „feierlichen Akt“ der Übergabe aufstellten, anzumerken, dass sie sich freuten, auf diesem kleinen, aber feinen Platz zukünftig Sport treiben zu dürfen. Für diesen besonderen Tag hatte sich die Schulleiterin Ilke Krebs gemeinsam mit ihren Lehrerinnen ein sportlich-musikalisches Programm ausgedacht, um diesen Tag würdig zu begehen. Doch bevor dies vor den an diesem Bauvorhaben Beteiligten präsentiert wurde, ergriff die Schulleiterin das Wort, beginnend mit einem „Nun endlich wieder können wir ordentlich Schulsport im Freien machen“. Dabei hob sie hervor, dass es dabei nicht nur um den Schulsport geht, sondern auch die Kinder am Nachmittag das neue Sportgelände nutzen werden sowie der Volleyballverein SG Wiesa e.V. In ihrem kurzen Resümee gab sie sowohl im Namen der Lehrerschaft als auch der Schüler, ihrem Dank Ausdruck, der von einem kräftigen Applaus der Schüler begleitet wurde.

Nun war es am Oberbürgermeister Roland Dantz, die richtigen Worte anlässlich der Übergabe zu finden. Er stellte die Fertigstellung der Sportanlage in den Zusammenhang der Bemühungen der Stadt Kamenz auch in den Ortsteilen, und hier speziell in Wiesa, gute Schul- und Kinderbetreuungsvoraussetzungen zu schaffen. Damit war dann nicht nur die jetzt fertiggestellte Sportanlage gemeint, sondern auch das auf der gegenüberliegenden Seite voranschreitende Vorhaben des Baus eines neuen Kinderhauses, in dem sowohl Krippen- und Kindergartenkinder als auch Hortkinder ab 2020 ihr Domizil finden werden. Er lobte noch einmal die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Schule, Volleyballverein, den Planern sowie den bauausführenden Firmen, die auch angesichts komplizierter Bodenverhältnisse, die leider nicht alle Blütenträume reifen ließen, zu einem guten Ergebnis geführt haben. Insofern, so der Oberbürgermeister, kann man sich zum einen über das Geschaffene, hier den Sportplatz, und zum anderen – mit Blick auf den Bau des Kinderhauses – auf zukünftige Ergebnisse in diesem Bereich freuen.

Der neu gestaltete Sportplatz umfasst ca. 1100 m². Er hat zwei Außenrundenlaufbahnen sowie zwei 30-Meter Sprintlaufbahnen. Er kann sowohl als Kleinfeldfußballfläche als auch für die Sportart Volleyball genutzt werden. In die Sportfläche selbst wurde eine Weitsprunganlage integriert, die mit zwei Anlaufspuren, und in diesem Fall mit Polytanbelag, versehen ist. Ergänzt wurde der schon vorhandene Ballfangzaun, so dass nach den prekären Seiten (Straßenseite und Schwarze Elster) eine Absicherung durch zu hoch fliegende Bälle vorhanden ist. Das Ganze hat insgesamt immerhin 214.000 EUR gekostet, wobei darin ca. 60.000 EUR aus dem Programm RL-Leader/2014-ländliche Erneuerung einfließen.

Selbstverständlich hatte der Oberbürgermeister in seiner kurzen Ansprache hervorgehoben, wie wichtig der Sport bzw. das eigenständige Sporttreiben ist und dass es nicht nur darum geht, am Tablett oder Handy zu hängen und die Welt digital zu erkunden. In diesem Fall fragte er in die Schülerrunde, wer denn alles ein Handy habe, worauf sich – vielleicht nicht überraschenderweise – die übergroße Mehrzahl der Schüler sich meldete. Aber als er dann weiter fragte, wer denn einen Ball oder Fußball zuhause haben, war das Resultat in etwa das gleiche. Es scheint also – zum Glück – noch andere Freizeitaktivitäten zu geben als das so vordergründig wahrgenommene Hantieren mit dem Handy.

Wie immer haben viele Hände für die Umsetzung dieses Vorhabens gesorgt: Während das Büro für Landschaftsarchitektur & Freiraumplanung Dipl.- Ing. Frau Tenne für eine gute Planung sorgte, begutachtete während der Bauausführung die Erdbaulaboratorium Dresden GmbH den Baugrund. Als ausführende Firmen waren beteiligt die Tiefbau Herwehe GmbH, die Polytan GmbH aus Burgheim, das Bauunternehmen Martin Stolle GmbH, die Bauschlosserei und Schlüsseldienst Sämann GmbH, die Melde und Berthold GmbH sowie die Hentschel GmbH für das Bauschild. Ihnen allen sowie den Vertreterinnen der Schule und den Mitarbeitern der Bauverwaltung, den Stadträten, die die entsprechenden Beschlüsse fassten, und natürlich den Fördergeldgebern sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt.

Dann waren der Worte genug gewechselt. Die Kinder zeigten unter Anleitung ihrer Lehrerinnen ein sportlich-tänzerisches Festprogramm, was wohl die beste Art war, den neuen Sportplatz einzuweihen.

Einen kleinen Höhepunkt gab es noch am Ende der Veranstaltung als der Geschäftsführer von der Tiefbau Herwehe GmbH, Uwe Herwehe, den Kindern der Grundschule in Wiesa ein Netz mit Bällen übergab, die sicherlich ihren Platz im sportlichen Geschehen finden werden.

Na dann: Sport frei!

 02.05.2019 - 15.05.2019

02.05.2019: Maibäume 2019 in Kamenz

Maibäume 2019 in Kamenz

Auf dem Kamenzer Marktplatz, in Jesau sowie in anderen Ortsteilen (u.a. Cunnersdorf, Schönbach, Biehla, Brauna und Liebenau) flattern – dank aktiver Bürgerinnen und Bürger – wieder die bunten Kranzbänder von Maibäumen im Wind.

Maibaum auf dem Marktplatz auch 2019

Mitglieder des Vereins "Stadtwerkstatt Kamenz – Bürgerwiese e.V." haben es auch in diesem Jahr mit Hilfe des THW Kamenz geschafft, einen Maibaum auf dem Marktplatz aufzustellen. Und dass er gut bewacht wurde, zeigte sich auch darin, dass er klein, aber fein am Donnerstag, dem 2. Mai zum Markttag noch da stand.

Stadtverwaltung

02.05.2019 - 10.02.2019

Festhalten
Ein letzter skeptischer Blick
Ungewöhnliche Perspektive
Er steht

Maibaumstellen und Hexenfeuer in Jesau

Bereits zum 23. Mal hatte die Jesauer Jugend zum Maibaumstellen und Hexenfeuer eingeladen. Am Wochenende zuvor wurden die Ranke und der Kranz für den Maibaum gewunden und am Vorabend des 1. Mai aufgestellt.

Wie schon bei unseren Vorfahren wurde der Baum, nachdem die Ranke an der Stange befestigt und Kranz in der richtigen Position angebracht waren, traditionell mit Stangen und der Muskelkraft der zahlreichen Männer aufgestellt. Ein großes Hallo aller Zuschauer, aber auch Erleichterung bei den Aufstellern, dass es wieder geklappt hatte, als der Baum in seiner ganzen Schönheit stand. Der Männergesangverein Jesau ließ es sich auch dieses Jahr nicht nehmen und brachte mit Frühlingsliedern unter dem Baum ein Ständchen.

Die vorbereitete Hexe, die dieses Jahr männlich, also ein „Hexenmann“ war und auf dem Hexenfeuer thronte, hatte kein langes Leben, die Flammen verschlangen ihn schnell. Zur Freude der Kinder war auch der „Elsterexpress“ wieder unterwegs. Viele waren gekommen und bei Speis und Trank und vielen Gesprächen wärmten sich alle bis spät in die Nacht am Feuer. Selbstverständlich blieb ein Teil der Jugend die ganze Nacht zur Maibaumwache. Ab 5.00 Uhr wurde alles aufgeräumt. Wer morgens um 7.00 Uhr am Kriegerdenkmal vorbeikam, sah nur noch den qualmenden Aschehaufen. Alles andere ist wieder picksauber.

Ein großes Dankeschön an die „Jesauer Jugend“ an alle Helfer und Unterstützer, ob klein, ob groß, ob jung, ob alt, an alle des Jesauer Zusammenhalts. Ihr habt das wieder prima gemacht. Es ist schön, zu erleben, wie sehr die Gemeinschaft in unserem Ortsteil die Menschen verbindet.

Elvira Schirack

02.05.2019 - 10.05.2019

02.05.2019: Bürgerladen am August-Bebel-Platz wird gut angenommen

Erste Veranstaltungen im April waren erfolgreich - Weitere folgen im Mai (siehe unten)

Der „Bürgerladen“ bedankt sich bei seinen Gästen: Das Osterbasteln am 11. April sowie der Spielenachmittag am 25. April nahmen zahlreiche Besucher wahr. Beide Veranstaltungen waren ein gelungenes und kreatives Geschehen.

Beim Osterbasteln wurden kleine Ostergeschenke angefertigt und Osternester mit selbstgefärbten und gestalteten Eiern und Süßigkeiten gefüllt. Jung und Alt gaben sich gegenseitig Hilfestellungen und es wurde gemalt, gebastelt, gestrickt, gehäkelt und sogar dabei gesungen. Es war eine lustige Runde und alle hatten sichtlich Spaß dabei. Die Stunden vergingen viel zu schnell und die kleinen Teilnehmer wünschten sich schon bald eine Wiederholung.

Am Spielenachmittag schenkte uns der Wettergott 27 Grad und wir verlagerten unsere spannenden Wettkämpfe auf den Spielplatz des August-Bebel-Platzes. Die Kinder konnten an verschiedenen Stationen ihre Geschicklichkeit beweisen und übten sich in Gruppenspielen.

Auch Kinder von der „Lebenshilfe Kamenz“ waren unter den Gästen, sie erfreuten sich beim Luftballonwettkampf und konnten ihre Kräfte beim Boccia und Crockett messen.  Der Spielplatz wurde zum Abenteuerplatz, wobei die Kinder beim „Tiernamenraten“ oder beim „Himmel und Hölle“ die kreidebemalten Wege sowie die mit Seifenblasen erfüllte Luft genossen.

Was bringt der Mai?

Am 7. Mai 2019 zwischen 14.00 - 16.00 Uhr findet auf Wunsch der Kinder ein Malwettbewerb statt. Hierbei können mit Hilfe von Naturutensilien Bilder gelegt oder mit Kreide oder Knete Bilder gestaltet werden.

Am 14. Mai 2019 bietet der „Bürgerladen“ in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr ein Quiznachmittag an. Altersgerecht werden spannende Knobelspiele und Rätselvorlagen angeboten. Spielerisch erfolgt die Heranführung der Kinder an Lösungswege und wird zum kreativen Denken motiviert.

Bei schönem Wetter werden die Veranstaltungen natürlich nach Außen verlegt. Bei Regen oder Wind, was wir nicht hoffen wollen, finden sie im „Bürgerladen“ statt. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos und eine Voranmeldung nicht notwendig.

Dipl.-Päd. Ines Holling

02.05.2018 - 14.05.2019

02.05.2019: Einladung zum Frühlingsseniorenfest am 8. Mai - Termin vorbei

Einladung zum Frühlingsfest der Senioren 2019

Sehr geehrte Seniorinnen und Senioren der Stadt Kamenz und ihrer Ortsteile,

wir laden Sie ganz herzlich zum 13. Frühlingsseniorenfest am 08. Mai 2019, 14.00 Uhr (Einlass ist ab 13.00 Uhr) in den großen Saal des Hotels „Stadt Dresden“ ein.

Wie in den vergangenen Jahren wollen wir wieder gemeinsam in gemütlicher Runde einen schönen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen verbringen.

Zur Unterhaltung werden mit ihrer Live-Musik „De Hutzenbossen“ beitragen. Gespannt sein darf man auch wieder auf einen Überraschungsgast. Auch die kleinen Überraschungen werden wieder für eine gute Stimmung sorgen.

Sie können sich bei der Stadtverwaltung Kamenz, Sachgebiet Jugend/Soziales, Frau Jannasch unter der Tel.-Nr.: 03578/379232 anmelden und sich über den Ablauf informieren.

Die Eintrittskarten (Unkostenbeitrag von 3,00 EUR/ Karte) können in der Stadtverwaltung Kamenz im Bürgerservice und außerdem im SG Jugend/Soziales Pfortenstraße 6, bei Frau Jannasch abgeholt werden.

Wir freuen uns auf Sie an diesem Nachmittag.

 

Roland Dantz                                                             Katrin Andrews                          

Oberbürgermeister der Lessingstadt Kamenz           Dezernentin für Stadtentwicklung und Soziales

02.05.2019

29.04.2019: Information zum Hexenfeuer - Sie können brennen (Termin vorbei)

Sehr geehrte Einwohner von Kamenz,

das Wetter hat es gut mit uns gemeint, so dass wie geplant die traditionellen Hexenfeuer am 30.04. durchgeführt werden können.

 Auch wenn die Waldbrandgefahrenstufe jetzt sehr niedrig ist, bitten wir alle die nachfolgenden Auflagen zu beachten:

Die Feuer dürfen nicht unbeaufsichtigt abgebrannt werden, es ist ausreichend Abstand zu Gehölzen und brennbaren Gegenständen zu gewährleisten sowie Gefährdungen und Belästigungen des öffentlichen Verkehrsraumes durch Rauch auszuschließen.

 Folgende Abstände sind einzuhalten:

  • 50 m zu Wohngebäuden
  • 25 m zu anderen baulichen Anlagen und öffentlichen Verkehrsflächen
  • > 100 m zum Wald (unter 100 m nur mit Genehmigung der zuständigen Forstbehörde

 

  • Für Feuer in umfriedeten Privatgrundstücken hat der Eigentümer für ausreichende Sicherheitsabstände zu sorgen.

 

  • Es sind ausreichende und geeignete Löschmittel bereitzuhalten.

 

  • Die Brandreste und Ascherückstände sind bis spätestens 07.05.2019 zu entfernen

VA: Antragsteller

 

Sachgebiet Ordnung und Sicherheit

Stadtverwaltung Kamenz

29.04.2019 - 02.05.2019

29.04.2019: Drehleiter DLA(K) 23/12 wird am 1. Mai 2019 feierlich übergeben (Termin vorbei)

Der 26. Tag der offenen Tür der Feuerwehr Kamenz-Stadt

Drehleiter DLA(K) 23/12 wird feierlich übergeben

Am 1. Mai 2019 findet im Rahmen des 26. Tages der offenen Tür der Feuerwehr Kamenz-Stadt die offizielle Übergabe der neuen Drehleiter DLA(K) 23/12 statt. Der Tag der offenen Tür, veranstaltet von der Ortsfeuerwehr Kamenz-Stadt und dem Förderverein Kamenz-Stadt e.V., gehört seit vielen Jahren zu den Höhepunkten, die der 1. Mai in Kamenz zu bieten hat. Viele Kamenzer Unternehmen und auch Bürger haben – wie in der Vergangenheit auch – mit finanziellen Zuwendungen und Sachspenden zur Durchführung dieser Veranstaltung beigetragen. Deswegen sei an dieser Stelle der Spendenbereitschaft der Unternehmen und Unterstützer im Allgemeinen und dem Förderverein im Besonderen gedankt. Wir wissen, dass ganz viel persönlicher Enthusiasmus der Kameradinnen und Kameraden sowie deren Partner von Nöten sind, um dieses Mai-Ereignis zu organisieren und durchzuführen.

In diesem Jahr beginnt der offene Tag mit einem kleinen Paukenschlag, denn gleich zu Beginn, 11.00 Uhr, wird die neue Drehleiter DLA(K) 23/12 feierlich übergeben. Dank der Entscheidung der Stadträte und dem Wirken der Stadtverwaltung sowie der Kameraden der Stadtwehrleitung und der Ortswehr Kamenz Stadt war es möglich, dieses Fahrzeug zu erwerben. Insgesamt kostet das Fahrzeug ca. 655.000 EUR, wovon die Stadt immerhin 217.000 EUR aufbrachte und die Fachförderung 438.000 EUR betrug.

Mit der Anschaffung dieses Fahrzeuges leistet die Stadt einen entscheidenden Beitrag zur Gewährleistung des Brandschutzes in Kamenz, wobei aber nicht vergessen werden darf, dass nur durch das ehrenamtliche Wirken der Kameradinnen und Kameraden diese neue Technik ihre Wirkungen entfalten kann. Auch dafür, für die Einsatzbereitschaft und die Zeit, die die Kameraden zum Schutz der Kamenzer Bevölkerung aufbringen, sei ausdrücklich gedankt.

Wer also die neue Drehleiter in natura betrachten möchte, wer erfahren will, was diese neue Technik soll und kann, und vor allem, was die kryptische Abkürzung DLA(K) 23/12 bedeutet, der sei zum Tag der offenen Tür am 1. Mai herzlich begrüßt und besonders zur Übergabe dieses Fahrzeuges in die Güterbahnhofstraße 17 um 11 Uhr eingeladen.

Des Weiteren erwarten den Besucher neben der offiziellen Fahrzeugübergabe der neuen Drehleiter zugleich die Vorstellung des im letzten Jahr in Dienst gestellten Löschfahrzeug HLF 20 sowie der sonstigen Technik der Feuerwehr Kamenz-Stadt. Ebenso präsentiert sich die ASG Ambulanz Leipzig GmbH als Betreiber der Rettungswache Kamenz mit Technik und Vorführungen an diesem Tag.

Natürlich kommen auch die Kinder nicht zu kurz – die Jugendfeuerwehr zeigt ihr Können. Darüber hinaus haben die Kleinsten die Möglichkeit, sich sowohl auf der Hüpfburg auszutoben als auch Runden mit der Kindereisenbahn zu drehen. Weiterhin ist der Deutsche Kinderschutzbund Ortsverband Kamenz e.V. mit interessanten Aktivitäten am Start. Und selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt. Von leckeren Gerichten aus der Gulaschkanone bis hin zu Kaffee und Kuchen wird jeder fündig.

 

Programmablauf:

11:00 Uhr                   Eröffnung mit feierlicher Übergabe der neuen Drehleiter

ab ca. 12:00 Uhr         Essen aus der Gulaschkanone und vom Grill

ab ca. 14:00 Uhr         Vorführung der Drehleiter gemeinsam mit dem Rettungsdienst

16:00 Uhr                  Auslosung der Tombola

 

ganztägig                    Technikschau

                                  Jugendfeuerwehr und Brandschutzerziehung

                                  Besichtigung der Rettungswache Kamenz

                                  Rahmenprogramm für die Kleinsten

29.04.2019 - 02.05.2019

13.04.2019: Rückschau auf den 2. Kamenzer Würstchen- und Regionalmarkt

 

Wetter, Essen und Kurzweil sehr gut

Ja, die Vorbereitungen waren langwierig und aufwendig,

aber die City-Initiative, das städtische Citymanagement, der Fleischerverein Kamenz

und die Stadtverwaltung haben es wieder gemeinsam mit den Unterstützern und Sponsoren geschafft,

einen Einkaufssonntag sowie Würstchen- und Regionalmarkt mit vielen Höhepunkten vorzubereiten.

Das dies so war, zeigte sich auch darin, dass die Veranstaltung die Kamenzer sowie

Besucher aus nah und fern an diesem Sonntagnachmittag anzog.

Es war ein schöner, es war ein eindrucksvoller Nachmittag in Kamenz,

wie auch die Schnappschüsse beweisen.

 

Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

 

 

Homepage „www.kamenzer-wuerstchen.com“ freigeschaltet

Seit dem 6. April dieses Jahres gibt es für die Kamenzer Würstchen

eine eigene Homepage – www.kamenzer-wuerstchen.com.

Hier findet man alles rund um die Geschichte des Würstchens, die Geschäfte,

in denen man das Original erwerben kann, die Informationen zur Marke an sich

sowie leckere Rezeptideen zur Wurst und zum Kartoffelsalat.

 

13.04.2019 - 02.05.2019

12.04.2019: Ausstellung mit Kaltnadelradierungen von Claudia Berg eröffnet

„Wenn Kunst sich in Natur verwandelt …“

Ausstellung mit Kaltnadelradierungen von Claudia Berg eröffnet

Das vollständige Zitat lautet: „Kunst und Natur Sei auf der Bühne eines nur; Wenn Kunst sich in Natur verwandelt, Dann hat Natur mit Kunst gehandelt.“ Es geht um ein Sinngedicht von Gotthold Ephraim Lessing mit dem Titel „In eines Schauspielers Stammbuch“. Damit spielt Claudia Berg auch auf eine Umbruchsituation in der Kunstauffassung des 18. Jahrhunderts, wenn auch hier von Lessing auf die Theaterbühne bezogen, an. Doch auch unser Jahrhundert ist von Umbrüchen vielfältigster Art geprägt, sei es politischer, ökonomisch-ökologischer oder künstlerisch-kultureller Art. Dazu kann oder muss sich eine zeitgenössische Künstlerin verhalten. Wie das geschieht, ist in dieser Ausstellung im Sonderausstellungsraum des Malzhauses zu sehen, die u.a. vom Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien gefördert wurde.

Doch zunächst begrüßte der Oberbürgermeister Roland Dantz die zahlreich erschienenen Kunstfreunde, unter ihnen auch die Präsidentin des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsens, Carolin Schreck. Er skizziert kurz die beeindruckende Biografie von Claudia Berg (siehe auch https://claudia-berg-grafik.de/) und hob die schon länger währende Beziehung der Künstlerin zur Lessingstadt hervor, die sich sowohl in Ankauf von Werken durch die Städtischen Sammlungen niederschlug als auch durch die Realisierung gemeinsamer Buchprojekte. So sei z.B. an die Grafik „Dorfstraße“ erinnert, die als Beigabe zum Heft der 5. Kamenzer Rede in St. Annen, das den Redebeitrag von Volker Braun „Vom Fortbestehen. Eine Dreinrede.“ enthielt, in 20 Exemplaren erschien. Für ihn, so der Oberbürgermeister, stehe Claudia Berg für den inhaltlichen Anspruch des berühmten Satzes von Paul Klee: „Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.“ 

Bei Claudia Berg (li.) bedanket sich der Oberbürgermeister mit einem kleinen Blumengruß für die gelungene Ausstellung. Im Hintergrund die Musikerin Gioia Großmann (li.) und Birka Siwczyk von der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption.

Im Anschluss an die Begrüßungsworte des Oberbürgermeisters verlas Birka Siwczyk, Mitarbeiterin der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption, die gemeinsam mit dem Lessing-Museum die Ausstellung konzipiert hatte, die Laudatio des Hallenser Professors Helmut Brade.  Dieser wollte ursprünglich persönlich anwesend sein, war aber verhindert, da er derzeitig sehr in die Vorbereitung der Inszenierung einer Händel-Oper zu den Händelfestspielen in Halle eingebunden ist. Im Übrigen sei erwähnt, dass die Arbeitsstelle dankbarerweise vom Bund und Freistaat gefördert wird.

 

„Gezeichnet hat sie immer.“, so beginnt die Laudatio, um dann fortzufahren, „Zeichnend hat sie Bilder und Räume aufgenommen, zeichnend die Welt erkundet, das alte Europa, das noch ältere Asien, unsere heutige Wirklichkeit.“ Damit charakterisiert der Laudator die Kunsträume, in denen sich Claudia Berg bewegt, um anschließend auf die von Claudia Berg bevorzugte Technik der Kaltnadelradierung einzugehen, deren Resultate in der Ausstellung in Kamenz zu sehen sind. Dabei hebt er hervor, dass sie in der Arbeit mit der Kupferplatte das Maß zu wahren weiß, an dessen Grenze, die Platte noch nicht „böse“ wird, sich nicht „sperrt“, sondern bei großer Verdichtung, „feinste malerische Wirkungen“ hervorgebracht werden. Dabei verhehlt der Laudator nicht, dass dieser Prozess für die Künstlerin ein Balanceakt ist, der „keinesfalls geradlinig“, auch „quälend“ ist und von einer – sicherlich produktiven – Unzufriedenheit lebt. Claudia Berg gehe es nicht nur um eine ausgefeilte Beherrschung der Technik oder eine vordergründige Ästhetik ihrer Werke, sondern auch um eine ethische Haltung, bei der die „Kunst, die Zerstörung leugnet. Kunst die die Welt liebt, in der wir leben. Hoffnung als Aufgabe.“  Die Laudatio endet mit den Worten, sich auf die Werke von Claudia Berg, mit denen es sich sehr gut leben lässt, einzulassen, sich die Zeit zu nehmen, die für den Genuss und die Ergründung erforderlich ist, sich einfach „verzaubern“ zu lassen.

Claudia Berg: „Steilküste“ (bei Vitt, Rügen) - Kaltnadelradierung - 2017

Dieser Abend war nicht nur von Augenreichtum geprägt, auch musikalisch war er ein Vergnügen. Gioia Großmann, eine junge Musikerin aus Radebeul und schon jetzt bei diversen Musikwettbewerben prämiert, zeigte mit zwei Stücken von Johann Sebastian Bach und Aleksey Igudesman den Besuchern der Ausstellungseröffnung ihr Können. Zum Teil stand deren Charakter des Ungestümen, besonders bei "Applemania" von Aleksey Igudesman, im reizvollen Kontrast zu den ausgestellten – Ruhe und Weite ausstrahlenden – Landschaften. Dagegen fand es in den prononciert aufgehängten Porträts von Kleist, Lessing und Kant, letztere in seinem Ausdruck fast dämonisch, die sicherlich gewollte Entsprechung.

 

Claudia Berg: Kaltnadelradierungen mit den Porträts (v.l.n.r.) von Heinrich von Kleist, G.E. Lessing und Immanuel Kant

Die Besucher dürften einen – im wahrsten Sinne des Wortes – schönen Abend verlebt haben. Großformatige und romantisch oder romantizistisch anmutenden Werke von Claudia Berg luden zum Verweilen ein, vielleicht sogar zeitweise auch zum Ausstieg aus der hässlichen Sphäre unseres Lebens, aber nicht um in Schönheit zu entfliehen, sondern mit dem Anspruch, sie wiederzugewinnen.

Die Ausstellung kann im Malzhaus von Dienstag bis Sonntag von 10 - 18 Uhr, am Pfingstmontag von 10 - 18 Uhr besucht werden. Der Eingang erfolgt über das Museum der Westlausitz, Pulsnitzer Straße 16. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. 

12.04.2019 - 29.04.2019

10.04.2019: Neue Würstchen-Website online

Die „Kamenzer“ haben eine Website erhalten. Erstellt wurde diese für den Flei- scherverein in Zusammen- arbeit mit der Heitech Service GmbH, der Stadtverwaltung und dem Citymanagement.

mehr lesen

10.04.2019 - 02.05.2019

02.04.2019: Verheißungsvoller Auftakt „Tag der offenen Tür“ im Bürgerladen am August-Bebel-Platz (Termin vorbei)

Der „Tag der offenen Tür“ im Bürgerladen auf dem August-Bebel-Platz 9 in Kamenz am 30. März 2019 war ein voller Erfolg. Circa 60 Besucher nutzten die Gelegenheit, den Bürgerladen zu entdecken. Das übertraf auch die Erwartungen von Ines Holling, die als studierte Diplompädagogin für die nächsten zwei Jahre den Bürgerladen betreuen und als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen wird. Im Rahmen des ESF-Projekts „GemeinSinn – Bürger helfen Bürgern im Quartier“ soll der Bürgerladen als offener Anlaufpunkt für die Bewohner im Gründerzeitviertel rund um den August-Bebel-Platz dienen. Und wie sehr solche Treffpunkte in Wohngebieten gebraucht werden, zeigte sich hier gleich schon zum 1. „Tag der offenen Tür“. Vielleicht – oder sicherlich – ist der Mensch ein „geselliges Tier“, der in seiner Freizeit eben nicht nur die Wohnungstür hinter sich zumachen und seine Ruhe haben möchte, sondern er sucht das Miteinander, wofür es neben den traditionellen Begegnungsstätten, wie z.B. der Gaststätte, eben dieser offenen Treffpunkte bedarf.

Am Sonnabend traf man sich gemeinsam bei Kaffee und Gebäck, saß zusammen und führte nette Gespräche. Erste Kontakte wurden geknüpft und Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten unterbreitet. Ganz nach der Konzeptidee des Bürgerladens „GemeinSinn – Bürger helfen Bürgern im Quartier“ wurden Menschen aller Altersgruppen zusammengebracht. Kinder spielten in der Spielecke, malten Bilder aus oder beschäftigten sich mit Holzspielzeug. Menschen aus der Nachbarschaft freuten sich über die Möglichkeit, endlich einen Treffpunkt zu haben, um auch mal vor oder nach der Arbeit, einfach vorbei schauen zu können, um sich zu informieren.

Die regelmäßige Begegnung in der Nachbarschaft, die auf der Basis des respektvollen Umganges miteinander sowie auf Unterstützung, Hilfsangebote und Freundlichkeit basiert, soll auf mehrfachen Wunsch der Besucher intensiviert werden.

Bürgerladen – Einfach mal vorbeischauen

Die Möglichkeit zu haben, Veranstaltungen gemeinsam zu planen und einen Ort der Durchführung gefunden zu haben, erschien vielen Besuchern der Veranstaltung als großartiger Gewinn auf dem vielbelebten August-Bebel-Platz. Besonders das Anlegen eines Gemeinschaftsgartens oder das Ausführen von sportlichen Aktivitäten sowie das Stricken und Basteln für Jung und Alt stießen dabei auf großes Interesse.

Oberbürgermeister Roland Dantz sowie die Stadträte Annett Merbitz und Thomas Lieberwirth ließen es sich nicht nehmen, am Eröffnungstag vorbei zu schauen, um dem Bürgerladen ein gutes Gelingen zu wünschen. Auch die „Stadtwerkstatt“ sowie „Quartier Hier“, vertreten durch die Sozialarbeiterin Petra Hoppe, luden zu gemeinsamen Aktivitäten ein.

Besonders viele einsame Menschen, die nach dem Tod eines Familienmitgliedes oder nach Wegzug der Kinder soziale Kontakte suchen, können hier einen Ort der Begegnung finden. Nicht nur neue Kontakte können geknüpft werden, sondern es trafen sich auch bereits bekannte Gesichter wieder und erfreuten sich gemeinsamer Erinnerungen.

Veranstaltungen im April: Osterbasteln und Spielnachmittag

In Vorbereitung des Osterfestes findet auf vielfachen Wunsch am 16. April 2019 in der Zeit von 13.00 - 16.00 Uhr ein Osterbastelnachmittag im Bürgerladen statt. Eingeladen sind alle, die gern in geselliger Runde kreativ werden möchten. Altersentsprechend können verschiedene Dinge gestaltet werden. Natürlich sind auch Männer zum Basteln herzlich eingeladen. Des Weiteren findet für sie am 25. April 2019 zwischen 13.00 - 16.00 Uhr ein Spielenachmittag statt. Die Einweihung der nagelneuen Dartscheibe freut sich auf viele treffsicherer Besucher. Aber auch Karten- und Brettspiele liegen bereit.

Öffnungszeiten und Kontakte des Bürgerladens in der Woche

Die kostenlosen, unverbindlichen und geselligen Runden dienen natürlich auch zum Sammeln von neuen Ideen und Vorschläge für weitere Treffen. Antreffen kann man Ines Holling während der Öffnungszeiten des Bürgerladens am dienstags zwischen 15 und 18 Uhr sowie mittwochs und donnerstags zwischen 8 und 12 Uhr. Oder man ruft sie einfach mal unter 0151 64677120 an bzw. schickt ihr eine E-Mail unter     ines.holling@daa.de.

02.04.2019 - 11.04.2019

26.03.2019: Kamenzer Gründerwettbewerb 2018 - Preisverleihung an die beiden Gewinnerinnen des Wettbewerbs

Kamenzer Gründerwettbewerb 2018

Preisverleihung an die beiden Gewinnerinnen des Wettbewerbs

„Das 21. Jahrhundert ist weiblich“ lautet der Haupttitel eines 2017 erschienenen Buches. Dahinter verbirgt sich zum einen ein hochgespannter Anspruch, zum anderen dürfte die Wirklichkeit – bei allen Fortschritten – diesem in weiten Teilen nachhinken. Eingefleischte Machos dürften damit ohnehin ihr Problem haben. Aber darum soll es an dieser Stelle nicht weiter gehen. Festzustellen bleibt, dass die Gewinner des Kamenzer Gründerwettbewerbs 2018 weiblich sind, obwohl man(n) dann fast darüber wieder reflektieren könnte, ob die Betonung des Geschlechts in diesem Falle schon wieder eine „positive“ Diskriminierung ist. Bleiben wir also bei den Fakten.

Sylvia Stephan mit ihrem Geschäft „hautnah“

Am 25. März fand die Preisverleihung zum Kamenzer Gründerwettbewerb 2018 statt. Zuerst wurde der Sonderpreis der Ostsächsischen Sparkasse Dresden – im Wert von 2.000 Euro – an Sylvia Stephan mit ihrem Geschäft „hautnah“ verliehen. Das Preisgeld fließt sowohl in die Erstellung einer professionellen Homepage für das Geschäft – viele Experten meinen, dass dies in Zeiten des Internets eine unverzichtbare Bedingung für Einzelhändler ist – als auch in einen Digital Panel zum Abspielen von Werbefilmen im Laden. Oberbürgermeister Roland Dantz freut sich besonders: „Gerade so ein langjährig erfolgreiches Unternehmerpaar hat diesen Preis redlich verdient. Besonders Euer Engagement innerhalb der Kamenzer Cityinitiative e. V., die eigenen Veranstaltungen und einfach der Unternehmergeist sind es, was Euer Geschäft hier in Kamenz ausmacht.“ Enrico Arndt, Leiter  FirmenkundenCenter Kamenz der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, schließt sich dem an: „Ich weiß noch, als ich hier das erste Mal hineinkam – da wusste ich, dass ist was Richtiges! Hier ist der Preis gut aufgehoben.“ Also herzliche Gratulation!

So sehen Sieger aus (v.l.n.r.): Sylvia Stephan, Enrico Arndt, Ralf Stephan und OB Roland Dantz

Im Anschluss ging es dann zum nahe gelegenen Saumarkt. Auch die lokalen Sponsoren der Edelmann Unternehmensberatungsgesellschaft mbH, der S&S Computer Kamenz GmbH sowie der corporate friends® GmbH waren dabei und freuten sich auf den Besuch des Bistros „Plan B“, dessen Pläne sie bisher kannten, aber deren Umsetzung sie jetzt kennenlernen würden. Und sie wurden nicht enttäuscht …

„Plan B“ – Ein Bistro am Saumarkt, das am 7. April offiziell eröffnet wird

Mit farbenfrohen Blumen auf dem Fensterbrett und lecker aussehenden Häppchen wurde der Trupp der Preisüberbringer begrüßt. Mit dem „Plan B“ setzt die frühere Krankenschwester Diana Heinrich den Traum vom eigenen Laden um. „Propagandistisch“ und natürlich auch ganz konkret wird sie von Ina Förster – eine Vorstellung von ihr erübrigt sich sicherlich – unterstützt. So soll es im Laden nicht nur Frühstück und Mittagessen, hergestellt aus regionalen Produkten und verpackungsarm, geben. Geplant sind auch kulturelle Veranstaltungen sowie die Teilnahme an den Einkaufssonntagen oder an Themen- bzw. Jahreszeitmärkten (siehe auch hier im Prospekt). Insofern sei auf die offizielle Eröffnung von „Plan B“ am Sonntag, dem 7. April zum 2. Kamenzer Würstchen- und Regionalmarkt verwiesen.

Nach einem kleinen Rundgang durch das gemütliche Bistro konnten es sich die Anwesenden auch noch einmal schmecken lassen und bereits erste Kostproben der zukünftigen Speisekarte probieren. Frisch wirkende Gemütlichkeit, Regionalität und Nachhalthaltig sind Schlagworte, die für dieses Vorhaben stehen. So wird es u.a. Behälter für die „To-Go-Speisen“ geben, die durch Kauf oder gegen Pfand verliehen, die umweltfeindliche Form der Einwegverpackungen vermeiden helfen sollen.  Insgesamt geht es um kleine Wirtschaftskreisläufe. Oberbürgermeister Roland Dantz lobte das Engagement und den Enthusiasmus von Diana Heinrich und meinte, dass man jetzt nicht mehr allzu neidisch auf die Dresdner Neustadt schauen muss, denn – im übertragenen Sinne – hätten wir ein Stück davon jetzt in Kamenz.

Der ausgelobte Gewinnerbetrag in Höhe von 5.000 EUR stammt zum einen anteilig aus dem Preisgeld des städtischen „Ab in die Mitte“-Wettbewerbbeitrages aus dem Jahr 2017. Zum anderen steuerten lokale Sponsoren sowie der SOP-Verfügungsfond der Stadt (Programm zur Belebung der Ortszentren) weitere finanzielle Mittel bei, so dass ein Betrag in der o.g. Höhe in zweckgebundener Form zur Verfügung stand.

Wir wünschen Diana Heinrich und ihren Mitstreitern für ihr ambitioniertes Vorhaben viele Interessierte – oder besser und richtigerweise Kundinnen und Kunden – und damit viel Erfolg!

26.03.2019 - 02.04.2019

Die glückliche Gewinnerin Diana Heinrich (Dritte v.l.) in trauter Runde (v.l.n.r) mit J. Eickhoff (corporate friends®), OB R. Dantz, der Citymanagerin A. Hasselbach, S. Senkpiel (S&S Computer) und T. Edelmann (Unternehmensberatungsgesellschaft).
21.03.2019: Wichtiger Hinweis zur Eingliederung

Angebote zur Eintragung von firmenrelevanten Daten im Zuge der Gemeindeeingliederung von Schönteichen in ein Internetportal genau prüfen

Im Zuge der Eingliederung der Gemeinde Schönteichen in die Stadt Kamenz waren für Gewerbetreibende auch Änderungen im Handelsregister vorzunehmen. Dabei möglicherweise anfallende Kosten werden, so das Amtsgericht Dresden, wo das Handelsregister geführt wird, ausschließlich durch die Landesjustizkasse Chemnitz eingefordert bzw. kann mit der Vorlage der öffentlichen Bekanntmachung zur Eingliederung (download unter www.stadt.kamenz.de – Eingliederung von Schönteichen) formlos der Antrag auf Kostenerlass gestellt werden.

In der Mitteilung über die Änderung im Handelsregister führt das Amtsgericht Folgendes aus: „Häufig werden kurz nach Veröffentlichung amtlich aussehende Rechnungen für Eintragungen in private Register/Verzeichnisse verschickt. Bei diesen Rechnungen handelt es sich nicht um Rechnungen für die Eintragungen in das öffentliche Handelsregister.“

Solche Schreiben oder Rechnungen sind jetzt aufgetaucht und es sind eben nicht Rechnungen der Landesjustizkasse Chemnitz, sondern anderer privater Anbieter für Register/Verzeichnisse. Diese Anbieter nehmen die öffentlich und kostenlos zugänglichen Datensätze (wie Adresse, HRB-Nummer etc.) und möchten diese gegen Zahlung erneut im Internet zur Verfügung stellen. Zwar wird die Website des Registers/Verzeichnisses im Text genannt, aber es ist nicht das offizielle Handelsregister.

Deshalb handelt es sich bei den Schreiben oder der Rechnungen – so amtlich sie auch anmuten – um keine amtliche kostenpflichtige Eintragung, sondern nur um ein Angebot zur weiteren Veröffentlichung firmenrelevanter Daten. Es besteht also keine Zahlungspflicht (z.B. „Zahlbar binnen 3 Werktage nach Erhalt“) und somit muss der Betrag nicht überwiesen werden.

Ob und wo ein Unternehmer die Daten seiner Firma noch weiter veröffentlicht, gegebenenfalls auch kostenpflichtig, entscheidet er natürlich allein.

21.03.2019 - 12.04.2019

21.03.2019: Der Marktplatz ganz in Rot - Die Firma „Unser Roter Bus“ eröffnet neues Reisebüro

Wer hätte das gedacht, es gibt eine Geschäftseröffnung und hunderte Neugierige finden sich auf dem Kamenzer Marktplatz ein. Und vermutlich ging es sogar in den vierstelligen Bereich bei der Anzahl der Besucher, unter denen viele Auswärtige waren. Dazu hatte sich die Firma unter dem Geschäftsführer René Riechert einen geschickten Schachzug erlaubt, indem sie für diesen Tag einen Shuttle-Verkehr aus der Region nach Kamenz eingerichtet hatte. Und sicherlich kennen viele das prägnante Rot, mit dem die Busse dieser Firma im Regionalverkehr unterwegs sind, ohnehin. Viele Besucher der Veranstaltung nutzten die Möglichkeit, um Informationsmaterial zu erhalten oder ließen sich gleich vor Ort beraten.

Das Rahmenprogramm zur Eröffnung des neuen Reisebüros konnte sich sehen lassen. Neben dem obligatorischen Imbiss-Angebot und musikalischer Unterhaltung gab es eine Tombola und ein sogenanntes Buspulling, man könnte auch besser sagen: Busziehen. Doch bevor das stattfand, wurden die Busse der Firma auf den Namen von Städten und Gemeinden aus der Region getauft. Neben Bernsdorf und Haselbachtal war natürlich auch die Stadt dabei, in der das neue Reisebüro eröffnet wurde.

Vorgenommen wurde die Taufe durch den Oberbürgermeister Roland Dantz. In einem kurzen Grußwort betonte er noch einmal seine Freude über die Neueröffnung des Reisebüros in Kamenz und an solch prägnanter Stelle. Lange Zeit hätten diese gut gelegenen Räumlichkeiten am Marktplatz leer gestanden. Dies sei nun vorbei und damit auch ein Schritt zur weiteren Belebung der Innenstadt getan. Er wünschte dem Reisebüro ein gutes Ankommen in Kamenz, für die Zukunft weiterhin Erfolg sowie stets zufriedene Kunden.

Danach schritten der Geschäftsführer René Riechert und der Oberbürgermeister zur Tat, die dann mit einer Sektdusche abgerundet wurde.

Beim großen Busziehen traten insgesamt neun Mannschaften, einschließlich eines Teams der Busfahrer der Firma „Unser Roter Bus“ an. Es galt auf einer Strecke von ca. 30 Metern, einen Bus so schnell wie möglich zu ziehen. Auch dieses Spektakel zog viele Schaulustige an, denn es war erstmalig in Kamenz zu erleben. Hier schon vielen Dank an die Mannschaft des Kamenzer THW, die sich wacker geschlagen haben und vielleicht etwas das Pech hatten, als Erste antreten zu dürfen, so dass sich die anderen Mannschaften das ein oder andere „abgucken“ konnten. Letztendlich gewann das Team „Ruck Zuck“ (der Name war also Programm) aus Gräfenhain.

Respekt auch vor den „Proseco Lerchen“, ebenfalls aus Gräfenhain, deren weibliche Mitglieder sich in diese offenbar männliche Domäne des Busziehens wagten und sogar einen Sonderpreis erhielten. Offensichtlich erlag die Firmenmannschaft „Unser Roter Bus“ dem mutigen Charme der „Proseco Lerchen“ und übergab ihren Preis für den 3. Platz in Höhe von 200 EUR zusätzlich den einzigen weiblichen Vertretern in diesem Wettbewerb.  Alle Preise werden einem guten Zweck gestiftet. Neben großem Spaß ging also auch noch um eine gute Sache.

Alles in allem ein gelungener Einstand in Kamenz!

Informationen zum Reisebüro "Unser Roter Bus" finden sich hier: https://www.urb-touristik.de/.

 

21.03.2019 - 28.03.2019

14.03.2019: Leitbild „Kamenz 2030“

Die Mühe hat sich gelohnt dank aller Beteiligten

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

am 2. März 2017 wurde auf der Grundlage des Beschlusses des Stadtrates vom 2. November 2016 die Leitbilddiskussion gestartet.

Mehr als 100 Interessierte haben sich damals in einem ersten Schritt an einer ergebnisoffenen Diskussion beteiligt. Vier Arbeitsgruppen wurden gebildet und die unterschiedlichsten Themenfelder beleuchtet. Bis zum heutigen Tag haben im Rahmen dieses Prozesses ca. 40 Veranstaltungen (davon 22 Arbeitsgruppentreffen) stattgefunden, die viel Raum zu weitreichenden Diskussion boten.

Ich will die Gelegenheit nutzen, um mich schon jetzt bei allen Bürgerinnen und Bürgern zu bedanken, die in den Arbeitsgruppen mitgewirkt haben, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, die diesen Prozess unterstützt und befördert haben und besonders bei unserem Stadtentwicklungsberater der DSK, Herrn Nico Neumann, der letztlich die Aufgabe der Koordination übernommen hatte. Wir haben in einer guten Kooperation mit den unterschiedlichsten Interessengruppen, Vereinen sowie mit der Plattform der Stadtwerkstatt einen guten Weg gefunden, die Fragen „Was macht Kamenz aus?“ und „Was soll Kamenz sein?“ intensiv zu erörtern und in einem Thesenpapier zu beantworten. Der Entwurf des Leitbildes „Kamenz 2030“ liegt nun, nachdem die Redaktionsmannschaft um die Inhalte und die angemessenen Formulierungen gerungen hat, vor und wird ab dem 20. März 2019 im Beteiligungsportal der Stadt Kamenz veröffentlicht sowie zur Einsichtnahme im Rathaus (2. Obergeschoss) während der Öffnungszeiten ausgelegt.    

Wir wollen versuchen, das öffentliche Forum des Ausschusses für Stadtentwicklung- und Bauwesen am 16. April 2019 zu nutzen, um mit den Vertretern der Arbeitsgruppen, den Mitgliedern der Steuerungsgruppe, auch interessierten Bürgern und natürlich den Stadträten zum vorliegenden Leitbildentwurf ins Gespräch zu kommen.

Wenn das vorliegende Arbeitspapier von einer großen Mehrheit der Anwesenden getragen wird, besteht die Möglichkeit, dass es dem Stadtrat in seiner Beratung am 8. Mai 2019 zur Beschlussfassung vorzuschlagen wird. Somit hätte der jetzige Stadtrat, der ja auch den Startschuss zur Leitbilddebatte gegeben hat, die Möglichkeit, zum Abschluss seiner Legislaturperiode das erste Ergebnis des Prozesses der letzten 2 Jahre zum Leitbild „Kamenz 2030“ zu beschließen.

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister

14.03.2019 - 12.04.2019

11.03.2019: Einladung zur Veranstaltung zu E-Mobilität am 20.03.2019 - Termin vorbei

Es kommt Bewegung in die Region Kamenz

Informations- und Diskussionsveranstaltung zu (Elektro-)Mobilität

Alle reden über E-Mobilität und Energiewende, nur was bedeutet das für die Region? Was können wir für uns noch verbessern und wie bestmöglich darauf vorbereiten? Wir – das sind Bürger und Unternehmer aus der Region Kamenz – laden recht herzlich zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein! Lassen wir uns durch Experten informieren, diskutieren wir und entwickeln gemeinsam ein passgenaues Konzept. Am Ende des Abends gibt es zudem Preise aus dem Bereich der E-Mobilität zu gewinnen.

Wann & Wo:

  1. März 2019 – 18:00 Uhr Stadtwerkstatt Kamenz, Rosa-Luxemburg-Straße 13, 01917 Kamenz

Was:

Gemeinsam mit Fachexperten möchten wir mit Ihnen, interessierten Bürgern, den Bürgermeistern der Stadt Kamenz sowie allen direkt angrenzenden Gemeinden/Städten, Unternehmern und Vertretern von Organisationen der 8 Kommunen Informationen rund um die Themen austauschen: – Zukünftige Mobilität im ländlichen Raum – Elektromobilität – Regionale Erzeugung der dafür nötigen Energie

Wie:

Neben Fachvorträgen schaffen wir einen Raum zum Austausch an runden Tischen: Inhalte sind Wünsche – Bedarf – Möglichkeiten – Vorhandenes bis hin zur gemeinsamen Entwicklung einer modernen Mobilität für alle Menschen in unserer Region durch Überwindung der typischen ländlichen Barrieren („letzte Meile“). Der Leitgedanke formuliert sich im Sinne einer für beide vorteilhaften Symbiose von Stadt und Land.

Ziel:

Das ermittelte Stimmungsbild sowie gesammelte Beteiligungswillen, Informationen und Ergebnisse werden den Kommunen der Region Kamenz zur Verfügung gestellt. Mit den Kommunen und allen Interessierten wollen wir konkrete Handlungsfelder bestimmen und konzeptionell untersetzen.

Ablauf der Veranstaltung:

Siehe unter https://www.e-kamenz.de/e-vent/eskommt-bewegung-in-die-region-kamenz/ in der Rubrik „Was Sie erwartet …“

Veranstalter:

Initiativgruppe „E-Mobilität Kamenz und Umgebung 20.20“ und „Ostsachsen wechselt e.V.“

Anmeldung zur Veranstaltung ist u.a. unter: https://www.e-kamenz.de/möglich.

11.03.2019 - 21.03.2019

08.03.2019: Gründerwettbewerb Kamenz 2018 hat zwei Preisträgerinnen

Nachdem die Jury zum zweiten Mal im Januar tagte, die Bewerber ihre Konzepte noch einmal kurz selbst vorstellten, war es eine eindeutige Entscheidung – der Kamenzer Gründerwettbewerb hat zwei Preisträgerinnen! Frau Diana Heinrich erhält den Hauptpreis im Wert von 5.000 Euro zur Unterstützung ihres Vorhabens am Saumarkt, ein Bistro mit dem Namen „Plan B“ zu eröffnen. Der zweite Preis geht an die bereits seit 25 Jahren in Kamenz ansässige Sylvia Stephan und ihr Wäschegeschäft „hautnah“. Dieser Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird von der Ostsächsischen Sparkasse Dresden gesponsert.

Nun noch einmal zurück zum Beginn des Wettbewerbs: Die Idee zu einem Wettbewerb schlummerte schon eine Weile, denn die Kamenzer Innenstadt braucht immer wieder Belebung, Vielfalt und einfach Neues. So entstand der Gedanke eines Gründerwettbewerbs. Damit sollte ein Anreiz für Menschen geschaffen werden, die vielleicht schon seit Jahren die Idee eines Neustarts oder der Gründung im Hinterkopf haben, sich bisher aber noch nicht so recht trauten. Im Oktober 2018 wurde der Wettbewerb in einer Auftaktveranstaltung ausgerufen, auf der noch einmal die Eckpunkte des Wettbewerbs erläutert wurden.

 

Die Unterstützer

Aus dem Preisgeld für den „Ab in die Mitte“-Beitrag der Stadt Kamenz aus dem Jahr 2017 war eine Summe für einen solchen Wettbewerb vorgesehen. Weitere Unterstützung brachten lokale Sponsoren und der SOP-Verfügungsfond der Stadt Kamenz (Programm zur Belebung der Ortszentren) ein, sodass am Ende der Betrag von 5.000 Euro für den Preisträger in zweckgebundener Form zur Verfügung stand. Einen herzlichen Dank dafür an die Edelmann Unternehmensberatungsgesellschaft mbH, die S&S Computer Kamenz GmbH sowie an die corporate friends® GmbH. Neben diesem Preis erklärte sich die Ostsächsische Sparkasse Dresden dankenswerterweise ebenfalls bereit, ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro zu sponsoren. Dieses Preisgeld sollte für das Konzept einer Neugestaltung, Erweiterung oder Neuausrichtung eines bereits bestehenden Ladengeschäftes, für Einführung des Unternehmens in das Online-Business oder die Suche nach einer Unternehmensnachfolge vergeben werden. Bis zum 31. Dezember 2018 konnten sich potentielle Gründer oder „Neuerfinder“ bei der Stadt Kamenz oder dem städtischen Citymanagement für die beiden Preise bewerben.

Die Jury

Kurz vor dem Jahreswechsel gingen dann die beiden Konzepte der Preisträger ein und gleich Anfang des Jahres tagte die Jury, bestehend aus dem Oberbürgermeister Roland Dantz, Citymanagerin Anne Hasselbach, Mitglied der Cityinitiative Kamenz e. V. Dirk Hinninger, Unternehmensberater Thorsten Edelmann, Fachhochschule Dresden Professor Dr. Peter Schmiedgen, Leiter Firmenkunden/ FirmenkundenCenter Kamenz der Ostsächsischen Sparkasse Dresden Enrico Arndt und Wirtschaftsreferentin der Stadt Kamenz Anne Uhlemann, zum ersten Mal. Nachdem die Konzepte begutachtet und diskutiert wurden, verständigte man sich auf eine zweite Sitzung, zu der die beiden Wettbewerbsteilnehmerinnen eingeladen wurden. Dort sollten sie die Zeit bekommen, ihre Projekte noch einmal etwas ausführlicher vorzustellen.

Die beiden Wettbewerbsteilnehmerinnen und Preisträgerinnen

Nach der Vorstellung der beiden Konzepte und Nachfragen der Jury an die Teilnehmerinnen, waren sich die Jurymitglieder einig – beiden Damen erhalten den jeweiligen Preis! Diana Heinrich (siehe Foto) überzeugt mit ihrem Konzept, der geplanten unkonventionellen Einrichtung des Bistros und großem Enthusiasmus. Die kleinen Kostproben von Speisen, die es zukünftig im Bistro „Plan B“ geben soll, rundeten ihre Vorstellung ab.

Foto: Hasselbach - Diana Heinrich vom Bistro Plan B – Preisträgerin des Kamenzer Gründerwettbewerbs 2018

Sylvia Stephan (siehe Foto unten) erschien zusammen mit ihrem Mann. Gemeinsam stellten sie die zahlreichen Aktionen und Aktivitäten, die seit fast 25 Jahren im und durch das Wäschegeschäft „hautnah“ stattfinden, vor und erläuterten ihre Vision für die neue Homepage sowie eines hochmodernen digital „Werbe-Panel“. Durch ihr jahrelanges Engagement in der Cityinitiative, ausführliche Recherche und einer tollen Vorstellung, überzeugt auch Frau Stephan mit ihrem Konzept.

Foto: Hasselbach - Sylvia Stephan von "hautnah" - Preisträgerin des Sonderpreises der Ostsächsischen Sparkasse Dresden

Die offizielle Preisübergabe für beide Unternehmerinnen ist für Ende März, zur Eröffnung von „Plan B“, geplant. Weitere Veranstaltungen, beispielsweise zum 2. Kamenzer Regional- und Würstchenmarkt, werden von beiden Teilnehmerinnen bereits vorbereitet. Damit wünschen wir einen erfolgreichen Start, viel Glück und zufriedene Kundschaft!

08.03.2019 - 26.03.2019

08.03.2019: Die Krawatten wurden abgeschnitten und die Stadtkasse sowie der Rathausschlüssel sind zurückgekehrt

Ab jetzt wird gefastet

 

Der KKC hat die „Italienische Sehnsucht“ der Kamenzer gestillt

Die Karnevalssaison, die in diesem Jahr unter dem Motto „Italienische Sehnsucht“ stand, gehört der Vergangenheit an. Die Fastenzeit begann mit dem Aschermittwoch und diente im Christentum der Vorbereitung auf das Osterfest. Und so gab in Kamenz neben den anderen Veranstaltungen des KKC zwei Höhepunkte, in die das Rathaus (als Gebäude) sehr direkt einbezogen war.

 

„Die geilen E’s“ waren wieder los

Zum einen waren „Die geilen E’s“ wieder einmal zur Weiberfastnacht in Kamenz unterwegs, um dann im Rathaus Rast zu halten, zu trinken, zu singen, zu essen oder auch um das ein oder andere Tänzchen zu wagen. Und ohne den obligatorischen Schnitt in ein angebliches Männlichkeitssymbol – die Krawatte – ging die ganze Sache natürlich wieder nicht ab.

In diesem Jahr gelang sogar der Dreierschnitt, denn zufälligerweise weilte der Landtagsabgeordneten Aloysius Mikwauschk im Rathaus und musste – ohne den Verlust einer eigenen Krawatte, denn die Mädels waren vorbereitet –, wie der Oberbürgermeister auch, den Schnitt hinnehmen. Dieses Schicksal ereilte auch den SZ-Kreisredakteur Frank Oehl. Trotz dieses operativen Eingriffs war die Laune bestens, denn die „diversen Mitglieder“ der „Geilen E’s“ erlagen offenbar haufenweise der bei diesem Besuch im Rathaus vorhandenen Charme-Atmosphäre. Denn solch trinkfeste Gesellinnen lassen sich nicht einfach durch Alkohol fallen.

 

Unter Zeugen – KKC-Mafiosi „bestechen“ Oberbürgermeister

Montag, dem 4. März ging es dann etwas gesitteter zu. Als ob aber die Stadtverwaltung die Stadtkasse und den Rathausschlüssel sowie die damit verbundene Verantwortung nicht rückhaben wollten, war der Haupteingang des Rathauses verbarrikadiert.

Natürlich war das nicht der Grund, denn für den angekündigten Besuch hatte man ein Hintertürchen an der Kirchstraße offengelassen. Insofern war es dem Elferrat und seinen Begleitern ein Leichtes, ins Rathaus zu gelangen. Nach einem kurzen Moment des Innehaltens, andere würden auch sagen des Wartens vor dem OB-Zimmer, wurden die Narren eingelassen.

Es kam zu einer historischen Situation, so meinten die Narren, dass erstmalig etwas zurückgegen werde an die Stadt. Doch so ganz stimmt das nicht, denn z.B. hatte am 27.02.2016 der Elferrat Sachwerte in Form eines Kastens Hasseröder übergeben. Historisch erstmalig könnte man nur in dem Sinne sagen, dass es dieses Mal „Kohle“ im direkten und übertragenen Sinne gab.

Aufgrund der guten Unterstützung durch die Stadt wollten sich die Mafiosi vom KKC „erkenntlich“ zeigen und überbrachten – quasi als „Kohle“, was man ja nur als schwarze Kasse werten kann – die Stadtkasse mit Kohle aus DDR-Zeiten und ein kleines Säckchen, gefüllt mit 100 EUR. Der KKC sah darin auch einen – sicherlich sehr bescheidenen – Beitrag zu Sanierung des Rathausturmes. Wegen Schäden daran war ja der vordere Bereich des Rathauses kurzfristig abgesperrt worden. Angesichts des 100 EUR-Betrages gibt es unterschiedliche Vermutungen für den Beweggrund des KKC. Ist er wirklich so selbstlos oder will er sich – Mafiamanier – das Wohlwollen für die nächsten 100 Jahre erkaufen. Den 1-Cent-Battle, der im Jahr 2006 endete, wird es so nicht geben.

Ansonsten drehten sich die Gespräche um den Verlauf der diesjährigen Karnevalssaison, die insgesamt als erfolgreich, was besonders den Karnevalsauftakt am 11.11.2018, die „KARNEVAL ON TOUR“ in Deutschbaselitz, den Karnevalistisch Politischen Frühschoppen, den Kinderfasching oder die Weiberfastnacht betraf, eingeschätzte. Natürlich wünschte man sich noch eine größere Resonanz, denn da habe es in frühen Zeiten ganz andere Dimensionen gegeben – und so mündete dieser Besuch schon fast in einem Arbeitsgespräch, was zukünftig noch besser gemacht werden könnte. Es war auch auffällig, dass dieses Mal keine Aufgaben an die Stadt gestellt worden. Was ist los mit dem KKC? Aber das dicke Ende kam noch, denn im Gespräch dachte man – sehr laut – darüber nach, ob im nächsten Jahr nicht auch eine bzw. die Veranstaltung des KKC im Stadttheater stattfinden könnte. Man wird sehen, ob solch ein Wohlwollen mit lappigen 100 EUR zu erkaufen ist …

08.03.2019 - 15.03.2019

01.03.2019: Einzelkämpfer Martin Luther oder Teamwork …

… oder wie die Reformation in Wittenberg ihren Ausgang nahm

Eigentlich ist ja die Luther-Dekade vorbei. Trotzdem war es eine gute Entscheidung der Organisatoren der Lessing-Tage, Dr. Stefan Rhein, u.a. Vorstand und Direktor der Stiftung Luther-Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt, nach Kamenz zu den diesjährigen 52. Lessing-Tagen zu holen. Und auch dieser Vortrag zur Reformation ordnete sich kongenial in den Leitgedanken der Lessing-Tage „Weltsichten – Zeitbilder“ ein.

Kurzweilig sprach Dr. Rhein über den Beginn der Reformation, die ihren Ausgang – und eben gerade nicht zufällig – in Wittenberg nahm. Außerdem „entpuppte“ er sich als ein Vertreter der Auffassung, dass der Thesenanschlag an der Schlosskirche zu Wittenberg doch stattgefunden hat. Doch davon später.

Zunächst schilderte er, dass Wittenberg eigentlich eine sehr kleine Stadt war, die 1517 von ca. 2700 Einwohnern bewohnt war. Kurfürst Friedrich III., auch „Der Weise“ genannt, hatte sie zu seiner Residenzstadt erkoren und 1509 sein Schloss fertiggestellt und damit ein geistiges und geistliches Zentrum geschaffen. Er selbst war katholisch und sehr marienfromm. Die Verankerung im Katholischen zeigte sich auch darin, dass in der Schlosskirche im Jahr ca. 9000 Gottesdienste, darin eingeschlossen 1000 Marienmessen, stadtfanden. Obwohl er in bestimmten Momenten die Hand über Martin Luther hielt, so war dies eine politische und landesherrliche Schutzhandlung, denn auf religiöser Ebene gab es keine Übereinstimmung, was die Sache um so erstaunlicher macht. Deutlich hob Dr. Rhein hervor, dass aus seiner Sicht die Reformation ohne den Status von Wittenberg als Residenzstadt sowie der 1502 gegründeten Universität so nicht stattgefunden hätte. Mit anderen Worten, es bedurfte für den Ausgang der Reformation auch einer bestimmten kulturellen Situation – neben den Zufällen, die auch für weltgeschichtliche Abläufe unabdingbar sind –, damit diese neue geistliche Bewegung entstehen konnte. Ein weiterer Punkt war der Universitätsbetrieb selbst. Insofern, so der Referent, war „die Reformation zuerst auch eine Studienreform.“ Hier in Wittenberg hatten sich junge Professoren versammelt, die die alte Theologie reformieren wollten sowie gegen die scholastische Theologie vor- und zu den Quellen des Glaubens, sprich der Bibel, zurückgingen.  Es war um und mit Luther eine „Wittenberger Diskussionsgemeinschaft“ (Jens-Martin Kruse) entstanden, die auch einsichtig machte, dass bei aller herausragender Bedeutung von Martin Luther – und hier sei auch an Melanchton erinnert – die Reformation ein Teamwork war. Und noch einen wichtigen Punkt, der zum Gelingen der Reformation beitrug, merkte der studierte Altphilologe an: Luther hatte in Witteberg zahlreiche Ämter inne, u.a. musste er auch Predigten halten. Genau dadurch lernte er aber sehr direkt und konkret die Nöte und Beweggründe der Menschen kennen. Dass die Reformation kein Selbstläufer war und Luther durch den eben erwähnten Umgang mit den Menschen seiner Zeit wusste, dass man die Menschen mitnehmen muss, auch dies hat letztendlich den Erfolg der Reformation bestimmt.

Dr. Rhein ist es durch seine profunden Kenntnisse und die Art der Darbietung gelungen, den Zuhörer überzeugend zu vermitteln, wie und warum gerade in Wittenberg die Reformation ihren Ausgang nahm. Auch belegte er recht schlüssig anhand einer Inschrift des Sekretärs von Martin Luther, der genau den Thesenanschlag an den Türen der Schlosskirche datierte, die am Vortag des katholische Feiertags „Allerheiligen“ stattfand. Dieser Thesenanschlag spielte – eher er bildgewaltig zu einem Symbol des Beginns der Reformation wurde – zunächst auch deswegen keine Rolle, da es in dieser Zeit selbstverständlich war, Disputationen am „schwarzen Brett“ – sprich an den Kirchentoren – anzuschlagen. Wobei dieser Termin auch geschickt gewählt war, da zu diesem Zeitpunkt die Stadt voll war mit Gläubigen, die die fast 20 000 Teile umfassende Reliquiensammlung des Kurfürsten „besuchten“.  Schon ein einziger „Besuch“ sollte den Ablass von irdischen Sünden für einen Zeitraum von fast zwei Millionen Jahren gewähren. Auch deswegen durfte der berühmte Ablasshändler Johann Tetzel nicht nach Wittenberg reisen, sondern betrieb seinen zunächst erfolgreichen Ablasshandel u.a. im knapp 50 Kilometern entfernten Jüterbog.

Der zweite Teil des Abends war der Vorstellung des neu erschienenen Katalogs zur Kamenzer Ratsbibliothek bzw. im Nachgang zu einer Ausstellung gewidmet. Endlich – so konnte man den einführenden Worten der Leiterin der Städtischen Sammlungen, Dr. Sylke Kaufmann, entnehmen – liegt dieser inhaltsschwere Band vor. Ausgangspunkt war eine Ausstellung im Jahr 2016 zur Ratsbibliothek, deren Gründung sich in eben diesem Jahr zum 350. Mal jährte. Auch dieser Band ist im Teamwork entstanden und er besteht fast ausschließlich aus Beiträgen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Bereich der Städtischen Sammlungen sowie der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption. Besonders hervorgehoben wurde die Arbeit des Stadtarchivars Thomas Binder sowie seiner ehemaligen Mitarbeiterin Monika Jeschke, die sich lange Jahre mit der Erschließung dieses Schatzes beschäftigt hat und die ebenfalls einen Beitrag für den Katalog beigesteuert hat. Durch die Ausführungen von Dr. Kaufmann wurde ersichtlich, dass mit dem Vorliegen dieses Kataloges zum einen einer breiteren Öffentlichkeit bewusst gemacht werden kann, welche wertvollen Bestände die Ratsbibliothek aufweist, zum anderen erfahren weltweit Fachwissenschaftler über die Existenz der Bestände. Diese stehen zwar schon auf der Website des Stadtarchivs zur Verfügung, sollen aber zukünftig auch im OPAC (öffentlich zugänglicher Online-Katalog) des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes weiter verfügbar gemacht werden. Auch dadurch besteht die Möglichkeit, sie insgesamt noch vertiefter auszuwerten und zu erforschen.

Es kann und soll jetzt hier nicht auf Einzelheiten des Katalogs und die darin aufgeführten Bestände der Ratsbibliothek eingegangen werden. Das kann der Katalog logischerweise viel besser. Doch zwei Namen müssen abschließend noch genannt werden und zwar die von zwei Persönlichkeiten, denen wir die Existenz dieses wertvollen Buchbestandes mit verdanken: Daniel Thorschmidt (1574-1633) – Freiberger Gelehrte – und seinem Schwiegersohn Andreas Möller (1598-1660) – ebenfalls Gelehrter. Mit dem Ankauf von deren Privatbibliothek im Jahr 1676 kam die 1666 gegründete Ratsbibliothek gleich frühzeitig zu einem wertvollen Grundstock ihres Bibliotheksbestandes. Die Stadt Kamenz kann sich glücklich schätzen über diese Ratsbibliothek und deren Erhaltung. Sie sagt etwas über die Haltung zu Wissen und Aufklärung vorangegangener Generationen aus, ist ein Plädoyer für die Liebe zum Buch und eine spezifisches Stück Kamenzer Stadtgeschichte.

Dr. Silke Kaufmann zeigt ein Original, was auch Eingang in den Katalog (S. 166) gefunden hat: Conrad Gessner: Tierbuch. Das ist eine kurtz beschreybung alle füssigen Thieren/ so auff der erden vn[d] in wassern woned/ …, Zürich: Froschauer, 1583

Der ansprechende und inhaltlich anspruchsvolle Band, reich bebildert, kann ab sofort im Lessing-Museum sowie in der Stadtinformation erworben werden. Für den Preis von nur 17,00 EUR hält man ein Buch in der Hand, das man, um mit Goethe zusprechen, getrost nach Hause tragen kann.

01.03.2019 - 08.03.2019

01.03.2019: Informationsveranstaltung „Haushaltplanung 2019/2020“

Resonanz war nur sehr gering

Leider nur acht Bürgerinnen und Bürger fanden am 12. Februar den Weg ins Rathaus, um der doch recht umfangreichen und intensiven Präsentation zur Haushaltsplanung der Stadt Kamenz für die Jahre 2019/2020 beizuwohnen. Hier waren Informationen aus erster Hand zu erfahren, konnten Fragen gestellt werden, kam man ins Gespräch.

Nach einer kurzen Rückschau auf das Jahr 2018 ging es anschließend um die Vorhaben der Stadt in den Jahren 2019/2020: Als Beispiele seien hier genannt die Fortführung und Beendigung der Bauarbeiten an der Sportanlage der Grundschule „Sophie Scholl“ in Wiesa sowie die Erneuerung der Elektroanlagen in der Kita „Waldgeister“ und in der Grundschule im Ortsteil Brauna oder der Beginn der eigentlichen Bauarbeiten für den Neubau des Hort- und Kitagebäudes Wiesa. Natürlich dürfen in diesem Zusammenhang nicht die mit der Qualifizierung des Schulstandortes Kamenz – Gymnasium mit Anbau und Platz für die städtische Bibliothek (bis 2021), 2. Oberschule – vergessen werden. Auch im Bereich der Königsbrücker Straße (Parkplatz) und im Backstage-Bereich der Hutbergbühne sind umfangreiche Investitionen geplant. Und sicher wollen wir alle hohe Brandsicherheit – deswegen wird 2019 zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung im Ortsteil Hennersdorf der Bau einer Zisterne in einem Gesamtkostenumfang in Höhe von 140.000 EUR (Eigenmittel 69.000 EUR) erfolgen und die Feuerwehr Kamenz-Stadt ein neues Drehleiterfahrzeug (DrehleiterAutomatik (mit Korb) DLA (K) 23/12), dass auch stolze 655.000 EUR (Eigenmittel: 217.000 EUR und Fachförderung 438.000 EUR) kostet (siehe nachfolgende Abbildung), erhalten.

 

Insgesamt lassen sich die Prioritäten der Stadt wie folgt zusammenfassen:

  • Fortführung des Umbaus des Schulstandortes im weiterführenden
    Bildungsbereich
  • Aufwertung der Innenstadt und Erhöhung der Attraktivität der Stadt Kamenz als Mittelzentrum
  • Erreichen von Lohngerechtigkeit bei der Erfüllung der eigenen und ausgelagerten Aufgaben
  • Erhaltung und Investitionen in die Infrastruktur der Kernstadt und Ortsteile
  • Fortführung der Ansiedlungsbemühungen in der Innenstadt und den Gewerbegebieten
  • Sicherung des bisher erreichten Niveaus bei Kultur- und Sportangeboten
  • Verbesserung des Angebotsniveaus im Kita-Bereich trotz steigender Kosten (möglichst ohne Mehrbelastung für den Bürger)
  • Verstärkte Anstrengungen zum Abbau des Investitionsrückstaus in den neuen Kamenzer Ortsteilen
  • Erhalt und Erhöhung der Brandsicherheit in der Stadt Kamenz

01.03.2019 - 08.03.2019

01.03.2019: Vorankündigung über in Vorbereitung befindliche Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen für Projektförderungen

Sächsische Mitmach-Fonds - Übersicht zum konzeptionellen Herangehen

Sächsische Mitmach-Fonds für die Lausitz und Mitteldeutschland

Arbeitsstand Februar 2019

 

1. Grundgedanke

Aufgrund der vielfältigen Herausforderungen in den sächsischen Braunkohlerevieren, einen beschleunigten Strukturwandel erfolgreich zu gestalten, beabsichtigt die Sächsische Staatsregierung in den Haushaltsjahren 2019/2020 die Lausitz und das Mitteldeutsche Revier durch die Ausreichung von Projektmitteln zu unterstützen. Im Rahmen der GRW-Modellprojekte „Zukunftswerkstatt Lausitz“ und

"Innovationsregion Mitteldeutschland" sollen unter dem Dach der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WR Lausitz) und der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH (EMMD) ein breitangelegter Beteiligungsprozess die Bürger in die Lage versetzen, die Zukunft der Regionen selbst mitzugestalten. Am Ende dieses Prozesses soll 2020 eine möglichst konkrete, handlungsleitende und

identitätsstiftende Vorstellung der Regionen stehen, welche es ermöglicht, eine stringente und strategisch kohärente Strukturentwicklung in der Region zu gestalten. Für diesen Prozess ist eine gewisse Dynamik der Region unerlässlich. Hierzu ist es dienlich, Eigeninitiativen konkret vor Ort zu stärken. Nur eine lebendige Region kann am Ende auch den Gestaltungswillen für die nächsten Jahrzehnte aufbringen. Daher soll dieser umfassende Prozess in den sächsischen Braunkohleregionen bereits jetzt durch an die beiden Projektträger WR Lausitz und der EMMD im Rahmen einer Zuwendung zur Verfügung gestellten zweckgebundenen Finanzmittel aus dem Haushalt des Freistaates Sachen flankiert werden, welche es bereits kurzfristig ermöglichen, die Umsetzung regionaler Projektideen konkret vor Ort zu unterstützen. Eine besondere Rolle im Rahmen des beschleunigten Strukturwandels spielt die sorbische Volks-gruppe in der Lausitz. Seit Jahrzehnten hat die Kultur der sorbischen Bevölkerung durch braunkohleabbauinduzierte Zersiedlung einen signifikanten Wandel erfahren. Trotzdem wirken insbesondere die sorbische Sprache und die sorbische Kultur in der gesamten Lausitz nach wie vor als bedeutender traditioneller Anker. Von diesen Erkenntnissen kann die gesamte Region profitieren. Aus diesem Grund sollen innovative Projekte der sorbischen Volksgruppe im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Wandelprozess durch die Sächsische Staatsregierung besonders unterstützt werden.

 

2. Wettbewerbsidee

Ausgezeichnet werden im Rahmen der „Sächsischen Mitmach-Fonds“ Projekte zur Verbesserung des zivilgesellschaftlichen Engagements, der Mobilität und Projekte aus Kultur und Sport sowie Projekte zur Förderung von Kindern und Jugendlichen im Gebiet der sächsischen Braunkohleregionen (Landkreise Görlitz, Bautzen, Leipzig, Nordsachsen und die Stadt Leipzig). Es sollen auch Ideen prämiert werden können, die die Neuorientierung von Dorfgemeinschaften unterstützen, insbesondere von Bürgerinnen und Bürgern, die von Umsiedlungen betroffen waren, sind oder sein werden. In den Landkreisen Görlitz und Bautzen wird im Siedlungsgebiet der Sorben zusätzlich die Anwendung der sorbischen Sprache gefördert. Hierdurch sollen die sorbische Identität in der Öffentlichkeit und die sorbischsprachige Gemeinschaft gestärkt werden.

 

3. Art und Umfang der Auszeichnungen

Im den Jahren 2019 und 2020 stehen jeweils Mittel in Höhe von 3 Mio. € zur Verfügung (1,5 Mio. €/pro Revier pro Jahr). Weitere 200 T€ pro Jahr stehen für eine Stärkung der Anwendung der sorbischen Sprache und zur Förderung der sorbischen Identität in der Öffentlichkeit zur Verfügung. Alle Projekte müssen innerhalb der sächsischen Braunkohleregionen (Landkreise Görlitz, Bautzen, Leipzig, Nordsachsen und die Stadt Leipzig) umgesetzt werden. Sollte die Bewerberlage die Anzahl der Preise nicht ausschöpfen, kann eine Umverteilung der Preisgelder auf die zu prämierenden Bewerber oder eine Übertragung auf das Folgejahr (auf 2020, ggf. auch auf 2021) erfolgen. Hierüber stimmt sich die jeweilige Jury mit der Arbeitsgruppe der Sächsischen Staatsregierung ab.

Vorgeschlagen wird ein Wettbewerbsverfahren innerhalb vier Wettbewerbskategorien mit folgender Aufteilung der Auszeichnungshöhe:

 

3.1 BürgerInnen für Bürger – „Lausitzer/Mitteldeutscher ReWIR-Preis“

Um das Engagement der Menschen in den Regionen zu stärken und zivilgesellschaftliche Akteure sichtbar zu unterstützen, können Bürgerinnen und Bürger der Regionen (Wohnsitz in den oben benannten Regionen) sich mit zivilgesellschaftlichen Projektideen, („Graswurzel“-Projekten / „soziale/soziokulturelle Leuchttürme“) für diesen Preis bewerben. Um Projektideen unterschiedlicher Größe prämieren zu können, werden die Preise in den Kategorien:

Bis zu

  • 1 x Großprojekt mit 30.000€,
  • 10 x Mittleres Projekt mit 15.000€,
  • 30 x Kleinprojekt mit 5.000€ und
  • 100 x Kleinstprojekt mit 2.000€ vergeben.

 

3.2 Unsere Kinder – die zukünftigen Gestalter der Reviere „Zukunft MINT-Preis“

Von zahlreichen Unternehmen, aber auch von den regionalen Wissenschaftseinrichtungen in den Revieren wird seit einigen Jahren der Mangel am Interesse der jungen Heranwachsenden für Technik und Naturwissenschaften beklagt. Gerade im anstehenden Strukturwandel sind aber genau die sogenannten MINT-Fähigkeiten zunehmend gefragt. Es gibt bereits zahlreiche Initiativen und kleinteilige Maßnahmen, wie Arbeitsgemeinschaften in diesem Bereich, denen es allerdings oft an finanziellen Mitteln fehlt. Deshalb sollen Projekte, welche zur Verbesserung der Fähigkeiten der Kinder- und Jugendlichen im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, aber auch im musischen und sozialen Bereich beitragen, mit einem Preisgeld von maximal 15.000 € ausgezeichnet werden. Um Projektideen unterschiedlicher Größe prämieren zu können, werden die Preise in den Kategorien:

Bis zu

  • 3 x Großprojekt mit 15.000€,
  • 10 x Mittleres Projekt mit 10.000€,
  • 25 x Kleinprojekt mit 5.000€ und
  • 100 x Kleinstprojekt mit 2.000€ vergeben.

 

3.3 Die Lausitz/ Mitteldeutschland bewegt sich! „Mobilitäts-Preis“

Eine wichtige Voraussetzung für die Lausitz als attraktiver Lebens- und Arbeitsort ist die Erfüllung verschiedener Mobilitäts- und Erreichbarkeitsansprüche in der Zukunft. In diesem Bereich sollen daher innovative Ansätze, auch zur Erprobung neuer Mobilitätskonzepte, mit einem Preisgeld von maximal 20.000 € belohnt werden. Um Projektideen unterschiedlicher Größe prämieren zu können, werden die Preise in den Kategorien:

Bis zu

  • 3 x Großprojekt mit 20.000€,
  • 5 x Mittleres Projekt mit 15.000€,
  • 10 x Kleinprojekt mit 10.000€ und
  • 50 x Kleinstprojekt mit 5.000€ vergeben.

 

3.4 Łužica/Lausitz – žiwa dwurěčnosć/lebendige Zweisprachigkeit

In diesem Bereich sollen Ansätze prämiert werden, die die Anwendung der sorbischen Sprache und die Stärkung der sorbischen Identität fördern und damit helfen, die sorbischsprachige Gemeinschaft zu stärken. Vorgesehen sind Preisgelder von bis zu 20.000 €. Über die Vergabe entscheidet eine Jury, die überwiegend mit sorbischen Vertretern besetzt ist.

Bis zu

  • Erster Preis: 20.000 €
  • Zweiter Preis: 15.000 €
  • Dritter Preis: 10.000 €
  • Vierter - 10. Preis: 8.000 €
  • 11. - 20. Preis: 5.000 €
  • 21. – 30. Preis: 4.000 €

 

Darüber hinaus stehen der Jury zusätzliche Mittel in Höhe von 9.000 € zur Verfügung. Diese können für eine Sonderkategorie oder für kleinere Preise (je ca. 500 – 1.000 €) vergeben werden. Über die Höhe und die Anzahl dieser Preise soll die Jury nach Bewerberlage und Wertigkeit der Ideen entscheiden.

 

3.5 Ein Publikumspreis

Es wird ein Publikumspreis in Höhe von 15.000 € durch ein Online-Voting ausgereicht. Im Rahmen der Jury-Sitzungen können durch die Jury Kandidaten für den Publikumspreis nominiert werden. Über die Vergabe der Preisträger kann dann online durch die Bürger der Lausitz bzw. Mitteldeutschlands abgestimmt werden. Die genaue Verfahrensweise zum Publikumspreises wird noch ausgestaltet.

 

4. Bewerber

Bewerber für einen Preis in einer der vier Preiskategorien können innerhalb der jeweiligen Gebietskulisse (siehe oben) sein:

  • Bürgerinnen und Bürger mit ständigem Hauptwohnsitz in den Gebietskulissen
  • Wissenschaftliche Einrichtungen (Umsetzung des Vorhabens innerhalb der o.g. Gebietskulisse)
  • Verbände, Kammern, Vereine, Stiftungen
  • soziale Träger
  • Schulen
  • Kommunale Einrichtungen

 

5. Auswahlprozess

Für die beiden Reviere wird je eine Jury gebildet, welche sich aus jeweils einem zivilgesellschaftlichen Akteur der betroffenen Landkreise bzw. der kreisfreien Stadt Leipzig, jeweils einem Vertreter der betroffenen Landkreisverwaltungen bzw. der Verwaltung der kreisfreien Stadt Leipzig, sechs Vertretern der Kommunen der Region, einem Vertreter der Hochschulen, einem Vertreter aus dem Bereich Schule, einem Vertreter der Kultur, einem Vertreter der Wirtschaft, einem Vertreter der Gewerkschaften, in der Lausitz einem Vertreter des sorbischen Volkes, der durch die Domowina – Bund Lausitzer Sorben benannt wird, sowie einem Vertreter der Staatsregierung zusammensetzt.

Die endgültige Besetzung der Jury erfolgt in Abstimmung zwischen der WR Lausitz bzw. EMMD und der Arbeitsgruppe der Sächsischen Staatsregierung, wobei sich die Arbeitsgruppe mit kommunalen Verantwortungsträgern der jeweiligen Region abstimmt.

Die WR Lausitz bzw. EMMD nehmen revierbezogen eine Bewertung der eingegangenen Bewerbungen nach einer unter „Kriterienkatalog“ beschriebenen Bewertungsmatrix vor und legen die Projekte der großen und der mittleren Kategorien dieser Jury zur Entscheidung vor. Die Jurysitzungen werden durch die Geschäftsführer der WR Lausitz bzw. der EMMD geleitet. Bei Stimmgleichheit entscheidet das Los.

Die Klein- und Kleinstprojekte werden nach dem Kriterienkatalog geprüft und vom Team der WR Lausitz bzw. EMMD bewertet, ausgewählt und der jeweiligen Jury in Form einer Vorschlagsliste zur Entscheidung vorgelegt.

Jury - Łužica/Lausitz (Wettbewerbskategorie 3.4) -  Die Jury besteht aus vier Vertretern der Sorben, benannt durch die Domowina – Bund Lausitzer Sorben (jeweils für die Region Bautzen, Hoyerswerda, Kamenz und Schleife), einem Vertreter benannt durch den Rat für sorbische Angelegenheiten, einem Vertreter benannt durch den Stiftungsrat der Stiftung für das sorbische Volk und aus einem Vertreter der Staatsregierung.

 

6. Bewerbungsformular

Die Bewerbung erfolgt vorrangig über ein Online-Formular auf der Homepage der WR Lausitz. Das Formular der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH wird zweisprachig angeboten. Eine entsprechende Landing-Page der Staatskanzlei wird ebenfalls auf die Wettbewerbe verweisen. Dort stehen beide Formulare auch zum Download bereit und können auch offline ausgefüllt und per Post versendet werden.

01.03.2019 - 15.03.2019

22.02.2019: Haushaltsplan 2019/2020 zur Einsichtnahme - Termin abgelaufen

Der Entwurf der Haushalts- satzung 2019/2020 der Stadt Kamenz kann sowohl im Rathaus als auch im Internet sowie über das Bürger- beteiligungsportal eingesehen werden.

Bekanntgabe der öffentlichen Auslegung des Entwurfs der Haushaltssatzung

der Stadt Kamenz für die Haushaltsjahre 2019/2020

Der Entwurf der Haushaltssatzung 2019/2020 der Stadt Kamenz liegt in der Stadtverwaltung Kamenz – Rathaus, Markt 1, 01917 Kamenz vom 25.02.2019 bis einschließlich 05.03.2019 im SG Finanzen, Zimmer 1.23 während folgender Zeiten:

Montag bis Freitag

zusätzlich Dienstag

und Donnerstag

  9.00 – 12.00 Uhr

13.00 – 18.00 Uhr

13.00 – 16.00 Uhr

und unter www.kamenz.de sowie auf dem Bürgerbeteiligungsportal zu jedermanns Einsicht öffentlich aus.

Einwohner und Abgabepflichtige können vom 25.02.2019 bis zum 14.03.2019 Einwendungen gegen den Entwurf der Haushaltssatzung 2019/2020 erheben. Die Einwendungen sind schriftlich oder zur Niederschrift im Zimmer 1.23, Markt 1, 01917 Kamenz abzugeben oder per e-Mail an stadtverwaltung@kamenz.de zu senden.

Kamenz, 23.02.2019

Dantz

Oberbürgermeister der Lessingstadt Kamenz

mehr lesen

22.02.2019 - 13.03.2019

20.02.2029: Machen statt Meckern! - Freiwillige Soziale Jahr Politik (FSJ Politik) 2019/2020

Machen statt Meckern!

Beginn der Bewerbungsphase für das Freiwillige Soziale Jahr Politik (FSJ Politik) 2019/2020

Das Freiwillige Soziale Jahr Politik in Sachsen sucht ab 01. März 2019 wieder politisch interessierte junge Menschen, die Lust haben ab 01. September 2019 einen einjährigen Freiwilligendienst zu beginnen.

 

Noch keine Ahnung, wie es nach der Schule weitergehen soll? Die Nase voll von ständigen Auswendiglernen? Lieber selber aktiv werden, Dinge anpacken und endlich Machen, anstatt immer nur zu Meckern?

 

Diese Möglichkeit bietet das Freiwillige Soziale Jahr Politik in Sachsen. Im FSJ Politik haben junge Menschen die Möglichkeit, über die Mitarbeit in verschiedensten Einsatzstellen sachsenweit hinter die Kulissen der Politik zu schauen. Dabei können sie sich vor allem mit politischen Themen auseinanderzusetzen, politische Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse erleben, selber aktiv Politik gestalten, mitreden und eigene Projekte initiieren.

 

Ob politische Bildungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen, die Mitarbeit in einer politischen Stiftung, das Hineinschnuppern in ein Ministerium oder eine Stadtverwaltung sowie das Erkunden von Geschichte und Politik durch die Mitarbeit in einer Gedenkstätte – all das ist im FSJ Politik möglich. 

 

Das Freiwillige Soziale Jahr bietet jungen Menschen außerdem eine Chance erste Arbeitserfahrungen zu sammeln, die eigenen Potentiale kennenzulernen und sich für die berufliche Zukunft zu orientieren.

 

Teilnehmen können Jugendliche im Alter von 16 - 26 Jahren, egal ob aus Sachsen oder aus anderen Bundesländern, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. Jede*r Teilnehmende erhält monatlich ein Taschengeld von 300,00 €; ist vollständig sozialversichert, wird während des FSJs von pädagogisch geschulten Mentor*innen in den Einsatzstellen betreut und nimmt innerhalb des Freiwilligenjahres an verschiedenen Seminarfahrten und Bildungstagen zu aktuellen politischen Themen teil.

 

Der nächste Jahrgang im Freiwilligen Sozialen Jahr Politik beginnt am 1. September 2019 und ist für eine Dauer von 12 Monate angelegt.

 

Bewerbungen werden in der Zeit vom 01. März bis zum 01. Mai 2019 entgegengenommen.

 

Ausführliche Informationen zum Programm, den Einsatzstellen im FSJ Politik sowie die aktuelle Ausschreibung und Informationen zur Bewerbung stehen auf der Internetseite https://www.saechsische-jugendstiftung.de/machen-statt-meckern bereit.

 

Für Beratung und weitere Informationen steht die Projektleitung des FSJ Politik Sachsen zur Verfügung. Felicitas Koch Tel.: 0351/323719011, E-Mail: fsj-politik@saechsische-jugendstiftung.de

20.02.2019 - 01.03.2019/15.03.2019 - 26.03.2019

19.02.3019: Familienbande - 52. Lessing-Tage in Kamenz

Familienbande - 52. Lessing-Tage in Kamenz

Vortrag zu Karl Gotthelf Lessing, dem jüngeren Bruder des großen Aufklärers

Karl Gotthelf Lessing war der elf Jahre jüngere Bruder von Gotthold Ephraim Lessing und später dessen erster Biograf und Nachlassverwalter. Das ist zunächst eine recht lapidare Feststellung. Wer aber war Karl Gotthelf Lessing wirklich, den heute nur noch wenige oder nur in Bezug auf seinen Bruder kennen? Wie war sein Werdegang, auch im Vergleich zu dem seines älteren Bruders? Wie war es um das Verhältnis zwischen den beiden bestellt? Diesen Fragen ging am 5. Februar im Röhrmeisterhaus Professor Dr. Dirk Niefanger von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg nach.

Birka Siwszyk von der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption führte in diese Veranstaltung der 52. Lessing-Tage ein

Er macht zunächst deutlich, dass die bisherige Forschung Karl Gotthelf Lessing vernachlässigt habe, was u.a. auch auf die anfangs recht gnadenlose Reaktion von Gotthold Ephraim Lessing auf die Theaterstücke seines Bruders beruhe. Schon daher sei es geboten, sich mit dem Leben von Karl Gotthelf Lessing stärker zu beschäftigen, um ihm – neben der wissenschaftlichen Wissbegierde – auch ein wenig Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Dabei kann festgestellt werden, dass er – er lebte vom 10. Juli 1740 bis zum 17. Februar 1812 – von der Ausbildung her einen ähnlichen Werdegang wie sein großer Bruder hatte, zeit seines Lebens künstlerisch auf dem Gebiet des Dramas und dessen Umsetzung auf dem Theater tätig war, auch wenn er – durch die Vermittlung von Moses Mendelssohn – seit 1770 eine Assistentenstelle beim Berliner General-Münzdirektorium innehatte und 1779 zum Münzdirektor in Breslau ernannt wurde. Mit Moses Mendelssohn ist ein wichtiger Vertreter der Berliner Aufklärung benannt, der, neben Friedrich Nicolai und Karl Wilhelm Ramler, auch Karl Gotthelf Lessing als „nicht unwichtiger Vertreter“ angehörte. Er war als Übersetzer, Gelegenheitsdichter, Zeitungsverleger, Journalist sowie Dramaturg tätig und versuchte auch in dieser Hinsicht seinem Bruder nachzueifern, wobei es ihm – bei näherer und intensiverer Betrachtung – auch gelang, z.T. eigene Akzente, mitunter auch widersprüchlicher Art (Übersetzung der „Philosophischen Untersuchungen über die Amerikaner“) zu setzen, auch mit dem Ziel, sich „in der aufregenden Aufbruchszeit um 1770 als professioneller Autor des Unterhaltungstheaters etablieren“ zu wollen. (Ankündigung der 2007 erschienenen Neuauflage all seiner Originalstück im Wehrhahn Verlag)

 

Professor Dr. Dirk Niefanger führte auch aus, dass wenn man sich den Briefwechsel zwischen den Brüdern anschaue, zum einen deutlich wird, dass Gotthold Ephraim Lessing nach dem Tod des Vaters, sich stärker seines Bruders annahm und ihn mindesten ideell unterstützte, zum anderen ist festzustellen, dass der zuvor sehr asymmetrisch geführte Disput über das Theater und Stücke etwas andere Konturen gewinnt, von dem auch der ältere Bruder an einzelnen Stellen profitiert.  Interessant an dieser Stelle sei auch die Frage, welche Stücke von Karl Gotthelf Lessing und wie oft zu dessen Lebzeiten gespielt wurden. Im Vergleich zur nachgewiesenen Aufführungspraxis der Stücke seines Bruders, die im Vergleich dazu relativ gut erforscht ist, gäbe es hier, so Professor Dr. Dirk Niefanger, noch Forschungsbedarf, der aber sich aufgrund der überlieferten Unterlagen schwierig gestalten dürfte.

 

Fazit des Abends ist vielleicht: Ein interessanter Blick auf die z.T. unbekannten familiären Beziehungen bei den Lessings, wo sich das Verhältnis der Brüder im Lauf der Zeit auch wandelte. Auch wenn der literarische (Vor)Rang von Gotthold Ephraim Lessing unbestritten bleibt, wurde deutlich, dass die Bewegung der Aufklärung im 18. Jahrhundert sehr vielseitig und vielschichtig und von den verschiedensten Persönlichkeiten getragen wurde, zu den eben auch Karl Gotthelf Lessing gehörte.

19.02.2019 - 01.03.2019

18.02.2019: Kommunalwahlen - Wahlhelfer gesucht!

Kommunalwahl 2019 - Entschädigungssatzung

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 06.02. eine neue Wahl-Entschädigungssatzung mit höheren Aufwandsent- schädigungen für ehrenamt- liche Wahlhelfer beschlossen. Wahl-Entschädigungssatzung

mehr lesen

Wahlhelfer gesucht

Wie zu jeder Wahl werden auch wieder Wahlhelfer gesucht, die durch ihre Mitarbeit in den Wahlvorständen dafür sorgen, dass die Wahlen am Wahltag ordnungsgemäß durchgeführt werden können. Interessenten melden sich bitte beim Sachgebietsleiter Achim Hoyer, der unter Telefonnummer 03578 150 oder per E-Mail joachim.hoyer@stadt.kamenz.de zu erreichen ist. Wir freuen uns, über jeden, der uns auch in diesem Jahr bei den anstehenden Wahlen unterstützt.

18.02.2019 - 01.03.2019

12.02.2019: Neujahrsempfang der Stadt Kamenz 2019

Neujahrsempfang der Stadt Kamenz 2019

... oder wie man Zeitgeschehen durch- oder ausbuchstabiert

Beim diesjährigen Neujahrsempfang stand die Eingliederung der Gemeinde Schönteichen in die Stadt Kamenz im Mittelpunkt der Veranstaltung, neben der Danksagung an die Kamenzer Feuerwehren sowie an die Stadt- und Ortschaftsräte. Diese inhaltliche Schwerpunktsetzung schlug sich auch in den Einladungen nieder: So waren Vertreter der ehemaligen Schönteichener und jetzigen Kamenzer Vereine, der Ortsfeuerwehren aus „Groß-Kamenz“ sowie die Stadträte und Vertreter der Ortschaftsräte eingeladen. Alle – wie viele andere auch – haben in der Vergangenheit, ob nun in Kamenz oder Schönteichen, ihren ganz besonderen und unverzichtbaren Beitrag zum gelingenden Zusammenleben in Kamenz bzw. in Schönteichen geleistet.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch das Geschwisterpaar Daniela und Stephan Lenk, die mit Stücken für Klavier und Saxophon die Anwesenden begeisterten.

(v.l.n.r.): Am Flügel Stephan Lenk und am Saxophon seine Schwester Daniela Lenk

Inhaltlicher Höhepunkt des Neujahrsempfangs war die Rede des Oberbürgermeisters, die ca. 1 ½ Stunden dauerte: Viel Zeit um Informationen, Überlegungen, Anregungen und Reflexionen zu Kamenz, aber auch zum Zeitgeschehen allgemein – orientiert am Alphabet – zu bieten. Und dabei hatten die Gäste des Abends, so der Oberbürgermeister, noch Glück gehabt, denn das deutsche Alphabet falle mit nur 26 Buchstaben im Vergleich zu den 74 Symbolen der Khmer-Sprache von der Anzahl her noch recht moderat aus.

Der Bogen wurde dann gezogen von „A“ wie „Anpacken“, der einen Rückblick auf die städtischen Großprojekte des vergangenen Jahres wie die Neuerrichtung der Sportanlagen in der Grundschule am Forst oder die vielen Straßenbauvorhaben (Grüne Straße, Haberkornstraße oder auch Weinbergstraße) beinhaltete, über „H“ wie „Hallenbad“, wo nun endlich, dank des aktiven Mitwirkens der Stadt, eine Lösung zum Erhalt gefunden ist, bis hin zu „J“ wie „Jugend“, wo die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in Kamenz aufgezeigt wurden. Auch „P“ wie "Perspektivwechsel“ und „Populismus“ oder „R“ wie „Russland“ kamen in der Rede des Oberbürgermeisters vor. Letztendlich wurde jeder Buchstabe bedient.

Der Buchstabe „S“ war der Arbeit des Stadtrates vorbehalten. Dieser habe insgesamt sechs Tage ununterbrochen (Ausschüsse zehn Tage) getagt. Das waren dann zusammengefasst 16 Tage, also 384 Stunden, umgerechnet 23.040 Minuten, also – mit Augenzwinkern – 1.382.400 Sekunden. Inhaltlich wurden bis zum Tag des Neujahrsempfangs im Stadtrat und den Ausschüssen 612 Beschlüsse, davon 66,7% (2/3) einstimmig und 97% mit 2/3 Mehrheit, gefasst. Im Stadtrat selbst wurden nur vier Beschlüsse abgelehnt.

Beim Buchstaben „X“ – sicherlich nicht leicht inhaltlich zu füllen – führte der Oberbürgermeister aus, dass er bei seiner erneuten Bewerbung um das Amt des Stadtoberhauptes den Menschen kein „X für ein U“ vorgemacht“ habe. So wussten die Kamenzerinnen und Kamenzer, die gewählt haben, was auf sie zukommt und haben als Wähler mit großer Mehrheit (94,7%) dem jetzigen Oberbürgermeister erneut ihr Vertrauen ausgesprochen, wofür sich der Amtsinhaber in seiner Neujahrsansprache ausdrücklich bedankte und noch einmal versprach als Oberbürgermeister für alle Kamenzer, auch die „Neukamenzer“, da zu sein.

Mit dem Buchstaben „Z“ wie „Zusammen sind wir stärker“ und „Zukunft“ beschwor Roland Dantz noch einmal den Zusammenhalt in unserer Stadt. Das Zusammengehörigkeitsgefühl, bei allen Unterschieden, die es geben mag, ist der Garant dafür, dass die erfolgreiche Entwicklung der Stadt Kamenz auch in Zukunft fortgesetzt wird, wobei er u.a. – auf der Ebene des Stadtrates – die Verbesserung der Löschwasserversorgung in den neuen Ortsteilen, das Kinderhaus in Wiesa, die weitere Profilierung des Schulstandortes (Lessing-Gymnasium mit Stadtbibliothek und 2. Oberschule), die Sanierung der Grundschule Brauna sowie die Errichtung eines Bolzplatzes in Kamenz-Ost als Beispiele nannte.

Es sei das Verdienst vieler, der Menschen in der Stadt überhaupt, im Speziellen auch des Stadtrates, der Ortschaftsräte, der Verwaltung, der vielen Initiativen und Vereine, und natürlich auch der Gewerbetreibenden, der Unternehmerinnen und Unternehmer sowie der ansässigen Behörden und derjenigen, die hier aus Platzgründen nicht benannt werden können, die aber auf ihre Weise dazu beitragen, dass Kamenz lebens- und liebenswert ist und bleibt.     

Ergänzt wurde die Neujahrsansprache des Oberbürgermeisters durch ein in Broschüreform bereitliegenden Rückblick auf das Jahr 2018, den man sich mit nach Hause nehmen konnte, um bei Bedarf an das ein oder andere aus dem Jahr 2018 erinnert zu werden. Zurzeit ist dieser Rückblick auch noch kostenlos im Bürgerservice des Rathauses erhältlich.

Der nächste Höhepunkt des Abends war die Würdigung von ehrenamtlich für die Stadt tätigen Personen bzw. von Persönlichkeiten mit besonderen Verdiensten um die Stadt Kamenz und ihre Bürger. Auch hier zeigt sich die Vielfalt an Aktivitäten in einer Stadt wie Kamenz. Dank der erneuten Unterstützung durch die Ostsächsische Sparkasse Dresden war es  möglich, dass Bürgerinnen und Bürger, die für eine Auszeichnung vorgeschlagen worden waren, die „Ehrenmedaille der Stadt Kamenz“ verliehen werden konnte (siehe auch Übersicht am Ende des Beitrages).

In diesem Jahr gab es während des Neujahrsempfangs noch eine besondere Ehrung: Vielleicht kann sich der ein oder andere noch an dem Brand am 23. März 2018 erinnern. 10.39 Uhr wurde der Feuerwehr ein Brand in der Jesauer Straße 12 gemeldet, die daraufhin mit den entsprechenden Fahrzeugen sowie ca. 35 Kameraden der FFw „Kamenz-Stadt“, „Wiesa“, „Lückersdorf“ und „Gelenau“ ausrückte. Vor Ort fanden sie einen Wohnungsbrand im dritten Obergeschoss vor, aus dem der Wohnungsinhaber bereits von zwei Mitarbeitern des Kamenzer Handwerksbetriebes Johne Haustechnik GmbH gerettet worden war. Da sie sich selbst in Lebensgefahr gebracht hatten, beantragte die Stadtverwaltung beim Sächsischen Staatsministerium des Innern, dass beiden Mitarbeitern das Sächsische Lebensrettungsehrenzeichen verliehen werden sollte: An diesem Abend erhielten Silvio Bemmann und Evgenij Rundau es aus den Händen des Oberbürgermeisters.

Lebensretter geehrt: Oberbürgermeister gratuliert Silvio Bemmann (Zweiter v.l.), da nebenstehend Evgenij Rundau – (links) Volker Johne – Geschäftsführer des Handwerksbetriebes Johne Haustechnik GmbH

Den Rede- und Würdigungsteilen des Abends schlossen sich dann Gespräche und Dispute in lockerer Form an, die von dem vom PMW Partyservice Weizel & Müller ausgerichteten Büffet kulinarisch begleitet wurden. Gedankt wird für die Getränkebereitstellung der Privatbrauerei Schwerter Meißen sowie den Oppacher Mineralquellen. Die Betreuung der Gäste des Neujahrsempfangs hatten wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung übernommen, denen an dieser Stelle auch noch einmal ausdrücklich gedankt sei. Auf allen Etagen des Rathauses sprachen Menschen miteinander und diskutierten. Es war – wie so oft – ein langer, aber guter Abend …

Nachfolgende Bürgerinnen und Bürger, wurden 2019 mit der „Ehrenmedaille der Stadt Kamenz“ ausgezeichnet oder anderweitig gewürdigt:

  1. Armin Burkhardt

Einreicher: Roland Dantz – Oberbürgermeister

Die Kamenzer City-Initiative hob Armin Burkhardt mit aus der Taufe und wirkt jahrelang aktiv und engagiert im Vorstand mit. Damit hat er sich für eine belebte Innenstadt eingesetzt – das Naheliegende, was so schwer zu machen ist.

 

  1. Gisela Frenzel aus Kamenz (Lückersdorf)

Einreicher: Martin Kühne – Stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes der Ev.-luth. Kirchgemeinde Kamenz

Gisela Frenzel Ist u.a. seit vielen Jahren Kirchvorsteherin der Kirchgemeinde, besucht Gemeindemitglieder, die krank sind oder einen besonderen Geburtstag feiern (30 Besuche pro Jahr). >>> Menschen sind sehr dankbar, wenn an sie gedacht wird. Ein Höhepunkt in jedem Jahr ist das Erntedankfest; hier setzt sie sich ein, dass von den Lückersdorfern viele Erntegaben in die Kirche gebracht werden, die dann als Unterstützung für die Kamenzer Tafel weitergegeben werden.

 

  1. Rainer Gröbner aus Kamenz (Bernbruch)

Einreicher: Gerd Zangenmeister, stellv. Vorsitzender von Haus & Grund Kamenz u. Umgebung

Rainer Gröbner leistet als ehrenamtlicher Vorsitzender seit Bestehen des Vereins eine aktive Arbeit und kümmert sich mit viel Engagement um die vielfältigen Probleme der Mitglieder.

(Anmerkung: Da Rainer Gröbner schon die Ehrenmedaille erhalten hat und sie nur einmal verliehen wird, wurde er mit Buch und Ehrenurkunde gewürdigt.)

 

  1. Wolfgang Heichel aus Kamenz

Einreicher: Herr Norbert Portmann – Bürger und Ortschronist

Wolfgang Heichel engagiert sich schon seit mehreren Jahren für die Denkmale auf dem Hutberg; einige wurden wiederhergestellt (Feigstein und Bismarckareal). Er leistete damit persönlich einen Beitrag zur Verbesserung der Anlagen auf dem Hutberg und dabei mitgeholfen, das Andenken an historische Personen und Ereignisse zu bewahren und die touristische Attraktivität zu erhöhen.

 

  1. Kai Hentsche aus Kamenz OT Biehla

Einreicher: Gemeinde Schönteichen – BM Weise mit Gemeinderäten

Kai Hentsche Ist seit frühester Jugend Feuerwehrmann und hat sich beständig fortgebildet, so dass er Führungs- und Leitungsfunktionen übernehmen konnte. Seit 17 Jahren als Gemeindewehrleiter der Gemeinde Schönteichen tätig sowie gleichzeitig 5 Jahre Wehrleiter der Ortsfeuerwehr Biehla. Unter seiner fachlichen Führung und Hilfe wurden ca. 2 Mio. EUR in Gerätehäuser, Feuerwehrfahrzeuge und Ausrüstung investiert.

 

  1. Klaus Kohlstadt aus Kamenz

Einreicher: Falk Schnappauf – Ortsvorsteher Bernbruch

Klaus Kohlstadt unterstützte unermüdliche die Jugendfeuerwehr Bernbruch und die Freiwillige Feuerwehr Kamenz-Bernbruch: Beispiele: Spende eines MTW aus Privatmitteln für die Jugendfeuerwehr und Unterstützung für die Feuerwehr Bernbruch durch Beschaffung von Ausrüstung (1. MTW Vito, Wärmebildkamera, Notstromaggregat, AED). Er ist Ehrenmitglied der Feuerwehr mit allen sich daraus ergebenden Verpflichtungen.

 

  1. Ida Konstantinov

Einreicher: Gabriele Keltsch, Schulleiterin Grundschule am Forst

Ida Konstantinov engagierte sich viele Jahre in der Arbeit mit Kindern aus Spätaussiedlerfamilien und Kinder mit Migrationshintergrund und unterstützte sowie beriet bei der Integration der Kinder. War verantwortlich für eine Vielzahl von Veranstaltungen und Programmen, die sich auch dem Erhalten der Traditionen des Herkunftslandes der Kinder widmeten. Sie gab außerdem Familien Unterstützung bei Behördengängen.

 

  1. Wolfgang Kriesten aus Kamenz

Einreicher: Dr. Johannes Müller -Pfarradministrator der Katholischen Pfarrgemeinde

Wolfgang Kriesten hat sich über viele Jahre in der Pfarrgemeinde engagiert, war langjährig im Kirchenrat der Pfarrgemeinde tätig und wirkt besonders positiv im Finanzbereich für die Pfarrei mit. Ist ein guter Ansprechpartner für die Pfarrgemeinde besonders in finanziellen Angelegenheiten (z.B. Beantragung von Fördergeldern); durch ihn wurden auch Verbesserungen in der Buchhaltung erreicht. Er hilft im Bereich des Friedhofes und wirkt bei der Gestaltung von Seniorenveranstaltungen mit, auch unterstützt er Gemeindemitglieder in Fragen der Finanzen und Steuern und ist auch in der Redaktion des Pfarrbriefes tätig indem er aktive Beiträge schreibt und auch die beliebten Kreuzworträtsel entwarf.

 

  1. Peter Kutsche aus Thonberg

Einreicher: Klaus Bader aus Kamenz (Thonberg)

Peter Kutsche ist seit vielen Jahren als Ortsvorsteher aktiv und war sehr engagiert für das Projekt des Thonberger Radweges. Er sorgt durch seinen Einsatz dafür, dass viele Themen im Ortschaftsrat behandelt werden und die Einwohner mit einbezogen werden. Er organisiert und führt die Sitzungen des Ortschaftsrates perfekt, ist offen für die Bedürfnisse der Bürger und ein wichtiges Bindeglied zwischen der Stadt und dem Ortsteil Thonberg.

 

  1. Barbara Peschel

Einreicher: Dr. Bernd Zimmer, 1. Vorstandsvorsitzender des Chores der Lessingstadt Kamenz

Barbara Peschel ist seit 1962 Mitglied im Chor und zeigte immer hohe Einsatzbereitschaft bei der Mitgestaltung des Vereinslebens. Sie bemühte sich stets, die Anliegen des Chores mit dem aktuellen Geschehen der Stadt Kamenz zu verbinden, Anfangs verantwortlich auch für Notenverwaltung, nun für die Chor-Chronik verantwortlich.

 

  1. Regina Preuß aus Kamenz (OT Cunnersdorf)

Einreicher: Förderverein des Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasiums e.V.

Regina Preuß ist seit Gründung des „Fördervereins des Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasiums Kamenz e.V“ als Vorstandsvorsitzende tätig. Sie hat, auch nachdem ihre Kinder schon längst die Schule verlassen hatten, die Arbeit als Vorsitzende des Vereins mit sehr viel Engagement weitergeführt – sei es der jährliche "Tag der offenen Tür" am Gymnasium oder die Elternabende der verschiedenen Klassenstufen. Sie ist immer bereit, in einem kurzen Statement die Arbeit des Fördervereins vorzustellen und neue Mitglieder zu gewinnen.

 

  1. Brigitte Regenstein aus Kamenz, OT Brauna

Einreicher: Gemeinde Schönteichen – Bürgermeister Maik Weise mit Gemeinderäten

Brigitte Regenstein engagiert sich ehrenamtlich für die Seniorenbetreuung in Brauna und den umliegenden Ortsteilen und organisiert seit Jahren regelmäßige Treffen und Veranstaltungen für die Senioren der Orte. Sie kümmert sich um die Organisation, Durchführung und Abrechnung der jährlich insgesamt 5 Seniorenweihnachtsfeiern in der jetzt ehemaligen Gemeinde Schönteichen. Sie verstand es auch, alle anderen in der Seniorenbetreuung tätigen Ehrenamtlichen nicht nur einzubeziehen, sondern auch zu begeistern

 

  1. Antje Reinecke

Einreicher: Ute Diesing aus Radeberg

Antje Reinecke ist Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Kamenz-Stadt und koordiniert sehr zeitaufwendig die Absicherung diverser Veranstaltungen. Beim Forstfest ist der Ortsverein die komplette Woche im Einsatz – für diesen Zeitraum verwendet sie einen Teil ihres Jahresurlaubs. Vor 2 Jahren hat sie ein „Jugend-Rot-Kreuz“ aus der Wiege gehoben, so dass sie neben ihrem eigentlichen Arbeitsleben und der Tätigkeit als Vorsitzende alle 14 Tage Kinder und Jugendliche anleitet und damit den Nachwuchs für den Ortsverein fördert sowie Wissen rund um das Thema „helfen“ vermittelt.

 

  1. Sophie Sauer

Einreicher: J. Lachmann – Vorsitzende des Fördervereins der Schule zur Lernförderung Kamenz

Sophie Sauer arbeitet im Förderverein sehr engagiert sowie mit hohem Einsatz aktiv mit und unterstützt die Aktivitäten des Fördervereins in vielfältiger Weise, z.B. übernahm sie bei Schulfesten bereitwillig die Aufgabe, Kuchen zu backen, aber auch aktiv am Verkauf teilzunehmen sowie verschiedene Aktivitätsstationen zu betreuen. Ihr Ansinnen ist es, alle Schüler der Schule bestmöglich zu unterstützen, insofern ist es ihr sehr zu verdanken, dass es ein enges Netz von sozialen Kontakten zwischen Schülern, Eltern und der Lehrerschaft gibt.

 

  1. Volkhard und Karin Schlevogt aus Kamenz

Einreicher: Andreas Rößler – Ortsvorsteher Jesau

Volker Schlevogt ist seit 2004 Organisator der monatlichen Treffen der Senioren von Jesau gemeinsam mit seiner Ehefrau. Karin Schlevogt ist seitdem die fleißige „Maus“ im Hintergrund. Es werden Fahrten, Vorträge speziell für die ältere Generation und viele gemütliche Nachmittage organisiert und dies mit viel Herz und Liebe. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass diese Seniorentreffen ein fester Bestandteil im kulturellen Leben des Ortsteiles Jesau geworden sind.

 

  1. Rita Scholz aus Kamenz

Einreicher: Volker Schmidt und Gabriele Keltsch im Namen des Kamenzer Forstfestfördervereins

Rita Scholz ist ein engagiertes Mitglied im Vorstand des Forstfestfördervereins. Über viele Jahre leistete aktive Arbeit mit Herzblut und Leidenschaft für das Forstfest und begleitet über viele Jahre ganz zuverlässig in Verantwortung des Forstfestfördervereins das Forstfestturnen und andere Veranstaltungen. Sie sucht Kontakt zu Kamenzer Bürgern und bringt sich mit Ideen in die Bewahrung der Traditionen des Kamenzer Forstfestes ein. Kamenz ist „ihre“ Stadt, dafür engagiert sie sich über das normale Maß hinaus.

 

  1. Heiner Slota aus Kamenz, OT Gelenau

Einreicher: Vorsitzender Olaf Tischer von der SG Lückersdorf- Gelenau e.V.

Heiner Slota ist seit über 20 Jahren Sektionsleiter Radball SG Lückersdorf-Gelenau e.V. und organisierte erfolgreich den Radball Weltcups in Kamenz am 14.04.201. Außerdem fungiert er als Mitorganisator der jährlichen Frühjahrs- und Sommerfeste zu den Gelenauer Musiktagen auf dem Sportplatz in Gelenau.

 

  1. Günter Sprigade aus Oßling (Lieske)

Einreicher:  Jens Planert – 1. Vorstand des Blasorchesters der Lessingstadt Kamenz e.V.

Günter Sprigade ist seit 2001 Mitglied des Orchesters, 1. Posaunist als auch Registerführer und für alle Musikanten Vorbild durch Gewissenhaftigkeit, Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft sowie große musikalische Fähigkeiten. Er war bei allen Auftritten dabei, ist Vollblutmusiker und feierte im November vergangenen Jahres seinen 85. Geburtstag. Bis vorkurzem nahm er auch noch an den anstrengenden Marschmusiken des Orchesters (bis 2017) teil

 

  1. Karsten Stephan aus Schönteichen (Hausdorf)

Einreicher: Diana Karbe – Vorsitzende des OSSV

Karsten Stephan ist langjähriges Mitglied (2008) und Jugendwart (2014). Die Kinder- und Jugendarbeit hat für hohen einen großen Stellenwert beim OSSV (z.Z. 170 Kinder und Jugendliche als Mitglied). „Mit viel Herzblut“ organisiert er für die Kleinen das Schwimmtraining, die Trainingslager und das Weihnachtsschwimmen. Er ist ein äußerst zuverlässiger Organisator, Unterstützer und Helfer bei dem vom Verein organisierten Wettkämpfen; beispielhaft als Sprecher beim Neujahrsschwimmen für Menschen mit geistiger Behinderung, beim Kindertriathlon im Bischheimer Freibad oder auch bei der Organisation der Beschilderung der Lauf- und Radstrecken beim Kamenzer Blütenlauf.

 

  1. Uwe Tschacher aus Kamenz

Einreicher: Horst Stoklas – Stellvertretend für das Team SV Lok Kamenz e.V.

Uwe Tschacher ist seit 1992 Mitglied des Vereins und seit 2016 Vorsitzender und zeichnet sich durch ein hohes Maß an Kameradschaft, Teamgeist und Engagement aus. Seit 19 Jahren wird das Turnier der „Eisernen Herren“ unter seiner Ägide vorbereitet und durchgeführt. Auch das Sommerturnier Ü-50 um den Pokal der Lessingstadt Kamenz wurde bereits zum 16. Mal unter seiner Regie organisiert. Seine besondere Aufmerksamkeit gilt dem Kinder- und Jugendsport. Neben dem Fußball hat er immer ein offenes Ohr für die Themen im Badminton und Tischtennis.

 

  1. Harry Tübel aus Kamenz

Einreicher: Frank Terks – Leiter der Geschäftsstelle des SV Einheit Kamenz i.A. des Präsidiums

Harry Tübel ist seit 70 Jahren mit dem Verein verbunden und war Spieler in der 2. als auch 1. Männermannschaft. Nach Ende seiner aktiven Fußballerlaufbahn fungierte er 20 Jahre als Trainer und Mannschaftsleiter der 2. Männermannschaft und nebenbei noch Schiedsrichter im Verein. 1990 übernahm er auch die Aufgabe als Übungsleiter der A-Junioren und leitete 20 Jahre auch das Team der „Alten Herren“ des Vereins.

12.02.2019 - 22.02.2019

08.02.2019: Übergabe des Sonderpreises „Mediavermarktung“

Kamenz punktete im Wettbewerb der Initiative „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“

Die Urkunde des Sonderpreises „Mediavermarktung“ überreicht zur Stadtratssitzung am 6. Februar 2019.

Im vergangenen Jahr reichte die Stadt Kamenz den maßgeblich durch das städtische Citymanagement initiierten Beitrag „Tanz in die Mitte“ beim Wettbewerb „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ ein. Dieser stand 2018 unter dem Motto „STADT GESTALTEN – STADT ERLEBEN". Zum wiederholten Mal gelang es, die Jury des Wettbewerbes von einem Kamenzer Projektvorhaben zu überzeugen, so dass die Kamenzer Delegation am 9. November 2018 in Leipzig die freudige Nachricht entgegennehmen konnte: Kamenz erhält den Sonderpreis für „Mediavermarktung“. Die Stadt war sehr erfreut, dass sie diesen – erstmalig von der Firma Ströer GmbH vergebenen – Preis, immerhin in Höhe von 25.000 EUR, erhielt.

Freude bei allen Akteuren (v.l.n.r.): Anne Hasselbach, Maria Garbe, David Tobias und OB Roland Dantz

In der Stadtratssitzung am 6. Februar 2019 wurde nun der Preis offiziell der Stadt Kamenz übergeben. In seinen Begrüßungsworten hob der Oberbürgermeister das Engagement des von der Stadtverwaltung beauftragte Citymanagement, in persona Anne Hasselbach, sowie der an der Ausarbeitung des Wettbewerbsbeitrages beteiligten Vereine – 1. Tanzclub der Lessingstadt Kamenz, Kamenz Can Dance e.V., der Stadtwerkstatt-Bürgerwiese e. V. und der Tanzverein ellaH e.V. – hervor. Der Termin der Umsetzung des Projekts, wobei mit der Fertigstellung des Tanzhauses des Vereins „Kamenz Can Dance“ am Bönischplatz bereits Fakten geschaffen worden sind, steht fest: Der „Tanz in die Mitte“ wird 11. Mai 2019 stattfinden. Wir dürfen also gespannt sein.  

Im Weiteren begrüßte der Oberbürgermeister David Tobias – Geschäftsführer der Geschäftsstelle Dresden/Bereich Ostsachsen des Handelsverbandes Sachsen –, der im Auftrag der Initiative „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ gemeinsam mit Maria Garbe – Niederlassungsleiterin für Mitteldeutschland bei der Ströer Deutsche Städte Medien GmbH – die feierliche Übergabe des Preises vornahm. Bevor dies geschah, stellte Anne Hasselbach noch einmal kurz das Projekt vor. In seiner an die Vorstellung anschließenden kurzen Rede zur Übergabe betonte David Tobias, dass es Kamenz „drauf habe.“ „Das beweist“, so David Tobias, „Ihre Stadt wieder und wieder. Mit ungewöhnlichen Ideen, viel Engagement, Herzblut und dem Antrieb, die Stadt voranzubringen, …“ Er betonte, dass die Belebung der Innenstadt eine Aufgabe vieler Akteure sei, von den Händlern, Gastronomen, Gewerbevereinen über engagierte Vereine bis hin zur Verwaltung, dem Bürgermeister und dem Stadtrat. Nur gemeinsam ist das zu schaffen, was die Stadt ja auch bei diesem Projekt beweise. Gerade Ideen, aber auch deren praktische Umsetzbarkeit seien Garanten, damit Kamenz jedes Jahr schöner und lebenswerter wird. Mit den Worten „Kamenz bietet viel…“ und dem herzlichen Glückwunsch übergab er dann den Preis in die Hände des Oberbürgermeisters und der Citymanagerin Anne Hasselbach.

Wirtschaftsförderin Anne Uhlemann zeigt den Stadträten und Besuchern der Stadtratssitzung erste Bildentwürfe

Abgerundet wurde diese kleine Übergabeveranstaltung durch die Vorstellung der Firma Ströer und durch eine Präsentation seitens der Wirtschaftsförderin Anne Uhlemann zu ersten Umsetzungsüberlegung des Medienpreises, die in einem übergreifenden Arbeitskreis der Verwaltung, einschließlich des Citymanagement, erarbeitet wurden.

08.02.2019 - 20.02.2019

08.02.2019: 52. Kamenzer Lessingtage - Ein kleiner Rückblick der letzten Woche

Konzert für Violine und Gitarre - Ein Hörgenuss im Kamenzer Ratssaal

Dr. Kolja Lessing ist schon ein „alter“ Bekannter, der auch in den vergangenen Jahren schon zu Gast in Kamenz war und der mit seinen musikalischen Darbietungen auf der Violine zu begeistern wusste. Nun weilte er im Rahmen der diesjährigen Lessing-Tage erneut in Kamenz. Entsprechend hoch waren die Erwartungen und – um es vorweg zu nehmen – sie wurden nicht enttäuscht. Als musikalische Unterstützung – und das ist sehr untertrieben gesagt, letztendlich musizierten zwei gleichberechtigte Künstler miteinander – hatte sich Dr. Kolja Lessing Johannes Monno mit dazu geholt. Während zu Dr. Kolja Lessing, ob seiner Bekanntheit nicht mehr viel zu sagen ist, sei für Johannes Monno angemerkt, dass er als Virtuose auf der Gitarre gilt und Kritiker ihm eine enorme Intensität und Farbigkeit seiner Interpretationen sowie stilistische Souveränität bescheinigen. Beide Künstler führten in die dargebotenen Werke fachkundig ein und griffen dabei nicht auf eine elektronische Verstärkung per Mikrofon zurück, was der fast schon intimen Atmosphäre eines „Hauskonzertes“, denn man saß eng – und hätte noch enger vor den Musikern sitzen können –, zugutekam.

Ein hervorragendes Konzert: Johannes Monno (li.) und Dr. Kolja Lessing (re.) betören ihr Publikum

Die vierzig Zuhörer, ja es wäre schön gewesen, wenn noch mehr den Weg ins Rathaus gefunden hätten, hatten an diesem Abend die richtige Entscheidung getroffen und erlebten im Ratssaal ein furioses Konzert. Vielleicht sei aber auch an einen in einem anderen Zusammenhang geäußerten Ausspruch von Bernd Scherer erinnert, der sinnverwandelt aber auch zutrifft: „Das Publikum nicht zählen, sondern in die Aufführung einbeziehen.“

Dabei waren es nicht nur die mehr harmonierenden Stücke von Carl Philipp Emanuel Bach und Niccolò Paganini aus der Lessingzeit bzw. der Nachzeit, sondern auch die mehr modernen Musikwerke von Ignace Strasfogel, einem polnischen Komponisten und Dirigenten sowie Schüler des von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamierten Künstlers Franz Schreker, und von Krzysztof Meyer die ihren eigenwilligen Reiz entfalteten. Leider und richtigerweise fehlen einem die Worte, diese Musik zu beschreiben, man muss sie einfach gehört haben. Die z.T. stehenden Ovationen am Schluss des Konzertes bestätigten dies nachdrücklich.

Anmerkung am Rande: Vielleicht wäre ein kleinerer Raum – bezogen auf die zu erwartenden Zuhörer – geeigneter gewesen, aber es war der ausdrückliche Wunsch von Dr. Kolja Lessing im Ratssaal des Kamenzer Rathauses zu musizieren, weil er dessen musikalisch-akustische Atmosphäre schätzt.

Am Dienstagabend (29. Januar) stellte Professor Friedrich Vollhardt aus München seinen Band „Gotthold Ephraim Lessing. Epoche und Werk“ dem Kamenzer Publikum vor.

Lessings Werke auf neuestem Forschungsstand betrachtet

Dieser Band, so die Ankündigung, bietet eine aktuelle Gesamtdarstellung von Lessings Werk, die eine Bestandsaufnahme der Forschung liefert, neue Akzente setzt und ein Bild der Epoche zeichnet. Angeregt wurden Professor Vollhardt zu dieser fast neun Jahre währenden Arbeit an diesem Band durch den deutschen Literaturwissenschaftler und bedeutenden Lessing-Experten Wilfried Barner, der gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern das als Standardwerk geltende Arbeitsbuch zu Lessing „Lessing: Epoche – Werk – Wirkung“ herausgab, welches bisher in sechs Auflagen erschienen ist. Aufgrund seines Studiums der Literatur, Philosophie und Theologie, letztere sieht Professor Vollhardt als unabdingbar, um sich Lessings Werken und deren Verständnis in seiner Zeit überhaupt nähern zu

können, habe er sich dieser Aufgabe gestellt, die aber nicht auf eine Konkurrenz zu den sehr umfänglichen biografischen Darstellungen von Erich Schmidt oder Hugh Barr Nisbet abzielte.

Der Autor konzentrierte sich an diesem Abend zunächst auf die Kindheit und Jugendzeit Lessings und hob dabei besonders das intellektuelle familiäre Umfeld, neben dem Vater, insbesondere die Großväter väterlicher- und mütterlicherseits – Theophilus Lessing und Gottfried Feller – hervor. Im Weiteren ging er auf das frühe Lessing-Stück “Die Juden“ ein, das mitunter zu sehr im Schatten des „Nathan“ gesehen wird. All dies kann man in Buch „Gotthold Ephraim Lessing. Epoche und Werk“ detaillierter nachgelesen werden. Wer sich also mit Lessings Werken auf dem neuesten

Forschungsstand beschäftigen möchte, dem sei dieses profunde Buch von Friedrich Vollhardt sehr empfohlen.

Eine empfehlenswerte Kunstausstellung für „Liebhaber von Gold“

Ebenfalls im Rahmen der Lessing-Tage, aber einen Tag später wurde in der Galerie im Sakralmuseum die Ausstellung „Denkbilder – Glaubensbilder“ des Dresdner Künstlers Reiner Tischendorf eröffnet.

Es ist eine sehenswerte Schau, die kuratiert von Dr. Sören Fischer, nicht nur Werke im Galerieraum präsentiert, sondern auch den Raum der Klosterkirche St. Annen mit einbezieht. Da Reiner Tischendorf viel mit Vergoldungen arbeitet, gehen die Arbeiten von ihm im Kirchenraum – und gerade hier – ein reizvolles Wechselspiel mit den vergoldeten Schnitzaltären ein.

Die Ausstellung mit den z.T. auch sehr hintergründigen Werken ist noch bis zum 26. März 2019 zu sehen.

 

Der Klassiker „Nathan der Weise“

Sicher ein Höhepunkt der Lessing-Tage, neben der Preisverleihung selbst, war die Aufführung von „Nathan der Weise“ im Stadttheater am 2. Februar. Dem Lessing-Museum war es gelungen, das a.gon Theater München für ein Gastspiel mit dem wohl bekanntesten Lessing-Stück zu gewinnen. Und das Kamenzer Publikum honorierte es, denn der Saal war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Zu sehen war eine über zweistündige Nathan-Aufführung, die unnötige Längen durch geschickte Kürzungen im Text vermied und das Geschehen relativ „zügig“, gemäß des Regisseurs Stefan Zimmermann „Nathan „spannend, mit innerem Tempo, treibend, fordernd“ zu inszenieren, darbot. Darauf musste man sich als Zuschauer einstellen. Wenn dies gelang, konnte man ein kurzweilige und trotzdem nicht an der Botschaft Lessings vorbeigehende Inszenierung erleben. Die Inszenierung verzichtete auf dramaturgische Experimente und blieb – trotz vorgenommener Kürzungen und Zusammenlegung von Szenen oder deren Umstellungen –inhaltlich sehr textnah, auch wurden überzogene Gegenwartsbezüge vermieden, bis auf die Bekleidung z.B. des Nathans als Geschäftsmann und des Tempelherrn im Khaki-Military-Look oder der Wachmann mit Maschinenpistole, die behutsam auf die heutige Aktualität des lessingschen Stückes verwiesen. 

Wichtig war dem Regisseur, dass er über Töne und Klänge die Stadt Jerusalem atmosphärisch ins Stück holt. Während die Ringparabel relativ unprätentiös vorgetragen wurde, sich dem unpathetischen Gestus der Inszenierung anpassend, war die sogenannte Darun-Szene, in der Nathan dem Klosterbruder schildert, welches Schicksal seiner Frau und seinen sieben Söhnen widerfahren ist, die vor christlichen Soldaten in das Haus von Nathans Bruder geflüchtet waren und dort von eben diesen verbrannt wurden, vielleicht der Höhepunkt des Stückes. Hier kann man, dank Peter Kremer – dem Nathan-Darsteller – überzeugend und menschlich berührend das grauenhafte Los des liebenden Ehemanns und Vaters seiner Kindern nachvollziehen. Und trotz dieses Schicksalsschlages übernimmt er nach einer Phase der Verzweiflung, des Wütens und des Hasses die Verantwortung für das ihm übergebene Christenkind Recha. Er selbst besteht die „Probe“, durch seine menschliche Reife und dank eines Glaubens, der eben nicht auf „Kleidung, (…) Speis' und Trank“ setzt, also auf äußerliche Attribute, sondern auf ein mitmenschliches Wirken: Tun statt Status. Denn, so lauten die berühmten Worte aus der Ringparabel: „Die Kraft des Steins in seinem Ring' an Tag Zu legen! komme dieser Kraft mit Sanftmut, Mit herzlicher Verträglichkeit, mit Wohltun, Mit innigster Ergebenheit in Gott Zu Hilf‘“  Die Ringparabel ist also für ihn nicht nur eine ideale Setzung, sondern eine aus eigenen Erfahrung heraus gelebte menschliche Haltung und Glaubenshaltung, die letztendlich nicht nur mit „Gewinn“ verbunden ist. Nathan bringt es zwar am Ende die Freundschaft von Saladin ein, aber als Pflegevater verliert er seine geliebte Tochter, bleibt – bei dieser Inszenierung – auf der Bühne allein zurück und von der sich anbahnenden Menschengemeinschaft ausgeschlossen.

Das Schauspielerensemble vom a.gon Theater freut sich über die große Resonanz.

Obwohl Kamenz schon viele Nathan-Inszenierungen gesehen hat, immerhin sind es ja schon die 52. Kamenzer Lessing-Tage, war dies eine Inszenierung, die auch in Erinnerung bleiben wird, dank auch des eindrucksvollen Nathan-Darstellers Peter Kremer. Das selbstgestellte Ziel des a.gon-Theaters, „dass Zuschauer auch in kleineren Orten qualitativ hochwertige Theaterproduktionen erleben können“ wurde erreicht, was auch der langanhaltende Applaus des Publikums zeigte.

08.02.2019 - 19.02.2019

06.02.2019: Kommunalwahl 2019

Gut besuchte Info-Veranstaltung zur Vorbereitung der Kommunalwahlen

Fast 40 interessierte Kamenzerinnen und Kamenz nahmen am 5. Februar 2019 die Möglichkeit wahr, sich auf der von der Stadtverwaltung organisierten Info-Veranstaltung über die zu beachtenden Dinge hinsichtlich der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 zu informieren.   

Dabei ging es neben allgemeinen Fragen, insbesondere auch darum, was z.B. bei der Kandidatenaufstellung zu beachten ist, welche Unterlagen einzureichen und auch welche Fristen zwingend zu beachten sind. Wichtig für alle Wahlbewerber, ob für Ortschafts- oder Stadtratswahl: Die Unterlagen der Bewerber müssen bis spätestens zum 21. März 2019, 18:00 Uhr in der Stadtverwaltung bei der Vorsitzenden des Gemeindewahlausschusses, Frau Dr. Koch, eingehen. Besser ist es natürlich die Unterlagen werden zu einem frühzeitigeren Zeitpunkt eingereicht, so dass genügend Zeit verbleibt, um gegebenenfalls unklare Dinge in Ruhe zu klären. Hier kann in die in der Info-Veranstaltung verwendetete Präsentation "Kommunalwahl am 26.5.2019 - Informationen für Wahlbewerber" Einblick genommen werden. Die Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses ist unter Telefonnummer 03578 120 oder per E-Mail antje.koch@stadt.kamenz.de erreichbar.

Unter diesem Link https://www.kamenz.de/wahlen.html in der Rubrik "Kommunallwahlen 2019" können die entsprechenden Unterlagen für die Wahlbewerber heruntergeladen werden.

Die Mitarbeit im Stadtrat und in den Ortschaftsräten ist wichtig. Natürlich gibt es noch andere wichtige Bereiche, um ein Zusammenleben vor Ort zu gestalten. Das Ehrenamt eines Stadtrates bzw. Ortschaftsrates gehört zu den Säulen der Kommunalpolitik vor Ort und bietet die größten Entscheidungsmöglichkeiten, was in der Kommunalpolitik geschieht. Mit diesen Wahlämtern verbunden ist eine große Verantwortung – zum einen gegenüber den Menschen, die einen gewählt haben und zum andern für die Entscheidungen, die man als Stadtrat, aber auch Ortschaftsrat zu fällen und zu vertreten hat.

Wahlhelfer gesucht

Wie zu jeder Wahl werden auch wieder Wahlhelfer gesucht, die durch ihre Mitarbeit in den Wahlvorständen dafür sorgen, dass die Wahlen am Wahltag ordnungsgemäß durchgeführt werden können. Interessenten melden sich bitte beim Sachgebietsleiter Achim Hoyer, der unter Telefonnummer 03578 150 oder per E-Mail joachim.hoyer@stadt.kamenz.de zu erreichen ist. Wir freuen uns über jeden, der uns auch in diesem Jahr bei den anstehenden Wahlen unterstützt.

06.02.2019 - 19.02.2019

31.01.2019: Lessing-Preisverleihung am 19. Januar in Kamenz

Lessing-Preisträger und Staatsministerin trugen sich ins Goldene Buch ein

Wie immer zur Preisverleihung war der Ratssaal mit Lessing- und Literaturfreunden gefüllt, die mit Spannung den Reden der Laudatoren und Lessing-Preisempfängern entgegensahen. Und sie sollten nicht enttäuscht werden, waren doch wieder die unterschiedlichsten Herangehensweisen sowohl der Laudatoren als auch der Lessing-Preisträger selbst sowie der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, zu erleben.

Bei der Eintragung ins „Goldene Buch“: Im Vordergrund Lessing-Preisträger Marcel Beyer; stehend (v.l.n.r.) Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange, die Förderpreisträgerinnen Anja Kampmann und Bettina Wilpert sowie Oberbürgermeister Roland Dantz.

Vor Beginn hatten sich der Lessing-Preisträger Marcel Beyer, die Förderpreisträgerinnen Anja Kampmann und Bettina Wilpert sowie die Staatsministerin bei einem kleinen Empfang des Oberbürgermeisters ins „Goldene Buch der Stadt Kamenz“ eingetragen.

In seiner Begrüßung anlässlich der Lessing-Preisverleihung führte Oberbürgermeister Dantz aus, dass heute die 14. Verleihung des Lessing-Preises des Freistaates in Kamenz stattfindet, worauf man sehr stolz ist, sowie auf 52. Lessing-Tage in Kamenz zurückgeblickt werden kann. In seiner kurzen Ansprache erwähnte der Oberbürgermeister, dass es gelungen sei, die über fast 100jährige Schultradition am Standort Henselstraße – Lessingschule – im historischen Schulgebäude mit dann einem modernen Anbau zu erhalten. Dazu haben viele beigetragen, nicht zuletzt der Freistaat. Kamenz wächst zum einen wirtschaftlich, was die erreichten 1000 und anvisierte 1500 Arbeitsplätze bei der Accumotive zeigen. Zum anderen wird auch der Strukturwandel in der Lausitz, der durch den geplanten Ausstieg aus der Braunkohle weiter forciert wird, seine Wirkungen zeigen, wenn er nicht entsprechend abgefedert wird. Mit diesen Anmerkungen rückte der Oberbürgermeister die Lessing-Preisverleihung in aktuelle städtische und regionale Entwicklungen. Insgesamt freue er sich, auch während der Kamenzer Lessing-Tage wieder andere Perspektiven kennen zu lernen, über die es sich lohnt, ins Gespräch zu kommen und zu debattieren. Eine Art des Umgangs, dessen es nicht nur bei literarischen Gegenständen und Debatten bedarf, sondern auch in anderen Kontexten, wie man anmerken möchte.

Foto: Carsta Off

Gleich zu Beginn ihres Redebeitrages betonte Dr. Eva-Maria Stange, dass sie als Staatsministerin gern in Kamenz geweilt habe und auch gern die Grüße des Ministerpräsidenten überbringt. Damit verbunden war die Neuigkeit, dass sowohl der Lessing-Preis als auch die Förderpreise ab sofort erheblich höher dotiert sind. Mit der Verleihung des Lessing-Preises kommt jetzt dem Empfänger ein Betrag von 20.000 EUR zugute, bei den Förderpreisen sind es jeweils 7.500 EUR. Dabei gehe es nicht nur ums Materielle für die Künstler, sondern auch um die Wertschätzung und Bedeutsamkeit von Kultur, Kunst und Literatur an sich. Gerade hier sei ein Bereich, der sich nicht den Vorgaben von Staat und Ökonomie anpassen oder beugen dürfe. Kultur, Kunst und Literatur müssen auf ihren ästhetischen Eigenarten beharren. Sie dürfen, führte die Staatsministerin aus, nicht Propaganda sein, sondern müssen den „eigenen Ton“ treffen. Es geht um Authentizität, auch wenn menschliche, gesellschaftliche Belange oder auch Tabus künstlerisch behandelt oder verhandelt werden. Da kann es und muss es vielleicht auch wehtun, aber zugleich gefallen. Auch unter dieser Hinsicht habe das Kuratorium eine sachkundige Entscheidung zu den diesjährigen Preisträgern getroffen, wofür ihm zu danken sei.

Nach dem Verklingen von Beethovens 1. Satz „Allegro vivace e con brio“ hielt Helmut Böttinger die Laudation auf Anja Kampmann. 1983 in Hamburg geboren, studierte sie an der Universität Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie veröffentlichte literarische Beiträge und wurde u.a. 2013 mit dem MDR-Literaturpreis ausgezeichnet. Sie lebt in Leipzig. Beim Hanser-Verlag erschienen ihr Gedichtband „Proben von Stein und Licht“ sowie 2018 ihr Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“. Der Laudator lobte das Debütwerk, welches nicht nur ein Roman sei, sondern ein großes Gedicht – hautnah und plastisch geschrieben. Es komme dabei weniger auf „eine nacherzählbare Handlung an, sondern auf die Atmosphäre und die Worte“, mit denen die Identitätsfindung der vom Alter her gesetzten Hauptfigur Waclaw, die auf einer Bohrinsel arbeitet und durch einen Schicksalsschlag gezwungen ist, über sein Leben zu reflektieren, beschrieben wird. Gerade die „Atmosphäre und die Worte“ führen „zu einer Entgrenzung, die nicht nur in der Literatur gerade heute befreiend wirkt.“

In ihren Dankensworten gab Anja Kampmann an, dass sie über Hannah Arendt, eine jüdisch-deutsch-amerikanische politische Theoretikerin und Publizistin, Lessing kennengelernt habe. Sie bezog sich dabei besonders auf deren Rede 1959 bei der Entgegennahme des Lessing-Preises der Freien und Hansestadt Hamburg und der dortigen Hervorhebung des Selbstdenkens. Lessing sei nicht nur ein Intellektueller, sondern ein Autor mit Mut und Herz beim Schreiben gewesen. Sie beendete ihren Dank mit einem Zitat von Hannah Arendt und einen Selbstappell: „,Warum ist es so schwer die Welt zu lieben? Vielleicht im Erzählen, wo Schönheit und Abgründigkeit so nahe beieinander liegen, ist der Ort für ein solches Fragen. Warum ist es manchmal so schwer die Welt zu lieben? Und wie viele Antworten hätten wir, von welchen Erfahrungen lässt sich da sprechen, aus welchen Blickwinkeln?‘ Also erzählen wir. Weiter.“

Für die Förderpreisträgerin Bettina Wilpert hielt Professor Dr. Daniel Fulda die Laudatio. Bettina Wilpert, Jahrgang 1989, Studium der Kulturwissenschaft, Anglistik und des Literarischen Schreibens in Ostdeutschland machte mit ihrem Buch „nichts, was uns passiert“, ebenfalls ein Debütroman, auf sich aufmerksam, zusätzlich „befeuert“ durch die #MeToo-Debatte. In diesem Roman schildert die junge Autorin die unverbindlichen Lebensentwürfe ihrer beiden Hauptprotagonisten Jonas und Anna, die durch den Vorwurf einer möglicherweise stattgefundenen Vergewaltigung von Jonas an Anna in die Krise geraten.  Ob im Leben, in der Liebe oder im Beruf – es dominiert „Unverbindlichkeit“ als Lebenseinstellung mit einem Offenhalten aller Optionen. Dem korrespondiert eine Erzählweise aus der Sicht des jeweiligen literarischen Akteurs mit „unterschiedlichen und nicht selten gegensätzlichen Blickwinkeln, und niemand erklärt, wer Recht hat.“ Damit ist der Leser oder die Leserin radikal gefordert, den Versuch zu unternehmen, Eindeutigkeit für sich zu gewinnen – ein Versuch, der vielleicht auch zum Scheitern verurteilt ist, obwohl Bettina Wilpert hier und da Spuren „legt“, die einer Vereindeutigung der Situation dienen könnten, ohne aber dem Leser ein bestimmtes Situationsbild zu liefern. Die Verfasstheit des Romans selbst, so der Laudator, ist also ein Sinnbild für eine „plural perspektivierte Welt“ und den damit verbundenen Schwierigkeiten.

Bettina Wilpert dankte in ihrer kurzen Rede besonders ihrem Verlag, aber auch der Familie und den Freunden, die sie auf diesem Weg begleitet und getragen haben. Sie lebe seit fünf Jahren in Leipzig, es gefällt ihr hier und sie würde gern als Lehrerin für Deutsch und Englisch hier arbeiten. Noch einmal an die Worte der Staatsministerin anknüpfend, freute sie sich über das Statement der Ministerin hinsichtlich der Unabhängigkeit von Literatur und Kunst. Damit sei auch der Förderpreis und dessen finanzieller Aufwertung eine Möglichkeit, als freie Schriftstellerin unabhängig zu schreiben. Politisch gesehen und in Bezug auf ihr Studium und ihre Lehramtszeit sehe sie ein von der AfD bestimmten Lehrplan als äußert problematisch an, ja es wäre ein Grund für sie zu gehen. Eine Position, die vielleicht nicht von jedem im Saal geteilt wurde, der vielleicht dachte, man müsse Widersprüche und Konfliktlagen thematisieren, aber auch aushalten. Der Schlusssatz von Bettina Wilpert: „Freiheit ist keine Metapher.“

Olaf Nicolai, promovierter Germanist, Konzeptkünstler und seit 2011 Professor für Bildhauerei und Grundlagen des dreidimensionalen Gestaltens an der Akademie der Bildenden Künste München, hielt die Laudatio auf Marcel Beyer. Sie folgte keinem inhaltlichen-äußeren Ablauf, sondern bestand mehr aus Gedankensplittern und Zitaten, die das Werk Marcel Beyers umspielten bzw. dessen Preis- und Kunstwürdigkeit zu ergründen oder besser zu begründen versuchten. Dies wich von herkömmlichen Laudationes eher ab und war in ihrem sprunghaft-reflexiven Stil eine große Herausforderung an die Zuhörer. Zusammenfassend könnte man sagen, dass es um die Kunstfertigkeit oder – um mit der Staatsministerin zu sprechen –, um den „besonderen Ton“ ging, den ein Kunstwerk oder ein literarisches Gebilde aufweisen muss, wenn es als solches bezeichnet werden kann und was Olaf Nicolai bei Marcel Beyer in mehrfacher Hinsicht erfüllt sieht. Dabei macht Olaf Nicolai auch auf die Erfahrungen von Marcel Beyer auf dem Gebiet der Musik aufmerksam; dieses musikalische Erfahrungswissen bestimme auch Marcel Beyers poetisches Schaffen. Im Übrigen sieht Olaf Nicolai im Lessing-Preisträger weniger den Romanautor, den Essayisten oder den Lyriker, sondern für ihn ist er ein Poet, der mit dem besonderen Material „Sprache“ virtuos umzugehen weiß. Er bescheinigt seinen Texten Musikalität, die er aber nicht vereinfacht dem Poeten zuordnet, sondern gerade auch in der Beherrschung der literarischen Techniken begründet sieht. Es ist nicht gefühliges Herausfließen von Sprache, sondern u.a. die souveräne Beherrschung der Techniken, die grundlegend für das Werk von Marcel Beyer ist. Dabei gibt Beyer keinen Gegensatz von Wissen und Poesie oder ein Poesieschaffen, dass dem Wissen etwas hinzuzufügen hat, vielmehr thematisiere Marcel Beyer einen Poesie“begriff“, in dem es darum geht, „über das Maß der eigenen Vorstellungskraft hinauszugehen.“ In diesem Zusammenhang sowie seiner Laudatio abschließend zitierte – mit Blick auf den Poeten Marcel Beyer –den österreichischen Wortkünstler H. C. Artmann aus seiner „Acht-Punkte-Proklamation des poetischen Actes“: „Es gibt einen Satz, der unangreifbar ist, nämlich der, dass man Dichter sein kann, ohne auch irgendjemals ein Wort geschrieben oder gesprochen zu haben. Vorbedingung ist aber der mehr oder minder gefühlte Wunsch, poetisch handeln zu wollen.“

Höhepunkt des Abends war zweifellos die Dankrede von Marcel Beyer, in der die Zuhörer hörbar den Umgang von Marcel Beyer mit der Sprache, auch die ihm bescheinigte Musikalität oder den Klang der Worte erleben konnten. Sie war ruhig vorgetragen ein Hörgenuss. Zunächst bemerkte Marcel Beyer, dass er es nicht geglaubt hätte, dass er nach der Verleihung des Förderpreises (1999) aus dem heutigen Anlass noch einmal in Kamenz weilen würde. Und es ist ja auch ein Novum, dass ein Förderpreisträger Jahre später den Lessing-Preis des Freistaates erhält. In seiner Dankesrede nahm er einen Besuch des Osterreitens in der Oberlausitz als Anlass, um aktuelle Fragen der Integration vor dem Hintergrund Ostdeutschlands zu verhandeln und um das Verhältnis Fremde und Einheimische sowie deren Reaktionen aufeinander zu thematisieren. Ausgangspunkt ist dabei ein scheinbar zufällig gehörter Satz beim Osterreiten, der da lautete: „Aber wenigstens ist hier der Ausländeranteil ja relativ gering.“ Er ist dann die Grundlage, um ein düsteres Bild, ein zu düsteres Bild von der Oberlausitz zu malen, sicher in der guten Absicht, auf aktuelle Vorgänge aufmerksam zu machen, die ja zweifellos stattfinden. Denn über die Verschränkung der zwei Kulturen, die der Deutschen und die der Sorben, ohne die es nach Beyer auch den lessingschen Toleranzbergriff nicht geben könnte, mit der der eigenen Familiengeschichte des Preisträgers, die Mitte des 19. Jahrhunderts in Biehla und Deutschbaselitz begann, sowie dem Unglück, was Nathan widerfahren ist, charakterisiert er die Oberlausitz bzw. Sachsen: „Zu viel dunkles Erbe aus den zurückliegenden Jahrzehnten, dunkles Erbe aus dem langen zwanzigsten Jahrhundert. Zu viele Erinnerungen daran, wie man einander belauert hat, wie man zu Misstrauen erzogen wurde oder sich angesichts eigener Erfahrungen selbst zu Misstrauen erzogen hat. Zu viel Feigheit mit Blick auf das eigene Fortkommen, zu viel Feigheit mit Blick auf das eigene Überleben. Dort draußen sprichst du so, zu Hause sprichst du so. Und lass dich nicht erwischen. Lass dir nicht beim Denken zuhören. Hör nicht mehr zu. Denk immer daran: dein Mitmensch könnte dein Gegner sein.“ Um dann mit der in Fragen formulierten Mutmaßung fortzufahren: „Noch weniger weiß ich, ob sie nicht auch von Vorahnungen getrieben waren, von dunklen Vorahnungen im Blick auf ihre Entfaltungsmöglichkeiten, auf die Möglichkeiten, der räumlichen Enge eine geistige Weite entgegenzusetzen, als sie Deutschbaselitz in der Oberlausitz und Voigtsberg im Vogtland und Großolbersdorf und Zschopenthal im Erzgebirge, Possendorf, Chemnitz und Dresden den Rücken kehrten.“ Dies gipfelt dann in der Frage, ob Lessing heute, wenn er aus der Fremde zurückkehren würde, ein Fremder in diesem Landstrich wäre. Marcel Beyer: „… würde man ihn auf der Straße schneiden, würde man vor seinen Gästen aus der Fremde ausspucken, würde man ihm, wenn unter seinen engsten Freunden Sorben wären, einen Davidstern auf die Haustür schmieren? Würde man auf sein Wohnhaus schießen, ihm das Theater anzünden? Ich weiß es nicht. Doch es gibt mir einen Stich im Herzen, wenn ich mir solche Fragen stelle, hier, wo meine fernen, fernen Vorfahren gelebt haben, in einer Gegend, die mir auf fremde Weise nah ist.“           

Man kann sicherlich, ob solch einer Charakterisierung schockiert sein und ihr in dieser Zuspitzung nicht folgen. Man kann aber auch, die ohne Zweifel ehrenvolle Absicht des Warnens als Impuls aufnehmen, sich Absichten entgegenzustemmen, die Verhältnisse wollen, die genau das Gegenteil von Weltoffenheit sind – und damit ist beileibe nicht das Beharren auf oder Bewahren von Regionalität gemeint. Marcel Beyer ist ein würdiger Lessing-Preisträger, der ein Angebot zur Diskussion gemacht hat, über das sich – ganz im lessingschen Sinne – trefflich streiten lässt.

Der würdige musikalische Rahmen für die Preisverleihung wurde von den drei Schülern des Landesgymnasiums für Musik in Dresden – Nikolaus Branny (Klavier), Charlotte Herold (Violine) und Franziska Griese (Violoncello) mit Stücken von Ludwig van Beethoven und Antonín Dvořák gestaltet.

Th. Käppler

31.01.2019 - 11.02.2019

 

31.01.2019: 27. Januar 2019 - Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

27. Januar 2019 - Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Kamenzer trafen sich am Mahn- und Ehrenmal am Robert-Koch-Platz

 

Es mag nach Routine klingen, nach "Alle Jahre wieder", aber so ist es nicht: Zu nicht gerade schönem Wetter hatten sich Sonntagvormittag über 70 Kamenzerinnen und Kamenzer am Mahn- und Ehrenmal am Robert-Koch-Platz versammelt, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken.

Manche werden vielleicht fragen, ob das denn noch sein muss. Kann man nicht die Vergangenheit ruhen lassen? Andere Nationen haben doch auch sehr schwarze Flecken auf ihrer Geschichtsweste. Das ist sicherlich richtig. Aber entlassen die Verfehlungen und Verbrechen, die in anderen Ländern und durch andere Länder begangen wurden, uns aus unserer Verantwortung? Und damit ist nicht eine wie auch immer geartete heutige Kollektivschuld gemeint. Vielmehr bestimmte – neben der Trauer und dem Gedenken an die Opfer – mehr oder weniger der Blick aus der Gegenwart heraus, den Inhalt der gehaltenen Reden.

 

Nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister legten die Anwesenden, verbunden mit einer Schweigeminute, Blumen, Gebinde sowie Kränze an den drei Säulen nieder.

Danach ergriff Roland Dantz das Wort. Er zog den inhaltlichen Faden von Roger Monty, einem von Dezember 1944 bis Februar 1945 in Kamenz internierten Franzosen, der 2002 in Kamenz weilte und der auch ein Buch ("Ein so tiefe Nacht") über sein Martyrium in Deutschland - nicht nur in Kamenz - schrieb, aus dem der Oberbürgermeister zitierte. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch, dass die Stadt Kamenz gern der Anregung von Dr. Hermann Drumm – er hatte die Kontakte zu Roger Monty aufgebaut – nachgekommen sei und eine Übersetzung des Buches ins Deutsche veranlasst hat. Es liegt jetzt in einer Lesefassung vor. Dann schlug er den Bogen zur Rede des Lessing-Preisträgers Marcel Beyer anlässlich der Verleihung des gleichnamigen Preises, der die Bemerkung "Aber wenigstens ist hier der Ausländeranteil ja relativ gering." eines Besuchers des alljährlichen Osterreitens zum Anlass nahm, ein in Fragen gekleidetes, sehr düsteres Bild der Oberlausitz zu zeichnen, in der dem Aufklärer Lessing heute womöglich ein dunkles Schicksal drohen würde.

Er endete – gerade mit Blick auf heutige Auseinandersetzung – mit den Worten, dass wir seien gut beraten, „immer wieder die Frage zu stellen: Was denkt der Andere? Muss der Andere denken genauso wie wir oder wie ich? Und macht es nicht Sinn in der Hinsicht immer wieder einen Schritt aufeinander zuzugehen? Das Diffamieren Andersdenkender, unabhängig davon, ob uns deren Meinungen passen, – und das sehe ich auch am Tage des 27. Januars 2018, respektive zum 27. Januar 1945 – führt letztendlich nur in eine Sackgasse." Man dürfe nicht der Versuchung erliegen, Abneigung mit Abneigung zu begegnen und Hass mit Hass zu beantworten, denn dann würden sich Abneigung und Hass lediglich potenzieren.

 

Im Folgenden führte die Beigeordnete Birgit Weber, die als Vertreterin des Landkreises an der Veranstaltung teilnahm und die sich dafür ausdrücklich bei der Stadt Kamenz bedankte, aus, dass man nicht vergessen darf, was damals in den Jahren 1933 bis 1945 geschehen ist.

Und dabei gehe es nicht nur um bloßes Mitgefühl. Die Generation der Großeltern habe Schuld auf sich geladen, denn man hätte sehen können, was vor sich ging. Und umso mehr geht es heute darum Holocaustleugnern und Geschichtsrevisionisten entgegenzutreten. Denn – mit Blick auf die Gegenwart –, dass „Europa noch einmal eine solch dunkle, entmenschlichte Zeit erleben muss, wie die, die vor 74 Jahren endete, das können wir nur mit einer starken Demokratie verhindern – und, indem wir nicht vergessen.“

 

Dr. Dieter Rostowski sprach für der Initiative „Zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz“ sowie des Vereins „Gedenkstätte KZ-Außenlager Kamenz-Herrental“ e.V.

Er erinnert noch einmal an die Opfer der damaligen Sowjetunion, die 28 Millionen Tote zu beklagen hatte, um dann die gegenwärtige Lage Russlands zu bedenken: „Und wenn die NATO bis in die Gegenwart hinein auf ihrem alten Denken der Konfrontation beharrt, dann könnte es Deutschland als NATO-Staat in einer Konfrontation mit Russland niemals gutgehen.“ Seine Rede endet mit der Schilderung einer Fahrt mit Schülern nach Polen, wo diese u.a. das KZ Auschwitz und das Vernichtungslager Birkenau besuchten und Antworten auf die Frage, wie konnte das geschehen haben wollten. Diese Fragen einer Generation, die sich über 75 Jahre eines friedlichen Lebens in Europa erfreuen durfte, müssen schon in Hinsicht auf ein friedliches Zusammenleben immer wieder ernst genommen und beantwortet werden.

 

Für die Kamenzer Kirchen sprach Pastor i.R. Wilfried Krause. Ausgehend vom Spruch des Propheten Jesaja „Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker“ stellte er Fragen: „Wie und wo zeigt sich die Finsternis heute?“, „Was macht die Lage so ernst?“ und „Was bedeutet das praktisch?“.

Er zählte Beispiele der Finsternis auf, wie die Angst vor dem Klimawechsel, vor riesigen Flüchtlingsbewegungen, die Angst vor dem Zerfall der EU. Er beschwor den Ernst der Lage, in dem er die Globalisierung als Betätigungsfeld von „egoistischen Machtmenschen“ sieht, die „[z]uerst ich, zuerst wir“ denken. „Beachtlich viele“, so Pastor Krause, „setzen auf die nationalistische Karte. Es werde wieder Gedankengut gesellschaftsfähig, von dem man der Meinung war, dass es der Vergangenheit angehören würde. Aus seinem religiösen Verständnis heraus – was ihm aber nicht die kritische Sicht auf die Verfehlungen der Kirchen verstellt –, sei der mit Namen Jesus verbundene Glauben ein Weg aus der Finsternis, da er auf Begriffen der Liebe, der Gerechtigkeit, der Barmherzigkeit und des Friedens aufbaue. 

 

Einen ganz anderen, aber wiederum ähnlichen Akzent setzte Holger Scheffler von den Zeugen Jehovas. Anhand des konkreten Schicksals von Max Liebster, einem jüdischen Mitbürger, der 1939 von der Gestapo verhaftet wurde und bis Mai 1945 eine Odyssee durch verschiedene Konzentrationslager durchmachte und von dem auch viele Angehörige in den Konzentrationslagern umkamen, schilderte er dessen Begegnung mit Menschen, die man damals gemeinhin auch als Bibelforscher nannte. Er war von deren Drangsalierungen erschüttert, aber vor allem von deren Selbstbewusstsein und friedlichem Widerstand so beeindruckt, dass er sich nach dem Krieg taufen ließ.

Eigentlich, so Holger Scheffler, hätte eine Unterschrift genügt, um dem eigenen Glauben abzuschwören und aus den Lagern entlassen zu werden. Auch solche Fälle, meist nach schlimmsten Folterungen, hat es gegeben, aber es habe eben die Wahl – auch unter schlimmsten Umständen – gegeben, sich zu entscheiden, „sich dagegen zur Wehr zu setzen, sich zu weigern, mitzumachen.“ Dabei habe der Glaube an das biblische Gebot „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“ sowie weitere Lehren aus der Bibel geholfen und das nicht nur in Worten, sondern auch mit Taten.   

 

Andreas Koch, Stadtrat in der Fraktion „Die Linke“, wurde zum Schluss sehr praktisch. Er verlas den Aufruf der Initiative „abrüsten statt aufrüsten“, zu deren Erstunterzeichnern Persönlichkeiten aus dem Kulturbereich, der Politik, der Gewerkschaften, des Wissenschaftsbereiches und aus vielen anderen Gebieten der Zivilgesellschaft gehörten.

In dem Aufruf heißt es u.a.: „Die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben nahezu zu verdoppeln, auf zwei Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung (BIP). So wurde es in der NATO vereinbart. Zwei Prozent, das sind mindestens weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen, so bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau, Krankenhäusern, öffentlichem Nahverkehr, Kommunaler Infrastruktur, Alterssicherung, ökologischem Umbau, Klimagerechtigkeit und internationaler Hilfe zur Selbsthilfe. (…) Militär löst keine Probleme. Schluss damit. Eine andere Politik muss her.“ Ein Teil der Anwesenden nutzte die Gelegenheit, um im Anschluss an die Gedenkveranstaltung ihre Unterschrift unter den Aufruf zu setzen.

Die Kamenzer Gedenkveranstaltung hat wieder einmal gezeigt, dass Redner der unterschiedlichsten Religions-, Glaubens- und Politikrichtungen gemeinsam den Opfern des Nationalsozialismus gedenken und trauern können und dass es darum geht, gemeinsam Verantwortung für die Gegenwart zu zeigen, gleich welche Richtungsunterschiede in anderen Fragen bestehen.

 31.01.2019 - 08.02.2019