01.11.2018: Aktionstag „Ran an die Fördermittel“ am 12.11.2018 - Termin vorbei
01.11.2018: Oberbürgermeister begrüßte neue Erdenbürger

Eine schöne Tradition, welche schon seit 2005 währt, fand am vergangenen Sonnabend mit dem zweiten Neugeborenenempfang in diesem Jahr, ihre Fortsetzung.

Nach dem Fototermin im Trausaal der Stadtverwaltung füllte sich der Ratssaal rasch mit Eltern, Großeltern, Geschwistern und natürlich den Hauptpersonen – die neuen Erdenbürger, die auf ihre ganz eigene Art die Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Oberbürgermeister Roland Dantz konnte dieses Mal 33 Kinder (18 Mädchen und 15 Jungen) begrüßen. Neben den Begrüßungsworten erhielten die „Neuankömmlinge“ bzw. deren Eltern als Begrüßungsgeschenk ein Fotoalbum und erstmalig selbstgestrickte Babyschuhe, die dankenswerterweise von einem handarbeitsbegabten Zirkel Kamenzer Frauen aus Wiesa gestiftet wurden.

Das Gruppenfoto, welches während des „Fotoshootings“ zu Beginn der Veranstaltung entstand, wird allen Beteiligten in den nächsten Tagen zugesandt.

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von den Geschwistern Julia und Elisabeth Wirth, Schülerinnen der Regionalstelle Kamenz der Kreismusikschule Bautzen. Auf Flügel und Geige spielten sie ein Kinderliedermedley.

Nachdem offiziellen Teil im Rathaus hatte man in diesem Jahr „Heimvorteil“ zur Baumpflanzung. Die Hainbuche wurde in diesem Jahr auch mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern auf dem Buttermarkt, direkt neben dem Rathaus gepflanzt. Der Baum soll symbolisch das Leben und die Entwicklung der Kinder begleiten.

Liebevolle Unterstützung bei der Aufstellung des Schildes mit der Aufschrift „Baumpflanzung anlässlich der Begrüßung der Neugeborenen der Stadt Kamenz am 27.10.2018“ erhielt Oberbürgermeister Roland Dantz durch ein Geschwisterkind.

01.11.2018 - 09.11.2018

23.10.2018: Achtung - besondere Verkehrssituation! - Baumaßnahme beeendet

Bitte besondere Vorsicht walten lassen!

An der Kreuzung Henselstraße/Haberkornstraße (an der Lessingschule) wird gebaut. Damit war eine Änderung der Verkehrssituation und -beschilderung erforderlich. Grund sind Bauarbeiten zur Anbindung des neuen Abschnitts der Haberkornstraße (Durchstich zur Hoyerswerdaer Straße). Nur den Bewohnern der Henselstraße und der Haberkornstraße (von der Haydnstraße her) ist zurzeit die Einfahrt gestattet. Kinder, die mit dem Auto zur Lessingschule, dem vorübergehenden Standort der 2. Oberschule, gebracht werden, sollten entweder an der Beethovenstraße oder auf der Haydnstraße aussteigen und dann zur Schule laufen. Ein Wenden der Fahrzeuge auf der Henselstraße oder Haberkornstraße ist sehr schwierig und sollte vermieden werden.  Die Baumaßnahme und die damit verbundenen Sperrungen werden voraussichtlich bis zum 6.11.2018 dauern. Das Bauunternehmen ist bemüht, durch eine geschickte Baudurchführung den Zeitraum des Bauens an dieser Stelle so kurz wie möglich zu halten, wobei auch während der Bauzeit für die Dauer von ca. zwei Tagen mit einer insgesamten Sperrung des Kreuzungsbereiches zu rechnen ist. Auch Besucher der Ostsächsischen Sparkasse Dresden müssen vorübergehend mit Behinderungen rechnen, da der gewohnte Zugang von der Henselstraße aus zur Sparkasse nicht zur Verfügung steht. U.a. können aber die an der Haydnstraße vorhandenen Parkplätze der Sparkasse genutzt werden. Wir bitten die Bewohner als auch die anderen Fahrzeugführer für die mit der Baumaßnahme notwendigerweise verbundenen Behinderungen – z.B. längere fußläufige Wege, verminderte Park- und Haltemöglichkeiten – um Verständnis sowie um die Beachtung der jeweils vorhandenen aktuellen Beschilderung. Die Stadtverwaltung steht im engen Kontakt mit der bauausführenden Firma, um gegebenenfalls aktuell  auf die Verkehrssituation zu reagieren.

23.10.2018 - 01.11.2018

22.10.2018: Freistaat fördert ehrenamtliches Engagement - Termin für Antragsstellung ist abgelaufen

Anträge für Programm „Wir für Sachsen“ können jetzt gestellt werden

Der Freistaat Sachsen will im Jahr 2019 das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger erneut fördern und unterstützen. Dafür sind im Regierungsentwurf zum Doppelhaushalt 2019/20 elf Millionen Euro für das Förderprogramm »Wir für Sachsen« eingeplant.

Bis zum 31. Oktober 2018 können Vereine, Verbände, Stiftungen, Kirchen sowie Städte und Gemeinden Anträge für das Jahr 2019 einreichen. Gefördert wird das Engagement insbesondere in den Bereichen Soziales, Kultur, Sport, Umwelt und Gesellschaft.

„Wenn Menschen sich ehrenamtlich mit ihren Talenten einbringen, ist das ein Riesengewinn für unsere gesamte Gesellschaft. Mit dem Programm „Wir für Sachsen“ möchten wir dieses Engagement fördern und unterstützen. Neu wird im kommenden Jahr zudem sein, dass auch Mittel für die Fort- und Weiterbildung von ehrenamtlich Tätigen bereitgestellt werden.  Auf diese Weise wollen wir dazu beitragen, dass der Informations- und Wissensbedarf der Ehrenamtlichen gut bedient werden kann. Ich danke allen engagierten Bürgern sowie den zahlreichen Vereinen, Verbänden und sonstigen Projektträgern, die die ehrenamtlichen Tätigkeiten organisieren und begleiten“, betonte Sozialministerin Barbara Klepsch.

Sachsen fördert mit dem Programm „Wir für Sachsen“ derzeit über 22.000 Ehrenamtliche. Seit Beginn der Förderung wurden 91 Mio. Euroausgereicht. Mit der Umsetzung des Programms ist die Bürgerstiftung Dresden beauftragt. Bis Ende Oktober nimmt die Stiftung die Anträge für das Jahr 2019 entgegen.

Hinweise zur Antragstellung sowie die aktuellen Formulare sind unterwww.ehrenamt.sachsen.de abrufbar. Telefonische Rückfragen sind unter 0351/3158150 und 0351/3158163 möglich.

Die Bürgerstiftung vermittelt auf Anfrage auch gern den Kontakt zu ehrenamtlich Tätigen, die über das Programm eine Förderung erhalten.

22.10.2018 - 31.10.2018

19.10.2018: Einladungen zu Info-Veranstaltungen anlässlich der Eingliederung von Schönteichen - Termine abgelaufen

Informationsveranstaltung im Rahmen der Eingliederung von Schönteichen für die zukünftige Ortschaft „Brauna, Liebenau, Petershain, Rohrbach und Schwosdorf“

Im Zusammenhang mit der Eingliederung von Schönteichen in die Stadt Kamenz sieht der abgeschlossene Vertrag u. a. auch eine Umbenennung von Straßennamen auch in der Ortschaft „Brauna, Liebenau, Petershain, Rohrbach und Schwosdorf“ vor. Natürlich spielen auch solche Fragen, wie melderechtliche Angelegenheiten, Dorfentwicklung, Abgaben und Ortschaftsverfassung etc. eine Rolle. Deswegen hat u.a. die Gemeinderätin Cordula Gneuß eine Informationsveranstaltung angeregt. Ein Ansinnen, welches unseren Überlegungen zum weiteren Fortgang in der Gestaltung der Eingliederung sehr entgegenkommt.

Deswegen laden wir ganz herzlich die Einwohnerinnen und Einwohner
der zukünftigen Ortschaft „Brauna, Liebenau, Petershain, Rohrbach und Schwosdorf“
zu einer Informationsveranstaltung am Montag, dem 29. Oktober 2018, 19.00 Uhr
in den Kulturraum Brauna ein.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Roland Dantz                                                          Maik Weise
Oberbürgermeister                                                   Bürgermeister
der Lessingstadt Kamenz                                           der Gemeinde Schönteichen
 

Informationsveranstaltung im Rahmen der Eingliederung von Schönteichen für die zukünftige Ortschaft „Biehla“

Im Zusammenhang mit der Eingliederung von Schönteichen in die Stadt Kamenz sieht der abgeschlossene Vertrag u. a. auch eine Umbenennung von Straßennamen auch in der Ortschaft „Biehla“ vor. Natürlich spielen auch solche Fragen, wie melderechtliche Angelegenheiten, Dorfentwicklung, Abgaben und Ortschaftsverfassung etc. eine Rolle. Deswegen hat u.a. der Gemeinderat Thomas Uslaub eine Informationsveranstaltung angeregt. Ein Ansinnen, welches unseren Überlegungen zum weiteren Fortgang in der Gestaltung der Eingliederung sehr entgegenkommt.

Deswegen laden wir ganz herzlich die Einwohnerinnen und Einwohner
der zukünftigen Ortschaft „Biehla“
zu einer Informationsveranstaltung am Dienstag, dem 30. Oktober 2018, 19.00 Uhr
in den Kulturraum Biehla ein.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Roland Dantz                                                            Maik Weise
Oberbürgermeister                                                   Bürgermeister
der Lessingstadt Kamenz                                           der Gemeinde Schönteichen
18.10.2018: Laubentsorgungsstandorte für Anwohner die an öffentlichen Parkanlagen und städtischen Straßenbäumen wohnen

Die Stadt Kamenz bietet auch in diesem Jahr wieder den Service zur Laubentsorgung für Anlieger, die angrenzend an Park- und Grünanlagen sowie straßenbegleitenden Bäumen wohnen, ab dem 22.10.2018 an.

Die Container werden, wie auch in den vergangenen Jahren, an 3 Standorten stehen.

Diese Standorte befinden sich am Lessingplatz, am Tuchmacherteich sowie an der Schillerpromenade.

Wir bitten die betreffenden Bürger, in diesen Containern ausschließlich Laub zu entsorgen und für den vorgesehenen Zweck zu verwenden.

 

Katrin Andrews

Dezernentin für Stadtentwicklung/Soziales

18.10.2018 - 06.11.2018

11.10.2018: Spendensumme für Hutberg enorm - Danke!

Die durch den Förderverein Hutberg und der Stadtverwaltung initiierte Spendenaktion zur Beseitigung der durch Stürme verursachten Baumschäden übertraf alle Erwartungen.

Pressemitteilung lesen

11.10.2018 - 22.10.2018

02.10.2018: Sperrung Pulsnitzer Straße - Termin abgelaufen

Die Pulsnitzer Straße ist auf Grund von Baumaßnahmen vom 08.10.2018 bis einschließlich 15.10.2018 im Abschnitt zwischen Rosa-Luxemburg-Straße und Zwingerstraße voll gesperrt.

Die Umleitung erfolgt über Elstra bzw. Schwosdorf. Die Bushaltestellen im Baustellenbereich werden ersatzlos gestrichen. Bitte benutzen Sie die Haltestellen am Busbahnhof

Wir bitten alle Anlieger und Verkehrsteilnehmer die angeordnete Beschilderung zu beachten.

02.10.2018-18.10.2018

05.10.2018: Einheitsfeier der besonderen Art fand am 3. Oktober in Biehla statt

Entscheidung für Eingliederung von Schönteichen nach Kamenz gefallen

Einheitsfeier der besonderen Art fand am 3. Oktober in Biehla statt

Die Sonderstadtratssitzung am 2. Oktober 2018

Am 2. Oktober hatte der Sonderstadtrat zum Bürgerentscheid und zur Eingliederung der Gemeinde Schönteichen nach Kamenz getagt. Dabei gab es drei Tagesordnungspunkte – Erstens: Da das Quorum beim eigentlichen Bürgerentscheid nicht erreicht worden war bzw. knapp verfehlt wurde, musste der Stadtrat kommunalrechtlich eine Entscheidung über den Wortlaut und Inhalt des Bürgerentscheides treffen und damit über die Eingliederung der Gemeinde Schönteichen entscheiden. Zweitens ging es um die Abwägung der Einwendungen hinsichtlich der Eingliederungsvereinbarung und zuletzt um die Zustimmung des Kamenzer Stadtrates zur Eingliederungsvereinbarung.

Der Kamenzer Stadtrat hat sich für die Eingliederung der Gemeinde Schönteichen entschieden. Auch hinsichtlich der einen Einwendung bzw. des einen Statements ist er dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt und hat das Statement zur Kenntnis genommen, was aber keinen Einfluss auf den Inhalt der Eingliederungsvereinbarung hatte.

Letztendlich wurde auch mit der erforderlichen absoluten Mehrheit der stimmberechtigten Stadträte die Eingliederungsvereinbarung angenommen. Damit war der Weg für die Eingliederung der Gemeinde Schönteichen in die Große Kreisstadt Kamenz frei und auch die schon vorbereitete „Einheitsfeier“ der besonderen Art konnte am 3. Oktober in Kamenz und Schönteichen stattfinden.

Die „Einheitsfeier“ der besonderen Art am 3. Oktober 2018

Nach dem die Entscheidungen im Stadtrat am Vortag außerordentlich deutlich (18 Ja-Stimmen/1 Nein-Stimme/0 Enthaltungen) für eine Eingliederung der Gemeinde Schönteichen zum 1. Januar 2019 gefallen war, konnten ganz beruhigt und mit aller Legitimation die Feierlichkeiten am 3. Oktober 2018 durchgeführt werden.

Eine „heroische“ Radtour durch den Regen

Begonnen hat der Tag mit einem Radkorso von Kamenz nach Schönteichen, sprich Biehla. Das Wetter meinte es zunächst nicht sehr gut, denn es war kalt, windig und regnerisch. Trotzdem machten sich „die glorreichen Sieben“, von denen allerding zwei in einem Auto saßen und quasi das Begleit- bzw. Mannschaftsfahrzeug stellten, auf den durch die Witterung bedingten etwas schweren Weg. Die zu benennenden „glorreichen Fünf“ waren: Oberbürgermeister Roland Dantz mit seiner Frau Rica, Herr und Frau Eckhard und Rosemarie Göbel sowie Siegfried Bruse.

Sie trotzten (heroisch) den Wetterunbilden und traten pünktlich 14 Uhr vom Kamenzer Rathaus aus die Fahrt nach Schönteichen an. Sie durchquerten die Ortsteile Liebenau und Cunnersdorf, mit einem kleinen regenbedingten Zwischenstopp im letzteren, um dann – wie geplant – gegen 15 Uhr in Biehla am Gemeindeamt anzukommen. Hier wurden sie mit großem Beifall empfangen.

Worte, „Ratifizierung" und Baumpflanzung

Dann wurde improvisiert, denn es waren so viele Menschen da, dass sie nicht in den Beratungsraum im Gemeindeamt gepasst hätten. Schnell waren zwei Stühle und ein Tisch aufgestellt, an dem später Oberbürgermeister Roland Dantz und der Bürgermeister von Schönteichen, Maik Weise, Platz nehmen sollten, um die „Ratifizierung“ der – jetzt auch vom Kamenzer Stadtrat bestätigten – Eingliederungsvereinbarung vornehmen sollten.

Doch zunächst ließen beide in ihren Worten noch einmal deutlich werden, dass dies ein wichtiger Tag für beide Kommunen sei und dass man es sich – sowohl Schönteichen als auch Kamenz – nicht leicht gemacht habe, um dieses Resultat zu erzielen.

Bürgermeister Maik Weise wies nicht zu Unrecht darauf hin, dass es für Schönteichen auch finanzielle Gründe waren, den Schulterschluss mit Kamenz zu suchen, gewissermaßen eine „Einsicht in die Notwendigkeit“. Aber, so Bürgermeister Weise, mit Kamenz habe man „einen starken Partner“ gefunden, zu dem es jetzt schon, ob nun auf familiärer Arbeitseben (Schönteichener arbeiten in Kamenz) oder auf kommunaler Arbeitsebene (Verwaltungsgemeinschaft) vielfältige Beziehungen bestehen. Oberbürgermeister Dantz knüpfte daran an, hob aber auch noch einen anderen Gesichtspunkt hervor: Das „Kunstgebilde Schönteichen“ verliert nach fast 30 Jahren seine Gültigkeit, dies sei aber kein Grund zu trauern, denn „eins wird bleiben, die Gemeinde Schönteichen wird mit der Unterschrift von heute, sozusagen, in der Stadt Kamenz aufgehen, eingegliedert werden, aber die Ortsteile Biehla, Cunnersdorf, Petershain, Schwosdorf, Brauna usw., Schönbach, die werden bleiben mit ihrer jahrhundertalten Geschichte. Und das liegt uns auch am Herzen an dieser Stelle“, worauf spontan Beifall geklatscht wurde. Im Übrigen führte Oberbürgermeister Dantz aus, dass mit den Bürgerentscheiden, den Beschlüssen des Stadtrates und den heutigen Unterschriften unter der Eingliederungsvereinbarung erst der erste Schritt getan sei, jetzt ginge es darum, zum einen die praktischen Schritte der Umsetzung der Eingliederung zu vollziehen, was auch eine Herausforderung für alle Beteiligten, einschließlich der Kamenzer Verwaltung sei, und zum anderen die Zukunft für das Gebiet von Schönteichen zu gestalten, was der Anstrengungen aller bedarf. Aber, so der Oberbürgermeister, heute sei der Tag zu feiern.

Dazu gehörte auch die Baumpflanzung am Biehlaer Kindergarten. Der Baum ist ein Symbol für das gesunde und stete Gedeihen des dann viel größeren Gemeinwesens „Kamenz“. Unter großer und auch praktischer Anteilnahme der anwesenden Festteilnehmer wurde dann ein Amberbaum, vorbereitet durch Mitarbeiter der KDK GmbH, eingepflanzt, versehen mit einem Schild, dessen Inhalt so lautete: „Amberbaum (Liquidamber styraciflura) – Gepflanzt am 3. Oktober 2018 anlässlich der Eingliederung der Gemeinde Schönteichen in die Stadt Kamenz“.

Die „Einheitsfeier“ der besonderen Art kann beginnen

Im Anschluss an die Baumpflanzung luden Bürgermeister Weise und Oberbürgermeister Dantz zur „Einigungsfeier“ auf den Biehlaer Sportplatz ein – es war eine Einladung, der viele Biehlaer bzw. Schönteichner, aber auch anwesende Kamenzer Einwohner gern folgten. Bei dann überwiegendem Sonnenschein ließen es sich die Festteilnehmer bei Kaffee und Kuchen, der dankenswerterweise, organisiert über den Biehlaner e.V., von Biehlaer Einwohnern gebacken und noch Kuchen von in Kamenz ansässigen Bäckereien „Kahre“, „Selnack“ und „Garten“ komplementiert wurde. Gemeinsam mit dem Gemeinderat hatte der SV Biehla - Cunnersdorf das Gelände um das Gebäude am Sportplatz hergerichtet, so dass bei gegrillten Würstchen, aber auch bei einem Glas Bier der getane Schritt „begossen“ werden konnte. Apropos Bier: Die Stadt Kamenz ließ es sich nicht nehmen, zwei Fässer der Meissner Schwerter Privatbrauerei anlässlich der Eingliederung zu stiften. Beide Bürgermeister stachen dann die Bierfässer an, deren Inhalt großen Zuspruch fand.

Und damit sich die Kinder nicht langweilten konnten sie basteln und sogar auf Pferden reiten. Ganz symbolisch, aber nicht nur, war ein Fußballspiel der E-Jugend zwischen der SV Einheit Kamenz und der SV Biehla – Cunnersdorf. Die zehn- bis elfjährigen Spieler und Spielerinnen beider Mannschaften gaben ihr Bestes. Natürlich gab es eine Gewinnermannschaft, aber an diesem Tag stand der Sieg nicht so sehr im Vordergrund als vielmehr die Freude am gemeinsamen Fußballspiel.

Ausblick

Die erste Etappe – die Entscheidung zur Eingliederung – ist geschafft. Nun folgen die notwendigen „Mühen der Ebene“. Wenn man die Freude und den Enthusiasmus am 3. Oktober in Biehla als Zeichen nimmt, bei allen Ecken und Kanten, die sicherlich auftreten werden, so sollte diese Zuversicht ein guter Motor für den weiteren Eingliederungsprozess sein.

05.10.2018 - 15.10.2018

26.09.2018: Zwei wichtige Entscheidungen wurden durchaus deutlich getroffen - Statement des OBs zur OB-Wahl und zum Bürgerentscheid

Liebe Kamenzerinnen, liebe Kamenzer,

sehr geehrte Einwohner in Schönteichen,

am vergangenen Sonntag haben viele Kamenzerinnen und Kamenzer bei der Oberbürgermeisterwahl und zur Entscheidung, ob wir einem Zusammengehen mit Schönteichen zustimmen wollen, ihre Stimme abgegeben. Für das mir persönlich entgegengebrachte Vertrauen mit einer Zustimmung von fast 95 % der Wählerinnen und Wähler, die ihr Stimmrecht ausgeübt haben, für dieses hohe Vertrauen bedanke ich mich.

Für die kommende Zeit will ich mich – genauso wie vorher – für unsere Stadt, für das, was Ihnen wichtig ist, einsetzen, und ich weiß, dass auch viele Unterstützer – wenn es notwendig ist – auch Mitstreiter an unserer, an meiner Seite stehen. Und ich möchte – wie bisher – Oberbürgermeister für alle Kamenzer sein.

Ich habe mich über diese Zustimmung in dieser Deutlichkeit sehr gefreut und ich verstehe dies als Wertschätzung für uns alle, für unseren Stadtrat, für die Bürgerschaft sowie für die fleißigen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Stadtverwaltung und unserer kommunalen Unternehmen.

Es ist auch ein Wir-Gefühl, dass wir hier erzeugt haben, das unsere Stadt liebenswert und anziehend für alle macht. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Schönteichener auf einen Zusammenschluss mit uns Kamenzern freuen. Packen wir es gemeinsam an!

Die Kamenzer haben „Ja“ gesagt

Es war richtig, den Kamenzer Wähler zu fragen, wie er zu einem Zusammengehen mit der Nachbargemeinde Schönteichen steht, wenngleich das gesetzlich vorgeschriebene Quorum – und die damit verbundene unmittelbare Bindungswirkung für die Entscheidung des Kamenzer Stadtrates – mit ca. 200 Abstimmberechtigten unterschritten wurde.

Wir haben in der Beratung des Ältestenrates am 24. September 2018 mit Vertretern des Kamenzer Stadtrates dieses Ergebnis bewertet und wir denken, dass für alle Entscheidungsträger im Kamenzer Stadtrat klar ist, dass mit einer Zustimmung von knapp 80 Prozent, mit der Tatsache, dass 2851 Wählerinnen und Wähler ihr deutliches „Ja“ zum Zusammenschluss mit Schönteichen zum Ausdruck gebracht haben, sehr eindeutig ablesbar ist, wie sich die Kamenzer Bürgerschaft entschieden hat.

Es liegt ein deutliches Ergebnis vor

Natürlich kommen in einem Bürgerentscheid eben auch gegenläufige Meinungen, grundsätzliche Haltungen, die anders sind, oder auch noch nicht beantwortete Fragen zum Ausdruck. Das ist so und dies gehört ebenso zu einer demokratischen Meinungsbildung dazu.

Wir sind nun alle gefordert, in der Folge auch diese Stimmen weiter zu hören, Bedenken ernst zu nehmen. Es ist auch ein deutliches Zeichen, dass eben der Freistaat auch in der nahen Zukunft in der Pflicht bleibt, dieses Zusammengehen zu unterstützen und nach besten Kräften (auch finanziell) zu fördern! Auch die, die zum Zusammenschluss „Ja“ gesagt haben, haben dies in der Erwartung getan, dass der Freistaat auch ihr „Ja“ nach besten Kräften unterstützt. Mit dieser Erwartung blicken die Kamenzer und die Schönteichener auf das Handeln der Staatsregierung bzw. die politischen Verantwortungsträger im Land.

Auch das – und vor allem die damit verbundenen berechtigten Erwartungen – zeigen das Ergebnis des Bürgerentscheides eindeutig. Am 2. Oktober 2018 ist der Kamenzer Stadtrat gefordert, das Votum umzusetzen und den Weg frei zu machen, damit uns das Miteinander im besten Sinne des Wortes gelingt.

Die Schönteichener haben dem „Ehevertrag“ zugestimmt

Wir haben in den vergangenen Monaten des Jahres in den Arbeitsgruppen zur Eingemeindung, in denen die Fraktionen „Die Linke“, „CDU“ und „Freie Wähler“ vertreten waren, gemeinsam mit den Schönteichenern die der Bürgerschaft von Kamenz angebotene Eingliederungsvereinbarung ausverhandelt. Diese Eingliederungsvereinbarung lag für jeder Mann und jede Frau zur Einsichtnahme aus. Es gab nur eine Einwendung sowie eine Stellungnahme eines Kamenzers – und hier zur nötigen ÖPNV-Anbindung.

Wir haben im Verwaltungsausschuss am 28. August 2018 die vorliegenden Ergebnisse bewertet und die Mitglieder des Verwaltungsausschusses sprachen sich natürlich vorbehaltlich des damals noch offenen Ausganges des Bürgerentscheides für den Abschluss der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung aus. Es ist nur logisch, dass nach dem Ergebnis vom vergangenen Sonntag und mit dem sehr deutlichen „Ja“ der Kamenzer auch dieser Weg der „Eheanbahnung“ zu Ende gebracht wird. Wir wollen dies am 2. Oktober 2018 tun und die Begrüßung der „Neu-Kamenzer“ am 3. Oktober 2018 gemeinsam in Biehla feiern. Nicht nur ich allein, sondern viele Stadträte und Kamenzerinnen und Kamenzer freuen sich auf die Schönteichener, auf die neuen Wege, die uns damit möglich werden, und auf das Kennenlernen – sofern dies nicht schon längst geschehen ist.

Roland Dantz

Oberbürgermeister

26.09.2018 - 08.10.2018

23.09.2018: Zur Eingliederung von Schönteichen

Eingliederungsvereinbarungen, also eine Art „Ehevertrag” zwischen den beteiligten Seiten, der Stadt Kamenz und der Gemeinde Schönteichen, sind gesetzlich vorgeschrieben. Eine solche Vereinbarung gilt für unbestimmte Zeit und definiert die Regeln für die Eingliederung. Sie enthält insbesondere Angaben zu den Leistungen, die die Stadt Kamenz künftig für das Gebiet der Gemeinde Schönteichen zu erbringen hat. Wir sind uns bewusst, dass wir besonders aus der  Finanzierbarkeit der umfangreichen Aufgaben heraus und der damit verbundenen Machbarkeit, im Vertrag kaum feste Verpflichtungen eingehen können. Aus diesem Grunde kann und muss zukünftig Jahr für Jahr entschieden werden, was möglich ist. Der Entwurf dieser Vereinbarung wurde von beiden Seiten gemeinsam erarbeitet und abgestimmt.

 

Auslegung der Eingliederungsvereinbarung

Zur Eingliederung von Schönteichen wurde von der Stadt Kamenz ein umfangreiches Eingliederungskonzept erarbeitet. Dieses Konzept stellt zum einen die derzeitige IST-Situation der Stadt Kamenz und der Gemeinde Schönteichen dar. Zum anderen zeigt es mit Blick in die Zukunft auf, wo Schwerpunkte in der Aufgabenerfüllung gesehen werden. Es stellt dar, welche Aufgaben – sicher über einen langen Zeitraum - zu erfüllen sind, um das Ziel einer attraktiven und anziehenden
Kleinstadt im Umland von Dresden zu erreichen. Gleichzeitig wurde auf der Grundlage des Konzeptes die öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Eingliederung der Gemeinde Schönteichen erarbeitet.

Wesentliche Regelungen der Einliederungsvereinbarung

  • Die bekannten Ortsteilnamen von Schönteichen bleiben bestehen - es werden 3 Ortschaften gebildet
  • Anpassung von doppelten Straßennamen erfolgt grundsätzlich auf dem Gemeindegebiet in Schönteichen
  • Folgende Investitionsmaßnahmen stehen an:
    • Sanierung der Grundschule im Ortsteil Brauna
    • Maßnahmen zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung
  • Fortführung der Kindertagesstätten, Gemeindehäuser sowie der Sportanlage in Biehla unter dem
    Vorbehalt der Leistungsfähigkeit der Stadt Kamenz

Zeitplan zur Eingliederung

  • 01.01.2019  Eingliederung von Schönteichen in die Stadt Kamenz


Eingliederung der Gemeinde Schönteichen in die Große Kreisstadt Kamenz

2. Oktober 2018 - Entscheidung für Eingliederung von Schönteichen nach Kamenz gefallen

Die Sonderstadtratssitzung am 2. Oktober 2018

Am 2. Oktober hatte der Sonderstadtrat zum Bürgerentscheid und zur Eingliederung der Gemeinde Schönteichen nach Kamenz getagt. Dabei gab es drei Tagesordnungspunkte – Erstens: Da das Quorum beim eigentlichen Bürgerentscheid nicht erreicht worden war bzw. knapp verfehlt wurde, musste der Stadtrat kommunalrechtlich eine Entscheidung treffen und über den Wortlaut des Bürgerentscheides und damit über die Eingliederung der Gemeinde Schönteichen entscheiden. Zweitens ging es um die Abwägung der Einwendungen hinsichtlich der Eingliederungsvereinbarung und zuletzt um die Zustimmung des Kamenzer Stadtrates zur Eingliederungsvereinbarung.

Der Kamenzer Stadtrat hat sich für die Eingliederung der Gemeinde Schönteichen entschieden. Auch hinsichtlich der einen Einwendung bzw. des einen Statements ist er dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt und hat das Statement zur Kenntnis genommen, was aber keinen Einfluss auf den Inhalt der Eingliederungsvereinbarung hatte.

Letztendlich wurde auch mit der erforderlichen absoluten Mehrheit der stimmberechtigten Stadträte die Eingliederungsvereinbarung angenommen. Damit war der Weg für die Eingliederung der Gemeinde Schönteichen in die Große Kreisstadt Kamenz frei und auch die schon vorbereitete „Einheitsfeier“ der besonderen Art konnte am 3. Oktober in Kamenz und Schönteichen stattfinden.

Wir stehen vor einer richtungsweisenden Entscheidung - Sie haben es in der Hand!

Die Fakten auf einen Blick

  • Schönteichen möchte Teil von Kamenz werden.
  • Eine Verwaltungsgemeinschaft besteht bereits.
  • Eingliederung bietet viele Vorteile für beide Seiten.
  • Sie bringt aber auch Herausforderungen mit sich.
  • Wollen wir diesen Weg gemeinsam gehen?

Weitere Informationsquellen

Das Konzept sowie die Vereinbarung können in den unten aufgeführten Dokumenten vollständig eingesehen werden:

Schönteichen hat entschieden: Wir möchten Teil der Stadt Kamenz werden!

Derzeit verbindet die Stadt Kamenz und die Gemeinde Schönteichen neben den engen räumlichen und persönlichen Beziehungen der Einwohner eine seit dem Jahr 2000 bestehende Verwaltungsgemeinschaft. Die Gemeinde Schönteichen musste im Verlauf der Zeit jedoch erkennen, dass trotz aller eigener Anstrengungen eine langfristige Perspektive für eine Selbständigkeit der Gemeinde aus finanziellen Erwägungen heraus nicht gegeben ist. Dies liegt nicht etwa darin begründet, dass in der Vergangenheit „über die Verhältnisse gelebt wurde“, sondern ist im Wesentlichen auf die nicht auskömmliche Finanzausstattung kleiner Gemeinden im ländlichen Raum sowie die vergleichsweise geringe Wirtschaftskraft zurückzuführen.

Kamenz bringt aus den bereits erfolgten Gemeindezusammenschlüssen (z. B. mit den ehemals selbständigen Gemeinden Deutschbaselitz, Bernbruch, Lückersdorf-Gelenau-Hennersdorf und Zschornau-Schiedel zum 1.1.1999) umfangreiche Erfahrungen mit. Nicht zuletzt durch das gute Miteinander mit den Ortschaftsräten ist ein Zusammenwachsen gelungen, bei dem die Identitäten der Ortsteile gewahrt blieben. Vielleicht auch deshalb haben sich die Menschen in Schönteichen in einem Bürgerentscheid für eine Eingliederung in die Stadt Kamenz entschieden.

„Ich war 1999 gegen die gesetzliche Eingemeindung. Wenn ich heute zurückschaue, kann ich feststellen, was wir hier in den Ortsteilen der Stadt Kamenz geschafft haben, hätten wir allein nicht geschafft!”
Manfred Schlotter, Ortsvorsteher Lückersdorf-Gelenau-Hennersdorf

„Die großen Sachen schaffen wir nur gemeinsam, wie unseren Radweg oder unseren kommunalen Friedhof.”
Dieter Trepte, Ortsvorsteher Zschornau-Schiedel

 

Schönteichen in Zahlen

  • 2.107 Einwohner, ca. 45 km² Gemeindegebiet
  • 9 Ortsteile – Biehla, Brauna, Cunnersdorf, Hausdorf, Rohrbach, Schönbach, Schwosdorf, Liebenau, Petershain
  • 3 Kindertagesstätten (Biehla, Cunnersdorf und Brauna)
  • 1 Grundschule im Ortsteil Brauna
  • 6 Ortsfeuerwehren und vieles mehr…

Die Eingliederung von Schönteichen bietet viele Vorteile für beide Seiten

Sicherung von Kamenz als Mittelzentrum und Stärkung des kommunalpolitischen Einflusses in der Region

Mit der Eingliederung von Schönteichen gewinnt die Stadt Kamenz ca. 2.100 Einwohner hinzu und sichert damit langfristig ihre Position als Mittelzentrum, denn der erforderliche Mindestwert von 15.000 Einwohnern würde klar überschritten. So wird nicht nur der (kommunalpolitische) Einfluss der Stadt gestärkt, sondern auch der Erhalt solch wichtiger Infrastrukturelemente wie Musikschule, Volkshochschule, Oberschule, Gymnasium, Schwimmhalle, Sportstätten, Theater, Museen sowie die ärztliche Versorgung durch Krankenhaus und Fachärzte sichergestellt. Als starkes Mittelzentrum kann Kamenz im Rahmen der Stadt-Umland-Beziehung attraktive Angebote für alle Einwohner aufrechterhalten. Das kommt
letztlich allen Kamenzern zugute.

Verbesserung der Lebensqualität und der Attraktivität des ländlichen Raums

Für die Bürgerinnen und Bürger in Schönteichen eröffnet sich die Perspektive, dass dringende Pflichtaufgaben – das betrifft vor allem die Löschwasserversorgung und die Sanierung der Grundschule in Brauna – dann von der Stadt Kamenz
übernommen werden können. So geht es schneller voran und die Attraktivität unserer Region steigt. Das bietet neue Chancen, Menschen für ein Leben in Kamenz zu gewinnen.

Gute Chancen, aber auch eine Herausforderung für unsere Stadt Kamenz

Wo Licht ist, ist meist auch ein Stück Schatten. Dessen sollten wir uns bewusst sein und verantwortungsvoll abwägen: Mit der Eingliederung wird die Stadt Kamenz verantwortlich für die Sicherstellung der Pflichtaufgaben im dann größeren Stadtgebiet. Das kostet Geld, keine Frage. Aber es gibt Lösungen:


Mit der Eingliederung erhält die Stadt Kamenz höhere Erträge aus Finanzzuweisungen des Freistaates Sachsen, die derzeit mit rund 104 TEUR beziffert werden können. Das hilft, wird aber nicht ausreichen. Im Rahmen künftiger  Haushaltsplanungen ist daher zu besprechen, für welche Maßnahmen vorhandene Finanzmittel eingesetzt werden können und durch welche Maßnahmen ggf. Spielräume für einen zusätzlichen Kapitaldienst geschaffen werden können. Prioritäten bei der Investitionsplanung sind neu zu überdenken.

Unterstützung durch den Freistaat Sachsen

Neben den o.g. Zuweisungen erwarten wir durchaus weitere finanzielle Unterstützung vom Freistaat Sachsen, denn die Förderung freiwilliger Gemeindezusammenschlüsse ist erklärtes Ziel. So hat der Freistaat in den letzten Wochen bereits Entlastungen für Kommunen, z.B. in den Bereichen Feuerwehr und Kindertagesbetreuung, beschlossen. Darüber hinaus ist die Stadt Kamenz schon im Gespräch mit dem Freistaat über weiterführende Unterstützungen.

Jeder einzelne kann zum Gelingen beitragen

Eine lebenswerte Stadt wird nur zum Teil davon bestimmt, was die Stadtverwaltung über den Einsatz von Haushaltsmitteln für die Einwohner tun kann. In besonderem Maße hängt das Wohlfühlen in unserer Stadt von den Menschen ab, die sich für ihre Stadt engagieren. Deshalb möchten wir an Sie alle appellieren, die Eingliederung der neuen Ortsteile als Gemeinschaftsaufgabe anzusehen und selbst im Rahmen der eigenen Möglichkeiten dazu beizutragen.

Die Schönteichener sind uns nahe. Wir kennen uns und passen auch zueinander. Die Kamenzer und Schönteichener sind sich nicht fremd. Ist das nicht auch die Kraft, aus der die Eingliederung in unsere Stadt gemeinsam geschafft werden kann? Wir sind in Kamenz und auch in Schönteichen in den letzten Jahren  vorangekommen. Wer sich daran erinnert, wie sich unsere Region vor fast drei Jahrzehnten zeigte, und dann die Augen bewusst öffnet, sieht, was der Fleiß unserer Menschen aus unseren Städten und Dörfern gemacht hat. Die heute 70- und 80-Jährigen hatten es vor 20 und 30 Jahren viel schwerer. Die Umbrüche waren gewaltig. Aus dieser Sicht können wir das Selbstbewusstsein gewinnen, dass wir in der Lage sind, auch die Aufgabe der Eingliederung von Schönteichen zu meistern.

Die Eingliederungsvereinbarung sichert Rechte und definiert Pflichten beider Seiten

10.09.2018: Gewimmel in Kamenz

Der Einkaufssonntag mit der 4. Kamenzer Trödelmeile und dem 3. Saumarktfest sowie dem Tag des offenen Denkmals am 9. September zogen wieder tausende Kamenzer und Besucher in die Stadt, vor allem in die Innenstadt. Die Organisatoren und Macher können sich über diese große Publikumsresonanz nur freuen und das Wetter zeigte sich auch von seiner besten Seite.

Neben den vielen geöffneten Geschäften in der Innenstadt, aber auch weiter entfernt, wie das Sporthaus Lang,  TV-Fischer, das Möbelzentrum H&H, Haushalt-/Eisenwaren Beitel und Knopfs Holzwerkstube, gab es für Kinder z.B. das Puppenspiel „Der Kasper und das Niesteufelchen“, spielte das Percussion-Ensemble „Black Rhythm“ der Musikschule Kamenz und fanden die Auto-Freaks das Ihrige auf dem Marktplatz mit den zur Schau gestellten Oldtimern der Kamenzer Oldtimerfreunde. Auch die Vintage-Dessous-Show von hautnah Sylvia Stephan und der Neue Altstadt Kamenz e.G. zog viele Schaulustige an. Das Tanzbein wurde auf dem Markt geschwungen, wo der Showtanzverein „Königsbrück und Gemeinde Haselbach“ ein spätsommerliches Programm zeigte. Und getrödelt – sowohl in dem einen als auch dem anderen Sinne – wurde auf der Bautzner Straße bis hin zur Rosa-Luxemburg-Straße, wo der Verein „Stadtwerkstadt-Bürgerwiese“ eine Koffermeile aufgebaut hatte.

Auch das Saumarktfest scheint zu einer ständigen Instanz zu werden. Begehrt waren auch die Führungen von Kürschnermeister Jörg Bäuerle, der viel Interessantes über dieses Stadtgebiet zu berichten wusste. Oder hätte jemand gewusst, dass der Straßenname „Rosengässchen“ nicht die Rose im Allgemeinen meint, sondern auf das dort bis 1842 befindliche „Rotlichtviertel“ anspielt?

Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals hatten die Kirchen und Museen in der Stadt ganztägig geöffnet, der Besuch der Museen war kostenlos. In der Hauptkirche St. Marien lockten anlässlich des Erntedankfestes im Altarraum dekorativ hergerichtete Feldfrüchte, Getreide und Obst sowie eine Erntekrone. Es bestand die Möglichkeit, ebenso wie beim nahe gelegenen Roten Turm, den Turm der Kirche zu besteigen, um Kamenz und Umgebung von oben – die Sicht war sehr gut – zu genießen. Und wer wollte, konnte im Turmcafé Kaffee und leckeren Kuchen zu sich nehmen. Auch die Orgelführung in der Klosterkirche/Sakralmuseum St. Annen fand ihre Liebhaber und der Höhepunkt war dann noch ein festliches Konzert für Trompete und Orgel mit Robert Wintzen, Trompete, und KMD Michael Pöche an der Orgel – auch in der Hauptkirche. Nicht vergessen werden darf die St.-Just-Kirche, wo der Vorsitzende des Kamenzer Kirchbauvereins, Martin Kühne, sehr sachkundig den gegenwärtigen Stand der Restaurierung der um 1400 entstandenen Wandmalereien erläuterte. Die Restaurierungsarbeiten werden im November dieses Jahres abgeschlossen sein. Natürlich darf am Tag des offenen Denkmals der „Hydraulische Widder“ nahe des Ortsteils Lückersdorf nicht fehlen. Auch hier hatten sich bei schönstem Wetter Interessierte eingefunden, um im Speziellen die Wirkungsweise eines hydraulischen Widders und im Allgemeinen etwas über die Geschichte der Trinkwasserversorgung von Kamenz zu erfahren.

Und noch einen Höhepunkt hielt der 9. September bereit. Punkt 14 Uhr bezog das Hip-Hop-Tanz-Projekt „Kamenz Can Dance“ um Mario Steinmetz sein neues Domizil – das Tanzhaus Kamenz. Nach intensiven Herrichtungsarbeiten haben die Mitglieder von „Kamenz Can Dance“ eine Vorbereitungs- und Trainingsstätte, die fast keine Wünsche offenlässt und sicher auch die Innenstadt beleben wird.

Bleibt zu guter Letzt noch Dank zu sagen an alle Beteiligten, so z.B. den Mitgliedern der City-Initiative und ganz besonders dem städtische City-Management, das mit Anne Hasselbach – unterstützt von vielen Partnern bis hin zur Stadtverwaltung – die entscheidenden Fäden gezogen hat.

Es war ein schöner Tag in Kamenz, es war ein guter Tag für Kamenz!

Saumarktquiz zur Stadtgeschichte am 9. September 2018

Veranstaltet von Pelz & Leder – Jörg Bäuerle und unterstützt von „John Optik“ sowie „Allsax

Die Preisträger sind:

 

  1. Preis: 7 Punkte (also alle Fragen richtig beantwortet) + Sonderfrage

Frau Angela Fischer, Kamenz

Jörg Bäuerle und Evelin Friedrich übergeben der Gewinnerin des Quiz den Hauptpreis - eine Geschenkset Kerzen von Partyline und eine Flasche Rotwein.
  1. - 11. Preis: 5 Punkte + Sonderfrage

Frau Carola Büttner (Kamenz), Isolde und Thomas Käppler (Kamenz), Helga und Gunther Kretschmar (Kriepitz), Familie G. Nitsch (Kamenz), Birgit und Frank Oehl (Kamenz), Frau Susan Rieger (Kamenz), Nadine und Tom Schäfer (Kamenz), Familie Steglich (Kamenz), Frau Kati Winkler (Kamenz) und Familie Wittwer (Kamenz)

 

Preise, welche noch nicht entgegengenommen wurden, bitte bei der Fa. Pelz & Leder, Ecke Bautzener Str. / Elstraer Str., 01917 Kamenz abholen.

 

Die Veranstalter des Quiz danken allen 80 Teilnehmern für ihr Engagement und ihr Interesse!

 

Hier die Fragen und richtigen Antworten:                                

1             In welchem Jahr wurde der Sechsstädtebund mit Kamenz, Bautzen, Löbau, Zittau, Görlitz u. Lauban gegründet?

               A – 1225

X             B – 1346

               C – 1520

 

2             Wer war der Gründer des ersten Krankenhauses, des „Barmherzigkeitsstifts“ in Kamenz?

               A – Bürgermeister Andreas Günther

               B – Lessings Großvater Pastor Feller

X             C – Dr. Gottfried Böhnisch

 

3             In welchem Jahr bekam Kamenz den Anschluss an das öffentliche Telefonnetz?

X             A – 1899

               B – 1904

               C – 1916

 

4             Wer war der letzte Prior des Franziskanerklosters in Kamenz und wurde der „Kluge Mönch genannt?

X             A – Matthes Rudolph

               B – Hans Wagner (Grabstein am „Mönchshaus“)

               C – Johann Hennigke

 

5             Welcher sächsische Kurfürst hielt in Kamenz den Oberlausitzer Landtag 1621?

               A – Kurfürst August

X             B – Kurfürst Johann Georg I.

               C – August der Starke

 

6             Welche Wallfahrtskapelle war bis 1542 auf dem „Heiligen Berg“ bei Hennersdorf?

               A – es gab keine Kapelle

               B – Kapelle des Heiligen Sebastian

X             C – Kapelle der Heiligen Walpurga

 

7             Welche Bahnstrecke wurde 1874 ab Kamenz eröffnet?

               A – Kamenz – Radeberg               (1871)

X             B – Kamenz - Straßgräbchen

               C – Kamenz – Elstra                       (1890)

 

Superfrage!

Welches 1843 geplante und 1848 fertiggestellte bekanntes Gebäude in der Stadt kostete 26.500 Taler (also etwa umgerechnet 79.500 Goldmark)?

Lösung: Das Kamenzer Rathaus!

10.09.2018 - 02.10.2018

10.09.2018: Auszubildende in der Stadtverwaltung Kamenz

Junge Menschen haben bei uns eine Chance

Schon seit Jahrzehnten werden in der Stadtverwaltung Kamenz junge Menschen zu Verwaltungsfachangestellten (Fachrichtung Landes-/Kommunalverwaltung) ausgebildet. Damit leistet die Stadt Kamenz ihren Beitrag, dass Jugendliche aus Kamenz und der Region eine Chance erhalten, in ihrer Heimat eine Ausbildung machen zu können.

Dieser Tage konnte Nora Dreißig und Elena Johne zum Antritt ihrer Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte gratuliert werden. Dies geschah – mit einem Augenzwinkern – durch die Überreichung einer kleinen Zuckertüte.

OB Roland Dantz überreicht Nora Dreißig zum Beginn der Ausbildung eine Zucker(Ausbildungs)tüte

Zurzeit absolvieren darüber hinaus Kevin Käppler sowie Nadine Zimmermann (2. Ausbildungsjahr) ihre Ausbildung in der Stadt Kamenz, ebenso wie Katrin Teize und Nico Naumann (beide jeweils 3. Ausbildungsjahr). Hauptverantwortlich in der Stadtverwaltung für die Durchführung der Ausbildung der Azubis ist das Dezernat für Service u. Finanzen. Natürlich ist dies nur in Zusammenarbeit mit den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern in den jeweiligen Sachgebieten möglich. Denn hier lernen die Azubis konkret und in der Praxis die Tätigkeiten in einer Verwaltung kennen. In diesem Sinne auch einmal einen Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei der Betreuung der Azubis etwas mehr Zeit und Kraft aufwenden müssen.  

Gruppenbild (Reihe vorn v.l.n.r.) Andrea Wehner Sachgebietsleiterin Personal/Organisation, Nora Dreißig, OB Roland Dantz und Elena Johne; (2. Reihe hintern) Dr. Antje Koch, Dezernentin für Service u. Finanzen.

Aufgepasst! Wir suchen jetzt Bewerber für das Ausbildungsjahr 2019/20 - Stellenausschreibung 

10.09.2018 - 03.10.2018

20.09.2018: Statement des Oberbürgermeisters zum Rücktritt seiner ehrenamtlichen stellvertrendenen Oberbürgermeisterin

Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden.

                                                                                                        Rosa Luxemburg

 

Überraschend hat Stadträtin Marion Junge ihren Rücktritt vom Amt der ehrenamtlichen Stellvertreterin des Ober- bügermeisters erklärt. Dazu der OB Roland Dantz:

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

sehr geehrter Einwohnerinnen und Einwohner,

in den Abendstunden am 19. September 2018 erhielten wir überraschend die Nachricht von Frau Stadträtin Marion Junge, dass sie als ehrenamtliche Stellvertreterin des Oberbürgermeisters mit sofortiger Wirkung zurücktritt. Sie begründete dies u. a. damit, dass mit vermeintlich „unfairen Mitteln unbequeme Fragen oder Anträge nicht zu[ge]lassen“ werden.

Ich denke, nach der Stadtratssitzung am 19. September 2018, die dem Eindruck vieler Stadträte nach harmonisch und konstruktiv verlief, hat dies nicht nur mich, sondern sehr viele andere überrascht. Und da dieser Schritt mit unbegründeten Vorhaltungen von Frau Junge begründet wird, ist es mir wichtig, die Bürgerschaft unserer Stadt über die vorangegangene Situation bzw. Sachlage zu informieren. Viele Kamenzer sind sehr froh, dass wir nach vielen Jahren einen Investor für unseren Bönischstift gefunden haben. Das ist auch so, weil wir gemeinsam in den letzten Jahrzehnten viel Kraft darauf verwandt haben, das unter Denkmalschutz stehende Gelände zu sichern und einer neuen Nutzung zuzuführen. Wir haben die Immobilie mit Beschluss des Stadtrates ausgeschrieben und zwei Angebote bekommen. Das Angebot des Unternehmens Hentschke Bau mit einer Investition für altersgerechtes Wohnen und einem fundierten Konzept ist in der o.g. Stadtratssitzung mit nur wenigen Gegenstimmen, u.a. der von Frau Junge, vom Stadtrat angenommen worden.

Worum geht es?

Die Fraktion „Die Linke“ hatte am 18. September 2018, also einen Tag vor der Beratung des Stadtrates, den nachfolgenden Antrag gestellt:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dantz,

im Namen der Fraktion DIE LINKE bitte ich um Vertagung des TOP 15 auf der morgigen Stadtratssitzung sowie um eine Prüfung des unten genannten Sachverhaltes, ob Herr Drews als Geschäftsführer der Firma Hentschke-Bau Bautzen, der Reichsbürger-Szene angehört bzw. Mitglied in der rechten Gruppierung „Wir sind Deutschland“ ist. Falls dies zutrifft, können wir der Vergabeempfehlung zum Ausschreibungsverfahren „Barmherzigkeitsstift“ nicht zustimmen.

 

Mit besten Grüßen

Marion Junge

Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Kamenz

Als Oberbürgermeister unserer Stadt stand ich vor der Frage, wie ich mit einem solchen Antragsinhalt umgehe.

Dazu habe ich die Mitglieder des Ältestenrates eingeladen. An der Beratung des Ältestenrates nahm auch Frau Junge als Vorsitzende der Fraktion „Die Linke“ im Kamenzer Stadtrat teil. Sie hatte die Gelegenheit, die dem Antrag innewohnenden Mutmaßungen zu belegen bzw. auch die Intention dieses Antrags zu erläutern. Alle anwesenden Mitglieder des Ältestenrates waren – mit Ausnahme von Frau Junge – der Meinung, dass wir nicht bereit sind, einer derartig gewollten Gesinnungsprüfung auch nur ansatzweise das Wort zu reden. Die große Mehrheit des Kamenzer Stadtrates schätzt das Grundrecht der Meinungs- und Gedankenfreiheit und vertritt dieses Grundrecht auch ohne jeglichen Abstrich gegenüber jedem Mann bzw. jeder Frau.

Wir wissen aber auch, dass diese Diskussion im Stadtrat der Stadt Bautzen von Vertretern der Fraktion „Die Linke“  und der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ geführt wurde und so konnten wir in der Beratung des Ältestenrates auch die Haltung des Bautzner Oberbürgermeisters Alexander Ahrens aus einer Sendung von Ostsachsen TV – die jedem zugänglich ist – erfahren.

Auch er wendet sich sehr klar gegen Diffamierungsversuche von Andersdenkenden und als Oberbürgermeister dieser Stadt bin ich genauso wenig – wie eine Mehrheit der Stadträte – bereit, dass auch nur im Ansatz einer „Gesinnungsschnüffelei“ das Wort geredet wird. Der Antrag der Fraktion „Die Linke“ war eher geeignet, das Ansehen der Stadt und damit des Kamenzer Stadtrates massiv zu beschädigen. Auch dies haben wir gegenüber Frau Junge im Ältestenrat deutlich gemacht.

Wir haben aber zugleich Frau Junge gebeten, zu überprüfen, ob sie an ihrem Antrag festhält oder ob sie nicht nach der Beratung des Ältestenrates mit den Mitgliedern der Stadtratsfraktion Fraktion „Die Linke“ spricht, und dass im Ergebnis der Beratung des Ältestenrates der Antrag zurückgenommen wird.

Frau Stadträtin Junge hat diese Möglichkeit genutzt und mir wenige Minuten vor Beginn der Stadtratssitzung mitgeteilt, dass die Fraktion „Die Linke“ den Antrag zurückzieht. Anzumerken ist dabei, dass es Frau Junge – trotz der Diskussion im Ältestenrat – unbenommen geblieben wäre, den o.g. Antrag einzubringen. Das hätte ich als Oberbürgermeister nicht verhindern können und wollen, da es jedem Stadtrat und jeder Fraktion freisteht, im Rahmen der Gemeindeordnung und Hauptsatzung (einschließlich Geschäftsordnung) Anträge einzubringen. Zur weiteren rechtlichen und sachslichen Bewertung liegt eine Stellungnahme der Kanzlei Dr. Brüggen vor.

Wir waren in der Beratung des Stadtrates durchaus froh, dass wir diese Diskussion in der öffentlichen Sitzung nicht führen mussten, umso mehr überraschte es mich, dass Frau Junge wenige Stunden später mit haltlosen Behauptungen das Niederlegen der Funktion der ehrenamtlichen Stellvertreterin des Oberbürgermeisters verkündet bzw. begründet.

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister

20.09.2018 - 26.09.2018

14.09.2018: Bürgerentscheid am 23.09.2018

„Eingliederung der Gemeinde Schönteichen in die Große Kreisstadt Kamenz“

Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Schönteichen haben vor einem Jahr entschieden, dass sie ein Teil unser Stadt Kamenz werden möchten. Nun sind Sie, sehr geehrte Kamenzerinnen und Kamenzer gefragt.

Der Stadtrat stellt folgenden Entscheidungsvorschlag zur Abstimmung:

„Die Gemeinde Schönteichen wird zum frühestmöglichen Zeitpunkt in das Gemeindegebiet der Großen Kreisstadt Kamenz eingegliedert. Eine entsprechende Eingliederungsvereinbarung nach § 8a Abs. 1 SächsGemO ist abzuschließen und die erforderliche Genehmigung einzuholen.“

Auf dem Stimmzettel können Sie mit JA oder NEIN abstimmen. Stimmen Sie mit JA ab, wird der Eingliederung zugestimmt. Wer mit NEIN stimmt, spricht sich gegen die Eingliederung von Schönteichen aus.

Die Abstimmung findet gemeinsam mit der Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Kamenz am 23.9.2018 in der Zeit von 8 - 18 Uhr statt.

 

Dr. Koch

Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses

14.09.2018 - 25.09.2018

Rückblick auf die Einwohnerversammlung am 5.9.2018 zum Bürgerentscheid

Kamenzerinnen und Kamenzer in der Einwohnerversammlung umfassend informiert

Zur nunmehr dritten Einwohnerversammlung, die den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit gab, zur Frage der Eingliederung von Schönteichen in die Stadt Kamenz ins Gespräch zu kommen, waren nicht nur Einwohner der Stadt, sondern auch interessierte Bürger und Gemeinderäte aus Schönteichen in den Ratssaal gekommen. Der Austausch zu den finanziellen Aspekten der Eingliederung war dabei von besonderem Interesse. Darüber hinaus wurde von der Regionalmanagerin, Susanne Danneberg, vom Dresdner Heidebogen e.V. Möglichkeiten der Förderung im ländlichen Raum vorgestellt.

Die Bürgerinnen und Bürger von Schönteichen haben schon vor einem Jahr entschieden: Sie möchten künftig Teil der Stadt Kamenz sein. Und zwar ohne Forderungen! Es ist klar, dass Schönteichen letztlich wegen der bis jetzt unzureichenden finanziellen Ausstattung kleiner Kommunen die Eigenständigkeit aufgeben muss., d.h. es gibt Aufgaben, die mit der Eingliederung der Stadt Kamenz zufallen. Und das kostet natürlich Geld.

Unterstützung durch den Freistaat Sachsen

Der Freistaat unterstützt die Stadt Kamenz. Bedingt durch die Eingliederung erhält die Stadt Kamenz jährlich einen höheren Betrag an Finanzzuweisungen des Freistaates. Für das Jahr 2019 wird sich dieser Mehrbetrag voraussichtlich auf etwa 480 TEUR belaufen. An der Spitze des Freistaates sind personelle Veränderungen eingetreten, die auch zu verändertem Handeln geführt haben. Der Freistaat bemüht sich um eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen. Das ist sichtbar, wenngleich die Landesregierung auch weiterhin in die Pflicht genommen werden muss, hier noch stärker tätig zu werden.

Für wichtige Investitionsvorhaben werden schon jetzt Fördermittel zur Verfügung gestellt. Infolge gezielter Gespräche mit Vertretern des Freistaates Sachsen konnte für die Investitionen zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung in Schönteichen eine hohe Förderquote erreicht werden. Es sind somit weniger eigene Mittel aus dem Haushalt der Stadt Kamenz dafür erforderlich. Auch hinsichtlich der Sanierung der Grundschule in Brauna unterstützt der Freistaat Sachsen im Rahmen der vorhandenen Förderprogramme.

14.09.2018 - 25.09.2018

06.09.2018: Einladung zur Veranstaltung "Perspektiven der Gesundheitsversorgung in Kamenz“ (Termin vorbei)

Anknüpfend an die aktuelle Leitbilddebatte der Großen Kreisstadt Kamenz und den dort formulierten Zielen zur Gesundheitsförderung und -versorgung, soll die Vernetzung der Gesundheitsakteure in Kamenz gestärkt werden. Dazu hat die Stadt Kamenz mit dem Verein „Stadtwerkstatt Kamenz-Bürgerwiese“ e. V und der Nachwuchsforschergruppe „Care4Saxony“ der Technischen Universität Dresden eine Kooperation geschlossen.

Um über die geplanten Aktivitäten zu informieren und aktuelle Bedarfe und Themen der Akteure aus dem Gesundheitssektor als auch der Bürgerinnen und Bürger zu erfahren, laden der Oberbürgermeister der Stadt Kamenz, Roland Dantz, und der Vorsitzende des Vereins „Stadtwerkstatt-Bürger-wiese“ e.V., Michael Schiewack, recht herzlich zur Auftaktveranstaltung dieser Veranstaltungsreihe ein:

Am Donnerstag, dem 13. September 2018, 19.00 – 21.00 Uhr

in die Räumlichkeiten des Vereins „Stadtwerkstatt-Bürgerwiese“ e.V.

auf der Rosa-Luxemburg-Straße 13, 01917 Kamenz

Die Forscher von „Care4Saxony“ und Mitarbeiter des Zentrums für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV) stellen ihr Forschungsvorhaben vor und werden das Rahmenprogramm der Veranstaltung durch Impulsvorträge und Diskussionen gestalten.

Im Anschluss an die Veranstaltung bleibt bei einem kleinen Imbiss Zeit für Fragen und Austausch zum Thema.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

06.09.2018 - 14.09.2018

06.09.2018: 9. September 2018 - Einkaufssonntag & Tag des offenen Denkmals

 

Einkaufssonntag mit Trödelmeile und Saumarkttreiben

Zum traditionellen Herbstfest der Kamenzer Cityinitiative kann in der Kamenzer Innenstadt am Sonntag wieder ausgiebig gebummelt und genossen werden. Den Programmflyer gibt es hier.

 

Tag des offenen Denkmals 2018 - Kamenzer Programm

„Entdecken, was uns verbindet“ lautet das diesjährige Motto am Tag des offenen Denkmals. An diesem Aktionstag gibt es in verschiedenen Museen u.ä. Kultureinrichtungen besondere Programmangebote.

So gibt es in der Lessingstadt Kamenz u.a. im Lessing-Museum, im Sakralmuseum St. Annen und im Museum der Westlausitz (Ponickauhaus) freien Eintritt an diesem Tag. Ziel der deutschlandweiten Veranstaltung ist es, die Bedeutung kulturellen und insbesondere baukulturellen Erbes zu wahren.

Koordiniert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Der Hydraulische Widder – ein erstaunliches Wasserpumpwerk

Vor 113 Jahren erbaut, vor 13 Jahren saniert, der Hydraulische Widder ist auch dieses Jahr wieder für interessierte Besucher am Sonntag, den 9. September 2018 in der Zeit von 10:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr geöffnet. Der Widder befindet sich am Lückersdorfer Weg kurz vor der Ortsteileinfahrt von Lückersdorf.

 

Besucher erfahren Altes und Neues über Hydraulische Widder und über die Geschichte der Trinkwasserversorgung von Kamenz. Sie erleben den Hydraulischen Widder in Aktion und erfahren neueste Erkenntnisse in einem Informationsflyer, der kostenlos bereitliegt. Die ewag kamenz und der Kamenzer Geschichtsverein e.V. freuen sich auf ihren Besuch!

Entdeckungsreise in die Geschichte des Ponickauhauses

Am Tag des offenen Denkmals können die Besucher das Ponickauhaus (Museum der Westlausitz) gründlich entdecken und die wechselvolle Geschichte des Hauses als Denkmal selbst erkunden. Neugier erwecken die mittelalterlichen Tonnengewölbe, staunen kann man über das Kreuzgewölbe aus dem Mittelalter sowie originale Bemalungen aus vergangenen Jahrhunderten entdecken!

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums der Westlausitz haben Bildmaterial aus ihren Archiven geholt und die Geschichte des Hauses dokumentiert. Die „Sieben Themenwelten“ der Dauerausstellung und die aktuelle Sonderausstellung "Amphibios - vom Wunder der Verwandlung" können eben falls – wie schon erwähnt – kostenfrei am Sonntag in der Zeit von 10.00 Uhr – 18.00 Uhr besucht werden.

Städtische Museen und Roter Turm

Tolle Ausstellungen zu freiem Eintritt am Tag des offenen Denkmals - es lohnt sich also gleich doppelt, wieder einmal die Museen der Städtischen Sammlungen zu besuchen! Die Kultureinrichtungen haben am 09.09.2018 wie folgt geöffnet:

  • Lessing-Museum Kamenz
    Lessingplatz 3, 13.00 bis 17.00 Uhr

 

  • Klosterkirche und Sakralmuseum St. Annen
    Schulplatz 5, 10.00 bis 18.00 Uhr

 

  • Stadtgeschichte im Malzhaus
    Eingang Pulsnitzer Straße 16, 10.00 bis 18.00 Uhr

 

  • Sonderausstellung im Malzhaus: „Niemand kann den Mann höher schätzen als ich …“ Winckelmann & Lessing,
    Eingang Pulsnitzer Straße 16, 10.00 bis 18.00 Uhr

 

  • Roter Turm
    Pulsnitzer Straße 27, 10.00 bis 18.00 Uhr

Kirche zum Tag des offenen Denkmals

Hauptkirche St. Marien

11.30 – 17.30 Uhr           Möglichkeit zur Besteigung des Kirchturms

14.00 – 17.30 Uhr           Turmcafé im Kirchturm geöffnet

17.30 Uhr                         Turmbläser spielen auf

18.00 Uhr                         Konzert für Trompete und Orgel mit Robert Wintzen, Trompete und KMD Michael Pöche, Orgel

 

Katechismuskirche

11.30 – 17.30 Uhr           geöffnet

 

Klosterkirche St. Annen/Sakralmuseum

10.00 – 18.00 Uhr           geöffnet

15.00 Uhr                         Orgelführung an der Mende-Orgel

 

St. Just-Kirche

11.00 – 14.00 Uhr           geöffnet; Möglichkeit sich über die Freskenrestaurierung zu informieren

06.09.2018 - 10.09.2018

29.08.2018: Einwohnerversammlung am 05.09.2018 (Termin vorbei)

Einwohnerversammlung am 05.09.2018, 19:00 Uhr

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

sehr geehrte Einwohnerinnen, sehr geehrte Einwohner,

es ist richtig, wenn wir vor Richtungsentscheidungen stehen, dass wir die damit verbundenen Fragen und Vorstellungen miteinander besprechen und letztendlich durch Sie, durch die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, entscheiden lassen. Dies soll am 23. September 2018 zur Frage, die die Menschen von Schönteichen an uns gerichtet haben „Sind wir bereit, den Weg in die Zukunft gemeinsam zu gehen?“ geschehen.

Wir haben uns im Stadtrat Gedanken gemacht, wie wir Sie mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten erreichen können. Neben der sehr ausführlichen Eingliederungskonzeption, welche wir auf der Website der Stadt, über das Beteiligungsportal und auch in der Rathausinformation zur Verfügung gestellt haben, erhielten Sie über das Amtsblatt der Stadt Kamenz eine Broschüre, welche die wichtigsten Informationen zusammenfasst und auch den Entwurf der Eingliederungsvereinbarung zwischen Kamenz und Schönteichen beinhaltet.

Eine andere Form, um direkt ins Gespräch zu kommen, sind die Einwohnerversammlungen, deren Termine der Stadtrat ja am 20. Juni 2018 beschloss. Eine hat in diesem Jahr bereits im Juni stattgefunden.

Sicher gibt es viele Fragen: Wie können wir die Aufgaben, die vor uns liegen, stemmen? Wie kann der Freistaat dabei unterstützend helfen? Der finanzielle Aspekt ist dabei nur einer von vielen. Lassen Sie uns daher die Einwohnerversammlung am 5. September 2018 auch dazu nutzen, beispielhaft zu zeigen, welche Fördermöglichkeiten im ländlichen Raum zur Verfügung stehen und wie diese genutzt werden könnten.

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

werte Einwohnerinnen und Einwohner,

ich lade Sie im Namen des Stadtrates herzlich zur Einwohnerversammlung am

5. September 2018 um 19 Uhr in den Ratssaal des Kamenzer Rathauses ein.

Tagesordnung:

  1. Eingliederung der Gemeinde Schönteichen in die Stadt Kamenz - Vorstellung Eingliederungskonzeption und öffentlich-rechtliche Vereinbarung sowie eingegangene Einwendungen
    Bestandteil dieses Tagesordnungspunktes ist auch ein Beitrag des Dresdner Heidebogen e.V. über Fördermöglichkeiten im ländlichen Raum.
  2. Diskussion

Ich freue mich auf Ihr Kommen

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister

 

Informationen zur Eingliederung finden sich unter diesem Link.

29.08.2018 - 06.09.2018

 

27.08.2018: Erster Textentwurf des Leitbildes wurde kritisch diskutiert

Erster Textentwurf des Leitbildes wurde kritisch diskutiert

Am 14.8.2018 tagte die Steuerungsgruppe Leitbild „Kamenz 2030“ zum ersten ausformulierten Textentwurf im Ratssaal. Im Vorfeld des Termins hatten alle Mitglieder der Steuerungsgruppe die Möglichkeit, sich ca. 4 Wochen mit dem ersten Entwurf inhaltlich zu beschäftigen. Der Textentwurf wurde auf Grundlage der Schlüsselbegriffe und der Schwerpunktsetzungen aus der Grundstruktur erstellt, er hatte die Aufgabe motivierend und zugleich lesbar die Eckwerte der zukünftigen Stadtentwicklung in Kamenz bis 2030 darzustellen. Anwesend an dem Abend waren 11 Mitglieder der Steuerungsgruppe, vier Vertreter der Stadtverwaltung, der Moderator und Vertreter der Fachhochschule Dresden. Ziel der Veranstaltung war es, den ersten ausformulierten Textentwurf zu beraten und zu diskutieren.

Nach ca. 2 Stunden intensiver Diskussion wurde die Grundstruktur noch einmal bestätigt und aus der Steuerungsgruppe der Auftrag erteilt, den Textentwurf zu überarbeiten. Der überarbeitete Entwurf zum Leitbild soll mehr Verbindlichkeit ausstrahlen und die zukünftige Gesamtentwicklung in allen Lebensbereichen und die Herausforderung vor denen die Stadt Kamenz in kommenden Jahren steht herausarbeiten. Dazu soll die bestätigte Grundstruktur deutlicher in den Mittelpunkt der Ausformulierung gerückt werden.

Der Diskussionsabend endete damit, dass ein überarbeiteter Leitbildtextentwurf zunächst in kleinerer Rund mit bis zu vier Vertretern aus den einzelnen Arbeitsgruppen vorabgestimmt und dann nochmals in der Steuerungsgruppe abschließend beraten wird.

Als Zielstellung für den Beschluss im Stadtrat wird nun der Termin am 14.11.2018 durch das Moderationsteam angestrebt.

27.08.2018 - 10.09.2018

24.08.2018: Ein wunderbares Forstfest wurde am Donnerstagabend stimmungsvoll beendet

… und dass einen Wettergott hatte, der auch an diesem Tag noch gnädig war

Die Komiteemitglieder sind einhellig der Auffassung, dass das diesjährige Forstfest auch wieder ein großer Erfolg war und teilen den Eindruck des Oberbürgermeisters, dass auf ein sehr schönes Forstfest 2018 zurückgeblickt werden kann. Das erreichte hohe Niveau bei den Umzügen und in der Organisation konnte gehalten worden. Der Oberbürgermeister und die Komiteemitglieder danken ausdrücklich allen an der Vorbereitung und Durchführung des diesjährigen Forstfestes Beteiligten.

Besondere Freude herrschte darüber, wie in diesem Jahr die Landespolitik das Kamenzer Forstfest wahrgenommen hat. So weilte am Montag der Kultusminister Christian Piwarz und am Donnerstag sogar der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer, in Kamenz. Beide zeigten sich begeistert, mit welchem Enthusiasmus die Kinder und Jugendlichen, vorbereitet von ihren Eltern und auch Großeltern sowie begleitet durch die Kamenzer Lehrerinnen und Lehrer diesem – unserem – Fest das Gepräge und seinen Glanz gegeben haben. Anknüpfend an die ersten Dankesworte des Oberbürgermeisters nach dem Auszug am Donnerstag meinte Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Man kann nur Danke sagen, wie Sie es gesagt haben, allen die da mitgeholfen haben – fleißige Hände –, die das Gefühl haben, dass man das machen muss. Es ist schon so, wenn man einmal mitgelaufen ist, glaube ich, das vergisst man sein Leben lang nicht. Das verbindet auch so mit Heimat, das macht ja Heimat auch aus, gemeinsame Erlebnisse, Tradition, Geschichten (…). Schön, dass Sie das bewahren.“

 

Festgelände im Forst und Teilnehmerzahlen

Wir können feststellen, dass ca. 35.000 Tickets verkauft wurden (Tagesbänder und Wochenpakete entsprechend gezählt.). Hinzu kommen noch die Tickets (Tagesbänder und Wochenpakete entsprechend gezählt.) für ehrenamtliche Kräfte und die Schülerinnen und Schüler, so dass man insgesamt von ca. 46.000 Besucher im Forst ausgehen kann. Darin nicht eingerechnet sind u.a. die Besucher zum Eröffnungskonzert auf dem Markt am Freitag, die Besucher der diversen Konzerte der Blasorchester, die Besucher des Adlerschießens und des Schützenauszuges. Selbst die witterungsbedingte Absage des Feuerwerks am Mittwoch, die doch zu einem bemerkbaren Rückgang an Besuchern des Festplatzes führte, wurde durch erhöhte Besucherzahlen an anderen Tagen kompensiert.

Hinzu kommen noch die Teilnehmer und Zuschauer des Schauturnens sowie – nicht zuletzt – die Besucher und Gäste der Umzüge. Bei Letzteren kann man jeweils geschätzt im Durchschnitt mindestens von 2.800 Teilnehmern (Eltern, Großeltern und Verwandte) ausgehen mit einer entsprechenden Anzahl auch noch von auswärtigen Besuchern. Sehr vorsichtig geschätzt käme man auf eine Gesamtzahl von mindestens 54.000 Besuchern des Kamenzer Forstfestes in diesem Jahr. Wobei diese Zahl – wie schon ausgeführt – auf Annahmen und Schätzungen beruht. Gleich wie, es herrschte an allen Orten das gewünschte „Gewimmel“, sicherlich auch begünstigt durch die schon angebrochene Schulzeit.

 

Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte

Hier kann kurz und bündig festgestellt werden, dass sich das Sicherheitskonzept auch in diesem Jahr bewährt hat. In diesem Zusammenhang dankt der Oberbürgermeister ausdrücklich für die Umsicht und die Zuverlässigkeit des Wachdienstes – der Mitteldeutschen Wachschutz GmbH & Co. KG. Dies schließt den Dank an die Rettungskräfte des DRK, an die Kameraden der FFw, an das Kamenzer Polizeirevier sowie an den Einsatzstab der Stadtverwaltung mit ein, denn sie haben umfassend für Ordnung und die Sicherheit der Besucher des Kamenzer Forstfestes, einschließlich des Festgeländes gesorgt. Insofern gab es auch keine erwähnenswerten oder gravierenden Vorkommnisse. Besonders hervorzuheben ist das Bewässern des Festgeländes im Forst, u.a. durch die Jugendfeuerwehren Bernbruch und Kamenz-Stadt, die dadurch dafür sorgten, dass die Brandgefahr an dieser Stelle erheblich gesenkt wurde. Auch an die Schausteller sei unser Dank für ihr umsichtiges Verhalten in der Forstfestwoche gerichtet.

Verkauf Eintrittskarten

Der Vorverkauf hat gezeigt, dass viele die Möglichkeit genutzt haben, schon im Vorfeld des Festes entsprechende Einlassbändchen zu erwerben. Dass für den Freitag und Donnerstag, aufgrund der Verstärkung der Sicherheitsbedingungen, jetzt Eintritt bezahlt werden muss, hat sich nicht gravierend ausgewirkt, eher war für Freitag ein leicht erhöhter Verkauf festzustellen.

Handel und Wandel

Der neugestaltete Marktplatz hat seine Bewährungsprobe bestanden. Die Forstfestumzüge konnten in der bewährten Art und Weise stattfinden.

Erste Einschätzungen legen auch nahe, dass es bei den Schaustellern, Gewerbetreibenden und Zeltbetreibern eine allgemeine Zufriedenheit sowohl vom Besucheraufkommen als auch hinsichtlich der eigenen Umsätze gibt. Dies bestätigte sich auch in Gesprächen, wo z.T. von großer Zufriedenheit gesprochen wurde. Das Geld habe locker gesessen. Genaueres werden weitere Auswertungsrunden ergeben.

Forstfestumzüge

Es war für die Besucher und Ehrengäste in unserer Stadt wieder eine Augenweide, die Kinder in ihren weißen Kleidern mit dem opulenten Blumenschmuck zu sehen. Trotz der widrigen Witterungsumstände haben die Gärtnerinnen und Gärtner wieder eine Meisterleistung hingelegt und sind z.T. an ihre Grenzen gekommen. Immerhin waren es in diesem Jahr wieder rund 1.400 Schülerinnen und Schüler, darunter auch eine erhöhte Anzahl von Teilnehmern aus den Förderschulen, die an den Auszügen teilgenommen haben.

 

Alte Filme

Im April 2018 hatten Nachfahren der Kinobesitzer Hauffe, Bautzner Straße 51, durch Vermittlung des Oberbürgermeisters dem Stadtarchiv Kamenz mehrere Nitrofilme mit der Aufschrift „Forstfest“ übergeben. Um diese Filme wieder ansehen zu können, wurden sie durch das Stadtarchiv einer Fachfirma zur Digitalisierung übergeben. Nach Abschluss dieser Bearbeitung konnten die Ergebnisse in Augenschein genommen werden. Schnell war klar, dass es sich hierbei um die aus Anlass der Forstfeste von 1911 und 1921 gedrehten Filme handelt, die einst im Kino der Familie Hauffe präsentiert wurden und seit langer Zeit als verloren galten.

 

Nun war dieser Schatz gehoben worden und wurde zum einen durch das Hotel „Goldner Hirsch“ in der Schweizer Baude während der Öffnungszeit des Festgeländes gelegentlich, aber doch mehrmals gezeigt. Zum anderen ermöglichte die Übergabe der Filme an die Stadt und ihre durch das Stadtarchiv veranlasste Digitalisierung dem Verein „Stadtwerkstatt-Bürgerwiese“, diese im Rahmen ihrer gutbesuchten Kaffeekränzl im Innenhof der Bautzner Straße 51 am Montag und am Donnerstag zu präsentieren.

Erste Auswertungen

Das Forstfestkomitee traf sich bereits am Donnerstagabend zur ersten Nachschau und erstem Resümee im festlichen Rahmen. Natürlich gibt es hier und da – wie immer im Leben – noch Möglichkeiten zur Verbesserungen, so z.B. das Mitsingen der Forstfestlieder durch die Schülerinnen und Schüler. Insgesamt wurde aber – wie schon ausgeführt – ein überaus positives Resümee gezogen.

 

Das Wetter war schon ziemlich heiß, aber durch verschiedene Maßnahmen wurde alles dafür getan, um die Umzüge für die Kinder und Jugendlichen zu erleichtern. Am Donnerstag z.B. wurden Gesangseinlagen etwas verkürzt und an beiden Tagen stellte die Stadtverwaltung an jeweils drei Punkten (Schulplatz, Marktplatz, Schlussort der Auszüge) des Umzuges ausreichend Getränke zur Verfügung. Gemessen an der Gesamtzahl der Teilnehmer hatten nur sehr wenige Schülerinnen und Schüler Probleme, die aber professionell von Rettungskräften des DRK behandelt worden. Auch hatten dieses Mal die Schulen schriftlich die Eltern darüber informiert, dass ihre Kinder vor den Umzügen ausreichen essen und trinken sollten. Außerdem sollte eine Telefonnummer den Kindern mitgegeben werden, mit der bei Bedarf Erziehungsberechtigte – bei gesundheitlichen Problemen – informiert werden konnten.  

Ausblick 2019

Zum einen wird das Forstfest im nächsten Jahr im Zeichen des Jubiläums der 1. Oberschule stehen, die dann 175 Jahre alt wird. Besonderheit dabei: Die dafür notwendige Schlüsselübergabe wurde am 19. August 1844, der dann 2019 der Forstfestmontag ist, vollzogen. Von dieser Schule „geht“ sprichwörtlich am Forstfestmontag alles aus. Zum anderen wird dieses Forstfest eine starke sächsische Aufmerksamkeit erfahren, weil sich dann die sächsischen Schützenvereine beim Landesschützentag in Kamenz versammeln und einen großen Schützenumzug veranstalten werden, der voraussichtlich am Sonnabend, dem 17. August 2019 stattfinden wird, wodurch der Tag des Bieranstichs zusätzlich aufgewertet wird.

Angeregt wurde weiterhin, dass die Stadt Kamenz den Antrag stellt, dass das Kamenzer Forstfest (mindestens) in das „Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen wird. Beim immateriellen Kulturerbe handelt es sich um kulturelle Ausdrucksformen und Handlungsweisen, die einen Wert darstellen und die von Generation zu Generation weitervermittelt werden und stetig erneut stattfinden.

Und so kann man abschließend frohgemut ausrufen: Vivat, vivat, hoch!

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister und Vorsitzender des Forstfestkomitees

24.08.2018 - 04.09.2018

21.08.2018: Das Kamenzer Forstfest 2018 ist schon jetzt ein Riesenerfolg!

Zahlreiche Gäste aus nah und fern – u.a. am heutigen Tag der Kultusminister des Freistaates – Herr Christian Piwarz – ließen es sich nicht nehmen, das Kamenzer Frostfest zu besuchen.

Nach der Eröffnung am Freitag mit tausenden Besuchern auf dem Kamenzer Marktplatz, dem Bieranstich auf unserem sehr gut besuchten Festgelände, dem Festumzug der Schützen des Schützenkreises Westlausitz am Sonntag sowie dem festlichen Auszug am heutigen Montag nimmt das Kamenzer Forstfest seinen Lauf. Auch der der Sportlerauszug am am Dienstag in der Kamenzer Innenstadt und das anschließende Schauturnen im Kamenzer Forst mit zahlreichen Sportlerinnen und Sportlern, Schülerinnen und Schülern war eindrucksvoll.

Und zweifelsfrei wird der Mittwoch, wie in den Jahren zuvor, ein „Hochtag“ im Kamenzer Forst. Das Fortfestkomitee bedankt sich schon jetzt für das entgegengebrachte Verständnis, dass wir uns – aufgrund der langanhaltenden Trockenheit und der damit verbundenen Brandgefahr – entschieden haben, in diesem Jahr auf das Feuerwerk zu verzichten. Die Festplatzatmosphäre wird auch am Mittwoch zahlreiche Gäste in ihren Bann ziehen.

Die Wetterlage sieht gut aus, so dass wir uns am Donnerstag auf den Besuch des Ministerpräsidenten des Freistaates, Herrn Michael Kretschmer, freuen, mit dem wir gemeinsam den Auszug der Kinder und Jugendlichen erleben werden. Und am Abend gibt es dann wieder „Gänsehautfeeling“, wenn unsere Kinder und Gäste mit dem Einzug in die Stadt mit das Forstfest 2018 beschließen.

Zuletzt noch ein kleiner Ausblick auf das Jahr 2019: Hier wird es einen besonderen Höhepunkt geben und wir freuen uns schon jetzt, dass sich dann zum Forstfest 2019 die sächsischen Schützenvereine beim Landesschützentag in Kamenz mit uns versammeln und das Forstfest gemeinsam mit uns feiern.

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister

21.08.2018 - 24.8.2018

16.08.2018: Anhaltende Trockenheit verhindert traditionelles Feuerwerk

Leider muss in diesem Jahr das traditionelle Feuerwerk abgesagt werden. Dieser Wermutstropfen trübt ein wenig den furiosen Fest- beginn, aber wir feiern weiter.

 

16.08.2018 - 23.08.2018

 

09.08.2018: Rückschau auf ein partnerschaftliches Projekt zw. Lubań und Kamenz

Rückschau auf ein partnerschaftliches Projekt zw. Lubań und Kamenz

Im Jahr 2017 wurde in Lubań das Projekt "Gemeinsame Kultur und Geschichte eine Brücke zwischen den Einwohnern von Lubań und Kamenz" aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und aus dem Staatshaushalt im Rahmen des Kleinprojektefonds Interreg Polen-Sachsen 2014-2022 durchgeführt.

Das Projekt hatte das Ziel, die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Kulturbereich zwischen den Einwohnern von Lubań und Kamenz zu stärken.

Es wurde mit Erfolg umgesetzt: Im Rahmen des Projekts wurden geplante Aktivitäten eines Gesangsworkshops organisiert. Einwohner von Lubań und Kamenz nahmen an diesem Workshop teil. Der Unterricht dauerte drei Tage, vom 22. bis zum 24. September 2017, und wurde im städtischen Kulturzentrum in Lubań abgehalten. Die Teilnehmer übten das eigens komponierte Oratorium „Jubilate Deo Omnis Terra – Oratorium über den Heiligen. Maria Magdalena“ ein und spielten es dann gemeinsam mit einem Orchester, bestehend aus professionellen Musikern, während der Hauptmessen der Patronatsfeier am 24. September in der Dreifaltigkeitskirche in Lubań.

Am 25. November 2017 wurde das Projekt zusammenfassend noch einmal vorgestellt. Die Vorstellung fand in der Partnerstadt Kamenz statt. Lubań war mit einer Gruppe von 50 Sängern, Musikern aus der Aufführung des Oratoriums sowie Vertretern der lokalen Regierung in Kamenz vertreten.

Während der Zusammenkunft in Kamenz hatte die polnische Gruppe die Gelegenheit, Kamenz kennenzulernen, die deutschen Chormitglieder erneut zu treffen und vorbereiteten Vorträge zuzuhören.

Als Höhepunkt des Treffens sahen alle Teilnehmer die Video-Aufnahme des Oratoriums "Jubilate Deo Omnis Terra", wie es in Lubań, anlässlich der Feierlichkeiten zur Übertragung des Patronats der heilige Maria Magdalena über die Stadt Luban aufgeführt worden war. Das Oratorium sowie dessen Einstudierung und natürlich die Aufführung in beiden Städten ist ein schönes Beispiel für die Möglichkeiten der vorhandenen Förderprogramme. Als begünstigte Institution fungierte in diesem Zusammenhang das Städtisches Kulturzentrum in Lubań, während die Stadt Kamenz als Partner auftrat. Das Projekt wurde aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und aus dem Staatshaushalt im Rahmen des Kleinprojektefonds Interreg Polen-Sachsen 2014-2022 kofinanziert.

Begünstigter: Städtisches Kulturzentrum in Lubań http://luban.naszgok.pl Partner: Stadt Kamenz www.kamenz.de

Zeitpunkt der Projektdurchführung: 03.07.2017 – 30.11.2017

Projektwert: 17.624,67 Euro

Kofinanzierung durch die Europäische Union 

http://luban.pl/patronat

09.08.2018 - 21.08.2018

27.07.2018: Stadtgrün benötigt dringend Wasser

Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kamenz und ihrer Ortsteile

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kamenz und der Ortsteile,

es ist Sommer in unserer schönen Stadt. Neben den angenehmen Seiten, die diese Zeit des Jahres mit sich bringt, gibt es, angesichts der anhaltenden Trockenheit und Hitze, Auswirkungen auf unsere Umwelt. Aktuell haben unsere Mitarbeiter der KDK alle Hände voll zu tun, um die Pflanzen im öffentlichen Raum regelmäßig zu gießen. Da Kamenz eine grüne Stadt ist und dies auch so erhalten werden soll, richte ich heute einen Aufruf an Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kamenz, um Hilfe bei der Bewässerung der Pflanzen, im Besonderen der Bäume und Sträucher in der Stadt.  Die bereits langanhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen lassen unseren Grünbestand stark leiden. Es reicht schon ein Eimer Wasser am Baum oder Strauch nebenan oder dem Park in der Nähe.

Den Aufruf möchte ich auch an die Eltern unserer Kinder der Stadt richten, welche gemeinsam mit mir einen Baum, „ihren“ Baum, gepflanzt haben. Nutzen Sie doch einen Familienspaziergang, um Ihr Bäumchen zu besuchen und zu wässern. Es wäre doch schade, wenn dieses seine Blätter abwerfen würde.

Bereits jetzt möchte ich mich bei Ihnen für das Engagement bedanken und wünsche Ihnen eine schöne Sommerzeit.  

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die Dezernentin für Stadtentwicklung und Soziales Frau Katrin Andrews Tel. 03578/379 210 oder an Frau Manuela Rutkowsky von der KDK 03578/377 162.

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister der Stadt Kamenz

27.07.2018 - 27.08.2018

25.07.2018: Die Leitbilddebatte geht in die nächste Phase

Nachdem die Steuerungsgruppe in ihrer letzten Sitzung Mitte Mai die vom Redaktionsteam erarbeitete Grundstruktur des künftigen Leitbildes „Kamenz 2030“ (https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/kamenz/startseite) bestätigt hat, liegt nun der erste ausformulierte Textentwurf vor. In einer Präambel und fünf Leitbildbausteinen wird ein Bild der Stadt Kamenz im Jahr 2030 entworfen, das als Richtschnur der in den nächsten Jahren zu treffenden Entscheidungen dienen soll.

Dabei werden die in den thematisch orientierten Arbeitsgruppen entwickelten Schwerpunktthemen- und –projekte aufgenommen und zu übergeordneten Leitbildbausteinen zusammengeführt. Der vorliegende Entwurf des Leitbildtextes wurde nun an alle beteiligten Akteure aus Bürgerschaft, Stadtpolitik und Verwaltung versandt und bildet die Diskussionsgrundlage für die weitere Arbeit am Kamenzer Leitbild. Bereits in der nächsten Steuerungsgruppe am 14.08.2018 sollen Hinweise und Anregungen sowie Kritik aufgenommen und sich zum weiteren Verfahren der Leitbilddebatte geeinigt werden.

Mitte Juli 2018 - 27.08.2018

24.07.2018: Eine Puppenstube in Lichtenberg

Seit vielen Jahren sammelt Gudrun Schöne mit viel Liebe und Zeitaufwand Puppenstuben, Puppen, Puppenwagen, aber auch anderes Kinderspielzeug, wovon man sich in den Ausstellungsräumen in Lichtenberg selbst überzeugen kann. Zu jedem Sammlerstück weiß Gudrun Schöne kleine Geschichten zu erzählen, die großen Puppen- und Puppenhaushersteller des 19. und 20. Jahrhunderts kann sie aus dem Effeff. Neben den vielen Puppen- und liebevoll eingerichteten Puppenstuben bzw. -häusern gibt es auch verblüffende Sammlerstücke, so die Puppe bzw. das Baby mit den drei Gesichtern: der friedlich schlafende, der fordernd quengelnde und der glücklich freuende Gesichtsausdruck. Mit einer – im wahren Leben nicht auszuführenden – Drehung des Kopfes des Kindes konnten, bezogen auf die jeweilige Situation, diese unterschiedliche Gesichtsmimik in das Spiel einbezogen werden.

Und so vergeht die Zeit der Führung wie im Fluge. Und – dies sei auch angemerkt – die Schau ist nicht nur für Kinder, schon gar nicht nur für Mädchen geeignet, auch Erwachsene werden ihre Freude daran finden, denn es wird nicht nur das historische Interesse bedient, sondern es ist eventuell auch ein Ausflug in die eigene Kindheit, da scheinbar die Welt noch in Ordnung war. Das Credo von Gudrun Schöne lautet: „Sammeln ist nicht nur Sammeln aus Leidenschaft, vieles soll der Nachwelt erhalten bleiben, denn jedes Stück könnte eine Geschichte erzählen – ein Stück Erinnerung.“ Die Schau, besonders der Puppenstuben „spiegelt auch zum großen Teil die Wohnverhältnisse und Lebensgewohnheiten vergangener Zeiten wider.“ Dafür durchstreift sie nicht nur die Trödelmärkte und besucht Haushaltsauflösungen, sondern legt selbst Hand an, indem sie u.a. mit Stricknadel, Wolle und Garn die passende Kleidung der jeweiligen Zeit nachempfindet bzw. herstellt. Abschließend sei noch erwähnt, dass Gudrun Schöne ohne die tatkräftige Unterstützung ihres Mannes, der ihr in vielem den Rücken freihält, ihr lebensbestimmendes Sammler- und Ausstellungshobby nicht in diesem Umfang betreiben könnte, wofür sie ihm sehr dankbar ist.

Besucher sind willkommen

Aus all dem Gesagten gibt es nur eine Schlussfolgerung: Den Kamenzer und ihren Gästen sei diese von den Räumlichkeiten her kleine, aber vom Umfang her feine Ausstellung ausdrücklich empfohlen! Die Ausstellungsräume der „Puppenstube“ befinden sich in der Straße der Jugend 16 in 01896 Lichtenberg, eine Gemeinde unweit von Pulsnitz. Sie hat von November bis März immer sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet, aber zurzeit sind nach telefonischer Vereinbarung auch Besuche möglich und erwünscht. Zur Vorabstimmung bitte unter 035955 43282 anrufen. Informationen finden sich auch im Internet unter http://www.puppenmuseum-sachsen.de/index.html.

Im Übrigen ist der Eintritt frei, wobei sich Gudrun Schöne aber über jeden freiwilligen Obolus freut. Dieser fließt dann umgehend wieder in die Erhaltung und die Anschaffung neuer Sammlerstücke. Also hinfahren, schauen, staunen sowie genießen und ein Stückchen historisch gebildeter diesen Ort verlassen!

06.07.2018 - 27.07.2018

19.07.2018: Zurück in die Zukunft
Thomas Hucke, © Skeleton Technologies

Ein Neuanfang bei einem erfolgreichen Start Up: für Thomas Hucke begann im Mai 2018 ein neues Kapitel seiner beruflichen Laufbahn. Als technischer Geschäftsführer des Unternehmens Skeleton Technologies, dem weltweit einzigen Hersteller von Graphen-basierten Ultrakondensatoren mit Sitz in Großröhrsdorf, gestaltet er heute gemeinsam mit seinem Team an der Zukunft des Energiespeichermarktes mit. Die Rückkehr nach Dresden, zurück zu Familie und alten Freunden war dabei der andere große Faktor, welcher für Ihn die Entscheidung zurück zukommen leicht machte. Eine Erfolgsgeschichte, ganz ohne Hindernisse.

 

Ein leises, unterfrequentes Summen liegt in der Luft. Neben dem Geräusch der Räder auf dem Asphalt ist nichts zu hören. Die bunt leuchtenden Farben des Autodisplays zeigen ein pulsierendes Batteriesymbol. Bei jedem Tritt auf das Bremspedal wird die Batterieanzeige ein bisschen größer, der Verbrauch sinkt. Elektroautos sind die Zukunft der Automobilindustrie und maßgeblich an der Energiewende in Deutschland beteiligt. An einem wichtigen Teil der Technik, welche heute und zukünftig den Markt bereichern soll und Schritt für Schritt die Zukunft der Mobilität bestimmt, ist auch Thomas Hucke, CTO und Managing Director bei Skeleton Technologies, beteiligt. Neben der Verlängerung der Reichweite und der Lebensdauer von Batterien von Elektrofahrzeugen, kommen Ultrakondensatoren aus Sachsen beispielsweise in Energiespeichern für erneuerbare Energien aus Wind- und Solaranlagen oder auch bei der Kraftstoffeinsparung von Bussen und LKWs zum Einsatz.

 

Der Ruf der Veränderung

 

Begonnen hatte alles mit seinem Studium als Verfahrensingenieur an der Technischen Universität in seiner Geburtsstadt Dresden und in Freiberg. Nach Studienabschluss begann er als Entwicklungsingenieur in Pirna, dann zog es ihn aus der Region für fünf Jahre in die Schweiz und später für dreieinhalb Jahre nach Frankfurt. Die Entscheidung zu den jeweiligen Ortswechseln war dabei immer gesteuert von dem Wunsch der beruflichen Weiterentwicklung. „Alles in allem beschäftige ich mich seit fast 20 Jahren mit dem Thema Batterien und Energiespeicher im Allgemeinen und mit Graphen und Kohlenstoffen im Speziellen.“ sagt Hucke. „Aber gerade mit einer wachsenden eigenen Familie ist man immer mehr auch auf die Unterstützung der Großeltern, der Familie im Ganzen angewiesen. Beides konnte ich mit Skeleton in Dresden realisieren.“

 

Der Weg zurück

 

Und so kam es Anfang 2018 zu ersten Gesprächen mit Skeleton und dessen CEO Taavi Madiberk. „Der Schritt in ein Start Up Unternehmen will wohl überlegt sein, die Entscheidung fiel mir dann aber relativ leicht, auch weil Skeleton im Markt etabliert ist und weil zahlreiche namhafte industrielle Partner großes Interesse an den Technologien zeigen.“ Aber vor allem hier sah Thomas Hucke auch viele Vorteile. Prozesse laufen dynamischer ab, man besitzt mehr Flexibilität, mehr Mitspracherecht als in althergebrachten Konzernstrukturen. „So haben auch jüngere Mitarbeiter die Möglichkeit, sich produktiv ins gesamte Unternehmen einzubringen“ ergänzt Sophie Genschow, die im Bereich Human Ressources bei Skeleton Technologies tätig ist. In manchen Belangen ist die Arbeit in einem Start Up sicher auch etwas unkonventionell. „Meinen Arbeitsvertrag habe ich auf der Durchreise von Herrn Madiberk in einem Café am Flughafen unterschrieben.“ erzählt Hucke mit einem Lächeln auf den Lippen.  Aber genau das schätzt er mittlerweile. Die effektive Arbeit steht immer an erster Stelle, Aufgaben gilt es zu erledigen und man kann sich seine Zeit frei einteilen. Ein Luxus, den der zweifache Vater sehr zu schätzen weiß.

 

Rückkehr ohne Hindernisse

 

Entgegen dem Trend verlief die Rückkehr der Familie Hucke ganz ohne Probleme. „Wir hatten uns nur für eine Wohnung in Dresden beworben und diese tatsächlich bekommen. Unsere Kinder waren nach gut 4 Wochen in Kindertageseinrichtungen quasi um die Ecke untergebracht. Selbst beim Umzug ist nichts zu Bruch gegangen.“ erzählt Hucke. Nach den häufigen Ortswechseln entwickelt man eine Art Routine, man weiß, was wann und wie zu erledigen ist und kann dann nach und nach alles abhaken. So erfolgte der Umzug nach Dresden parallel zum Arbeitsbeginn bei Skeleton Anfang Mai. Die Eingewöhnung an die alte Heimat ging danach ganz schnell. Herzlich aufgenommen von Familie und alten Freunden genießt die Familie jetzt die kulturellen Möglichkeiten der Landeshauptstadt oder die Natur der Sächsischen Schweiz. „Die Stadt, auch mit Ihrem Umland hat sich deutlich weiterentwickelt.“ findet Thomas Hucke und holt dann wieder den Bogen zu seinem Arbeitsbereich „Ein großer Vorteil hier ist die Unterstützung der Landesregierung und der Wirtschaftsförderung, die Förderung von Leuchtturmprojekten. Im Technologiesektor muss sich die Region nicht vor den großen Playern in Deutschland verstecken.“ Frau Genschow ergänzt, dass durch das vorhandene Technologiecluster im nahen Umkreis viele Vernetzungen möglich sind. Die Menschen in der Gegend sind aufgeschlossen und fokussiert darauf gute Arbeit zu leisten und beständige Partnerschaften zu knüpfen. Diese vielen Vorteile sollten noch mehr vermarktet werden finden beide. Es fehlt ein bisschen das „polierte“ Image der Region. „Es hat leider immer noch ein anderes Gewicht, ob im Lebenslauf ein Jahr in München oder ein Jahr in Dresden auftaucht“ sagt Sophie Genschow. Doch die positive Entwicklung schreitet voran und zieht innovative Start Ups wie Skeleton in die Wachstumsregion.

 

Ein umkämpfter Markt  

 

Im Technologiebereich sind Fachkräfte begehrt und selten lang auf dem Markt. „Man muss schnell sein und am besten potentielle Fachkräfte bereits währen der Ausbildung begleiten“ erläutert Sophie Genschow. Das Unternehmen greift dabei auf alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen zurück, neben reichweitenstarken Online-Portalen auch immer mehr auf lokale und regionale Angebote. Und dabei merkt man auch den steigenden Bekanntheitsgrad des Unternehmens. „Wir bekommen immer mehr Anfragen von potentiellen Bewerbern, die uns initiativ ansprechen.“ freut sich Frau Genschow. Doch auch zukünftig sieht sie die Gefahr eines voranschreitenden Fachkräftemangels. Denn eine erfolgreiche Entwicklung eines Unternehmens steht und fällt mit seinen Mitarbeitern. Projekte wie die „Wachstumsregion Dresden“ sind dabei ein sehr wichtiger Partner.

 

Das grüne Batteriesymbol des Autodisplays leuchtet mittlerweile durchgehend. Die volle Energie steht für den Antrieb zur Verfügung. Ein Tritt auf das Gaspedal drückt einen leicht in den Fahrersitz. Man kann den Fortschritt quasi spüren. Ein Fortschritt, für den Thomas Hucke den Weg zurück in seine Heimat gefunden hat. Zurück in die Wachstumsregion Dresden. Zurück in die Zukunft. 

 

 

Interview: Peter Glumbick

Text: Peter Glumbick      

 

Bewerberregistrierung und Buchungsformular für Veröffentlichung regionaler Stellenangebote unter https://www.jobportal-wachstumsregion-dresden.de;

Projektwebsite: www.wachstumsregion-dresden.de;

Projektmanagement:

Tel. 03578–379 104

info@wachstumsregion-dresden.de                                                                                               19.07.2018 - 09.08.2018

19.07.2018: Mit Bus und Bahn zur Elektromobilität

03.07.2018, Kamenz: Die Stadt Kamenz, der Verkehrsverbund Oberelbe und die Daimler-Tochter Accumotive machen sich gemeinsam stark für eine umweltfreundliche Verkehrsanbindung des im Ausbau befindlichen Batteriewerks in Kamenz.

Zurzeit entsteht auf 120.000 Quadratmetern eine der modernsten und größten Lithium-Ionen-Batteriefabriken in der internationalen Automobilindustrie. Mit der Erweiterung des Werks wird auf hocheffiziente Nachhaltigkeit gesetzt: Eine Photovoltaikanlage, ein Blockheizkraftwerk und eine Geothermieanlage werden die Produktion mit Energie und Wärme versorgen. Da ist es nur folgerichtig, dass auch eine möglichst umweltfreundliche und nachhaltige Verkehrsanbindung des Werks angestrebt wird.

Ein erster Schritt auf diesem Weg ist das Angebot eines Jobtickets für alle Mitarbeiter der Accumotive in Kamenz. Damit können seit dem 1. Juli 2018 alle Mitarbeiter preiswerte Mobilität im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr im gesamten Verkehrsverbund Oberelbe nutzen. Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO): „Das Jobticket unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen Accumotive, den Kommunen und dem Nahverkehr in der Region. Accumotive kooperiert für das Jobticket-Angebot mit unserem lokalen Partner, der Regionalbus Oberlausitz GmbH (RBO).“  

Als zweiten Schritt streben die Stadt Kamenz, die Daimler-Tochter Accumotive und der Verkehrsverbund eine noch bessere Verkehrsanbindung der Accumotive mit erhöhter Taktung an den Regional- und Nahverkehrs an. „Wir unterstützen die umweltfreundliche Verkehrserschließung des Werks mit allen Kräften. Wenn die wachsende Zahl an Mitarbeitern für den Arbeitsweg Bus und Bahn nutzen, ist das nicht nur gut für das Klima, sondern sorgt auch für eine Entlastung des inner- und außerstädtischen Verkehrs.“ betont Roland Dantz, Oberbürgermeister der Stadt Kamenz.

„Wir bauen den Standort massiv aus und wollen allein in diesem Jahr rund 450 Mitarbeiter einstellen.“ sagt Antje Römer-Graf, Personalleiterin des Werks.  „Schon zum Jahresende werden in Kamenz mehr als 1.000 Mitarbeiter maßgeblich das Zukunftsthema Elektromobilität vorantreiben. Eine gute öffentliche Verkehrsanbindung ist sehr wichtig, um Pendlern aus Dresden, Bautzen, Hoyerswerda oder der weiteren Umgebung eine schnelle, umweltfreundliche Alternative zur Anfahrt mit dem PKW anbieten zu können.“, unterstreicht Antje Römer-Graf die Bedeutung des gemeinsamen Bestrebens um eine gute Verkehrsanbindung.

Die Deutsche Accumotive, ein Unternehmen der Daimler AG, das in Kamenz Batterien für die Elektromobilität produziert, erweitert derzeit seine Produktionsfläche in Kamenz mit einer zweiten Fabrik für Lithium-Ionen Batterien auf 120.000 m² Fläche. In Zuge dessen wächst auch die Zahl der Mitarbeiter: Seit Jahresbeginn wird kräftig eingestellt, im Vergleich zum Vorjahr soll sich die Zahl der Beschäftigten bis Jahresende nahezu verdoppeln.

Bei den Jobtickets handelt es sich um vergünstige Abo-Monatskarten für den VVO. Neben einem Zuschuss durch den Arbeitgeber räumen auch die Verkehrsunternehmen einen Rabatt ein. Im Gegenzug ist das Ticket von montags bis freitags in der Zeit von 6 Uhr bis 18 Uhr personengebunden. Außerhalb dieser Zeitspanne kann die Fahrkarte problemlos übertragen werden. Ein weiterer Vorteil der Abo-Monatskarten ist die mögliche Mitnahme eines Fahrrads oder Hundes. Am Wochenende wird das Jobticket darüber hinaus zur Familienkarte. Ein zweiter Erwachsener und bis zu vier Kinder unter 14 Jahre fahren dann kostenlos mit. Jobtickets sind für alle Preisstufen und alle Tarifzonen erhältlich und bieten so Mobilität und Flexibilität im gesamten Verbundraum.

19.07.2018 - 27.07.2018

06.07.2018: Neue Unterstützungsmöglichkeit des Ehrenamtes im Landkreis Bautzen

Kreistag beschließt Ehrenamtsbudget für 2018 – Antragstellung bis 15.09.2018

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Kreistag für den Landkreis Bautzen mit dem Beschluss zur „Förderung des Ehrenamtes im Landkreis Bautzen“ eine Förderrichtlinie zur Förderung ehrenamtlicher Maßnahmen und Projekte in den Städten und Gemeinden des Landkreises Bautzen beschlossen, auf deren Grundlage Anträge gestellt und Auszahlungen vorgenommen werden können. Ziel dieser Förderrichtlinie ist die Unterstützung des Ehrenamtes. Dafür hat der Freistaat Sachsen dem Landkreis Bautzen im Rahmen des Kommunalen Ehrenamtsbudgets 2018 einen Betrag in Höhe von 100.000 EUR bewilligt. Diese Steuermittel wurden auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt.

 

Rahmbedingungen der Förderung

Im Beschlusstext wird Folgendes zu den „Rahmbedingungen der Förderung“ ausgeführt:

  • Pro Stadt/Gemeinde steht ein Budget in Höhe von 1.250,00 € für ehrenamtliche Vereine und Initiativen zur Verfügung.
  • Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen mit Sitz im Landkreis Bautzen.
  • Förderhöhe bis 100 %.
  • Antragstellung für Projekte/Initiativen vom 26.06.2018 bis 31.12.2018 möglich.
  • Antragsfrist ist der 09.2018
  • Förderfähig sind Sachkosten und geringwertige Wirtschaftsgüter zum Durchführen der Maßnahmen. Nicht förderfähig sind Investitionen und Personalkosten.
  • Förderung nachrangig zu vorhandenen Förderprogrammen.

 

Förderverfahren

Des Weiteren geht es im Beschlusstext um das Förderverfahren:

  • Bewilligung erfolgt auf Antrag durch das Landratsamt Bautzen
  • Antragsabgabe möglichst bei Stadt/ Gemeinde
  • Befürwortung/ Stellungnahme des Antrages durch Stadt/ Gemeinde
  • Einfacher Verwendungsnachweis

 

Unterlagen auf der Website des Landkreises Bautzen und der Stadt Kamenz

Unterlagen für den Fördermittelantrag finden sich auf der Website des Landkreises Bautzen unter http://www.landkreis-bautzen.de/13383.html in der Rubrik „Ehrenamt“ oder unter http://www.landkreis-bautzen.de/ehrenamt oder auf der Website der Stadt Kamenz unter https://www.kamenz.de/satzungen-formulare-veroeffentlichungen.html in der Rubrik „Formulare“. Hier können sie auch runtergeladen werden. Die Bezeichnung des Antrages auf der Stadtseite lautet: „Antrag Kommunales Ehrenamtsbudget 2018 mit allg. Hinweisen und Datenschutzhinweisen“. Bei Bedarf können diese Unterlagen auch im Büro des Oberbürgermeisters abgefordert werden. Das Büro ist unter der Telefonnummer 03578 379 102 oder per Mail unter stadtverwaltung@kamenz erreichbar.

 

Ansprechpartner für das Antragsverfahren beim Landratsamt

Für weitere Fragen steht Ihnen die Beauftragte für das Ehrenamt des Landkreises Bautzen, Frau Maria Werner, zur Verfügung. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 03591 5251-80132 oder per E-Mail unter maria.werner@lra-bautzen.de. Bitte auch die Hinweise zum Antrags- und Vergabeverfahren des Landkreises Bautzen zum Kommunalen Ehrenamtsbudget 2018 beachten

 

Allgemeines zur Antragstellung

  • Die Vergabe der bewilligten Mittel erfolgt direkt an die Vereine/Initiativen durch das Landratsamt Bautzen.
  • Antragsberechtigt sind sowohl juristische als auch natürliche Personen.
  • Es sind keine Eigenmittel notwendig. Eine 100%-Förderung ist möglich.
  • Keine Investition, sondern nur Sachkosten und geringwertige Wirtschaftsgüter sind förderbar.
  • Der Ersatz für Aufwandsentschädigungen, Honorare, und vergleichbaren direkten Zahlungen an ehrenamtlich Tätige ist ausgeschlossen.
  • Maßnahmen, die bereits über andere Förderprogramme unterstützt werden, sind von der Förderung über das kommunale Ehrenamtsbudget ausgeschlossen (z.B. Kultur-, Sport Förderungsrichtlinie des Landkreises Bautzen)

 

Wichtiger Hinweis zur Antragstellung

Da eine Befürwortung bzw. Stellungnahme des Antrages durch Stadt Kamenz vorgesehen ist, ist es zweckmäßig, den Antrag an die Stadt Kamenz zu stellen. Hier gilt auch die Antragsfrist 15.09.2018. Erfolgt die Antragstellung dagegen zunächst beim Landratsamt, dann muss der Antrag von dort noch einmal an die Stadt Kamenz zur Befürwortung bzw. Stellungnahme zurückgegeben werden. Die Anträge an die Stadt sind schriftlich zu richten an: Stadtverwaltung Kamenz, Büro des Oberbürgermeisters, Markt 1, 01917 Kamenz

06.07.2018 - 27.07.2018

28.06.2018: Städtepartnerschaft Kamenz - Kolin

Kultur und Sport – Beziehungen auf vielen Ebenen

Vor kurzem berichteten wir an dieser Stelle über den Besuch der katholischen Pfarrgemeinde in Kolin, mit dem eine neue Seite in den Beziehungen zwischen Kamenz und Kolin aufgeschlagen wurde. Dies war aber nicht die einzige Aktivität in Sachen Städtepartnerschaft in diesem Jahr. So besuchten uns vergangene Woche Gäste aus unserer Partnerstadt Kolin.

 

Koliner Bibliothekare in Kamenz zu Gast

Am längsten Tag dieses Jahres, dem 21. Juni, gab es in der Stadtbibliothek „G. E. Lessing“ einen Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen aus dem tschechischen Kolin, das mit Kamenz eine mehr als 50-jährige Städtepartnerschaft verbindet. In Vertretung des Oberbürgermeisters empfing die Dezernentin, Katrin Andrews, die Delegation, die aus dem Bibliotheksleiter, zwei Mitarbeitern und einer Dolmetscherin bestand. Das Programm beinhaltete neben den Fachgesprächen einen abendlichen Rundgang durch die Altstadt, wo die Feté de la Musique für einen stimmungsvollen Abschluss des Besuches sorgte.

Den Koliner Bibliotheksleiter Herrn Karnik begleiteten seine Stellvertreterin Frau Vodickova sowie Frau Rakusanova, die für die Erwachsenenbibliothek zuständig ist (von rechts). Dank der Dolmetscherin Frau Smejkalova (hinten) konnten sich die partnerschaftlich verbundenen Bibliothekare problemlos verständigen und in einen intensiven Diskurs treten. Die tschechische Delegation zeigte sich besonders überrascht von den digitalen Angeboten der Bibliothek im Lessinghaus, denn im Nachbarland gibt es weder die Möglichkeit, das gesamte Duden-Schülerwissen online abzurufen noch in einer Pressedatenbank zu recherchieren.

Im vergangenen Jahr waren sich die deutschen und tschechischen Bibliothekare zum ersten Mal begegnet, als das Kamenzer Team im mittelböhmischen Ort an der Elbe herzliche Gastfreundschaft erfuhr. Auch wenn die Stadt Kolin doppelt so groß ist wie Kamenz, lassen sich die Bibliotheken gut vergleichen. Beide sind in ihren Kommunen die resonanzstärksten Kultur- und Bildungseinrichtungen. Allerdings müssen sie sich ständig den rasanten Veränderungen in der Mediengesellschaft stellen. Dass man dabei voneinander lernen und neue Wege finden kann, haben die intensiven Gespräche in der Kamenzer Bibliothek gezeigt. Eine Fortsetzung wird auf jeden Fall folgen, auch weil es über die Arbeit hinaus die persönlichen Kontakte sind, die einer Städtepartnerschaft Kraft geben.

Die tschechische Delegation überreichte den Kamenzern ein besonderes Gastgeschenk (siehe oben). Es handelt sich dabei um einen Rotwein von dem kleinen Weinberg, der zur Koliner Bibliothek gehört und von den Mitarbeitern bewirtschaftet wird. Der Ertrag der ersten Ernte im Jahr 2017 reichte für 50 Flaschen. Das Etikett des Pinot Noir verweist auf die lebendige Partnerschaft von Kolin und Kamenz.

 

Spannende Schwimmwettkämpfe beim 8. Internationalen Sprintmeeting des OSSV Kamenz e.V.

Einen Tag später, am 22. Juni reiste eine 30köpfige Delegation Koliner Schwimmerinnen und Schwimmer in Kamenz an. Die Kinder und Jugendlichen aus der Partnerstadt nahmen an dem durch den OSSV Kamenz e.V. ausgerichteten und organisierten Schwimmwettkampf in der Kamenzer Schwimmhalle teil.

Doch ehe es am Sonnabend um sportliche Höhepunkte ging, empfing der Kamenzer Oberbürgermeister am Freitag die Kinder und Jugendlichen offiziell im Rathaus. Es war ein herzlicher Empfang, wie es unter Freunden üblich ist.  Neben den Offiziellen der Koliner Seite waren auch die Vorsitzende des OSSV e.V., Diana Karbe, und Theo Schnappauf, der maßgeblich Anteil daran hatte, dass dieser Sportwettkampf mit der Beteiligung der Koliner Kinder und Jugendlichen zustande gekommen ist, bei diesem Empfang anwesend. Besonders freuten sich die Sportler über die kleinen Gastgeschenke, die ihnen von der Stadt Kamenz überreicht wurden.  Der Oberbürgermeister verwies in seinem kurzen Grußwort auf die langjährigen Beziehungen zu Kolin, die ja im Jahr 2015 auf eine 50jährige Geschichte zurückblicken konnte. Er sah in dem Besuch der Koliner Sportler in Kamenz ein hervorragendes Beispiel für wirklich gelebte Städtepartnerschaft und dankte sowohl dem OSSV e.V. für sein Engagement als auch dem SV Aufbau Deutschbaselitz hinsichtlich der Übernachtungsmöglichkeit im Sportkomplex in Deutschbaselitz. In diesen Dank eingeschlossen war die KDK GmbH, die mit einer großzügigen finanziellen Unterstützung half, die finanziellen Kosten des OSSV e.V. – als Ausrichter des 8. Internationalen Sprintmeeting – zu minimieren.

Im Anschluss an den Empfang im Rathaus erfuhren die Kinder und Jugendlichen, die alle zum ersten Mal in Kamenz weilten, bei einer kleinen Stadtführung viele Wissenswertes über Kamenz und seine Geschichte. Kompetent führte sie der Mitarbeiter des Lessing-Museums, Matthias Hanke, durch die Altstadt, was auch den Besuch der Klosterkirche St. Annen einschloss.

Danach lud ein kräftigendes Abendbrot in der Wiesaer Gaststätte „Zur Eisenbahn“ ein, ehe es zur Übernachtung in den Sportkomplex Deutschbaselitz ging. Hier lockte ein stattfindendes Fußballturnier, aber auch die Übertragung der Fußballweltmeisterschaft. Zu alt sollte der Abend nicht werden, standen doch für den frühen Sonnabendmorgen in der Schwimmhalle an der Macherstraße die Schwimmwettkämpfe an.

Insgesamt traten 135 Sportlerinnen und Sportler an. Mit 24 Teilnehmern war der Sport swimming club Kolín (CZE) die zweitstärkste Mannschaft an diesem Wettbewerb. Um es gleich zusammenzufassen: Für die Koliner Delegation war dieser Wettkampf eine Erfolgsgeschichte. Neben der starken Mannschaft der 1. Dresdner Schwimmgemeinschaft war es der Sport swimming club Kolín (CZE), der „abräumte“ und wovon zahlreiche Platzierungen unter den ersten Fünf zeugen. Während unter den sieben besten männlichen Teilnehmern Maxim Suk aus Kolin einen beachtenswerten fünften Platz erreichte, waren es bei den besten acht weiblichen Teilnehmern des Wettkampfes immerhin fünf Koliner Schwimmerinnen, darunter Viktorie Olivova als in der Gesamtwertung Drittplatzierte.

Es war ein schöner Besuch in Kamenz, es waren spannende Schwimmwettkämpfe, es war ein erneutes Zusammentreffen und Kennenlernen von Menschen aus Kolin und Kamenz. Und ehe am frühen Nachmittag die Koliner zufrieden und stolz den Heimweg antraten, waren sich beide Seiten einig, dass diese Art der städtepartnerschaftlichen Beziehungen unbedingt fortgesetzt werden sollte, sei es durch erneute Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen oder auch durch ein gemeinsames Trainingslager. 

Beide Besuche aus Kolin – in Sachen Stadtbibliothek und Schwimmwettkampf – waren Gegenbesuche, d.h. es gibt keine Einbahnstraßen in den städtepartnerschaftlichen Beziehungen zwischen Kolin und Kamenz. Es ist, wie der Oberbürgermeister sagte: „Gelebte Städtepartnerschaft.“

28.06.2018 - 06.07.2018

28.06.2018: Erfolgreiches Schießen um den Pokal der Lessingstadt Kamenz

Organisatoren und Ausrichter sind überrascht von der großen Resonanz

Mit 94 Teilnehmern, die insgesamt 154 Starts absolvierten, übertraf das 1. Lessingpokalschießen sämtliche Erwartungen und ließ die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg werden.

Schirmherr OB Roland Dantz und SGK-Präsident Dieter Raack (v.l.n.r.) sind sehr zufrieden mit der Resonanz

Die Sieger des Pokalschießens

Lokalmatador Dominik Hauffe von der gastgebenden Schützengesellschaft Kamenz e. V. hat das Schießen um den 1. Pokal der Lessingstadt Kamenz mit 218 Ringen knapp vor Lutz Schreivogel vom SV Hoyerswerda gewonnen, der auf 217 Zähler kam. Dr. Thomas Engelbrecht, ebenfalls SG Kamenz, belegte mit 212 Ringen den dritten Platz.

Mannschaftssieger und somit Gewinner des Lessing-Wanderpokals wurde das Team „Müllermilch“, gefolgt von den Mannschaften vom SV Hoyerswerda und „SGK – Die drei ???“.

Dank an alle Beteiligten des Schießens

Dank der stets aufmerksamen Schießleiter und Aufsichten und des disziplinierten Verhaltens der Aktiven an der Feuerlinie wurden über 4.600 Patronen ohne jeglichen Zwischenfall während des Wettkampfes verschossen. Direkt nach ihren jeweiligen Durchgängen durften die teilnehmenden Schützen in die Lostrommel greifen und so fanden auch zahlreiche große und kleine Sachpreise neue Besitzer.

Die Übergabe der Pokale und Geldpreise an die drei Erstplatzierten erfolgt in würdigem Rahmen beim Treffen der Schützenvereine der Region Westlausitz am Forstfest-Sonntag, dem 19. August 2018, auf dem Marktplatz in Kamenz.

Die Schützengesellschaft Kamenz bedankt sich bei allen Teilnehmern, die durch ihren Besuch zum Gelingen dieses Pokalschießens beigetragen haben.

Besonders bedanken wir uns bei der Lessingstadt Kamenz und dem Schirmherrn, Oberbürgermeister Roland Dantz, der auch selbst aktiv ins Wettkampfgeschehen eingriff, für die tolle Unterstützung.

Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an die vielen fleißigen Helfer, ohne die eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen wäre. Wir freuen uns bereits auf die Neuauflage im kommenden Jahr!

Aufruf zum 2. Charity Shooting Events am 15. September 2018

Wer nicht so lange warten will, kann bereits am 15. September anlässlich des 2. Charity Shooting Events an einem weiteren Jedermann-Pokalschießen teilnehmen und obendrein noch den „Deutschen Kinderschutzbund, Ortsverband Kamenz e. V.“ unterstützen, an den der Reinerlös dieses Wohltätigkeitsschießens fließen wird.

 

Schützengesellschaft Kamenz e.V.

28.06.2018 - 06.07.2018

28.06.2018: Das war die Kamenzer Fête de la Musique 2018

Am vergangenen Donnerstag, 21. Juni galt es wieder das beliebte Fest der Musik weltweit zu zelebrieren. Der Tradition entsprechend wurde auch in den Straßen und Höfen der Kamenzer Innenstadt zum kalendarischen Sommeranfang ausgelassen musiziert, gesungen und getanzt. Während im Vorjahr sommerliche Temperaturen für die passende Straßenfestatmosphäre sorgten, galt es dieses Mal einige wetterbedingte Hürden zu überwinden.

Die Festival-tauglichen 33 Grad am Morgen wichen mittags kühlen Sturmböen bis hin zu Schauern und herbstlichen 19 Grad am Abend. Dies erschwerte den Bühnenaufbau vor Ort und ließ den ein oder anderen Besucher bereits im Vorfeld frösteln. Erschwerte Bedingungen also, die andernorts sogar zur Veranstaltungsabsage führten. Nichts desto trotz ließen sich die Kamenzer das Feiern nicht nehmen! Die Fête fand wie gewohnt statt und die Vielfalt des Wetters spiegelte sich letztlich in dem facettenreichen Musikprogramm wider, das neben herrlichem Bratwurstduft und wohlschmeckendem Bier zahlreiche Gäste in die Stadt an die Bühnen zog.

Über 150 Künstler an insgesamt 14 Spielstätten wussten auch in diesem Jahr, die Zuschauer und -hörer zu begeistern. Den Veranstaltungsauftakt bildete um 15.30 Uhr die traditionelle Chor- und Blasmusik im Biergarten der Villa Weiße. Anschließend ging es mit „Querbeet“-Musik wie Rock, Pop, Schlager, Klassik, Folklore, House u.v.m. an den anderen Lokationen weiter. Zu den Veranstaltungshighlights konnten sich zudem die beliebten Tanz- und Showeinlagen der Zumba-Kids Kamenz, Kamenz can Dance, der Trommelgruppe „Grundschule am Forst“ und des Theaterzirkus "Mongolfieri" zählen. Bis in die Nacht hielt die ausgelassene Feierstimmung bei bunter Unterhaltung an, ehe es um 23 Uhr für Gäste und Künstler nach Hause ging.

Mit dem erfreulichen Verlauf und der erneut positiven Resonanz können die Organisatoren wieder sehr zufrieden sein. Ein riesiges Dankeschön gilt in dem Zusammenhang insbesondere den Musikern und Künstlern, die unentgeltlich aufgetreten sind, den Gastronomie- und Vereins-Initiativen, den Technikern und zahlreichen engagierten Helfern vor und hinter der Bühne, den zahlreichen Gästen sowie den tatkräftig unterstützenden Sponsoren, wie der Volksbank Dresden-Bautzen eG, ohne die das Fest nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank!

 

Kalendertipp: Traditionell klopft bereits die nächste Fête de la Musique an die Tür! Am 21. Juni 2019 sehen sich alle Musikbegeisterten an einem Freitag wieder, um die längste Nacht des Jahres erneut zu einer der kürzesten werden zu lassen.

 

28.06.2018 - 06.07.2018

20.06.2018: Da war Leben in der Altstadt - 15. Straßenfest am Klostertor

Am Sonnabend, dem 9. Juni war es endlich wieder soweit. Von vielen ersehnt, startete nach einer einjährigen Pause das 15. Straßenfest am Klostertor. Auch der Wettergott spielte – bis auf einen kurzen Moment – mit, so dass es zwar eine kurze Regendusche gab, aber die Temperatur, wie gemacht für solch einen Abend, äußerst mild blieben. Die Macher des Klostertorfestes hatten sich wieder einiges einfallen lassen, um die Kamenzer und auswärtige Besucher in die Innenstadt zu ziehen. Gerade auch für die Kinder gab es am Nachmittag viel zu sehen und zu erleben, so z. B. das Theaterstück „Rumpelstilzchen“ der Eltern, Erzieher und Abc-Schützen des Kindergartens „Langes Gässchen“ oder den Liederspielplatz mit Sylko & Silke.

Insgesamt setze das Klostertorteam wieder auf die gute Mischung von Bewährtem, wie die Versteigerung für einen guten Zweck oder das Absingen des Klostertorsongs, und Neuem, wie z.B. Clown Ferdinand, der, von seiner Assistentin Jette begleitet, kleine Zauberkunststücke vorführte. Auch gab es Führungen von Norbert Portmann oder auch die Ausstellung „My fair Ladies“ mit Fotografien von Anne Hasselbach, die auch noch nach dem Klostertorfest zu sehen sind.

Zum Bewährten dürfte auch die kulinarische Versorgung gehören, die vom Essen und Trinken her dafür sorgte, dass keiner mit knurrendem Magen oder durstig nach Hause gehen musste.  Ansonsten gab es jede Menge Musik und für jeden Geschmack – „The Monkey Orchids“ (Blues und mehr mit Dieter Gasde, Hendrik Kleditz und Matthias Peuker), "Verwöhnaroma“ aus Berlin, die mit trashigen Schlagern der 70er und 80er Jahre, aber auch die Stones waren (zum Glück) zu hören, das hör- und tanzwütige Publikum beglückten.

Die etwas jüngere Generation konnte beim „Gezappel im Hinterhof“, also zu elektronischer Musik, abtanzen.

Insgesamt ist es den Initiatoren und Machern des Klostertorfestes – auch nach der Pause im Jahr 2017 – wieder gelungen, ein Straßenfest zu organisieren, das Tausende in die Altstadt zog. Mit Unterstützung der ewag kamenz, der Ostsächsischen Sparkasse, der Stadtverwaltung und anderer Unternehmen können die Initiatoren, die wieder Tatendrang, Durchhaltevermögen und Ideenreichtum bewiesen, stolz auf das 15. Straßenfest am Klostertor zurückblicken. Dafür vielen Dank, verbunden mit der Vorfreude auf das 16. Straßenfest, dass (leider erst) im Jahr 2020 stattfindet!

20.06.2018 - 28.06.2018

20.06.2018: Neue Spielgeräte am Lessingplatz aufgestellt

Weiterhin wurde die Spielkombination „INKA“ mit zwei Rutschen errichtet. Die Spielkombination bietet eine offene Rutsche für Kleinkinder ab 2 Jahre und eine Röhrenrutsche für „größere“ Kinder. Mit einer Dschungelhütte, einem Ausguck, einem Hängebalken und einem Kletternetz wird die Fantasie der Kinder angeregt, sich auf die verschiedenste Art zu bewegen und damit die Motorik zu stärken.  

Mit dem Aufbau der Spielgeräte konnte die Spiellandschaft im Bereich des Lessingspielplatzes insgesamt aufgewertet werden.  Mit der Freigabe der Spielgeräte zum 1. Juni bekamen die Kinder ein wunderschönes Geschenk zum Kindertag.

Es gibt jedoch auch weiterhin Arbeit auf dem Spielplatz. Die eingezäunte Wackelbrücke ist in die Jahre gekommen und wurde aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Hier müssen zwei Standpfosten ausgewechselt werden, die morsch geworden sind. Die Reparatur ist bereits beauftragt und wird zurzeit vorbereitet. Nach der Reparatur kann auch dieses Spielgerät wieder genutzt werden.

20.06.2018 - 28.06.2018

19.06.2018: Es tut sich was ... Grünpflege in Kamenz

Natur und Ordnung – Widerspruch oder Einklang

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KDK GmbH haben zurzeit ihre anspannende „Hochzeit“, wobei sich diese Bezeichnung eigentlich viel zu aggressiv anhört, geht es doch vielmehr um den Einklang mit der Natur. Dabei brauchen manche Dinge ihre Zeit, verursachen Aufregungen, wenn sie nicht gemacht oder nicht vorhanden sind, werden dann, wenn sie da oder realisiert sind, vielleicht nicht mehr so wahrgenommen. Letzteres vielleicht auch, weil sie dann da sind und „ihre“ Aufgabe erfüllen.

Die etwas gefährliche Stelle an der Schillerpromenade zu den Gleisen wurde beseitigt.

Ebenso wurde die Gedenkstätte im Herrental auf Vordermann gebracht.

Kleiner Ärgerpunkt waren die – leicht – zugewachsenen Bänke im Herrental. Diese sind jetzt freigeschnitten und laden noch mehr zum Verweilen ein.

Gleichzeitig sind auch die Rabatten entlang des Langen Wassers gepflegt worden.

Abschließend bitten wir um Verständnis, dass die fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KDK GmbH in dieser intensiven Vegetationszeit nicht überall zugleich sein können, auch wenn es sicherlich hier und da vonnöten wäre. Sie bemühen sich sehr, Kamenz in Ordnung zu halten, aber manches braucht eben seine Zeit …

19.06.2018 - 28.06.2018

07.06.2018: Kinderschutzbund-Ortsverband Kamenz ist aktiv

Trommelzauber wieder in Kamenz

Der Deutsche Kinderschutzbund - Ortsverband Kamenz e.V. hat es – wie 2016 – unter der Leitung von Marita Lehmann wieder geschafft, den diesjährigen Kindertag am 1. Juni 2018 einzustimmen. Am 30.  und 31. Mai erfüllten Musik und vor allem Trommelrhythmen die Kamenzer Altstadt. Doch es war nicht nur ein Programm zum Zuhören, vielmehr bekamen alle Kinder selbst eine Trommel und konnten selbst mittrommeln. Dass das ein Riesenspass für die Kinder war, versteht sich von selbst.

Eindrücke vom Trommelzauber auf dem Marktplatz am Mittwoch, dem 30. Mai

Animiert und begleitet wurde das Ganze vom Team des „Trommelzaubers“ –  und zwar von Otto Klösel und seinen Helfern. Auf der Website des Trommelzaubers ist zu ihm nachzulesen: „Seit seiner Jugend begleitet ihn die Leidenschaft für den Rhythmus und die Musik. Er hat 44 Jahre Bühnenerfahrung als Schlagzeuger, gibt seit 30 Jahren Schlagzeugunterricht und ist seit 10 Jahren mit der Afro-Reggae-Band “Abu Bakarr Spirit” unterwegs. Die gemeinsamen Workshops unter dem Motto “Europa meats Africa” und Liveerlebnisse mit dem Bandleader Amin Kamara aus Sierra Leone haben ihm die völkerverbindende Kraft der Trommel nähergebracht. Ottos Motto lautet: „Beat drums not people.“ Letzterem nicht nichts mehr hinzuzufügen …

Otto Klösel in Aktion und die Kinder machen mit

Dank also an den Deutschen Kinderschutzbund - Ortsverband Kamenz e.V. für die Vorbereitung, an die Eltern und Erzieherinnen für ihre tatkräftige und hörbare Unterstützung und Mitwirkung sowie an alle, die das Trommelzauberprojekt finanziell unterstützt haben!

07.06.2018 - 27.06.2018

1. Juni 2018 – Internationaler Kindertag

Der Deutsche Kinderbund aus Kamenz rief und alle kamen ins „Alte Stadtbad“

Unter dem Motto „Kinder brauchen Zukunft“ hatte der Ortsverband Kamenz des Deutschen Kinderschutzbundes – unter der Vorsitzenden Marita Lehmann – wieder zu einem großen Kinderfest anlässlich des Internationalen Kindertags aufgerufen und sich mit vielen Mitstreitern und Unterstützern große Mühe gemacht, um auch in diesem Jahr den Kindern aus Kamenz – und sicher auch aus der Umgebung – ein attraktives Fest zu bereiten.

Auch der Wettergott meinte es gut, denn er ließ das Kindertagesfest nicht in Regenschauern und Gewittern untergehen. Die paar Tropfen zwischendurch wurden locker weggesteckt, von einigen Kindern vielleicht nicht einmal bemerkt, weil sie in ihre Aktivitäten so vertieft waren. Der Ort, wie in den vergangenen Jahren auch, war wie immer gut gewählt, da nicht zu weitläufig, aber ausreichend. Und es ist dem Ortsverband Kamenz des Deutschen Kinderschutzbundes wieder gelungen, frohe, interessierte und wache Kinderaugen zu erzeugen. Es gab so viel zu erleben, dass es unmöglich ist, alle Stationen und Aktivitäten aufzuzählen.

Das DRK war vor Ort und zeigte auf, wie man sehr konkret ersten Hilfe leisten kann.
Auch die Kamenzer Feuerwehr war mit Einsatzfahrzeugen vor Ort um das Wirken in Gefahrensituation zu zeigen.
Der Wasserspielplatz erfreute sich wieder großer Beliebtheit, wie in den vergangenen sehr warmen Tagen auch.
Ein großer Anziehungspunkt war die Mitmach-Show von Kamenz can Dance.
Und natürlich durfte KAMI nicht fehlen, der jederzeit von Kindern umlagert war.

Dieser Kindertag wird sicher allen Familien, aber vor allem den Kindern – ob Groß und Klein – in sehr guter Erinnerung bleiben.  Dazu haben neben dem Ortsverband Kamenz des Deutschen Kinderschutzbundes auch die vielen anderen Akteure und Unterstützer beigetragen. Deshalb im Namen der Kinder ein ganz großes Dankeschön an sie!

07.06.2018 - 27.06.2018

07.06.2018: Antragstellung für Ehrenamtsbudget (Termin ist abgelaufen)

Kreistag beschließt Ehrenamtsbudget für 2018 – Antragstellung bis 15.09.2018

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Kreistag für den Landkreis Bautzen mit dem Beschluss zur „Förderung des Ehrenamtes im Landkreis Bautzen“ eine Förderrichtlinie zur Förderung ehrenamtlicher Maßnahmen und Projekte in den Städten und Gemeinden des Landkreises Bautzen beschlossen, auf deren Grundlage Anträge gestellt und Auszahlungen vorgenommen werden können. Ziel dieser Förderrichtlinie ist die Unterstützung des Ehrenamtes. Dafür hat der Freistaat Sachsen dem Landkreis Bautzen im Rahmen des Kommunalen Ehrenamtsbudgets 2018 einen Betrag in Höhe von 100.000 EUR bewilligt. Diese Steuermittel wurden auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt.

 

Rahmbedingungen der Förderung

Im Beschlusstext wird Folgendes zu den „Rahmbedingungen der Förderung“ ausgeführt:

  • Pro Stadt/Gemeinde steht ein Budget in Höhe von 1.250,00 € für ehrenamtliche Vereine und Initiativen zur Verfügung.
  • Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen mit Sitz im Landkreis Bautzen.
  • Förderhöhe bis 100 %.
  • Antragstellung für Projekte/Initiativen vom 26.06.2018 bis 31.12.2018 möglich.
  • Antragsfrist ist der 09.2018
  • Förderfähig sind Sachkosten und geringwertige Wirtschaftsgüter zum Durchführen der Maßnahmen. Nicht förderfähig sind Investitionen und Personalkosten.
  • Förderung nachrangig zu vorhandenen Förderprogrammen.

 

Förderverfahren

Des Weiteren geht es im Beschlusstext um das Förderverfahren:

  • Bewilligung erfolgt auf Antrag durch das Landratsamt Bautzen
  • Antragsabgabe möglichst bei Stadt/ Gemeinde
  • Befürwortung/ Stellungnahme des Antrages durch Stadt/ Gemeinde
  • Einfacher Verwendungsnachweis

 

Unterlagen auf der Website des Landkreises Bautzen und der Stadt Kamenz

Unterlagen für den Fördermittelantrag finden sich auf der Website des Landkreises Bautzen unter http://www.landkreis-bautzen.de/13383.html in der Rubrik „Ehrenamt“ oder unter http://www.landkreis-bautzen.de/ehrenamt oder auf der Website der Stadt Kamenz unter https://www.kamenz.de/satzungen-formulare-veroeffentlichungen.html in der Rubrik „Formulare“. Hier können sie auch runtergeladen werden. Die Bezeichnung des Antrages auf der Stadtseite lautet: „Antrag Kommunales Ehrenamtsbudget 2018 mit allg. Hinweisen und Datenschutzhinweisen“. Bei Bedarf können diese Unterlagen auch im Büro des Oberbürgermeisters abgefordert werden. Das Büro ist unter der Telefonnummer 03578 379 102 oder per Mail unter stadtverwaltung@kamenz erreichbar.

 

Ansprechpartner für das Antragsverfahren beim Landratsamt

Für weitere Fragen steht Ihnen die Beauftragte für das Ehrenamt des Landkreises Bautzen, Frau Maria Werner, zur Verfügung. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 03591 5251-80132 oder per E-Mail unter maria.werner@lra-bautzen.de. Bitte auch die Hinweise zum Antrags- und Vergabeverfahren des Landkreises Bautzen zum Kommunalen Ehrenamtsbudget 2018 beachten

 

Allgemeines zur Antragstellung

  • Die Vergabe der bewilligten Mittel erfolgt direkt an die Vereine/Initiativen durch das Landratsamt Bautzen.
  • Antragsberechtigt sind sowohl juristische als auch natürliche Personen.
  • Es sind keine Eigenmittel notwendig. Eine 100%-Förderung ist möglich.
  • Keine Investition, sondern nur Sachkosten und geringwertige Wirtschaftsgüter sind förderbar.
  • Der Ersatz für Aufwandsentschädigungen, Honorare, und vergleichbaren direkten Zahlungen an ehrenamtlich Tätige ist ausgeschlossen.
  • Maßnahmen, die bereits über andere Förderprogramme unterstützt werden, sind von der Förderung über das kommunale Ehrenamtsbudget ausgeschlossen (z.B. Kultur-, Sport Förderungsrichtlinie des Landkreises Bautzen)

 

Wichtiger Hinweis zur Antragstellung

Da eine Befürwortung bzw. Stellungnahme des Antrages durch Stadt Kamenz vorgesehen ist, ist es zweckmäßig, den Antrag an die Stadt Kamenz zu stellen. Hier gilt auch die Antragsfrist 15.09.2018. Erfolgt die Antragstellung dagegen zunächst beim Landratsamt, dann muss der Antrag von dort noch einmal an die Stadt Kamenz zur Befürwortung bzw. Stellungnahme zurückgegeben werden. Die Anträge an die Stadt sind schriftlich zu richten an: Stadtverwaltung Kamenz, Büro des Oberbürgermeisters, Markt 1, 01917 Kamenz

06.07.2018 - 27.07.2018

06.06.2018: Künstler Peter Heyne in memoriam

Am Sonnabend, dem 19. Mai wurde in der Burgstraße eine Ausstellung in memoriam von Peter Heyne eröffnet, zu der auch der Oberbürgermeister Roland Dantz anwesend war. Peter Heyne war ein über die Stadt hinaus bekannter Künstler, der leider viel zu früh 1985 verstorben ist, aber trotzdem ein umfangreiches Oeuvre hinterlassen hat.

OB Dantz gratuliert Henri Heyne zur Eröffnung der Ausstellung mit den Werken seines Vaters sowie Großvaters und überreicht ihm einen Katalog des Künstlers Egbert Kasper, der 2017 u.a.  in der Galerie des Sakralmuseums ausgewählte Werke seines Schaffe

Trotz der für das nachgelassene Werk von Peter Heyne zu geringen Räumlichkeiten hat sich sein Sohn Henri Heyne der mühevollen Arbeit unterzogen, eine Auswahl aus dem vielfältigen Werkschaffen seines Vaters zu treffen. Die Hängung war dann nicht chronologisch, was ja auch eine Möglichkeit gewesen wäre, sondern thematisch, so dass vielleicht dadurch auch noch stärker ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigt werden konnten. Neben den Bildern und Grafiken von Peter Heyne hat sein Sohn auch Werke seines Großvaters, Erhart Heyne, ausgestellt. Er macht damit auf die familiären Kontinuitäten aufmerksam, zumal Erhart Heyne bis zu seinem Tod in der Burgstraße gelebt hat, welche für Henri Heyne ein Ort spannender und geborgener Kindheit war.

Henri Heyne erläutert seine Beweggründe zur Einrichtung der Ausstellungsräume.

Henri Heyne hat zunächst die Form einer intimen Ausstellungseröffnung gewählt, bei der u.a. auch seine Mutter, die Ehefrau von Peter Heyne, und seine Schwester anwesend waren. Sie und die kleine Schar der geladenen Gäste konnten sich von den Resultaten der jahrelangen Bemühungen von Henri Heyne um das künstlerische Erbe seines Vaters überzeugen.  Es handelt sich bei der Zusammenstellung der unterschiedlichen Werke, um eine sehenswerte Ausstellung des Kamenzer Künstlers Peter Heyne.

Besuch der Ausstellung ist nach Voranmeldung möglich

Natürlich soll diese Ausstellung der Kamenzer Öffentlichkeit oder interessierten Gästen der Stadt nicht vorenthalten bleiben. Wer also Interesse hat, das Schaffen von Peter Heyne und auch Erhart Heyne kennenzulernen, der kann unter der Festnetznummer 03578 305603 (Bitte auch auf den Anrufbeantworter sprechen und Rückrufnummer angeben!) Besichtigungs-termine vereinbaren.

06.06.2018 - 20.06.2018

04.06.2018: Sommerferien(s)pass 2018

Sommer, Sonne, Ferien! Die dritte Ferienbroschüre ist da und liegt ab sofort im Bürgerservice der Stadtverwaltung und in der Stadt-information zur Mitnahme aus.

Hier kann sie gelesen und heruntergeladen werden.

04.06.2018 - 27.06.2018

02.06.2018: Flugzeuge im Bauch? Nein, in der Luft ...

... und zwar beim Flugplatz- fest in Kamenz. Und das Wichtigste: Keine wirklichen Wetterkapriolen! Weit über 4.000 Besucher waren da und genossen das Fest.

 

Kamenz ging in die Luft

Das Flugplatzfest anlässlich „100 Jahre Flugplatz Kamenz“

Kamenz hat sich nicht lumpen lassen und mit Hilfe der Saxony Light Aviation Systems w.V., und hier besonders durch Peter Pfeifer, Leiter Kooperationen und Projekte, auf ein historisches Ereignis verwiesen, was im Rahmen des langjährigen Militärstandortes prägend für Kamenz war und – so muss man es sagen – ist. Dies kam auch bei allen fünf Rednern der Eröffnungsveranstaltung am Sonnabend zum Ausdruck.

OB Roland Dantz (rechts) begrüßt den Minister des Staatsministeriums der Finanzen Dr. Matthias Haß

Dazu konnte Kamenz den Finanzminister des Freistaates, Dr. Matthias Haß, begrüßen, der in lockerer Art – und wer hätte dies gedacht – auf Lessing Bezug nehmend sein Grußwort hielt. Symbolisch zog er die Fabel „Der Sperling und der Strauß“ des in Kamenz geborenen Aufklärers heran, in dem es darum geht, dass der Strauß zwar groß und mächtig ist, aber nicht fliegen kann, während der Sperling obschon klein, aber fliegt. Er spielte damit auf den Umstand an, dass das große Berlin zwar den BER hat, aber er (noch) nicht funktioniert, während das vergleichsweise kleine Kamenz über einen Verkehrslandeplatz verfügt, auf dem Flugzeuge landen und starten – damit hatte er die Lacher auf seiner Seite. Der Oberbürgermeister und Schirmherr Roland Dantz verwies ebenfalls auf die lange und wechselvolle Geschichte des Kamenzer Flugplatzes und war sehr erfreut, dass es gemeinsam mit dem Landkreis Bautzen (vormals Kamenz) gelungen sei, Kamenz als Standort eines Verkehrslandeplatzes zu erhalten. Dabei sei es der Stadt auch immer darum gegangen, bei wirtschaftlichen Ansiedlungen, das Photovoltaikfeld einmal ausgenommen, Gewerbe anzusiedeln, welche dem Charakter eines Flugplatzes angemessen sei. Er dankte auch dem Geschäftsführer der Flugplatz Kamenz GmbH, den Aufsichtsräten für ihre Tätigkeit zum Wohle des Verkehrslandeplatzes und ganz besonders dem Fliegerclub Kamenz als eine der wichtigsten Säulen bei der Absicherung des Flugbetriebs. Allen – auch den Stadträten – sei es zu verdanken, dass der Verkehrslandeplatz heute noch existiert, was, wenn man auf das Schicksal anderer Flugplätze und ehemalige Militärstandorte schaut, nicht so selbstverständlich ist.

Flugzeugdarbietungen mit übergroßen Flugzeugmodellen (Chengdu FC-1)

Ebenfalls mit Grußbeiträgen meldeten sich zu Wort der Landrat Harig, Herr Gerhard Fiß, Vertreter der Traditionsgemeinschaft „Offiziershochschule/Flugplatz“ in der „Vereinigung der Flieger deutscher Streitkräfte" und Dr. Ernst-Ferdinand Egel, Vorsitzender der Selbständige Kameradschaft ERH Kamenz beim Deutschen BundeswehrVerband e. V. Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung am Sonnabend erfolgten Salutschüsse durch die Mitglieder der Schützengesellschaft, die somit auf ihre Weise sehr lautstark auf den Beginn des Flugplatzfestes aufmerksam machten.

Bei einem Rundgang lernten die Ehrengäste am Verkehrslandeplatz ansässige Firmen kennen.

Die Ehrengäste folgten beim Rundgang interessiert den Erläuterungen des Geschäftsführer Alexander Schlacht (zweiter v. re.) der Sächsischen Luftfahrt Service GmbH.

Höhepunkt und Abschluss des Rundgangs waren Rundflüge, die dankenswerterweise durch die Firmen Flugsportzentrum Bautzen GmbH (Geschäftsführer Dr. Gerd-Peter Kuhn) und Flugcenter MILAN Bernd Ohlhoff realisiert worden.

Vor dem Start in einem Flugzeug der Fa. Flugcenter MILAN Bernd Ohlhoff.

Wie angekündigt konnten die mehr als 4.000 Besucher ein vielfältiges Programm am Himmel und auf weitläufigen Areal erleben. Das gelungene Fest konnte nur dank der Unterstützung zahlreicher Firmen, Vereine und Personen so erfolgreich umgesetzt werden. Deswegen sei durch den Veranstalter, das Netzwerk Saxony Light Aviation Systems w. V. mit Sitz auf dem Verkehrslandeplatz Kamenz, sowie durch die Stadt Kamenz an dieser Stelle recht herzlich gedankt: Dem regionalen Energieversorger, der ewag kamenz, als wichtigsten Partner und Sponsor. Der Dank gilt weiterhin dem Landkreis Kamenz und der TG Autohandel GmbH, dem Mercedes Benz Autohaus in Kamenz und der Flugplatz Kamenz GmbH sowie dem Fliegerclub Kamenz e. V. für das ausgezeichnete Management im Bereich Flugshow und Gästeflüge und auch den beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung.

 
Und immer wieder schauten die Augen nach oben.

Der Dank ist darüber hinaus an die über 200 Mitwirkenden und Helfern gerichtet, darunter Gerhard Fiß, Dr. Ernst-Ferdinand Egel, Dr. Peter Jährig, Torsten Schmoll, Sebastian Schmoll, die Modellfluggruppe im Fliegerclub Kamenz, Henry Franzkowiak, der Spielmannszug Oberlichtenau, das Blasorchester der Lessingstadt Kamenz, die Regionalstelle Kamenz Kreismusikschule Bautzen (Band „Crazy Bunch“ sowie dem Percussion Ensemble „Black & Rythm“), „Kamenz Can Dance“, die Schützengesellschaft Kamenz e. V., das DRK Kamenz/ Wiesa, die Feuerwehr Stadt Kamenz und Bernbruch, das THW Kamenz, der Aeroshop Flugbedarf Pirzkall, die Fa. Reifenwenzel aus Kamenz, Felbermayer Krane Kamenz, Bürocom Kamenz, Graphixer Kamenz und die auf dem VLP Kamenz ansässigen Firmen – Sächsische Luftfahrt und Service GmbH, Flugcenter MILAN Bernd Ohlhoff, Flugsportzentrum Bautzen GmbH, MILAN Geo – Service GmbH, SAS Scheiling Aero Service GmbH, Grümmer GmbH, Gaststätte 2 vom Tower, Ultraleicht Flugzeugbau Marco Grilz –, die Kamenzer Oldtimerfreunde, Sächsische Zeitung in Kamenz, Flughafen Dresden GmbH, ADAC Fahrradschule und Complex Veranstaltungstechnik Gelenau GmbH. 

Hier hatte sich jemand mit ausreichenden Flüssigkeiten einen sehr guten Platz am Rande des Flugschauareals gesichert.

Die Präsentation von Triebwerktechnik durch die Bundeswehr in Kooperation mit dem Bundeswehrmuseum in Berlin Gathow war eine echte Bereicherung des Festes. Die Versorgung war in guten Händen, des Vereins TOMOGARA aus Kamenz, auch dafür vielen Dank.

Krönender Abschluss des Flugplatzfestes - ein Luftschiff schwebt über Kamenz.

Die Veranstaltung „100 Jahre Flugplatz Kamenz“ war ein wichtiger Beitrag für die weitere positive Entwicklung der auf dem Verkehrslandeplatz angesiedelten Firmen und für die Gewinnung weiterer Ansiedlungen, darüber hinaus war es ein Höhepunkt mit großem Schauwert im kulturellem Leben der Stadt Kamenz.

13.06.2018 (02.06.2018) - 20.06.2018

22.05.2018: Verlängerung der Leitbilddebatte beschlossen

Die Steuerungsgruppe für die Leitbilddebatte tagte am 16.05.2018. Verlängerung der Diskussion und neue Unterlagen zum Mitmachen im Bürgerbeteiligungsportal!

Steuerungsgruppe tagte erneut am 15. Mai im Ratssaal

Die Steuerungsgruppe der Leitbilddebatte „Kamenz 2030“ traf sich zu einer weiteren Sitzung am 16. Mai 2018 im Rathaus. Inhaltlich ging es um den zeitlichen Fahrplan bis zur Beschlussfassung des Leitbildes im Stadtrat sowie um die Struktur zur Ausformulierung der fünf Leitbildbausteine.

Gute Vorbereitung prägte auch diese Beratung der Steuerungsgruppe

Die vom Moderationsteam vorgeschlagene ursprüngliche Terminkette sah die Fertigstellung und Beschlussfassung im Stadtrat am 20. Juni 2018 vor. Aber bereits im Stadtrat am 2. Mai, in dem es eine Vorstellung des aktuellen Stands des Leitbildes in Vorbereitung des Tages der Städtebauförderung gab, wurde seitens einiger Stadträte eine breitere Diskussionsmöglichkeit in den verschiedenen Ausschüssen angeregt. Das Moderationsteam diskutierten bereits in Vorbereitung des Steuerungsgruppentreffens noch einmal die zeitliche Einordnung. Hier auch vor dem Hintergrund, dass die lang angekündigte und am 5. Mai durchgeführte Leitbildwerkstatt leider zu wenig Resonanz in der Öffentlichkeit fand. Im Ergebnis bestand Einigkeit, dass die gewünschte Diskussion in den Ausschüssen im geplanten Zeitrahmen bis Juni nicht umsetzbar ist.

 

Beschluss voraussichtlich im September

Der Steuerungsgruppe wurde in der Sitzung am 16. Mai ein geänderter Zeitplan mit einem längerem Diskussionszeitraum über den Sommer vorgeschlagen. Der Zeitplan sieht jetzt vor, dass bis Ende Juni der ausformulierte Textentwurf durch das Moderationsteam vorliegt und im Anschluss vier bis fünf Wochen den Steuerungsgruppenmitgliedern und den Stadträten zur eigenständigen Diskussion bereitgestellt wird. Die Hinweise sind dann in schriftlicher Form an das Moderationsteam zu senden. Nach den Sommerferien findet dann, voraussichtlich am 14. August, ein weiteres Steuerungsgruppentreffen statt. Hier sollen die eingegangenen Hinweise und der entsprechend überarbeitete Textentwurf noch einmal präsentiert werden. Auch hier werden dann im Nachgang die Kamenzer im Beteiligungsportal und über die Website der Stadt über die Ergebnisse informiert. Ende August finden die Vorberatungen zum Entwurf in den Ausschüssen statt und im September erfolgt dann im Stadtrat voraussichtlich der Beschluss.

Die Steuerungsgruppe, die aus Bürgern, Stadträten und dem Moderationsteam besteht, war sich einig, dass für die Diskussion des Leitbildentwurfes mehr Zeit gebraucht wird. Deshalb wurde die Verlängerung ausdrücklich begrüßt. Die Gruppe nahm von dem Treffen auch die Grundstruktur des neuen Leitbildes in Textform mit. Das Moderationsteam hatte den künftigen Aufbau des Leitbildes zuvor aus den Vorschlägen und Ideen der Kamenzer in den Arbeitsgruppen erarbeitet. Die Teilnehmer der Steuerungsgruppe haben jetzt Gelegenheit, bis Ende Mai Hinweise zur Struktur zu geben. 

Für alle Interessierten findet sich der aktualisierte Ablaufplan sowie die Grundstruktur des Leitbildes auch zum Herunterladen auf der Website der Stadt Kamenz (http://kamenz.de/).   

Veröffentlichung des Arbeitsstandes im Bürgerbeteiligungsportal - Neue Unterlagen

Damit auch die Kamenzer Öffentlichkeit jetzigen Arbeitsstand (Grundstruktur) – und es sei ausdrücklich darauf verwiesen, dass es sich noch um einen Arbeitsstand handelt – zur Kenntnis nehmen kann, steht dieser ab dem 23. Mai 2018 im Bürgerbeteiligungsportal der Stadt Kamenz (https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/kamenz/beteiligung/aktuelle-themen/1008036) zur Verfügung. Schon auf diese Weise ist eine erneute Möglichkeit zum Mitmachen und zur Kommentierung oder für Änderungsvorschläge gegeben.

22.05.2018 - 07.06.2018

22.05.2018: Frühjahrsputz in Kamenz am 12. Mai 2018 - Danke!

Alles neu macht der Mai …

Frühjahrsputz in Kamenz – Vielen Dank an alle Beteiligte!

Sicher es hätten noch ein paar Projekte mehr sein können, aber vielleicht haben einige den Aufruf zum Frühjahrsputz der Stadtverwaltung zum Anlass genommen, vor ihren Grundstücken sauber zu machen, was neben der Ehrensache, ja auch eine Pflichtangelegenheit ist.

Doch nun zu den Enthusiasten des Frühjahrsputzes: Zuvor soll nicht unerwähnt bleiben, dass schon im April der CDU-Stadtverband Kamenz im April zum Frühjahrsputz auf dem Hutberg aufgerufen hatte und ihn natürlich auch durchgeführt hat.

Der Verein „Stadtwerkstatt/Bürgerwiese“ hatte im Rahmen des Aufrufes sich des Wilhelm-Weisse-Gartens an der Poststraße angenommen. In Abstimmung mit der zuständigen Verantwortlichen bei der KDK  GmbH säuberten die Mitglieder des Vereins an Sonnabendvormittag die Wege des Gartens, lagerten Verschnitt von Sträuchern an einem zentralen Ort und „schrubbten“ die dann wieder weißen Gartenmöbel.

vorher
nachher

Katrin Hohlfeld nahm sich mit ihren Kindern der Fläche rund um den Brunnen am Schulplatz an. Auch diese kann sich jetzt sehen lassen.

vorher Foto Katrin Hohlfeld
nachher Foto Katrin Hohlfeld

Ein ungenannt bleiben wollender Bürger war der Ansicht, dass die Fläche am Denk- und Ehrenmal am Robert-Koch-Platz auch einer Auffrischung bedürfe und versuchte besonders dem langstieligen Unkraut Herr zu werden, auch wenn die Natur bald wieder präsent sein wird.

vorher
nachher

Allen Bürgerinnen und Bürgern, ob nun im Rahmen der Aufrufaktion der Stadtverwaltung oder außerhalb – und vielleicht gab es auch noch Aktionen, die bisher unbekannt sind – vielen Dank, auch im Namen des Oberbürgermeisters, für ihren Einsatz! Darin ist die Unterstützung der KDK GmbH ausdrücklich eingeschlossen. Sie alle haben Kamenz geholfen und es ein wenig schöner gestaltet.

22.05.2018 - 02.06.2018

16.05.2018: 100 Jahre Flugplatz Kamenz

Programm im Festzelt

Sonnabend, den 02.06.2018

Eröffnung                                                                                                                                                 10.00

  1. Oberbürgermeister und Schirmherr Herr Roland Dantz eröffnet die Veranstaltung,
  2. Grußwort des Staatsministers für Finanzen, Herr Dr. Matthias Haß,
  3. Grußwort Herr Landrat Michael Harig,
  4. Redebeitrag des Vertreters der Vereinigung deutscher Flieger e.V., Herr Gerhard Fiß und
  5. Redebeitrag des Vertreter des Bundeswehrverbandes e.V., Herr Ernst Egel.

Bierfassanstich durch OB Kamenz                                                                                                     10:30 bis 10:40

Beginn Rundgang der Ehrengäste                                                                                                    10:30 bis 11:00 

Informationen für die Gäste des Bundeswehrverbandes

und der Gemeinschaft Deutscher Flieger e. V.                                                                                    10:30 bis 11:00

„Stadtorchester Kamenz“ / Konzert                                                                                               11:00 bis 12:30

„Indoor Flugshow“ / Vorstellung Flugmodellsport                                                                               12:45 bis 13:00

Auftritt Musikschule Kamenz mit der Band „Crazy Bunch“ sowie dem Percussion Ensemble „Black & Rythm“                                                                                                                                       13:00 bis 14:00

„Flugshow“ / mit Modellflugzeugen, Kunstflugzeugen,                                                                        15:00 bis 16:20

Seglern, UL – Flugzeugen, Hubschrauber

Gespräch mit Lutz Gerloff / Pilot vom Verkehrslandeplatz Kamenz mit über 11 000 Flugstunden                16:30 bis 16:40

„Indoor Flugshow“ / Vorstellung Flugmodellsport                                                                               16:45 bis 17:00

„Kunstflug – mein Hobby“ Gespräch mit einem Kunstflugpiloten                                                          17:05 bis 17:15

„Flugplatz Kamenz“ / Vorstellung des Buches                                                                                   17:15 bis 17:30

„Indoor Flugshow“ / Vorstellung Flugmodellsport                                                                               17:45 bis 18:00

 „Ballon – Fahrer“ im Gespräch                                                                                                      18:05 bis 18:10

 „Hubschrauber – Ballett“ Tanz mit Rotorblättern                                                                              18:15 bis 18:30

 „Start eines Heißluftballons und eines Luftschiffes“                                                                        19:00 Uhr

 „Ballonglühen“ mit Sachsenballon Gersdorf                                                                                      21.00 Uhr

 

 Sonntag, den 03.06.2018                                                                                                            

 

Begrüßung aller Gäste und Vorstellung des Programms                                                                         10:00 Uhr

Firmen auf dem Flugplatz / Vorstellung angesiedelter Firmen                                                             10:15 bis 10:30

„Indoor Flugshow“ / Vorstellung Flugmodellsport                                                                               10:30 bis 11:00

„Flugplatz Kamenz“ / Vorstellung des Buches                                                                                   11:05 bis 11:15

„Spielmannszug Oberlichtenau“ Konzert                                                                                        11:30 bis 12:30

„Indoor Flugshow“ / Vorstellung Flugmodellsport                            12:40 bis 13:00                                           

Auftritt Musikschule Kamenz mit der Band „Crazy Bunch“ sowie dem Percussion Ensemble „Black & Rythm“                                                                                                                                       13:00 bis 14:00

"Kamenz can Dance“, Musik und Tanz aus Kamenz                                                                            14:15 bis 14:45

„Flugshow“ / mit Modellflugzeugen, Kunstflugzeugen, Seglern, UL – Flugzeugen, Hubschrauber                                                                                                                               15:00 bis 16:20

Gespräch mit Lutz Gerloff / Pilot vom Verkehrslandeplatz Kamenz mit über 11 000 Flugstunden                                                                                                                                 16:30 bis 16:40

„Indoor Flugshow“ / Vorstellung Flugmodellsport                                                                               16:45 bis 17:00

                

Im gesamten Zeitraum Rundflüge mit Seglern, UL – Flugzeugen, Hubschrauber und Motorflugzeugen.  

Hier kann das Programm für das Festzelt heruntergeladen werden.

25.05.2018

Pressekonferenz zu „100 Jahre Flugplatz Kamenz“

Am 15. Mai 2018 fand die Pressekonferenz zum bevorstehenden Flugplatzfest anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Verkehrslandesplatzes in Kamenz in den Räumlichkeiten der Sächsischen Luftfahrt Services GmbH statt. Informiert wurde über das geplante Programm mit seinen Highlights, verschiedenen Auftritten sowie über die spektakulär geplanten Flugshows an beiden Veranstaltungstagen.

Organisiert wird das Fest am 2. und 3. Juni 2018 durch den Verein Saxony Light Aviation Systems w. V. (SLAS) im Auftrag der Stadt Kamenz mit Unterstützung der ewag AG sowie durch den Fliegerclub Kamenz e. V.

Pressekonferenz zum Flugplatzfest - Sie standen Rede und Antwort (v.l.n.r): Peter Pfeifer von der SLAS, Dr. Peter Kuhn vom Flugsportzentrums Bautzen (Sitz Kamenz), OB Roland Dantz, Geschäftsführer Richard Pötschke

Während Oberbürgermeister Roland Dantz einleitende Worte zum Flugplatz sprach, kam auch noch einmal das eigentliche Jubiläum des Flugplatzes zur Sprache. Aus den historischen Aufzeichnungen der Stadt geht hervor, dass der Flugplatz am 20. Juli 1918 in Betrieb genommen wurde. Damit aber nicht alle potentiellen Gäste und Besucher des Festes zu diesem Zeitpunkt urlaubsmäßig ausgeflogen sind, wurde der feierliche Akt vorverlegt. Der Oberbürgermeister betonte außerdem noch einmal die besondere Flugbegeisterung der Kamenzer selbst, die bereits im Jahr 1911 aufgrund des ersten Rundfluges am Garnisonsplatz in Kamenz den 1. Verein zur Förderung des Flugwesens gründeten. Dass der Flugplatz Kamenz nun heute so dasteht, ist der gelungenen Konversion der ehemaligen militärischen Liegenschaft am Standort sowie der guten Zusammenarbeit mit dem damaligen Beauftragten des Landkreises zu verdanken, ergänzte Oberbürgermeister Dantz.

Über das Programm mit Highlights, wie einem Hubschrauberflug mit einem Seil Akt, der Blaulichtmeile, Kunstfliegen und das kulturelle Rahmenprogramm u. a. mit dem Oberlichtenauer Spielmannszug e. V., informierte Organisator Herr Pfeifer (SLAS). Die Flugshow wird an beiden Tagen zwischen 15 und 16 Uhr stattfinden. Herr Pötschke, Geschäftsführer der Flugplatz Kamenz GmbH, hob besonders die Würdigung der am Platz ansässigen Unternehmen hervor und sieht die Veranstaltung auch als Dank für die gute Arbeit und Zusammenarbeit an. Am Flugplatz arbeiten rund 90 Mitarbeiter in 15 ansässigen Unternehmen. Diese Zahlen sind beständig für die letzten Jahre - Potential für sechs bis acht kleinere Hangarbauten besteht am Platz noch. 

Im Anschluss der Pressekonferenz fand eine kurze Führung über den Flugplatz mit den geladenen Pressevertretern statt.

Die Veranstaltung zu „100 Jahre Flugplatz Kamenz“ findet am 2. und 3. Juni auf dem Gelände des Verkehrslandesplatzes in Kamenz statt. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 5 €, Ermäßigte 3 € und für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt kostenfrei. Parkmöglichkeiten sind vor Ort gegeben.

Weitere Informationen unter: https://www.flugplatzfest-kamenz.de/.

Hier kann der Flyer zum Flugplatzfest heruntergeladen werden: Flyer Flugplatzfest.

16.05.2018 - 04.06.2018

09.05.2018: Tag der Städtebauförderung - Bericht vom 05.05.2018

Sonnabendnachmittag: Eine Reise in die Vergangenheit und Zukunft

Im Rahmen der Leitbildde- batte „Kamenz 2030“ gab es einen geführten Stadtrund- gang in der Altstadt u.a. zum Thema „Modernes Wohnen in der historischen Altstadt“ .

Die Sonne meinte es am Sonnabend, dem 5. Mai gut, wenn nicht sogar sehr gut, als 14.00 Uhr der Stadtrundgang am Schulplatz, gleich neben der Stadt-Information zum Thema „Modernes Wohnen in der historischen Altstadt“ begann. Und um es vorweg zu nehmen, dieser Rundgang hätte mehr Publikum verdient gehabt oder anders gesagt, jeder der nicht da war, hat etwas verpasst.

Sie alle hat das phantastische Wetter in diesem Falle nicht abgeschreckt.

Nach den einführenden Worten des Oberbürgermeisters, der über Jahre hin in diesem Metier Verantwortung zeichnete und natürlich auch als Oberbürgermeister in der Materie steht, übernahm das Rundgangsteam, bestehend aus dem langjährigen Sanierungsberater Nico Neumann sowie den beiden Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Friederike Bobke und Michael Preuß, das Zepter, sprich sie führten die Teilnehmer zum einen in die Vergangenheit der Stadt Kamenz und zum anderen zeigten sie die vorhandenen Möglichkeiten in der Städtebausanierung auf.

(v.l.n.r.): Friederike Bobke, Michael Preuß, Nico Neumann, Oberbürgermeisters Roland Dantz und Grit Preusche vom SMI

Zuvor hatte Nico Neumann am Schulplatz anhand von Schautafeln einen Überblick gegeben, mit Hilfe welcher Förderprogramme von Bund und Land, natürlich immer mit den dafür notwendigen Eigenanteilen der Stadt Kamenz, Gebäude, aber auch entsprechende bauliche Gegebenheiten saniert und erneuert wurden. Dabei kam auch zum Ausdruck, dass bestimmte Förderprogramme sich weniger auf ein einzelnes Gebäude konzentrieren, sondern mehr auf die Entwicklung eines Gebietes, sei es, um es – im Bereich bestimmter Grenzen – in seiner baulichen Ausprägung zu erhalten oder um es in eine bestimmte Richtung, z.B. Kamenz West zu entwickeln. Hier könnte man auch das sogenannte Gründerzeitquartier benennen, in das die Entwicklung des gymnasialen Schulstandortes an der Henselstraße eingebunden ist, welches u.a. der Stärkung des innerstädtischen Bereiches dienen soll.

Die Schautafeln auf dem Schulplatz sind noch bis zum 15. Juni zu betrachten. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sich dankenswerterweise Grit Preusche, Mitarbeiterin im Referat Städtebau- und EU-Förderung beim SMI, an diesem Sonnabend nach Kamenz aufgemacht hatte, um hier den Tag der Städtebauförderung mitzuerleben. Es ist anzunehmen, dass ihr gefallen hat, wie die von ihr mitverwalteten Fördergelder in Kamenz gut angelegt worden sind.

Nach den „theoretischen“ Einführungen schloss sich ein Rundgang zu konkreten Projekten und Gebäuden an, stets begleitet von kenntnisreichen Ausführungen der für diesen Stadtrundgang Verantwortlichen. Als sehr gut erwies sich, dass die in der Vergangenheit geförderten Vorhaben eben nicht nur abstrakt erläutert wurden, sondern, wie der Marktplatz begangen oder die Häuser durch die Privateigentümer für diesen Rundgang geöffnet wurden.

Detail aus der Innen-hofgestaltung in der Pulsnitzer Straße 46 (Fam. Eickhoff/Hasselbach)
Zu Gast bei Fam. Kutter im schattigen Garten
Blick ins Herrental und auf die Hauptkirche St. Marien vom Balkon des Wohnhauses "Anger 24" (Herr Mike Nosek)

Insofern sei an dieser Stelle ausdrücklich der Familie Eickhoff/Hasselbach, der Familie Kutter sowie Herrn Mike Nosek gedankt, die den Stadtrundgängern einen freundlichen Einblick in das mit Hilfe von Fördergeldern von ihnen Geschaffene gewährten. Es waren Bespiele herausragenden privaten Engagement gepaart mit sehr guter städtischer Unterstützung. Dabei wurde auch deutlich, wie ein unterschiedliches Herangehen an ein Objekt zu jeweils anderen, aber doch befriedigenden Resultaten sowohl für die Eigentümer als auch für die Öffentlichkeit führen.

Es ist in Kamenz – im Bereich der vorhandenen oder auch noch zu bildenden Fördergebiete möglich – sich ein Refugium zu schaffen, sowohl architektonisch als auch im Außenbereich. Dabei geht es nicht in erster Linie um eine 1 : 1 Erhaltung historischer Bausubstanz, was im einzelnen auch der Fall sein kann, sondern um die sinnvolle Kombination von historischen Gegebenheiten mit heutigen Anforderungen an Wohn- und Lebensverhältnisse. Dies war sowohl bei den Gebäuden der Familie Eickhoff/Hasselbach und Kutter als auch bei dem Gebäude von Herrn Mike Nosek nachvollziehbar.

Vorm „Feuerhaus“: (Zweiter von rechts) Norbert Portmann
Im "Feuerhaus: Die 70er lassen grüßen

Eine wichtige Station war das sogenannte „Feuerhaus“, welches die Stadt kürzlich erworben hat, um den sich anbahnenden Verfall des Gebäudes, der nicht nur im Verwittern und Verblassen des über dem Eingangsportal dargestellten Stadtbrandes besteht, aufzuhalten. Norbert Portmann, bekannt als – im guten Sinne – umtriebiger Ortschronist, erläuterte den Teilnehmern des Stadtrundgangs, soweit es die Quellenlage zuließ, historische Details zu diesem Gebäude, das in seiner Geschichte vielfältige Nutzungen als Wohnhaus, Gaststätte, Küche oder auch Ort der HO-Werbungabteilung erfahren hat. Lange Zeit hat es dann nach 1989/90 leer gestanden, was zu dem jetzt sehr deutlich erfahrbaren Zustand geführt hat. Ein Blick ins Innere des Gebäudes zeigte, dass hier, gleich wer dieses Vorhaben stemmen wird, eine große Aufgabe vorliegt. Und gerade in diese Richtung zielen ja die Förderprogramme. Sie sollen u.a. finanziell helfen, bestimmte historische Gebäude oder räumliche Gegebenheiten zu erhalten. Sie stellen Mittel zur Verfügung, um die mit der genannten Zielstellung verbunden Mehrkosten für den Eigentümer – im Sinne eines gesamtgesellschaftlichen Interesses – zu gewährleisten. Und in dieser Hinsicht kann sich, so auch Frau Grit Preusche, Kamenz durchaus sehen lassen und stolz auf die Erfolge der Städtebauförderung in der Stadt zurückblicken. Sicher sind noch nicht alle Blütenträume gereift und es bedarf noch vieler Anstrengungen, aber auch des Mutes von Eigentümern, sich der Problematik Stadterneuerung/Stadtentwicklung zu stellen, doch die Basis dafür ist in Kamenz ohne Zweifel vorhanden.

Torsten Petasch (Zweiter von rechts) von der Genossenschaft erläutert die Pläne für das Haus

Seinen Abschluss fand der Stadtrundgang im Gebäude in der Bautzner Straße 13, bekannt durch das Geschäft „Seifen-Niegel“ und jetzt erworben durch die Genossenschaft „Neue Altstadt Kamenz“ e.G. Der Vertreter der Genossenschaft, Torsten Petasch, erläuterte die inhaltliche Zielrichtung der Genossenschaft für dieses Gebäude, wo es u.a. zum einen um die Erhaltung der historischen Ladeneinrichtung und einer entsprechenden Nutzung, zum anderen aber um ein praktisches Inklusionsmodell geht, bei dem Menschen mit Behinderungen als Wohngruppe in das Gebäude einziehen und – mit Unterstützung – ein kleines Café betreiben. Hier sind die Genossenschaft und die Stadtverwaltung intensiv im Gespräch, um dieses als notwendig erachtete Projekt umzusetzen.

Nach gut drei Stunden endete der Stadtrundgang bei Kuchen und Kaffee und mit anregenden Gesprächen über das zuvor Vermittelte und Erfahrene. Es war ein schöner Nachmittag und das nicht nur wegen des Wetters, sondern auch von den Inhalten her, die bei diesem Rundgang behandelt wurde. Gedankt sei allen Beteiligten für diese gelungene Aktion, die aber ob ihres Gehalts natürlich nach Wiederholung ruft. In diesem Sinne ist nach dem Tag der Städtebauförderung vor dem Tag der Städtebauförderung!

09.05.2018 - 22.05.2018

08.05.2018: Einladung zum Frühlingsfest der Senioren 2018 (Termin vorbei)

Sehr geehrte Seniorinnen und Senioren der Stadt Kamenz und ihrer Ortsteile,

Sehr geehrte Seniorinnen und Senioren der Gemeinde Schönteichen,

wir laden Sie ganz herzlich zum 12. Frühlingsseniorenfest am 16. Mai 2018, 14.00 Uhr (Einlass ist ab 13.00 Uhr) in den großen Saal des Hotels „Stadt Dresden“ ein.

Wie in den vergangenen Jahren wollen wir wieder gemeinsam in gemütlicher Runde einen schönen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen verbringen.

Zur Unterhaltung wird wieder ein vielseitiges Programm beitragen. Neben den Kindern vom Schulhort am Forst wird auch der Lessingchor Kamenz alle mit ihren Frühlingsliedern erfreuen. Gespannt sein darf man auf zwei Überraschungsgäste, ein Weltmeister und ein Fürst.  Auch die kleinen Überraschungen werden wieder für eine gute Stimmung sorgen.

Sie können sich bei der Stadtverwaltung Kamenz, Sachgebiet Jugend/Soziales, Frau Jannasch unter der Tel.-Nr.: 03578/379232 anmelden und sich über den Ablauf informieren.

Die Eintrittskarten (Unkostenbeitrag von 3,00 EUR/ Karte) können in der Stadtverwaltung Kamenz im Bürgerservice und außerdem im SG Jugend/Soziales Pfortenstraße 6, bei Frau Jannasch abgeholt werden.

Herzlich willkommen sind auch die Senioren die sich kurzfristig zur Teilnahme entscheiden und nicht vorangemeldet sind.

Wir freuen uns auf Sie an diesem Nachmittag.

 

Roland Dantz                                             

Oberbürgermeister                                  

der Lessingstadt Kamenz                     

 

08.05.2018 - 16.05.2018

07.05.2018: Öffentliche Leitbildwerkstatt am Sonnabendvormittag, dem 5. Mai 2018

Die öffentliche Leitbildwerkstatt fand als erster Teil des Programmes zum Tag der Städtebauförderung in der Stadtwerkstatt, Rosa-Luxemburg-Straße in der Zeit von 10.00 – 12.30 Uhr statt. Zirka 30 Interessierte waren der Einladung in lockerer Atmosphäre gefolgt. Nach dem Grußwort von Herrn Oberbürgermeister Dantz, der die Öffentlichkeit der der geführten Leitbilddebatte und die damit verbunden notwendige Meinungsvielfalt betonte, führte der Moderator Nico Neumann in die Veranstaltung ein. Ziel sei es nochmals intensiv die Visionen der Stadtentwicklung „Kamenz 2030“ zu diskutieren.

In der Stadtwerkstatt und im Studio Anne Hasselbach waren sechs Themenbereiche (vier Arbeitsgruppenstände, ein Moderationsteamstand und ein Stand der Jugend) vorbereitet, an denen die Arbeitsstände zum Leitbild mit den Vertretern der jeweiligen Arbeitsgruppen diskutiert, ausgewertet und weiter ergänzt wurden. Großen Zuspruch erfuhr dabei der Stand der Jugend und Schüler. Hier wurden aktuelle Schul-/ und Jugendprojekte sowie die Auswertung einer Schülerumfrage zu den Visionen der Schüler für die Stadt Kamenz vorgestellt und diskutiert. Das Moderationsteam zeigte noch einmal die Zusammenführung der einzelnen Arbeitsgruppenergebnisse zu den Leitbildbildbausteinen und den geplanten weiteren Zeitablauf auf.

08.05.2018 - 22.05.2018

Auch wurde die Veranstaltung, abseits der Leitbilddebatte, genutzt um aktuelle Themen in der Stadt Kamenz zu diskutieren. Es waren im Ergebnisse sehr anregende Gespräche, die in die weitere Bearbeitung des Leitbildes einfließen werden.

Das nächste Steuerungsgruppentreffen findet am 16. Mai 2018 im Rathaus statt. Hier sollen der erste ausformulierte Teil des Leitbildes sowie der weitere Fahrplan besprochen werden.

Wir bedanken uns noch einmal ausdrücklich bei den Mitgliedern der Stadtwerkstatt und Anne Hasselbach für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Auch bedanken möchten wir uns bei allen Arbeitsgruppenmitgliedern für die Unterstützung bei der Durchführung der öffentlichen Leitbildwerkstatt, die ein weiterer Schritt in der Leitbilddebatte sowie ein erneuter Schritt zur öffentlichen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger war.

Wie geht es weiter?

Der Fortgang der Leitbilddebatte sieht so aus, dass aufbauend auf der öffentlichen Leitbildwerkstatt dann durch das Moderatorenteam ein ca. zehn seitige Dokument erarbeitet wird, welches die Arbeitsergebnisse der Leitbilddebatte „Kamenz 2030“ aussagekräftigen Formulierungen zusammenfasst. Diese „Leitbild“ geht dann zur Vorberatung in den zuständigen Ausschuss, um dann voraussichtlich vom Stadtrat in seiner Sitzung am 20. Juni 2018 verabschiedet, sprich beschlossen zu werden.

 

Veröffentlichung des Arbeitsstandes im Bürgerbeteiligungsportal – Eine Möglichkeit zum Mitmachen

Damit auch die Kamenzer Öffentlichkeit diesen Arbeitsstand – und es sei ausdrücklich darauf verwiesen, dass es sich noch um einen Arbeitstand handelt – zur Kenntnis nehmen kann, ist dieser seit dem 24. April 2018

nachfolgend hier zu finden und im Bürgerbeteiligungsportal der Stadt Kamenz

https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/kamenz/beteiligung/aktuelle-themen/1007558

veröffentlicht. Beim Bürgerbeteiligungsportal besteht die direkte Möglichkeit zur Kommentierung und zum Geben von Hinweisen sowie Ergänzungen.

Ansonsten kann man sich auch an den zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Herrn Michael Preuß, wenden. Er ist unter der Telefonnummer 03578 379 229 oder per Mail unter michael.preuss@stadt.kamenz.de erreichbar. Hier wären die Unterlagen – nach Anmeldung – auch ganz analog einsehbar.

24.04.2018 - 22.05.2018

25.04.2018: Aufruf zum Frühjahrsputz in Kamenz am 12. Mai 2018

Alles neu macht der Mai …

„Alles neu, macht der Mai …“ heißt es in einem Volkslied. Ganz so wird es im wahren Leben wohl nicht sein, aber auf einigen Gebieten kann man es schon versuchen. Eine Bürgerin hatte es an der Mönchsmauer vorgemacht und diesen Weg von der Pfortenstraße zur Wallstraße in einen ausgesprochen sauberen und ordentlichen Zustand versetzt. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KDK GmbH leisten das Ihrige mit dem Anlegen von Blumenrabatten am Robert-Koch-Platz oder auch am Bönischplatz oder auch durch das Aufstellen der Blumentürme auf dem Markt und an der Stadtinformation. Kamenz macht sich also schön!

Der 12. Mai macht alles neu

Hier sind alle gefragt, zum einen durch die Pflichten, die man als Grundstückeigentümer für das eigene Grundstück hat, zum anderen kann man sich aber auch für seine Stadt dadurch einsetzen, in dem öffentlich Flächen „geputzt“ werden, weil z.B. noch Splitt oder Laub herumliegt, der eigentlich beseitigt werden müsste. Deswegen ruft die Stadtverwaltung am Sonnabend, dem 12 Mai 2018 zu einem Frühjahrsputz an öffentlichen Orten und Plätzen auf.

KDK GmbH ist Ansprechpartner für den freiwilligen Frühjahrsputz

Die KDK GmbH dient dabei als Ansprechpartner. Wer also ein Frühjahrsputz-Projekt vor hat, der melde sich bitte unter der Rufnummer 03578 377 160 bei der KDK GmbH. Hier schildert er oder sie dann, was er am 12. Mai – vielleicht gemeinsam mit anderen Mitstreitern – vorhat. Er gibt den Ort in Kamenz, den Zeitpunkt, einen Ansprechpartner und „Was“ dort im Rahmen des Frühjahrsputzes geschehen soll, an. Günstig ist es natürlich, wenn es sich um zentrale Ort in Kamenz handelt, damit die Unterstützung durch die KDK GmbH, z.B. durch Container, effektiv erfolgen kann und der Aufwand in einem guten Verhältnis zum Nutzen steht. Bis zum Freitag, dem 4. Mai, 12 Uhr müssen möglich Frühjahrsputzaktionen bei der KDK GmbH angemeldet sein, damit die organisatorischen Voraussetzungen machbar sind. Danach wir es sehr schwierig dieses noch zu gewährleiten. Also bitte diese Anmeldefrist beachten!

Unterstützung am Robert-Koch-Platz ist gefragt

Es gibt auch einen Vorschlag der KDK GmbH für einen konkreten Ort, falls jemand noch eine Idee für den Frühjahrsputz-Ort sucht. So wäre z.B. der Robert-Koch-Platz ein geeignetes Objekt in diesem Sinne seinen Frühlingsgefühlen freien Lauf zu lassen. Hier müsste eine Reinigung erfolgen und Splitt auf den Gehwegen verteilt werden.

Die Heimat hat sich schön gemacht …

„Kamenz soll noch schöner werden“ lautet die Devise, weil es die Stadt verdient hat und wir es wollen. Wir freuen uns über jeden Bürger und jede Bürgerin, die an diesem Tag mittun möchte und insofern schon im Voraus: Vielen Dank!

25.04.2018 - 09.05.2018

24.04.2018: Veröffentlichung des Arbeitsstandes im Bürgerbeteiligungsportal – Eine Möglichkeit zum Mitmachen

Damit auch die Kamenzer Öffentlichkeit diesen Arbeitsstand – und es sei ausdrücklich darauf verwiesen, dass es sich noch um einen Arbeitstand handelt – zur Kenntnis nehmen kann, ist dieser seit dem 24. April 2018

nachfolgend hier zu finden und

im Bürgerbeteiligungsportal der Stadt Kamenz

https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/kamenz/beteiligung/aktuelle-themen/1007558

veröffentlicht. Beim Bürgerbeteiligungsportal besteht die direkte Möglichkeit zur Kommentierung und zum Geben von Hinweisen sowie Ergänzungen.

Ansonsten kann man sich auch an den zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Herrn Michael Preuß, wenden. Er ist unter der Telefonnummer 03578 379 229 oder per Mail unter michael.preuss@stadt.kamenz.de erreichbar. Hier wären die Unterlagen – nach Anmeldung – auch ganz analog einsehbar.

24.04.2018 - 09.05.2018

19.04.2018: Steuerungsgruppe tagte erneut am 16. April im Ratssaal

Steuerungsgruppe tagte erneut am 16. April im Ratssaal

Am letzten Montag kamen die Mitglieder der Steuerungsgruppe für die Kamenzer Leitbilddebatte im Rathaus zusammen: Neben dem Moderator von der DSK waren Mitglieder aus den einzelnen Arbeitsgruppen, die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie die Vertreter der an diesem Projekt beteiligten Fachhochschule Dresden anwesend.

Gute Vorbereitung prägte die Beratung der Steuerungsgruppe

Konstruktiv durch den Moderator, Nico Neumann, geführt, wurde die aufbereiteten Arbeitsergebnisse der thematischen Arbeitsgruppen erläutert, basierend auch auf den von der vormaligen Moderatorin des Leitbildprozesses geführten Einzelgespräche sowie den Ergebnissen aus der öffentlichen Auftaktveranstaltung im März letzten Jahres.

Das Moderatorenteam – ihm gehören u.a. Michael Preuß von der Stadtverwaltung, Nico Neumann von der DSK, Professor Dr. Maik Arnold von der Fachhochschule Dresden (siehe Foto von links nach rechts) sowie Professoerin Dr. Katrin Pittius an – hatte eine Vielzahl verschiedenster Aspekte zusammengeführt und versucht, den jeweils dahinterstehenden „Ideenkern“ zu erkennen und zu den angestrebten Leitbildbausteinen zusammenzuführen. Dieser Prozess wurde in relevante Themenblöcke überführt, die, so das Moderatorenteam, zu tragfähigen Leitbildbausteinen weiterentwickelt werden. Dabei ging es zunächst noch nicht um Ausformulierungen, sondern um eine in Schlagworte gefasste Struktur, die die Grundlage für den ausstehenden Formulierungsprozess bilden wird.

Intensive Diskussion zu Teilaspekten

Da den Mitgliedern der Steuerungsgruppe die Unterlagen im Voraus zugeschickt worden waren, gab es eine sehr gute Grundlage für die Diskussion. Insgesamt waren sich die Mitglieder darin einig, dass durch das Moderatorenteam eine herausragende Zusammenfassungs- und Vorbereitungsarbeit geleistet worden sei, was sich auch darin zeigte, dass es nur geringen Anlass zur Kritik gab und es nur weniger Ergänzungen und Präzisierungen bedurfte. So wurde z.B. der Gedanke des subjektiven Gefühls von Sicherheit im Sinne von Ordnung und Sicherheit in der Stadt stärker hervorgehoben oder auch darauf verwiesen, dass „Gesundheitsförderung und Prävention“ diejenige Begrifflichkeit sei, die im Leitbild eine Rolle spielen sollte und die nicht durch den Begriff der „Gesundheitsvorsorge“, der andere Aspekte der Thematik „Gesundheit“ abdeckt, ersetzt werden darf. Ebenso spielte die Frage des Sorbischen in Kamenz eine Rolle. Interessant war auch eine Diskussion um die „Anwendung“ des Begriffs „Weltoffenheit“: Ist er auf eine Kleinstadt – im Vergleich z.B. zu Dresden – überhaupt anwendbar? Ist er nicht zu groß gewählt? Könnte er aber nicht oder sollte er nicht sogar als Zentralbegriff im Leitbild vorkommen, zumal sich die Kamenzer in Fragen „Weltoffenheit“ auf bestimmten Gebieten nicht verstecken müssen?

Es war ein gemeinsames Ringen, die relevanten Leitbildbausteine weiter zu vertiefen und z.B. auch den Spagat zu bewältigen, die hohe Allgemeingültigkeit von Leitvorstellungen mit den Besonderheiten von Kamenz zusammen zu bringen.

19.04.2018 - 02.05.2018

19.04.2018: UCI Radball Weltcup-Premiere in Kamenz war ein voller Erfolg

Dank an alle Beteiligten, insbesondere an die SG Lückersdorf-Gelenau für die tolle Organisation

 

Der Ball des (Rad)Anstoßes                                                                Meisterklasse: Deutscher Meister trifft Weltmeister

Am verganenen Sonnabend – 14. April – fand erstmals in der Turnhalle am Flugplatz Kamenz der UCI Weltcup im Radball statt, hervorragend vorbereitet und durchgeführt durch die SG Lückersdorf-Gelenau. Über 600 Zuschauer in der Halle und weitere ca. 4.000 am Livestream von  www.radballnetzer.de (im Videoarchiv auch noch nachzusehen) sahen rasanten Hochleistungssport und das durchweg vom Beginn am Morgen bis in den Abend hinein zum Finalspiel.

Parade der Sportgeräte                                                                       Hochklassige Vorrundenspiele vor toller Kulisse

Ricardo Slota und Marcus Richter, das Team der mit einer “Wildcard” ausgestatteten SG Lückersdorf-Gelenau (eigentlich 2. Bundesliga), verkaufte sich teuer, auch wenn ein vorderer Platz aufgrund der sportlichen Übermacht der Weltelite nicht realistisch war. Auf Platz 1 platzierte sich der RV Obernfeld, auf Platz 2. der RC Höchst 2 und der 3. Platz ging an RMC Stein. Herzlichen Glückwunsch!

Kamenz can Dance begeistert auch die Radsportfans                       Wiednitzer Kunstradfahrer: Fahrradfahren mal ganz anders

Zwischen den rassigen Duellen sorgte ein buntes Unterhaltunsprogramm mit den Kunstradfahrern des RfV 1900 Wiednitz und den Tänzern von “Kamenz can Dance” für beste Stimmung.

Aufstellung vor den Platzierungsspielen                                              Das spannende Finale

Nach dem Ende waren alle Gäste, Sportler und Organisationsverantwortliche von der furiosen Veranstaltung geschafft, aber glücklich. Und eine Wiederholung bei einem evtl. nächsten Weltcup scheint – so Heiner Slota – nicht ausgeschlossen.

Die Plätze 1-3 werden geehrt                                                              Abschließendes Gruppenfoto aller

An dieser Stelle auch nochmal vom Oberbürgermeister Roland Dantz ein großes Dankeschön an alle Verantwortlichen und Helferinnen und Helfer von der SG Lückersdorf-Gelenau und an alle anderen, die vor und hinter den Kullissen für dieses herausragende Ereignis ihr Bestes gegeben haben!

19.04.2018 - 04.05.2018

14.04.2018: Einladung zum „Tag der Städtebauförderung“ am 5. Mai 2018

Ein weiterer Schritt in der Leitbilddebatte „Kamenz 2030“

Schon jetzt möchten wir auf zwei Veranstaltungen im Rahmen der Leitbilddebatte „Kamenz 2030“ aufmerksam machen, die sich interessierte Bürgerinnen und Bürger vormerken sollten. Ausführlichere Information wird es dazu im Amtsblatt 17/2018 sowie demnächst auf der Website der Stadt Kamenz geben.

Hier kann ein Plakat zu beiden Veranstaltungen runtergeladen werden.

Öffentliche Leitbildwerkstatt

Am Sonnabend, dem 5. Mai 2018 findet eine öffentliche Leitbildwerkstatt statt. Im Zeitraum von 10.00 – 12.30 Uhr werden in den Räumlichkeiten der Stadtwerkstatt (Rosa-Luxemburg-Straße 13) der jetzige Stand der Leitbilddebatte öffentlich präsentiert. Das schließt selbstverständliche eine rege Diskussion der erreichten Ergebnisse ein.  

Geführte Stadtrundgang im Altstadtbereich von Kamenz

Ab 14.00 bis ca. 16.00 Uhr gibt es einen geführten Stadtrundgang im Altstadtbereich von Kamenz. Er beginnt am Schulplatz vor der Stadtinformation und endet an der Bautzner Straße 13 (Gebäude der Genossenschaft „Neue Altstadt Kamenz). Inhalt dieses Stadtrundganges ist das Aufzeigen der Einsatzmöglichkeiten von Städtebaufördermitteln an ausgewählten konkreten Objekten in der Kamenzer Altstadt. Dabei spielen u.a. solche Themen wie „Modernes Wohnen in der Altstadt“, „Innenhofgestaltung“ oder „Aufwertung des öffentlichen Raumes“ eine entsprechende Rolle.

Für beide Veranstaltungen sind Interessenten herzlich eingeladen.

14.04.2018, aktualisiert am 17.04.2018 - 07.05.2018

14.04.2018: Steuerungsgruppe tagt (Termin abgelaufen)

Steuerungsgruppe der Leitbilddebatte

Im Übrigen tagt am Montag, dem 16. April 2018 im Ratssaal ab 18.30 Uhr die Steuerungsgruppe der Leitbilddebatte. Hier wird der der Entwurf der Leitbildbausteine vorgestellt und besprochen. Grundlage dafür sind die Abstimmungen des Moderators der DSK, Nico Neumann, mit der Fachhochschule Dresden sowie mit den Arbeitsgruppenvertretern. Außerdem dient diese Beratung der Vorbereitung der öffentlichen Leitbildwerkstatt am 5. Mai 2018 (siehe oben).

09.04.2018: Neujahrsempfang im Frühling?

Nein, der Zeitpunkt wurde nicht verwechselt, der Neujahrsempfang der Stadt Kamenz fand 2. Februar 2018 statt. Wie seit vielen Jahren üblich war, waren auch dazu die Kamenzerinnen und Kamenzer aufgerufen, Bürgerinnen und Bürger vorzuschlagen, die durch ihr herausragendes Engagement oder besondere Verdienste das Leben in der Stadt Kamenz bereichert oder vorangebracht haben. Dazu gehörten auch Birgit Richter, Bernd Moschke und Lutz Zistel, die aber zum Neujahrsempfang im Februar leider verhindert waren. Grund genug die Drei noch einmal ins Rathaus einzuladen, um ihnen die „Ehrenmedaille der Stadt Kamenz“ persönlich zu überreichen. Sichtlich stolz nahmen sie diese Ehrung entgegen. 

(v.l.n.r.) Oberbürgermeister, Lutz Zistel, Birgit Richter und Bernd Moschke

Birgit Richter war vom SV Einheit Kamenz vorgeschlagen worden für ihr seit 15 Jahren währendes Engagement für den Turnsport in Kamenz, das die Tätigkeit als Übungsleiterin, als Betreuerin und geleistete Öffentlichkeitsarbeit sowie den maßgeblichen Anteil bei der Erarbeitung und Durchführung von Showprogrammen (z.B. Forstfestturnen und Weihnachtsschauturnen) vereint.

Bernd Moschke ist stadtbekannt, aber im guten Sinne. Vorgeschlagen vom Kamenzer Geschichtsverein, dem er seit dem Jahr 2000 angehört und dessen stellvertretender Vorsitzender er 14 Jahre lang war, hat er sich als Stadtführer in die Vermittlung von Geschichtskenntnissen eingebracht und kürzlich die Ausbildung jüngerer Stadtführer übernommen, organisiert über die Kreisvolkshochschule. Daneben ist er als Autor in verschiedensten Publikationen hervorgetreten.

Das Kamenzer Bündnis für Toleranz und Humanität schlug Lutz Zistel zur Würdigung mit der Ehrenmedaille vor. Er gehört dem Bündnis seit 2006 an und hat sich mit Vehemenz in die Unterstützung der Asylbewerber sowie in die Integrationsarbeit in der Stadt Kamenz eingebracht. Damit trägt er zum notwendigen Zusammenhalt der Kommune bei und gestaltet sie immer wieder neu.  

Und so viel Zeit musste dann auch sein: Im Anschluss an die Übergabe der „Ehrenmedaille“ kam man noch bei einer Tasse Kaffee ins Gespräch.

09.04.2018 - 20.04.2018

02.04.2018: Entscheidung für die Dezernentenstelle in Kamenz gefallen

Katrin Andrews ist die neue Dezernentin für Stadtentwicklung und Soziales

In der Sitzung des Kamenzer Stadtrates am 28. März 2018 ist die Entscheidung für die Besetzung der Dezernatsstelle für Stadtentwicklung und Soziales in der Kamenzer Stadtverwaltung getroffen worden. Der Stadtrat hat sich für Frau Katrin Andrews entschieden. Sie lebt seit vielen Jahren in Kamenz und wollte sich mit ihrer Bewerbung auf diese wichtige Verwaltungsposition einer neuen beruflichen Herausforderung stellen, auch um sich auf diese Weise noch stärker in die Entwicklung der Stadt Kamenz einbringen.   

Frau Katrin Andrews ist 38 Jahre jung und hat ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Abschluss als Diplom-Kauffrau (Univ.) absolviert und verfügt über Führungserfahrung, die sie einem in der Region ansässigen Unternehmen erworben hat. Ab 1. Juni 2018 wird sie in der Stadtverwaltung die Dezernentenstelle einnehmen. Frau Katrin Andrews hat dabei ein breitgefächertes Aufgabengebiet mit hohen Erwartungen zu bewältigen, trifft aber auch auf ein bewährtes Verwaltungspersonal, was sie dabei unterstützen wird.

02.04.2018 - 14.04.2018

28.03.2018: Die Kamenzer Wirtschaftsförderung hat ein neues Gesicht

Neuigkeiten von der Kamenzer Wirtschaftsförderung

Die Stadtverwaltung freut sich, auf diesem Wege die neue Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderung kurz vorzustellen. Im März zunächst nur stundenweise wird Frau Anne Uhlemann im Rahmen der Elternzeitvertretung ab April zeitlich in vollem Umfang die Aufgaben der Kamenzer Wirtschaftsförderung wahrnehmen. Sie vertritt damit vorübergehend die bisherige Wirtschaftsreferentin Doreen-Charlotte Hantschke, die derzeit Mutterfreuden entgegensieht. Frau Uhlemann ist 28 Jahre jung, hat einen Masterabschluss in Humangeographie und verfügt über Erfahrungen im Bereich der Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit, u.a. als Projektassistenz für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS). Sie ist unter der Telefonnummer 03578 379 103 oder per Mail anne.uhlemann@stadt.kamenz.de erreichbar.

28.03.2018 - 02.04.2018

28.03.2018: Dank an alle für den gut organisierten und besuchten 1. Kamenzer Würstchen- und Regionalmarkt
Der 1. Kamenzer Würstchen und Regionalmarkt wird eröffnet mit dem Durchschneiden eines "Wurstbandes".

Der 1. Kamenzer Würstchen- und Regionalmarkt hat seine Feuertaufe bestanden, deshalb dankt die Stadtverwaltung allen an der Vorbereitung und Durchführung dieses Marktes Beteiligten:

Der städtischen City-Managerin Anne Hasselbach, die im Auftrag der Stadt maßgeblich, das eindrucksvolle Stadtfest organisiert hat, dass durch viele Unterstützer und Helfer zu dem Erfolg wurde, wie er sich am Sonntag darstellte, wobei sicherlich noch Verbesserungen möglich sind.

Gedankt sei daher der Initiative „Ab in die Mitte! - Die City-Offensive Sachsen“, deren Vertreter der Thomas Ott, stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, City-Initiative Kamenz und allen beteiligten Gewerbetreibenden und Sponsoren, dem Fleischerverein Kamenz und seinen Mitgliedern, der Fleischerinnung Nordostmittelsachsen, den für diese städtische Fest mitwirkenden Mitarbeitern der Stadtverwaltung, den Mitgliedern der Stadtwerkstatt Kamenz sowie alle teilgenommenen Vereinen und Akteuren, die es – wenn der Platz es zuließe – eigentlich namentlich aufgeführt werden müssten.

Ohne nun das Wetter für die große Resonanz ganz und gar verantwortlich zu machen, es hat schon seinen Teil zum Gelingen des „Gewimmels“ auf dem Markt bis hin zur Nordstraße beigetragen.

Also nochmals vielen Dank an alle und nächstes Jahr hoffentlich – besser sicherlich – auf ein Neues!

Außerdem wünsche ich im Namen des Kamenzer Stadtrates sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung allen Menschen in unserer Stadt und in den Ortsteilen sowie unseren Gästen ein frohes Osterfest sowie erholsame Feiertage.

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister

28.03.2018

Linke Seite (vom Rathaus aus gesehen): Gewimmel.
24.03.2018: Brand im Wohnhaus Jesauer Straße 12

Brand - Glück im Unglück: Hoher Brandschaden, aber kein kein Menschenleben zu beklagen

Was war geschehen?

10.39 Uhr wurde der Feuerwehr ein Brand in der Jesauer Straße 12 gemeldet, die daraufhin mit den entsprechenden Fahrzeugen sowie ca. 35 Kameraden der FFw „Kamenz-Stadt“, „Wiesa“, „Lückersdorf“ und „Gelenau“ ausrückte. Vor Ort fanden sie einen Wohnungsbrand im dritten Obergeschoss vor, aus dem der Wohnungsinhaber bereits von Mitarbeitern eines Handwerksbetriebes gerettet worden war. Unverzüglich und professionell wurde mit der Brandbekämpfung begonnen. Nach ca. einer knappen halben Stunde konnte der Brand gelöscht werden.

Insgesamt gab es drei Verletzte: Zwei, darunter der Wohnungsinhaber, mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen medizinisch behandelt werden, eine Einwohnerin aus einer Nachbarwohnung wegen psychischer Probleme aufgrund des Brandereignisses.

Wohnungen, insgesamt sechs Stück, im dritten und vierten Obergeschoss sind zurzeit aufgrund des Brandereignisses und der Rauchschäden nicht bewohnbar. Ebenfalls muss eine Wohnung im zweiten Obergeschoss, gelegen unter der vermutlichen Brandwohnung, vorübergehend von ihren Bewohnern geräumt werden, da sie von den Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die SWG Kamenz, zu deren Wohnungsbestand das Gebäude gehört, bringt – gemeinsam mit der Stadtverwaltung Kamenz und dem Landratsamt Bautzen – die Bewohner dieser Wohnungen in Notunterkünften unter, soweit die Bewohner keine private Unterkunftsmöglichkeit haben. Die Bewohner im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Obergeschoss, bis auf die eine Ausnahme, können ihre Wohnungen wieder beziehen. Wann die Wohnungen im dritten und vierten Geschoss sowie die eine Wohnung im zweiten Geschoss wieder beziehbar sind, muss geprüft werden.

Zur Brandursache lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Nachdem die Feuerwehr die Wohnung, von der der Brand vermutlich ausgegangen ist, freigegeben hat, wird die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen. Nach erster Inaugenscheinnahme beläuft sich der Schaden auf einen sechsstelligen Betrag. Aber auch dies bedarf erst der genaueren Begutachtung.

Es sei an dieser Stelle allen Einsatzkräften – Feuerwehr, THW, Polizei und medizinische Kräfte – für ihren schnellen und professionellen Einsatz gedankt, der Schlimmeres hatte verhüten können. Dies schließt die Mitarbeiter der SWG Kamenz, der Stadtverwaltung und des Landratsamtes Bautzen mit ein, die sich jetzt intensiv um die mit dem Brand verbundenen Folgen kümmern. Ein herzlicher Dank geht auch an den Chef des Kamenzer Handwerksbetriebes Johne Haustechnik GmbH, Volker Johne, und seine Mitarbeiter, die den Wohnungsinhaber der vermutlichen Brandwohnung rechtzeitig aus seiner Wohnung holten. Trotz des Brandes freuen wir uns, dass die Brandschäden und -folgen – relativ gesehen – in Grenzen gehalten werden konnten und keine Menschenleben zu beklagen sind.      

 

Der Tag danach

Am Vormittag hat die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ebenfalls einschalten wird sich die Bauaufsicht vom Landratsamt.

Insgesamt sind von dem Brand sieben Mietparteien in gravierender Weise betroffen, so dass derzeit die Wohnungen nicht bewohnbar sind.  Der Bewohner, in dessen Wohnung vermutlich der Brand entstanden ist, befindet sich noch im Krankenhaus. Alle anderen Wohnungsparteien sind nach derzeitigem Wissensstand bei Verwandten, Freunden oder familiär untergekommen.

Insofern mussten die Angebote der Obdachlosenhilfe, die die Stadt bereithält, nicht in Anspruch genommen werden. Sie hätten aber potentiell zur Verfügung gestanden und stehen, falls sich eine andere Situation ergibt als die jetzige, auch zur Verfügung. Damit ist kurzfristig die Situation geklärt.  Wie es mit der Bewohnbarkeit der Wohnungen, besonders im 3. und 4. Geschoss, weitergeht, wird sich nach der Begutachtung zeigen. Auch hier sind seitens der SWG die erforderlichen Schritte eingeleitet worden.  Das größtes Problem könnte es werden, wenn im Rahmen des Brandes die Statik im oberen Bereich des Hauses „gelitten“ hätte. Dies steht aber noch nicht fest. Der Wohnungspartei unter der Brandwohnung, die vor allem durch den notwendigen Löscheinsatz gelitten hat, wurde zwischenzeitlich eine Wohnung in der Geschwister-Scholl-Str. angeboten, die sie vermutlich auch beziehen wird.

Bei den anderen Mietparteien erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der SWG die Vorbereitung von Lösungen, die aber – wie schon gesagt – in Abhängigkeit des Zustandes der Wohnung am Brandort sind, insofern gibt es eine Priorisierung je nach Schädigungsgrad und Situation.

Zur Brandursache können auch zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen getroffen werden.

Oberbürgermeister lobt im MDR Einsatzkräfte und Ersthelfer

Oberbürgermeister Dantz würdigt in der Sendung des MDR "um 4" alle Einsatzkräfte und besonders den Chef und die 2 Mitarbeiter des Kamenzer Handwerksbetriebs Johne Haustechnik GmbH: Beitrag über das Brandereignis in Kamenz. (Beitrag zu Kamenz kommt nach Beginn der Sendung bei 2 Minuten und 44 Sekunden.)

Stellvertretender Kreisbrandmeister Stefan Hentschke äußert sich in der Sendung des MDR "um 2" zum Brandgeschehen: Brandereignis in Kamenz. (Beitrag zu Kamenz kommt nach Beginn der Sendung bei 2 Minuten und 33 Sekunden.)

Aufatmen: Vier Wohnung bald wieder beziehbar

Es ist nun Gewißheit: Drei Wohungen in der Jesauer Straße 12 wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Ein Spezialfirma hat mit der Beräumung begonnen. Dier Versicherungsexperten tuen ihre Pflicht und begutachten die Schäden. Sobald die entsprechenden Freigaben erteilt sind, werden durch Baufirmen die gravierenden Schäden beseitigt werden. Bei den vier restlichen Wohnungen sind die Wohnparteien zwischenzeitlich wieder eingezogen.

24.03.2018, aktualisiert am 28.03.2018 - 09.04.2018

22.03.2018: Ankündigung von Terminen der AGs der Leitbilddebatte für den 26.03.2018 (Termine vorbei)

Am 26.03.2018 tagt von 19.00 – 21.00 Uhr die Arbeitsgruppe 2 (Kultur/Soziales/Bildung) in den Räumlichkeiten der Stadtwerkstatt, Rosa-Luxemburg-Straße 13. Moderiert wird diese Zusammenkunft von Professor Dr. Maik Arnold von der Fachhochschule Dresden (FHD).

Ebenfalls am 26.03.2018 findet in der Zeit von 16.00 - 18.00 Uhr eine Zusammenkunft der der AG 4 (Bürger/Politik/Verwaltung/Kommunikation) statt, die auch in den Räumlichkeiten der Stadtwerkstatt durchgeführt wird.

Zu beiden Veranstaltungen sind Interessenten herzlich eingeladen.

22.03.2018 - 28.03.2018

19.03.2018: Bekanntgabe der erneuten öffentlichen Auslegung des Entwurfs der Haushaltssatzung der Stadt Kamenz für das Haushaltsjahr 2018

Bekanntgabe der erneuten öffentlichen Auslegung des Entwurfs der Haushaltssatzung der Stadt Kamenz für das Haushaltsjahr 2018

Der Entwurf der Haushaltssatzung 2018 der Stadt Kamenz liegt in der Stadtverwaltung Kamenz – Rathaus, Markt 1, 01917 Kamenz vom 19.03.2018 bis einschließlich 27.03.2018 im SG Finanzen, Zimmer 1.23 während folgender Zeiten zu jedermanns Einsicht öffentlich aus:

 

Montag bis Freitag

zusätzlich Dienstag

und Donnerstag

  9.00 – 12.00 Uhr

13.00 – 18.00 Uhr

13.00 – 16.00 Uhr

 

Die Einsichtnahme kann auch auf dem Bürgerbeteiligungsportal unter nachstehendem Link erfolgen:

https://www.buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/sachsen/beteiligung/aktuelle-themen?format&thema&behoerdeOrt=Stadt+Kamenz

 

Einwohner und Abgabepflichtige können vom 19.03.2018 bis zum 09.04.2018 Einwendungen gegen den Entwurf der Haushaltssatzung 2018 erheben. Die Einwendungen sind schriftlich oder zur Niederschrift im Zimmer 1.23, Markt 1, 01917 Kamenz abzugeben oder per e-Mail an stadtverwaltung@kamenz.de zu senden.

 

Kamenz, 16.03.2018
 
Dantz
Oberbürgermeister
Lessingstadt Kamenz

19.03.2018 - 28.03.2018

12.03.2018: Schöffenwahl 2030

Schöffenwahl 2018

Bewerben Sie sich für ein Schöffenamt und wirken Sie als ehrenamtlicher Richter in der Strafgerichtsbarkeit mit

Im ersten Halbjahr 2018 werden bundesweit die Schöffen und Jugendschöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt. Gesucht werden dabei auch in der Stadt Kamenz Frauen und Männer, die am Amtsgericht Kamenz und Landgericht Dresden als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Die Stadt Kamenz und der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Bautzen schlagen doppelt so viele Kandidaten vor, wie an Schöffen bzw. Jugendschöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Haupt- und Hilfsschöffen.

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in der Stadt Kamenz wohnen und am 1.1.2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige (Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete usw.) und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen, d. h. das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Schöffen in Jugendstrafsachen sollen in der Jugenderziehung über besondere Erfahrung verfügen. Die ehrenamtlichen Richter müssen Beweise würdigen, d. h. die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten können. Die Lebenserfahrung, die ein Schöffe mitbringen muss, kann aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement resultieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde. Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

 

Nähere Auskünfte sind im Internet unter www.schoeffenwahl.de erhältlich.

 

Interessenten bewerben sich für das Schöffenamt in allgemeinen Strafsachen (gegen Erwachsene) bis zum 30.04.2018 bei der Stadtverwaltung Kamenz, Markt 1, 01917 Kamenz.

Ein Formular kann von der Internetseite der Stadt Kamenz unter http://www.kamenz.de/satzungen-formulare-veroeffentlichungen.html heruntergeladen werden und ist auch im Bürgerservice des Rathauses erhältlich. Rückfragen sind unter 03578/379120 oder 03578/379121 möglich.

 

Interessenten für das Amt eines Jugendschöffen richten ihre Bewerbung bis zum 30.03.2018 an das Jugendamt des Landkreises Bautzen, Bahnhofstraße 9, 02625 Bautzen. Bewerbungsformulare können von der Internetseite des Landkreises Bautzen http://www.landkreis-bautzen.de/66-22393 heruntergeladen werden.

 

Dr. Koch
Dezernentin Service und Finanzen
12.03.2018 (24.03.2018 - 09.04.2018) 09.04.2018 - 25.04.2018
12.03.2018: Lampenwerkstatt macht wieder Station in Kamenz

Man könnte sagen, dass die Lampenwerkstatt von Marion Wagner Dee schon fast zur Tradition für Kamenz geworden ist. Auch dieses Jahr kommt sie gemeinsam mit ihrem Mann und Wohnmobil in die Lessingstadt. Nach der Messe in Hoyerswerda wird ihre mobile Werkstatt ab Mittwoch, dem 14. März in der Bautzner Straße 11 (ehemals Cecil, Bike-Station) für die Kamenzer und Kunden aus dem Umland geöffnet. 

Frau Wagner-Dee betreibt dieses außergewöhnliche Handwerk seit 1989. Sie baut nicht nur neue Lampenschirme, sondern sie kümmert sich auch mit viel Liebe zum Detail um die Restaurierung von alten Lampen.

 

Damit zum verkaufsoffenen Sonntag und Würstchenmarkt (1. Kamenzer Würstchen- und Regionalmarkt) am 25.3.2018 das ehemalige Ladengeschäft nicht leer steht, wird sie auch zu diesem Highlight die Werkstatt für Neugierige öffnen und ihr Kunsthandwerk zeigen. Dass an diesem Tag auch die Europäischen Kunsthandwerkertage europaweit stattfinden, ist sicher ein toller Nebeneffekt.

 

Geöffnet ist die Lampenwerksatt vom 14.-25.3.2018 in der Woche täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr, Sonnabend von 9.00 bis 13.00 Uhr und Sonntag, dem 25.3. 2018 von 12.00 bis 18.00 Uhr.

12.03.2018 - 22.03.2018

09.03.2018: Neues von der Leitbilddebatte - Ankündigung von Terminen der Arbeitsgruppen für den 12.03.2018

Am 12.03.2018 tagt von 19.00 – 21.00 Uhr die Arbeitsgruppe 2 (Kultur/Soziales/Bildung) in den Räumlichkeiten der Stadtwerkstatt, Rosa-Luxemburg-Straße 13. Moderiert wird diese Zusammenkunft von Professor Dr. Maik Arnold von der Fachhochschule Dresden (FHD). Neben der weiteren inhaltlichen Präzisierung wird um die Formulierung von möglichst prägnanten und zukunftsweisenden Leitsätzen für das Themengebiet Kultur/Soziales/Bildung gehen, die dann in das Leitbild „Kamenz 2030" einfließen. Interessenten sind dazu herzlich eingeladen.

Ebenfalls am 12.03.2018 findet in der Zeit von 13.00 - 15.00 Uhr eine Zusammenkunft der der AG 4 (Bürger/Politik/Verwaltung/Kommunikation) statt, die auch in den Räumlichkeiten der Stadtwerkstatt durchgeführt wird.

05.03.2018 - 12.03.2018

08.03.2018: Öffentliche Versteigerung von Fundgegengegenständen findet nicht statt

Geplante Versteigerung der Stadtverwaltung am 17. März 2018 fällt aus

Wie schon in anderen Pressemedien bekanntgegeben, findet die ursprünglich für Sonnabend, den 17. März 2018, um 09:00 Uhr vorgesehene öffentliche Versteigerung in den ehemaligen Bushallen auf der Jahnstraße krankheitsbedingt nicht statt. Der neue Termin für die Versteigerung wird rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben.

Die Veröffentlichung des ursprünglichen Versteigerungstermins im Amtsblatt letzte Woche (10/2018) konnte leider nicht mehr zurückgezogen werden, da das Amtsblatt bereits gedruckt war.

08.03.2018 - 19.03.2018

24.02.2018: Die Sieger im Bürger-Rezeptewettbewerb stehen fest

Es wird wohl nicht einfach gewesen sein aus der Vielzahl der eingereichten Rezepte die nach Meinung der Jury besten herauszufinden. Denn auch hier gilt, dass das subjektive Empfinden nicht ganz  außen vorbleiben kann. Insofern haben alle Einreicher der Rezepte und auch die, die in die engere Wahl  kamen und ihre Gericht vorkochen konnten, ihr Bestes gegeben. Das Umfeld im Partyraum neben dem Küchenstudio Zeidler war gut ausgewählt. Genügend Platz für die Jury, die sich ungehemmt ihrer Esslust hingeben konnte, aber auch die ausgewählten Hobby-Köche hatte genügend Platz die Speisen vorzubereiten. Der vom städtischen Citymanagement für die Stadt Kamenz initiierte Bürger-Rezeptewettbewerb ist ein voller Erfolg.

Die Jury, bestehend aus Roland Dantz (Oberbürgermeister von Kamenz), Rudolf Minkwitz (Fleischerei Minkwitz), Ute Jehnichen (Kochloft Dresden),Jan Eickhoff (Designer), Sylvia Stephan (Cityinitiative e.V.), Anne Hasselbach (Citymanagement) und Hannelore Delitzscher (Forstfestkommitee), hat letztendlich eine Entscheidung getroffen:

1. Platz

Auf Platz 1  kam das Gericht " Kamenzer trifft Ballast - Kamenzer Kügelchen auf einer Majoran-Sahnesoße und einem fruchtigen Linsensalat" von Axel Sauer aus dem Kamenzer Ortsteil Lückersdorf,

2. Platz

Platz 2 ging an Cynthia und Daniel Tschentscher aus Dresden für ihr "Kamenzer goes China" und

3. Platz

die Bronzemedaile erhielt Uwe Fanselow aus der Gemeinde Haselbachtal/Ortsteil Gersdorf für sein Gericht " Kamenzer Risotto".

Allen einen herzlichen Glückwunsch!

Die Sieger (v.l.n.r.): Uwe Fanselow (III.), Axel Sauer (I.) und Cynthia Tschentscher (II.)

Und wenn alles klappt, wird es demnächst, vielleicht schon zum 1. Kamenzer Würstchen und Regionalmarkt am 25. März 2018 ein Kochbuch mit allen eingereichten Gerichten geben.

Eindrücke vom Kochwettbewerb

 

24.02.2018

23.02.2018: Tischlereifirma erhält Gründerinnenpreis 2018

Kamenzer Tischlereifirma erhält Sächsischen Gründerinnenpreis 2018

Angeblich sollen ja in Sachsen, die schönen Mädchen auf den Bäumen wachsen. So oder ähnlich lautet ein Spruch, den Handwerksburschen früher in Bezug auf Sachsen gesagt haben sollen. Unabhängig, dass sich dahinter mindestens ein Kompliment gegenüber den sächsischen Mädchen und Frauen verbirgt, ist die Herkunft des Spruches nicht ganz eindeutig geklärt, denn es könnten auch historisch die Frauen aus Niedersachsen gemeint gewesen seien. Im Übrigen sollten man(n) und Frau sich heute auf Augenhöhe begegnen. Dies sollte beim Wettbewerb um den Sächsischen Gründerinnenpreis des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz allemal gegeben sein.

Die Preisträgerin Susann Mütze (2.v.r.) aus Kamenz mit Ministerin Petra Köpping (59, r.) sowie den Jury-Mitgliedern Professor Ralph Sonntag Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden und Mauela Salewski (l.), Hauptabteilungsleiterin Wirtschaftsförderung und -beratung der Handwerkskammer Dresden. (Foto Hagen Wolf)

Dass Frauenpower angesagt ist, zeigte sich schon an den 53 Bewerberinnen, gegen die sich Susann Mütze erfolgreich durchsetzen konnte. In einer persönlich schwierigen Situation – der Vater und damalige Geschäftsführer starb 2015 – hat sie sich als Diplom-Ingenieurin der beruflichen Herausforderung gestellt und leitet den heute schon in der siebten Generation befindlichen Handwerksbetrieb, der in und um Kamenz, aber darüber hinaus als gute Adresse für den individuell gefertigten Möbelbau gilt.  

„Der Gründerinnenpreis“, so auf der Website des Ministeriums nachzulesen, „ist eine Auszeichnung für erfolgreiche sächsische Unternehmerinnen, die ein junges kleines oder mittelständisches Unternehmen führen. Ziel des jährlich vergebenen Preises ist es, die Existenzgründung von Frauen in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. (…) Er soll Frauen ermutigen, in bestimmten Lebenssituationen über eine Existenzgründung nachzudenken und optimistisch den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen.“ Den Gründerinnenpreis gibt es bereits seit 2008.

Mal nicht Gruppenbild mit Dame, sondern Powerfrauen unter sich, zumindest auf dem Foto. (Foto Hagen Wolf)

23.02.2018 - 09.03.2018

 

21.02.2018: Die große weite Welt: Ein freiwilliges Jahr in Peru

1. Rundbrief aus Peru

Nach einer fast dreitägigen Reise sind wir endlich in unserer neuen Heimat in Peru angekommen. Auf dem Busbahnhof in Cusco wurden wir von Rosa, der Tochter von Isabel (Chefin vom Hogar), abgeholt und zu ihrer Wohnung gebracht. Diese sollte für die nächsten zwei Wochen unser zu Hause sein. Gespannt schauten wir aus dem Autofenster und erkundeten die belebten Straßen Cusco´s. Alles war so „neu“ für uns. Die Menschen, die Architektur, der Verkehr… für viele von uns Freiwilligen ist es der erste Aufenthalt auf einem anderen Kontinent.

Die ersten zwei Wochen besuchte die Mehrheit von uns die Sprachschule in Cusco. Wir verbrachten unterhaltsame und informative Unterrichtsstunden mit unseren Lehrerinnen, unternahmen Ausflüge in nahe liegende Museen und besuchten zweimal den Salsakurs. An einem Tag unternahmen alle Acupari – Schüler einen Ganztagesausflug zum Machu Colca. Wir stapften die Inkaterassen hinauf und waren am Ende alle ziemlich aus der Puste. An die Höhe von über 3000m mussten wir uns erst allmählich gewöhnen. Belohnt wurden wir mit einem herrlichen Ausblick über die Anden.

Durch die Sprachschule knüpften wir viele Kontakte zu Einheimischen, zum Beispiel zu unseren peruanischen Tandempartnern. Acupari bietet ein Tandemprojekt an, in welchem jeder Deutsche einen Peruaner zugeordnet bekommt. Abwechselnd unterhält man sich dann auf Deutsch und auf Spanisch. Ich treffe mich noch heute regelmäßig mit meinem Tandempartner, der sich auch super mit den anderen Freiwilligen versteht. Des Weiteren lernten wir Flavio, den Chef der Sprachschule, kennen. Mit ihm besuchen wir sonntags des Öfteren die Kinder auf der Leukämiestation im Krankenhaus. Die Zeit mit ihnen ist so kostbar und es ist unglaublich schön, mit wie viel Liebe und Zuneigung sie einem begegnen. Viele von uns haben auch schon Blut für die Kinder gespendet. Blutspenden ist in Peru leider noch nicht so weit verbreitet.

Nach zwei unvergesslichen und erlebnisreichen Wochen in Cusco war es an der Zeit, sich von den Oxapampa- Freiwilligen zu verabschieden und ihnen eine gute Reise in den Regenwald zu wünschen. Am Sonntag machte ich mich auf den Weg nach Urubamba, meinem neuen Zuhause. Len und der kleine Yulinio waren so lieb und halfen mir, mein ganzes Gepäck nach oben in die Wohnung zu tragen. Zum ersten Mal sah ich sie nun mit eigenen Augen. Die ehemaligen Freiwilligen haben immer von der Wohnung geschwärmt. Ein schön gestalteter Wohnraum und ein großer Balkon, auf dem wir jeden Morgen frühstücken, begeisterten mich.

 

Am nächsten Tag ging es mit meiner Arbeit im Hogar auch schon los. Als nachmittags alle Kinder aus der Schule gekommen sind, machten wir eine Vorstellungsrunde im Garten. Sich 23 neue Namen und Gesichter einzuprägen… das war eine ganz schöne Herausforderung. Doch nach einer reichlichen Woche hatte ich dann endlich alle Namen drauf. Rosa gab uns zwei Wochen Eingewöhnungszeit. Anfangs hatten Len und ich z.T. noch Schwierigkeiten, die Kinder zu verstehen. Viele von ihnen reden ziemlich schnell und undeutlich. Doch mittlerweile habe ich keine Verständigungsprobleme mehr und kann mich mit den Kindern über alles unterhalten. Sie sind wie Freunde für mich geworden und es bereitet mir große Freude, mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Nun werde ich euch mal meinen gewohnten Arbeitsalltag im Hogar beschreiben: Bevor es um 7 Uhr Frühstück gibt, hat jedes Kind eine Aufgabe (Hof kehren, Bad wischen, Sala de Juegos aufräumen usw.). Während alle fleißig beschäftigt sind, helfe ich der Kleinsten hier im Hogar (6 Jahre) beim Anziehen und Haare kämmen. Danach schänke ich in der Küche die Getränke für die Kinder ein. Damit alle pünktlich zum Frühstück erscheinen, läutet ein Kind die Glocke. Jeden Tag gibt es Pan (Brötchen) mit unterschiedlichen Aufstrichen. Nachdem sich alle gestärkt haben, geht es ans Zähneputzen. Um 7.40 Uhr machen sich die Kinder dann auf den Weg zur Schule. Seit Anfang September arbeiten Len und ich abwechselnd für drei Stunden in der Bibliothek von Sol y Luna (Schule der Kinder). Dort digitalisieren wir die neuen Bücher und versehen sie mit Umschlägen, sortieren die Unordnung, welche die Kinder nach den Pausen hinterlassen und reparieren kaputte Bücher. Kurz nach 13 Uhr gibt es im Hogar Mittagessen für uns. Am Mittagstisch kommen wir täglich mit unserer Köchin Vilma und Rosa ins Gespräch. Danach haben wir kurz Zeit  zum Auszuruhen bevor die Kinder aus der Schule kommen. Spätestens 16 Uhr sind alle Kinder im Hogar eingetroffen. Bevor es an die Hausaufgaben geht, verteile ich frisches Obst an alle. Zudem ist Zeit zum Spielen. Die Tischtennisplatte und die Gesellschaftsspiele im Sala de Juegos sind sehr begehrt. Um 17 Uhr beginnen alle mit ihren Hausaufgaben. Len und ich helfen den Kindern dabei. Vor allem in Mathe und Englisch gibt es noch große Defizite. Mit den kleineren Kindern übe ich des Öfteren Lesen oder das kleine 1 x 1. Wenn die Kinder mit ihren Aufgaben fertig sind, kommen meistens ein paar Mädchen zu mir und fragen mich nach Gitarren- und Klavierunterricht. Schritt für Schritt üben wir zunächst Tonleitern und einzelne Anschlagtechniken. Bald werden wir beginnen die ersten Lieder zu spielen. Seit letzter Woche nehmen die Mädchen auch  Tanzunterricht bei mir. Nachdem sie ein Lied ausgesucht haben, studieren wir gemeinsam die Choreografien ein. Gegen halb sieben gibt es Abendessen für alle. Zuvor helfe ich Vilma in der Küche und beim Tischdecken. Nach dem Abendessen, heißt es wieder Zähneputzen. Im Anschluss findet zuerst die Reunión der Kleinen statt, danach die der Großen. Des Öfteren wird eine Geschichte oder eine Stelle aus der Bibel vorgelesen, ab und zu wird gesungen und zum Schluss gebetet. Um halb neun ist Schlafenszeit für die Kleinen. Während sich Len um die Jungs kümmert, bringe ich die Mädchen ins Bett. Nachdem alle unter ihre Decken geschlüpft sind, gehen wir in unseren wohl verdienten Feierabend.

Vor zwei Wochen ist unsere Chefin Isabel aus dem Krankenhaus in Lima zurückgekehrt. Sie hat die Therapien gut überstanden und schaut nun zuversichtlich nach vorn.

Ich bin gespannt, welche Erfahrungen und Erlebnisse die kommenden drei Monate bereithalten und freue mich, mehr und mehr in Peru anzukommen!

21.02.2018 - 12.03.2018

19.02.2018: Leitbilddebatte "Kamenz" Steuerungsgruppe tagte

Neues von der Leitbilddebatte

Steuerungsgruppe tagte am 8. Februar zum weiteren Vorgehen

Das Leitbild beschäftigt die Kamenzer schon einige Monate. Viele Ideen, Wünsche und Anregungen wurden in dem Diskussionsprozess formuliert. Jetzt sollen sie in das Leitbild einfließen. Vertreter der vier Arbeitsgruppen trafen sich deshalb nun mit dem Moderator des Prozesses, Nico Neumann von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft DSK, und Vertretern der Stadtverwaltung am 8. Februar im Rathaus zur Sitzung der Steuerungsgruppe.

 

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Nico Neumann erläutert den jetzigen, z.T. unterschiedlichen Arbeitsstand in den Arbeitsgruppen und gibt einen Ausblick zum weiteren Fortgang.

 

Die Bedeutung der demografischen Entwicklung, die Trends im Städtebau und ihre Bezüge auf die Stadt Kamenz machten Nico Neumann von der Entwicklungsgesellschaft DSK und Moderator der Leitbilddebatte sowie Michael Preuß von der Stadtverwaltung deutlich. Der Impulsvortrag war aber nur der Einstieg in die Debatte, die von den Kamenzern engagiert geführt wurde. Sie brachte Themen auf den Punkt, die im Leitbild betrachtet werden sollen.

 

Die Mitglieder Steuerungsgruppe hören aufmerksam den Ausführungen von Nico Neumann zu.

 

Die Steuerungsgruppe wird aktiv einbezogen, indem sie die Arbeitsinhalte des Redaktionsteams prüft und in weiteren Treffen diskutiert. Ende April soll so ein erster Entwurf des Leitbilds vorgelegt werden, der auf der Internetseite der Stadt Kamenz veröffentlicht wird und im Stadtrat am 2. Mai präsentiert werden soll. Eine öffentliche Leitbildwerkstatt im Rahmen des „Tages des Städtebaus“ am 5. Mai wird sich dann noch einmal von 10 bis 12 Uhr mit dem Entwurf des Leitbildes befassen. Die Kamenzer sind dazu erneut herzlich eingeladen. Ziel ist es, dass das Leitbild dann im Juni vom Stadtrat verabschiedet wird. Das soll gleichzeitig der Startschuss für die Umsetzungsphase des Leitbilds sein, in der dann konkrete Schlüsselprojekte für die Stadt Kamenz erarbeitet werden.

 

19.02.2018

18.02.2018: Auslage der Haushaltssatzung 2018

Der Entwurf der Haushaltssatzung 2018 der Stadt Kamenz liegt in der Stadtverwaltung Kamenz – Rathaus, Markt 1, 01917 Kamenz vom 19.02.2018 bis einschließlich 27.02.2018 im SG Finanzen, Zimmer 1.23 während folgender Zeiten zu jedermanns Einsicht öffentlich aus:

 

Montag bis Freitag

zusätzlich Dienstag

und Donnerstag

  9.00 – 12.00 Uhr

13.00 – 18.00 Uhr

13.00 – 16.00 Uhr

Die Einsichtnahme kann auch auf dem Bürgerbeteiligungsportal unter nachstehendem Link erfolgen:

https://www.buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/sachsen/beteiligung/aktuelle-themen?format&thema&behoerdeOrt=Stadt+Kamenz

 

Einwohner und Abgabepflichtige können vom 19.02.2018 bis zum 08.03.2018 Einwendungen gegen den Entwurf der Haushaltssatzung 2018 erheben. Die Einwendungen sind schriftlich oder zur Niederschrift im Zimmer 1.23, Markt 1, 01917 Kamenz abzugeben oder per e-Mail an stadtverwaltung@kamenz.de zu senden.

Kamenz, 16.02.2018

R. Dantz

Oberbürgermeister der Lessingstadt Kamenz

 

Entwurf der Haushaltssatzung und Hauhaltplan 2018

Deckblatt

01. Inhaltsverzeichnis

02. Verfahrensvermerke

03. Haushaltssatzung

04. Vorbericht

05. Gesamtplan

06. Produktbezogene Finanzdaten des Ergebnishaushaltes

07. Haushaltsquerschnitt

08. Teilhaushalte 1 - 5

09. Schlüsselprodukte

11. Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen

12. Stellenplan

13. Verpflichtungsermächtigungen

14. Verbindlichkeiten, Rücklagen, Rückstellungen usw.

15. Wirtschaftspläne 2018 Teil 1

15. Wirtschaftspläne 2018 Teil 2

15. Wirtschaftspläne 2018 Teil 3

15. Wirtschaftspläne 2018 Teil 4

15. Wirtschaftspläne 2018 Teil 5

15. Wirtschaftspläne 2018 Teil 6

 

18.02.2018 - 01.03.2018

11.02.2018: Neues von der Leitbilddebatte - Steuerungsgruppe tagte am 8. Februar zum weiteren Vorgehen

Das Leitbild beschäftigt die Kamenzer schon einige Monate. Viele Ideen, Wünsche und Anregungen wurden in dem Diskussionsprozess formuliert. Jetzt sollen sie in das Leitbild einfließen. Vertreter der vier Arbeitsgruppen trafen sich deshalb nun mit dem Moderator des Prozesses, Nico Neumann von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft DSK, und Vertretern der Stadtverwaltung am 8. Februar im Rathaus zur Sitzung der Steuerungsgruppe.

Präsentation zur Leitbilddebatte - Grundsätze und erste Ergebnisse:

1. Leitbildpräsentation Teil 1

2. Leitbildpräsentation Teil 2

3. Leitbildpräsentation Teil 3

11.02.2018 - 15.03.2018

06.02.2018: Neujahrsempfang 2018 oder wie und wohin das Kreuzfahrtschiff „MS Kamenz“ fährt

Neujahrsempfang 2018 oder wie und wohin das Kreuzfahrtschiff „MS Kamenz“ fährt

Beim diesjährigen Neujahrsempfang standen die Sport- und Sozialvereine sowie ein Teil der Kamenzer Unternehmerschafft im Mittelpunkt. Beide leisten ganz spezifisch einen besonderen und unverzichtbaren Beitrag zum gelingenden Zusammenleben in Kamenz.

 

Inhaltlicher Höhepunkt des Neujahrsempfangs war die Rede des Oberbürgermeisters, die mit ca. 60 Minuten in diesem Jahre von der Dauer her moderat ausfiel. Geprägt war sie von dem Leitgedanken eines Schiffes – der „MS Kamenz“, die von einem Hafen, zeitlich gesehen dem Hafen „2017“, in den neuen „2018“ fährt, aber auch ein Schiff ist, dass schon seit vielen Jahren unterwegs ist. Dass die „MS Kamenz“ fährt und gut fährt, ist ein Verdienst vieler, der Menschen in der Stadt überhaupt, im Speziellen auch des Stadtrates, der Verwaltung, der vielen Initiativen und Vereine, und natürlich auch der Gewerbetreibenden, der Unternehmerinnen und Unternehmer sowie der ansässigen Behörden und der vielen anderen, die hier aus Platzgründen nicht benannt werden können, aber auf ihre Weise dazu beitragen, dass Kamenz lebens- und liebenswert ist. Hier kann die Rede des Oberbürgermeisters nachgelesen werden.

(v.l.n.r.): An der Gitarre Adrian Röbisch, am Waschboard Matthias Peuker und am Sousaphon Toralf Klein

 

Musikalisch durch den Abend führte die Gruppe „Triple Trouple“ aus Dresden, die nach dem Auftakt mit einem Filmtrailer mit „Kamenzer Impressionen“ aufspielte. Neben Adrian Röbisch gehören ihr Toralf Klein, freischaffender Musiker und Lehrer an der Regionalstelle Kamenz der Kreismusikschule und der in Kamenz und natürlich darüber hinaus sehr bekannt Musiker Matthias Peuker an. Mit ihrer ungewohnten Instrumentierung interpretierten sie bekannte musikalische Stücke in besonderer Art und wussten die anwesenden Gäste zu begeistern.  

 

Flankiert wurde die Neujahrsansprache des Oberbürgermeisters durch ein in Broschüreform bereitliegenden Rückblick auf das Jahr 2017, den jeder der geladenen Gäste mit nach Hause nehmen konnte. Bei Bedarf ist dieser zurzeit auch noch kostenlos im Bürgerservice des Rathauses erhältlich.

Zweiter Höhepunkt des Abends war die Ehrung von ehrenamtlich für die Stadt tätigen Personen bzw. von Persönlichkeiten mit besonderen Verdiensten um die Stadt Kamenz und ihre Bürger. Auch hier zeigt sich die Vielfalt an Aktivitäten in einer Stadt wie Kamenz. Dank der erneuten Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden war es wieder möglich, dass auch in diesem Jahr, die Bürger und Bürgerinnen, die für eine Auszeichnung vorgeschlagen worden waren, die „Ehrenmedaille der Stadt Kamenz“ erhielten (siehe nachfolgende Übersicht).

Der "Ehrenmedaille der Stadt Kamenz" ist ein Zitat aus der Schrift „Die Erziehung des Menschengeschlechts“ von G.E. Lessing eingeprägt: „… da der Mensch … das Gute tun wird, weil es das Gute ist …“

 

Dem Rede- und Ehrungsteil des Abends schlossen sich dann Gespräche und Dispute in lockerer Form an, die von dem von der Fleischerei Minkwitz ausgerichteten Büffet kulinarisch begleitet wurden. Die Betreuung der Gäste des Neujahrsempfangs erfolgte durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, denen an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gedankt sei. Auf allen Etagen des Rathauses sprachen Menschen miteinander, diskutieren sie die Rede des Oberbürgermeisters, aber auch viele andere Dinge in Kamenz. Es war – wie so oft – ein guter, aber langer Abend …

 

Nachfolgende Bürgerinnen und Bürger, die 2018 ausgezeichnet wurden:

Frau Hannelore Delitzscher

Vorgeschlagen durch Gabriele Keltsch (Grundschule am Forst/Forstfestförderverein) mit der Begründung, dass sie schon langjährig die Funktion der Schatzmeisterin im Forstfestförderverein wahrnimmt und sich im Rahmen dieses Vereins mit guten Ideen für die Bewahrung des Forstfestes vehement einsetzt.

Frau Ina Förster und Herr Steffen Förster

Vorgeschlagen durch Sebastian Pieper (Präsident des Kamenzer Karnevals Clubs) mit der Begründung, dass beide frühzeitig Mitglieder des KKC, Ina Förster auch Gründungsmitglied, waren und sich daher seit vielen Jahren, auch im Vorstand es des KKC, um das närrische Treiben in Kamenz verdient gemacht haben. Stichworte wie die „Geilen E’s“ oder der „Karnevalistisch-politische Frühschoppen“ mögen an dieser Stelle genügen.

Herr Thomas Hein

Vorgeschlagen durch Heidrun Pallmann (Vereinsvorsitzende des Hutbergvereins) mit der Begründung der langjährigen Förderung von Heimatverbundenheit und Geschichtsbewusstsein im Rahmen des Hutbergvereins und hier speziell mit Schülerexkursionen auf dem Hutberg. 

Frau Elfie Jatzke

Vorgeschlagen von Pfarrer Michael Gärtner (Vorsitzender des Kirchenvorstandes der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Kamenz) mit der Begründung der langjährigen Verantwortung als Kirchenvorsteherin sowie der Organisation der Veranstaltung „Abend am Kamin“ sowie der Unterstützung beim „Tag des offenen Denkmals“ und bei „Nacht der Kamenzer Kirchen und Museen“. Elfi Jatzke ist ebenfalls Mitglied im Kamenzer Kirchbauverein St. Marien.

Frau Valentina König

Vorgeschlagen von Gabriele Keltsch (Leiterin der Grundschule am Forst) mit der Begründung, dass sie sich seit langer Zeit für Kinder aus Spätaussiedlerfamilien und Kinder mit Migrationshintergrund engagiert. Außerdem ist sie stellvertr. Vorsitzende des Vereins „Haus der Begegnung“. In dieser Funktion setzt sich für die Unterstützung und Integration, besonders von Kindern, ein. 

Frau Rosemarie Knothe

Vorgeschlagen von Ernst-Ferdinand Egel (Vorsitzender der Kameradschaft ERH Kamenz beim Deutschen Bundeswehrverband) mit der Begründung, dass sie weit über 20 Jahren dieser Vereinigung angehört und dort besonders als Leiterin der Frauengruppe als sensible Ansprechpartnerin für hinterbliebene Frauen von Armeeangehörigen fungiert.  

Frau Marita Lehmann

Vorgeschlagen von Karsten Behnke (Vorsitzender des Schulfördervereins „KiWi-Kinder in Wiesa“) mit der Begründung, dass sie seit mehr als zwei Jahren mit großem Aufwand wöchentlich das Ganztagsangebot „Theater“ leitet. Sie organisiert die Proben und begleitet die Theatergruppe zu Auftritten. Außerdem setzt sie sich für gesunde Lebensweise und Ernährung im Rahmen der Initiative „Klasse2000“ bei Grundschülern. Und natürlich ist ihr Engagement als Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes – Ortsverband Kamenz aus dem Leben von Kamenz nicht mehr wegzudenken.

Herr Steffen Moschke

Vorgeschlagen von Marion Kutter (Vorsitzende des Kamenzer Geschichtsvereins) mit der Begründung, dass er seit 2000 Mitglied des Geschichtsvereins ist und 14 Jahre lang als stellvertretender Vorsitzender fungierte. Als Stadtführer ist er seit 2004 unterwegs und kürzlich die Ausbildung jüngerer Stadtführer übernommen, wozu er Kurse an der Volkshochschule organisiert. Darüber hinaus ist er publizistisch tätig

Herr Harald Müller

Vorgeschlagen von Dr. Dieter Rostowski (Vorstandsvorsitzender des Autorenkreises „Lausitzer Almanach“) mit der Begründung, dass er seit fast 10 Jahren im Verein mitwirkt und mit vielfältigen und interessanten Beiträgen dazu beiträgt, die Erinnerungen an Geschehnisse in Kamenz und der Region wachzuhalten. Seit Jahren beteiligt er sich bei der Vorbereitung und Durchführung der jährlichen Buchpräsentation. Außerdem führt er gewissenhaft die Fotochronik

Frau Ulrike Pfennig

Vorgeschlagen von Bernd Zimmer (Vorstand vom Chor der Lessingstadt Kamenz) mit der Begründung, dass sie seit 1993 Chormitglied und im als stellvertr. Vorsitzende im Vorstand mitarbeitet. Sie verfügt über großes Wissen über die Stadt Kamenz, deren Geschichte und Entwicklung und pflegt die Verbindung zu anderen Vereinen und Schulen, wobei sie sich als gute Verhandlungspartnerin erweist.

Frau Ingrid Reimann

Vorgeschlagen von Bernd Wiesner (Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Regionalvereinigung Kamenz-Hoyerswerda) mit der Begründung, dass sie sich im Rahmen der Lebenshilfe um Ferienbetreuung, Verhinderungspflege, zusätzliche Betreuungsleisten, Begegnungstage sowie organisiert Familienurlaube kümmert. Dabei unterstützt sie besonders Menschen mit Lernbeeinträchtigung, z.B. auch durch die Organisation beeindruckender Tanzfest von Mensch mit Behinderungen mit Menschen ohne Behinderungen. 

Frau Birgit Richter

Vorgeschlagen vom SV Einheit Kamenz e.V. mit der Begründung, dass sie sich seit 15 Jahren dem Turnsport im Verein widmet und als Übungsleiterin aktiv die Kinder AK 8 betreut. Dabei kümmert sie sich um die Öffentlichkeitsarbeit und organisatorisch tätig. Sie hat einen maßgeblichen Anteil an derr Erarbeitung und Durchführung von Turn-Showprogrammen, wie z.B. dem Forstfestturnen und dem Weihnachtsschauturnen.

Frau Kerstin Ruppert

Vorgeschlagen vom Lehrerkollegium der Grundschule Wiesa „Sophie Scholl“ mit der Begründung, dass sie     seit 2012 Mitglied des Fördervereins „KiWi-Kinder in Wiesa“ und seit 2014 aktiv im Vorstand als stellvertretende Vorsitzende mitarbeitet. Sie brachte viele innovative Ideen ein und fand durch ihre Unterstützung viele Mitstreiter, die schließlich auch Mitglieder wurden. Durch ihre Initiative bekam der Schulhof zwei große Sitzgelegenheiten. Außerdem wurden in allen Klassenzimmern moderne Bildergalerien eingerichtet, die Ausstellungen von Schülerarbeiten erleichtern. Des Weiteren half sie beim Einrichten eines Kräutergartens, sammelte Spendengeldern und organisiert kulturelle Höhepunkte zu den Kindertagen oder dem jährlichen, gemeinsamen Abschlussfest  

Frau Regina Schmiedgen

Vorgeschlagen von Margita Pietsch (Frauenchor Wiesa e.V.)  mit der Begründung, dass sie 30 Jahre lang ein aktives Mitglied des Chores und von 1995 bis 2007 als Revisor tätig war. Außerdem hatte sie das Amt des Notenwarts inne. Sie hilft ehrenamtlich im Pflegeheim „St. Georg“ und arbeitet im „Elisabeth-Frauen“-Kirchenverein. Im Jahr 2018 sie den Vorsitz im Vorstand des Vereins übernehmen.

Frau Sieglinde Tschentscher

Vorgeschlagen von Simone und Jan Kirschke (Verein Metamorphose, die Neue Altstadt Kamenz e.G., Interessengemeinschaft Stadtwerkstatt-Bürgerwiese) mit der Begründung, dass sie Kamenzfan-Facebookseite initiiert, sie pflegt und ständig aktualisiert. Sie setzt sich für die kulturelle Belebung der Innenstadt ein sowie den Erhalt und die Wiederbelebung von bedeutenden Kamenzer Gebäuden und Baudenkmälern ein. U.a. wurde durch ihr Mittun ein Portal in Erinnerung an das ehemalige Kino an der Bautzner Straße geschaffen. Im Übrigen ist sie weiterhin ein Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft Stadtwerkstatt-Bürgerwiese und leistet sie Unterstützung bei der Einrichtung eines gemeinnützigen Ladens und hilft einem Handwerker bei der Wahrnehmung seines Geschäfts.

Herr Heinz Wonneberger

Vorgeschlagen von Jens Planert (1. Vorstand des Blasorchesters der Lessingstadt Kamenz) mit der Begründung, dass er seit 1990 ununterbrochen Mitglied im Blasorchester ist und trotz seines relativ hohen Alters von 85 Jahren immer bei allen Auftritten dabei war. Er ist ein richtiger Vollblutmusiker (sowohl als Baritonist als auch am Tenorhorn). Lange Zeit war seine Mitarbeit auch bei den recht anstrengenden Marschmusiken des Blasorchesters bis zum Vorjahr sehr geschätzt. Er ist nach wie vor bei Konzerten immer noch mit Freude dabei.

Herr Lutz Zistel

Vorgeschlagen von Andreas Koch im Auftrag für das Bündnis für Toleranz und Humanität mit Begründung, dass er seit 2006 dem Bündnis angehört, welches wichtige Aufgaben in der Stadt wahrnimmt. So zeigt er ein hohes Engagement bei der Unterstützung der Asylbewerber sowie in der Integrationsarbeit und      trägt mit seinem Engagement zum notwendigen Zusammenhalt der Kommune bei und gestaltet sie dabei immer wieder neu.

Herr Manfred Schlotter

Vorgeschlagen von Olaf Tischer (Vorsitzender der SG-Lückersdorf-Gelenau e.V.) mit der Begründung, dass er seit vielen Jahren im Ortschaftsrat als Vorsitzender sowie als Sektionsleiter Kegeln tätig ist. Als Trainer/Übungsleiter ist er bei Kindern und Jugendlichen in der Sektion Kegeln im Wettkampf- und Trainingsbetrieb sehr beliebt. Beim zurückliegenden Kegelbahnanbau (4-Bahn-Kegelanlage) war er eine große Hilfe bei Abwicklung aller 23 Gewerke.

Herr Olaf Tischer

Vorgeschlagen vom Oberbürgermeister sowie den ehrenamtlichen Oberbürgermeister, Frau Junge und Herr Bäuerle, begründet mit seinem herausragenden Einsatz als Vereinsvorsitzender bei der Umrüstung der 2-Bahn-Kegelanlage in eine moderne 4-Bahn-Kegelanlage in der Sportstätte Gelenau.  

06.02.2018 - 23.02.2018

01.02.2018: Merkblatt bzw. Hinweise für Waldbesitzer

Das Landratsamt Bautzen hat ein Merkblatt für Waldbesitzer, die von den Stürmen der letzten Monate, jüngst durch Friederike, betroffen sind, zur Verfügung gestellt.

Merkblatt

01.02.2018 - 19.02.2018

31.01.2018: Präsentation zur Leitbildveranstaltung am 24.01.2018

Präsentation zur Leitbildveranstaltung am 24.01.2018

Die Präsentation musste technisch bedingt in drei Teile geteilt werden.

Präsentation zur Leitbildveranstaltung am 24.01.2018 - Teil 1

Präsentation zur Leitbildveranstaltung am 24.01.2018 - Teil 2

Präsentation zur Leitbildveranstaltung am 24.01.2018 - Teil 3

26.01.2018

Leitbildprozess geht in nächste Runde

Gelungene Informations- und Diskussionsveranstaltung im Rathaus

Das Ziel war klar definiert. Die interessierten Bürger von Kamenz, die einzelnen Arbeitsgruppenmitglieder und die Stadträte waren ein weiteres Mal dazu aufgerufen, sich in die Leitbilddebatte einzubringen. Der Informationsabend am 24. Januar im Kamenzer Rathaus bot dazu Gelegenheit. Annähernd 50 Teilnehmer beteiligten sich an dieser Informations- und Diskussionsveranstaltung.

 

 

Zunächst folgten die Teilnehmer den Ausführungen von Michael Preuß und Nico Neumann ehe sie aktiv an der Diskussion teilnahmen

 

Die Bedeutung der demografischen Entwicklung, die Trends im Städtebau und ihre Bezüge auf die Stadt Kamenz machten Nico Neumann von der Entwicklungsgesellschaft DSK und Moderator der Leitbilddebatte sowie Michael Preuß von der Stadtverwaltung deutlich. Der Impulsvortrag war aber nur der Einstieg in die Debatte, die von den Kamenzern engagiert geführt wurde. Sie brachte Themen auf den Punkt, die im Leitbild betrachtet werden sollen.

 

"Neues Gymnasium – Öffnung in den Stadtteil" - lautet ein Schwerpunkt des Abends

 

Der Schulstandort Lessinggymnasium spielte eine wesentliche Rolle, die Schwimmhalle und die Wohngebietsentwicklung wurden diskutiert. Einige der anwesenden Kamenzer machten beim Informationsabend auch deutlich, wie wichtig ihnen die Kreativwirtschaft ist. Es wurde zudem angemahnt, dass die Ortsteile bei der Stadtentwicklung nicht vergessen werden dürfen. Dass die Stadt und die Umgebung gut mit Ärzten versorgt ist, war den Bürgern ebenfalls wichtig. Außerdem wurde die vielleicht etwas ungewöhnliche Idee diskutiert, das studentische Wohnen in Kamenz zu fördern, auch mit Blick auf die steigenden Mieten in den Universitätsstädten wie Dresden. Verständlich auch, dass einige Dinge auch nur angerissen werden konnten und es auch inhaltliche Punkte gibt, die unbedingt weiter debattiert werden müssen.

 

Auch nach Abschluss der Veranstaltung so gegen 21.30 Uhr wurde weiter debattiert

 

Wie geht weiter?

Die Themen werden nun in den vier Arbeitsgruppen innerhalb der Leitbilddebatte aufgegriffen und weiter diskutiert. Der nächste Schritt in dem Prozess wird sein, die einzelnen Visionen und Themen, die jetzt bereits in den Arbeitsgruppen bearbeitet worden sind, in einem Redaktionsteam zusammenzuführen und für die Entwicklung des Kamenzer Leitbildes vorzubereiten. Das Leitbild soll im gewissen Sinne das Grundverständnis von Kamenz in der Bürgerschaft darstellen und somit später für die Stadtverwaltung und für die Vertreter des Stadtrates eine Orientierungshilfe sein, auf dessen Grundlage, Zielstellungen und Handlungserfordernisse für die Stadt und ihre Ortsteile definiert sowie konkrete Entscheidungen getroffen werden.

Die Steuerungsgruppe im Leitbildprozess wird sich am 8. Februar treffen, um über den Stand in den einzelnen Arbeitsgruppen informiert zu werden und die Rahmenbedingungen für die weitere Arbeit abzustecken. Wer wird Mitglied der Redaktionsgruppe? Wie laufen die Arbeitsgruppen weiter? Diese Fragen und andere Fragen werden bei dem Treffen bearbeitet und diskutiert.

Neben dem Moderator Nico Neumann konnte die Fachhochschule Dresden (FHD) als Prozessbegleiter gewonnen werden. Ihre Aufgabe wird die inhaltliche Betreuung der Arbeitsgruppe 2 sein, die sich mit den Themen Soziales, Freizeit und Bildung beschäftigt.

Insgesamt war es ein Abend, der wichtig war für die Fortführung der Leitbilddebatte, da er zum einen Basisprozesse deutlich machte, die für Kamenz zu beachten sind. Zum anderen zeigte sich, dass Wissen und konstruktive Diskussionen zu Inhalten des zu entwickelnden Leitbildes unabdingbar sind.

31.01.2018 - 19.02.2018

31.01.2018: Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2018

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

27. Januar 2018 - Kranzniederlegung an der Gedenkstätte im Herrental

Ca. 60 Kamenzerinnen und Kamenzer versammelten sich am 27. Januar 2018 an der Gedenkstätte im Herrental, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, darunter erfreulicherweise auch neue und junge Gesichter. Redner der unterschiedlichsten Religions-, Glaubens- und Politikrichtungen beleuchteten das historische Datum, gedachten in ihren Reden den Opfern und zeigten die Verantwortung für die Gegenwart auf.

Nach dem Niederlegen von Kränzen und Blumengebinden sprach als erster Dr. Dieter Rostowski für den Förderverein „Gedenkstätte KZ-Außenlager Kamenz-Herrental“ e.V. und die Initiative „Zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz“. In seiner Gedenkrede verwies er u.a. auf ein kürzlich bei der Sächsischen Zentrale für politische Bildung erschienenes Buch, an dem er als Forschungsgruppenleiter und Mitautor mitgewirkt habe. Es trägt den Titel „NS-Terror und Verfolgung in Sachsen. Von den Frühen Konzentrationslagern bis zu den Todesmärschen“. Wie im Gedenktag selbst sieht er darin, neben dem Kenntniszuwachs, vor allem den Umstand, dass die Opfer dem Vergessen entrissen werden.

Anschließend ergriff Pfarrer Steffen Börner von der römisch-katholischen Kirchgemeinde stellvertretend auch für die lutherisch-evangelische Kirchgemeinde und die Kamenzer Adventgemeinde das Wort. Es stellte in eindringlichen Worten eine zu praktizierende Kultur des Lebens in den Vordergrund seiner Überlegungen. Dass Menschen Menschen vernichten als dunkler Ort einer entgegengesetzten Kultur des Todes, wobei sich, so Pfarrer Börne, der Begriff „Kultur“ in diesem Zusammenhang eigentlich fast verbietet, soll und darf nicht als Naturgesetz gesehen werden. „Ausgrenzungen, Terror, Verzerrung der Wahrheit und dies alles befeuert durch den Missbrauch der sozialen Kommunikationsmittel“ als „die besonderen Gefährdungen unserer Zeit“ sind Achtung und Respekt entgegenzusetzen. Er verwies dabei auf den 1988 in der DDR gedrehten Film „Einer trage des anderen Last …“, in dem ein junger Polizist sowie Kommunist und ein junger evangelischer Vikar, beide an Tuberkulose erkrankt und gemeinsam in einem Sanatorium untergebracht, lernen – trotz ihrer sehr unterschiedlichen Lebensauffassungen – in Achtung den anderen zu respektieren. Dies forderte Pfarrer Börner in besonderer Hinsicht auf den wieder aufkeimenden Antisemitismus sowohl von Einheimischen als auch Flüchtlingen, die solch menschenverachtende Auffassungen vertreten.

Holger Scheffler von der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas erinnerte nicht nur an das Schicksal seiner Glaubensbrüder während der NS-Zeit, die sich, wenn sie gewollt hätten, mit einer einzigen Unterschrift unter ein Dokument, in dem sie ihrem Glauben abschwören, aus dem KZ „befreien“ können. Die wenigstens haben es getan.  Dass Hass und Vernichtung heute, gerade auch in Bezug auf die Zeugen Jehovas nicht aus der Welt sind, zeigen u.a. Beispiele in Eritrea, Singapur, Russland oder auch in Turkmenistan. Es komme nicht auf Abstammung und Nationalität, auch nicht die Religion – möchte man hinzufügen – an, sondern es geht um aktive Nächstenliebe. Für ihn, so Holger Scheffler, sei der „Weg der Bibel (…) ein Weg der Nächstenliebe“, der „sich nicht nur in Worten, sondern in Taten“ zeige.

Einen ganz anderen Akzent setzte Andreas Koch von der Stadtrats- und Kreistagsfraktion „Die Linke“ und Mitglied der DKP. Er erinnerte an die Geschehnisse in der Kreisstadt Bautzen, die durch fremdenfeindliche Demonstration und Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und Deutschen sowie den Umgang damit bundesweit in die Schlagzeilen geriet. Er fand es befremdlich, dass eine Bautzner Erklärung für Demokratie und Toleranz im Kreistag noch nicht beschlossen worden sei. Außerdem ist für ihn die Verwendung der Bezeichnung „Nationalsozialismus“ eine Verschleierung und damit verbunden eine Relativierung des deutschen Faschismus gerade auch in der Betrachtung der Zeit vor und nach 1945 und hier in Bezug auf die DDR. Abschließend rief er dazu auf, „mit allen humanistisch denkenden und handelnden Menschen gemeinsam gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Faschismus, Imperialismus und Krieg“ zu kämpfen.

Als letzter Redner auf dieser Gedenkveranstaltung sprach Oberbürgermeister Roland Dantz. Zum einen plädierte er im Zeitalter von Fake-News für genaue Geschichtskenntnisse, was sicherlich Kraft und Mühe erfordere, aber besonders wichtig sei, wenn die noch lebenden Zeitgenossen der Geschehnisse während der NS-Zeit, die also die Schrecken bezeugen können, immer weniger werden. Zum anderen sprach er sich gegen eine Routine angesichts dieses Gedenktages aus, den es ohne Zweifel noch 2019 und 2020 geben wird „Sie alle“, so der Oberbürgermeister an die Anwesenden, „mit unseren Fähigkeiten, mit unseren Begabungen, mit unseren Träumen: Jetzt stellen Sie sich einfach vor, man würde uns die Sachen abnehmen. Da wäre die Tür, durch die man geht zum Duschen … und wir würden als Rauch emporsteigen.“ Mit diesem mahnenden Gedankenexperiment forderte er Empathie mit dem Opfern der Vergangenheit, die der Gegenwart – ungesagt – einschließend.  Mit Verweis auf die Eingangstafel und den Worten von Pavel Stránský als Credo eines der überlebenden Opfer der Nazi-Verbrechen beendete er diese doch wieder eindrucksvolle Gedenkstunde.   

Die Worte von Pavel Stránský lauten: „Das Wichtigste im Leben ist die Liebe. Sie hat viele Erscheinungsformen, wie es Facetten in einem kunstvoll geschliffenen Diamanten gibt. Ohne Liebe, Liebe zwischen Mann und Frau, Kindern und Eltern, Großeltern und Enkeln, unter Geschwistern oder zu Gott, vegetiert der Mensch nur so dahin. Die Gesichter der Liebe schließen auch Freundschaft ein, Verständnis, Toleranz, Selbstverleugnung, Aufopferung und vieles mehr …“

31.01.2018 - 06.02.2018

 

23.01.2018: Festprogramm zu Ehren des Künstlergeburtstags im Jahr 2018

Festprogramm zu Ehren des Künstlergeburtstags im Jahr 2018

 

Am 23. Januar 2018 feiert der weltweit renommierte und geschätzte Maler, Grafiker und Bildhauer Georg Baselitz seinen 80. Geburtstag. Baselitz, der im heute zu Kamenz gehörigen Ort Deutschbaselitz als Hans-Georg Kern geboren wurde und durch seinen Künstlernamen die besondere autobiografische Beziehung zur Landschaft seiner Kindheit ausdrückt, zählt zu den einflussreichsten Malern der Gegenwart. Namhafte Museen zeigen in ihren Dauerausstellungen seine Werke, vielfach wurde und wird er durch Sonderausstellungen und Publikationen geehrt. „Georg Baselitz“, so Dr. Sören Fischer, der Organisator des Festprogramms, „ist mit seinem über Jahrzehnte sich erstreckenden Werk ein Weltbürger im besten Sinne des Wortes. Sein qualitätvolles Werk ist universell und eng mit der deutschen wie europäischen Geschichte verbunden.“ Zugleich ist Baselitz neben Gotthold Ephraim Lessing eine herausragende mit Kamenz verbundene Persönlichkeit von internationalem Rang. Kamenz und Deutschbaselitz sind stolz auf ihren berühmten Sohn!

Zu Ehren des Künstlers haben die Städtischen Sammlungen Kamenz daher für 2018 ein Festprogramm entwickelt. „Dieses wird“, so Oberbürgermeister Roland Dantz, „über das Jahr verteilt in Sonderausstellungen, einem Vortrag und einer Buchpräsentation immer wieder auf das besondere Jubiläum des 80. Geburtstags aufmerksam machen. Zugleich soll es den Bürgerinnen und Bürgern sowie unseren Gästen das Werk und Wirken von Georg Baselitz auf abwechslungsreiche und unterhaltsame Weise vermitteln.“

Den Anfang macht eine Fotoausstellung im Innenhof des Kamenzer Rathauses. Vom 23.1. bis 6.3.2018 zeigt der Fotograf Reinhard Kärbsch seine Schau „Im Kern Baselitz“, die er mit Kindern, Jugendlichen und Künstlerinnen gemeinsam realisiert hat. Zu sehen sein werden farbenfrohe Fotografien des hiesigen Baselitz-Rundwegs, der von den jungen Menschen bespielt und spielerisch erobert wird. Die Eröffnung findet am Dienstag, dem 23. Januar 2018, um 17 Uhr statt. Die Eröffnung erinnert zugleich an den Geburtstag des Künstlers.

Für den 1. Februar 2018 konnten die Städtischen Sammlungen Dr. Konstanze Rudert gewinnen. Die Kuratorin, die am Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden tätig ist, wird in der Galerie des Sakralmuseums St. Annen einen Vortrag mit dem Titel „Das Nonkonforme als Quelle der Phantasie im Werk von Georg Baselitz“ halten. Der Vortrag bietet zugleich einen Einblick in eine Sonderausstellung, welche die Staatlichen Kunstsammlungen zurzeit in Dresden für den Künstler vorbereiten. Der Festvortrag im Rahmen der diesjährigen Lessing-Akzente beginnt um 19 Uhr und kostet p. Pers. 3 € / 1,50 €.

Auch die diesjährige Hauptausstellung des Kamenzer Sakralmuseums verweist auf den Jubilar. Am 17. April 2018 wird um 19 Uhr die Sonderausstellung „VERLUST: Susan Donath zu Gast im Sakralmuseum - Mit korrespondierenden Werken von Albrecht Dürer bis Georg Baselitz“ eröffnet. Die in Thüringen geborene Bildhauerin und Konzeptkünstlerin Susan Donath (*1979) wird erstmals zu Gast im Sakralmuseum sein. Donath beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Sepulkralkultur, Erinnerungskunst und Bildern, die sich dem Sterben und Vergessen widmen. Mit ihren Themengebieten fügen sich Donaths Arbeiten ideal in den Kontext des Museums, dessen Kunstwerke aus der Zeit zwischen 1400 und 1850 vielfach selbst das Sterben und das Erinnern in den Mittelpunkt rücken. Donath wird sich in der Ausstellung „VERLUST“ auf die Tradition des Ortes beziehen, Interventionen im Raum erzeugen und zeitgenössische Bilder finden bzw. formen. Eine wichtige Rolle spielen dabei u.a. Totenkronen, die von der Künstlerin mit Verweis auf die Blumenkronen in der Kamenzer St.-Just Kirche neu geschaffen werden. Ergänzt wird die Position von Donath durch korrespondierende Werke etwa von Albrecht Dürer und Georg Baselitz. Sie werden in der Galerie des Sakralmuseums und in der Klosterkirche schlaglichtartig verschiedene Erscheinungsformen des Verlustes vor Augen führen und deren Aktualität herausarbeiten. Welche Bedeutung etwa hat eine Renaissance-Druckgrafik mit der Darstellung der Flucht nach Ägypten in der heutigen Zeit? Die Sonderausstellung läuft bis zum 8. Juli 2018.

Im Herbst dann folgt ein weiterer Höhepunkt des Jahres: Dr. Sylke Kaufmann, die Leiterin der Städtischen Sammlungen, wird mit ihren Kolleginnen und Kollegen das neue Buch „80 Schätze der Städtischen Sammlungen Kamenz“ präsentieren; ein Gemeinschaftsprojekt, das erstmals den reichen Kunstbestand der Stadt anhand von 80 Meisterwerken sichtbar werden lässt. Die Anzahl der ausgewählten Werke ist dabei eine Hommage an Georg Baselitz. Das Buch wird verdeutlichen, dass der Künstler aus einer Gegend stammt und in einer Landschaft geprägt wurde, die der Kunst immer schon aufgeschlossen gegenüberstand. Der genaue Termin wird Mitte des kommenden Jahres bekannt gegeben. Alle Interessierten und Kunstbegeisterten sind somit eingeladen, den 80. Geburtstag von Georg Baselitz in Kamenz über das Jahr verteilt zu feiern und zu genießen.

 

Weitere und aktuelle Informationen unter: www.sakralmuseumkamenz.de/veranstaltungen/festprogramm

 

23.01.2018 - 18.02.2018

In diesem Haus in Deutschbaselitz erblickte Georg Baselitz am 23. Januar 1938 das Licht der Welt. Die gelben Rahmen markieren den Bereich der ehemaligen Familienwohnung. Foto: Städtische Sammlungen Kamenz
19.01.2018: Achtung! Parkanlagen d. Hutbergs nicht betreten!

Dank an die Kameraden der FFw Kamenz und Schönteichen sowie den Mitarbeitern der KDK und der Stadtverwaltung, die während und nach dem Orkan halfen.

Warnung!

Es wird derzeit dringend davon abgeraten, die Parkanlagen des Hutbergs zu betreten. Infolge des Orkans „Friederike“ sind Bäume so beschädigt, dass sie oder Teile schon bei leichten Winden herabstürzen könnten. Es besteht Lebensgefahr! Mitarbeiter der KDK GmbH bringen Schilder an, die vor dem Betreten warnen. Die Hutbergstraße selbst bis zur Gaststätte ist befahrbar und kann genutzt werden. Sobald die angesprochenen Schäden beseitigt sind, wird die Stadtverwaltung darüber informieren.

Der Orkan "Friederike" ist über Kamenz sowie über die Region gerast. Derzeitiges Fazit der FFw Kamenz und der FFw Schönteichen, die seit Donnerstagnachmittag eng zusammenarbeiteten: 28 geführte Einsätze mit ca. über 100 Kameraden aus beiden Feuerwehren. Straßen mussten gesperrt werden, so z.B. die Straße des Friedens in Thonberg oder die Straße zwischen Hennersdorf und Wohla. Zurzeit sind auch das Waldgebiet Bernbruch-Zschornau-Schiedel-Biehla gesperrt. Auch hier sollten diese Gebiete nicht betreten werden. Sachschäden sind durch herabfallende Dachziegel oder durch umgestürzte Bäume, z. B. Spielplatz am Lessingplatz, zu verzeichnen. Es gab keine Personenschäden.

Die Aufräumarbeiten dauern an, werden aber planmäßig vorangetrieben.  Gedankt sei den Kameraden der FFw Kamenz und Schönteichen sowie den Mitarbeitern der KDK GmbH und der Stadtverwaltung, die während und nach dem Orkan vor Ort waren, um professionell zu helfen, wegzuräumen oder die Schäden zu dokumentieren. Trotzdem irgendwann allen ein gutes Wochenende!

Das Foto zeigt den Spielplatz am Lessingplatz, wo die ersten Aufräumarbeiten bereits stattgefunden haben.

19.01.2018 - 06.02.2018

 

16.01.2018: Das Neujahrskonzert 2018

Am vergangenen Sonntag fand im Hotel Stadt Dresden – in einem wirklich tollen Saal – das beliebte Neujahrskonzert der Lausitzer Philharmonie statt. Bereits zum dritten Mal entschieden sich die Veranstalter für den großen Saal des Hotels als Location. Dies wirkte sich positiv auf die Resonanz aus, war das Konzert doch mit über 250 Gästen nahezu ausverkauft. Zu den ausgewählten Stücken gehörten dieses Mal Alfredo Casellas klanggewaltiges Orchesterwerk „Italia“ Orchester Rhapsodie op.11, Giuseppe Verdis und Luciano Berios „8 Romanzen für Tenor und Orchester“ sowie die Suite „Der Rosenkavalier“ op.59 von Richard Strauss. Aufgrund einer Erkrankung musste GMD Andrea Sanguineti als Dirigent kurzfristig absagen, schickte jedoch mit Stefano De Lorenzo eine mehr als würdige Vertretung. Insbesondere Alin Stoica (Tenor) begeisterte das Publikum mit seinem Gesang. Wer also nicht da war, hat etwas verpasst! Zum Glück besteht in der laufenden Spielzeit die Möglichkeit noch zwei weitere Konzert-Highlights der Lausitzer Philharmonie im Stadttheater Kamenz zu erleben:

Sonntag, 11.02.2018: „Wie die Wilden“

Bei diesem Konzert entspricht der Titel dem Motto der Veranstaltung. Gleich fünf entsprechende berühmte Werke werden bei dieser musikalischen Aufführung vereint. Zu Beginn des Konzerts ertönt Jean-Philippe Rameaus „Les Indes galantes“ Suites d’Orchestre und gibt den Hauptton und damit den inhaltlichen Kontext der Veranstaltung an. Im Zentrum steht die Liebe und das damit verbundene Glück und Leid unter dem Aspekt unterschiedlicher Kulturen und im Antlitz der sogenannten Wilden. Ergänzt wird diese kleine thematische Weltreise mit vier weiteren herausragenden Klangstücken, wie Emanuele Barbellas‎ Konzert für Mandoline und Streicher, Antonio Vivaldis‎ Konzert für Mandoline und Streicher, Johann Andreas Kauchlitzs‎ Konzert für Mandoline und dem Konzert in G-Dur für Mandoline und Orchester von Johann Adolf Hasse. Präsentiert wird dieses ausgezeichnete Konzert mit Anna Torge (Mandoline) und Ewald Donhoffer (Dirigent, Cembalo).

06.05.2018: „Drama Queens“

Beim abschließenden Konzert der Neuen Lausitzer Philharmonie für die Spielzeit 2017/2018 liegt der musikalische Fokus sowohl auf den tragischen als auch weniger dramatischen Heldinnen der unterschiedlichsten Geschichten – den „Drama Queens“. Es werden die herausragenden und thematisch passenden Werke fünf bedeutender Komponisten dargeboten. Dazu gehören Gioacchino Rossini, Gaetano Donizetti‎, Ermanno Wolf-Ferrari, Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini‎. Dies wird ein imposantes Konzerterlebnis voller hochkarätiger Opernstücke, welche Ihnen von Ania Vegry (Sopran), Johannes Pell (Dirigent) und der Neuen Lausitzer Philharmonie am Sonntag, 06.05.2018 um 17.00 Uhr im Stadttheater Kamenz präsentiert werden. (Bitte beachten: aufgrund des stattfindenden Lausitzer Blütenlaufs wurde der Beginn des Konzerts auf 17.00 Uhr verschoben!)

 

Karten sind jeweils erhältlich in der Kamenz-Information, Schulplatz 5, Tel. 03578 / 379-205.

16.01.2018 - 26.01.2018

 

 

16.01.2018: Die Leitbilddebatte geht weiter

In Fortführung der Leitbilddebatte findet am 24.01.18, 18.30 Uhr im Ratssaal ein öffentlicher Informations- und Diskussionsabend zur städtischen Entwicklung statt.

 

Liebe Kamenzerinnen und Kamenzer,

in Fortführung der im letzten Jahr begonnenen Leitbilddebatte „Kamenz 2030“ lade ich alle Interessierten am 24. Januar 2018, um 18.30 Uhr in den Ratssaal zu einem öffentlichen Informations- und Diskussionsabend zu den Rahmenbedingungen der künftigen Stadtentwicklung von Kamenz ein.

Es geht in dieser Veranstaltung um die Vorstellung der allgemeinen Trends in der Stadtentwicklung in Deutschland sowie um den gemeinsamen Austausch zu den Konsequenzen für die Stadt Kamenz. Im Einzelnen wird die DSK (Stadtentwicklungsberater der Stadt Kamenz und Moderator des Leitbildprozesses) in einem Impulsvortrag verschiedene Aspekte zu wesentlichen Kernthemen wie Wohnstandort, lokale Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Handel/ Versorgung, Bildung/ soziale Betreuung, Klima/ Energie, Stadtgesellschaft und regionale Kooperation erläutern.

Einige Stichworte seien hierzu nur kurz genannt: Wohnungsangebot versus Wohnungsnachfrage, Arbeitsplatzentwicklung und Fachkräftemangel, Onlinehandel und Rückbesinnung auf regionale Produkte, Bildungsinfrastruktur im regionalen Wettbewerb, Klimaschutz und Klimaanpassung, Bürgerbeteiligung und Ehrenamt. Für die Art und Weise des Umgangs mit diesen überregionalen Entwicklungstrends in der, ebenfalls für dieses Jahr vorgesehenen Aktualisierung der Stadtentwicklungsstrategie wird die weitere demographische Entwicklung von entscheidender Bedeutung sein: Wie wirkt sich die bestehende Altersstruktur auf die künftige Entwicklung von Kamenz aus? Welche Veränderungen sind unter verschiedenen, auch aus der wirtschaftlichen Entwicklung ableitbaren Entwicklungsszenarien zu erwarten? Wie geht man grundsätzlich mit Bevölkerungsprognosen um?

Auch hierzu werden im Vortrag der DSK Informationen gegeben, die im Verlauf der Veranstaltung Grundlage einer produktiven Diskussion sein können. Die Ergebnisse dieser Diskussion werden in die laufenden bzw. geplanten Prozesse der Leitbildentwicklung und der Fortschreibung der Stadtentwicklungsstrategie einfließen. So soll der erste Entwurf des kommunalen Leitbildes „Kamenz 2030“ auf einer öffentlichen Veranstaltung am 5. Mai 2018 durch die daran beteiligten Arbeitsgruppen erläutert und zur Diskussion gestellt werden.

Uns erwartet ein interessanter und spannender Abend mit konstruktiven Gesprächen, zu dem ich Sie im Ratssaal gern begrüßen würde.

 

Roland Dantz
Oberbürgermeister

16.01.2018 - 25.01.2018

03.01.2018: Der Lausitzer Radio- und Fernsehsender "Elsterwelle" interviewte den Oberbürgermeister: Bilanz und Ausblick zugleich

Die Zeit rund um den Jahreswechsel lädt zur Rückschau, aber auch zum Ausblick auf das Kommende ein. Genau das tat der Radio-und Fernsehsender "Elsterwelle", u.a. mit dem Kamenzer Rathauschef: Hier ist das vollständige Interview. Das Interview wurde von der Redakteurin des Senders "Elsterwelle", Janine Wendt, geführt.

03.01.2018

 

 

02.01.2018: Sachsens 1. Baby 2018 ist eine Kamenzerin

Wir gratulieren den glücklichen Eltern Dominque Münster und Martin Schönach aus dem Kamenzer Ortsteil Thonberg zur Geburt ihrer Tochter Lotta.

Die kleine Lotta erblickte am Neujahrstag um 1.16 Uhr das Licht der Welt. Lotta ist das erste in Sachsen geborene Kind im Jahr 2018.

Und im besten Sinne des Wortes hat Lotta den Wettbewerb um den 1. Platz mit einem Vorsprung von 2 Minuten gewonnen. Ein solches Ereignis – das erste Kind in Sachsen – hat es in der Geschichte des Krankenhauses (der Erinnerung nach) wohl noch nicht gegeben.

Unser Glückwunsch geht auch an die Mannschaft unseres Malteser Krankenhauses St. Johannes, die sich rund um die Uhr um das Wohl der Kleinen und Großen kümmert.

02.01.2018-16.01.2018

27.12.2018: Das schönste Weihnachtsgeschenk selbst bereitet

Feierliche Eröffnung der neuen 4-Bahnen-Kegelanlage in der Sportstätte Gelenau

 

Die Sportler der SG Lückersdorf-Gelenau e.V. haben sich das schönste Weihnachtsgeschenk selbst bereitet, denn am Mittwoch, dem 20. Dezember 2017 wurde die neue 4-Bahnen-Kegelanlage feierlich eröffnet.  

Am 20. April 2017 erhielt die SG Lückersdorf-Gelenau e.V. den Zuwendungsbescheid der Sächsischen Aufbaubank zur Erweiterung der vorhandenen 2-Bahnen-Kegelanlage auf eine 4-Bahnen-Kegelanlage in der Sportstätte Gelenau – Hauptstraße 4a in 01917 Kamenz.

 

Dank der fleißigen Arbeit aller Handwerker und der Sportler der SG Lückersdorf-Gelenau e.V. sowie des sehr guten Zusammenwirkens aller Beteiligten konnte die Baumaßnahme vorfristig fertiggestellt werden. Somit war eine vorzeitige Eröffnung der 4-Bahnen-Kegelanlage möglich geworden. Alle Beteiligten – von den Planern über die bauausführenden Firmen bis hin zu den fleißigen Vereinsmitgliedern – haben sich ins Zeug gelegt.

 

Ganz besonders müssen der Bauleiter Olaf Tischer, seines Zeichens eigentlich Vorsitzender des SG Lückersdorf-Gelenau, und der Ortsvorsteher Manfred Schlotter, der als Objektkoordinator agierte, hervorgehoben werden. Gerade ihrem Enthusiasmus und ihrer Tatkraft ist es zu verdanken, dass heute die SG Lückersdorf-Gelenau über eine den modernen Wettkampfbedingungen angepasste 4-Bahnen-Kegelanlage verfügt.

Die Freude ist ihnen anzusehen (v.l.n.r.): Ortsvorsteher Manfred Schlotter, Vereinsvorsitzender des SG Lückersdorf-Gelenau Olaf Tischer und Oberbürgermeister Roland Dantz

 

Die Freude ist ihnen anzusehen (v.l.n.r.): Ortsvorsteher Manfred Schlotter, Vereinsvorsitzender des SG Lückersdorf-Gelenau Olaf Tischer und Oberbürgermeister Roland Dantz.

Auch die Stadt fällte in diesem Zusammenhang eine kühne Entscheidung, denn sie ging in gewissem Sinne in Vorkasse als sie 185.000 EUR aus dem städtischen Haushalt vorschoss, so dass die Fördermittelbereitstellung problemlos über die Bühne gehen konnte. Somit haben alle Beteiligten bei diesem ca. 360.000 EUR teuren Vorhaben eben keine ruhige Kugel geschoben.  Da kann es fast nur heißen: Selbst geschafft durch eigene Kraft und zukünftig gut Holz!

27.12.2017-16.01.2018

27.12.2017: Verkehrsfreigabe des Stützmauerbereiches „Am Damm“ und an der „Schillerpromenade“

Verkehrsfreigabe des Stützmauerbereiches „Am Damm“ und an der „Schillerpromenade“

Vertreter der DB-Netz AG lobt sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt

Weihnachten und das Jahresende nahen und letzte Bauvorhaben in Kamenz finden ihren Abschluss. Dazu gehört auf alle Fälle das doch recht umfassende Bauvorhaben an den Straßen „Am Damm“ und „Schillerpromenade“. Jahrzehntelang war das wenig Sicherheit vermittelnde Geländer zum einen ein unschöner Anblick, zum anderen war die Gefahr groß, dass doch einmal vielleicht ein Kind die Gefahren dieses Geländers unterschätzen könnte. Es hat lange gedauert bis in einer Art konzentierter Aktion dieser innerstädtische Bereich, der auch ein wenig einen ländlichen Charme hatte, in einen der Innenstadt ebenbürtigen Zustand überführt wurde.

 

Warum konzertierte Aktion? Es wurden eben nicht nur die Stützmauern durch die DB Netz AG saniert und stabilisiert, zugleich erneuerte die ewag kamenz im Zuge der Straßenbaus durch die Stadt Kamenz die Trinkwasserleitungen und die Energieversorgungsmedien. Außerdem bekam die Straße „Am Damm“ eine neue öffentliche Beleuchtung. Die Gesamtbaukosten betrugen ca. 2,38 Mio. EUR, wobei die DB Netz AG mit ca. 1,41 Mio. EUR den Haupanteil an dieser Maßnahme trug. Die Stadt selbst investierte ca. 700.000 EUR.

 

In seiner Ansprache betonte der Oberbürgermeister Roland Dantz noch einmal, dass es auch deswegen solange mit der Umsetzung gedauert habe, weil es auch um eine kostengünstige Variante für den Kamenzer Steuerzahler gegangen sei. Denn man hätte, so der Oberbürgermeister, dieses Bauvorhaben sicher schon eher umsetzen können, aber dann mit einer Million EUR oder mehr an Kosten für die Stadt. Er selbst und vermutlich viele andere können jetzt ruhiger schlafen, da durch das neue Geländer und die Ausgestaltung der Stützwandkappe die Sicherheit in diesem Bereich sehr erhöht werden konnte. Er dankte allen Auftraggebern, den beteiligten Planern sowie den Mitarbeitern der Firmen, die bei Wind und Wetter dieser Bauvorhaben vorangetrieben haben. Anschließend hob der Vertreter der DB Netz AG, Herr Graf, hervor, wie gut die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten – Planer, bauausführende Firmen und Stadt (Stadtverwaltung) – war und dass sich insbesondere am Zusammenwirken mit der Stadt Kamenz anderen Städten ein Beispiel nehmen könnten. Insofern schritt man dann zur feierlichen Verkehrsfreigabe. Bei plötzlich auftretenden Sonnenschein, als sollte die Szenerie besonders angestrahlt werden, wurde das rote symbolische Band zerschnitten.

 

v.l.n.r.: Vertreter des KKC, Herr Schmied von Fa. Stump Spezialtiefbau GmbH, Herr Mieting von der Fa. F+S Mieting Bau GmbH, Herr Graf von der DB Netz AG, Oberbürgermeister Dantz, Herr Winkler von der DIW mbH, Herr Dittmer von der Planungsgruppe Neumann GmbH sowie Herr Mikwauschk vom Sächsischen Landtag.

Auch der KKC ließ es sich zum wiederholten Male nicht nehmen, anwesend zu sein. Mit Augenzwinkern verkündete der männliche Vertreter des KKC, Gerd Müller, dass „seine Vertretung“ im Rathaus, sprich der Oberbürgermeister und seine Mitarbeiter, sehr gute Arbeit leisten würden. Hintergrund ist ja die Machtübernahme über das der Narren seit dem 11.11.2017. Nun sind nur noch kleinerer Restarbeiten zu erledigen, die je nach Wetterlage bis Ende dieses Jahres realisiert werden, spätestens aber im 1. Quartal 2018.

 

27.12.2017 - 15.01.2018

21.12.2017: Grußwort des Oberbürgermeisters

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

es liegt ein ereignisreiches Jahr hinter uns – im Großen wie im Kleinen. Die Welt hat sich in vielen Dingen gewandelt und wandelt sich weiter. Dies geht natürlich auch an Kamenz nicht spurlos vorbei.

 

Doch bei allen Problemen, die ja zum Leben gehören, können wir aber gemeinsam und stolz auf das Erreichte zurückschauen. Natürlich wird da jeder in seinem persönlichen und beruflichen Bereich schauen und Bilanz ziehen. Für Kamenz sind neben vielen anderen Dingen mindestens folgende erwähnenswert: Mit der Grundsteinlegung für das Werk II der Deutschen Accumotive ist die Bedeutung von Kamenz als Standort der Elektromobilität weiter gefestigt worden. Dies fand im Kleinen ebenfalls seinen Niederschlag bei der Umgestaltung des Marktplatzes, der nicht nur neu strukturiert und – nun endlich – begrünt wurde, sondern jetzt auch über mehrere Ladestationen für E-Bikes und E-Cars verfügt. Die Gestaltung der Schullandschaft schreitet voran, d.h. die Arbeiten im Schulgebäude an der Henselstraße haben begonnen und werden fortgeführt, damit im nächsten Jahr die 2. Oberschule vorübergehend in dieses Schulgebäude einziehen kann. Dann ist die Voraussetzung geschaffen für die Sanierung des Gebäudes an Saarstraße sowie die sich später anschließende Schaffung des gymnasialen Standortes an der Henselstraße. Auch die Leitbilddebatte hat Fahrt aufgenommen, die Akteure haben sich in Arbeitsgruppen zusammengefunden, erste Ergebnisse erarbeitet. Es gibt interessante und neue Impulse. Straßen – wie die innerstädtisch gelegene Königbrücker Straße und die Straßen „Am Damm“ und „Schillerpromenade“ – oder auch der Uferbereich an der Schwarzen Elster sind saniert und entsprechen langfristig heutigen Ansprüchen. Ich weiß, dass noch an viel mehr Dinge, Ereignisse und Resultate, – wie gesagt – im Großen, aber auch im Kleinen, zu erinnern wäre. Dank der Bemühungen und Anstrengungen vieler, die es durchaus wert wären, hier benannt zu werden, ist unsere Stadt wieder etwas lebens- und liebenswerter geworden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle allen danken, die mit ihrem Tun, mit ihren Entscheidungen, mit ihren Überlegungen, Gedanken und Impulsen Kamenz vorangebracht haben.

 

Doch nun, wenn hoffentlich die letzte Hektik von uns abgefallen ist, sollten wir uns, besonders im Kreis der Familie, aber auch mit Menschen versammeln, bei denen wir uns geborgen fühlen, um die Zeit der Gemeinsamkeit zu genießen. Und vielleicht denken wir dabei an die Menschen, denen es nicht vergönnt ist, Weihnachten zu Hause zu verbringen, da sie auch an diesen Tagen zu unser aller Wohl ihrem Beruf nachgehen. Wir genießen ein friedliches Weihnachten und sollten dabei Demut walten lassen und nicht vergessen, dass dies in einer Welt mit Krieg, Armut und Elend, Flucht und Vertreibung für viele Menschen nichts Selbstverständliches ist. Auch in diesem Sinne sollte man sich am 24. Dezember beim alljährlichen Hosiannasingen einander begegnen, um gerade an diesem Abend die Kamenzer Gemeinschaft und das Füreinander in besonderer Weise zu spüren.

 

Allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gästen unserer Stadt wünsche ich eine friedvolle Weihnachtszeit und ein glückliches Neues Jahr 2018.

 

Ihr

Roland Dantz
Oberbürgermeister der Lessingstadt Kamenz
 
21.12.2017 - 02.01.2018
20.12.2017: Kommissarische Leitung im Dezernat II

 

Die langjährige Dezernentin für Stadtentwicklung und Soziales, Frau Elvira Schirack, ist in der Stadtratssitzung am 13.12.2017 offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Bis zur Wiederbesetzung der Stelle wird der bisherige Stellvertreter, Herr Frank Kunze, die Funktion als amtierender Dezernent übernehmen. Herr Frank Kunze ist zu erreichen unter der Telefonnummer 03578-379220 und der E-Mail-Adresse frank.kunze@stadt.kamenz.de.

20.12.2017

16.12.2017: Anmerkungen zu einem SZ-Artikel vom 15.12.2017

Liebe Kamenzerinnen und Kamenzer,

es ist verständlich, dass die Öffentlichkeit und die Bürgerschaft unserer Stadt zum einen über Sachverhalte und auch über Haltungen informiert werden möchten.

In der nachfolgenden Pressemitteilung geht es um eine Klarstellung, die die Berichterstattung der Sächsischen Zeitung ergänzt und lassen Sie mich das so sagen: vervollständigt.

Weder der Stadtrat der Stadt Kamenz, noch ich als Oberbürgermeister lassen uns in eine tatsächliche Nähe oder gedankliche Nähe zu Straftatbeständen rücken. Es handelt sich hier um Vorwürfe, die durch das Amtsgericht bzw. die Staatsanwaltschaft gegenüber Herrn Stadtrat Schwarz erhoben und in der ersten Instanz mit einem Urteil bekräftigt wurden. Der Betroffene ist in Berufung gegangen, und es ist völlig verständlich, dass sich die Frage auftut, was sich für ihn als Stadtrat ergibt. Im Kamenzer Stadtrat wurde über die Sach- und Rechtslage entsprechend informiert. Wie sich diese darstellt, kann aus der beigefügten Pressemitteilung und dem Schreiben der Rechtsaufsichtsbehörde entnommen werden. Meine Haltung ist u.a. aus den nachfolgenden ersten Sätzen der Pressemitteilung ersichtlich. Und diese Pressemitteilung hätte auch, darum war gebeten worden, vollständig wiedergegeben werden sollen.

 

Roland Dantz
Oberbürgermeister

 

Zum SZ-Zeitungsartikel „Stadtrat Schwarz ist Thema im Stadtrat“ am 15.12.2017 und der Beratung des Stadtrates am 13.12.2017

Um es vorab und eindeutig festzustellen: Zu Recht wird der Besitz und die Verbreitung von Kinderpornografie verfolgt und bestraft. Daran besteht kein Zweifel. Nicht nur deswegen wird die Behauptung ausdrücklich zurückgewiesen, dass der Oberbürgermeister dem Stadtrat, Herrn Schwarz, demonstrativ den Rücken gestärkt habe.

Vielmehr wurde auf die geltende Rechtslage verwiesen, so u.a. auf ein Schreiben des Landratsamtes Bautzen. Und es ist überhaupt nicht anzunehmen, der Rechtsaufsichtbehörde zu unterstellen, sie habe dem betreffenden Stadtrat den Rücken stärken wollen. Im Übrigen ist der im Beitrag erweckte Eindruck, der Oberbürgermeister hätte wortwörtlich gesagt „Es besteht derzeit kein Handlungsbedarf seitens der Stadt“ nicht zutreffend. Es handelt sich um einen Auszug aus dem Schreiben des Landratsamtes, der vollständig so lautet: „Davon ausgehend, dass das Urteil gegen Herrn Schwarz derzeit noch nicht rechtskräftig ist, besteht kein Handlungsbedarf der Stadt Kamenz bzw. des Stadtrates der Stadt Kamenz.“ Dieses Schreiben war Teil einer Mitteilungsvorlage, die sowohl den Stadträten am Tag der Stadtratssitzung (13.12.2017) als auch dem SZ-Redakteur am Tag nach der Sitzung im vollen Wortlaut vorlag. Im Übrigen ist diese öffentliche Mitteilungsvorlage mit Anlage in Bürgerinformation auf der Homepage der Stadt Kamenz einsehbar. Aus dieser geht auch hervor, dass der Oberbürgermeister sehr frühzeitig das Gespräch mit dem betreffenden Stadtrat gesucht und ihn auf die Folgen einer möglichen Verurteilung hingewiesen hat.

Für die Stadträte in der Stadtratssitzung am Mittwoch sowohl bei Behandlung der Mitteilungsvorlage als auch beim Tagesordnungspunkt „Anfragen“ die Möglichkeit bestanden hätte, auf die vorliegende Thematik einzugehen. Es ist nicht anzunehmen, dass sich Kamenzer Stadträte als gewählte Mandatsträger durch die Schilderung der Rechtslage schockieren lassen. Außerdem war nach vorhergehenden Presseartikeln und den darin enthaltenen Äußerungen von Stadträten zu erwarten, dass diese sich zur Sachlage im Stadtrat äußern würden. Abschließend sei noch angemerkt, dass die Verwendung der Formulierung „Belehrung in Richtung Medien“ sehr weit hergeholt erscheint, da der Oberbürgermeister ausführte, dass er es richtig findet, dass die Presse über solche Themen schreibt, die viele Menschen bewegen, und er selbst angetan sei, über die Art und Weise der Berichterstattung in der SZ.  

Der SZ-Artikel kann auch hier nachgelesen werden: „Stadtrat Schwarz ist Thema im Stadtrat“ am 15.12.2017

 

Schreiben des Landratsamtes Bautzen vom 2. November 2017

Verurteilung eines Stadtrates zu einer Freiheitsstrafe - Anfrage vom 27. Oktober 2017

 

Sehr geehrter Herr Käppler,

mit o.g. Schreiben richteten Sie eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit der Verurteilung des Stadtrates Martin Schwarz zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung durch das Amtsgericht Kamenz an das Rechts- und Kommunalamt. Hierzu möchten wir Ihnen Folgendes mitteilen: Gemäß § 34 Abs. 1 S. 1 SächsGemO scheiden aus dem Gemeinderat u.a. jene Mitglieder aus, bei denen während der Wahlperiode der Verlust der Wählbarkeit eintritt. Nicht wählbar zum Gemeinderat ist nach § 31 Abs. 2 Nr. 2 SächsGemO insbesondere, wer infolge eines deutschen Richterspruchs die Wählbarkeit oder die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt. Nach § 45 Abs. 1 StGB verliert, wer wegen eines Verbrechens zu Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt wird, für die Dauer von fünf Jahren die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden und Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen. Einem Gemeinderatsmitglied ist ein öffentliches Amt übertragen. Die genannten Regelungen der §§ 31 und 34 SächsGemO stellen somit eine Konkretisierung und Klarstellung des § 45 Abs. 1 StGB im Hinblick auf die Wählbarkeit zum und Mitgliedschaft im Gemeinderat dar. Entsprechend § 45a Abs. 1 StGB wird der Verlust der Fähigkeiten, Rechtsstellungen und Rechte mit der Rechtskraft des Urteils wirksam. Grundsätzlich kann die Stadt hier analog der Prüfung ob Personen nach § 16 Abs. 2 SächsGemO vom Wahlrecht ausgeschlossen sind, auf die Daten des Melderegisters zurückgreifen. Dennoch empfiehlt es sich im vorliegenden Fall beim Amtsgericht nachzufragen, ob und ggf. wann das Urteil rechtskräftig geworden ist.

Bei Vorliegen der Voraussetzungen, also hier die Rechtskraft des Urteils, scheidet das betreffende Gemeinderatsmitglied zwar unmittelbar kraft Gesetzes aus dem Gemeinderat aus (vgl. § 45 Abs. 3 StGB), dennoch hat der Gemeinderat das Ausscheiden nach § 34 Abs. 1 S. 2 SächsGemO unverzüglich festzustellen. Diese Feststellung ist notwendig, da bis zu diesem Zeitpunkt die seit Rechtskraft des Urteils rechtswidrige Zusammensetzung des Gemeinderates keinen Einfluss auf die Rechtmäßigkeit der Beschlussfassungen hat (§ 34 Abs. 1 S. 3 SächsGemO).

Davon ausgehend, dass das Urteil gegen Herrn Schwarz derzeit noch nicht rechtskräftig ist, besteht kein Handlungsbedarf seitens der Stadt Kamenz bzw. des Stadtrates der Stadt Kamenz. Herr Schwarz ist weiterhin ordnungsgemäß zu den Sitzungen zu laden und hat auch das Recht an diesen teilzunehmen. Sobald die Stadt Kenntnis von einer rechtskräftigen Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr hat, ist die Feststellung des Ausscheidens auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Landratsamt Bautzen

16.12.2017, aktualisiert am 18.12.2017 - 27.12.2017

12.12.2017: Verkehrsfreigabe des Marktplatzes am 11.12.2017

Am 11. Dezember erfolgte die Verkehrsfreigabe des Marktplatzes. Dazu hatten sich zahlreiche Gäste und spontane Besucher auf dem Markt eingefunden. Und im Gegensatz zum vergangenen Wochenende meinte es das Wetter gut mit Kamenz.

v.l.n.r.: Hans-Rüdiger Klein – Mitglied des Vorstandes der ewag kamenz, Wolfgang Hausdorf von Wolfgang Hausdorf e.K. , Steinsetz- und Straßenbaubetrieb, Oberbürgermeister Roland Dantz, Sandro Gebler von der Galand-GEBLER Meisterbetrieb für Garten- und Landschaftsbau sowie Vertreter des KKC und - und vor allem - Peter Linke vom CommunalConcept Ingenieurbüro Peter Linke.

 

Die Verkehrsfreigabe wurde mit dem symbolischen Durchschneiden eines roten Bandes vorgenommen. Das Besondere bei dieser Freigabe war, dass mit dem Durchschneiden des Bandes die die zuvor ausgefahrenen elektrischen Poller – wie von Geisterhand –  in den Boden versenkt wurden. Erst danach war der Marktbereich an dieser Stelle befahrbar.

 

Umgestaltung des Marktes war Wunsch vieler Kamenzer

Mit der Neugestaltung des Kamenzer Marktplatzes wurde dem Wunsch vieler Kamenzer nach einer Belebung ihres Platzes entsprochen. Dies machte auch der Oberbürgermeister in seiner kleinen Ansprache deutlich, in der er alle Beteiligten im Vorfeld der Planung erwähnte. Zahlreiche Beratungen und Abstimmungen, u.a. mit Einwohnern, mit den Gewerbetreibenden am Markt, der City-Initiative, dem städtischen City-Management, dem Forstfestkomitee, dem Landesamt für Denkmalpflege und in den Fraktionen und Ausschüssen haben zu einem Resultat geführt, dass sich sehen lassen kann. Gleichfalls dankte er den beteiligten Firmen, die überwiegend aus Kamenz und dem Umland kamen. Der Marktplatz der seine neue Schönheit im Frühjahr mit dem Blühen der Bäume noch stärker entfalten wird, steht damit für mehrere Innovationen.

Erhöhung der Aufenthalts- und Erlebnisqualität

Ziel der Neugestaltung ist die funktionale Aufwertung des Marktplatzes mit der Optimierung der Verkehrssituation und Erhöhung der Aufenthalts- und Erlebnisqualität unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer und städtebaulicher Aspekte.

Mit behutsamen Eingriffen wurde eine bessere Gliederung der einzelnen Nutzungsbereiche geschaffen, wobei prinzipiell das Erscheinungsbild des Marktplatzes erhalten bleibt. Die Verkehrs- und Ruhebereiche wurden optische durch die Verlegung von Leitsteinen voneinander getrennt. Im Bereich der geplanten Querungen wurden die Gehwegeinfassungen abgesenkt und für sehbehinderte und blinde Menschen ein Leitsystem eingebaut. Zur Verbesserung der Aufenthaltsfunktion wurden und werden neue Bänke – 13 Bänke und 5 sogenannte Einzelsitzer – aufgestellt, ganz im Sinne des Sprichwortes: „Auf dem Markte lernt man die Leute besser kennen als im Tempel.“

E-MOBILITÄT wird großgeschrieben

Die vorhandene Beleuchtung wurde mit Ausnahme der Leuchtenkörper erneuert und durch Bodenstrahler in den Pflanzgruben ergänzt. Die historischen Altstadtleuchten wurden aufgearbeitet und auf LED-Leuchtmittel umgerüstet. In den neuen Beleuchtungsmasten sind die Anschlüsse für die Elektroversorgung der Verkaufsstände integriert.

 

 

Marktplatz wurde umfassend begrünt

Für die Begrünung des Platzes wurden zwischen der Bautzner Straße 1 und Markt 13 insgesamt 7 Bäume (Blasenesche) gepflanzt, ebenso 2 Bäume (Kupferfelsenbirne) am Andreasbrunnen. Weitere 3 Bäume (Kupferfelsenbirne) werden in Pflanzkübel gegenüber der Apotheke im Frühjahr aufgestellt.

 

 

Weiterhin wurde die gesamte Pumpentechnik am Andreasbrunnen erneuert und durch drei Sprudel in der neuen Wasserrinne ergänzt.

 

 

Zur Durchführung des Wochenmarktes und Abtrennung der Verkehrs- und Aufenthaltsbereiche wurden herausnehmbare und versenkbare Poller (siehe erstes Bild) eingebaut. Das heißt auch, dass der Wochenmarkt am Donnerstag wieder auf den Marktplatz zurückkehrt.

 

Mit der Errichtung von Ladestationen für E-Bikes (acht Lademöglichkeiten) und für Elektroautos (zwei Ladestationen in einer Säule) wurden im Hinblick auf die Elektromobilität auf dem Marktplatz Akzente gesetzt.

 

 

Die Funktionsweise der Ladestation für E-Bikes erklärte ein Mitarbeiter des Bikehouses. Ebenso fachkundig wurden die Besucher durch Hans-Rüdiger Klein, Mitglied des Vorstandes der ewag kamenz, über die einfache Bedienung E-Car-Ladestelle informiert.

 

 

Für die Umsetzung der Gesamtmaßnahme wurden im Haushalt insgesamt 430.000 € bereitgestellt. Die Baumaßnahme liegt im Fördergebiet SOP Aktive Stadt- und Ortsteilzentren Kamenz „Markt – Bautzner Straße“ und wurde über dieses SOP-Programm mit einem Fördersatz von 2/3 gefördert.

Blumenstrauß für verdiente Mitarbeiterin der Stadtverwaltung

Ein besonderer Höhepunkt war die Überreichung eines Blumenstraußes an die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Gudrun Richter verbunden mit den Dankesworten des Oberbürgermeisters. Gudrun Richter arbeitet seit über 25 Jahren in der Stadtverwaltung. Ende des Jahres geht sie in den verdienten Ruhestand. Als Projektleiterin hat sie das Vorhaben Marktplatzumgestaltung von an Anfang begleitet und damit zum Abschluss ihres Berufsleben ein weiteres Meisterstück vollbracht.

 

 

Offizielle Übergabe des Marktplatzes an die Öffentlichkeit im 1. Quartal 2018

Nach Erledigung kleinerer Restarbeiten, die bis Ende dieser Woche realisiert werden, wird die offizielle Übergabe im Rahmen eines Einkaufssonntages im 1. Quartal 2018 – voraussichtlich am 25. März – erfolgen.

12.12.2017 - 20.12.2017

08.12.2017: Einladung zum Einkaufssonntag am 10. Dezember (Termin vorbei)

Die City-Initiativehat sich wieder ins Zeug gelegt: Von 14 bis 18 Uhr locken an diesem Tag die Geschäfte zur Erledigung der Weihanchsteinkäufe. Daneben gibt es viele Aktionen. Seien Sie also nicht nur neugierig, sondern kommen Sie vorbei!

Weiter Informationen unter: City-Initiative Kamenz

01.12.2017: Einladung zur Einwohnerversammlung für 06.12.2017 (Termin vorbei)
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

werte Einwohnerinnen und Einwohner,

das Jahr 2017 neigt sich seinem Ende zu. Vieles haben wir gemeinsam mit dem Stadtrat, den Gewerbetreibenden unserer Stadt und Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger erreicht. Nun gilt es, auf das kommende Jahr 2018 und sicher auch darüber hinaus zu blicken. Ich lade Sie daher im Namen des Stadtrates herzlich ein, im Rahmen einer Einwohnerversammlung am

6.12.2017 um 19 Uhr im Ratssaal

unseres Rathauses mit uns ins Gespräch zu kommen.

Wie jedes Jahr können Sie sich selbst ein erstes Bild von der Haushaltskonzeption 2018 machen und Ihre Ideen und Anregungen einbringen.

Viele von Ihnen bewegt die Zukunft des Kamenzer Hallenbades. Der Stadtrat hat das Ansinnen des Landkreises Bautzen zur Übernahme der Schwimmhalle durch die Stadt Kamenz intensiv geprüft und musste sich letztlich dafür entscheiden, das Angebot abzulehnen. Wir möchten die Einwohnerversammlung nutzen, um Ihnen die dahinterliegenden Gründe zu schildern.

Drittes Thema der Einwohnerversammlung soll eine erste Information zu einem möglichen Gemeindezusammenschluss zwischen Kamenz und Schönteichen sein. Die Einwohner von Schönteichen haben sich in einem Bürgerentscheid für einen gemeinsamen Weg mit Kamenz ausgesprochen. Nun gilt es, von der Kamenzer Seite zu schauen, wie dieser Weg aussehen könnte. Auch hier wollen wir Sie herzlich einladen, Ihre Gedanken einzubringen und mit uns ins Gespräch zu kommen.

Tagesordnung:

  1. Information zu einem möglichen Gemeindezusammenschluss zwischen der Stadt Kamenz und der Gemeinde Schönteichen
  2. Informationen zur Haushaltsplanung 2018 mit mittelfristiger Finanzplanung bis 2021
  3. Entwicklung des Hallenbades Kamenz – Anfrage des Landkreises zur Übernahme der Trägerschaft

Ich freue mich, auf Ihr Kommen

Roland Dantz

Oberbürgermeister

01.12.2017 -07.12.2017
30.11.2017: Haushaltsdiskussion zum Plan 2018

Der Stadtrat der Stadt Kamenz ging ab dem 29.11.2017 in die konkreten Beratungen zum Haushalt der Stadt Kamenz 2018 mit mittelfristiger Finanzplanung bis 2021. Erstmals möchten wir dabei einen neuen Weg beschreiten und Ihnen, sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner, die Möglichkeit geben, uns über das Bürgerbeteiligungsportal Ihre Anregungen mitzuteilen.

Sie finden hier den Stand der Haushaltsplanung, auf dessen Grundlage der Stadtrat die Haushaltsdiskussion beginnen wird. Gern können Sie uns Ihre Hinweise und Anregungen zukommen lassen. Der Stadtrat muss dann im Laufe der Beratungen überlegen, ob und was davon sich umsetzen lässt. Auch darüber, zu welchem Zeitpunkt Maßnahmen sinnvollerweise realisiert werden können ist zu diskutieren. Bitte beteiligen Sie sich mit!

30.11.2017 - 27.12.2017

29.11.2017: Die Milch gehört auf die Rampe ...

Oberbürgermeister Roland Dantz äußert sich zu Fragen der Zeit. Veröffentlichung der ungekürzten Fassung des Beitrages in der SZ und eines Briefes des Kultusministers.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

liebe Leserinnen und Leser,

oft werden wir als Bürgermeister gefragt, warum die Dinge so sind, verbunden mit dem Ansinnen, dass wir dazu dann auch unsere Meinung sagen sollen.

Ich selbst wurde vor einigen Wochen von Redakteuren der Sächsischen Zeitung daraufhin angesprochen, ob ich bereit wäre, einen Beitrag in der Reihe „Perspektiven“ der Sächsischen Zeitung zu verfassen. Der Beitrag liegt vor, er wurde in der Sächsischen Zeitung veröffentlicht. Ich war überrascht über die Reaktionen und Wortmeldungen, die ausgesprochen positiv waren. Da einige Bürgerinnen und Bürger den Artikel in der Sächsischen Zeitung vielleicht nicht lesen konnten, habe mich entschlossen, diesen Beitrag auch im Kamenzer Amtsblatt zu veröffentlichen. Mein Ansinnen ist und war es, den Menschen Mut zu machen, Dinge, die uns auf dem Herzen liegen, zu benennen, diese deutlich zu machen und zum Mit- und Weiterdenken anzuregen.

Manchmal ist es so, dass man sich etwas von der Seele schreiben muss, sich frei macht im wahrsten Sinne des Wortes. So ging es möglicherweise auch unserem neu ins Amt berufenen Kultusminister Frank Haubitz, der sich mit sehr eindrucksvollen Worten und in einer sehr emotionalen Weise an die Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleiterinnen und Schulleiter wandte. Kultusminister Frank Haubitz hat konkrete Vorschläge, wie wir aus der Misere der fehlenden Lehrkräfte herauskommen können, unterbreitet. Die Schulsituation berührt die Menschen im Innersten und so ist es wichtig, dass die Öffentlichkeit weiß, wie es weitergehen sollte. Deswegen möchte ich Ihnen seinen Brief vom 15. November 2017 im vollen Wortlaut zugängig machen.

Roland Dantz

Oberbürgermeister der Lessingstadt Kamenz

 

Die Milch gehört auf die Rampe ... - Gedanken von Oberbürgermeister Roland Dantz

Die beste aller Fragen ist die nach dem „Warum?“

Und warum eine Politik, die unsere Gefühle nicht wahrnimmt, uns allen schadet.

 

Wer kennt sie nicht, die bohrende, einer Sache auf den Grund gehende Frage, die Frage nach dem „Warum?“. Wenn wir sie uns stellen, ergibt sich die Möglichkeit zum gedanklichen Nachhaken, zum Nachgraben, bis man den Grund der Dinge erkennt Man findet dann etwas von dem man vorher nichts wusste oder was sich dann eben auch vielschichtiger und damit differenzierter darstellte. Wir können Dinge, die uns am Herzen liegen, ohnehin von allen denkbaren Seiten her beleuchten.

Das ist nicht neu, vor 2500 Jahren hat der Grieche Sokrates mit eben solchen bohrenden Fragen die Athener Bürgerschaft „genervt“. Der Ausgang dieser Geschichte ist bekannt – Sokrates wurde vom Rat der 500 zum Tode verurteilt für seine, für die damalige Zeit „schrägen“ Sichten. Nun, in dieser Gefahr leben wir nicht, wenngleich der Schriftsteller Uwe Tellkamp in einem SZ-Beitrag „Wir leben im betreuten Denken.“ (25. Oktober 2017) vor einem „Gesinnungskorridor“, in dem nur eine Meinung als richtig gilt, kürzlich warnte.

Also warum ist das so, das politische Klima in Sachsen?

Ich nehme ein paar Meldungen zum Anlass meines Nachdenkens. Die 1. Meldung: „Ein Kandidat sucht Rückenhalt – Michael Kretschmer soll Sachsens Ministerpräsident werden“ (SZ vom 26. Oktober 2017)

Wenn man ein Wahlergebnis, wie dieses, als Misstrauensvotum für sich und seine politische Denkweise versteht, dann ist der Rücktritt von Stanislaw Tillich verständlich und ich habe davor Respekt. Die Reaktion darauf, den Nachfolger „auf den Thron“ zu setzen, ohne die Leute ernst zu nehmen, ist dagegen beinahe lächerlich. Politik ist kein Erbhof. Auch der Sessel eines Ministerpräsidenten nicht. Um es vorweg zu nehmen, Stanislaw Tillich ist weder mein persönlicher Freund noch ist er gar mein Feind.  Ich empfinde auch keine Häme oder Schadenfreude, wie sie dann in solchen Fällen allzu oft aus den Löchern kriecht. Es lohnt sich aber, ein paar wenige Umstände anzusehen, die im Umfeld der letzten Tage eine Rolle gespielt haben.

Warum haben sich gerade jetzt Ingrid und Kurt Biedenkopf zu „Wort“ gemeldet? Kann es sein, dass er ihn immer noch als Thronerben betrachtete? Kann es auch sein, dass der „Alte“ sich vom Jüngeren nicht genügend wahrgenommen fühlt? Und kann es auch sein, dass aus dieser Haltung heraus ein Anspruchsdenken bei Familie Biedenkopf entstand, dass ein Ministerpräsident Tillich eben nicht erfüllen konnte? So sehr, dass sich Ingrid und Kurt Biedenkopf auch verletzt gefühlt mögen haben. Interessant an dieser „Oper“ war aber auch die Nichtreaktion des fragenden Journalisten der Wochenzeitung „Die Zeit“ auf die Feststellung von Kurt Biedenkopf:

 „Du hast recht, Liebes. Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden mit – wie haben Sie gesagt? Dem Lebenswerk. Das nicht mein Lebenswerk, sondern unser Lebenswerk ist. Meine Frau stand mal auf der Bühne der Semperoper und sagte im Rausch der Gefühle: ‚Seit wir Ministerpräsident sind ...‘"

Ingrid: „Da war ich müde und erschöpft!“

Kurt: „Es brachte dir große Sympathien ein. Und es war ja auch wahr!“

Hätte der Journalist da nicht z.B. nachhaken müssen mit der Frage “Frau Biedenkopf wurden Sie denn jemals in die Regierung gewählt? Hat der Sächsische Landtag Sie beide zum Ministerpräsidenten bestimmt?“

In diesem Augenblick wäre klargeworden, wie infantil und absurd die Geisteshaltung von Ingrid Biedenkopf in diesem Moment war. Und was sie aussagt über den, der eine solche mit sich rumträgt. Aber vielleicht ist es noch schlimmer, wenn diese Sichtweise von der öffentlichen Wahrnehmung unbemerkt bleibt und vielleicht sagt dies auch etwas über den Zustand der politischen „Klasse“ in Sachsen. Übrigens, ich hatte mehrmals die Gelegenheit Stanislaw und Veronika Tillich zu begegnen. Ich habe sie eher als zurückhaltende, sehr einfach und nahbar wirkende Ehegattin des Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich in Erinnerung. Können sie sich ein ähnliches Interview von der Bundeskanzlerin und ihrem Ehemann Professor Sauer vorstellen?

 

Warum ist diese Episode eher ja als Petitesse bedeutend?

Sie lenkt den Blick auf ein seit Jahren praktiziertes Verständnis, eher wohl Unverständnis, wie ein Ministerpräsident mit Rückgrat, Haltung und Weitsicht gefunden werden kann.  Seit Jahren läuft dies vom Eindruck her in Sachsen so: Ein enger „Kreis“ bestimmte nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Professor Biedenkopf mit Professor Milbradt seinen Nachfolger. Da sich 2007 mit der Pleite der Sachsen LB eine handfeste Staatskrise und beinahe Zahlungsunfähigkeit des Freistaates ergab, trat Ministerpräsident Professor Milbradt zurück und Stanislaw Tillich wurde im politischen Hinterzimmer im Anwesen von Familie Milbradt zum Nachfolger bestimmt. Und nun soll nach demselben Muster Michael Kretzschmer folgen.

Als ich kürzlich mit einem ehrenamtlich äußerst engagierten Bürger gesprochen habe –  dieser tut viel für die Gesellschaft – sagte er mir klipp und klar, dass er zwei Briefe geschrieben hat, einen davon an den Kreisverband der CDU in Bautzen. Er meinte: „So nicht!“ Wäre es nicht redlich, bei dieser Legitimationskrise Neuwahlen in Sachsen vorzubereiten?  Wäre es nicht die Gelegenheit gewesen, damit den Wettbewerb der Ideen für unser Land anzukurbeln? Und wäre es nicht auch um ein Zeichen gegangen im Sinne von „Wir haben verstanden!“ – von CDU über die SPD bis hin zur Linkspartei?

 

Warum man nicht versuchen sollte, Bürger politisch zu entmündigen.

Ich kenne einige Mitglieder der CDU und war überrascht über deren harsches Urteil über die Bundes-, Landes- und Regionalpolitik. In dieser Runde war ich plötzlich, ohne dass ich es eigentlich wollte, der Verteidiger von Angela Merkel. Auch der hiesige Landtagsabgeordnete der CDU ist engagiert und macht und rennt. Die vormalige Bundestagsabgeordnete Maria Michalk hat viel Handfestes für die Menschen in ihrem Wahlkreis getan. Auf die Frage nach einer Neuwahl reagierten dann doch die meisten irgendwie elektrisiert, mit einem „Klassiker“: „Da würde nur die AfD gewinnen.“ Ich wäre mir da nicht so sicher. Selbstvertrauen sieht anders aus. Natürlich kann es auch nach hinten losgehen und es kann auch sein, dass man – ein wenig salopp formuliert – ein Rennen verliert. Wann ist denn die Möglichkeit, „das Rennen“ zu verlieren, besonders groß? Vielleicht dann, wenn die eigenen Vorstellungen hinsichtlich des Tempos, der Strahlkraft der eigenen Ideen eher dem Gang einer lahmen Ente gleichen. Erst dann zieht ja der politische Mitbewerber den Nutzen daraus. Aber nur dann, wenn sie dies erkennen und mit eigenen attraktiveren Lösungen Mehrheiten gewinnen. Wäre es z.B. nicht an der Zeit, dass der mündige Bürger dieses Landes den Ministerpräsidenten selbst wählt?

Nun kann ich mir vorstellen, dass es auch sofort Gegenargumente gibt. Die Verfassung sieht dies nicht vor. Ist die sächsische Verfassung Gottes- oder Menschenwerk? Eine erfolgreiche Regierung braucht Mehrheiten, bis jetzt werden diese durch den Wähler repräsentativ bestimmt. Hat denn die gewählte Mehrheit immer recht? Wenn dies so wäre, wo bleiben dann ausreichend Lehrer und Polizisten. Offensichtlich hatte die durchaus sonst sehr zuverlässige Mehrheit versagt. Oder kennen man einen Antrag der Opposition, der dann mit der Unterstützung der Regierungsparteien in ein Gesetz gegossen wurde? Übrigens hätte man sorgsam auf Mindermeinungen geachtet, hätten wir das „Lehrer-Dilemma“ in dieser Schärfe wohl eher nicht.

Warum sollten unsere Menschen nicht einen Ministerpräsidenten oder eine Ministerpräsidentin direkt und damit persönlich wählen, die eben dann auch die Pflicht haben, wenn es notwendig ist, Mehrheiten zu suchen und gegenläufige Gedanken in ihre Lösungsansätze einzubeziehen. Im Interesse unseres Landes ist die Vielfalt der Ideen gefragt und nicht der (partei-) politische Gleichschritt.

 

Und was wollen die Menschen?

Dazu habe ich unlängst – auch in Vorbereitung auf diesen Beitrag – politisch Interessierte befragt und jedem einzelnen eine Frage gestellt: „Welche Aufgaben hat Politik (Landespolitik) Eurer Meinung nach?“ Übrigens handelte es sich um ziemlich junge Menschen im Alter zwischen 26 und knapp 40 Jahren.

Die Antworten kamen schnell und ungefähr so:

  • Fürs Volk da sein.
  • An die denken, die wenig verdienen.
  • Mir das Gefühl geben, dass ich was zu sagen habe.
  • Wir wollen, dass unsere Interessen vertreten werden (Kitas z.B. wie in Schweden).
  • Wir wollen wie von einem guten König regiert werden.

Wenn auch der letzte Gedanke beinahe wie der Ruf nach einem König klingt, so schwingt doch eher das Märchenhafte im gewissen Sinne Romantische mit. Ja im Märchen siegt immer das Gute und so verkörpert es auch zu allen Zeiten ein Stück die Träume und Sehnsüchte der Menschen.

 

Die 2. Meldung ist knapp formuliert ein Skandal: Ein Beitrag in der SZ vom 21./22. Oktober 2017 ist betitelt mit „Kommunen fordern mehr Geld vom Land“ und in einer Zwischenübersicht ist zu lesen: „Sachsen bunkert 12,4 Milliarden“

Zunächst ein paar Randbemerkungen dazu: Geld ist da – Steuergeld vom Steuerbürger erarbeitet und vom Finanzamt festgesetzt und eingenommen. Ich habe dazu recherchiert und das Ergebnis: Kurz gesagt, nichts. Einfach nichts, keine Äußerung der Landesregierung oder des Finanzministeriums. Es gab auch keine Dementis! Als wären 12,4 mal 1000 Millionen EUR geradezu Spielgeld und eine für uns ziemlich unbedeutende Summe.

 

Geht’s uns allen gut, wie sieht es im Lande aus? Zumindest in Ostsachsen.

Nach einer Pressemitteilung des DGB vom 17. September 2017 – also wenige Tage vor der Bundestagswahl – leben 61 % der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer im Landkreis Bautzen von einem Bruttoeinkommen von weniger als 2.500 EUR/Monat, knapp 43.833 Beschäftigte. Im Landkreis Görlitz sind es 63,5 %, also ca. 31.300 Beschäftigte. Das sind mit Sicherheit Menschen, die den Euro dreimal umdrehen müssen. Das sind Menschen, für die ist u. a.  die dringend notwendige Autoreparatur und vieles mehr ein Problem.  Sie können mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Monatsende nichts zurücklegen, oder anders ausgedrückt, keine Rücklagen bilden. Da sind auch viele dabei, vielleicht sogar die Mehrheit, die nicht ansatzweise das Einkommen von 2.500 EUR Brutto erreichen. Wenn man weiß das eine Pflegekraft in Sachsen im Durchschnitt 1.900 EUR brutto verdient, aber nur wenn sie 40 Stunden in der Woche arbeiten kann. Die Pflege älterer Menschen ist eine harte und fordernde Arbeit, die meisten arbeiten eher 30 Stunden/Woche vor allem, wenn sie alleinstehend sind und Kinder zu versorgen haben.

Und mir fällt auch ein weiteres Beispiel für die tatsächliche Lage von Menschen aus meinem Bekanntenkreis ein. Derjenige hat mehr als 45 Jahre gearbeitet, davon Jahrzehnte als selbstständiger Bauhandwerker. Er hat nie jemanden auf der Tasche gelegen, war immer fleißig. Das sind Leute, die konnten sich nicht viel zurücklegen. Und jetzt, als wir uns unlängst trafen und verabschiedeten, sagte er mir schon mit Bitterkeit: „Ich bekomme 700 EUR Rente.“

In diesem Satz schwang eine unglaubliche Enttäuschung mit. Vielleicht irre ich mich mit dieser Zustandsbeschreibung. Dann bin ich auf die Gegenrede gespannt.

 

Bezogen auf das Bundestagswahlergebnis müssen wir uns da wundern?

Was geht in Köpfen von Menschen vor, wenn sie beginnen, über ihre Lage nachzudenken? Wollen wir ihnen vorschlagen, dass sie sich besser bezahlte Jobs im Westen suchen, wie noch vor mehr als 10 Jahren und sie aus dem Land treiben? Was empfinden Menschen, wenn einer zum Ministerpräsidenten gekürt wird, der vorher nicht in der Lage war, die Wähler in seinem Wahlkreis zu überzeugen, dass er es ist, der im Bund für sie kämpft und für sie die Lebensverhältnisse verbessern will? Und wie verträgt es sich mit der im liberalen und konservativen Milieu gepredigten Botschaft, ihr müsst flexibel und beweglich sein – Freiheit bedeutet Eigenverantwortung usw. usw.? Wenn mit der Bestimmung der „Einsetzung“ des Ministerpräsidenten-Nachfolgers der Eindruck des Postenschachers, der Versorgung von Wahlverlierern erzeugt wird – machen einige wenige dann nicht etwas falsch? Auch wir die Wähler und Wählerinnen, wenn wir dazu schweigen?

 

Es geht um Gefühle, um Emotionen, Menschen sind keine Maschinen.

Vielleicht geht es auch um die Frage: Wozu ist Politik da?

Eine wichtige Frage! Weil, wenn wir sie in den vielen, beinahe unzähligen Dingen im Alltag stellen, dann gibt sie uns die Möglichkeit, unser Handeln im Einzelnen zu hinterfragen und uns im Tun zu erkennen. Eine Antwort könnte durchaus sein: Dafür zu sorgen, dass es Menschen gut geht und dort, wo es noch nicht der Fall ist, zu helfen, dass es besser wird.

Klingt einfach, ist im Einzelfall aber schwer zu machen. Natürlich erwarten die Menschen in Görlitz und Bautzen, dass sich Landespolitik und auch die Bundeskanzlerin Merkel für den Erhalt von Arbeitsplätzen bei Siemens und Bombardier einsetzt. Wenn es nicht Fördermittel sind, haben Politiker – egal ob Kommunal-, Landes- oder Bundespolitiker – wenig zu bieten außer der Autorität des Amtes. Und dennoch ist es wichtig, dass sie dies tun – wie kürzlich die Ministerpräsidenten der Länder Thüringen, Sachsen und Brandenburg in ihrem Brief an die Kanzlerin. Natürlich kann man auch den Betroffenen sagen, dass es Fälle gibt, da ist auch ein Ministerpräsident ohne Macht und beinahe im Wortsinne ohnmächtig und die Möglichkeiten, Standortschließungen abzuwenden, für ihn begrenzt sind. Es ist eben nur dann gänzlich anders, wenn ein Land, wie Niedersachsen, Miteigentümer am VW Konzern ist.

 

Was kann aber darüber hinausgetan werden?

Viele Themen wurden für den Protest ausgemacht: Fehlende Lehrer, innere Sicherheit, Lage der Kommunen im ländlichen Raum, also abseits der sogenannten Wachstumskerne, fehlende Ärzte und Flüchtlinge. Aber da ist vor allem das Gefühl: Für unsere Belange ist kein Geld da.

Auf zwei Themen will ich mich näher einlassen, und nicht nur beschreiben, was uns fehlt, sondern vielmehr möchte ich empfehlen, was zu machen ist.

Innere Sicherheit: Wer da etwas ändern will, kann die Reviergrenzen verkleinern und damit in ländlichen Räumen die Polizeireviere überschaubarer machen. Und wenn pro Schicht im Polizeirevier Kamenz drei Dienstfahrzeuge vorhanden sind, dann sind vielleicht sechs richtig, zumal erfreulicherweise die meisten Menschen im ländlichen Raum nichts dagegen haben, wenn ein Polizeiauto öfter den Ort passiert.

Kommunen: Das Leben findet auch in den Dörfern und kleinen Städten statt. Jede Kostenerhöhung im öffentlichen Sektor, Gebühren, Abgaben oder Steuern trifft die, die am wenigsten verdienen immer zuerst, eben besonders die vorhin Genannten mehr als 61 bzw. 63 % der Arbeitnehmer.

Die Staatsregierung sollte sich vom Motto „Größer, Höher, Weiter“ verabschieden. Die Zeit ist ran! Natürlich haben kleinere Gemeinden auch ihre Existenzberechtigung, vor allem durch die Nähe zum Menschen. Zusammengehörigkeit entsteht durch menschliche Nähe. Sie brauchen einen Bürgermeister, der für sie da ist und sich um sie und ihre Belange kümmert. Ja, das hat seinen Preis und Geld ist da, wie wir ja nun wirklich alle wissen können. Stattet Verwaltungsgemeinschaften finanziell besser aus und wir stärken unser Gemeinwesen. Da ist auch der Bund als größter Steuereinnehmer gefragt. Wer mir dann entgegen hält, dies sei alles zu teuer, den frage ich gern, was die Beschaffung und Unterhaltung einer Kampf-Drohne kostet und was wir bitte schön in Mali und Afghanistan wirklich zu suchen haben.

Wer der Meinung ist, dass wir, wie in der Vergangenheit wohl geschehen, mehrere Millionen EUR für die Unterstützung von Wahlen im Kongo lieber dort einsetzen, jener wird dann kein Geld haben, um Menschen, die hier leben in ihren berechtigten Grundanliegen zu unterstützen.

Kurzum schauen wir uns an, wofür unser Steuergeld ausgegeben wird.

 

Geht’s uns gut?

Es empfinden Menschen eben vielleicht doch ganz anders als der stellv. Ministerpräsident Martin Dulig, der sich anlässlich einer Gegendemonstration zum 3. Jahrestag von Pegida äußerte „...uns geht es doch grundsätzlich gut in diesem Land.“

Wenn Leute im hohen Alter unter bescheidenen Verhältnissen zur Miete wohnen und nicht wissen, wie sie demnächst ohne Aufzug in ihre Wohnung kommen, dann stellt sich für diese die Frage, weshalb nicht von den 12,4 Milliarden EUR etwas Geld für sie da ist, um den Bau eines Aufzugs zu fördern, weil es das städtische oder auch ein anderes Unternehmen nicht schaffen kann. Die Frage ist gar nicht zu vermeiden, ob denn mit den vorgesehen 120 Millionen EUR für Integration von Asylbewerbern auch eine Lösung für ihre Teilhabe am Leben geschaffen werden kann.

Und natürlich empfinden es die Menschen in Bischofswerda als ungerecht, wenn ihnen mit dem Schließen der Geburtsstation im Krankenhaus die nächste Infrastruktur entzogen wird, ohne dass über Alternativen gesprochen oder nachgedacht wird, z.B. dass die Geburtsstation von Bautzen nach Bischofswerda verlagert wird und trotzdem das Krankenhaus in Bautzen vielleicht funktioniert. Und natürlich fühlen sich Menschen verletzt, abgehängt und an den Rand gedrängt, wenn ihnen dann erläutert wird, dass nach dem in Bautzen die Geburtenstation ausgebaut wurde, dass man dann in Bischofswerda im Krankenhaus neu bauen müsse und es deswegen nicht geht.

Und glauben wir denn alle Ernstes, dass Menschen der Stadt Kamenz und des Umlandes weiter CDU wählen, wenn die Existenz einer Schwimmhalle für tausende Einwohner des Landkreises in Frage gestellt wird. Nur weil sich der Landkreis in der Vergangenheit nicht mehr an die Trägerschaft und damit an den Erhalt des Angebotes für den ländlichen Raum gebunden fühlt, Verträge kündigt und damit die Verlustangst für den Wegfall von Lebensqualität selbst erzeugt. 

Jetzt zeigen sich erste Erkenntnisse, dass es eben doch nicht so geht und vielleicht schaffen wir es den politischen Scherbenhaufen zusammen zu kehren und das wichtige Angebot für unsere Menschen zu erhalten. Nach der Äußerung des Pressesprechers des Landratsamtes Bautzen sieht dies jetzt ganz danach aus, in dem er zum Ausdruck brachte: „Das Hallenbad Kamenz ist ein wichtiger Anlaufpunkt für den Schul- und Freizeitsport in der Region. Der Landkreis Bautzen hat der Stadt Kamenz das Hallenbad zum Kauf angeboten. Unabhängig davon stellt eine Schließung des Bades für den Landkreis keine Option dar. Momentan wird von den Beteiligten an einer Lösung gearbeitet, das Hallenbad auch zukünftig für die Bewohner der Stadt Kamenz und der umliegenden Gemeinden zu erhalten. Die Frage nach der künftigen Trägerschaft des Bades wird dabei ergebnisoffen diskutiert.“ Ich bin der festen Überzeugung, dass es im Umgang miteinander anders geht und vor allem anders gehen muss.

Gerade hat man im Nachbarland Brandenburg beigedreht und eine offensichtlich unsinnige, von den Menschen nicht gewollte Verwaltungs- und Gebietsreform in den politischen Orkus geworfen. Die Menschen haben gesehen, was es uns in Sachsen gebracht hat. Entfremdung und Unüberschaubarkeit schon der Fläche nach, waren der Preis und die Folgen des Wegbügelns von Mindermeinungen und einer Politik auf der Grundlage des Rechenschiebers – und die Brandenburger haben gezeigt, dass man eben nicht alles mitmachen muss, was man machen könnte.

 

Wir haben allen Grund zur Sorge

Vor kurzer Zeit suchten – nennen wir sie so – prominente Bürger aus dem Freistaat das gemeinsame Gespräch im Kamenzer Rathaus. Sie sind in wirklicher Sorge um unser Land und machen sich Gedanken, wie das Auseinanderdriften, die Spaltung unserer Gesellschaft aufzuhalten sei. Sie wollten dazu auch meine Meinung wissen. Ich habe ihnen zu Beginn unseres Gespräches drei Fotos gezeigt: Kamenz 30. Juni 1945 – Kundgebung für einen Volksentscheid, Demonstration im Oktober 1989 und 2016 Pegida-Aufzug in Dresden, u.a. mit einem Transparent „Merkel muss weg“. Die Frage, die ich ihnen stellte, war dann folgende: Was haben alle drei Aufnahmen gemeinsam? Jeder hatte eine Antwort. Sie fielen auch unterschiedlich aus. Meine Antwort war: Ganz einfach, was aus meiner Sicht alle Aufnahmen mit einander verbindet, ist die Suche nach Sündenböcken!

Ein paar Schlussbemerkungen:

Bezogen auf das Erstarken der AfD sollten einige nicht nur mit dem Finger nach Berlin und Dresden zeigen, sondern einfach bessere Politik für die Menschen im Lande machen. Man muss sich nicht wie ein einfältiger, ziemlich ungeschickter Melker verhalten, der sich freut über das was er geschafft hat, nach dem er die Milch mühsam und mit viel Fleiß in den Eimer gemolken hat. Dann aber beim Aufstehen vom Melkschemel und beim Aufrichten des Rückens, den Eimer mit der (man kann auch sagen politischen) Milch mit dem eigenen Bein umschmeißt. Und nun zusehen muss, wie die mühsam gewonnene Milch, seine ganze Arbeit, sein ganzer Ertrag in die Gosse läuft. Anstelle sorgsam, umsichtig und vorausschauend zu sein und den Ertrag seines Handelns zur Rampe zu bringen. Vielleicht verstehen die Meisten im ländlichen Raum dieses sprachliche Bild am besten.

 

Was können wir bedenken?

Wären die Probleme und Fragestellungen weg, wenn es nicht einen einzigen Asylbewerber in Sachsen gäbe? Welche Sündenböcke würden dann gesucht?

Dass Angela Merkel mit ihrer aus meiner Sicht unbedachten Entscheidung, mit der fehlenden Empathie, die Bürger unseres Landes einzubeziehen und mit entscheiden zu lassen, Sündenböcke geradezu produziert hat und nicht einmal wahrnehmbar den Bedürftigen im Lande signalisiert hat, dass die 30 Milliarden Steuermehreinahmen des Bundes auch für sie da sind, um ihre Lebensverhältnisse zu verbessern, dies stört mich am allermeisten.

Ich habe mir Fragen gestellt und auf Lösungen verwiesen. Der Protest gegen die zum Teil vorherrschenden Umstände ist für mich in vielen Punkten verständlich. Der Protest ist in einer offenen Gesellschaft auch nötig, das Handeln für eine Veränderung, für eine Verbesserung unserer Lebensumstände ist genauso wichtig.

Wenn sich in der politischen Kultur, in der Wahrnehmung von Zuständen in Berlin, Dresden und der Region, ja in Bautzen etwas ändert, dann haben wir auch die Chance, im Ranking der Regionen, der Landkreise in Deutschland, uns vom Schlusslicht, dass ist der Bereich der Roten Laterne – Platz 396 von 401 – nach vorn zu arbeiten.

Bei aller unterschiedlichen Sicht, es ist auch ein Körnchen der vielen Wahrheiten, wenn wir die Augen für eine Sekunde schließen und uns zurückerinnern, an Jahrzehnte zuvor, um dann die Augen wieder zu öffnen. Dann sehen wir, jeder für sich, wie weit wir mit unserem Fleiß, unserer Tüchtigkeit und unseren Anstrengungen gekommen sind. Auch das gehört, meiner Ansicht nach, zusammen.

 

Brief des Ministers des Staatsministeriums für Kultus vom 15. November 2017 an die Schulleiterinnen und Schulleiter aller Schularten der öffentlichen Schulen im Freistaat Sachsen

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

in meinen ersten Wochen im Amt als Kultusminister war und ist es auch für mich die zurzeit drängendste bildungspolitische Herausforderung, die Lehrerversorgung in den sächsischen Schulen auf ein sicheres Fundament zu stellen. Und zweifellos wird dies auch noch eine gewisse Zeit so bleiben. Dabei ist und bleibt mein Grundsatz, keine Mangelverwaltung zu betreiben, sondern realistische Lösungsansätze mit den vorhandenen, aber auch mit neuen Ressourcen für Schulen anzubieten.

Dafür werbe ich in der Staatsregierung wie auch im parlamentarischen Raum und es bleibt abzuwarten, inwieweit meinen Vorstellungen gefolgt werden kann.

Neben der Schulaufsicht sind Sie, sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter, mit Ihren Kollegien meine wichtigsten Partner, um meine Vorstellungen in der Praxis umzusetzen und diese zum Erfolg zu führen. Heute äußere ich mich in verschiedenen sächsischen Tageszeitungen dazu und möchte deshalb auch Sie mit diesem Schulleiterbrief in Kenntnis setzen mit der Bitte, Ihre Kollegien zu informieren.

Zu meinen Vorstellungen gehören sowohl monetäre Maßnahmen wie z. B. die Verbeamtung, bezahlte Mehrarbeit und die Kapitalisierung von Lehrerarbeitsvolumen als auch nichtmonetäre Maßnahmen wie z. B. Arbeitsentlastungen der Lehrerinnen und Lehrer, die ich im Folgenden näher erläutern möchte.

Das Maßnahmenpaket „Zukunftsfähige Schule für Sachsen“ vom Oktober 2016 hat seine Wirkung entfaltet, die Not gelindert, aber das Grundproblem nicht gelöst. Aufbauend darauf muss Sachsen im Lehrerbereich gegenüber allen anderen Bundesländern auch wettbewerbsfähig werden. Die ganze Dramatik wird daran deutlich, dass für das Einstellungsverfahren im Februar 2018 nur 14 Absolventinnen und Absolventen den Vorbereitungsdienst beenden. Dieser Anzahl stehen 660 freie Stellen gegenüber, die ich besetzen muss.

Dabei geht es um nachhaltige Lösungen, die eine langfristige Perspektive schaffen. Dazu gehört für mich zweifellos die Verbeamtung. Mein Ziel ist es, bis zum Einstellungsverfahren im Sommer 2018 allen grundständig ausgebildeten Bewerberinnen und Bewerbern das Signal geben zu können: „Ab Januar 2019 können Sie verbeamtet werden.“ Dies soll der Schlüssel sein, die Lehrerversorgung in Sachsen nachhaltig sicherstellen zu können. Dabei lasse ich mich durch folgende Überlegungen leiten:

Verbeamtung

  • Sie ist ein Signal für hunderte von Sachsen, die den Freistaat einst verlassen haben und jetzt als verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer in anderen Bundesländern tätig sind. Ich setze auf die zahlreichen heimatverbundenen Rückkehrer, die ihren Beamtenstatus damit erhalten können.
  • Sie sorgt dafür, dass Lehrerinnen und Lehrer sächsische Stellenangebote nicht mehr ausschlagen und in Nachbarbundesländer abwandern.
  • Sie sorgt dafür, dass Lehrerinnen und Lehrer, die wir in Sachsen ausbilden, auch im Freistaat bleiben. Fast die Hälfte der Lehramtsstudierenden an sächsischen Hochschulen kommt nicht aus Sachsen und verlässt gegenwärtig das Land nach Ende des Studiums wieder.
  • Sie bietet Lehrerinnen und Lehrern im sächsischen Schulsystem eine Perspektive.

Um keine Gerechtigkeitslücke aufzutun und den Schulfrieden in den Lehrerzimmern zu erhalten, möchte ich nicht nur die neuen Bewerberinnen und Bewerber auf Wunsch verbeamten, sondern auch Lehrerinnen und Lehrer, die bereits im sächsischen Schuldienst tätig sind. Da wir nur bis zum 46. Lebensjahr verbeamten können, werbe ich dafür, dass es für die älteren Kolleginnen und Kollegen, die das sächsische Schulsystem in den letzten Jahrzehnten getragen und zum Erfolg geführt haben, einen Ausgleich gibt. Diese Lehrerinnen und Lehrer haben über Jahrzehnte eine sehr gute Arbeit geleistet. Die neue Lehrergeneration kann davon profitieren und auf deren Erfahrungen aufbauen. Es ist mir wichtig, dass diese Arbeit besonders wertgeschätzt wird.

 

Bezahlte Mehrarbeit

Angesichts der unzureichenden Bewerberlage müssen wir kurzfristig mehr Lehrerinnen und Lehrer vor die Klasse bringen. Hier baue ich auf solidarisches Handeln mit der Bereitschaft zur Mehrarbeit. Von rund 32.000 Lehrerinnen und Lehrern arbeiten fast 11.000 in Teilzeit. Das entspricht einem Arbeitsvolumen von über 2.300 Vollzeitstellen. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen dieses Potenzial beginnend im Februar 2018 zumindest in Teilen zu heben. Dazu möchte ich folgende Angebote unterbreiten, die noch mit dem Finanzministerium endabgestimmt werden müssen:

  • In allen Schularten sollen die Lehrerinnen und Lehrer die gleiche Vergütung von Mehrarbeit (30,27 €) erhalten. Außerdem sollen alle Kolleginnen und Kollegen, die mehr als vier Mehrarbeitsstunden im Monat leisten, eine Bonusstunde extra vergütet bekommen.
  • Teilzeit kann mit Mehrarbeit kombiniert werden: Wer sich z. B. für zwei Jahre zu drei Mehrarbeitsstunden bereit erklärt, kann im 3. Jahr garantiert in seinen alten Teilzeitvertrag mit einem freien Tag zurückkehren.

 

  • Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleiterinnen und Schulleiter können aus zwei Sabbatjahr-Modellen wählen (5:1/4:1).
  • Lehrerinnen und Lehrer, die das 63. Lebensjahr vollendet haben und weiter arbeiten möchten, erhalten weiter eine Bindungszulage.
  • Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sollen für ihre Klassenleitertätigkeit eine bezahlte Mehrarbeitsstunde erhalten.

 

Kapitalisierung von Arbeitsvolumen

Ein Instrument zur optimalen Ausschöpfung aller vorhandenen Ressourcen ist nach meiner festen Überzeugung die Eigenverantwortung von Schule. Sie ist u. a. durch die Ausreichung eines Budgets charakterisiert. Die Schulleiterin bzw. der Schulleiter sollen ein Stundenvolumen erhalten, das sich aus Grundbereich, schulbezogenen Anrechnungen und personenbezogenen Anrechnungen sowie vorerst 50 % Ergänzungsbereich zusammensetzt. Dieses Stundenvolumen steht der Schule vollumfänglich zur Verfügung. Damit soll zum einen den individuellen Bedarfen der einzelnen Schulen Rechnung getragen werden. Zum anderen geht der Schule, die trotz intensiver Bemühungen ihre Stunden mit eigenem Lehrerpersonal nicht absichern kann, nichts verloren. Sie kann sich für den Wert des restlichen Stundenvolumens externe Unterstützung „einkaufen“.

Für den Einsatz von Honorarkräften kommen beispielhaft folgende Tätigkeiten in Frage:

  • Unterrichtsvertretung in Anlehnung an das bestehende Programm Unterrichtsversorgung
  • Schwimmbegleitung (Grundschule)
  • Ergotherapeut/Logopäde (Förderschule)
  • Pädagogische IT-Dienstleistungen
  • Betreuung der Schulbibliothek
  • Schulbuchversorgung und -betreuung
  • schulische Verwaltungstätigkeiten

Aber auch nichtmonetäre schulorganisatorische Entlastungen der Lehrerinnen und Lehrer möchte ich vorantreiben. Mit der Einführung des Projektes „Schulverwaltungsassistent“ sollen Lehrerinnen und Lehrer von Verwaltungsarbeiten entbunden werden. Damit können sich die teilnehmenden Schulen verstärkt ihrem pädagogischen Kerngeschäft widmen. Zudem sehe ich in der Schulorganisation Reserven, die gleichfalls Zeit für Unterrichtsvorbereitung oder Korrekturarbeiten der Lehrerinnen und Lehrer schaffen. Dazu können gehören:

  • Reduzierung von Konferenzen und Beratungen
  • Reduzierung der Vorbereitungswoche auf drei Tage
  • Abschaffung des Bereitschaftsdienstes in den Ferien, dafür telefonische Erreichbarkeit der Schulleitung
  • Abschaffung angeordneter Präsenzzeiten an Versammlungstagen
  • keine nicht unterrichtsrelevanten Arbeiten in den Ferien und am Wochenende
  • verbindliche schulartspezifische Maßnahmen wie z. B. der Wegfall des Wortgutachtens in der Bildungsempfehlung oder die Möglichkeit der Zweitkorrektur von schriftlichen Abiturprüfungen an der eigenen Schule

Zweifelsohne gibt es keine einheitliche Lösung für alle Schulen. Eigenverantwortlich zu handeln bedeutet, jede Schulleiterin bzw. jeder Schulleiter hat die Möglichkeit mit dem Kollegium gemeinsam geeignete Maßnahmen auszuwählen und umzusetzen, die an der jeweiligen Schule Entlastung bringen. Dafür habe ich Ihnen Lösungsansätze dargelegt, die nicht nur attraktive Bedingungen für die junge Generation schaffen, sondern auch die Leistung der älteren Generation angemessen wertschätzen und Ihnen für Ihre Führungstätigkeit, egal ob in Mitarbeitergesprächen oder bei der Unterrichtsabsicherung, Handlungsspielraum bieten.

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

ich bin zuversichtlich, dass wir so gemeinsam die Zeiten knapper Lehrerressourcen überstehen können. Dafür möchte ich ausdrücklich um Ihr Vertrauen und Ihre Mithilfe werben. Mit der Gewerkschaft und den Verbänden habe ich ebenfalls die Gespräche aufgenommen.

Abschließend noch ein weiterer Blick nach vorn. Mein Ziel ist auch, den Planungsansatz für den nächsten Doppelhaushalt 2019/2020 auf 100 % Ergänzungsbereich zu erweitern, um die Bedingungen an Schule weiter zu verbessern.

Für den Beginn des neuen Kalenderjahres 2018 plane ich Schulleiterberatungen in den Regionen vor Ort, um Ihnen meine Vorstellungen detaillierter erläutern zu können. Dabei freue ich mich schon jetzt auf den Austausch und weitere interessante Anregungen. In diesem Sinne verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Ihr Frank Haubitz

29.11.2017 - 21.12.2017

29.11.2017: Königsbrücker Straße wieder frei

Verkehr rollt wieder

 

Seit dem 24. November 2017 rollt in Kamenz offiziell der Verkehr wieder über die Königsbrücker Straße. An diesem Tag erfolgte die feierliche Verkehrsfreigabe dieser wichtigen Verkehrsader. Begonnen hatte dieses Bauvorhaben am 12. Juni 2017. Schon damals war klar, dass der Bau dieses ca. 650m langen Vorhabens während der Bauzeit Beeinträchtigungen und Unannehmlichkeiten für alle Verkehrsteilnehmer mit sich bringen wird. Jetzt aber ist es geschafft. Zufrieden sind auch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Bautzen der AZV „Obere Schwarze Elster“ sowie die Stadt Kamenz, die z. B. die Straßenbeleuchtung erneuerte. Entstanden ist jetzt eine grundhaft ausgebaute Straße mit Gehwegen und beidseitigen Angebotsstreifen für Radfahrer. Darüber hinaus wurden ca. 570 m und 330 m Regenwasserkanäle nach verschiedenen DIN-Vorschriften sowie ca. 140 m Mischwasserkanäle verlegt. Hinzu kamen umfangreiche Baumpflanzungen, die der Königsbrücker Straße in diesem Bereich auch den Charakter einer Allee verleihen werden. Durch das kluge Zusammenführen verschiedener Realisierungsvorhaben konnte alles in „einem Ritt“ gemacht werden.

Insgesamt betrugen die Baukosten, einschließlich der Nebenkosten ca. 1,27 Mio. EUR, wozu die Stadt Kamenz 320.000 EUR beisteuerte, die sich aus Fördermitteln aus dem Programm RL-KStB für die Verkehrsanlage, Einsatz von Städtebaufördermitteln für die öffentliche Beleuchtung sowie Eigenmitteln zusammensetzten. Geplant und realisiert wurde das Vorhaben durch ortsansässige Firmen und Unternehmen aus der Region bzw. Sachsen. An dieser Stelle noch einmal Dank an alle an diesem Bauvorhaben Beteiligten!

Eine Kuriosität am Rande der Verkehrsfreigabe: Da ja zurzeit – seit dem 11.11. – die Narren die Macht im Rathaus übernommen haben, sahen sich Mitglieder des Elferrates in der Pflicht, den mit der Machtübernahme einhergehenden Repräsentationsaufgaben nachzukommen, was sie dann auf ihre Art taten.

29.11.2017 - 08.12.2017

 

(v.l.n.r.): Vertreter des KKC, Landtagsabgeordneter Aloysius Mikwauschk, 2. Beigeordnete des Landkreises Bautzen Birgit Weber, Staatssekretär Stefan Brangs, Oberbürgermeister Roland Dantz und Jürgen Israel, Abteilungsleiter Planung und Straßenbau beim Durchschneiden des Bandes zur Verkehrsfreigabe der Königsbrücker Straße: Eine nicht ganz ernst gemeinte Bemerkung am Rande: Hier haben sich – wie man sehen kann – die Sphären der Narren und der Politik nicht vermischt.

29.11.2017: Kamenz erhält Anerkennungspreis „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“

Seit 2004 gibt es den Wettbewerb der Initiative „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“. Ziel dieser Initiative ist es, Aktivitäten und Unternehmungen zu befördern, die zur Erhöhung der Attraktivität und damit zur Belebung der Innenstädte beitragen.

Kamenz hat sich zum vierten Mal an dem durch die City-Offensive Sachsen ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligt. Nach 2014 und 2015 ist es erneut gelungen, einen Anerkennungspreis für Stadt Kamenz zu erringen.  Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge aus Kamenz konnten zum wiederholten Male die Jury überzeugen, was angesichts von 21 Teilnehmerstädten keine Selbstverständlichkeit ist, da diese ebenfalls mit interessanten und vielseitigen Projekten zur Innenstadtbelebung antraten.

 

Bei der Auszeichnung (v.l.n.r.): David Benedix, Expansionsleiter der EDEKAGrundstücksgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen und Mitglied der Initiative „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“; Michael Fischer-Art (Gestalter der Urkunden für die Wettbewerbsteilnehmer); Anne Hasselbach als städtische City-Managerin; Thomas Käppler, Referent des Oberbürgermeisters, Kristin Richter und Jana Wienhold, beide verantwortlich für die Leitung des Studentenprojekts; Professor Dr. Christoph Scholz, Rektor der Fachhochschule Dresden und Markus Ulbig; Minister des Sächsischen Staatsministerium des Innern.

 

Der von Kamenz eingereichte Wettbewerbsbeitrag war Resultat eines fundierten Zusammenwirkens. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung, hier besonders der Bereich der Wirtschaftsförderung, erarbeiteet das von der Stadt beauftragte City-Management mit der Fachhochschule Dresden (FHD), dem City-Inititiative Kamenz e.V. dem Kamenzer Fleischerverein sowie weiteren engagierten Bürgern das Konzept den diesjährigen Themenbeitrag.

Ganz im Sinne des diesjährigen Wettbewerbsmottos: „Unsere Stadt: alte Räume – neue Nutzung“ umfasste der Beitrag der Stadt Kamenz inhaltlich zwei selbständige zugleich aber miteinander verbundene Komponenten, mit deren Realisierung die Attraktivität der Innenstadt von Kamenz erhöht sowie an vorhanden Stadträume angeknüpft werden kann. Für beide prägend ist der regionale Gedanke: Zum einen geht es dabei um einen halbjährigen stattfindenden regionalen Nasch- und Probiermarkt, der – anknüpfend an die „Kamenzer Würstchen“ (einer Art Brühwurst bzw. Knackwurst) – an historischen Orten des Fleischereihandwerks, wie z.B. dem Saumarkt oder den Fleischbänken stattfinden soll. Zum anderen soll eine von Studenten der Fachhochschule Dresden bis ins Detail erarbeitete Konzeption für ein Ladengeschäft mit der Bezeichnung „Erdgeschoss“ umgesetzt werden. Erdgeschoss bezieht sich dabei nicht nur auf die Lage des Geschäfts, sondern soll vor allem die Assoziation an das Erdige und Bodenständige, kurz der regionalen Ausrichtung, hervorrufen, da in erster Linie Produkte und Lebensmittel von einheimischen Anbietern angeboten werden sollen.

 

 

David Benedix, Expansionsleiter der EDEKA Grundstücksgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen und Mitglied der Initiative „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“, begründete die Entscheidung der Jury so: „Ein weiterer Anerkennungspreis geht an eine Stadt, die Aspekte zusammenfügt mit der Gesamtzielsetzung, die Innenstadt kontinuierlich durch Handel und Veranstaltungen zu beleben. Bestimmte Voraussetzungen in dieser Stadt, wie in vielen anderen Städten sind leerstehende Immobilien.“ Nach Darstellung einiger Details des eingereichten Wettbewerbsbeitrags kommt er zu dem Fazit: „Besonders lobenswert ist bei diesem Projekt, dass sehr, sehr viele Akteure hier zusammengearbeitet haben. Für das Projekt „Unternehmenswürstchen und Würstchen(T)räume – Spezialitätenladen im ,Erdgeschoss‘ und dem 1. Kamenzer Würstchen- und Regionalmarkt“ erhält die Stadt Kamenz einen Anerkennungspreis in Höhe von 5000 EUR.“

 

 

Mit Stolz wurde dieser Preis auf der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs in Plauen von den Kamenzer Vertretern, unter ihnen Anne Hasselbach als städtische City-Managerin, Professor Dr. Christoph Scholz, Rektor der Fachhochschule Dresden und Thomas Käppler, Referent des Oberbürgermeisters von Kamenz, aus den Händen des Ministers des Sächsischen Staatsministerium des Innern, Markus Ulbig, entgegengenommen.  

29.11.2017 - 16.12.2017

24.11.2017: Einkaufsnacht in Kamenz - Ein Rückblick

Erleben wir das Beste – Nachtshopping mit Kunsthopping …

… oder was es mit Wurst, Forst und Post auf sich hatte

„In dieser Nacht der Nächte - Die uns so viel verspricht - Erleben wir das Beste“, singen die Toten Hosen in ihrem Lied „Tage wie diese“. Dies wäre sicher auch eine Charakterisierung, mit der man für die Kamenzer Einkaufsnacht mehr als leben könnte. Die Initiatoren, Verantwortlichen, Mitstreiter und Unterstützer haben ganze Arbeit geleistet. Es war für jeden etwas dabei, wie die nachfolgenden Bilder verdeutlichen. Diese Einkaufsnacht war breit aufgestellt, dank auch der Kunstaktionen, die an diesem Tag stattfanden. Alle Beteiligten zu benennen oder zu „bebildern“ – sowohl die Gewerbetreibenden als auch die Künstler – ist leider nicht möglich. Insofern stehen die hier Aufgeführten stellvertretend für die vielen anderen, die sich engagiert für diesen Eventabend eingesetzt haben. Daran ändern auch die teilweise nicht so guten Witterungsbedingungen nichts, die aber vielleicht dafür mitsorgten, dass Geschäfte und Ausstellungsräume noch etwas stärker frequentiert wurden. Die Kamenzer und ihre Gäste jedenfalls ließen sich den Abend durch den Regen nicht verdrießen.

Neben dem städtischen City-Management, der City-Initiative und dem Verein  „Metamorphose – Kunst in Kamenz“, die sicherlich den Hauptanteil zum Gelingen beigetragen haben, sei auch der ewag kamenz, Ostsächsische Sparkasse, der thomas neumann Ingenieurgesellschaft mbH, der Barmenia-Versicherung an dieser Stelle ausdrücklich gedankt. Und die von der Stadt Kamenz beigesteuerten ca. insgesamt 3.000 EUR (für das städtische City-Management und die City-Initiative) sind – so das Fazit – gut angelegtes Geld.

Ach so, wie war das doch mit der Wurst, dem Forst und der Post … Ganz einfach: Vor seiner Performance hatte Utz Pannike aus Dresden die Besucher des Gebäudes der „Alten Post“(!) nach Gedanken, Worten und Begriffen gefragt, die ihnen spontan einfallen würden. Da war von Anmaßung, Vergebung, bis hin zur Kamenzer Wurst sowie Alte Post alles dabei. Diese Worte und mehr wurden an die Wand projiziert und waren Grundlage für märchenhafte, groteske und absurde Geschichten mit Kamenz-Bezug, die Utz Pannike mit der Gitarre zum Besten gab, darunter eine angehende Reimpassage mit Wurst, Forst, Post, was man fast nicht glauben kann, denn diese drei Wörter sind doch auch recht unterschiedlich. Wer Spaß an Wortspielerei hat, kam hier voll auf seine Kosten, was aber für die anderen Darstellungsformen an diesem Abend natürlich auch konstatiert werden kann. 

Insgesamt ein schöner Abend, an den sich alle Beteiligten und Besucher sicher noch lange erinnern werden!

 

29.11.2017 - 08.12.2017

Model im Regen vor der Modenschau „Lingerie noir“, die trotz schlechtem Wetter durch das Wäschegeschäft HAUTNAH zwei Mal durchgeführt wurde. Respekt!
Nicht nur mit einem großen Spielzeugangebot lockte das Spielwarengeschäft Herrnsdorf.
Utz Pannike bei seinen Wort- und Geschichtenimprovisationen in der „Alten Post“.
Die Ballon & Luftschiff Sachsen Großmann & Söhne GbR aus Haselbachtal war auf dem Markt nicht zu übersehen und sorgte hin und wieder auch für Wärme.
TEN SING - Das JugendMusikProjekt der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Kamenz sorgte den Räumlichkeiten der Genossenschaft „Neue Altstadt Kamenz eG“ für gute Stimmung.
Außergewöhnliches fand sich im Blumengeschäft „Anlaufpunkt“: Hier wurden die nächtlichen Besucher mit reizvollen floralen Adventsarrangements überrascht.
Dicht belagert war auch wieder das Ausgabefenster von PWM Partyservice Weizel + Müller auf der Bautzner Straße, gemeinhin als Suppen-Müller bekannt. Heiß begehrt sein Burger!
Hier im Innenhof der „Alten Post“ wollte Tony Harwood im Rahmen seiner Installation mit bemalten und in verschiedenen Farben angeleuchteten Baumstämmen einer Rauchzeremonie der Aborigines möglicherweise vorhandene negative Energien beseitigen.
U.a. durch die Complex Veranstaltungs GmbH wurden die Räume im Gebäude der „Alten Post“ gekonnt in Szene gesetzt.
Auch im Gebäude der Genossenschaft „Neu Altstadt Kamenz eG“ gab es ein Kommen und Gehen, aber auch langes Verweilen.
12. Open-Air-Disco Marktplatz? Die weit über dem Platz schwebende und angestrahlte Disco-Kugel erzeugte mit ihren Lichteffekten auf dem Marktplatz eine ganz besondere Atmosphäre.
Blick in die Zwingerstraße, wo u.a. die Gaststätte „Edelweiss“ bei Rostbratwurst, Fischsemmeln, Glühwein u.v.m. zum Verweilen einlud.
Noch ein Beispiel der Licht-Illumination der Complex Veranstaltungs GmbH am Renaissance-Portal der „Alten Post“.
In den Räumlichkeiten der Stadtwerkstatt zeigten u.a. Wesley Wuttke eigene Musik-Videos und Sandro Schneider effektvoll verfremdete Fotografien mit Kamenz-Motiven.
20.11.2017: Kamenz kauft Werk von Angela Hampel an

Werkankauf durch die Stadt Kamenz

Dr. Sören Fischer, Kurator des Sakralmuseums St. Annen, präsentiert den Ankauf des Museums.

Die 1956 in Räckelwitz geborene Künstlerin Angela Hampel zählt seit Jahrzehnten zu den festen Größen in der sächsischen Kunstlandschaft. Seit ihrem Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, das sie von 1977-1982 absolvierte, ist sie freischaffend tätig und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. So erhielt sie 1986 den Preis des Staatlichen Kunsthandels der DDR, 1990 den Marianne-Werefkin-Preis und war 1998 Trägerin des Ohio Arts Council-Austauschstipendiums in Cleveland (USA). 2014 nahm sie an der Dresdener OSTRALE teil. In zahlreichen Ausstellungen und Projekten führte sie den Betrachtern immer wieder ihre ausdrucksstarke, stark gestisch bestimmte und mit erotischen Untertönen spielenden Bildwelten vor Augen. Dass diese oft von starken, teils viril erscheinenden Frauenfiguren belebt werden, ist ein Charakteristikum ihrer Arbeiten.

Die Städtischen Sammlungen Kamenz konnten ihren Bestand an Kunstwerken von Angela Hampel nun mit einem herausragenden Blatt erweitern. Angekauft wurde die signierte, großformatige Farbalgrafie „Salomé“, die um 1990 in einer Auflage von 20 Exemplaren entstanden ist. Dargestellt ist die biblische Frauenfigur Salomé, die laut des Neuen Testamentes für den Tod von Johannes dem Täufer verantwortlich war: Durch ihren Tanz soll sie den Herrscher Herodes derart in Verzückung gebracht haben, dass dieser ihrem Wunsch, den Johannes zu köpfen, nachkam. Hampel widmet sich diesem christlichen Thema schonungslos. Mit toten Augen liegt das Haupt des Johannes auf einem Teller, während sich Salomé verstohlen vom Betrachter wegdreht.

„Mit dieser christlichen Thematik“, so Dr. Sören Fischer, der Kurator des Sakralmuseums, „erweitert die Druckgrafik auf eindrückliche Weise den neuen Sammlungsschwerpunkt des Museums. Dieser widmet sich seit 2014 dezidiert religiösen Themen in der zeitgenössischen Kunst und umfasst bereits Arbeiten u.a. von Michael Klipphahn Franziska Junge, Rosanna Merklin sowie Nadine Prange.“

Hampels Blatt weist auch vielfache Verbindungen mit den Kunstschätzen des Sakralmuseums auf. So sieht man Johannes den Täufer ebenfalls auf dem 1542 von Wolfgang Krodel d. Ä. ausgeführten Bildpaar „Gesetz und Gnade“ sowie auf dem kostbaren Epitaph des Kamenzer Malers Andreas Dressler, das um 1604/05 entstanden sein dürfte. Weitere Informationen: www.sakralmuseumkamenz.de

20.11.2017 - 29.11.2017

17.11.2017: Werbung in der Planwirtschaft?

"Es gab doch nichts!"

 

Na ja, ganz so schlimm, wie in der Unterüberschrift ironisch behauptet, war es wohl nicht. Dies verdeutlicht auch die am Mittwoch, dem 15. November 2017, in der Stadtgeschichte eröffnete neue Sonderausstellung. Sie wendet sich einem spannenden und zugleich überraschenden Gegenstand zu. Unter dem Titel „Reklamehelden“ stellt sie DDR-Werbefiguren aus der Sammlung des Putzkauers Frank Lange vor, der nach der kurzen Ansprache der Leiterin der Städtischen Sammlungen, Dr. Sylke Kaufmann, auch selbst zu Wort kam. Kuratiert wurde diese kleine, aber feine Sonderausstellung von der Mitarbeiterin der Städtischen Sammlungen Kamenz, Ragnit Michalicka, die u. a. auch für die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Kaffeeklatsch im Malzhaus“ verantwortlich zeichnet.

 

Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung. Im Hintergrund links der Sammler Frank Lange, der dankenswerterweise viele „Reklamehelden“, aber auch Heldinnen, für diese Ausstellung zur Verfügung stellte.

 

Wer in der DDR aufgewachsen ist, wird sich sicher noch an die Tausend Teletipps im Fernsehen erinnern, wo viele dieser Figuren zu sehen waren. Oder an den Minol-Pirol, die Werbefigur der einzigen Tankstellenkette der DDR.

Mit dieser Figur nahm auch die Sammelleidenschaft von Frank Lange ihren Anfang. Der passte wunderbar zu Minol-Tankwagen und -Tankstelle. Der Minol-Pirol schärfte den Blick für weitere DDR-Werbefiguren, deren Vielfalt so manchen erstaunen lässt.

Bereits während der Schulzeit hat Frank Lange die Spielzeug-Sammelleidenschaft gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen. Es sind die zahlreichen Spielzeug- und Modellautos, Tankstellen, Schiffe, Flugzeuge und Eisenbahnen aus DDR-Produktion, die sein junggebliebenes Sammlerherz auch heute noch höherschlagen lassen.

Die meisten Werbefiguren wurden Mitte der 1950er- bis Mitte der 1960er-Jahre entwickelt. Das Mux-Männchen, der Spezitex-Detektiv, Meister Malimo oder das MZ-Männchen entstanden in dieser Zeit und gehören in den Bereich der Produktwerbung.

 

In dieser Form und Größe kennt man „Johanna“, die Werbefigur für das Fewa-Waschmittel, bestimmt noch nicht.

 

Daneben gibt es auch Figuren wie das Messemännchen oder Florinchen, die eher unter die Rubrik Maskottchen fallen. Die langesche Sammlung weist zudem viele nicht individualisierte Püppchen auf, die Uniformen bzw. Anzüge von Volkspolizei, Feuerwehr, Gesellschaft für Sport und Technik usw. tragen oder die lediglich mit einem kleinen Firmenlogo versehen wurden.

Bereichert und erweitert wird die kleine Ausstellung durch Figuren wie Pittiplatsch und Sandmännchen, welche als Botschafter des Deutschen Fernsehfunks in großer Zahl Einzug in die Spielzeugkisten hielten.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 28. Januar zu den Öffnungszeiten des Museums der Westlausitz. Ein Ausflug in die – doch noch relativ nahe – Vergangenheit lohnt sich.

17.11.2017 - 29.11.2017

17.11.2017: Oratorium wird per Video am 25.11.2017 aufgeführt

Anlässlich der Übertragung des Patronats der Heiligen Maria Magdalena über die Stadt Luban (Lauban) entstand das Oratorium mit dem Titel „Jubilate Deo omnis terra“. Dazu waren vor etwa 1½ Monaten auch Mitglieder Kamenzer Pfarrgemeinde nach Luban eingeladen worden, wo mit polnischen Sängern dieses Oratorium in kürzester Zeit einstudiert und am 24. September 2017 erfolgreich aufgeführt wurde.

Am Sonnabend, dem 25. November 2017, 13.30 Uhr wird nun im Kamenzer Rathaus im Ratssaal das Oratorium „Jubilate Deo omnis terra“ in Form einer Videoprojektion aufgeführt.

Zu dieser Oratoriumsaufführung, an dem auch ca. 50 Gäste aus Luban teilnehmen, sind die Kamenzerinnen und Kamenzer herzlich eingeladen.

Das gesamte Projekt wurde im Rahmen der EU über das Projekt „Gemeinsame Kultur und Geschichte als Brücke zwischen den Bürgern der Städte Luban und Kamenz - KPF INTERREG Polen – Sachsen 2014 – 2020“ gefördert und finanziert. Dieses Projekt ist ein lebendiges, verdeutlicht es doch, dass die gemeinsame Geschichte, Kultur, Religion und Tradition die wirklichen Grundlagen für eine Verständigung zwischen Menschen und Völkern sind und Ideologien sowie modische Zeiterscheinungen keine Basis für eine bleibende positive Entwicklung unserer Länder und Europas, ja der ganzen Welt sein werden.

Für Kamenz selbst ist es ein Stück gelebte Städtepartnerschaft.

Der Eintritt ist frei.

17.11.2017 - 21.11.2017

 

11.11.2017: Impressionen vom 11.11., 11.11 Uhr in Kamenz

Aller Jahre wieder "stürmt" der KKC am 11.11. das Rathaus. Aber dieses war durch die "Kamenz-Papers" mit dem Flower-Power-Notset für den KKC vorbereitet. Sie haben es mal wieder geschafft. Das Rathaus ist in den Händen der selbsterklärten Narren. Nun wird alles besser! Aber die Hausbesetzung vollzog sich friedlich. Eigentlich wurden die Hausbesetzer herzlich empfangen. Fast war es so, als wollte der Hausherr für diesen einen Moment das Rathaus mal loswerden. Vorausschauend hielt er auch das schon erwähnte Flower-Power-Notfallset bereit, bestehend aus Gotano, Samabalita, Pfeffi, Klarem, (Dichtungs-)Hanf, also mehr zum Abgewöhnen, und einer kleinen Flasche zum Seifenblasen machen. Damit sind die Narren hinreichend ausgerüstet, um die Amtsgeschäfte zu übernehmen. Sie werden schon sehen, was sie davon haben ... - Die Stadtkasse und der Rathausschlüssel werden im Februar bestimmt kleinlaut zurückgegeben oder auch nicht, dann: Freizeit für alle!

11.11.2017 - 20.11.2017

10.11.2017: Neujahrsempfang der Stadt Kamenz im Jahr 2018

Auszeichnung ehrenamtlich Tätiger

In Anknüpfung an die vergangenen Jahre findet auch im Jahr 2018 der Neujahrsempfang der Stadt Kamenz statt. Vorgesehen ist dafür Freitag, der 2. Februar 2018.

Es ist eine schöne Tradition, die seit Jahren in Kamenz gepflegt wird, dass alljährlich zum  Neujahrsempfang, ehrenamtlich tätige Einwohner für ihren Einsatz sowie Personen, die sich Verdienste um die Stadt Kamenz erworben haben, gewürdigt werden. Schon seit Jahren erfreut sich diese Form der Ehrung großer Resonanz. Aus diesem Grund rufen wir alle Vereine, Verbände, Interessengruppen und Bürger auf, Einwohner von Kamenz, einschließlich der Ortsteile, bzw. andere Personen zu benennen, die durch ihr verdienstvolles oder ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise das Leben in der Stadt bereichern oder anderen Einwohnern in unserer Stadt in den verschiedensten Dingen behilflich waren und sind.

Kriterien für die Verleihung der Ehrenmedaille sind u.a.:

1. langjähriges ehrenamtliches Engagement,

2. Einsatz für die Belange der Stadt Kamenz in der Öffentlichkeit,

3. selbstlose Förderung bestimmter relevanter Lebensbereiche in Kamenz,

4. Tätigkeiten, Aktivitäten und Initiativen, die das Wohl der Stadt Kamenz und seiner Bürgerschaft, deren Ziele oder Lebensqualität herausragend fördern.

Die Anzahl der Auszuzeichnenden ist auf 20 Personen begrenzt. Wir bitten deshalb um Verständnis, dass wir je Vorschlag nur eine Person auszeichnen können. Bei der Benennung mehrerer Personen werden wir die erstgenannte auf dem jeweiligen Vorschlag auswählen. Für die anderen müsste dann im nächsten Jahr erneut ein entsprechender Vorschlag erfolgen, es sei denn, es gehen weniger als 20 Vorschläge (gleich Personen) ein, so dass Vorschläge mit mehreren Personen einbezogen werden könnten. Die Vorschläge selbst werden in der Reihenfolge des Einganges in der Stadtverwaltung berücksichtigt. Einwohner/Personen, die in den letzten drei Jahren bereits ausgezeichnet wurden, finden, wie schon in der Vergangenheit gehandhabt, zur Auszeichnung im Jahr 2018 keine Berücksichtigung.

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge und Anregungen – bitte immer auch den Vor- und Zunamen und die Anschrift des Vorgeschlagenen angeben – mit ausführlicher und nachvollziehbarer Begründung bis zum 1. Dezember 2017  an die Stadtverwaltung Kamenz, Referent des Oberbürgermeisters, Markt 1, 01917 Kamenz. Rückfragen sind unter den Telefonnummern 03578/379101 und 379102 möglich.

10.11.2017 - 30.11.2017

09.11.2017: Alles im grünen Bereich - Ein weiterer Schritt in der Marktplatzumgestaltung
Gemeinsam geht es besser (v.l.n.r.): städtische City-Managerin A. Hasselbach, Geschäftsführer Sandro Gebler von „Galand Gebler - Landschafts- und Gartenbau“, OB R. Dantz, Thomas Koch – Vors. der City-Initiative Kamenz sowie Felix Proske von Galand Gebler

 

Am Freitag, dem 3. November war es soweit, die ersten auf dem Marktplatz geplanten Bäume wurden gepflanzt. Auf der Seite gegenüber dem Rathaus haben sieben Blaseneschen ihren neuen Platz gefunden und werden im Frühjahr ihre Blätterpracht entfalten. Die Baumbepflanzung ist Bestandteil einer intensiven Marktplatzumgestaltung, die zum Ziel hat, den Marktplatz und damit die Altstadt zu beleben.

Dazu haben viele beigetragen, u. a. die Gewerbetreibenden selbst, die City-Initiative, das städtische City-Management, das Forstfestkomitee, das Landesamt für Denkmalpflege sowie die Mitglieder im Bau- und Stadtentwicklungsausschuss unter Teilnahme des Ordnungsausschusses, aber schließlich auch der Stadtrat, der am 7. Dezember 2016 die Neugestaltung des Kamenzer Marktplatzes in Form der Bestätigung der Entwurfsplanung und des Baubeschlusses beschloss. 

Diese Form der Erhöhung der Attraktivität des Marktplatzes zu realisieren, war nicht einfach: Zum einen haben Einzelne keinen Vorteil in einer solchen Begrünung gesehen, zum anderen hatte der Denkmalschutz große Bedenken. Letztendlich konnten alle Bedenken entkräftet werden, so dass dieser Begrünung nichts mehr im Weg stand. Ausgeführt wird sie im Auftrag der Stadt von der Firma „Galand Gebler - Landschafts- und Gartenbau“, die im Rahmen der erforderlichen Ausschreibung den Zuschlag erhielt.

 

Und so hoben am Freitag Mitarbeiter dieser Firma, die Erde aus den vorgesehenen Einpflanzungsabschnitten aus, um dann – auch mit Hilfe moderner Technik – die sieben Bäume einzupflanzen. Natürlich sehen sie ohne Blätter sehr herbstlich aus, aber das wird sich, wie schon gesagt, im Frühjahr ändern. Bei der Einpflanzung, so der Geschäftsführer der Firma, Sandro Gebler, wurde auch eine neuartige Einpflanztechnik verwendet.

Ganz deutlich ist am Boden des Wurzelballens der stabilisierende und wachstumsanregende Fäustel zu sehen.

 

Am Wurzelballen des Baumes wird durch eine Eisenspitze (Fäustel) zum einen erreicht, dass der Baum von Anfang an eine höhere Standfestigkeit hat, zum anderen –und das ist vielleicht noch wichtiger – bringt es die Konstruktion der Eisenspitze mit sich, dass der Baum samt Wurzel – natürlich nicht sichtbar – „vibriert“, sich also bewegt. Der Zweck ist ein ganz einfacher: Durch die erzeugte Bewegung des Baumes wird das Wurzelwachsen in einem viel größeren Maße angeregt als es normal möglich wäre und damit erreicht, dass auch dadurch der Baum schneller an Festigkeit gewinnt.  

Einpflanzung der Kupfer-Felsenbirne am Andreasbrunnen

 

Weiterhin sind für den Markt auf der Seite von Rossmann noch drei Kupfer-Felsenbirnen geplant, die allerdings aufgrund des „Forstfestaufmarschgebietes“ in Pflanzkübeln aufgestellt werden, damit sie dann für die eine Woche, ohne die Umzüge zu stören, einen anderen Ort finden. Dagegen werden die zwei Kupfer-Felsenbirnenbäume auf der anderen Seite, am Andreasbrunnen, wie die Blasenebereschen, in das Erdreich eingelassen, was zwischenzeitlich schon geschehen ist. 

Die Verkehrsfreigabe des umgestalteten Marktplatzes ist für den 11. Dezember 2017 geplant. Die offizielle Übergabe an die Öffentlichkeit soll voraussichtlich zu einem Einkaufssonntag im ersten Quartal 2018 stattfinden.

09.11.2017 - 28.11.2017

09.11.2017: Sanierte Ufermauer an der Schwarzen Elster und am Langen Wasser übergeben

Förder- und Eigenmittel gut eingesetzt

 

 

Auch wenn es auf den Bildern nicht ganz genau zu sehen ist, es haben in diesem Uferbereich an der Schwarzen Elster gravierende Veränderungen stattgefunden, ebenso am Langen Wasser. Endlich wurden die durch Hochwasser und das Alter der Uferbefestigung verursachten Schäden beseitigt, so dass am Freitag, dem 27.10.2017 dieser Bereich sowie der anderer am Langen Wasser der Öffentlichkeit übergeben werden konnte. Gemeinsam mit Anwohnern der Uferstraße und Vertretern beteiligter Firmen zerschnitt der Oberbürgermeister symbolisch das rote Band und machte den Weg frei zur offiziellen Nutzung.

 

 

Es waren sicherlich nicht die größten Bauvorhaben in Kamenz, welche mit der Sanierung des Uferbereichs an der Schwarzen Elster und am Langen Wasser in letzter Zeit verwirklicht wurden. Trotzdem ist es ein Grund zur gemeinsamen Freude, dass sich Kamenz wieder ein Stück zum Guten verändert hat. Außerdem war die Übergabe Anlass, um den Firmen sowie allen an diesem Vorhaben Beteiligten zu danken. Denn in diese verhältnismäßig kleinen Bauvorhaben waren Viele eingebunden: das Landesamt für Denkmalschutz, das Landesamt für Umwelt, die Landestalsperrenverwaltung Sachsen, die Fischereibehörde, das Landesamt für Archäologie, die ewag Kamenz, die Fa. Straßen- & Tiefbau Seidel aus Kamenz, das COMMUNALCONZEPT Ingenieurbüro Peter Linke sowie Kabelgesellschaften.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass diese Sanierung, die ja nicht nur die reine Ufermauer betraf, sondern auch der Umverlegung von Medien und der Straßenerneuerung diente, nur mit Hilfe von Fördermittel möglich war. Diese kamen aus dem Programm des Freistaates „Hochwasserschadensbeseitigung 2010“. Die Kosten für beide Vorhaben betrugen gesamt ca. 294.000 EUR, wozu die Stadt Kamenz aber immerhin etwa 55.000 EUR beisteuerte, was sicherlich zu salopp formuliert ist, denn wenn der Eigenanteil nicht aufgebracht werden kann, nützen auch die Möglichkeiten, die durch Fördergelder entstehen, nur wenig.

Vielleicht sollte man mal wieder einen Spaziergang an der Elster und am Langen Wasser in diesen Bereichen machen, um sich selbst zu überzeugen, dass nicht nur der Sicherheit Genüge getan, sondern auch weitgehend der Eindruck eines „natürlich“ wirkenden, vermauerten Ufers erhalten wurde.

09.11.2017 - 17.11.2017

02.11.2017: Impulsvortrag zur Marktplatzbelebung (Termin vorbei)

Seit dem 14. Juli 2007, ausnahmslos an jedem Sonnabend (!) und beginnend immer um 10.30 Uhr, wird der Marktplatz der Stadt Eberswalde unter dem Motto Guten-Morgen-Eberswalde für kurze Zeit zur öffentlichen Bühne vielfältiger Straßenkulturaktionen, die eine spürbare Belebung der anliegenden Geschäfte und der Gastronomie zur Folge haben. Das städtische Citymanagement hat Udo Muszynski von der „Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen“ nach Kamenz eingeladen, um über diese Initiative und seine Erfahrungen zu sprechen. Mit der Neugestaltung des Kamenzer Marktplatzes zeigt sich natürlich auch die Chance , den Marktplatz mit vielfältigen Aktionen zu beleben und ihn zur „Guten Stube“ der Stadt Kamenz zu machen und damit die Bürger langfristig wieder mehr an das Stadtzentrum zu binden.

Der Impulsvortrag findet am Donnerstag, dem 2. November um 18.15 Uhr in der Stadtwerkstatt Kamenz statt (Rosa-Luxemburg-Straße 13) Unkostenbeitrag: 5,00 Euro, inkl. Erfrischungsgetränk

Der Abend ist auch gleichzeitig Gelegenheit, die Stadtwerkstatt kennenzulernen, mit Kamenzer Akteuren und der Stadtverwaltung zum Thema ins Gespräch zu kommen. 

Rückmeldungen erbeten unter: studio@annehasselbach.de

01.11.2017

27.10.2017: Oberbürgermeister begrüßte neue Erdenbürger

Kugel-Robinie wurde am Bönischplatz gepflanzt

Eine schöne Tradition, welche schon seit 2005 währt, fand am vergangenen Sonnabend mit dem zweiten Neugeborenenempfang in diesem Jahr, ihre Fortsetzung.

Nach dem Fototermin im Trausaal der Stadtverwaltung füllte sich der Ratssaal rasch mit Eltern, Großeltern, Geschwistern und natürlich den Hauptpersonen - die neuen Erdenbürger.  Die auf Ihre ganz eigene Art die Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Oberbürgermeister Roland Dantz konnte dieses Mal 36 Kinder (17 Mädchen und 19 Jungen) begrüßen.  Neben den Begrüßungsworten erhielten die „Neuankömmlinge“ bzw. deren Eltern als Begrüßungsgeschenk ein Fotoalbum. Das Gruppenfoto, welches während des „Fotoshootings“ zu Beginn der Veranstaltung entstand, wird allen Beteiligten in den nächsten Tagen zugesandt.

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von Jakob Althaus, Schüler der Regionalstelle Kamenz der Kreismusikschule Bautzen. Auf dem Flügel spielte er folgende Stücke Yoda`s Theme sowie Princess Leia`s Theme von John Williams.

Nachdem offiziellen Teil im Rathaus zog eine Kinderwagenkarawane zum Bönischplatz. Dort wurde mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern eine Kugel-Robinie gepflanzt, die symbolisch das Leben und die Entwicklung der Kinder begleiten soll.

27.10.2017 - 17.11.2017

24.10.2017: Ausschreibung von Grundstücken (beendet)

Öffentliche Ausschreibung von Grundstücken

Die Große Kreisstadt Kamenz schreibt das nachfolgend näher beschriebene Flurstück Nr. 46 der Gemarkung Kamenz zum Verkauf aus.

 

Lagebezeichnung:                                          Kamenz Pulsnitzer Straße 10

Gemarkung:                                                   Kamenz

Flurstück:                                                       46   (mit einer Größe von 1.030 m²)

                                                                              

Standortbeschreibung:

Das ausgeschriebene Flurstück liegt im Sanierungsgebiet „Altstadt Kamenz“ an der Pulsnitzer Straße, mitten im Zentrum der Großen Kreisstadt Kamenz. Im rechtskräftigen Flächennutzungsplan der Großen Kreisstadt Kamenz ist das Gebiet, in welchem das zum Verkauf ausgeschriebene Flurstück liegt, als gemischte Baufläche entsprechend § 1 Abs. 1 Nr. 2 BauNVO ausgewiesen.

Die Stadt Kamenz hat sich in den letzten Jahren durch weitblickende Städtebau – und Wirtschaftspolitik zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort entwickelt.  Mit der Ansiedlung und Erweiterung der Deutschen Accumotive GmbH & Co.KG gilt die Stadt Kamenz als Kompetenzzentrum für die Elektromobilität.

 

Objektbeschreibung:   

Das Flurstück Nr. 46 Gem. Kamenz ist mit einem sanierungsbedürftigen, teilunterkellerten Wohn – und Geschäftshaus mit zwei Seitenflügeln und einem Hinterhaus bebaut.  

Auf dem Flurstück Nr. 46 der Gem. Kamenz befindet sich eine denkmalgeschützte Inschriftentafel, welches zu erhalten ist.

Das Flurstück ist voll erschlossen.  Die Ablösung des Ausgleichbetrages für das Flurstück Nr. 46 gemäß § 154 Baugesetzbuch (BauGB) im festgelegten Sanierungsgebiet „Altstadt Kamenz“ erfolgt mit der Kaufpreiszahlung.

In Abteilung II des Grundbuches von Kamenz Blatt 718 ist unterlaufender Nummer 1 der Sanierungsvermerk eingetragen, welcher vom Käufer zu übernehmen ist. Abteilung III ist lastenfrei.

 

Gestaltung:                                                      

Die Ausschreibung des Flurstückes Nr. 46 der Gemarkung Kamenz erfolgt zum Zwecke der Neugestaltung und Neuordnung. Vorrangig ist die vorhandene Bebauung zu sanieren und einer neuen Nutzung zu zuführen, wobei für die Seitenflügel als auch das Hinterhaus ein Abriss möglich ist. Je nach Nutzungskonzept ist eine Nutzung des Erdgeschosses eventuell auch des Oberschosses als Gewerberäume möglich.

Das zulässige Maß der baulichen Nutzung richtet sich nach § 17 Abs. 1 BauNVO, die Bestimmungen und Festlegungen der Sanierungssatzung „Altstadt Kamenz“ sind einzuhalten.

Abbruch – und Sanierungsarbeiten sind bei dem ausgeschriebenen Objekt Förderfähig (Städtebaufördermittel).

Das Sachgebiet Stadtsanierung der Stadtverwaltung Kamenz berät potenzielle Erwerber gern über die Möglichkeiten der Förderung und erstellt unter Einbeziehung des Sanierungsberaters der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG ein Fördermodell. Dafür sind durch den Kaufinteressenten erste Vorstellung zur künftigen Nutzung des Objektes mitzuteilen.

Diese Gespräche sollten bereits im August 2017, aber spätestens bis zum 15. September 2017 geführt werden, um damit eine wichtige Grundlage für ein Angebot zu schaffen. Für Terminvereinbarungen steht Ihnen die Sachbearbeiterin Stadtsanierung Frau Bobke (Tel.: 03578 379213) gern zur Verfügung.

 

Kaufpreis:                                                         

Der Kaufpreis beträgt mindestens                                           16.000,00 EUR

 

Der Kaufpreis ist auf der Grundlage des Gutachtens zur Ermittlung des Verkehrswertes vom 24. April 2017 ermittelt worden.

Der Erwerber trägt sämtliche mit dem Vollzug des Kaufvertrages verbundenen Kosten.  

 

Wertung der Angebote:

Die Zuschlagserteilung erfolgt nach der städtebaulichen Gesamtkonzeption und Kaufpreisangebot.

Mit Abgabe des Angebotes sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Investitions- Nutzungskonzept
  • Nachweis der gesicherten Finanzierung
  • Verpflichtung des Bieters zur Umsetzung des Investitions – und Gestaltungskonzeptes innerhalb von 3 Jahren nach Abschluss des Kaufvertrages (Datum der Beurkundung)

 

 

Ausschreibungsbedingungen:

  1. Die Ausschreibung ist öffentlich. Jedermann (Bieter) ist berechtigt ein Angebot mit Nutzungskonzept, in welchem die künftige Nutzung detailliert beschrieben ist einzureichen.

Das jeweilige Gebot ist in einem verschlossenen Briefumschlag, der die Beschriftung - Ausschreibung „Pulsnitzer Straße 10 - Flurstück Nr. 46 “; Bitte nicht öffnen -  tragen muss, einzureichen.

  1. Das Gebot ist betragsmäßig bezüglich des Kaufpreises fest beziffert einzureichen. Der Bieter hält sein Gebot bis 30.01.2018 aufrecht.
  2. Die Angebotsannahme erfolgt auf der Grundlage der VwV kommunale Grundstücksveräußerung vom 08.08.2003 und wird entsprechend § 28 Abs. 1 SächsGemO durch den Stadtrat von Kamenz in öffentlicher Sitzung erfolgen.
  3. Gebote müssen spätestens bis zum 27.10.2017 bei der

 

Stadtverwaltung Kamenz
Dezernat II – SG Stadtentwicklung u. Bauwesen
Markt 1
01917 Kamenz

 

eingegangen sein.

 

Für weitere Informationen und Einsichtnahme in die Wertgutachten, Katasterpläne steht Ihnen während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung Kamenz das Dezernat Stadtentwicklung/Soziales, Dezernentin Frau Schirack Telefon 03578/3792210 oder FAX 03578/379298 gern zur Verfügung.

24.10.2017 - 01.11.2017

23.10.2017: "Wucherungen II" - Ausstellung in Königshain

Kamenzer Künstler führte persönlich durch die Ausstellung in Königshain

Am vorangegangenen Sonnabend führte der in Görlitz geborene und heute in Kamenz lebende Künstler Egbert Kasper persönlich durch seine Ausstellung „Wucherungen II“, die im Schloss Königshain bei Görlitz – anlässlich seines 60. Geburtstages – ausgerichtet wurde. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt des Landkreises Görlitz mit den Städtischen Sammlungen der Stadt Kamenz.

 

 

In der Ankündigung zu dieser Ausstellung hieß es: „Auch die Königshainer Ausstellung widmet sich dem zentralen Themenfeld im grafischen, zeichnerischen wie plastischen Schaffen von Kasper: Dem Wachsen, Werden und Vergehen, das der Künstler mit hoher künstlerischer Sensibilität und einer ausgeprägten Nähe zur Natur in seinen Arbeiten erforscht und ins Bild setzt.“ Bezugspunkt war hier die zuvor unter dem Titel „Wucherungen I“ in Kamenz stattgefundene Ausstellung. Dabei wurden jetzt nicht einfach die Werke des Künstlers aus Kamenz nach Königshain geschafft und eine nahezu identische Ausstellung des Schaffens von Egbert Kasper gezeigt, sondern handelte es sich um ein eigenständige Präsentation.

 

Vor dem Objekt „Unter Beobachtung“ (Ansicht - ehemalige Justizvollzugsanstalt, Magdeburg) aus Holz, Tannen-Nadeln, Ton, Acryl von 2015) hört der Kultursekretär Joachim Mühle den Ausführungen aufmerksam zu.

 

Die Räumlichkeiten im Schloss Königshain boten andere Möglichkeiten, um in einer Art Retrospektive die Werke des Künstlers zu zeigen. Er hatte dazu nicht eine streng chronologische Anordnung und Hängung gewählt, was sich ja auch angeboten hätte, vielmehr kontrastierte er Werke aus verschiedenen Phasen seines Schaffens, um somit das Augenmerk eher auf die ästhetische Qualität zu lenken sowie die Vielfalt seiner künstlerischen Möglichkeiten zu zeigen. In seiner Führung wurde auch deutlich, wie komplex und kompliziert das künstlerische Schaffen ist, was die Loslösung von künstlerischen Vorbildern, das Selbständigwerden des Künstlers und das Erarbeiten von individuellen Ausdrucksmöglichkeiten sowie die Breite seines Schaffens einschließt. Dieses bezeugt die Ausstellung eindrucksvoll. So sei erwähnt, dass er u.a. nicht gegen das Material vorgeht, welches ihm als Ausgang seines Kunstwollens – wie z.B. Bronze, Holz oder andere Naturmaterialien – dient. Sie sind für ihn zum einen schon bedeutungsvoll an sich, haben also einen Eigensinn, den es zu respektieren gilt, zum anderen arbeitet Egbert Kasper mit künstlerischer Akribie neue ästhetische Gestaltqualitäten heraus.

 

Blick in den Raum mit Holz-, Bronze- und Sandsteinarbeiten

 

Hervorzuheben ist bei der Königshainer Ausstellung auch der Umgang mit dem Raum. Es wurde nicht auf „Masse“ gesetzt, was angesichts der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Werke sicher kein Problem gewesen wäre, vielmehr wurde mit einer eher minimalistischen Hängung und Aufstellung der Kunstexponate auf Einklang mit dem Raum gesetzt und z. B. ganz bewusst auch Sichtachsen zwischen den einzelnen Räumen geschaffen. Insgesamt kommt es zu keiner „Reizüberflutung“ durch eine Überzahl von Werken. Die Räume und die darin befindlichen Werke strahlen Ruhe und Harmonie aus, laden zum künstlerischen Meditieren ein. Die Spannungen selbst spielen sich eher zwischen den Werken und deren unterschiedlichen gestalterschen Handschriften ab. Die Ausstellung an diesem Ort lädt den Betrachter zum stillen Verweilen ein.

Im Rahmen seiner Führung dankte Egbert Kasper sowohl den Städtischen Sammlungen der Stadt Kamenz als auch dem Landkreis Görlitz sowie dem Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien – und hier speziell dem Kultursekretär Joachim Mühle – dass diese Ausstellung im Barockschloss Königshain in dieser Form stattfinden konnte. Es war dem Künstler während der Führung anzumerken, dass er es genoß, sich in dieser Art und Weise präsentieren zu können.

 

 

Wer also die Kunstwerke, wie z.B. die Sandsteinarbeit "Und wieder ist es Herbst" (2008), von Egbert Kasper vor Ort betrachten möchte, ihre feine Machart sinnlich erfahren will, dem sei ein Besuch dieser Ausstellung sehr ans Herz gelegt. Noch bis zum 26. November 2017 ist die Ausstellung im Schloss Königshain (Dorfstraße 29 in 02829 Königshain) zu den Zeiten Dienstag bis Donnerstag von 11 bis 15 Uhr und Sonnabend, Sonntag sowie an Feiertage von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Und wer denkt, dass sei für eine Fahrt nach Königshain zu wenig, was so schon nicht stimmt, denn schon die Ausstellung „Wucherungen II“ allein lohnt sich, dem sei darüber hinaus das liebevoll hergerichtete architektonische Kleinod – das Barockschloss Königshain mit französischem Garten – empfohlen. Außerdem bieten sich jetzt im Herbst – angesichts der Laubfärbung – Möglichkeiten zum Wandern an, so z.B. auf oder um den Hochstein mit dem Berggasthof Hochsteinbaude. Somit steht einem reizvollen Wochenendausflug eigentlich nichts mehr im Wege …

23.10.2017 - 10.11.2017

20.10.2017: AZURIT Seniorenzentrum Bautzner Berg feierte Neueröffnung mit offiziellem Festakt und Tag der offenen Tür

Hunderte Interessierte kamen bei herrlichem Herbstwetter

Von 11.00 bis 16.00 Uhr hatten am vergangenen Samstag, den 14. Oktober 2017, alle Interessierten aus nah und fern die Möglichkeit, das neu eröffnete AZURIT Seniorenzentrum Bautzner Berg in Kamenz persönlich in Augenschein zu nehmen.

Der Einladung zum Tag der offenen Tür folgten bei sonnigem Herbstwetter einige Hundert Gäste. Bei den zahlreichen Hausführungen wurden immer wieder die großzügigen Räumlichkeiten und die freundliche Farbgebung des Hauses gelobt. Die beiden Musiker vom Duo Rendezvous aus Kamenz sorgten mit Livemusik auf E-Piano und Gitarre für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung. Die jüngsten Besucher wurden mit einem abwechslungsreichen Kinderprogramm bestens unterhalten. Das AZURIT Catering Team verwöhnte die Gäste mit Deftigem vom Grill und anderen Leckereien aus der hauseigenen Küche.

„Ich freue mich riesig über die große Anzahl an Gästen, die wir an unserem Tag der offenen Tür in unserem Haus begrüßen durften. Es war schön zu erleben, wie groß das Interesse an unserer neuen Einrichtung ist und auf welch tolle Resonanz vor allem die Inneneinrichtung gestoßen ist. Insgesamt waren die Eröffnungsfeierlichkeiten am Freitag und Samstag ein voller Erfolg“, so Kathleen Hanschke, Hausleiterin des AZURIT Seniorenzentrums Bautzner Berg.

Oberbürgermeister Roland Dantz gratuliert der Hausleiterin des AZURIT Seniorenzentrum Bautzner Berg zum erfolgreichen Start.

Am Freitag, den 13. Oktober 2017, war die Senioreneinrichtung mit einem offiziellen Festakt für die Hausbewohner, deren Angehörige und geladene Gäste offiziell eingeweiht worden. Auf die Begrüßung durch Kathleen Hanschke folgten Ansprachen des Oberbürgermeisters der Stadt Kamenz, Roland Dantz, des AZURIT Bereichsleiters Holger Wammers und des Mitglieds der AZURIT Geschäftsführung Marco Linke.

Für besondere Unterhaltung während des Festaktes sorgten die Darbietungen von Kindern aus der Kindertagesstätte „Kunterbunt“ sowie der beiden Musikschüler Marlene und Antonio Mattick. Gemeinsam mit Ines Ulfig, Veranstaltungsplanerin der der Regionalstelle Kamenz der Kreismusikschule, zeigten die jungen Musiker an Gitarre und Violine ihr Können.

Die Kinder der Kindertagesstätte „Kunterbunt“ unterhielten die Gäste der Eröffnungsfeier im AZURIT Seniorenzentrum Bautzner Berg mit ihrer Darbietung.

Im Anschluss an den offiziellen Teil übernahm Christian Mögel aus Dresden am E-Piano die musikalische Unterhaltung. Dann hatten die Gäste auch Gelegenheit, sich bei den Hausführungen mit Hausleiterin Kathleen Hanschke in den neuen Räumlichkeiten umzusehen und sich z. B. über das Betreuungsangebot des Hauses zu informieren. Die Mitarbeiter des Betreuungsteams hatten sich für die Eröffnungsfeier noch etwas Besonderes einfallen lassen: Gemeinsam mit den Hausbewohnern wurde im Vorfeld der Feierlichkeiten Kürbis-Pfirsich-Marmelade gekocht und in Gläser abgefüllt. Jeder Gast und alle Kinder erhielten als kleines Abschiedsgeschenk ein Glas des leckeren Brotaufstrichs.

Ursula Kabitschke (vordere Reihe zweite v. r.) bei ihrer kleinen Ansprache.

Bewegende Worte auch einer Neubewohnerin des Pflegezentrums, Ursula Kabitschke, die öffentlich aussprach, was viele dachten. Sie dankte der Leiterin Kathleen Hanschke und den Mitarbeitern ihres neuen Wohn- sowie Lebensortes und versicherte ihren Kindern, dass sie sich im AZURIT Seniorenzentrum wohl und gut aufgehoben fühlt.

20.10.2017 - 08.11.2017

16.10.2017: Gemeinsames Kulturprojekt zwischen Luban und Kamenz

Ein Oratorium zu Ehren der Heiligen Maria Magdalena

Ein Zeichen der Verbundenheit der Bürger von Luban und Kamenz

30 Kamenzer der Katholischen Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena feierten am 24. September 2017 die Übertragung des Patronats dieser Heiligen über die Stadt Luban (Lauban) mit den Lubanern.

An diesem, dem 24. September, wurde die Heilige Maria Magdalena zur Ortspatronin der Stadt Luban. Hinter diesem Fest steht eine zum Nachdenken anregende und ergreifende Geschichte. Ihre Botschaft ist die der Verständigung.

Kamenz und Lauban haben eine gemeinsame Geschichte

Kamenz und Lauban haben eine jahrhundertelange gemeinsame Geschichte voller Dramatik. Beide Städte des Oberlausitzer Sechsstädtebundes wurden von den Stürmen der Zeit heimgesucht. Schon 1815 wurde die Oberlausitz in Folge der Beschlüsse des Wiener Kongresses geteilt, die Städte Görlitz und Lauban kamen unter preußische Herrschaft, die anderen vier Städte – Bautzen, Zittau, Löbau und Kamenz – blieben sächsisch. In Jahre 1945 wurde im Ergebnis der alliierten Abkommen und des Ausgangs des 2. Weltkrieges die deutsche Bevölkerung aus Lauban vertrieben. Das gleiche Schicksal traf die Vorfahren der jetzigen polnischen Bevölkerung, die durch die Sowjetunion ebenfalls aus ihrer Heimat in Galizien vertrieben wurden. Auf den Vertriebenentrecks gab es viele Opfer. Die durch Kriegseinwirkung fast völlig zerstörte Stadt Luban wurde mit viel Mühe und Engagement der Lubaner wiederaufgebaut, besonders intensiv geschah dies nach 1990.

Die Person der Heiligen Maria Magdalena ist ein Symbol, das Epochen und Menschen verbindet

Der geschichtliche Anlass zur Patronatsübertragung ist der 800. Jahrestag der Ankunft der Magdalenerinnen, Schwestern vom Orden der heiligen Maria Magdalena zur Buße, in Lauban, die seit 1217 ununterbrochen in Lauban im Geiste der caritativen Liebe wirkten. Auch in Kamenz waren die Magdalenerinnen und betrieben im „Spittel“ das erste Hospital. Die katholische Pfarrkirche und die Pfarrgemeinde in Kamenz sind ebenfalls der Hl. Maria Magdalena geweiht. Die Gestalt der Maria Magdalena ist voller Geheimnisse. Der biblischen Tradition gemäß war sie die erste Person, welche dem auferstandenen Jesus begegnete und die diese Begegnung auch gegen das Misstrauen Anderer bezeugte.

Das Oratorium „Jubilate Deo omnis terra“ wir dreisprachig aufgeführt

Diese angenommene Kraft des Heiligen wirkt ersichtlich in viele gesellschaftliche Bereiche hinein, besonders auch in die Kunst der Malerei und der Musik. So wurde im Auftrag der Stadt Luban ein Oratorium zu Ehren der Maria Magdalena komponiert. Dieses Oratorium ist dreisprachig: Es kommen darin lateinische, polnische und deutsche Passagen vor und dies ganz bewusst, denn mit diesem Werk und dem gesamten Ereignis soll die Verständigung zwischen den Menschen, besonders der Polen und Deutschen auf eine höhere Ebene gebracht werden. Ja, um das Fazit des offiziellen Vertreters der Stadt Kamenz, Jörg Bäuerle – Stadtrat und ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters –, vorwegzunehmen: „Dies ist auch gelungen!“

Eigentlich ist die Aufführung dieses Oratoriums, welches den Titel „Jubilate Deo omnis terra“ (Lobet Gott in aller Welt) trägt, ein kleines Wunder. Nur ein paar Tage vor der geplanten Uraufführung am 24. September war das Werk fertig komponiert. Keiner der mehr als 30 Musiker und der insgesamt mehr als 100 Sänger hatte bis zum Mittwoch eine Note gesehen. Zwei Tage probten die Musiker und die polnischen Sänger und am Sonnabend, dem 23. September kamen dann die Kamenzer dazu. Eigentlich könnte man sich unter diesen Umständen sehr wohl eine angespannte Situation vorstellen, sie war es aber nicht.

Die Kamenzer haben das Ihrige zum Gelingen der Aufführung beigetragen

Als die Kamenzer Delegation eintraf, wurde als erstes dem „Geburtstagskind“, Margarethe Piesche, gratuliert, dann ging es zur Probe. Es war für alle Kamenzer Teilnehmer ein bleibendes Erlebnis, die lebendige Atmosphäre bei den Proben sowie überhaupt die Gastfreundschaft der Lubaner zu erleben. Insgesamt war die Atmosphäre in der Stadt Luban am Sonntag eindrucksvoll. Um 11 Uhr wurde vom Lubaner Museum der historische Einzug der Schwestern dargestellt. Davor fand eine festliche Stadtratssitzung in der Anwesenheit der Abgeordneten des Sejms, von Regierungsvertretern, der Geistlichkeit, des gesamten Stadtrates von Luban und den Vertretern der Städte des Sechsstädtebundes statt. Die Heilige Messe im Zentrum der Stadt war der erste Höhepunkt des Tages.

Zu Beginn der Messe verlas der Diözesanbischof von Legnica (Liegnitz) die Urkunde des Vatikans zur Übertragung des Patronats der Heiligen Maria Magdalena über die Stadt Luban. Obwohl das Wetter eher ungünstig war, es regnete teilweise heftig, waren die Lubaner so zahlreich erschienen, dass viele Menschen die Messe nicht direkt erleben konnten. Etwa gegen 14 Uhr bewegte sich die Prozession unter Führung vieler Priester und des Bischofs zur Pfarrkirche. Hier, vor der Pfarrkirche, wurde dann eine neue Statue der Heiligen geweiht.

Dann begannen die Vorbereitungen für die Uraufführung des Oratoriums. Selbst die Vertreter der Stadt Kamenz waren etwas unruhig, da sie ja die Einzelheiten und die vermeintlichen Schwierigkeiten kannten.

Das gesamte Werk hinterließ bei den Zuhörern tiefe Eindrücke, was auch daran lag, dass alle Mitwirkenden deutlich hör- sowie sichtbar in die Aufführung eingebunden waren. Besonders ist der Mut und das Können der Kamenzer hervorzuheben. Es waren alles Laien im musikalischem Bereich, aber, so Jörg Bäuerle, es ist gelungen und geklungen hat es wie bei den Profis. Dafür sprach er allen Kamenzer Teilnehmern ein großes Kompliment aus. Nicht nur am Rande sei erwähnt, dass dann – trotz eines gemeinsamen, auch sehr deftigen Essens – die danach geplante Rückfahrt für viele der Kamenzer Sänger und Sängerinnen dann eigentlich doch zu früh kam.

Für Kamenz ist eine Videoaufführung des Oratoriums im November geplant

Wenn die Planung aufgeht, wird am 25. November d.J. in Kamenz eine Abschlussveranstaltung stattfinden, in deren Verlauf auch das Video von der Uraufführung des Oratoriums gezeigt wird. Der genaue Ablauf wird noch zeitnah bekannt gegeben, so dass für interessierte Bürger von Kamenz die Möglichkeit besteht, diese Aufführung vor Ort miterleben zu können.

Das gesamte Projekt wurde im Rahmen der EU über das Projekt „Gemeinsame Kultur und Geschichte als Brücke zwischen den Bürgern der Städte Luban und Kamenz - KPF INTERREG Polen – Sachsen 2014 – 2020“ gefördert und finanziert. Dieses Projekt ist ein lebendiges, verdeutlicht es doch, dass die gemeinsame Geschichte, Kultur, Religion und Tradition die wirklichen Grundlagen für eine Verständigung zwischen Menschen und Völkern sind und Ideologien sowie modische Zeiterscheinungen keine Basis für eine bleibende positive Entwicklung unserer Länder und Europas, ja der ganzen Welt sein werden.

Der stellvertretende ehrenamtliche Oberbürgermeister schaut hoffnungsfroh in die Zukunft

Für gläubige Christen, findet Jörg Bäuerle, ist die Heilige Maria Magdalena eine Hilfe bei der spirituellen Erneuerung und eine Mittlerin für die Verständigung. Rückblickend auf dieses bemerkenswerte Erlebnis stellt er fest: „In bleibender Erinnerung werden auch die intensiven Gespräche der Gäste – von den Sechsstädten war der Zittauer Oberbürgermeister Thomas Zenker, von Bautzen Finanzbürgermeister Dr. Robert Böhme anwesend – mit den Vertretern aus Luban unter der Führung des Lubaner Bürgermeisters Arkadiusz Słowiński bleiben. Zu den Gesprächspartnern an diesem Tag zählten ebenfalls der Bürgermeister Heiko Driesnack aus Königsbrück als Vertreter des Landkreises Bautzen sowie Herr Becker aus Königslutter als Vertreter des Förderkreises „Lubania“ des Vertriebenenverbandes.

Es wäre erfreulich, wenn dieses, heute doch noch recht seltene Ereignis einer Übertragung eines Patronats einer Heiligen über eine ganze Stadt, uns zum Nachdenken über unsere Basis und Traditionen bringen würde und wir auch dadurch hoffnungsfroh in die Zukunft schauen können.“

(Nach Zuarbeit von Jörg Bäuerle, Stadtrat und Ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters)

16.10.2017 - 26.10.2017

16.10.2017: Veranstaltung in der Frauenkirche Dresden

Dieter Schlafke - Der Schäfer der Frauenkirche

Ein Gespräch zwischen ihm und dem Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche Dresden und früheren Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, am Donnerstag, dem 19. Oktober 2017 in der Unterkirche der Frauenkirche Dresden. Zugang zur Veranstaltung ist über Eingang F.

Der heutige Kamenzer Dieter Schlafke ließ von 1953-1960 seine Schafe vor der Ruine der Frauenkirche weiden.

Für viele Dresdner ist das Foto der vor der Ruine der Frauenkirche weidenden Schafe ein Sinnbild für das Leben im Dresden der Nachkriegsjahre: Über manches ist erstes zartes Gras gewachsen, dennoch erinnern schmerzende Wunden an das, was war.

Kaum einer entdeckt auf dem Bild aber jenen, der die Schafe zur Kirche geführt hat: Dieter Schlafke, liebevoll auch »der Schäfer der Frauenkirche« genannt. Frank Richter hat den heute 83-Jährigen ausfindig gemacht und in die Frauenkirche eingeladen. Im gemeinsamen Gespräch über Lebenserinnungen und -erfahrungen wird es um den biblischen Beruf des Schäfers ebenso gehen wie um die ganz irdischen Bedingungen im damals neu entstehenden Dresden sowie um den Glauben als beständig tragende Kraft.

Hinweis: Der MDR hat für die Reihe "Glaubwürdig" ein Portrait von Schäfer Schlafke produziert (Erstausstrahlung: 7. Oktober 2017, 18:45 Uhr), welches voraussichtlich auch im Rahmen der Veranstaltung gezeigt wird. 

Der Eintritt ist frei.

Besucherdienst & Ticketservice

Georg-Treu-Platz 3, 1. OG
01067 Dresden

Öffnungszeiten:    
Mo bis Fr 9:00-18:00 Uhr
Sa 9:00-15:00 Uhr

Tel. (0351) 656 06 701
Fax (0351) 656 06 703  
ticket@frauenkirche-dresden.de

16.10.2017 - 20.10.2017
23.09.2017: Gemeinsames Kulturprojekt zwischen Luban und Kamenz

Feier der Übertragung des Patronats der Heiligen Maria Magdalena über die Stadt Luban (Lauban)

Am 24. September 2017 ist nicht nur die Bundestagswahl, sondern auch ein Ereignis, an dem sich Bürger unserer Stadt beteiligen, welches länderübergreifend ist: Die Stadt Luban (Lauban) in Polen bekommt an diesem Tag das Patronat der Heiligen Maria Magdalena übertragen. Die Patronatsübertragung wurde von Seiten der Lubaner Bürgerschaft bei der Stadtverwaltung und der Pfarrei beantragt und von Rom bestätigt.

Dazu gibt es ein Projekt „Gemeinsame Kultur und Geschichte als Brücke zwischen den Bürgern der Städte Luban und Kamenz“ - KPF INTERREG Polen – Sachsen 2014 – 2020. Das Projekt wird über die Europäische Union gefördert und finanziert. Der Vertrag zwischen den Städten wurde von beiden Stadträten beschlossen, auch in Kamenz wurde am 14.06.2017 der Beschluss dazu einstimmig gefasst.

Die Stadt Kamenz ist in besonderer Weise damit verbunden; die katholische Pfarrgemeinde von Kamenz steht ebenfalls unter dem Patronat der Heiligen Maria Magdalena und es gibt vielfältige Kontakte auch auf kommunaler Ebene auf Basis des Sechsstädte-Konvents. In Vertretung des Oberbürgermeisters wird Jörg Bäuerle, Stadtrat und ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters, als offizieller Vertreter der Stadt Kamenz in Luban mit anwesend sein, da 25 Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde und Bürger von Kamenz an diesem Projekt teilnehmen.

Als Höhepunkt des gemeinsamen Vorhabens wird ein Oratorium mit etwa 120 Teilnehmern in der Lubaner Pfarrkirche St. Trinitatis am 24. September, ca. 14.30 Uhr, nach der feierlichen Messe in der Innenstadt von Luban aufgeführt. Die Aufführung dieses Oratorium erfolgt durch Laienmusiker und Sänger und wird zu Ehren der Heiligen Maria Magdalena zurzeit komponiert.

Die 25 Kamenzer Teilnehmer fahren mit Reisebus am Morgen des 23. Septembers vom Kamenzer Rathaus ab und werden am 24. September abends die Rückreise antreten. Das Oratorium wird von den Teilnehmern an beiden Tagen eingeübt. Das gemeinsame Singen und miteinander ins Gespräch kommen, trägt auch zu einem noch besseren Kennenlernen bei und hilft beim Knüpfen von persönlichen und offiziellen Kontakten auf der Basis unserer gemeinsamen Geschichte und Kultur, insbesondere auf der Basis unserer europäischen Leitkultur des Christentums bei.

Dieses Projekt wird für alle Teilnehmer sicher ein bleibendes Erlebnis werden, eingebettet in die lebendige Gastfreundschaft der Lubaner Bürger.

(nach Zuarbeit von Jörg Bäuerle, Stadtrat und Ehrenamtlicher Stellvertreter des OB)

23.09.2017 - 16.10.2017

16.09.2017: Mit Blaulicht und Tatütata zum 5. Hutbergpokal der Jugendfeuerwehren

Über 70 Kinder und Jugendliche waren dabei

Am Sonnabend, dem 16. September war es wieder soweit. Zum 5. Hutbergpokal der Jugendfeuerwehren Kamenz und Schönteichen trafen sich über 70 Kinder und Jugendliche auf dem Hutberg. Die ca. 35 Helfer hatten alles sehr gut vorbereitet, so dass einer gelungenen Veranstaltung nichts im Wege stand. Obwohl gemischte Mannschaften gebildet wurden, die an zehn Stationen ihre Fähigkeiten und Kräfte erprobten, stand auch dieses Mal weniger der Wettkampf im Vordergrund als vielmehr das Kennenlernen bzw. die Zusammenarbeit der Jugendfeuerwehren.

Am Sonnabend, dem 16. September war es wieder soweit. Zum 5. Hutbergpokal der Jugendfeuerwehren Kamenz und Schönteichen trafen sich über 70 Kinder und Jugendliche auf dem Hutberg. Die ca. 35 Helfer hatten alles sehr gut vorbereitet, so dass einer gelungenen Veranstaltung nichts im Wege stand. Obwohl gemischte Mannschaften gebildet wurden, die an zehn Stationen ihre Fähigkeiten und Kräfte erprobten, stand auch dieses Mal weniger der Wettkampf im Vordergrund als vielmehr das Kennenlernen bzw. die Zusammenarbeit der Jugendfeuerwehren.

16.09.2017 - 16.10.2017

13.09.2017: Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte/-r (Landes- und Kommunalverwaltung)

Ausbildungsbeginn: 1. September 2018

Wir bieten:

Wir bieten dir eine 3-jährige Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten, eine attraktive Vergütung nach TVAöD sowie interessante Tätigkeiten unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsvorschriften.

Der praktische Einsatz erfolgt in den verschiedensten Abteilungen der Stadtverwaltung Kamenz (unter anderem in den Sachgebieten Personal, Finanzen, Service), so dass du einen umfassenden Einblick in die Verwaltung erhältst.

Die Vermittlung der fachtheoretischen Kenntnisse erfolgt in Form von Blockunterricht am Berufsschulzentrum (BSZ) in Zittau. Hier werden allgemeine Fächer, wie Deutsch und Englisch gelehrt, sowie die ausbildungsspezifischen Inhalte in Wirtschaftslehre, Haushalts- und Kassenwesen, Rechnungswesen, Rechtskunde, Verwaltungskunde usw. unterrichtet.

Ein weiterer Bestandteil der Ausbildung stellt die dienstbegleitete Unterweisung am  Sächsischen Kommunalen Studieninstitut in Dresden (SKSD) dar. Hier findet auch die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung statt.

WIR suchen:

Für eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte/r solltest du:

  • Interesse an kommunalen Verwaltungstätigkeiten und
  • Spaß an der Anwendung von Rechtsvorschriften haben,
  • gern mit anderen Menschen zusammenarbeiten,
  • kommunikativ und kontaktfreudig sein,
  • deine Aufgaben sorgfältig und genau erfüllen sowie
  • sicher mit dem Computer und den gängigen PC-Anwendungen (z. B. Office) arbeiten.

Weitere Zugangsvoraussetzungen:

  • mindestens einen erfolgreichen Realschulabschluss
  • gute schulische Leistungen, besonders in Deutsch und Mathematik

 

Hast Du Interesse? Dann bewirb dich jetzt!

Sende deine vollständigen Bewerbungsunterlagen mit tabellarischen Lebenslauf und Kopie des letzten Zeugnisses bis spätestens zum 22. Oktober 2017 (Poststempel) an:

Stadtverwaltung Kamenz
SG Personal/ Organisation
Markt 1
01917 Kamenz

Ansprechpartner ist die Ausbilderin Frau Andrea Wehner, Telefon 03578/379 140

13.09.2017 - 23.10.2017

02.09.2017: Ein Rückblick zum Forstfest 2017

Das war das Forstfest 2017

Die Kamenzer können wieder stolz sein auf ihr wunderbares Heimatfest, welches am Donnerstag, dem 24. August 2017, sein Ende nahm. Wie auch die Jahre zuvor, ließen die zahlreichen Besucher und Teilnehmer beim Singen des Abendliedes die vergangene Woche noch einmal Revue passieren. Sehr vorsichtig geschätzt nahmen weit über 55.000 Menschen an diesem städtischen Höhepunkt teil. Ereignisreich waren die sieben Tage allemal. Hier ein kurzer Rückblick.

Mittwoch, 16.  August 2017 - Rankewinden

Das Rankewinden am Mittwoch vor dem Forstfest gehört nun schon seit vielen Jahren zum Ablauf der Festwoche dazu. Vielen fleißigen Helfern ist es wieder zu verdanken, dass sich ihre Stadt im festlichen Gewand präsentieren konnte, was vor allem bei Gästen aus Nah und Fern gut ankommt. Insgesamt halfen 218 Freiwillige von 9-21 Uhr bei der Fertigung von insgesamt ca. 350 Meter Ranken: für das Rathaus 190 m, den Andreasbrunnen 32 m, die 1. Oberschule 70m sowie weitere 30 Kränze. Am Abend sorgte dann auch noch der Männergesangsverein Jesau für gute Stimmung bei Bier, Bowle und Kamenzer Würstchen. Für die Unterstützung und kulinarische Versorgung gilt besonderer Dank den folgenden Institutionen: Firma Frauenstein, Firma Forstari Forstdienst aus Elstra, Kinderhaus "Löwenzahn", Katholisches Kinderhaus St. Bernhard, AWO Kinderhaus "Anne Frank" und DRK Kinderhaus "Regenbogen", der Klosterbäckerei Bautzner Straße sowie dem Modehaus Frauenstein.

Viele fleißige Freiwillige beim Zuschneiden, Zureichen und Winden
Männer Gesangsverein Jesau unterstützt musikalisch

Freitag, 18. August 2017 - Eröffnungskonzert

Dass der liebe Petrus ein freundliches Auge auf die Stadt und seine Feste wirft, ist hinreichend bekannt. Und so war es nicht verwunderlich, dass das Wetter zum Eröffnungskonzert genau bis zu dessen Ende durchhielt und der Himmel erst kurz danach seine Schleusen öffnete. Zuvor konnte der gut besuchte Marktplatz wieder ein wunderbares Konzert des Blasorchesters der Lessingstadt e.V. und des Koliner Blasorchesters erleben. Auch der Chor der Lessingstadt Kamenz e.V. war wieder anwesend und überzeugt durch seine musikalischen Qualitäten. Gekonnt charmant führte Hans-Dietrich Förster gemeinsam mit der Blütenkönigin Julia I. durch das Programm und trug mit seinen geschickten Reimen zum ein oder anderen Lacher beim Publikum bei.

Konzert des Blasorchesters der Lessingstadt e.V. und des Koliner Blasorchesters

Samstag, 19. August 2017 – Festlichkeiten im Forst

Neben Tischtennisturnier, dem Frühschoppen mit dem Blasorchester der Lessingstadt Kamenz am Tuchmacherteich sowie den Blasmusik Konzert des Orchesters aus unserer Partner Stadt Kolin am Seniorenheim St. Monica, nicht zu vergessen die Orgelveranstaltung „Orgel Punkt 5“ in der Klosterkirche St. Annen stand der Sonnabendabend im Zeichen des Bieranstichs, ebenfalls mit den beiden Orchestern aus Kamenz und Kolin.

Gemeinsames Mittagessen mit der Leitung der befreundeten Orchester Kamenz und Kolin
Oberbürgermeister Roland Dantz eröffnet mit seinem Fassanstich die Bierprobe im Forst

Auch der Sonntag hielt wieder ein volles Forstfestprogramm bereit: So ging es los mit dem Festgottesdienst zum Kamenzer Forstfest in der Klosterkirche St. Annen. Dem folgte das 23. Treffen der Schützenvereine der Region Westlausitz auf dem Marktplatz sowie die sich daran anschließenden Adlerschießen der Schützenvereine und Bürger. Nicht unerwähnt bleiben soll die Tauschbörse, bei der wieder einmal Interessent Forstfestabzeichen, Forstfestheft oder auch anders im Zusammenhang mit dem Forstfest stehende präsentieren und tauschen konnten.

Traditioneller Umzug der Schützen: Hier auf der Bautzner Straße in Richtung Forst

Am Nachmittag gab es zwei Konzerte: Zum einen spielte das Blasorchester aus Kolin im Kamenz Forst u.a. zur Unterhaltung der Schützen. Zum anderen gab es ein gut besuchtes Gemeinschaftskonzert der Blasorchester aus Kolin und Kamenz. Hier war Petrus Kamenz kurzzeitig nicht gewogen, da es für die Musikanten eine „kurze Abkühlung“ von oben gab. Man befürchtete schon, dass das Konzert abgebrochen werden müsste, doch nach kurzer Beratung entschieden beide Orchester, dass sie das Publikum nicht enttäuschen wollten und spielten daher – zur Begeisterung des Publikums – nach kurzer Pause weiter.

Wie jedes Jahr wusste dieser aus zwei Orchestern bestehende Klangkörper die Zuhörer musikalisch zu bezaubern.
Wie immer schafften es die tschechischen Majoretten – so hier auch in Deutschbaselitz – die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen, kein Wunder bei diesen tänzerischen Einlagen und der gezeigten Körperbeherrschung.

Montag, 21. August 2017 – Forstfestauszug I

Pünktlich zu Beginn des Festumzugs am Montag brach die Sonne durch die Wolken und die Zuschauer auf dem Schulplatz, auf dem Markt und in den Straßen der Stadt konnten einen wunderschönen Festumzug genießen. Rund 1400 Schülerinnen und Schüler (über 100 mehr als im letzten Jahr) nahmen teil – ein Rekord! Diese Zahl sagt viel darüber aus, wie sehr sich die Schüler/-innen mit ihrer Stadt verbunden fühlen und damit die alten Traditionen leben und weiterleben lassen. Der Deutschen Bank sei wieder gedankt dafür, dass sie die Umzugsteilnehmer mit ausreichend Getränken versorgt hat.

Unter den bewundernden Blicken der Eltern, Großeltern, Geschwister sowie Besucher der Umzüge trugen die Schülerinnen und Schüler stolz die Blumenpracht zur Schau.
Aus dem Gebäude der 1. Oberschule kommend, versammeln sich die Umzugsteilnehmerinnen und -nehmer, um sich mit dem Lied „Heut ist ein wunderschöner Tag“ auf den ersten Auszug einzustimmen.
Gelebte Inklusion- Teilnahme von Kindern mit Behinderungen zu den Umzügen ist ohne Weiteres möglich.
Elfriede Westphal auf dem Rathaus-Balkon

Elfriede Westphal, mit 103 Jahren gehört sie derzeit zu den ältesten Kamenzer Bürgerinnen, ließ es sich nicht nehmen, vom Balkon des Rathauses noch einmal den Forstfestumzug am Montag zu verfolgen. 1921, also vor fast 90 Jahren, hat sie als kleines Schulmädchen das erste Mal am Forstfest teilgenommen. Diese Verbundenheit zum Forstfest, zu Kamenz zu stehen und zu empfinden, war sehr berührend.

Dienstag, 22. August 2017 – Schauturnen im Forst

Überwältigend und vom harten Training zeugend ist das alljährliche Schauturnen. 

Für diese Darbietungen bekamen alle Schülerinnen und Schüler einen großen Beifall!
Die Freude und der Spaß war allen Beteiligten anzusehen. Hier haben die Sportlehrerinnen und Sportlehrer ganze Arbeit geleistet.

Mittwoch, 23. August 2017 – Adlerschießen der Lehrer und Gäste

 

Zum Adlerschießen der Lehrer und Gäste wurde Herr von Ramin aus dem Schießausschuss verabschiedet. Seinen Platz nimmt nun Reiner Deutschmann ein. Kurz nach 16 Uhr fiel der Adler bei den Damen und schon eine viertel Stunde später auch bei den Herren.

 

Auch das gibt es: Der Vorjahreskönig des Adlerschießens der Lehrer und Gäste, Bernd Asselmann, wusste sich am Mittwoch früh zu helfen, als zunächst der Bus nicht kam, der die Teilnehmer des Königfrühstücks in den Forst bringen sollte. Schließlich löste sich alles in Zufriedenheit auf. Der Bus kam und das Ein- Mann (oder Eine-Frau)-Mobil musste nicht für dutzende Fahrten in den Forst herhalten.

Der Vorjahreskönig des Adlerschießens der Lehrer und Gäste, Bernd Asselmann
Das Kamenzer Forstfest – Ein Fest der Generationen: Sohn Nico (li.), Vater Uwe und Großvater Dietmar Kleditsch (re.) nahmen am Adlerschießen teil.
Sieger (v.l.n.r.): Kleinod Jana Lachmann, Marschallin Kerstin Mocker, Königin Ursula Schmidt, König Eric Geßwein, Marschall Brisko Hubertus und Kleinod Uwe Behnisch

Donnerstag, 24. August 2017 – Forstfestauszug II und Abschluss auf dem Markt

Ehe man sich’s versah, war der Donnerstag heran. Das Forstfest neigte sich seinem Ende zu. Nichtsdestotrotz war der zweite Auszug am Donnerstag auch wieder eine Augenweide.

Wenn das kein Anblick ist. Den Mädchen steht die Freude ins Gesicht geschrieben.
Na geht doch! So sollte es immer sein: Forstfestlieder aus vollster Überzeugung und mit Stimmengewalt mitgesungen.
Das Bild spricht für sich: Blütenkönigin Julia I umringt von festlich gekleideten und gestimmten Schülerinnen.
Dieser Anblick des Menschen gefüllten Marktes zum Abschluss des Forstfestes mit brennenden Fackeln und leuchtenden Lampions war eindrucksvoll.

In seiner Rede zum Abschluss des Forstfestes fand Oberbürgermeister Roland Dantz Gelegenheit, allen Beteiligten, ob Schüler, Gärtner, Helfer oder Sponsor, zu danken. Das Forstfest lebt nur vom Engagement der Bürger in dieser Stadt. Die gute Zusammenarbeit zwischen den fleißigen, freiwilligen Helfern und der Verwaltung ermöglicht, dass das Fest in seiner ganzen Pracht und Schönheit gefeiert werden kann. Ihnen allen sei hiermit noch einmal herzlich gedankt! Auch die finanzielle Unterstützung für eine Veranstaltung dieser Größe ist wichtig. Umso mehr freute man sich, dass für dieses Jahr drei neue Sponsoren gefunden werden konnten. Großer Dank gilt hiermit auch den Firmen H&H Wohnen und Einrichten GmbH, der Volksbank Bautzen eG und der Caravan-Reisemobile Eyke e.K. 

Nicht unerwähnt bleiben sollte die Typisierungsaktion der „Initiative Kamenz“, die gemeinsam mit dem Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden e. V. immerhin 600 potentielle Spender gewinnen konnte.

Festlich geschmückte Stadt

Der aufmerksame Betrachter bemerkte beim Durchstreifen der Stadt viele kleine Besonderheiten in den Schaufenstern und an den privaten Hausfassaden, die noch einmal mehr die Verbundenheit jedes Einzelnen mit dieser Stadt zeigen. Damit ist nicht nur gemeint, dass die meisten noch einmal „klar Schiff gemacht“ hatten, um Kamenz zum Forstfest von seiner besten Seite zu präsentieren, sondern auch, was der eine oder die andere sich ausgedacht hatten – was die nachfolgenden Bilder nachdrücklich zeigen.

So konnte man eine kleine Rarität auf der Kirchstraße 3 entdecken. Dort hatte Christina Tonnecker in liebevollster Kleinarbeit ein Fenster ihres Hauses mit einem Forstfestzug gestaltet.
Die Kleider, der Blumenschmuck und die Schärpen der bis zu 60 Jahre alten Puppen wurden speziell für diesen Anlass angefertigt.

Ausblick

Nach dem Forstfest ist vor dem Forstfest. Im nächsten Jahr feiert Kamenz sein Schul- und Heimatfest vom 17. bis 23. August 2018. Getreu dem Abendlied wird dann wieder gesungen: „Und in einem Jahre kommen wir zurück. Neue Forstfesttage bringen neues Glück.“

02.09.2017

01.09.2017: Historischer Feuerwehrhelm zurück

Historischer Feuerwehrhelm zurück an seinen Ursprungsort

Überraschung bei der Auftaktveranstaltung zum Forstfest der Wehren Kamenz und Wiesa

Vorangeschickt sei, dass die Freude bei der verantwortlichen Mitarbeiterin der Stadtgeschichte im Malzhaus, Ragnit Michalicka, sehr groß war als der Kamenzer Klaus Richter sich an den Oberbürgermeister gewandt hatte, um der Stadt einen historischen Feuerwehrhelm der Kamenzer Feuerwehr zu schenken, der vermutlich vom Ende des 19. Jahrhunderts stammt. Gerade dreidimensionale „Objekte“ sind für die Darstellung von Stadtgeschichte interessant. Bevor der Feuerwehrhelm zur Stadt „zurückkehrte“, wurde er durch eine anerkannte Restaurierungsfirma noch einmal genau unter die Lupe genommen. Insgesamt war der Helm in einem guten Zustand, so dass im Mittelpunkt der Restaurierung der Kinnriemen des Helms stand. Auch dieses ist inzwischen geschehen.

Wenn nun etwa jemand denkt, nun ist der Helm bei der Stadt und wird in irgendeinem Depot verstauben – Weit gefehlt! Schon seit vielen Jahre findet eine Auftaktveranstaltung der Wehren Kamenz und Wiesa am Donnerstag vor dem Forstfest statt. Dort dankt die Stadt zum einen für den Eifer der Kameraden beim festlichen Schmücken der Stadt, zum anderen dient diese kleine Dankeschön-Veranstaltung, verbunden mit Ehrungen und Auszeichnungen, auch zur Motivation des sehr wichtigen Einsatzes der Feuerwehren während des Forstfestes.

Genau diese Veranstaltung hatte sich der Oberbürgermeister Roland Dantz ausgesucht, um am 17. August 2017 diesen Feuerwehrhelm dem freudig überraschten Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Kamenz-Stadt, Steffen Geisendorf, zu übergeben. Zukünftig wird er als „Dauerleihgabe“ der Stadtgeschichtlichen Ausstellung/Sammlung Malzhaus einen würdigen Platz in der Traditionsecke der Freiwilligen Feuerwehr Kamenz-Stadt finden und in sinnfälliger Form von der Geschichte der Kamenzer Feuerwehr zeugen. Nochmals vielen Dank an Klaus Richter!

01.09.2017 - 23.09.2017

29.08.2017: Einladung zur Bismarck-Gedenkstätte am 10.09.17

Einladung zur offiziellen Übergabe der sanierten Bismarck-Gedenkstätte

 

Sehr geehrte Kamenzerinnen und Kamenzer, liebe geschichtsinteressierte Bürger,

ich lade Sie recht herzlich für Sonntag, dem 10. September 2017, 10 Uhr auf den Hutberg

zu der am 1. April 1895 errichteten und 2017 sanierten Bismarck-Gedenkstätte ein.

Ich freue mich auf Ihr Kommen!

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister

 

Eine Besonderheit des diesjährigen Tages des offenen Denkmals ist - neben vielen anderen Angeboten - die offizielle Übergabe der sanierten Bismarck-Gedenkstätte auf dem Hutberg. Sie befindet sich von der Straße „Am Hutberg“ aus gesehen im zweiten Drittel der Straße auf der rechten Seite.  Sie kann aber auch von der Hutbergallee aus erreicht werden.

Der Hutberganrainer Wolfgang Heichel hat sich hier sehr verdient gemacht, gab er doch, der schon vor ca. zwei Jahren mit veranlasste, dass der Bismarckstein wieder aufgerichtet wird, den Anstoß, dass gemeinsam mit der Stadt die eigentlich lange überfällige Sanierung der Bismarck-Gedenkstätte in diesem Jahr in Angriff genommen wurde. Das Resultat kann sich sehen lassen und kommt dem Aussehen der ursprünglichen Gedenkstätte so nahe wie möglich. So wurde u.a. der Stein gereinigt, das Relief mit dem Bildnis von Otto von Bismarck hergestellt und in den Stein eingefügt sowie die Eingrenzung im originalgetreuen Zustand wieder hergestellt. Insgesamt vervollständigt diese Gedenkstätte die schon vorhandenen Erinnerungs- und Gedenkstätten auf dem Hutberg, der als herausgehobener Ort von Kamenz schon immer für derlei Gedenken in der Vergangenheit benutzt wurde.

29.08.2017 - 11.09.2017

 

01.08.2017: Hurra, endlich Schulkind!

Liebe Schulanfänger der Stadt Kamenz und aus den Ortsteilen,

die Tage der Vorfreude, der Aufregung und des „Kaumnochabwartenkönnens“ sind vorbei. Nun verlasst Ihr Eure gewohnte Umgebung des Kindergartens und es beginnt ein wichtiger neuer, aber doch sehr schöner Lebensabschnitt für Euch. Heute ist schließlich der allererste Tag, den Ihr als Schülerinnen und Schüler in der Schule verbringt und es gibt die großen Zuckertüten mit den vielen Leckereien und Überraschungen.

Nun werdet Ihr gemeinsam mit viel Spaß und Freude lesen, schreiben und rechnen lernen, neue Freunde sowie nette Lehrerinnen und Lehrer treffen und Ihr könnt Euch auf viele interessante Dinge freuen, die es zu lernen und zu entdecken gibt.

Viel Erfolg und alles Gute für Eure Zukunft.

Eurer Oberbürgermeister Roland Dantz

im Namen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Kamenz

 

Am 5. August 2017 werden 136 Kinder in die drei Grundschulen der Stadt Kamenz eingeschult:

72 Schülerinnen und Schüler (3 Klassen) in der Grundschule am Forst,

42 Schülerinnen und Schüler (2 Klassen) in der Grundschule Am Gickelsberg,

22 Schülerinnen und Schüler (1 Klasse) in der Grundschule „Sophie Scholl“ Wiesa.

01.08.2017 - 29.08.2017

01.08.2017: Oldie-Rock-Legenden CCR, The Lords und The Rattels begeisterten Tausende
Hutbergbühne

Oldie-Rock-Legenden CCR, The Lords und The Rattels begeisterten am Sonnabend, 29. Juli 2017 Tausende vor allem ältere Fans auf dem Kamenzer Hutberg

Nach einer wettermäßig wechselhaften Woche gab es pünktlich zum vergangenen Samstag endlich die erhoffte Rückkehr des Sommers. Davon und vor allem von den drei angekündigten Acts auf der Hutbergbühne ließen sich tausende Besucher zum Aufstieg auf den Konzerttempel motivieren.

Die „Oldie-Rock-Legenden“ – veranstaltet von Hohenstein Konzerte – hatten sich schon seit fast einem Jahr angekündigt. Punkt 19 Uhr war das Bühnenhalbrund sehr gut gefüllt, als die Show mit „The Lords“ fulminant startete. Schnell war klar, dass dieser Abend „legendär“ werden sollte. Das vor allem reifere Publikum tanzte und sang zu vielen der alten Hits begeistert mit. Mit jedem Song – so auch weiter mit „The Rattles“ ab halb neun – stieg die Stimmung.

Und der Headliner – „CCR-Creedence Clearwater Revived“ – konnte diese mit seinen vielen bekannten Ohrwürmern mühelos aufrechterhalten. Nach einer letzten Zugabe ging nach über vier Stunden Musikunterhaltung um Viertel nach elf der rundum gelungene Abend zu Ende.

Für Sommer 2018 hat der Veranstalter schon die nächste Auflage der „Oldie-Rock-Legenden“ angekündigt. Der Termin dafür wird sicherlich in Kürze unter www.hutbergbuehne-kamenz.de veröffentlicht.

Fest stehen für kommendes Jahr jetzt schon die „Ost“-Rocklegenden mit Karat, City und Maschine von den Puhdys sowie dem „Special Guest“ Matthias Reim am 19. & 20. Mai. Schlagerstar Roland Kaiser kommt wieder am 30. Juni.

Tickets für beide Konzerte gibt es bereits jetzt unter www.eventim.de, in allen CTS-Vorverkaufsstellen sowie in der Kamenz-Information.

01.08.2017 - 17.08.2017

25.07.2017: Verkehrsinformation zum Hutbergkonzert 29.07.17
Hutbergbühne

Die Besucher des Konzertes CCR/The Lords/The Rattles am 29.07.17 werden gebeten die geänderte Verkehrsführ- ung und die Parkplatz- hinweise zu beachten.

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VERKEHRSINFORMATIONEN ZUM HUTBERGKONZERT - CCR / The Lords / The Rattles - am 29.07.2017

Bereits seit Juni laufen die umfangreichen und angekündigten Straßenbaumaßnahmen auf der Königsbrücker Str. (S 100) in Kamenz auf einer Länge von ca. 700 Metern. Mit Beginn der Baumaßnahme ist diese in beide Richtungen im Bereich Hutberg voll gesperrt. Während der Bauphase stehen die Parkplätze an der Königsbrücker Straße daher nicht zur Verfügung.

Als Ausgleich werden auch für das Konzert „CCR / The Lords / The Rattles“ am 29.07.2017 offizielle Besucherparkplätze nur an bekannter Stelle im Ortsteil Lückerdorf bereitgestellt. Deren Kapazität ist angemessen. Es wird eine entsprechende Verkehrsumleitung bzw. Ausschilderung geben.  

Für Menschen mit erheblicher Gehbehinderung bzw. Rollstuhlfahrer (Kennzeichnungen „G“ oder „aG“) gibt es die bewährte Verfahrensweise, dass diese sich im Vorfeld der Veranstaltungen bei den städtischen Veranstaltungsdiensten unter den Telefonnummern 03578/379-201 oder -204 melden und dort ihren Namen und das Kfz-Zeichen angeben. Sie erhalten damit die Möglichkeit, trotz Baustelle mit ihrem Fahrzeug über den Bönischplatz und den vorderen Teil der Königsbrücker Straße zur Hutbergbühne hochzufahren und dort die in Bühnennähe für sie vorgesehenen Parkplätze zu nutzen. Wichtig ist bei der Einfahrt neben den Schwerbeschädigten- auch den entsprechenden blauen oder orangenen Behindertenparkausweis bereitzuhalten, da dieser von den Sicherheitskräften mit den anderen Angaben kontrolliert werden.

Für alle anderen gehschwachen Besucher fährt ab ca. 2 Stunden vor Konzertbeginn wieder der von Winter Automobilpartner bereitgestellte Kleinbus-Shuttle, diesmal ab dem Parkplatz Lückersdorf außen herum über die Pulsnitzer Straße hinauf zur Bühne.

Weitere Informationen unter www.hutbergbuehne-kamenz.de

25.07.2017 - 31.07.2017

10.07.2017: Ausstellung mit Werken von Egbert Kasper eröffnet

Ausstellung mit Werken von Egbert Kasper eröffnet

Viele nutzen die Gelegenheit, um sich den begleitenden Katalog signieren zu lassen

Der 22. Juni war ein heißer Tag.  Aber über 40 Besucher ließen es sich nicht nehmen, die Galerie des Sakralmuseums Klosterkirche St. Annen aufzusuchen. Anlass für diese Ausstellung war der 60. Geburtstag des Künstlers.

Eröffnet wurde die Ausstellung „Wucherungen I“ mit einer kurzen Rede von Thomas Käppler, Referent des Oberbürgermeisters. Er überbrachte dabei die Grüße des Oberbürgermeisters an den Künstler sowie die anwesenden Besucher der Ausstellungseröffnung. Er würdigte das Schaffen des Künstlers Egbert Kaspers, der für sich, trotz aller Schwierigkeiten, die damit verbunden waren, seinen Weg gefunden habe. Insofern sei es nur angemessen, dass sich der Landkreis Görlitz, die Stadt Kamenz sowie der Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien – Kultursekretär Joachim Mühle weilte ebenfalls unter den Gästen –, gefördert durch Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz, die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien sowie dem Heimatverein Königshain, zu dieser Würdigung des Künstlers, zusammengetan haben.

Die Kulturlandschaft des Görlitzer Raumes und seine jetzige Heimatstadt haben das Leben und künstlerische Schaffen geprägt oder waren zumindest Ausgangspunkte seines Schaffens. Dafür stehen zwei Ausstellungen, die eine in Kamenz und die andere, die am 1. Oktober im Schloss Königshain eröffnet wird und mehr retrospektiv angelegt ist, während die in Kamenz gezeigten Werke eher jüngeren Datums sind. Beide zeigen die eigenständige künstlerische Position, die sich Egbert Kasper in der Kunstlandschaft der Oberlausitz erarbeitet.

Begleitet werden diese beiden Ausstellungen durch einen Katalogband, der dem zeichnerischen Werk des Künstlers zwischen 1993 und 2017 gewidmet ist. Betreut durch Dr. Sören Fischer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator des Sakralmuseums St. Annen, gab es hier eine besondere Zusammenarbeit zwischen Vater und Sohn Gregor Kasper, der in Berlin als Künstler lebt. Herausgekommen ist ein gediegener Kunstband, der bibliophilen Ansprüchen gerecht wird und dabei auch noch preiswert ist. Egbert Kasper, so Käppler, ist ein Künstler der subtilen Formen und der „leisen Töne“, der es aber dem Betrachter nicht leicht mache. Wer also veristische oder scheinrealistische Darstellungen bei ihm erwarte, Darstellungen, die sich leicht mit der Wirklichkeit vergleichen lassen, muss enttäuscht werden. Aber wer sich seine Kunst einlässt, das Abenteuer wagt und sie genießt, der wird von der mitunter erbärmlichen Welt weg, aber letztendlich – vielleicht und hoffentlich verändert – wieder hingeführt.

Ehe Dr. Sören Fischer das Wort ergriff, sprach der Stadtarchivar Thomas Binder in Vertretung der Leiterin der Städtischen Sammlungen. Auch seine Worte verdeutlichten die Bedeutung von Egbert Kasper für das Kunstleben der Stadt Kamenz, aber auch darüber hinaus. Und er brachte seine Hoffnung darüber zum Ausdruck, dass noch weitere Ausstellungen in Kooperation mit dem Städtischen Sammlungen folgen mögen.

Dr. Fischer, der maßgeblich für diese Ausstellung verantwortlich zeichnet, strich heraus, dass das erreichte Resultat auch in der intensiven und langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Kurator und dem Künstler zu suchen sei. Inhaltlich zog er einen roten Faden von der urzeitlichen Höhlenmalerei – derzeit gibt es dazu eine Ausstellung im Museum der Westlausitz zu sehen – bis in die Gegenwart zu Egbert Kasper.

„Es war“, so Dr. Fischer, „das Medium des Bildes, über das und durch das die Menschen sich ihrer Welt annäherten. Das, was sie vor der Höhle in der Wildheit gesehen hatten, kehrte in der Höhle als Bild wieder. Eine interpretierte, veränderte Darstellung der Wirklichkeit.“ Hier sieht er universelle Parallelen zum Schaffen von Egbert Kasper, für dessen grafisches Schaffen die Linie eine herausragende Rolle spiele. Sein Werk, in dessen Mittelpunkt Kernfragen des irdischen Daseins sowie Abläufe und Dinge der Natur – auch als Mysterium – stehen, enthalte sich dem Zeitgeist und einer zunehmenden Politisierung bzw. Ideologisierung der Gegenwartskunst und sei damit eindrücklich zeitlos. Dieses Ringen um Kernfragen menschlichen Lebens, die religiöse Gedanken einschließt, sieht Dr. Fischer auch in der im Raum der Klosterkirche gezeigten Installation „Der einsame Weg“ (siehe nachfolgende Abbildung) gegeben.

Bevor dann die Ausstellung offiziell begangen werden konnte, sprach Egbert Kasper Worte des Dankes. Neben den anfangs benannten Institutionen war damit ausdrücklich die auch für ihn glückliche Zusammenarbeit mit dem Kurator Dr. Fischer und dessen Mitstreitern gemeint, deren Entgegenkommen bei seinen Gestaltungs- und Aufstellungswünschen er beeindruckend fand.

Er fühle sich als Künstler in seiner Heimatstadt ernst genommen. Denn ohne ein künstlerisches Verständnis in der Stadt bis hin zur Stadtspitze, wären solche Ausstellungen, wie die gegenwärtige, aber auch schon zurückliegende nicht möglich gewesen. Das Publikum quittierte diese Worte mit herzlichen Beifall. Danach war das Interesse groß, mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen. Geduldig beantwortete er Fragen oder er kam – bis in den späten Abend – dem vielfachen Wunsch nach und setzte seinen Namenszug bzw. schrieb persönliche Widmungen in den Katalogband.

Die in Kamenz eröffnete Ausstellung ist noch bis zum 4. September zu den Öffnungszeiten der Klosterkirche und des Sakralmuseums St. Annen (Städtische Sammlungen) bzw. der Stadt-Information zu sehen – Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr. Bei der Stadtinformation kann auch der Katalogband „Zeichnungen“ erworben werden.

 

Die Ausstellung „Wucherungen II“ im Schloss Königshain (Landkreis Görlitz) wird am 1. Oktober, 14.30 Uhr eröffnet. 

 

10.07.2017 - 31.07.2017

10.07.2017: Abgerechnet wird zum Schluss

Studenten der Fachhochschule Dresden stellten ihre Ergebnisse zum Ladenprojekt vor.

Man sah ihnen, den Studentinnen und Studenten die Feierlaune förmlich an. Endlich war es geschafft. Am Mittwoch, dem 21. Juni – die ersten Töne der Fête de la Musique schwebten durch die Innenstadt – traf man sich in Bautzner Straße 17. Zwei Semester harter Arbeit waren nun vorüber und mit Spannung waren die Studenten an diesem Tag nach Kamenz gefahren, um das Abschlussevent zu zelebrieren.

Lange hatten sie auf diesen Termin hingearbeitet und nun war die Aufregung natürlich groß: Wie würden die Kamenzer reagieren? Was würden die Experten meinen? Mit Stolz präsentierten sie dann ihre Ergebnisse zum Projekt: Ein Lebensmittelgeschäft mit frischen und regionalen Produkten sowie die neue Aufmachung der Klosterbäckerei kamen sehr gut an.

So könnte die Arbeitsbekleidung in der Klosterbäckerei abgestimmt zur Atmosphäre der Bäckerei aussehen.

Das Lebensgeschäft solle den Namen „Erdgeschoss“ erhalten. Nicht nur weil es im Erdgeschoss liegt, was vielleicht etwas banal und zu wenig wäre, sondern weil die Assoziation an das Regionale, an das Erdige der angebotenen Lebensmittel angestrebt wird.

Für die gezeigte Präsentation gab es großen Applaus, die Resultate wurden sehr interessiert betrachtet. Abgerundet wurde das Ganze durch ein tolles Catering. Mit Recht kann man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen. Natürlich „mahnten“ die Studenten

Für die gezeigte Präsentation gab es großen Applaus, die Resultate wurden sehr interessiert betrachtet. Abgerundet wurde das Ganze durch ein tolles Catering. Mit Recht kann man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen. Natürlich „mahnten“ die Studenten, dass die Umsetzung des Projektes auf jeden Fall nicht aus den Augen gelassen werden darf. Sie würden sich freuen,  eines Tages durch die Stadt Kamenz zu laufen und ihr Konzept in einen der leerstehenden Läden wieder zu entdecken. Verbunden mit diesem Wunsch war ein großer Dank an die Stadt Kamenz und deren Mitstreiter sowie an die Fachhochschule Dresden für die Erfahrungen, die sie als Studenten in so einem großen Projekt sammeln durften. Diesen Dank kann die Stadt an die Studenten nur zurückgeben, welches durch die anwesende Wirtschaftsreferentin, Doreen-Charlotte Hantschke, kundgetan wurde.

Der Stadt wurde die Präsentation in elektronischer Form und in Papierform übergeben. Wenn sich nun noch jemand findet, der den Mut und die Ausdauer hat, sich dieses Konzepts hinsichtlich der Realisierung anzunehmen, dem kann eine aussagekräftige und umsetzungsfähige Grundlage übergeben werden …

Nach Informationen von Patricia Kühne & Romy Walter (Fachhochschule Dresden)

10.07.2017 - 25.07.2017

05.07.2017: Besondere Parksituation zum Bonnie Tyler-Konzert
Hutbergbühne

Wir bitten die Besucher des Bonnie Tyler Konzertes am 08.07.2017 die geänderte Verkehrsführung sowie die Parkplatzhinweise zu beachten.

mehr lesen

05.07.2017 - 10.07.2017

02.06.2017: Bürgerbeteiligungsportal gestartet

Im Amtsblatt der 21. Woche vom 27.05.2017 wurde die öffentliche Auslegung des Entwurfes zum Bebauungsplan „Verwaltungszentrum Kamenz, nördlicher Teil“ bekannt gemacht.

Die Stadt Kamenz verweist darauf, dass der Entwurf des Bebauungsplanes „Verwaltungszentrum Kamenz, nördlicher Teil“ mit Begründung, der nach § 3 Abs. 2 BauGB für die Dauer eines Monats (vom 06.06.2017 bis einschließlich 05.07.2017) ausliegen muss, ab sofort zusätzlich auf der Internetseite:  https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/kamenz/beteiligung/aktuelle-themen/1002084  für jedermann einsehbar ist. Stellungnahmen können im oben angegebenen Zeitraum in schriftlicher Form auch im Portal abgegeben werden.

 

Der direkte Zugriff auf das Beteiligungsportal ist auf der Startseite der Website der Stadt Kamenz links (siehe Abbildung unten) möglich.

02.06.2017 - 31.07.2017

01.06.2017: Ab 12.06.2017 Vollsperrung der Königsbrücker Straße
Vollsperrung der Königsbrücker Straße (S 100) in Kamenz zwischen Am Hutberg und Schwosdorfer Str. /Zufahrt nach Lückersdorf ab 12. Juni 2017 bis voraussichtlich Ende Oktober 2017

Am Montag, den 12. Juni, beginnt die umfangreiche und bereits angekündigte Straßenbaumaßnahme auf der Königsbrücker Str. (S 100) in Kamenz auf einer Länge von ca. 700 Metern.

Der Bauherr, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV), unterzieht diesen Teil einem grundhaften Ausbau, einschließlich der Neuanlage eines Angebotsstreifens für Radfahrer. Gleichzeitig werden durch den Abwasserzweckverband Obere Schwarze Elster der Abwasserkanal und durch die Stadt Kamenz die öffentliche Beleuchtung sowie die Gehwege erneuert.

Mit Beginn der Baumaßnahme ist die S 100 in beide Richtungen zwischen der Kreuzung Königsbrücker Str./Am Hutberg (Höhe Einfahrt zum Seniorenzentrum „Herbstsonne Kamenz“) und dem Ortseingang Brauna der Gemeinde Schönteichen voll gesperrt. Der normale Zugang zum Hutberg und den dort vorhandenen Parkplätzen ist während der ganzen Bauphase gesichert, ebenso zum Bereich Seniorenzentrum „Herbstsonne Kamenz".

Die Umleitung erfolgt in beiden Richtungen über die B 97 Bernsdorf (Königsbrück – Bernsdorf – Kamenz bzw. Kamenz - Bernsdorf - Königsbrück). Bewohnern der Joliot-Curie-Siedlung ist die Zufahrt natürlich gestattet.

Die Bushaltestellen an den Scheunen auf der Königsbrücker Str. können in dieser Zeit leider nicht bedient werden. Beachten Sie hierzu bitte die dort angebrachten Informationen.

Da die Arbeiten bereits im Herbst 2017 abgeschlossen sein sollen, war eine Vollsperrung unumgänglich. Deshalb möchten wir heute schon alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis bitten. Bitte beachten Sie auch die jeweils tagesaktuelle Beschilderung!

Während der Bauphase stehen die Parkplätze an der Königsbrücker Straße nicht zur Verfügung. Dafür gibt zu den Hutbergveranstaltungen im Juli – Bonnie Tyler (8. Juli) und Oldie-Rocklegenden CCR, The Lords und The Rattles (29. Juli) – in Lückerdorf zwei Parkplätze. Von der Kapazität her sind diese Parkplätze mehr als ausreichend. Hierzu wird dann eine gesonderte Beschilderung erfolgen.
 
Für Rückfragen steht Ihnen Herr Seibt, Stadtverwaltung Kamenz, Untere Straßenverkehrsbehörde, unter der Telefonnummer 03578-379241 gern zur Verfügung.


Stefan Seibt
Untere Straßenverkehrsbehörde
01.06.2017 - 28.06.2017
18.05.2017: Nichts los - von wegen, im Mai ist viel los

Das 11. Frühlingsseniorenfest – ein gelungener Nachmittag –

…war wieder schön! So konnte man es beim Nachhause gehen und sogar noch am Donnerstag zum Markttag auf dem Kamenzer Markt von den Senioren hören.

Ca. 350 Senioren und Gäste sind der Einladung des Oberbürgermeisters Roland Dantz und der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Soziales Elvira Schirack zum 11. Frühlingsseniorenfest ins Hotel „Stadt Dresden“ gefolgt. In bewährter Weise moderierte Herr Pastor i. R. Wilfried Krause mit der kecken Schülerin Lili Hanßke, unter dem Motto „Alt und Jung - wir brauchen einander“ den Nachmittag. Dieses Mal erhielten sie Unterstützung von der Schülerin Klara Scholz, Schülerin der 3. Klasse der Grundschule Gickelsberg. Immer wieder gelang es ihm, mit kleinen Überraschungen und Gags die älteren Herrschaften zu begeistern.

Die Senioren und Gäste erlebten einen schönen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen (Bäckerei Dominik Selnack) und erfreuten sich an dem abwechslungsreichen Programm. Auch die gebastelte Tischdekoration von Kindern aus den Einrichtungen der Stadt war ein echter Hingucker.  

Die Senioren und Gäste erlebten einen schönen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen (Bäckerei Dominik Selnack) und erfreuten sich an dem abwechslungsreichen Programm. Auch die gebastelte Tischdekoration von Kindern aus den Einrichtungen der Stadt war ein echter Hingucker.  

Für gute Stimmung sorgte das Männergesangsquartett aus Görlitz.

Der Auftritt der Opernsängerin Steffi Lehmann, vom Deutschen Nationaltheater aus Weimar, war ein ganz besonderer Höhepunkt. Eine tolle Überraschung hatte Steffi Lehmann für alle Gäste, als sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Martin Lattke im Duett sang. Steffi Lehmann wuchs in Biehla bei Kamenz auf und freute sich sehr, endlich wieder einmal vor einheimischen Publikum singen zu dürfen.

Zum ersten Mal war eine Seniorengruppe aus der Partnerstadt Luban eingeladen. Die polnische Seniorengruppe beteiligte sich auch am Programm und begeisterte mit ihren schwungvollen Liedern und regte zum Mitschunkeln an.

Der Bürgermeister aus Luban, Herr Mariusz Tomiczek, bedankte sich für die Einladung und freut sich auf eine weitere gute Partnerschaft mit Kamenz und lud die Senioren nach Luban ein.

 

Mit viel Spannung wurde, so wie jedes Jahr, die Bekanntgabe der Gewinner erwartet. Zehn Senioren freuen sich nun auf ein gemeinsames Kaffeetrinken mit dem Oberbürgermeister auf dem Hutberg am 23. Mai, zehn weitere Senioren konnten mit strahlenden Gesichtern einen Frühlingsblumenstrauß mit nach Hause nehmen. Die Blumen wurden von den Blumengeschäften Petasch, Merbitz, Scheffler und Anlauf gespendet. Am Ende gab es zufriedene Gesichter und viele dankbare Worte.

Zum Schluss noch ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die tatkräftig bei der Vorbereitung und Durchführung mitgeholfen und so zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben.

Wir freuen uns bereits auf das 12. Frühlingsseniorenfest im nächsten Jahr!

18.05.2017 - 02.06.2017

Hilfe! Kulturpiraten im Rathaus

Wer oder was wurde geentert?

Am 11. Mai 2017 – dem Tag des Piraten (Nein, kleiner Scherz!) – suchte eine Gruppe von Kindergartenkindern (Kinderhaus „Langes Gässchen“) und Schulneulingen (Grundschule am Gickelsberg) – das Kamenzer Rathaus auf. Ziel ihres „stürmischen Enterns“ war das Arbeitszimmer des Oberbürgermeisters. Hier „zwangen“ sie den Oberbürgermeister Rede und Antwort zu stehen.

Der erklärte ihnen auf verständliche Weise, was ein Bürgermeister zu tun hat und womit sich Stadträte so beschäftigen. Aber auch die Kinder teilten mit, was sie im Rahmen des Projekts „Kulturpiraten … bringen alles in Fluss! – Kulturelle Bildung schafft nachhaltig gelungene Übergänge von der Kita zur Grundschule“, getragen auch maßgeblich vom Museum der Westlausitz, über die Stadt Kamenz erfahren haben. Insofern war es ein Dialog mit beiderseitigen Wissenszuwachs.

Natürlich war die Freude der Kinder ganz besonders groß, da sie bei dieser Gelegenheit den Markt vom Balkon des Oberbürgermeisters aus betrachten konnten.

Die Freude konnte noch gesteigert werden, da der Oberbürgermeister eine Schüssel mit Süßigkeiten bereithielt, die – als sie freigegeben war – sich, verständlicherweise rasch leerte.

Zum Abschluss überreichten die Kinder dem Oberbürgermeister als Erinnerung noch ein kleines Geschenk, über das er sich sehr gefreut hat und das in seinem Arbeitszimmer sicher einen würdigen Platz finden wird.

18.05.2017 - 02.06.2017

 

Die Entscheidung ist gefallen

Das neue Seniorenzentrum an der Hohen Straße hat einen Namen

Zurzeit entsteht in Kamenz, direkt auf dem Bautzner Berg, eine moderne und attraktive Einrichtung für pflegebedürftige Senioren. Die zukünftige Betreibergesellschaft, die AZURIT Rohr GmbH aus Eisenberg/Pfalz, hat hierzu in den vergangenen Wochen einen Namenswettbewerb ausgeschrieben, an dem sich alle Bürgerinnen und Bürger aus Kamenz und der Umgebung beteiligen konnten. Als Anreiz lockt die Verlosung eines Grillfestes für 10 Personen, ausgerichtet vom AZURIT Event Catering.

Hohe Beteiligung bei der Namensfindung

Zahlreiche Bürger aus Kamenz und Umgebung (u. a. Schönteichen, Elstra, Panschwitz-Kuckau, Bischofswerda und Wachau) hatten ihre Namensvorschläge bis zum 10. Mai auf den vorbereiteten Karten eingetragen und in den dafür vorgesehenen AZURIT Briefkasten im Rathaus Kamenz geworfen oder per E-Mail an die zukünftige Hausleiterin der AZURIT Senioreneinrichtung, Kathleen Hanschke, versendet.

Die sechsköpfige Jury, bestehend aus dem Oberbürgermeister der Stadt Kamenz Roland Dantz, Frank Kunze (stellvertr. Dezernent für Stadtentwicklung und Soziales), Margot Sarink (Vorsitzende der Seniorenvertretung Stadt Kamenz und Schönteichen), Ernst-Ferdinand Egel (Mitglied der Seniorenvertretung Stadt Kamenz und Schönteichen) sowie Monika Hoffmann (Mitglied der Arbeitsgruppe Soziales) und Kathleen Hanschke (zukünftige Hausleiterin der Senioreneinrichtung), tagte am Donnerstag letzter Woche. Sie sichteten die Vorschläge und trafen ihre Auswahl. „Es ist wirklich klasse, dass sich so viele Menschen an unserem Namenswettbewerb beteiligt haben“, resümiert Kathleen Hanschke. „Insgesamt 105 unterschiedliche Namensvorschläge haben wir erhalten – da fiel die Namenswahl ganz schön schwer.“

Die Entscheidung ist – einstimmig – gefallen

Noch wird sie aber nicht verraten, da die offizielle Namensverkündung durch die AZURIT Gruppe im Rahmen eines feierlichen „Tauffestes mit Tag der offenen Tür“ am Samstag, den 10. Juni 2017 ab 11.00 Uhr, auf der jetzigen Baustelle des neuen Seniorenzentrums an der Hohe Straße geplant ist. „Wir freuen uns schon auf die erste offizielle Veranstaltung in Kamenz“, so Kathleen Hanschke. „Interessierte, die mit uns die Taufe feiern wollen, sind herzlich dazu eingeladen.“

18.05.2017 - 02.06.2017

LGS-Gebäudeservice Lausitz umgezogen

Neuer Standort – Neue Möglichkeiten

Aus Anlass des Umzugs hatte der Firmeninhaber, Stefan Vetter, zu einer kleinen Feier geladen, der viele Geschäftsleute, Freunde und Bekannte aus Kamenz und Umgebung gefolgt waren. Auch der Oberbürgermeister Roland Dantz und die Wirtschaftsreferentin Doreen-Charlotte Hantschke ließen es sich nicht nehmen, um mit einer Rhododendron-Pflanze zum neuen Domizil zu gratulieren.

In seiner kleinen Rede skizzierte Stefan Vetter kurz den Werdegang des Unternehmens, dass seit 2004 existiert. Es ist seitdem gewachsen und wird heute von 25 fleißigen Mitarbeitern getragen. Insofern war auch ein Umzug aus dem bisherigen Quartier „An der Mönchsmauer“ erforderlich geworden. Als überzeugter Kamenzer Unternehmer kam nur ein Firmensitz in Kamenz in Frage. Diesen hat das Unternehmen nun auf dem Firmengelände der Schuster Elektrotechnik Nebelschütz GmbH im Jesauer Feldweg 16 gefunden. Er dankte der Geschäftsleitung für das Entgegenkommen und die Bereitschaft auf die räumlichen Wünsche seiner Firma einzugehen. Der neue Firmensitz wird dem erreichten Geschäftsumfang gerecht und bietet darüber hinaus außerdem weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Wir wünschen der LGS-Gebäudeservice Lausitz weiterhin viel Erfolg und zufriedene Kunden!

 

Die ehemaligen Geschäftsräume im alten Postgebäude können natürlich jederzeit durch interessierte Unternehmer angemietet werden. Informationen hierzu sind unter folgenden Links zu finden: http://kamenz.de/gewerbeflächenbörse.html oder http://wachstumsregion-dresden.de/de/unternehmen/index.php?id=6.

18.05.2017 - 02.06.2017

Das war der 24. Tag der offenen Tür der FF Kamenz-Stadt

Die FF Kamenz-Stadt bedankt sich noch einmal recht herzlich für den zahlreichen Besuch zum Tag der offenen Tür am 1. Mai 2017. Der Tag der offenen Tür war wieder eine tolle Möglichkeit, das Tun der Feuerwehr in der Öffentlichkeit zu präsentieren! Dies geschieht nun schon seit einigen Jahren gemeinsam mit dem DRK Kreisverband Bautzen, welcher ebenfalls an diesem Tag seine Tore öffnet.

Gedankt sei auch für die direkte und indirekte Unterstützung lokalen Firmen, ohne die, so die FF Kamenz-Stadt, dieser Tag nur schwer durchführbar wäre Also vielen Dank noch einmal!

Die Mitglieder FF Kamenz-Stadt hoffen natürlich auch für das nächste Jahr wieder viele Kamenzerinnen und Kamenzer, besonders Eltern mit ihren Kindern, begrüßen zu dürfen. Vielleicht entdeckt das ein oder andere Kind eine interessante Freizeitbeschäftigung, denn die Jugendfeuerwehr ist immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern! Natürlich gilt das ebenso für die „Erwachsenen-Feuerwehr“.

Ach so: Nicht vergessen die Gewinne der der diesjährigen Tombola können in der Zeit von 18 – 20 Uhr in der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kamenz-Stadt, Güterbahnhofstr. 17b in Kamenz abgeholt werden. Nach dem 26.05.2017 erlischt jeder Gewinnanspruch!

Die Losnummern, für die noch Gewinne für die diesjährige Tombola abgeholt werden können, finden sich unter dem Link: https://feuerwehrkamenz.de/aktuelles/9-aktuelles/314-tombola-zum-24-tag-der-offenen-tuer-der-ff-kamenz-stadt.

Abschließend sei im Zusammenhang mit der Tombola im Namen des Wehrleiters der Feuerwehr Kamenz-Stadt, Steffen Geisendorf, und des Vorsitzenden des Fördervereins Feuerwehr-Kamenz Stadt e.V., Stefan Lindner, allen Sponsoren, Helfern und Familienangehörigen der Vereinsmitglieder für die gewährte Unterstützung recht herzlich gedankt.

18.05.2017 - 02.06.2017

18.05.2017: Städtepartnerschaft Kamenz und Kolin

Der erste Schwimmwettkampf – Ein gelungener Auftakt

Eine neue Seite in der Städtepartnerschaft zwischen Kolin und Kamenz wurde aufgeschlagen

Schon vor geraumer Zeit hatte der Sportschwimmclub Kolin (SOPKo) zum Partnerschaftsstadtschwimmen Kolin - Kamenz  in das Hallenschwimmbad Kolin eingeladen. Gut war, dass sich der Ostsächsische Schwimmverein Kamenz e.V. (OSSV) nicht lange bitten ließ und – unterstützt von der Stadt Kamenz – die Organisation auf Kamenzer Seite übernahm. So konnte sich dann das Schwimmteam des OSSV am Sonnabend, dem 13. Mai auf den Weg nach Kolin machen.

Eine herzliche Begrüßung im Koliner Rathaus

In Kolin am Rathaus eingetroffen, erwartete uns bereits Vera Dolezalova, die unsere Mannschaft herzlich begrüßte, uns in bewährter Art und Weise als Übersetzerin zur Seite stand und für uns zwei Tage bei allen Problemen half. Da es der erste Schwimmwettkampf zwischen dem SOPKo und dem OSSV im Rahmen der Städtepartnerschaft war, hatte er sicher einen besonderen Stellenwert, aber die große Herzlichkeit der Tschechen beeindruckt immer wieder. Die Kinder wurden in den festlichen Ratssaal geladen und vom stellvertretenden Bürgermeister und dem Kulturbürgermeister begrüßt. Sicher war das, was dann in den offiziellen Reden gesagt wurde, für sie vielleicht nicht besonders interessant, aber sie saßen wie die Mäuschen und lauschten einer recht langen Begrüßungszeremonie. Zum Schluss gab es dann auch noch für sie Gastgeschenke. Sie waren mächtig beeindruckt!

Sportliche Freizeit mit Koliner Schülern

Im Anschluss an die Begrüßung ging es zur Jednicka-Grundschule, wo unsere Kinder von der Direktorin, zwei Lehrerinnen und sieben Grundschülern wieder sehr herzlich und unverkrampft begrüßt wurden. Nach einer Schulbesichtigung, der Erfrischung mit Getränken und Obst wurden gemeinsam Ratespiele und dann Zweifelderball mit gemischten Mannschaften gespielt. Erstaunlich war dabei, wie schnell Kinder die durchaus vorhandenen Sprachbarrieren abbauten. Und zum Schluss gab es dann für unsere Kinder wieder kleine Gastgeschenke. Im Übrigen sucht die Schule in Kamenz eine Partnerschule. Vielleicht ist das auch noch eine Möglichkeit, die Städtepartnerschaft auszuweiten.

Der Wettkampftag und eine große Überraschung

Am Sonntag war es dann soweit – der Wettkampftag: Nicht nur die Stadtverwaltung Kolin war bestens auf das erste Schwimmfest der Partnerstädte vorbereitet, auch der Schwimmverein von Kolin hatte voll mitgezogen. Der Verein hat in einer sehr schönen, nicht nur funktionell-, sondern auch freizeitorientierten Schwimmhalle seine Heimstatt. Dort erwarteten uns 55 Schwimmer(innen), Betreuer, Trainer – alle in einheitlicher Kleidung, was ein sehr schöner Anblick war. Wieder war es die herzliche Begrüßung mit dem Austausch von Gastgeschenken, die beeindruckte. Und dann eine nicht geahnte Überraschung: Zur Eröffnung des Wettkampfes wurden die Nationalhymnen beider Staaten gespielt. Auf den Gedanken muss man erst mal kommen. Soviel Ehre für Kinder! Wunderbar! Das ist angekommen!

Die Ergebnisse

Es gab 20 Wettkämpfe, an denen 55 Kinder bzw. Jugendliche aus Kolin und 7 aus Kamenz teilnahmen. Jeder der Kamenzer Schwimmer(innen) stellte sich in 5 Wettkämpfen. Die erreichten Ergebnisse können sich aus Kamenzer Sicht sehen lassen: Neben guten 4. und 5. Plätzen einmal Platz 1, fünfmal Platz 2 und zweimal Platz 3. So erreichte Marek Hirschberg (JG 04) den ersten Platz in der Disziplin „100m Brust“ in 1:36,51min, den zweiten Platz in den Disziplinen „100m Rücken“ in 1:23,9min, „100m Freistil“ in 1:14,23min, „100m Schmetterling“ in 1:26,40min sowie „200m Lagen“ in 3:02,26min. Paul Hetmank (JG 06) erreichte bemerkenswerte dritte Plätze in „50m Freistil“ in 42,24s und in „100m Lagen“ in 1:48,59min. Und auch der durch Annalena Hanke (JG 06) zweite Platz in „50m Brust“ mit 52,11s sei an dieser Stelle erwähnt.

Der Ausblick

Aber nicht nur die Ergebnisse zählen. Viel schwerer wiegt sicherlich, dass sich die Menschen beider Städte nähergekommen sind. Hier erfüllte sich ganz konkret und praktisch die oftmals als Phrase gebrauchte Völkerverständigung des Sports. Auf jeden Fall wird es wieder einen Vergleichskampf zwischen dem OSSV und dem SOPKo geben, dann aber in Kamenz. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem OSSV – und hier gilt der Dank besonders Edeltraud und Theo Schnappauf –  konnte der Wettkampf in Kolin und wird er dann – voraussichtlich im nächsten Jahr – in Kamenz stattfinden.

Knihovna heißt Bibliothek -Erfahrungsaustausch der Bibliotheken Kamenz und Kolin

Dass die Stadtbibliothek“ G. E. Lessing“ an einem Öffnungstag geschlossen bleibt, ist für ihre Nutzer ungewöhnlich. Am 12. Mai 2017 hatten sie aber großes Verständnis dafür. Das Bibliotheksteam startete an diesem Freitagmorgen nicht wie gewohnt die Computer in der Bibliothek, sondern das Dienstauto der Stadt Kamenz und los ging die Reise in die tschechische Partnerstadt Kolin. Grund war eine Einladung zum tschechisch-deutschen Kulturfrühling. Das Navi war programmiert mit Ziel „MESTSKA KNIHOVNA KOLIN“. Nach einer herzlichen Begrüßung gab es viele anregende Begegnungen mit den tschechischen Kolleginnen und Kollegen. Bei der Besichtigungstour durch die Bibliothek staunten die Kamenzer über mehrere kleine Ausstellungen, die ideenreich und kreativ über die Lessingstadt informierten. Die Verständigung war durch die hervorragenden und humorvollen Übersetzungen von Frau Vera Dolezalova zum Glück kein Problem. Sie kennt Kamenz bereits durch viele Städtepartnerschaftsbesuche.

Der Koliner Bibliotheksleiter Herr Karnik sowie seine Stellvertreterin Frau Vodizkova (li.) boten den Kamenzer Gästen einen umfassenden Einblick in ihre Arbeit. Dank der hervorragenden Übersetzungen von Frau Dolezalova (re.) konnte gefachsimpelt werden.

Nach einem gemeinsamen typisch tschechischen Mittagessen gab es eine kleine Stadtführung rund um den Karlsplatz im mittelalterlichen Stadtzentrum. In Kolin existierte seit dem 14. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde. Historische Zeitzeugen sind ein gut erhaltenes jüdisches Viertel mit der Synagoge aus dem 15. Jahrhundert. Im klassizistischen Gebäude der ehemaligen jüdischen Schule befindet sich heute die Stadtinformation. Das Bibliotheksteam übernachtete im ehemaligen Rabbiner-Haus. Die jüdische Gemeinde zerfiel im Jahr 1953. In der Synagoge, die heute kulturellen Zwecken dient, erlebten die Kamenzer am Abend einen Festakt mit klassischem Konzert des international prämierten Zemlinsky-Streichquartetts. Im Anschluss wurde eine Publikation deutsch-tschechischer Lyrik von Literaten des Koliner Elbegebietes präsentiert. Der Koliner Bürgermeister Vit Rakusan, der die Veranstaltung moderierte, kam bei einem kleinen Bankett und leichtem Swing im Innenhof der Synagoge dann mit den deutschen Gästen ins Gespräch. Er gab ihnen die herzlichsten Grüße an alle Kamenzer Bürger mit auf den Weg der Heimreise. Die Koliner waren tolle Gastgeber, so dass nicht nur neue Kontakte geknüpft wurden, sondern die tschechischen Bibliothekare im nächsten Jahr zum Gegenbesuch in Kamenz erwartet werden.

18.05.2017 - 01.06.2017

27.04.2017: Wie kann der gymnasiale Schulstandort entwickelt werden?

 

Wer mit dem Paddel auf den Teich schlägt,

bringt die Fische in Bewegung.

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

sehr geehrte Unternehmerinnen und Unternehmer,

wenn im wahrsten Sinne des o.g. Zitates die unterschiedlichsten Leute mit den unterschiedlichsten Gedanken in Bewegung kommen, dann ist das gut, denn natürlich ist die Frage sehr wichtig, wie der gymnasiale Campus durch den Aufgabenträger, den Landkreis Bautzen, – und natürlich unter der Mitwirkung der Stadt Kamenz – letztendlich gestaltet wird. Und so kursiert ein offener Brief zur Bürgerbeteiligung in unserer Stadt.

Am Freitagabend hatte der Kamenzer Klub „Gotthold Ephraim Lessing“ unter der Frage „Kamenz wohin gehst Du?“ zu einem interessanten Gespräch über Stadtentwicklungsfragen eingeladen. Der fast zwei Stunden andauernde Gedankenaustausch brachte die unterschiedlichsten Themen zur Entwicklung der Altstadt, zur Gesamtentwicklung der Stadt u.a. der Wirtschaftsentwicklung und vieles mehr auf den Tisch. Natürlich wurde beinahe erwartungsgemäß auch die Frage, welche Nutzung in einem Bereich unterhalb der Lessingschule denkbar, vielleicht auch machbar ist, nicht ausgespart.

Höchstwahrscheinlich ist es bisher nicht so deutlich geworden, aber natürlich bedingt eine Umsetzung eines Gesamtprojektes auf dem gesamten Areal die Antwort auf die Frage, wie groß muss unter Berücksichtigung auch einer wachsenden Stadt die Fläche für den Bereich der Lessingschule – wenn man so will für den Campus – an dieser Stelle sein.

Was hat der Kamenzer Stadtrat dazu entschieden?

Er hat schon im vergangenen Jahr klargestellt, dass die notwendigen Flächen, die der Landkreis benötigt, auch bereitgestellt werden, und damit ist auch klar und sichtbar, dass die Betrachtung des gymnasialen Bildungsstandortes einen zentralen Platz einnimmt.

In der Diskussion am Freitagabend war dafür eine gute Basis vorhanden. Die Menschen wussten, dass der Landkreis als Schulträger die Aufgabe für die Trägerschaft des Lessing-Gymnasiums ausfüllt und natürlich ist der Schulträger gut beraten, zu klären, ob eine Investition auf der Grundlage einer angenommenen 3-Zügigkeit zukunftsfähig ist, oder ob nicht – bedingt durch die Entwicklung der letzten Jahre – aber vielleicht auch mit dem Blick in die Zukunft schon jetzt eine 4-Zügigkeit notwendig ist. Und aus dieser Sicht ist es nur allzu verständlich, dass aus den unterschiedlichsten Richtungen diese Fragen aufgeworfen werden. Wir stehen dabei nicht abseits, sondern sind da schon im besten Sinne des Wortes mittendrin.

Was kann man machen?

Die Frage lässt sich von der Struktur vernünftigerweise einfach beantworten: Bleibt der Landkreis bei seiner Ansicht, dass das Ausbauprogramm mit der Grundlage einer 3-zügigen gymnasialen Lösung erfolgt, dann sollte er die Lösung der möglichen Erweiterung des gegenwärtigen Standortes im Ergebnis eines Stadtwachstums schon jetzt mit strukturell vorsehen. Dass betrifft die strukturelle Anordnung des Anbaus genauso wie den Standort der Sporthalle u.v.m. auszuschreiben.

Bei diesem Ansatz muss also genügend Grundstücksfläche zur Verfügung stehen, um eine solche Umsetzung zu ermöglichen. Es kann aber auch sein, dass aufgrund der eingetretenen Situation der Schulträger zu der Einsicht gelangt, dass schon jetzt eine 4-zügige Lösung die eigentlich zukunftsweisende ist und natürlich hat dies dann die entsprechenden Planungskonsequenzen. Das sieht man an der Konzeption des erforderlichen Anbaus, an der klaren Planung der Freiflächenangebote.

Der Schulstandort steht im Mittelpunkt

Inwieweit Teile dieser Fläche, die nicht für den anders als für den gymnasialen Standort benötigt werden, anders genutzt werden, muss natürlich erörtert werden.

Für die Etablierung des Gymnasiums in der Innenstadt gibt es Beschlüsse des Stadtrates und Verträge mit dem Landkreis.

Ich kann mir vorstellen, dass diese selbstverständliche Vorgehensweise nicht ganz offensichtlich war. Insofern ist das auch eine Gelegenheit, dies klar und deutlich festzustellen und ich denke, dass ich beinahe für eine Mehrheit des Stadtrats sprechen kann.

Es ist selbstverständlich, dass der Landkreis zu der Frage, an welcher Stelle er den Schulsportplatz errichten oder sanieren will, noch seine Position finden muss. Mir ist bekannt, dass man offensichtlich im Landkreis über eine Zusammenführung des gymnasialen Standortes mit dem Sportplatz nachdenkt. Ein Ergebnis oder eine offizielle Mitteilung liegt uns hierzu noch nicht vor. Eine solche würde eine neue Situation bedeuten, auf die reagiert werden müsste bzw. die neue Überlegungen erfordern würde. Um es also zusammengefasst auf den Punkt zu bringen, die Bildungsinhalte für den gymnasialen Standort, für den gymnasialen Campus werden ermittelt und sicher auch in die Diskussion gebracht werden. Der gymnasiale Bildungsstandort bestimmt das Areal und alles andere sollte sich nach diesen Bedürfnissen ausrichten. Das kann Handel sein oder Wohnen und Gewerbe. Diese Aufgabenstellung ist die eigentlich vollständige. Nur war dies eben auch in dieser Form nicht der Gegenstand der Betrachtung in der Beratung des Stadtrates am 29. März 2017, sondern die mehrheitlich getroffene Entscheidung baute auf diesem Grundkonsens und dieser Aufgabenstellung auf. Allerdings ist dies eben etwas anderes als der sehr breit angelegte Antrag von Teilen der CDU-Fraktion, so dass neben der angesprochenen Schwerpunktnutzung noch alternativ rechtlich geprüft werden sollte, „ob eine alternative Nutzung für Wohn- und Gewerbezwecke, für Bildung, für Sport- und Freizeitzwecke, oder für andere zulässig Zwecke (z.B. Läden, Gaststätten; nicht störende Handwerksbetriebe; Hotels, Pensionen usw.) vorab planungsrechtlich zu klären ist.“

Der Einreicher hatte dann auch selbst gesehen, dass ein solcher „Nutzungseintopf“ – oder wenn man es seriöser ausdrücken will – solch ein breit angelegter Nutzungskatalog kaum zu einem Erfolg führen kann und sichtbar war, dass man beinahe jede denkbar andere Nutzung angeführt hat, nur um möglicherweise vom Kern her, sich gegen eine Einzelhandelsnutzung auszusprechen, obwohl man bei der Antragsbegründung beteuerte, dass der Änderungsantrag nichts anderes beinhalten würde, als der im Ältestenrat besprochene und letztendlich mehrheitlich vorgeschlagene Beschlussantrag. Nach der sehr anstrengenden Debatte wirkte dann der teilweise Rückzug und der damit verbundene Vorschlag etwas hilflos, wenigstens den Begriff „Bildung“ in den Beschlusstext mit einzufügen. Keiner der am Antrag Beteiligten war offensichtlich in der Lage, dem Stadtrat zu erklären, was er denn genau damit meinte. Mir persönlich war klar, dass der Raum für den gymnasialen Bildungsbedarf ohnehin geklärt werden muss. Das war immer das eigentliche Kernziel des Kamenzer Stadtrates. Und so habe ich mich in dem Falle – was ich sonst selten tue – bei diesem Antrag der Stimme enthalten.

Fazit

Der Landkreis als Schulträger wird sich und muss sich entscheiden, welche Entwicklung er für richtig und angemessen hält. Wir werden uns mit Sicherheit dazu auch positionieren und auf den unterschiedlichen Ebenen darüber diskutieren. Die Stadt Kamenz ist – bei Klarheit durch den jetzigen Schulträger des Gymnasiums – gefordert, zum einen eine gegebenenfalls neue Situation zu bewerten, zum anderen den notwendigen Entwicklungsraum für das Gymnasium bereitzustellen oder auch unter Umständen vorzuhalten.

Umso schöner ist es und auch im besten Sinne gerade noch rechtzeitig, dass sich nun einige mehr Gedanken machen, wie die Zukunft der gymnasialen Bildung konkret in unserer Stadt gestaltet werden soll. Insofern ist das Bild der Fische im Teich zumindest interessant. Insofern hat der Kamenzer Stadtrat mit seiner klaren Überlegung, wie man die Flächen in diesem Bereich nutzen könnte mit dem Paddel auf den Teich geschlagen und die Fische im positiven Sinne in Bewegung gebracht.

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister

 

Wie könnte eine Sportanlage unterhalb der Lessingschule aussehen?

Um dies etwas besser bildlich zu verdeutlichen, wurde die Sportanlage an der Macherstraße maßstäblich 1:1 in die in Frage stehende Fläche „eingespiegelt“.

Die Betrachtung des Areals unter Berücksichtigung des notwenigen Sportplatzes für die 1. Oberschule und den gymnasialen Standort zeigt auf den ersten Blick das obige Ergebnis.

Es kann sich im wahrsten Sinne des Wortes ein erstes Bild gemacht werden. Und sicher ist z. B. zu klären, wie die Abschirmung zur Oststraße aussieht. Es ist auch zu klären, welche Erweiterungsmöglichkeiten für die Zukunft für die Gebäudestruktur des Schulstandortes bestehen oder wie ein ausreichendes Parkraumangebot realisiert werden kann. Diese Fragen und andere sind zu beantworten, wenn ein Lösung entstehen soll, die nachhaltig und zukunftsfähig sein soll.

Lageplan Vorplanungsstudie Umbau-/Erweiterungsbau mit möglicher Sporthalle des Lessing-Gymnasiums an der Henselstraße (Planungsgruppe Neumann GmbH)

Die Fläche für die Sporthalle war schon immer – also seit den Überlegungen für einen gymnasialen Bildungsstandort an dieser Stelle – für den möglichen Standort einer Sporthalle vorgesehen. Dafür hat die Stadt Kamenz die entsprechenden planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Des Weiteren stellt sie die erforderlichen Flächen dem Landkreis – als Schulträger des Gymnasiums – zur Verfügung.

 

 27.04.2017 - 17.05.2017

27.04.2017: Einkaufssonntag

Fast schon ein Sommertag in Kamenz

Der Ei(erei)nkaufssonntag am 9. April 2017

Die Sonne und die Temperatur hatten es an diesem Tag sehr gut gemeint. Vielleicht war es auch eine Belohnung für die Akteure und Beteiligten, die wieder viel Zeit und Kraft in die Vorbereitung und Durchführung dieses Einkaufssonntages oder, anders ausgedrückt, der „Eierei“ gesteckt hatten. Denn um das „Ei“ drehte sich an diesem Tag alles. Es gab so viele Aktivitäten, Angebote und Aufforderung zum Mitmachen, dass ein Benennen aller, diesen Rahmen sprengen würde. Deswegen nachfolgend ein paar optische Eindrücke, die stellvertretend für die gute Laune an diesem Tag stehen sollen, verbunden mit dem Dank an alle Beteiligten, die sich für das Gelingen dieses Tages eingebracht haben und die dafür sorgten, dass die Kamenzer und ihre Gäste einen vergnüglichen Nachmittag in „ihrer“ Stadt verbringen konnten. Die Innenstadt zeigte sich wieder einmal – belebt und trubelig – von ihrer schönsten Seite.

Solch ein Gewimmel möcht`ich sehn...
Alpakas auf dem Marktplatz - schon irgendwie merkwürdig, aber schön.
Nanu, ein geflochtenes Ei?
Aha, die waren das! Vielen Dank Birgit Nitsche (re.) von der Firma Naturnahe Gärten!
Mal eine ganz andere Art auf die Leseangebote der Stadtbibliothek aufmerksam zu machen.
Linus Becker machte es sich im "LeseEi" gemütlich.
Kaffee und Kuchen in Sachsen - Das muss sein.
Es gibt so viel zu sehen!
Schnell alles im Handy festhalten, ehe es eventuell vergessen ist.
"Green Eggs And Ham" - Ein zukünftiger Bob Dylan?
Von wegen leere Bautzner Straße - an diesem Tag nicht ...
Bemalte Flacheier
Beklebte Flacheier
Pelzige Eier
Gestaltete "Saurier" - Eier
Und die kleinen Wesen schleppen all die Eier zu Ostern an? Ist nicht wahr!
Die Herren der Kaninchen
Und wer die Eierei "satt" hatte, konnte sich durch die Gegend "kutschieren" lassen.
Zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein! Olle Goethe kann sich ja nicht mehr wehren...
Osterbaum - Symbol des Erwachens neuen Lebens, des Neubeginns und des Frühlings
12.04.2017: Seniorenzentrum am Bautzner Berg

Seniorenzentrum am Bautzner Berg

Neben dem voraussichtlichen Eröffnungstermin am 1. September 2017 und weiteren Informationen zum Bau des Seniorenheims rief Kathleen Hanschke Kamenzerinnen und Kamenzer zu einem Namenswettbewerb auf, in dessen Rahmen – auf der Grundlage der eingesandten Namensvorschläge – eine Jury den Namen für das neue Seniorenzentrum bestimmt. Vom 27. März bis 10. Mai 2017 können Vorschläge für den neuen Namen der Einrichtung eingereicht werden. Gerne können auch Vorschläge per E-Mail an kamenz@azurit-gruppe.de eingereicht werden. Die Postkarten zur Teilnahme werden ab dem 22. März 2017 im Eingangsbereich des Rathauses zur Verfügung stehen. Unter allen Einsendungen verlost die AZURIT-Gruppe ein Grillfest für 10 Personen aus. Weitere Informationen zu diesem Pressegespräch finden Sie im Mitteilungsblatt - Ihre Heimat- und Bürgerzeitung im Landkreis Bautzen - Ausgabe Kamenz, auf der Seite 11.

16.03.2017- 12.04.2017

31.03.2017: Einzelhandel an der Lessingschule auf den Weg gebracht?

Was wurde im Stadtrat am 29.03.2017 wirklich beschlossen?

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, liebe Einwohner,

aber vor allem auch sehr geehrte Gewerbetreibende, Unternehmerinnen und Unternehmer in unserer Stadt, bevor Sie sich den nachfolgenden Beschlusswortlaut durchlesen, können Sie sich mehrere Fragen stellen – z.B.:

  1. Weshalb sollte mit dem Beschluss des Stadtrates eine Bürgerbeteiligung nicht möglich sein?
  2. Hat der Stadtrat der Stadt Kamenz schon vollendete Tatsachen geschaffen, wenn er prüfen will, wie eine   Ausschreibung für Handelszwecke oder für eine Wohn- oder Gewerbenutzung erfolgt?
  3. Was spricht denn dagegen, neben der jetzt möglicherweise vorgesehenen Handelsnutzung die Alternative für Wohnen und Gewerbe mit abzuprüfen?
  4. Ist es nicht dann auch vernünftig, zum jetzigen Zeitpunkt zu entscheiden, ob man eine Ausschreibung für Wohn- und Gewerbezwecke für dieses Gebiet herbeiführen will?
  5. Was spricht denn dagegen, in einem Wettbewerb - im Ergebnis einer Ausschreibung - sich unterschiedliche Lösungskonzepte unterbreiten zu lassen, die nach zuvor gemeinsam entwickelten Kriterien bewertet werden?
  6. Ist es nicht sinnvoll, diejenigen zu befragen, die entweder Wohn- oder Gewerbenutzung anbieten, um auch herauszufinden, wie dieses für die Stadt wichtige Grundstück sinnvoll genutzt werden könnte, ohne dass wir selbst für aufwendige Wettbewerbe Geld ausgeben müssen?
  7. Ist denn der Stadtrat wirklich verpflichtet, ein Angebot anzunehmen, das vielleicht nicht die erwartete Lösung bringt? Oder ist er nicht frei, zu entscheiden, unter Umständen die Ausschreibung – wenn sie kein zutreffendes Ergebnis beinhaltet – aufzuheben?

 

Sicher können Sie sich die ein oder andere Frage stellen, aber vielleicht werden Sie auf der Suche nach eigenen Antworten zu einer anderen Schlussfolgerung bzw. zu einem anderen Ergebnis kommen, wenn Sie nun nachfolgend lesen, was wirklich im Stadtrat beschlossen wurde.

 

Was hat der Stadtrat der Stadt Kamenz am 29.03.2017 zum Gebiet unterhalb der Lessingschule entschieden?

 

Der Beschluss Nr. 2132/2017 lautet zusammengefasst wie folgt:                                                                             

  1. Der Beschluss Nr. 1980/2016 vom 04.05.2016 wird aufgehoben.
  1. Der Stadtrat beabsichtigt, die im Bebauungsplan „Stadterneuerung Kamenz Gründerzeitquartier“ ausgewiesene Fläche – derzeit Sondergebiet Handel – auszuschreiben und beauftragt den Oberbürgermeister, Kriterien für die Ausschreibung vorzubereiten und dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorzulegen. Dabei ist rechtlich zu prüfen, ob eine alternative Nutzung für Wohn- und Gewerbezwecke vorab bauplanungsrechtlich zu klären ist oder ob eine Ausschreibung für Wohn- und Gewerbezwecke parallel zu einer Ausschreibung für Handelszwecke erfolgen kann.
  1. Der Beschluss zur Ausschreibung der unter Punkt 2 genannten Fläche wird durch den Stadtrat der Stadt Kamenz separat gefasst.“

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, liebe Einwohner,

vielleicht bemerken Sie jetzt, dass es hier bei der Meinungsbildung in der Öffentlichkeit offensichtlich Interessenlagen gibt, die mit wenig Mühe schnell zu durchschauen sind, weil sie auf einer unzutreffenden Berichterstattung und gegebenenfalls auf Nichtwissen der Beschlusslage beruhen.

In mehreren, ich kann beinahe sagen z.T. stundenlagen, Beratungen hat der Stadtrat darüber nachgedacht, wie er auf der Grundlage eines Angebotes, das der Stadt Kamenz unterbreitet wurde, reagieren kann.

 

Viele Stadträte standen vor der Frage: Wie weiter?

 

Der vorliegende Beschluss war dann nach reiflichen Überlegungen aus diesen Beratungen heraus entstanden und wurde vom Ältestenrat in dieser Weise, im Übrigen auch mit der Zustimmung der Fraktionsvorsitzenden der CDU-Fraktion, dem Stadtrat empfohlen. Selbst der dann in der Stadtratssitzung am 29.03.2017 gestellte Änderungsantrag der CDU-Fraktion beinhaltete ja ebenso die Vorbereitung einer Ausschreibung für Handel mit einer aber sehr weit gefassten Öffnung zur Betrachtung von Nutzungsalternativen. Dieser Änderungsantrag wurde dann im Verlauf der Debatte von den Einreichern zurückgezogen, so dass der u.a. im Ältestenrat empfohlene Beschlussvorschlag – und zwar zu den drei inhaltlichen Punkten extra – zur Abstimmung kam.

Meine Aufgabe als Oberbürgermeister sehe ich auch darin, den Stadtrat in diesen Fällen zu beraten, wie man in dieser Frage weiterkommt und vor allem, dass auch Entscheidungen getroffen werden, aus denen hervorgeht “was man will.“ Um herauszufinden, was für die Stadt Kamenz die beste Lösung ist, haben sich die Stadträte mit großer Mehrheit für eine sehr gestufte Herangehensweise ausgesprochen. Dies ist aus dem Beschluss heraus deutlich ersichtlich.

 

Ob ausgeschrieben wird, wird später entschieden

Am Rande sei auch erwähnt, dass sich der Stadtrat fast einstimmig – mit nur einer Gegenstimme – dafür ausgesprochen hat, dass der Beschluss zur Ausschreibung der unter Punkt 2 genannten Fläche (unterhalb der Lessingschule) separat gefasst wird. Damit ist klar, dass es einfach nicht stimmen kann, dass am vergangenen Mittwoch ein Einzelhandelsstandort auf den Weg gebracht wurde.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass in der interessanten Debatte und in der sehr gut besuchten Auftaktveranstaltung das Thema Einzelhandel an der Oststraße von der Bürgerschaft selbst thematisiert wurde und bei der abschließenden Schwerpunktsetzung einen sehr hohen Stellenwert bekam.

Was bitte soll denn der Kamenzer Stadtrat machen, wenn nicht in dieser Form dann auch dieser Fragestellung nachgegangen wird, ohne dass schon Entscheidungen getroffen werden, wie etwas geschieht? Und ist es nicht richtig, wenn darüber hinaus sogar noch in einer sehr ernsthaften Tiefe die Nutzungsalternativen Wohnen und Gewerbe untersucht werden?

Vielleicht ist jetzt erkennbar, warum die zuvor angeregten Fragen im Sinne der Selbstbefragung wichtig sind, um zu einem fundierten Urteil zu gelangen.

 

Roland Dantz
Oberbürgermeister der Lessingstadt
31.03.2017 - 17.05.2017
31.03.2017: Kamenz startet Standortkampagne als Batteriekompetenzzentrum

Auf der kreislichen Gewerbemesse „WIR“ startet am 31. März 2017 eine Standortkampagne der Stadt Kamenz mit Unterstützung der ACCUMOTIVE. Anlass sind die positiven Entwicklungen, die im Zusammenhang mit der 500 Mio. Euro umfassenden Investition der Daimler AG in ihre Tochter und dem damit verbundenen Bau der zweiten Batteriefabrik stehen und die auf den Standort, die Stadt, die gesamte Region sowie sachsen- und deutschlandweit ausstrahlen.

KAMENZ – THE PLACE TO [E] / Batterie-Kompetenz-Zentrum [E]lektromobilität

Kurz und prägnant ist der entwickelte und gestaltete Slogan. Er verdeutlicht unmissverständlich und ein wenig stolz, dass in Kamenz Großes passiert.

Die Schlüsseltechnologie und eigentliche Voraussetzung der Elektromobilität liegt in leistungsstarken und sicheren Batterien, die für die Fahrzeuge der Daimler AG in der Lessingstadt produziert werden.

Botschaft wird auf vielen Kanälen kommuniziert

Möglichst viele sollen davon erfahren. Deshalb hat die Stadtverwaltung z. B. einen neuen Hybrid-Mercedes-Pkw der TG Autohandels GmbH in den Fuhrpark aufgenommen, der nicht nur der praktischen Bewältigung städtischer Aufgaben dient, sondern auch als adäquater Werbeträger gestaltet für viel Aufmerksamkeit und Resonanz sorgen wird. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass der Slogan „KAMENZ – THE PLACE TO [E] / Batterie-Kompetenz-Zentrum [E]lektromobilität“ in Zusammenarbeit mit der Kamenzer Graphixer GmbH erfolgte, die auch für die optische Umsetzung auf dem Fahrzeug verantwortlich war.

Auf diesem und anderen zukünftigen Werbemitteln wird auf die eigens gestaltete zentrale Website www.kamenz.de/e-mobility hingewiesen, auf der man Aktuelles und Wissenswertes zum Technologiestandort erfährt.

Auch ist hier der Verweis auf das Fachkräfte-Recruiting der ACCUMOTIVE platziert, das sich übrigens auch zur Messe „WIR“ am Stand der Stadt Kamenz wiederfinden wird.

Online und damit öffentlich zugänglich wird diese Website ab dem 31. März 2017 sein.

Ein Besuch der Website und des städtischen Messestandes zur „WIR“ lohnt sich!

31.03.2017 - 07.04.2017

07.03.2017: Grundsteinlegung Werk II der Dt. ACCUmotive
  • Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, begrüßt Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich bei der Daimler-Tochter ACCUMOTIVE in Kamenz.
  • Investition von rund einer Milliarde Euro in die weltweite Batterieproduktion
  • Verdopplung der Mitarbeiterzahl am Standort bis Ende des Jahrzehnts
  • Umsetzung der Unternehmensstrategie „CASE“ (Connected, Autonomous, Shared & Services, Electric) in vollem Gang

 

Stuttgart/Kamenz – Mit der Grundsteinlegung für eine der größten und modernsten Batteriefabriken setzt die Daimler AG neue Maßstäbe in der internationalen Automobilindustrie und geht den nächsten Schritt in der Elektrooffensive.

Bei der hundertprozentigen Tochter ACCUMOTIVE in Kamenz entsteht mit einer Investition von rund 500 Millionen Euro bereits die zweite Fabrik für Lithium-Ionen Batterien. Ehrengäste beim Festakt waren Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Stanislaw Tillich (Ministerpräsident des Freistaates Sachsen), die gemeinsam mit Dieter Zetsche (Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars), Markus Schäfer (Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain), Frank Deiß (Leiter Produktion Powertrain und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim) und Frank Blome (Geschäftsführer Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG) das Gehäuse einer Fahrzeugbatterie als Grundstein verankerten.

„Die Automobilindustrie steht vor einer fundamentalen Transformation und wir begreifen uns als treibende Kraft des Wandels“, so Dieter Zetsche. „Die Batteriefabrik in Kamenz ist ein wichtiger Bestandteil in der Umsetzung unserer Elektrooffensive. Bis 2022 werden wir bereits mehr als zehn reine Elektroautos in Serie haben. Auch die Hybridisierung unserer Flotte treiben wir konsequent weiter voran. Unter der Marke EQ schaffen wir ein ganzheitliches Ökosystem für die E-Mobilität.“

Die Investition von Daimler stärkt die Region als wichtigen Innovationshub der deutschen Automobilindustrie und bietet den Beschäftigten gute Perspektiven in einem zukunftsträchtigen Technologiefeld. Davon konnten sich auch die Bundeskanzlerin und der sächsische Ministerpräsident bei einem Werksrundgang durch die bestehende Batteriefabrik im Gespräch mit zwei Mitarbeitern aus der Produktion ein Bild machen.

Stanislaw Tillich betonte: „Daimler setzt bei dieser für Deutschland und Europa wichtigen Investition auf Sachsen – ich sage danke und herzlich willkommen! Die heutige Grundsteinlegung in der Lausitz ist ein Zukunftssignal, das besonders stark strahlt. Mit der Investition trägt Daimler entscheidend dazu bei, den guten Ruf Sachsens als traditionsreiches und modernes Autoland zu festigen. Das Vorhaben steht für Innovationen und Arbeitsplätze und gleichzeitig für die Entwicklung des Technologiestandortes zu einem Zentrum der Elektromobilität.“

Insgesamt investiert Daimler rund eine Milliarde Euro in einen globalen Batterie-Produktionsverbund. „Mit der zweiten Batteriefabrik in Kamenz geben wir die Initialzündung für den Aufbau der ersten Premium eBattery-Factory“, so Markus Schäfer. „Die lokale Fertigung von Batterien ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in unserer Elektrooffensive und der entscheidende Baustein, um die weltweite Nachfrage nach Elektrofahrzeugen flexibel und effizient zu bedienen. Damit sind wir in unserem Produktionsnetzwerk für die Mobilität der Zukunft sehr gut aufgestellt.“

Mitte 2018 soll das neue Produktionswerk im rund 50 Kilometer von Dresden gelegenen Kamenz in Betrieb genommen werden. Das rund 20 Hektar große Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe der bestehenden Batteriefabrik. Durch die Erweiterung vervierfacht sich die Produktions- und Logistikfläche in Kamenz auf insgesamt rund 80.000 m2. ACCUMOTIVE wird die Anzahl der Mitarbeiter am Standort in den nächsten Jahren schrittweise erhöhen. Bis Ende der Dekade wird ACCUMOTIVE über 1.000 Mitarbeiter beschäftigen und somit die Mitarbeiterzahl gegenüber dem heutigen Stand mehr als verdoppeln.

„Der Besuch unserer Bundeskanzlerin hier bei ACCUMOTIVE unterstreicht den Stellenwert der Elektromobilität in Deutschland und die gute Perspektive des Zukunftsstandorts Kamenz. Für unsere Belegschaft ist das ein tolles Signal und eine Würdigung ihres Know-hows und der Top-Leistung der letzten Jahre. Bis heute haben wir hier mehr als 80.000 Batterien auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie geliefert“, so Frank Blome. Die zweite Batteriefabrik ist als CO2-neutrale Fabrik konzipiert: Daimler denkt im Sinne der Elektromobilität ganzheitlich und setzt bereits in der Produktion auf Nachhaltigkeit. Ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaik-Anlage werden in Verbindung mit stationären Batteriespeichern die Produktionsanlagen mit Energie versorgen. Die neue Batteriefabrik wird außerdem mit modernsten Anlagen und Technologien Maßstäbe im Bereich Industrie 4.0 setzen.

Elektro-Offensive von Mercedes-Benz Cars

Mercedes-Benz Cars startet mit dem Concept EQ die neue Generation von Elektrofahrzeugen. Bis 2022 sollen mehr als zehn neue Elektroautos in Serie gehen: vom smart bis zum großen SUV. Zehn Milliarden Euro fließen in den nächsten Jahren in den Ausbau der Elektroflotte. Die neuen Elektrofahrzeuge werden innerhalb des globalen, hochflexiblen und effizienten Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz Cars mit Standorten auf vier Kontinenten produziert. Das erste EQ-Serienfahrzeug wird zum Ende der Dekade im Mercedes-Benz Werk Bremen vom Band laufen. Künftig werden außerdem im Werk Sindelfingen EQ-Modelle der Ober- und Luxusklasse gefertigt. Das Unternehmen geht davon aus, dass 2025 der Anteil der Elektromodelle am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz zwischen 15 und 25 Prozent liegen wird. Neben Antriebsbatterien für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge werden bei ACCUMOTIVE Batterien für die stationären Mercedes-Benz Energiespeicher sowie für 48-Volt-Systeme produziert. Das richtungsweisende 48-Volt-Bordnetz feiert in der neuen Generation der S-Klasse Premiere und wird sukzessive in verschiedenen Baureihen Einzug halten.

Kamenz wird Batterien für Nutzfahrzeuge liefern

Auch die Nutzfahrzeug-Sparten von Daimler treiben die Elektrifizierung ihres Portfolios konsequent voran. Nach dem Vito E-CELL aus dem Jahr 2011 wird Mercedes-Benz Vans ab dem kommenden Jahr mit Elektro-Transportern in Serie gehen. Sowohl Vito als auch Sprinter werden mit Antriebsbatterien aus Kamenz ausgerüstet sein. Daimler Trucks startet noch in diesem Jahr mit einer Kleinserie des Fuso eCanter. Es handelt sich dabei um die dritte Generation des weltweit ersten rein elektrisch angetriebenen leichten Lkw. Fuso setzt für den eCanter ebenfalls auf Antriebsbatterien aus Kamenz. Je nach Aufbau, Beladung sowie Einsatzprofil ist mit dem 7,5-Tonner eine Reichweite von mehr als 100 km ohne stationäres Nachladen möglich. Der Fuso eCanter wird in Kleinserie ab 2017 ausgeliefert. Die ersten 150 Einheiten gehen an Kunden in Japan, Europa und USA. Mercedes-Benz Trucks startet ebenfalls noch im laufenden Jahr die Kundenerprobung des Urban eTruck, dem weltweit ersten vollelektrischen schweren Verteiler-Lkw. Daimler Buses bringt im nächsten Jahr einen vollelektrischen Mercedes-Benz Stadtbus in die Serienproduktion. Prototypen sind bereits auf der Straße unterwegs.

Unternehmensstrategie CASE als Basis

CASE – diese Buchstaben prägen die Zukunft von Mercedes-Benz Cars. Sie stehen für die strategischen Säulen Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric), die das Unternehmen intelligent miteinander verbindet. Schon heute nimmt Mercedes-Benz Cars in allen vier Bereichen eine führende Rolle ein. So steht im Zentrum für alle Aktivitäten im Bereich Vernetzung die digitale Marke Mercedes me, die den Kunden per App, Website oder direkt im Auto Zugang zu einem umfassenden und personalisierten Dienstleistungsangebot gibt. Auf dem Weg zum autonomen Fahren treibt Mercedes-Benz seit Jahren die Entwicklung intensiv voran und setzt dabei immer wieder Maßstäbe. Dafür nutzen die Mercedes Ingenieure die sogenannte Sensor Fusion. Die Daten unterschiedlicher Sensoren wie Kameras, Ultraschall und Radar werden intelligent verknüpft und ausgewertet. Auch beim Thema Sharing ist der Erfinder des Automobils mit car2go Vorreiter. Mit rund zwei Millionen Nutzern ist das Unternehmen größter Anbieter weltweit beim free-floating Carsharing. Bei der Elektrifizierung des Antriebsstrangs folgt Mercedes-Benz einem ganzheitlichen Ansatz und entwickelt neben der Marke EQ mit einer Fahrzeugfamilie auch ein ganzheitliches Ökosystem, das neben dem reinen Fahrzeug ein umfassendes Angebot rund um die Elektromobilität enthält. Dieses reicht von intelligenten Services über Energiespeicher für private und gewerbliche Kunden sowie Ladetechnologien wie dem induktiven Laden bis hin zum nachhaltigen Recycling. Um die Weiterentwicklung aller vier Säulen gleichermaßen voran zu treiben, sind die Aktivitäten in einer neuen Organisationseinheit gebündelt.

Über ACCUMOTIVE

Die im Jahr 2009 gegründete Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG ist eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG. Das Unternehmen entwickelt und produziert hochkomplexe Batterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie für Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart. Außerdem verantwortet das Unternehmen die Produktion von stationären Batteriespeichern der Mercedes-Benz Energy GmbH. Die ACCUMOTIVE hat ihren Sitz in Nabern im Großraum Stuttgart, wo Forschung und Entwicklung angesiedelt sind. Die Fertigung erfolgt im sächsischen Kamenz. Die Daimler-Tochter beschäftigt insgesamt über 500 Mitarbeiter. ACCUMOTIVE verbindet eine enge Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen Mercedes-Benz Energy GmbH, das am Standort Kamenz für die Entwicklung und den weltweiten Vertrieb der Mercedes-Benz Energiespeicher für private und industrielle Anwendungen zuständig ist.

Statement des Oberbürgermeisters Roland Dantz anlässlich der Grundsteinlegung

Mit der Grundsteinlegung für die Erweiterung der Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG stellt die Daimler AG die Weichen für die größte Industrieansiedlung in der beinahe 800jährigen Geschichte unserer Stadt. Wir haben 2011 mit dem Erwerb von 52 ha Industriefläche gemeinsam im Kamenzer Stadtrat alles auf eine Karte gesetzt, um sicherzustellen, dass sichtbare Entwicklungen für die elektromobile Zukunft am Standort Kamenz weiter möglich werden.

So wie in der Vergangenheit auch mit der Entwicklung des Gewerbegebietes „Am Ochsenberg“ im Ortsteil Bernbruch mit der Ansiedlung der Unternehmen Sachsen Fahnen GmbH & Co. KG und Mast-Jägermeister SE Werk Kamenz wurden Rahmenbedingungen geschaffen, dass es weitergeht. Mit der Erweiterung des Standortes der Daimler AG wird eine deutliche Trendwende für die Entwicklung des Wirtschaftsraumes Kamenz sichtbar.

In Kamenz entsteht durch das Engagement der Daimler AG eine der größten und modernsten Batteriefabriken der Welt. Mit der Entscheidung ca. 500 Mio. EUR in den Standort zu investieren, wird deutlich, welche Bedeutung die Entwicklung der Elektromobilität in den nächsten Jahren bekommen wird.

Ein besonderer Tag – ein besonderer Augenblick – Die Eintragung in das „Goldene Buch der Stadt „Kamenz“

Der Besuch der Bundeskanzlerin anlässlich der Grundsteinlegung für die Erweiterung der Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG macht die Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland sichtbar.

Da an diesem Tag „Wirtschaftsgeschichte“ in unserer Stadt geschrieben wird, ist es für uns eine große Freude und Ehre zugleich, dass dieses Ereignis der Grundsteinlegung und damit das Engagement der Daimler AG im wichtigsten Buch unserer Stadt, dem „Goldenen Buch der Stadt Kamenz“ festgehalten wird. So wird der Stadt Kamenz die Ehre zuteil, dass sich die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Angela Merkel, und der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dr. Dieter Zetsche sich gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, in das Goldene Buch eintragen. Der Inschrift im Goldenen Buch lautet:

„... da er (der Mensch) das Gute tun wird, weil es das Gute ist …“

Gotthold Ephraim Lessing aus „Die Erziehung des Menschengeschlechts"

Besuch der Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Dr. Angela Merkel anlässlich der Grundsteinlegung für das Werk II der Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG am 22. Mai 2017 in Kamenz

Dieser feierliche Akt ist auch Ausdruck einer Wertschätzung denjenigen gegenüber, die zum Gelingen dieser für Sachsen und für Deutschland wichtigen Ansiedlung beigetragen haben. Es ist darüber hinaus auch eine Wertschätzung der Menschen hier vor Ort, der Beschäftigen der Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG sowie all jener, die besonders in den letzten Jahren und Monaten für die Ansiedlung hart gearbeitet haben. Insofern gilt der Dank allen, insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, der ewag kamenz-Energie und Wasserversorgung Aktiengesellschaft Kamenz sowie auch den Unternehmen und Behörden, die wie die Landkreisverwaltung zum Gelingen dieses für die Stadt Kamenz so wichtigen Vorhabens beigetragen haben.

Mit der Grundsteinlegung am heutigen Tag verbindet sich die Zuversicht auf eine Mehrung des Wohlstandes der Menschen in unserer Region. Es entstehen hochqualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze, die gerade in den Zeiten von Arbeitsplatzverlusten im westsächsischen Raum, so z. B. bei der Solarworld AG, oder auch östlich von Kamenz durch die Entwicklung des Werkes von Bombardier von großer Bedeutung sind.

Wir verbinden mit dem heutigen Tag natürlich auch die Zuversicht, dass unsere Stadt und damit die Region um Kamenz einen weiteren Schub erfährt und wachsen wird. Das bedeutet genauso wie in den letzten Jahren für uns, für die Bürgerschaft hart zu arbeiten und „dranzubleiben“, um die Chancen, die sich hier für uns auftun, zu nutzen.

Der heutige Tag ist ein Tag der Freude. Er schafft auch die Möglichkeit zum Innehalten und in die Zukunft zu blicken.

Die Grundsteinlegung im Live-Stream

Hier finden Sie die Live-Aufnahmen des Grundsteinlegungs-Festaktes vom 22.05.2017 mit Werksführung und Auftritten von Markus Schäfer, Dieter Zetsche, dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (in dieser Reihenfolge) zusammengefasst in einem Video der Daimler AG.

Im Plenum stellten die Moderatoren der Foren ihre Diskussionsergebnisse vor. Danach konnten alle Teilnehmer des Abends aus den 20 Handlungsfeldern durch Vergabe von Punkten ihre persönlichen Schwerpunkte auswählen. Und es war durchaus interessant, wie sich die Teilnehmer an dieser Einwohnerversammlung entschieden und welche Reihenfolge der Schwerpunkte für die Leitbilddebatte gesehen wurden. Am Ende des Abends waren sich die anwesenden Bürgerinnen und Bürger einig, dass diese Art der aktiven Beteiligung sehr interessant und konstruktiv sowie ein sehr guter Einstieg in die anstehenden Diskussionen war.

Mehr über den Ablauf und die zukünftigen Aufgabenfelder für Kamenz aus dieser Bürgerbeteiligung in einer der nächsten Ausgaben des Kamenzer Amtsblattes.

 

07.03.2017

07.03.2017: Kamenz – Gestern – Heute – Morgen, Gelungener Beginn der neuen Leitbilddebatte

Gemeinsam mit rund 90 interessierten Bürgerinnen und Bürgern fand am Abend des 2. März 2017 im Kamenzer Rathaus die Auftaktveranstaltung zur „Leitbilddebatte zur Entwicklung der Stadt Kamenz für den Zeitraum bis 2025 mit Ausblick bis 2030“ statt.

Bürgerbeteiligungen in den unterschiedlichsten Formen hat es schon in der Vergangenheit gegeben. Dieses Mal fand die Zusammenkunft aber nicht in der „klassischen Form“ eines Podiums statt, auf dem die jeweilige Thematik vorstellt wird und die Bürger dann Fragen stellen können, sondern in vier Foren mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten (wie z. B. „Wohnen, Arbeiten, Handel, Gewerbe, Städtebauliche Entwicklung“ oder „Soziales, Bildung, Freizeit, Kultur, Tourismus, Sport“) erfolgten sehr interessante Gespräche und rege Diskussionen, waren die Teilnehmer selbst gefordert, Inhalte zu entwickeln bzw. Schwerpunkte festzulegen. Im Weiteren wählte jede dieser Arbeitsgruppen aus den so gesammelten Themen fünf Handlungsschwerpunkte mit Blick auf die zukünftige Entwicklung in Kamenz aus.

Im Plenum stellten die Moderatoren der Foren ihre Diskussionsergebnisse vor. Danach konnten alle Teilnehmer des Abends aus den 20 Handlungsfeldern durch Vergabe von Punkten ihre persönlichen Schwerpunkte auswählen. Und es war durchaus interessant, wie sich die Teilnehmer an dieser Einwohnerversammlung entschieden und welche Reihenfolge der Schwerpunkte für die Leitbilddebatte gesehen wurden. Am Ende des Abends waren sich die anwesenden Bürgerinnen und Bürger einig, dass diese Art der aktiven Beteiligung sehr interessant und konstruktiv sowie ein sehr guter Einstieg in die anstehenden Diskussionen war.

Mehr über den Ablauf und die zukünftigen Aufgabenfelder für Kamenz aus dieser Bürgerbeteiligung in einer der nächsten Ausgaben des Kamenzer Amtsblattes.

 

07.03.2017

27.02.2017: Einladung Einwohnerversammlung Leitbilddebatte am 02.03.2017

Am Donnerstag, dem 02.03.2017 um 19.00 Uhr findet im Ratssaal die Auftaktveranstaltung zur Leitbilddebatte statt. Dazu sind Sie herzlich eingeladen!

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10.02.2017: Rede des OBs zum Neujahrsempfang 2017

Rede des Oberbürgermeisters zum Neujahrsempfang 2017

 

Rede des Oberbürgermeisters zum Neujahrsempfang der Stadt Kamenz 2017 am 3. Februar 2017

Denkanstöße – Zum Weiterdenken

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Sie heute hier zum diesjährigen Neujahrsempfang in unserem Kamenzer Rathaus ganz herzlich begrüßen.

Wir freuen uns, dass unter uns

  • das Mitglied des Bundestages Maria Michalk
  • die Vertreter des Sächsischen Landtages, Aloysius Mikwauschk, aber der Vizepräsident des Sächsischen Landtages, Horst Wehner

weilen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

lassen Sie mich bitte kurz aus dem Begrüßungsreigen aussteigen und Ihnen von einem Wunder berichten.

Ja, manchmal geschehen eben auch noch Wunder.

Ja, alle wissen es, die Lessingschule wird erhalten werden und an ihrem alten Standort ihre eigene Geschichte weiterführen. Aus dem Gebäude der 2. Oberschule an der Saarstraße wird ein modernes zeitgemäßes Schulgebäude mit allen Dingen, die dazu gehören.

Der Freistaat wird ab 2022 mit über 200 Beschäftigten den Behördenstandort Kamenz stärken. Und wenn alles geschafft ist, natürlich mit Sporthalle und Sportplatz, werden bis 2022 ca. 50 Mio. EUR in unsere Stadt Kamenz investiert sein.

In diesem Zusammenhang möchte ich dem Landrat Michael Harig danken und insbesondere auch Udo Witschas, der heute in seiner Eigenschaft als 1. Beigeordneter Vertretung des Landrates unter uns weilt.

Herzlich willkommen!

Wir freuen uns über den Besuch des Präsidenten der Sächsischen Handwerkskammer Dr. Jörg Dittrich und des Geschäftsführers Dr. Andreas Brzezinski. Ebenso begrüße ich die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Sabine Gotscha-Schock.

Herzlich willkommen heiße ich die Vertreter der Wirtschaft, ich begrüße besonders Sie, die Unternehmerinnen und Unternehmer, die Vertreter des Handwerks, die in so großer Zahl in unserem schönen Ratssaal erschienen sind.

Es ist im gewissen Sinne heute wieder versammelte Wirtschaftskraft in diesem schönen Raum.

Sehr geehrte Damen und Herren,

der diesjährige Neujahrsempfang steht in besonderer Weise für die Würdigung des Ehrenamtes.

Sie, die sich in Sport und Kulturvereinen, im sozialen Bereich oder auch im Brand- und Katastrophenschutz engagieren, bestimmen mit vielen anderen das Leben und das Bild unserer Lessingstadt. Die Bürger, aber auch die vielen Unternehmen sind es, die anpacken und die Dinge bewegen. Sie sollen am heutigen Abend im Mittelpunkt stehen. Besonders jene, die aus der Bürgerschaft heraus vorgeschlagen wurden, um ihnen besonders zu danken.

Auch Ihnen ein herzliches Willkommen!

Ich begrüße weiterhin am heutigen Tag die Vertreter des Kamenzer Stadtrates sowie die Ortsvorsteher unserer Stadt. Sie alle haben im vergangenen Jahr fleißig gearbeitet.

Ich begrüße darüber hinaus, für die Gemeinde Schönteichen, mit der uns eine Verwaltungsgemeinschaft verbindet, Kollegen Weise, die Vertreter der Kirchen, der City-Initiative, die Leiterinnen und -leiter der Kamenzer Schulen und Kindereinrichtungen, den Geschäftsführer der kommunalen Gesellschaften, Herrn Schomber und das Vorstandsmitglied der ewag kamenz, Herrn Klein.

Gegrüßt seien auch die anwesenden Vertreter der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, der Volksbank Bautzen und der Deutschen Bank.

Und wir freuen uns ebenso, dass die Vertreter der Medien unserer Einladung gefolgt sind. 

In diesem Jahr hat ein Ereignis Premiere. Zum ersten Mal wird der Preis mit dem Titel „Kamenz schafft Inklusion – Peter Barth-Preis 2017“ verliehen. Dies ist der besondere Punkt am heutigen Abend, den Sie, sehr geehrter Herr Schiewack, als eine Herzensangelegenheit „vollziehen“ werden. Deshalb ein herzliches Willkommen an den Stifter des Preises, Michael Schiewack, von der gleichnamigen Ergotherapie-Praxis. Doch dazu Näheres später.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben wieder einen ambitionierten Neujahrsempfang-Parcours aufgebaut, der natürlich kulturell und kulinarisch umrahmt wird. 

Da kann ich mich für den ersten Abschnitt des kulturellen Teils schon jetzt bei der freischaffenden Musikerin und Lehrerin an der Regionalstelle Kamenz der Kreismusikschule Bautzen, Frau Jule Malischke bedanken. Jule Malischke begann im Herbst 2013 ihren Masterstudiengang „Jazz /Rock/Pop akustische Gitarre Weltmusik“ an der Carl Maria von Weber Musikhochschule in Dresden bei Prof. Thomas Fellow. Sie produzierte im Herbst 2014 ihr Debütalbum “WHATEVER MAY HAPPEN” (Was auch immer passiert). Freuen wir uns als auf eine sowohl anspruchsvolle wie auch musikalische Begleitung an diesem Abend.

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist einfach schön, von hier aus in den vollen Ratssaal zu blicken. Schon jetzt ein großes Dankeschön, dass alle, die unserer Einladung gefolgt sind. Was wir hier sehen, sind in keiner Weise alternative Fakten, denn Sie sind wirklich da.

„Neujahrsempfangserprobte“ werden jetzt vielleicht im inneren stöhnen, denn mehr als elf Mal habe ich Sie mit durchaus langen Rückschauen – lassen Sie mich das so sagen – bereichert oder gequält.

Das Jahr hat 365 Tage und ich habe mich immer nach Kräften bemüht, sichtbar unterstützt von meinem Referenten, Herrn Käppler, Bilanz zu ziehen.

Heute wird alles anders. Versprochen!

Dafür gibt es zwei Gründe:

Als ich in unserer Stadt unterwegs war, entdeckte ich dieses Werbeplakat: „Deine Bilanz ist zum Heulen? Dann wird es Zeit für Plakate!“ Daraus kann man – mit Augenzwinkern – den Schluss ziehen: Wenn du nichts zu bieten hast, dann mache Marketing. Bezogen auf die letzten Jahre, besonders 2016 können wir dies – so glaube ich – jedoch locker anders sehen.

Der zweite Grund ist damit verbunden, dass sie wichtige Ereignisse, die uns im letzten Jahr begleiteten, in Ruhe nachlesen können. Dafür hat Herr Käppler mit einer kleinen in eine Broschüre gefassten „Rückschau“ gesorgt. Und so kann ich heute gerade in der Rückbesinnung auf 2016 und das, was uns aktuell bewegt, etwas anders – lassen Sie es mich so sagen – zupacken.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie sind – da ich das Bilanzieren gewissermaßen verabschiedet habe –vielleicht gespannt, unter welchem Leitmotiv meine Worte an diesem Abend stehen werden.

Ich halte es – und das ist vielleicht nicht verwunderlich im Jahr der Lessing-Preis-Verleihung – mit Lessing. Er schrieb 1768 im 95. Stück der „Hamburgische Dramaturgie“:

„Ich erinnere hier meine Leser, daß diese Blätter nichts weniger als ein dramatisches System enthalten sollen. Ich bin also nicht verpflichtet, alle die Schwierigkeiten aufzulösen, die ich mache. Meine Gedanken mögen immer sich weniger zu verbinden, ja wohl gar sich zu widersprechen scheinen: wenn es denn nur Gedanken sind, bei welchen sie Stoff finden, selbst zu denken. Hier will ich nichts als Fermenta cognitionis ausstreuen.“

Ersetzen Sie, sehr geehrte Damen und Herren, „Leser“ durch „Zuhörer“, „Blätter“ durch „Rede“, „dramatisches System“ durch „Ansichten“ und sie haben das Motto des heutigen Abends – das Austreuen von Fermenta cognitionis, also das Ausstreuen von Gedanken, die zum Selbst- und Weiterdenken bewegen. Lessing muss sein – in Kamenz ist dies so!

Es geht auch einfacher: Jeder hat einen Kopf zum Denken und der ist rund, so dass die Gedanken kreisen können. Ich hoffe sehr, dass es mir gelingt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

in unserer Stadt ist viel geschehen, manches wiederholt sich Jahr für Jahr – so unser Forstfest.

Manches kommt aber auch neu hinzu, so zum Advents-Spektakulum 2016, als mehr als 32 im Lessing-Look kostümierte Lehrerinnen und Lehrer ein Weihnachtslied singend dazu beitrugen, dass 50 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehren von Kamenz vom MDR-Sachsen mit einer Fahrt in den Weihnachtszirkus belohnt wurden.

Ich will nun versuchen, gerade aus den Geschehnissen, den so klaren Impulsen aus dem letzten Jahr, einige Gedanken, wie Sie es vielleicht nicht gewohnt sind, an Sie heranzutragen.

Was hat uns im letzten Jahr bewegt?

Worauf hoffen wir in der kommenden Zeit?

Gegenwärtig beherrscht uns – und nicht nur unter dem Handeln des neugewählten amerikanischen Präsidenten Donald Trump – die Frage nach der Sicherheit in unserem Land.

Die Ereignisse am Anfang des letzten Jahres und im Dezember haben dies mit unglaublicher Härte gezeigt. Die ganze Schärfe auch der Unterlassungen, der Illusionen schlug uns am Neujahrsmorgen ins Gesicht.

Meine –  in einem Interview öffentlich geäußerte – Kritik aus dem Jahr 2015 fand im vergangenen Jahr leider ihr Bestätigung. Heute wird darüber diskutiert, dass die Verantwortung zur Verhinderung terroristischer Anschläge in die Hand des Bundes in vollem Umfang gehört; und meiner Meinung auch nach wie vor die Fragen des Asyl- und Aufenthaltsrechts. Offensichtlich ist man in der Rückschau – wie so oft – klüger. Es ist doch eine allgemeine Erkenntnis, dass – je mehr in einem Topf herumrühren – die Gefahr der mangelnden Übersicht immer größer wird. Das weiß der Handwerksmeister genauso wie ein Bürgermeister. Aber offenbar tut sich der große Politikbetrieb damit schwer. Hier scheint es mitunter mehr um Abgrenzungen und Kompetenzrangeleien zu gehen als um das mit aller Kraft und mit allem Einsatz zu lösende Problem.

Warum lasse ich mich darauf ein?

Wenn die eigene Tochter nur durch Zufall den Ort des Münchner Anschlages früher verlässt als sonst, dann wird das Geschehen über Fernsehkanäle sehr persönlich und vor allem sehr direkt. Auf einem Weihnachtsmarkt können sich auch Sie selbst oder Ihre Kinder aufhalten.

Es ist unsere Aufgabe als Bürgerinnen und Bürger, diejenigen zu befördern, die vielleicht im Zweifel sind, ob die jetzigen Sicherheitsstrukturen den Anforderungen genügen. Die Reformbestrebungen des Bundesinnenministers sollten wir alle, eingedenk auch der Verantwortung, die wir gemeinsam haben, unterstützen. Es gibt auch dafür einen ganz einfachen und sehr verständlichen Grund: Weil es uns betrifft oder betreffen kann.

Wie können wir miteinander leben?

Zunächst: Wir leben hier in Kamenz gut miteinander, zunächst weitestgehend friedlich.

Aber ehrlich – leben wir vielleicht auch mehr nebeneinander?

Was ist immer noch nicht eingelöst?

Über ein Einwanderungsrecht, das Transparenz und Berechenbarkeit schafft, wird auf Bundesebene nicht – zumindest für uns nicht wahrnehmbar – gesprochen. Die einzig konkreten Antworten sind Verschärfungen des Asylrechts. Abschiebung ist die Antwort auf genährte Hoffnungen.

Lassen Sie mich kurz die Geschichte einer jüngeren Asylbewerberin erzählen:

Sie kam 2005 aus ihrer afrikanischen Heimat in unser Land. Ihr Asylantrag wurde damals abgelehnt. Fakt ist, sie ist heute noch hier, spricht sehr gut Deutsch, hat sich im besten Sinne des Wortes integriert. Sie kann hier als Pflegekraft arbeiten. Der Ausbildungsbetrieb will sie gern weiter ausbilden, aber er bräuchte Sicherheit. Mit dem Asylrecht und dem damit verbundenen Ausländerrecht kann man die Situation nicht auflösen. Mit einem Einwanderungsrecht, wie es viele andere Staaten haben, schon. Sie will hier leben und arbeiten. Sie hat ein Ausbildungs- und Jobangebot. Sie spricht Deutsch – und wir brauchen solche Menschen.

Was spricht eigentlich dagegen, wenn wir hier mit Behutsamkeit und Augenmaß unsere deutsche Gesellschaft ändern und über andere, aber verbindliche „Spielregeln“ nachdenken?

Wer vor Verfolgung geschützt werden muss, soll seinen Schutz bekommen. Wir können dies aber auch mit der Frage verbinden: Was bist du bereit zu geben? Oder genauer: Wir verlangen von dir, dass du gemeinnützig arbeitest, wenn du keinen Job in der Wirtschaft finden kannst. Und wer dies kann, aber vielleicht nicht will – kann gern entscheiden.

Für diejenigen, die jetzt gedanklich gleich „aufspringen“, wenn solch eine Überlegung geäußert wird, sei gesagt: Natürlich muss man differenzieren: Wer alt oder krank ist, kann dies nicht leisten, auch Schwangere nicht und Mütter, die sich um ihre Kinder kümmern müssen. Was ist aber mit jenen, die es könnten, die jünger sind und kräftig genug. Manchmal scheint mir, dass uns nicht klar ist, wie wir mit dieser Art der Flüchtlingspolitik, mit dieser leider gelebten Praxis die Menschen, die zu uns gekommen sind, würdelos machen. Wir verlangen nicht, dass der, der ausreichend essen und friedlich wohnen will, auch dafür arbeiten muss und scheren damit alle über einen Kamm.

Aber die vorhin erwähnte junge Frau aus Afrika, die hat sich nach Kräften bemüht, um sich hier ein neues Leben aufzubauen.

Was – sehr geehrte Damen und Herren – geschieht um uns herum in Europa?

Warum brach die Bevölkerung einer großen Wirtschaftsnation wie Großbritannien mit Europa?

Es war ein folgenschwerer Fehler der Bundesregierung im September 2015 – über Nacht und im Alleingang – die Entscheidung zur unkontrollierten Aufnahme von Asylbewerbern, und darunter auch viele Wirtschaftsflüchtlingen, zu treffen. Uns ist doch hoffentlich klargeworden, das Dublin II mit dem Schutz der EU-Außengrenzen vor allem einem nutzt, uns Deutschen, oder besser nutzen sollte. Zu dumm, auch die anderen haben dies erkannt. Sie glauben mir nicht? Das verstehe ich.

Was wissen wir über die Zustände in Italien – Sizilien, in Griechenland – auf Lesbos wirklich? Bekannt ist: Luxemburg ist einer der kleinsten Staaten in der EU mit ca. 550.000 Einwohnern, soviel wie unserer Landeshauptstadt wohnen. Dresden hat 2016 1.839 Asylbewerber aufgenommen. Luxemburg im Zeitraum September 20115 bis September 2016 ganze 195 Erstanträge (bei einer Gesamtzahl von 205 Asylbewerbern) registriert.

Deutschland ist Exportweltmeister! Führen dann Alleingänge, begleitet von wenig glaubwürdigen Unterstützern, wie dem dienstältesten Außenminister in der EU wirklich zum besseren Verstehen aus tschechischer, polnischer, ungarischer, französischer und österreichischer Sicht?

Warum ist mir dies am heutigen Abend wichtig?

Wenn wir kürzlich, wie jedes Jahr am 27. Januar – den Internationalen Holocaust-Gedenktag der Vereinten Nationen und das deutsche Pendant, den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, uns treffen, dann werden es immer weniger. Es verschwindet die Generation, die Krieg und das damit verbundene Elend, die Not selbst erlebt hat. Selbst bei den in der Kriegszeit Geborenen – die Nachkriegsgeneration – aufgewachsen mit den Erfahrungen von Flucht und Vertreibung verblasst die Erinnerung. Und auch sie werden, so ist nun einmal der Gang der Dinge, immer weniger. Jene, die ich nannte, haben es schätzen gelernt, dass wir mit unseren Nachbarn in Freundschaft leben.

Das Polen, Franzosen, Belgier, Russen, Tschechen, Holländer, alle Menschen, die uns nahe sind, gut miteinander leben. Dies alles kann aufs Spiel gesetzt werden, wenn die jetzige Entwicklung weiter forciert wird. Natürlich gibt es Interessenlagen. Dies kam auch auf einem Wirtschaftsforum in der Hutberggaststätte zum Ausdruck. Unser ehemaliger Ministerpräsident und hier auch in Kamenz gut vernetzte Professor Dr. Milbradt schilderte vor Unternehmern und Handwerkern die Situation in Russland aus seiner Sicht.

Und er meint, dass nicht die Sanktionen den Druck ausübten und ihr bisher behaupteten Wirkungen entfaltet haben, sondern vielmehr die gefallenen Erdöl-/Erdgaspreise der russischen Volkswirtschaft zu schaffen machen. Worauf sich ein hier ansässiger Unternehmer zu Wort meldete und wusste, dass allein die sächsische Wirtschaft im Maschinenbau mit einem sanktionsbedingten Umsatzrückgang von 20 % betroffen war: „Wenn die Sanktionen nichts bringen – warum schaffen wir sie dann nicht ab?“ Wir können kein Interesse daran haben, dass die Spannungen mit Russland zunehmen. Daran sollten wir weder wirtschaftlich noch auf Grund unserer eigenen Erfahrungen interessiert sein.

Vielmehr stellt sich auch hier die Frage: Wem nützt es wirklich?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Was können wir erwarten?

Jetzt – in dem schon über einen Monat altem – neuen Jahr wirft der Bundestagswahlkampf seine Schatten voraus.

Liebe Frau Michalk,

Sie haben sich in all den Jahren als Bundestagsabgeordnete für die Region für Kamenz und damit für die Menschen hier eingesetzt. Sie haben geholfen aus eigenem Antrieb und aber auch dann, wenn Sie um Hilfe gebeten wurden. Sie haben dafür gesorgt, dass wir in unserem Lessing-Museum weiter vorangekommen sind, weil wir eine bauliche Situation schaffen konnten, die nachhaltig zum Vorteil der Besucher und Mitarbeiter des Museums ist.

Und gerade haben Sie uns jüngst geholfen, die Kulturstaatsministerin Professor Grütters dafür gewinnen können, dass unsere diesjährigen Lessingtage mit immerhin knapp 15.000 EUR unterstützt werden. Wenn Pfarrer Naumann es hätte noch erleben können, dass mehr als großzügig Bundesmittel bereitgestellt werden, um die wertvollen Fresken in der mittelalterlichen Just-Kirche zu sichern, er hätte sich mit uns gefreut.

Sie hinterlassen für einen möglichen Nachfolger oder auch eine mögliche Nachfolgerin, gleich aus welcher demokratischen Partei er oder sie kommen mögen, große Schuhe. Schuhe, die gekennzeichnet sind von Freundlichkeit und einer außerordentlichen Bereitschaft zu helfen. Ich durfte Sie kennenlernen als einen sehr offenen und dem Anderen zugewandten Menschen. Wenn mich jemand fragen würde, wie ich mir einen Vertreter im Bund vorstellen würde, dann wäre meine Antwort: So wie Sie, Frau Michalk!

Dies kann ich ohne den Ansatz von Schmeichelei aussprechen, denn, wie die meisten wissen, Frau Michalk tritt nicht mehr an.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Volksvertreter zu sein, heißt zugleich dem Volke verbunden sein. Dies scheint in der Berliner Ebene dem Einen oder Anderen zu fehlen. Volksverbundenheit heißt auch, die wesentlichsten Fragen mit dem Wahlvolk, mit der Bürgerschaft zu besprechen. Und es bedeutet auch dies wahrnehmbar im Bundestag zu entscheiden. Das Bild eines leeren Plenarsaales verzerrt die Sicht auf unsere Demokratie bis ins Unerträgliche.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn in dem bekannten Magazin für politische Kultur „Cicero“ auf der Titelseite die Frage „Wozu noch wählen?“ aufgeworfen wird, dann spricht es Bände über den Zustand, in den wir uns derzeit begeben haben. Der belgische Autor David van Reybrouck bringt das aus der griechischen Antike bekannte Losverfahren ins Spiel – und alles könnte besser werden. Eine ziemlich absurde Vorstellung!

Sie kennen doch bestimmt den einen oder anderen mit hervorragenden Fähigkeiten. Wenn einen solchen das Los trifft, uns zu regieren – wie im alten Athen –, na ja, dann ist alles ganz gut. Was aber, wenn einer das Los zieht, von dem Sie wissen, dass er nichts oder wenig taugt und der eben auch nichts kann. Ja was dann?

Van Reybrouck ist davon überzeugt, dass die Demokratie nur bewahrt werden kann, wenn wir das jetzige Wahlverfahren durch ein solches Losverfahren ergänzen. Es wäre schon interessant, wie sich dies auf der kommunalen Ebene auswirken würde, wenn ein Bürger solch ein Los zieht.

Anmerkung am Rande: In Athen wurden die wichtigsten Verwaltungsorgane per Losentscheid besetzt. Jeder – Athener Bürger – der sich imstande fühlte, eine Verwaltungsaufgabe zu übernehmen, konnte für das Losverfahren kandidieren. Wobei man vielleicht mit Alltagsweisheit und Alltagserfahrungen sagen muss: Fühlen ist auch nicht gleich können!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Was brauchen wir für die kommende Zeit?

Nachdenken, vielleicht auch die Fähigkeit zu zweifeln, das jeder sich und sein Tun hinterfragt. Wir brauchen die Fähigkeit, einander zu zuhören. Besonders dann, wenn wir z.B. die Frage beantworten: Wollen wir uns mit den Menschen in Schönteichen und möglicherweise Oßling zusammenschließen?

Auf was können wir vertrauen? Auf was können wir hoffen?

Ich glaube, wir können vieles schaffen und gerade mit dem Ausblick aus dem vergangenen Jahr heraus, kann uns vieles gelingen. Dank einer engagierten Bürgerschaft, dank der Leistungen unserer Handwerker, der kleinen und großen Unternehmen haben wir eine gute Basis für das Schultern der Anforderungen der nächsten Jahre. Unternehmen wie Sachsen-Fahnen, Jägermeister, Optima, die ewag kamenz, die SWG, um nur einige zu nennen – es sind in Wirklichkeit viel mehr – behaupten sich im Wettbewerb.

Wir können mit Freude feststellen, dass demnächst ca. 1.200 – 1.300 Arbeitsplätze im Bereich der Produktion und Forschung durch eine in Deutschland/Europa einzigartige Investition der Daimler AG in Kamenz entsteht und wir merken, dass in zunehmendem Maße die Region, darunter die Wirtschaftsregion Lausitz, auf uns schaut.

Sehr geehrte Damen und Herren,

damit steht mit der Daimler AG ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von ca. 166 Milliarden EUR und weltweit 300. 000 Mitarbeitern der drittgrößte Automobilist der Welt hinter den Investitionen der Deutschen ACCUmotive in Kamenz.

Mit einem Jahresgewinn (2015) von mehr als 13 Milliarden EUR ist die Daimler AG eines der ertragsstärksten Unternehmen der Branche, die damit das notwendige Rückgrat für die Zukunft der Elektromobilität haben. Hier entsteht am Rande der Lausitz, mitten in der Metropolregion Dresden, das Kompetenzzentrum für Elektromobilität der Daimler AG. Jetzt entstehen mit diesem Riesenschritt ca. neue 1300 Arbeitsplätze.

Es sind nur noch Standorte für Asien in China und für den amerikanischen Markt in den Vereinigten Staaten geplant. Wir können davon ausgehen, dass nach den Prognosen der Anteil elektrisch angetriebener Fahrzeuge bis 2025 auf 15 % und 2030 auf 37 % ansteigen wird.

Warum können wir hier in Kamenz auf diese Entwicklung warten bzw. auf diese Entwicklung hoffen?

Weil im Konzernverbund und vor allem hier vor Ort die Kompetenzen und der feste Wille, die ersten zu sein, fest vorhanden ist. Übrigens in einem Leitartikel im Spiegel wurde Dr. Zetsche wie folgt zitiert: „Dieter Zetsche bietet nämlich eine Wette darauf an, dass sein Unternehmen in zehn Jahren, den Wettbewerbern bei der E-Mobilität die Rücklichter zeigt.‘ Der Wetteinsatz sagt Zetsche „ist mein Schnurrbart.“ Eine Klasse für sich ist, dass die Antwort der Manager hier vor Ort war: „Wir tun alles, damit Dr. Zetsche seinen Schnurrbart behält.“

Anmerkung von mir: Er hat bei allen bisherigen Wetten – wie man sieht - gesiegt. Z.B. auch, dass die Daimler AG 2016 die 2,0 Millionen Marke an verkauften Mercedes Automobilen knackte. Dr. Zetsche hat gewonnen und er konnte dies zum Neujahrsempfang der Daimler AG Anfang 2017 stolz aussprechen. Das ist Kampfgeist, Sportsgeist, aus dem wir alle schöpfen können und der uns mitreißen kann.

Doch zurück zur Wirtschaftsregion Lausitz: Die Chance, die uns mit der Daimler-Investition gegeben wird, muss genutzt werden. Und daher ist auch richtig, dass wir originär und zielstrebig unsere Infrastruktur ausbauen. Wir alle, die Unternehmen der Region, die Kammern und Wirtschaftsverbände sind aufgefordert, die Bahnanbindung über Senftenberg, Berlin zu unterstützen. Wenn uns dies gelingt, kann es eigentlich nur Gewinner geben!

Über diesen kräftigen Impuls für die Weiterführung des Strukturwandels in der Lausitz sind wir mehr als erfreut. Wir können aus dieser Bedeutung heraus für den anstehenden Strukturwandel der Lausitzer Wirtschaftsregion nur gewinnen. Wir werden es aber auch nur schaffen, wenn wir gemeinsam zielstrebig und zusammen hart arbeiten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

lassen Sie mich abschließend sagen, was wir dazu brauchen (meiner Ansicht nach). Wir brauchen in der Gemeinschaft der Landkreise, der Städte wie Senftenberg und Cottbus und damit auch Länderübergreifend einen visionären Blick.

Es ist von der öffentlichen Hand zu erwarten und am Beispiel der Daimler AG auch deutlich, wie Unternehmen das schaffen. Dann sollten die öffentliche Hand, die Verantwortungsträger von Bund und Land und der Region dies auch tun und hier kann sich der Gedanke anschließen „Wir schaffen das!“

Wir benötigen die besten Tugenden unserer Menschen: Toleranz, Achtung der Jüngeren gegenüber Älteren, Empathie und die Fähigkeit das Miteinander zu pflegen, vor allem mit Respekt. Ich bin da sehr hoffnungsvoll.

Dies hat auch Gründe: Warum?

Im letzten Jahr in einer doch etwas zum Teil spannungsgeladenen Bürger-/Einwohnerversammlung stand ein etwas älterer Herr auf, der offensichtlich aus dem ehemaligen Westen Deutschlands zu uns gekommen war. Er meinte: „Er hätte in einer großen deutschen Tageszeitung gelesen, dass in einem Beitrag die Überlegung angestellt wurde, ein neues Schulfach einzuführen: Aufmüpfigkeit! Er hielt dies mit Blick auf unsere „Schuljugend“ für erstrebenswert. Im Publikum saßen Handwerker, Unternehmer, im Prinzip der Querschnitt unserer Menschen. Keiner rührte sich, keiner sagte etwas. Kein Gegenargument! Ich wurde wirklich unruhig, hielt mich aber auch zurück. Obwohl ich etwas dazu zu sagen gehabt hätte, sah ich die Gefahr, vielleicht in die Rolle des „Oberlehrers“ zu geraten – und dies wollte ich nicht.

Am Ende der Veranstaltung kam ein junger, aber doch schon „gestandener“ Mann zu mir und meinte: „Herr Dantz, wir brauchen kein neues Schulfach – Aufmüpfigkeit –, sondern, wenn überhaupt, ein neues, dann: Respekt! Noch ist also – vielleicht etwas pathetisch gesagt – nichts verloren, meine Damen und Herren! Es geschehen eben auch noch Wunder. Und damit verbunden (wenn auch etwas zeitversetzt) gibt es die richtigen Antworten

Sehr geehrte Damen und Herren,

was geben wir jeden Absolventen unserer Schulen in Kamenz mit, gleich, ob sie die Hauptschule, die Oberschule oder das Gymnasium verlassen. Es ist ein kleines Büchlein, in welchem aus meiner Sicht alles enthalten ist, was man zum Leben braucht und was man im Umgang miteinander wissen und beherzigen sollte.

Wir haben viel zu verteidigen, es geht um unsere, humanistische Werte, wie die Achtung der Menschenwürde, der Toleranz und unsere Meinungsfreiheit. In diesem kleinen Buch der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ ist für jeden verständlich beschrieben, nach welchen Werten und Zielen wir streben sollten. Wir können dies in unserer Lessingstadt tun, da Herr Dr. Erhard Ruhnau persönlich und das Unternehmen Optima Maschinenteile Fertigungstechnik GmbH die Neuherausgabe und Beschaffung mit einem vierstelligen Betrag unterstützt haben. Der Inhalt dieses Buches, die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ ist der geistige Rahmen, in dem ich versucht habe, heute Abend zu Ihnen zu sprechen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

so heißt es im Artikel 1 dieses für uns so wichtigen Textes: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“

Es ist vielleicht eine der größten Taten, die ein Mensch vollbringen kann, wenn er unter dem Einsatz des eigenen Lebens oder auch der eigenen Gesundheit einem anderen das Weiterleben ermöglicht und ihn somit rettet.

Dies ist ein Handeln – sehr geehrte Damen und Herren, größter Mit-Menschlichkeit!

Wir freuen uns, sehr geehrte Frau Julia Standfuß, dass Sie heute unser Gast sind.

Sie haben mit Ihrer Bereitschaft der Abgabe einer Knochenmarkspende (die Presse berichtete darüber im März letzten Jahres) dafür gesorgt, dass einem vierjährigen italienischem Kind aus Rom das Leben gerettet wurde.  Wir heben dies auch deswegen hervor, da wir andere ermutigen möchten, sich als Knochenmarksspender registrieren zu lassen. Deshalb Ihnen Frau Standfuß, auch stellvertretend für andere Spender recht herzlichen Dank und ein herzliches Willkommen!

Der vormalige anglikanische Bischof der Stadt Johannesburg, Desmond Tutu, hat es, bezogen auf unser Verständnis universaler Rechte und Pflichten, auf unsere Wertvorstellungen so ausgedrückt: „Auch, wenn überall auf der Welt viel Abscheuliches passiert, so streben die Menschen doch nach dem Guten. Nicht die militärisch Mächtigen sollten wir achten und auch nicht die wirtschaftlich Erfolgreichen, sondern jene, die versuchen, unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen.“

Sehrt geehrte Damen und Herren,

es gibt auch in unserer Stadt Menschen, die versuchen unser Kamenz, unsere Region und auch unser Land zu einem besseren Ort zu machen. Viele sind heut Abend unter uns.

Lassen Sie uns in diesem Sinne gemeinsam an unserer Stadt, unserer Region und unserem Land und damit an einem geeinten Europa und einer friedlichen Welt weiterbauen.

Auf ein gutes Jahr 2017!

Ich danke Ihnen für Ihre Geduld, aber vor allem für Ihre Aufmerksamkeit!

Stifter des Inklusionspreises, Michael Schiewack, zum Neujahrsempfang

Dr. Hermann Drum spricht zu den Anwesenden, links neben ihm der Oberbürgermeister

 

Rede von Michael Schiewack zum Neujahrsempfang der Stadt Kamenz 2017 am 3. Februar 2017

 

Meine Sehr geehrten Damen und Herren,

sehr geehrte Herr Wehner,

sehr geehrter OB Herr Dantz,

sehr geehrte Stadträte und Stadträtinnen,

werte Ehrengäste und Preisträger,

ich bin heute natürlich aufgeregt, aber auch froh und stolz zu gleich, einen Preis zu einem Herzensthema von mir, nämlich der Inklusion, zu verleihen. Wie komme ich darauf, dies zu tun? Diese Frage stellen sich wahrscheinlich einige im Saal.

In den letzten Jahren haben sich mein Team und ich besonders mit der Frage beschäftigt, wie können wir Menschen mit Behinderungen und Menschen ohne Behinderungen so stärken, dass sie an den Angeboten der Bildung, Arbeit und der Freizeit zufrieden und gleichberechtigt teilnehmen. Das machen wir zum einen, weil es unser berufliches ergotherapeutisches Selbstverständnis ist. Zum anderen tun wir dies, weil wir der Überzeugung sind, auch in den Bereichen von Schule, Arbeitsstätte und Freizeit für Gerechtigkeit zu sorgen.

Denn es ist nicht gerecht, wenn Menschen mit Behinderungen von vornherein keine Vision oder Perspektive entwickeln können, mit anderen ihre Zeit zu verbringen oder eigene Ziele zu verwirklichen.

Es ist nicht gerecht, wenn es Menschen ohne Behinderungen verwehrt wird, Menschen mit Behinderungen kennenzulernen, um ihre eigenen Perspektiven auf das Leben zu erweitern, anzupassen oder gar zu verändern.

Mit diesen Gedanken hat mein Team mit unseren vielfältigen Partnern Projekte entwickelt und realisiert. Da wäre zum einen der großartige Inklusionslauf im Rahmen des Lausitzer Blütenlaufes. Da wären die jahrelangen Kooperationen mit den Grundschulen und Weiterführenden Schulen in Kamenz und im Umland. Und da ist das sehr erfolgreiche, über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Projekt meiner Kollegin Julia Müller, die „Tanzende Inclusion“.

Um solche Projekte anzugehen und zu realisieren, braucht es Partner. Da bin ich mir sehr sicher, dass die Kamenzer und die Menschen aus dem Umland dazu offen und engagiert sind. Wenn ich im Bereich der Sportvereine mich umschaue, denke ich spontan an den OSSV, den SV St. Marienstern, aber auch Tomogara, in denen die unterschiedlichen Fähigkeiten der Sportler keine Rolle spielen.

Aber es braucht eben auch Menschen mit Visionen. Menschen, die Bilder von einer Gesellschaft zeichnen, die auf Gerechtigkeit beruht. Einer dieser Visionäre war Peter Barth. Um seine Auszeichnungen und sein Wirken aufzuzählen, bräuchte ich wahrscheinlich länger als die Rede des OB. Aber ich versuche es auf wenige Worte reduzieren. Peter Barth, hat mit den Projekten des Handicap e.V. und dem Zusammenführen des Vereins mit dem SV St. Marienstern sehr wertvolle Arbeit im Bereich der Inklusion im Bereich Freizeit und Sport geleistet. Wer auch immer sich mit diesen Themen auseinandergesetzt hat, ist an der Person Peter Barth in dieser Region nicht vorbeigekommen. Leider war es mir nicht vergönnt, mit ihm etwas zusammen zu gestalten. Umso betrübter war ich, von seinem Tod zu erfahren. Umso mehr freut es mich, in Abstimmung mit der Witwe Veronika Barth, meinen Preis nach ihm zu benennen. Er hat diese Ehrung verdient.

Verdient haben es auch die beiden Preisträger: Die 2. Oberschule Kamenz und die Johann Gottfried Böhnisch Schule aus Kamenz. Beide Schulen haben sich zusammen als Team beworben. Beide Schulen waren meine ersten Ansprechpartner für den ersten Inklusionslauf in Kamenz.

Das Besondere daran: Die Schüler der 2. Oberschule, haben nach Vorschlag der Lehrer selbst und bestimmt entschieden, dieses Projekt anzugehen, um andere Schüler einer anderen Schule kennen zu lernen, mit ihnen zu trainieren und den Wettkampf erfolgreich zu gestalten. Beide Schulen trainieren und planen nun seit Jahren selbstständig und vor allem wie selbstverständlich für diesen Wettkampf. Darüber hinaus trafen sich in der Vergangenheit Schüler beiden Schulen zu unterschiedlichen Aktivitäten.

Für diese wichtigen Begegnungen bin ich den Schulen, Lehrern und Schülern sehr dankbar. Denn es zeigt, dass wir Inklusion als Vision durchaus vom Ende her denken müssen, aber die vielen kleinen Schritte dahin wesentlich und wichtig sind.

Sehr geehrte Preisträger, ich bitte sie nun nach vorn und bedanke mich für ihr Engagement.

Herzlichen Glückwunsch zum Preis: Kamenz schafft Inklusion – Peter Barth Preis 2017!

Anlässlich der Verleihung des Kamenzer Inklusionspreises spricht der Vizepräsident des Sächsischen Landtages - Horst Wehner

 

Rede des Vizepräsidenten des Sächsischen Landtages zum Neujahrsempfang der Stadt Kamenz 2017 am 3. Februar 2017

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

werte Ehrengäste,

sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die Einladung zum heutigen Neujahrsempfang der Stadt Kamenz.

Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2017 Glück, Erfolge bei allem, was Sie tun, und, wenn es mal nicht so klappt, die nötige Gelassenheit, doch vor allem wünsche ich beste Gesundheit. Allen heute Geehrten gratuliere ich sehr herzlich.

In den letzten Jahren ist „Inklusion“ zu einem regelrechten Schlagwort geworden. „Inklusive Bildung“, „Inklusives Zusammenleben“, „Inklusive Gesellschaft“…

Doch wie sieht das aus? Ist es schon Inklusion, wenn sich die Politik feiert, weil es gelungen ist, dass ein Kind mit einer körperlichen Behinderung „ganz normal“ in einer Regelschule am Unterricht teilnehmen darf? Nein, das ist es nicht! Inklusion ist es erst dann, wenn „ganz normal“ und „Regelschule“ keiner Erwähnung mehr bedürfen. Erst wenn das in den Köpfen klar ist, können die Barrieren verschwinden.

„Wir müssen nicht integriert werden, wir sind schon da!“, hörte ich vor einiger Zeit jemanden auf einer Veranstaltung sagen. Recht hat er: wir sind da. Wir kommen aber leider längst noch nicht überall hin! Die hohe Bordsteinkante, der zu enge Parkplatz, das Schild mit der zu kleinen Schrift, die „tonlose“ Ampel, die umständlich geschriebene Broschüre…

All das sind Dinge, die unsere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben schwer einschränken – und von Gleichberechtigung kann da schon überhaupt gar keine Rede sein. Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, alle im Blick zu haben!

Von ebenerdigen Zugängen, Schrägen (ich denke nur an den Lieferanten mit seiner Sackkarre), klaren und deutlichen Ausschilderungen und einfach formulierten Texten und Schreiben profitieren alle.

Die Menschen lieben es nun mal bequem! Warum sollte das nicht ein Ansatz sein? … die Idee der Inklusion, das ist zentraler Leitgedanke der UN-Behindertenrechtskonvention, und es liegt auf der Hand, diese Idee wird unsere Alltagskultur verändern.

Klasse! Genau um diese Frage des Umgangs untereinander, miteinander geht es, und hier ist auch unser Beitrag gefordert! Denn genau genommen bedeutet inklusive Gesellschaft für uns nicht nur, dass wir – im Idealfall – unser Leben selbstbestimmt und ganz nach unserem Gusto gestalten können.

Wir sind dann genauso „normal“ oder „unnormal“ wie jeder andere auch. Ich finde, hier sollten wir uns selbst mal prüfen, inwieweit wir uns als Teil der Gesellschaft begreifen, wie mitten drin oder außen vor wir uns sehen und bewegen.

Natürlich weiß ich: „Die Forderung an andere ist leicht. Schwerer ist die Forderung an sich selbst.“

Deshalb ist es in meinen Augen wichtig, dass jeder von uns ganz still für sich einmal darüber nachdenkt, wie er die Menschen in seiner Umgebung wahrnimmt und wie er mit ihnen umgeht.

Denn Inklusion lebt vom Kennenlernen, vor allem aber von gegenseitigem Respekt.

Gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben: Kein Wunschtraum (in Anlehnung an Brecht), sondern das Einfache, was schwer zu machen ist.

„Gut Ding will Weile haben“, heißt ein Sprichwort. „Eine lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt“, ein anderes. Ein drittes heißt: „Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können.“ Ich fürchte, das wird das schwerste: den Blickwinkel ändern, Dinge völlig neu denken, sich frei machen von den alten Bahnen, in denen bisher alles lief.

Was Kamenz betrifft bin ich optimistisch.

Insofern gratuliere ich Ihnen, Herr Oberbürgermeister, und ich danke Ihnen zugleich, dass Sie sich vor geraumer Zeit mit mir (und anderen aus dieser schönen Stadt) auf die Spuren der Barrierefreiheit begeben haben…

Im Besonderen danke ich Ihnen, lieber Herr Schiewack, für Ihr Engagement in Sachen Inklusion und zur Stiftung dieses Inklusionspreises. Mit diesem ehren und würdigen Sie Initiativen, Projekte, in denen sehr großer Wert auf ein gutes Miteinander und Füreinander gelegt wird, in denen Vielfalt Normalität ist.

Das war auch ein Grundsatz des großartigen Volleyballers und Leichtathleten Peter Barth, der mitreißen konnte und gewissermaßen Initiator der Integrationssportfeste in Panschwitz-Kuckau gewesen ist.

Folgerichtig nennen Sie den Inklusionspreis „Peter-Barth-Preis“. Vielen Dank für diese Initiative. Und nun verkünden Sie bitte, wem dieser warum verliehen wird.

10.02.2017 - 16.03.2017

09.02.2017: Neujahrsempfang 2017 - Ehrenamt gewürdigt

Rede des Oberbürgermeisters geprägt von großen politischen Themen

Erstmalig zum Neujahrsempfang Inklusionspreis verliehen

Nach dem Auftakt mit einem Filmtrailer, der „Kamenzer Impressionen“ zeigte, spielte die freischaffende Musikerin und Lehrerin an der Regionalstelle Kamenz der Kreismusikschule, Jule Malischke, ein Stück auf Gitarre. Instrumental, aber auch mit Gesang begeisterte Jule Malischke die Besucher des Neujahrsempfangs.

Höhepunkt – wie immer – war die Neujahresrede des Oberbürgermeisters, die in diesem Jahre „nur“ 50 Minuten dauerte. Unter dem Titel „Denkanstöße – Zum Weiterdenken“ war sie von großen Themen geprägt. Damit korrespondierte ein in Heftform bereitliegender Rückblick auf das Jahr 2016, den jeder der geladenen Gäste mit nach Hause nehmen konnte. Bei Bedarf ist dieser zurzeit auch noch kostenlos im Bürgerservice des Rathauses erhältlich. In seiner Rede, die für den Erfolg der Stadt Kamenz grundsätzlich auf das Verbindende und nicht auf das Trennende abstellte, bedankte er sich bei der scheidenden Bundestagsabgeordneten Maria Michalk für ihre Verbundenheit und Unterstützung der der Stadt Kamenz. Ebenfalls einen Blumenstrauß überreichte er Julia Standfuß, die mit ihrer Bereitschaft zur Abgabe einer Knochenmarkspende 2016 dafür gesorgt hat, dass einem vierjährigen italienischem Kind aus Rom das Leben gerettet wurde.

Ein zweiter Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Preises „Kamenz schafft Inklusion – Peter Barth Preis 2017“, zu dem der Vizelandtagspräsident Horst Wehner und die Witwe des leider kürzlich verstorbenen Peter Barth, Veronika Barth eingeladen und gekommen waren. Gestiftet wurde der Preis von der Ergotherapie Schiewack. Michael Schiewack, Inhaber der Ergotherapie-Praxis, begründete in seine Rede die Bedeutung und welches Ziel er mit der Preisverleihung verfolgt. Außerdem verdeutlichte er, warum der Preis nach Peter Barth benannt wurde. In ihm sah er einen Visionär, der von einer Gesellschaft ausging, die auf Gerechtigkeit beruht. Dies habe er gelebt, so dass er die Benennung des Preises mit seinem Namen verdient hat. Erhalten haben den Preis als Team die 2. Oberschule Kamenz und die Johann-Gottfried-Bönisch-Förderschule Kamenz.

Nach einem erneuten Musikstück schloss sich die Ehrung von ehrenamtlich für die Stadt tätigen Personen an. Dank der erneuten Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden war es wieder möglich, dass auch in diesem Jahr, die Bürger und Bürgerinnen, die für eine Auszeichnung vorgeschlagen worden waren, die „Ehrenmedaille der Stadt Kamenz“ erhielten. Eine Besonderheit gab es dieses Mal bei der Ehrung, da neben neunzehn Einzelpersonen auch eine Gruppe für die Würdigung mit der Medaille vorgeschlagen wurde (siehe nachfolgende Übersicht).

Dem Rede- und Ehrungsteil des Abends schlossen sich dann Gespräche und Dispute in lockerer Form an, die von dem von der KaBi ausgerichteten Büffet kulinarisch begleitet wurden. (Ein ausführlicherer Bericht vom Neujahrsempfang findet sich im redaktionellen Teil des Mitteilungsblattes auf Seite 11.)

 

Nachfolgend Bürgerinnen und Bürger, die ausgezeichnet wurden:

Dr. Erhard Ruhnau

Vorgeschlagen durch Oberbürgermeister Roland Dantz mit der Begründung, dass er sich in einem hohen Maße für das kulturelle Leben in unserer Stadt engagiert sowie die ethische Bildung im Geiste Lessings befördert, in dem er u.a. im Jahr 2014 und dann im Jahr 2016 die Finanzierung des Geschenks der Stadt Kamenz an die Absolventen der Gymnasien und der Oberschulen (einschließlich BSZ) für die nächsten Jahre in großzügiger Weise übernommen hat.

Almut Baumann

Vorgeschlagen durch Pfarrer Michael Gärtner der Ev.-luth. Kirchgemeinde mit der Begründung, dass sie seit der Kinderzeit eng mit der Kirche verbunden ist, seit vielen Jahren den Eltern-Kind-Kreis leitet und vor 3 Jahren den „lebendigen Adventskalender“ ins Leben gerufen hat.

Beate Gruhl

Vorgeschlagen durch Margita Pietsch vom Frauenchor Wiesa e.V. mit der Begründung der 50jährigen Mitgliedschaft im Frauenchor sowie der langjährigen Mitwirkung im Vorstandes des Chores.

Mareen Hoch

Vorgeschlagen von dem Lehrerkollegium der GS Wiesa „Sophie Scholl“ mit der Begründung: Gründungsmitglied des Schulfördervereins „KiWi“. Des Weiteren arbeitet sie aktiv im Vorstand als Schatzmeisterin mit, organisiert den sogenannten „Apfeltag“ und die Weihnachtsbäckerei mit und wirkte bei der Einrichtung des Kräutergartens, dem Sammeln von Spenden für die Erweiterung der Ganztagsangebote, bei den Kindertagen und dem Abschlussfest mit.

Rudi Kühne

Vorgeschlagen vom Vorstandsvorsitzenden Blasorchester der Lessingstadt Kamenz, Jens Planert, mit der Begründung, dass er seit 1980 Mitglied beim Blasorchester der Stadt Kamenz e.V. als Saxophonist ist, er lange Zeit gewissenhaft, pünktlich und sehr hilfsbereit seine Vorstandstätigkeit erfüllt und außerdem als Stimmführer der Saxophone tätig ist.

Gerhard Lilge

Vorgeschlagen von Verena Böhme mit der Begründung, dass er seit mehr als 20 Jahren im Freilichtmuseum Steinbruch Prelle arbeitet und seit 1998 zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins „Schauanlage und Museum der Granitindustrie“ gehört, der mit seinem Wirken gerade auch die für die Stadt Kamenz vorhandene Bedeutung der Granitindustrie verdeutlicht. Seit 2013 hat er den Vorsitz im Verein inne.

Matthias Olesky

Vorgeschlagen vom Ortsvorsteher von Wiesa, Wolfgang Thomas, mit der Begründung, dass er seit vielen Jahren den Ortschaftsrat und die Vereine bei deren Arbeit zur Entwicklung des Ortsteiles Wiesa und bei vielen Aktivitäten (z.B. Maibaumstellen und beim Weihnachtstreff) unter Nutzung seines Fuhrparks unterstützt. Durch seinen Einsatz entstand die „Herbertgasse“.

Margarete Piesche

Vorgeschlagen vom Pfarrer Steffen Börner von der kath. Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena Kamenz mit der Begründung, dass sie sich sehr als ehrenamtliche Organistin für die Kirche St. Maria Magdalena, das Malteserkrankenhaus St. Johannes sowie die Altenheime St. Georg und St. Monika engagiert. Sie gestaltet den monatlichen Caritaskreis mit und ist sehr aktiv bei der Vorbereitung von Seniorentagen, den religiösen Kinderwochen und der Vorbereitung von kirchlichen Hoffesten.

Kerstin Rayczyk

Vorgeschlagen vom Vorstandsmitglied Uwe Wolf des Freundeskreises für Suchtkrankenhilfe mit der Begründung, dass sie sich seit 25 Jahren für Suchtkranke einsetzt und sowohl Gründungsmitglied war, aber auch seit dieser Zeit als Vorsitzendes des Vereins „Suchtkrankenhilfe“ e.V.

Dr. Rudolf Reimann

Vorgeschlagen vom Stadtrat Jörg Bäuerle mit der Begründung, dass er seit 1990 Präsident der Sächsischen Numismatischen Gesellschaft ist und in dieser Funktion für das Ansehen der Stadt Kamenz in der Region und darüber hinaus positive Akzente gesetzt hat. Er war auch der Ideengeber sowie Mitorganisator für die Würdigung verdienstvoller Kamenzerinnen und Kamenzer bzw. für Menschen, die sich für unsere Heimatstadt verdient gemacht haben, mit einer „Ehrenmedaille der Stadt Kamenz“.

Matthias Richter

Vorgeschlagen vom Vereinsvorsitzenden Olaf Tischer der SG Lückersdorf-Gelenau e.V. mit der Begründung, dass er seit 36 Jahren Mitglied der SG Lückersdorf-Gelenau ist, davon über 26 Jahren als Schatzmeister und verantwortlich für alle Buchungen zur Bewirtschaftung der Sportstätte Gelenau sowie der bekannten Sportveranstaltungen auf dem Sportplatz Gelenau.

Elvira Schirack

Vorgeschlagen vom Ortsvorsteher Andreas Rößler des Ortschaftsrates Jesau mit der Begründung, dass sie sehr aktiv am Leben im Ortteil Jesau teilnimmt und hier besonders zu einer Tradition beigetragen hat, so dass 2016 zum 12. Mal in Jesau das Weihnachtsmärktchen stattfand.

Johannes Schwede

Vorgeschlagen vom Vorsitzenden der DRK Kamenz-Wiesa, Wolfgang Thomas, mit der Begründung der jahrelangen Mitgliedschaft im DRK, womit er dazu beiträgt, dass viele Veranstaltungen ordnungsgemäß abgesichert werden. Er ist verantwortlich für den Fuhrpark sowie in der Einsatzgruppe des Katastrophenschutzes tätig.

Walter Siegemund

Vorgeschlagen vom amt. Ortswehrleiter der FFw Kamenz-Stadt, Steffen Geisendorf, mit der Begründung der jahrzehntelangen Mitgliedschaft (51 Jahre) in der FFw Kamenz-Stadt. Er ist bis zum heutigen Tag aktiv im Einsatzdienst, hat große Erfahrungen sowie ein hohes Fachwissen und besuchte eine Vielzahl an Sonderlehrgängen. Mit Erreichen seines 65. Lebensjahres stellte er den Antrag auch weiterhin aktiv Dienst in der FFw Kamenz-Stadt zu tun.

Mario Steinmetz

Vorgeschlagen von der Stadträtin und Landtagsabgeordneten Marion Junge mit der Begründung, dass er seit 2007 Ideengeber und Projektleiter für das Tanz-Theaterprojekt „Kamenz Can Dance“ ist, er mit seinem Theater-Projekt mehrere große Auftritte u.a. beim MDR und zum Tag der Sachsen absolvierte und mit „Kamenz Can Dance“ mehrfach Gewinner von regionalen und überregionalen Hip-Hop Tanzwettbewerben war. Darüber hinaus ging er neue Wege, um tänzerische Sprache und Ausdruckweisen zur Integration zu nutzen. In diesem Zusammenhang startete im Mai 2016 das interkulturelle Tanzprojekt mit „Kamenz Can Dance“ sowie mit Kindern und Jugendlichen aus den Flüchtlingsunterkünften.

Horst Stoklas

Vorgeschlagen vom Kassenwart Wolfgang Wersig der SV Lokomotive Kamenz mit der Begründung, dass er von 2000 – 2016 Vorsitzender des Sportvereins war und mit seinem Engagement den Verein zu einem regional und überregional anerkannten Sportverein weiterentwickelte. Sein Schwerpunkt war die Kinder- und Jugendarbeit (Badminton und Tischtennis) und er achtete auf eine faire Finanzordnung, die der Region entspricht.

Günter Thus

Vorgeschlagen vom Vorstandsvorsitzender des Autorenkreises „Lausitzer Almanach“ e.V., Dr. phil. Dieter Rostowski, mit Begründung, dass er seit fast 10 Jahren im Autorenkreis aktiv ist, wovon er vier Jahre im Vorstand mitwirkte und außerdem seit drei Jahren als stellvertretender Vorsitzender fungiert. Er verfasste vielfältige und interessante Beiträge im Lausitzer Almanach und hat sich damit bei den Lesern bleibende Erinnerung verschafft, indem er seine Gedanken und Lebenserinnerungen kundtat.

Manfred Vogel

Vorgeschlagen von der Vorstandsvorsitzenden Diana Karbe des OSSV Kamenz e.V. mit der Begründung, dass er seit über 20 Jahren zuverlässig als Kassenwart beim OSSV arbeitet, die jährlichen Veranstaltungen, wie das Sprintmeeting, das Swim & Run, den Kindertriathlon und das Neujahrsschwimmen organisiert und aktiv bei der Organisation des Blütenlaufes mitwirkt.

René Wagner

Vorgeschlagen vom Vorstand des SV Einheit Kamenz über Frau Maria Schneider (Mitarbeiterin der Geschäftsstelle) mit der Begründung, dass er seit 1999 Mitglied in der Abteilung Kegeln ist, sich um die Unterhaltung und Pflege der Kegelbahn kümmert und dafür im großen Umfang für die Erbringung von Eigenleistungen seine Freizeit und sogar seinen Urlaub zur Verfügung stellt. So hat er außerordentlich aktiv beim Umbau der Kegelhalle mitgewirkt.

als Gruppe: Alexander Käppler im Zusammenwirken mit Manfred Delitzscher und Peter Müller

Vorgeschlagen von der Vorsitzenden des Kamenzer Geschichtsvereins e.V., Marion Kutter, mit der Begründung, dass unter Federführung von Alexander Käppler gemeinsam dafür gesorgt wurde, dass viele Objekte und Anlagen zur Wasserversorgung um und in Kamenz erhalten und restauriert werden konnten. Des Weiteren wurde das „Wanderheft Wasser“ entwickelt und damit das touristische Angebot der Stadt erweitert. In diesem Zusammenhang wurde ein besonderes Vorhaben 2016 realisiert der „Wanderweg Wasser“. Hinzu kam umfangsreiche Aktivitäten anlässlich 550 Jahre Zentrale Wasserversorgung in Kamenz 2016 (u.a. Ausstellung/Festveranstaltung).

09.02.2017 - 16.03.2017

31.01.2017: Verwaltung sucht Dezernent (m/w)

Für die Leitung des Dezernates Stadtentwicklung und Soziales suchen wir zum 1.10.2017 eine erfahrene und regional verwurzelte Führungspersönlichkeit.

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28.01.2017: 27. Januar 2017 - Kranzniederlegung an der Gedenkstätte am Gedenk- und Ehrenmal am Robert-Koch-Platz/Bahnhofstraße
Kranzniederlegung am Mahn- und Ehrenmal Robert-Koch-Platz/Bahnhofstraße
Kranzniederlegung am Mahn- und Ehrenmal Robert-Koch-Platz/Bahnhofstraße

Nach dem Niederlegen von Kränzen und Blumengebinden sprach als erster der Oberbürgermeister Roland Dantz. Er legte neben dem Gedenken an die Opfer dieses Mal mehr den Schwerpunkt auf die Gegenwart: „Wichtiger scheint uns das Innehalten an diesem Tag (…), um nachzudenken und auch miteinander zu reden, wie Toleranz und damit die vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit Gedanken des Anderen eine Rolle im täglichen Leben spielen können. Es ist auch Gelegenheit, weiter darüber nachzudenken, wie wir im Rahmen der europäischen Gemeinschaft und wie wir selbst miteinander – durchaus mit berechtigtem Stolz auf unsere Heimat – unsere eigene Geschichte verstehen.“ Zum Abschluss seiner Rede erinnerte er an den kürzlich verstorbenen Bundespräsidenten Roman Herzog, der maßgeblich den 27. Januar als Gedenktages 1996 initiierte und dessen Worte anlässlich des Gedenktages nach wie vor aktuell sind: „„Deshalb geht es darum, aus der Erinnerung immer wieder lebendige Zukunft werden zu lassen. Wir wollen nicht unser Entsetzen konservieren. Wir wollen Lehren ziehen, die auch künftigen Generationen Orientierung sind. Dieses Gedenken ist nicht als ein in die Zukunft wirkendes Schuldbekenntnis gemeint. Schuld ist immer höchstpersönlich, ebenso wie Vergebung. (…) Es ist wahr, daß sich Geschichte nicht wiederholt. Aber ebenso wahr ist, daß Geschichte die Voraussetzung der Gegenwart ist und daß der Umgang mit der Geschichte damit auch zum Fundament der Zukunft wird. Deshalb meine Mahnung zum Erinnern und zur Weitergabe der Erinnerung. Nicht nur am 27. Januar. Aber vielleicht kann dieser Gedenktag uns dabei helfen.“

Dr. Hermann Drum spricht zu den Anwesenden, links neben ihm der Oberbürgermeister
Dr. Hermann Drum spricht zu den Anwesenden, links neben ihm der Oberbürgermeister

Danach sprach Dr. Hermann Drumm für den Förderverein „Gedenkstätte KZ-Außenlager Kamenz-Herrental“ e.V. und die Initiative „Zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz“. Er erinnerte an die Toten, die schon im Vorfeld des Krieges mit seinen Millionen Opfern, durch das Außerkraftsetzen demokratischer Institutionen zu verzeichnen waren. Dr. Drumm sah den Verwendung des Begriffs „Nationalsozialismus“ als äußerst problematisch an. Für ihn sei diese Bewegung weder national noch sozial noch gar sozialistisch gewesen. Im Weiteren forderte er die Anwesenden dazu auf, gegen nationale Überheblichkeit, Fremdenhass und Rassismus einzutreten, um mit dem Aufruf „Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus!“ zu enden.

Pfarrer Michael Gärtner von der luth.-ev. Kirchgemeinde mit nachdenklichen Worten
Pfarrer Michael Gärtner von der luth.-ev. Kirchgemeinde mit nachdenklichen Worten

Der sich anschließende Wortbeitrag von Pfarrer Michael Gärtner von der luth.-ev. Kirchgemeinde, der stellvertretend für die röm.-kath. Kirchgemeinde in Kamenz und Siebenten-Tage-Adventisten fragte nach der Verdrängung von Schuld derjenigen, die damals lebten und konkret schuldig geworden sind. Er schlug den Bogen zur Gegenwart, um nachzufragen „Hätten wir es besser gemacht damals? Machen wir es heute besser?“ Ein Beispiel der Hoffnung war für ihn, dass seit vielen Jahren Konfirmanden aus Kamenz und aus anderen Kirchgemeinden der Region in das ehemalige KZ Theresienstadt fahren, um sich auch mit diesem Teil der deutschen Geschichte zu beschäftigen. Und resümierend für unsere Gegenwart, so Pfarrer Gärtner, hieße das: „Eigene Fehler eingestehen, Schuld bekennen, Verantwortung übernehmen, das müssen wir lernen, dazu müssen wir uns gegenseitig ermutigen, solch eine Kultur müssen wir fördern. Damit wir in Frieden miteinander leben können.“

Holger Scheffler von den Zeugen Jehovas zur Verfolgung seiner Glaubensgemeinschaft
Holger Scheffler von den Zeugen Jehovas zur Verfolgung seiner Glaubensgemeinschaft

Holger Scheffler von den Zeugen Jehovas hob die Stärke der Opfergruppe der Zeugen Jehovas hervor, obwohl sie zu einer der ersten Glaubensgemeinschaften gehörte, die verboten wurde, hätten Mitglieder der Zeugen Jehova ein Konzentrationslager wieder verlassen können, wenn Sie ihrem Glauben abgeschworen hätten. „Doch“, so Scheffler, „sie weigerten sich standhaft, dem Regime die Treue zu schwören und nahmen dafür auch den gewaltsamen Tod in Kauf. Wie seine Vorredner auch lenkte er seinen Blick auf die gegenwärtige Welt. Aus seinem Glaubensverständnis heraus weist die Bibel einen Weg der Nächstenliebe, der Toleranz und des friedlichen Miteinanders. Die damit verbundenen Charakterstärken und Handlungsmöglichkeiten, sicherlich auch -notwendigkeiten sind unabdingbar für ein humanes Zusammenleben.

Pastor i.R. Wilfried Krause mit einer starken symbolischen Geste
Pastor i.R. Wilfried Krause mit einer starken symbolischen Geste

Als letzter Redner auf der Gedenkveranstaltung ergriff Pastor i.R. Wilfried Krause von Siebenten-Tage-Adventisten das Wort. Symbolisiert durch das Aufstellen dreier Gedenk-Kerzen erinnerte er daran, dass zwar der Name des Terroristen von Berlin in aller Munde sei, aber seine Opfer dahinter „verblassen“. Ihnen und den Opfern des islamistischen Terrors im Jahr 2016 widmete er die erste Kerze. Mit der zweiten Gedenk-Kerze gedachte er 5.000 Flüchtlingen, die bei dem Versuch Europa zu erreichen 2016 im Mittelmeer ertranken, um gleichzeitig auf die Notlagen von Flüchtlingen überhaupt und hier nicht nur auf die physischen Probleme aufmerksam zu machen. Die letzte der drei Gedenk-Kerzen stellte Pastor i.R. Kraus in Erinnerung an die in der Welt verfolgte Gruppe der Christen auf. Hier nannte er neben islamisch geprägten Ländern, vor allem auch Nordkorea. Mit der sehr emotionalen Geste des Aufstellens dreier brennenden Kerzen endete die diesjährige Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus, die wieder einmal zeigte, dass bei allen Unterschieden in den Positionen und Auffassungen, die Erinnerung an die Opfer von damals eint und auch mit dem Blick auf die Gegenwart das Gemeinsame für Demokratie und gegen Unmenschlichkeit betont wird.

28.01.2017 - 10.02.2017

23.01.2017: Lessingpreis in Kamenz verliehen
Lessing-Preis in Kamenz verliehen
Autor Kurt Drawert (rechts) erhält den Lessing-Preis des Freistaates Sachsen

 

Kurt Drawert

Die Aufklärung der Aufklärung

Rede zur Verleihung des Lessingpreises des Freistaates Sachsen

Kamenz, 21. Januar 2017

 

Ich bin in einer Verlegenheit, denn einerseits möchte ich meinen Dank für die Ehre bekunden, heute hier sein und den Lessingpreis entgegennehmen zu dürfen, kann aber andererseits keine passenden Worte dafür finden, die von einer angemessen positiven Grundstimmung wären, und enden mit einem obligaten: Alles wird gut. Denn nichts, gar nichts wird gut, was wir selber nicht tun, und dass alles gut sei, kann nur sagen, wer mit einer Denkstörung bevorzugt worden ist und sowieso nichts mehr merkt. Oder, mit Lessing gesprochen: "Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verlieret, der hat keinen zu verlieren." Würde ich jetzt aufzählen wollen, wegen welcher kollektiver Verbrechen, politischer Ausfälle, wirtschaftlicher Entgleisungen oder gruppensozialer Psychosen man auf der Stelle, sofern man gesund ist, verrückt werden müsste, säßen wir bis zur nächsten Lessingpreisfeier hier fest. Also kürzen wir ab und fassen zusammen: Die Welt ist merkwürdig dunkel geworden, obgleich sie doch hell ist. Sie ist sogar heller als jemals zuvor, und lauter, und höher, und schneller sowieso. Es hat noch nie so viel Glanz und Gloria gegeben, so viel Suchtstoff und Blendwerk, wohlgemerkt hier, in unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft. Weil der Schein aber trügt, lügt auch das Bild. Und wir spüren es auch - etwas stimmt daran nicht. Der Vorhang der Illusion, alles sei geordnet und für die Ewigkeit verpackt, reißt auf von Stunde zu Stunde, von Nachricht zu Nachricht, von Kriegsschauplatz zu Kriegsschauplatz. Unsere Welt verändert sich in einer Geschwindigkeit und Radikalität, für die es noch keine Sprache und keine Vorstellung gibt. Es ist ein Paradigmenwechsel, der sich vollzieht und der wirkt, nicht aber gedacht werden kann, weil er die Bibliotheken des Wissens verlässt, ohne neue zu gründen. In diese Risse hinein formiert sich das Absurde, das Irrationale, das Magische anstelle des Rationalen. Oder wie soll man verstehen, dass eine Globalisierung in allen Bereichen des wirtschaftlichen und politischen Lebens vorangetrieben wird, eine Entgrenzung der Märkte von gigantischer Dimension stattfindet, gleichzeitig aber, während der Mehrwert abgeschöpft und die Profite einkassiert werden, eine Architektur der Nationalstaatlichkeit heraufbeschworen wird wie im 19. Jahrhundert? Hat nicht alles seinen Preis, und erst recht im Kapitalismus? Was ist das für ein Anspruch, die Geschichte sich vorzustellen wie einen Schnittmusterbogen, den man sich selber nach Belieben zurechtschneidern kann? Hier profitieren und dort nichts einbüßen wollen? So sehen wir einer narzisstischen Generierung des Eigenen zu, die undurchlässig wird für das Andere und für die Welt. Das Eigene aber kommt im Eigenen nie zu sich selbst, es braucht immer das Andere, um selbst sein zu können. Auch Identität, sofern es sie überhaupt gibt, ist ein Produkt der Differenz und nicht der Selbstverliebtheit. Alles das sind Symptome einer Angstgesellschaft, die zunehmend hysterisch und diffus reagiert. Angst ist immer auch Angst vor dem Tod, und der Tod meldet sich zur Stelle, wo die Sprache eine Lücke lässt, einen Platz nicht besetzt, eine Leerstelle bildet Die Rückseite der Herrlichkeiten, sie hat uns erreicht - die Kontingenz, die von den Rändern heraufzieht, auch in Form der Flüchtenden dieser Welt. Schon das Wort Flüchtlingskrise ist eine Zumutung, denn die Krise liegt ja nicht bei den Flüchtenden selbst, sondern am Ort ihrer Ankunft und bei denen, die sie abschieben und ausgrenzen wollen. Das nun ist auch der Moment, in dem die Aufklärung in die Tiefe ihrer Irrtümer fällt und damit hinter sich selber zurück. Sie wird zu ihrem eigenen Fall, zu einem Objekt ihrer Unmöglichkeit. In dieser Stunde, in der das Reale erscheint und die Bücher keine Antwort mehr geben, macht auch ein Wort von sich reden, das uns alle Abgründe gleichzeitig öffnet: postfaktisch. Dieses Wort, dieser Neologismus, umschreibt das Gegenteil dessen, weswegen wir hier zusammengekommen sind: um der Aufklärung zu gedenken, ihrer Ideale und Vorstellungen von einer humanen Gesellschaft. Gemeint nämlich ist etwas völlig Amorphes, das in die symbolische Ordnung der Sprache schon gar nicht mehr überführt werden kann - ein dumpfes, grummelndes Bauchgefühl nämlich, eine Art animalischer Spürsinn, wie man Massen affektiv beeindrucken und zweckgerichtet verführen kann, etwas in jeder Hinsicht Ungeformtes, Rohes und Performatives. Wo dieser Sturz der faktischen Welt in die Senkgruben einer grandiosen Verwerfung zur politischen Option wird - und von Wahrheit ist dabei noch nicht einmal die Rede, sondern lediglich von Repräsentanz, jenseits aller Grammatik und geschlossener Sätze, intermedial am besten getwittert, was sich seinem informativen Effekt nach von den Rauchzeichen der Wilden nur dadurch unterscheidet, schon mit kleinen Apparaturen zu funktionieren, die jeder in seiner Hosentasche griffbereit hat, da nun beschütze uns Gott. Aber er wird es nicht tun, weil er mit dem Szientismus des 19. Jahrhunderts gestorben ist, und Nietzsche hat ihn beerdigt. Ich weiß nicht, ob es stimmt, was der Medientheoretiker Friedrich A. Kittler einmal sagte, dass nämlich die Technologien für die Inhalte sorgen und letzthin auch das Subjekt der Geschichte bestimmen, denn das wäre tatsächlich verheerend. Klar aber scheint zu sein, dass zivile Mündigkeit in einer demokratisch verfassten Gemeinschaft noch nicht allein von den Potentialen rationaler Aufgeklärtheit abhängt und immerwährend neu begründet und verteidigt werden muss. Hegel nannte es "das stumme Fortweben des Geistes im einfachen Innern seiner Substanz", und auch Kant, der so gern mit seiner Standardformel zitiert wird: "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit", hält sich eine Hintertür offen, eine Gegenfigur höchst aporetischer Art, wenn er seine "Kritik der reinen Vernunft" beginnen lässt, ich zitiere: "Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: dass sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann, denn sie sind ihr durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber auch nicht beantworten kann, denn sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft." Was ist das anderes als ein Eingeständnis in die Fehlbarkeit von Vernunft und ihre verzweifelte Ohnmacht. Vielleicht ist das der Ort unserer Zeit, über keinen Ort mehr zu verfügen, von dem ausgedacht und gesprochen werden kann, und der archimedische Punkt, er war nur ein Irrlicht. Etwas davon hat Lessing vielleicht auch geahnt, denn das Letzte, was er getan haben soll, ehe er starb, war, einen Lottoschein zu erwerben. Ob er etwas eingebracht hätte, ist leider nicht überliefert. Ich denke mal, nein. Aber vielleicht ist auch alles ganz anders und ich weiß es nicht besser. Eines aber ist sicher: Wenn wir unsere Sprache verlieren, unsere Worte, die zu einer Realität sich verdichten, von der aus wir denken, dann ist wahrlich nichts mehr zu retten. Hier können wir wirklich und augenblicklich etwas tun.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Es gilt das gesprochene Wort!

 23.01.2017 - 09.02.2017

16.01.2017: Es lohnt sich, Haltung zu zeigen ...

Das Jahr 2017 begann mit einem „Paukenschlag“. Die Meldung, die über den Ticker kam und aus eine gemeinsame Pressekonferenz mit Vertretern des Freistaates, des Landkreises, der Stadt und des Landtagsabgeordneten Aloisius Mikwauschk am 4. Januar 2017 entsprang, hatte es im besten Sinne des Wortes in sich. Es ist gelungen, für den gymnasialen Standort an der Macherstraße eine Nachnutzung zu finden. Der Freistaat kauft das „Alber-Schweitzer-Haus“ und es werden mehrere hundert Arbeitsplätze im Verwaltungsstandort Kamenz neu geschaffen.

Was zeigt uns diese Entwicklung?

Es lohnt sich, zu kämpfen, wenn man von der Richtigkeit einer Lösung überzeugt ist. Dazu braucht es viele Mitmacher, wenn es sein musste auch Mitstreiter, aber vor allem Unterstützer. Und die haben wir gefunden!

Wir bemerken in den letzten Jahren, dass um uns herum, in Sachsen, in Deutschland und in vielen Orten Europas die Fliehkräfte, die das Auseinanderdriften der Menschen bewirken, zunehmen.

Da gibt es hier bei uns auch eine Vielzahl von Menschen, die, auch wenn sie vor mehr als 25 Jahren positiv in die Zukunft der deutschen Wiedervereinigung geblickt haben, feststellen, dass sie mit ihren Anliegen, mit ihren Empfindungen, was gerecht ist und im Sinne ihrer Vorstellungen, auch gerecht sein kann, allein gelassen und manchmal sogar „liegengelassen“ werden. Das Ringen um die Schulstandortlösung macht vieles deutlich. Natürlich geht es zunächst um die Frage der Lern- und Lehrbedingungen und es geht dabei natürlich auch um die Frage der damit verbundenen Kosten, aber – und das ist hier wichtig – es geht immer auch um die Frage, was Menschen empfinden, was sie fühlen und wo sie sich in ihrem eigenen Heimatgefühl, in ihrer eigenen Tradition verankert sehen. Und das Beispiel der Lessingschule zeigt sehr deutlich, dass man schon die Kraft haben muss, die Frage oder Aufforderung „Suchet der Stadt Bestes …“ zu beantworten. Die Antwort haben wir gemeinsam nach mehr als sechs Jahren gefunden und wir sind der Überzeugung, dass es in dem Fall nicht nur eine Antwort ist, sondern eine gute Antwort war.

Die Geschichte um den damit verbundenen Streit, um die damit verbundene Auseinandersetzung zeigt auch, dass wir im siebenundzwanzigsten Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung meiner Ansicht nach ein Problem lösen mussten und müssen, das auch da seine Wurzeln hat.

Wollen wir uns erinnern.

Mit der Bildung des Freistaates im Ergebnis der deutschen Wiedervereinigung wurde das Schulsystem, das bis dahin galt, völlig verändert. Mit einem Mal war für eine Vielzahl potentieller Gymnasiasten im wahrsten Sinne des Wortes Raum zu schaffen. Nachdem die Entscheidung mehr als 20 Jahre zurückliegt, die zum Ausbau des Gebäudes an der Macherstraße führte, will ich für die, die jünger sind, gern einige Umstände in Erinnerung bringen. Diese Entscheidung musste schnell und sie musste –neben vielen Grundsatzfragen, die zu klären waren – vom Landkreis Kamenz und den damaligen Verantwortungsträgern im Stadtrat herbeigeführt werden. Es war damals anders als heute und es war mit Sicherheit schwerer. Es gab eben keine Ministerien, wie wir sie heute kennen, keine funktionierenden Landkreis- und Stadtverwaltungen, wie wir sie heute gewohnt sind – alles war im Umbruch. Was geleistet werden musste, war Aufbauarbeit. Insofern sitzen alle oder die meisten, die jetzt Verantwortung übernehmen, im gewissen Sinn in einem „gemachten Nest“.

Was hat das mit unserem Schulstandort zu tun?

Es war auch seinerzeit eine verständliche Entscheidung, das Gymnasium an der Macherstraße zu errichten in der Annahme, dass die Stadt Kamenz zukünftig auf über 20.000 Einwohner wächst und dass es zwei gymnasiale Standorte gibt, das Traditionshaus „Lesingschule“ an der Henselstraße und das Albert-Schweitzer-Haus.

Glaubwürdigkeit heißt, Wort halten

Wenn ich anfangs über Fliehkräfte und über zum Teil enttäuschte Menschen sprach, dann will ich zum Abschluss meiner Gedanken Zuversicht und Hoffnung zum Ausdruck bringen, denn bei der Suche, bei dem Kampf um den Erhalt der 100jährigen Tradition des Lessinggymnasiums ging es für unsere Gemeinschaft und für das Verständnis von Politik um etwas ganz Entscheidendes. Und dies lässt sich in einem Satz ausdrücken. Es ging um das „Wort halten“ und das Einhalten geschlossener Verträge.

Wir können alle froh sein, dass uns dies gelungen ist und ich bin nicht nur allein überzeugt davon, dass sich der jetzt gefundene Weg für den Zusammenhalt, für den Gemeinsinn in unserer Stadt, für das Ansehen des Landkreises und des Freistaates positiv auswirken wird.

Allen, die an dieser Lösung mitgewirkt haben, dürfen stolz darauf sein und vor allem dürfen sie sich darüber freuen, etwas für den Zusammenhalt unserer Menschen getan und sie nicht auseinander gebracht zu haben.

 

Roland Dantz
Oberbürgermeister
der Lessingstadt Kamenz

16.01.2017 - 01.02.2017

07.12.2016: Neujahrsempfang der Stadt Kamenz im Jahr 2017

Auszeichnung ehrenamtlich Tätiger

In Anknüpfung an die vergangenen Jahre findet auch im Jahr 2017 der Neujahrsempfang der Stadt Kamenz statt. Vorgesehen ist dafür Freitag, der 3. Februar 2017.

Es ist eine schöne Tradition, die seit Jahren in Kamenz gepflegt wird, dass alljährlich zum  Neujahrsempfang, ehrenamtlich tätige Einwohner für ihren Einsatz sowie Personen, die sich Verdienste um die Stadt Kamenz erworben haben, gewürdigt werden. Aus diesem Grund rufen wir alle Vereine, Verbände, Interessengruppen und Bürger auf, Einwohner von Kamenz, einschließlich der Ortsteile, bzw. andere Personen zu benennen, die durch ihr verdienstvolles oder ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise das Leben in der Stadt bereichern oder anderen Einwohnern in unserer Stadt in den verschiedensten Dingen behilflich waren und sind.

Diese Form der Ehrung hat in den letzten Jahren immer Resonanz gefunden, worüber wir uns sehr freuen. Die Anzahl der Auszuzeichnenden ist auf 20 Personen begrenzt. Wir bitten deshalb um Verständnis, dass wir je Vorschlag nur eine Person auszeichnen können. Bei der Benennung mehrerer Personen werden wir die erstgenannte auf dem jeweiligen Vorschlag auswählen. Für die anderen müsste dann im nächsten Jahr erneut ein entsprechender Vorschlag erfolgen, es sei denn, es gehen weniger als 20 Vorschläge (gleich Personen) ein, so dass Vorschläge mit mehreren Personen einbezogen werden könnten. Die Vorschläge selbst werden in der Reihenfolge des Einganges in der Stadtverwaltung berücksichtigt. Einwohner/Personen, die in den letzten drei Jahren bereits ausgezeichnet wurden, finden, wie schon in der Vergangenheit gehandhabt, zur Auszeichnung im Jahr 2017 keine Berücksichtigung.

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge und Anregungen – bitte immer auch den Vor- und Zunamen und die Anschrift des Vorgeschlagenen angeben – mit einer kurzen und nachvollziehbaren Begründung bis zum

2. Dezember 2016

an die Stadtverwaltung Kamenz, Referent des Oberbürgermeisters, Markt 1, 01917 Kamenz. Rückfragen sind unter den Telefonnummern 03578/379101 und 379102 möglich.

 

Thomas Käppler
Referent des Oberbürgermeisters

02.11.2016 - 07.12.2016

27.10.2016: Flashmob 1. November 2016
24.10.2016: Spatenstich für Werk II der Dt. ACCUmotive

Ein Paukenschlag für die Region- Ein Signal für die Menschen in und um Kamenz

Am Montag, dem 24. Oktober 2016 wurde der Spatenstich für eine Zukunftsinvestition in Sachsen, in der Lessingstadt Kamenz vollzogen. Wir freuen uns, dass dieses denkwürdige Ereignis des Spatenstiches für das Werk II der Deutschen ACCUmotive im Beisein der Vertreter des Vorstandes der Daimler AG, Prof. Dr. Thomas Weber sowie Markus Schäfer, und des Sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und auch in Anwesenheit des Landrates des Landkreises Bautzen, Michael Harig, begangen wurde.

Der Wind dreht sich Gerade im 26. Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung ist diese Wirtschaftsinvestition für uns außerordentlich bedeutsam. Viele Menschen haben unmittelbar nach der Wende erleben müssen, wie durchaus auch konkurrenzfähige Industriearbeitsplätze wegfielen, wie die eigene Existenz durch Arbeitslosigkeit und Zukunftsangst bedroht wurde. Familien wurden auseinandergerissen und viele haben ihre persönliche Zukunft zwangsläufig in den westlichen Bundesländern Deutschlands gesucht. Mit der Entscheidung der Daimler AG, hier in Kamenz zu investieren, dreht sich der Wind, haben wir die Chance, die gegenwärtige demografische Entwicklung zu stoppen und umzukehren. Wir haben die Chance, aus diesem Schritt eines der größten Automobilherstellers den Menschen in unserer Region Hoffnung zu geben und vor allem eine Zukunft zu ermöglichen. Wenn an einem Industriearbeitsplatz bis zu drei – manchen sagen auch mehr – Arbeitsplätze hängen, dann wird auch sichtbar, dass von dieser Entscheidung der Daimler AG der Mittelstand, der Dienstleistungssektor und auch das Handwerk profitieren werden. Mit der kraftvollen Entwicklung der Deutschen ACCUmotive – einer 100%igen Tochter der Daimler AG – wird in der Lessingstadt Kamenz für den Standort Deutschland das Zeitalter der Elektromobilität weiter zukunftsträchtig ausgestaltet. Seit 2008 ist der Standort Kamenz für die Entwicklung der Elektromobilität ein guter Name. Mit der Entscheidung der Daimler AG, den vorhandenen Standort in Kamenz auszubauen, wird ein technologischer Meilenstein, aber vor allem ein Meilenstein für den Ausbau des Wirtschaftsraums der Landeshauptstadt und der Oberlausitz gesetzt.

Engagement für den Standort – für die Region – für den Freistaat zahlt sich aus Die Stadt Kamenz hat auf der Grundlage der von der Daimler AG getroffenen Entscheidung sowohl im Jahr 2009 als auch mit der Investitionsentscheidung zu der bedeutsamen Standorterweiterung 2016 wesentlich beigetragen. Wir haben am heutigen Tage allen Grund Dank zu sagen. Wir bedanken uns in besonderer Weise bei den Entscheidern und damit den Vorständen der Daimler AG und der Mannschaft der Deutschen ACCUmotive vor Ort für ihr Engagement und ihre Leistungsbereitschaft. Ich will an dieser Stelle persönlich all jenen danken, die mich 2011 unterstützt und den Vorschlag, 52 ha beplante und teilerschlossene Industriefläche zu erwerben, mitgetragen haben. Die Stadt Kamenz war bereit, für diesen Schritt auf vieles zu verzichten. Sie war bereit, das bis dahin durchschnittliche jährliche Investitionsvolumen in Wirtschaftsförderung zu investieren. Ich will mich persönlich auch bedanken für die Unterstützung des Landkreises, insbesondere der Genehmigungsbehörden, die bereit waren, mit uns die sich aufzeigenden, zum Teil „aufbäumenden“ Probleme schnell und im Interesse der Standortentwicklung zu lösen. Gemeinsam mit allen Beteiligten – den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der ewag kamenz, dem Kommunalen Versorgungsunternehmen – sowie dem hohen Engagement des Vorstandes der ewag kamenz war es möglich, die Erschließungsfragen zu lösen und die zugesicherten Erschließungs-leistungen zu erbringen.

Die Daimler AG investiert mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Standort Kamenz Auch ein weiteres neues Unternehmen entsteht in Kamenz – die Mercedes-Benz Energy GmbH

Die Gründung der Mercedes-Benz Energy GmbH mit Sitz in Kamenz war ein weiterer Schritt in der Profilierung des stationären Speichergeschäfts. Mit dem vorangegangenen Erwerb einer Teilfläche von mehr als 18 ha von der Stadt Kamenz, im Industriegebiet Kamenz/Bernbruch Nord wird gegenwärtig eine der größten Industrieinvestitionen in Sachsen mit einem Investitionsvolumen von mehr als 500 Mio EUR durch die Deutsche ACCUmotive GmbH und Co. KG realisiert.

Wir freuen uns außerordentlich, dass es dem führenden Automobilhersteller Deutschlands gelungen ist, auf dem Pariser Autosalon im Oktober 2016 die Zukunft der Elektromobilität aufzuzeigen. Mit den innovativen Konzepten ist es dem Unternehmen gelungen, zukunftweisende Akzente zu setzen.

Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG Dr. Dieter Zetsche: „Das Auto der Zukunft wird elektrisch und emissionsfrei sein.“ (Laut (Berlin/Stuttgart (dpa-AFX)) Und das Vorstandsmitglied, verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung, Prof. Dr. Thomas Weber, informierte: „Bis 2020 wird Elektromobilität bei Daimler sechsstellig.“ (Laut Berlin/Stuttgart (dpa-AFX))

Mit dieser strategischen Ausrichtung des Konzerns und der Standortentwicklung der Deutschen ACCUmotive in der Lessingstadt Kamenz werden für die Region entscheidende Impulse gesetzt. Dies war möglich, weil es bis hin zur Konzernspitze sowie bei den Entscheidern vor Ort von Anfang an eine vertrauensvolle und außerordentlich konstruktive Zusammenarbeit gab.

Die Standortentwicklung des Wirtschaftsraumes Kamenz wird erfolgreich fortgesetzt Die Investition der Daimler AG unterstützt die nachhaltige Fortentwicklung des Wirtschaftsraumes der Lessingstadt. Die bereits ansässigen mittelständischen Unternehmen werden dabei in der unterschiedlichsten Weise von dieser Entwicklung partizipieren. Damit wird auch das Schaffen von „Leitmarken“ – für die u.a. die Ansiedlung der jetzigen Mast-Jägermeister SE sowie das Entstehen und Wachsen der Sachsen Fahnen GmbH & Co. KG stehen – am Standort fortgesetzt.

Das Entstehen von Industriearbeitsplätzen ist ein Signal für junge Menschen in der Region zu bleiben und auch in die Wachstumsregion Dresden zurückzukehren. Nur mit der Schaffung gut bezahlter Jobs können die Erwartungen unser Menschen an unser Gemeinwesen, an das Versprechen einer sozialen Marktwirtschaft erfüllt werden. Die wirtschaftliche Entwicklung ist die Basis für eine Zufriedenheit und damit für das Lebensgefühl der Menschen. Sie ist auch der Grundstein für die Bereitschaft, offen zu sein, sich dem Schwächeren zuzuwenden, vor allem dann, wenn selbst ein hohes Maß an Sicherheit für die Entwicklung der eigenen persönlichen Lebensvorstellungen für das gemeinsame Leben im familiären Bereich besteht und nicht – wie in den letzten Jahrzehnten – Familien aus wirtschaftlichen Gründen auseinandergerissen wurden. 

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kamenz und die Menschen in der  Region, diejenigen  die auf diese Arbeitsplätze hoffen und jene die schon jetzt im Unternehmen tätig sind, sind dankbar für diese Entwicklung,  insbesondere für die Entscheidung der Daimler AG dieses Zeichen im Wirtschaftsraum Sachsen der Oberlausitz gesetzt zu haben.

Roland Dantz Oberbürgermeister der Lessingstadt Kamenz

24.10.2016 - 15.11.2016

Anlässlich der Eröffnung der Klosterbäckerei St. Marienstern wird es am Dienstag, dem 1. November 2016, 9.00 Uhr von der Bautzner Str. 41 zum Markt einen Flashmob „Wartekollektiv" geben. Die Kamenzerinnen und Kamenzer sind zu dieser von der Klosterbäckerei und dem City-Management initiierten Aktion herzlich eingeladen. Und zur zusätzlichen Motivation gibt es von der Klosterbäckerei Kaffee und Kekse frei. Wenn das die Motivation zur Teilnahme nicht erhöht, was dann?

Wikipedia führt zum Flachmob aus: "Der Begriff Flashmob (englisch: Flash mob; flash = Blitz; mob [von mobilis beweglich] = aufgewiegelte Volksmenge) bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun." Also lasst und ungewöhnliche Dinge tun am Dienstag!

Offizielle Eröffnung der Klosterbäckerei ist - wie schon gesagt - am Mittwoch, dem 2. November 2016, 11.00 Uhr. Dabei wird die Äbtissin der Abtei St. Marienstern die Räumlichkeiten weihen. Die Bäckerei hält dann neben ihrem umfangreichen Brotangeboten täglich Kaffee und Frühstücksbrötchen bereit

Hier der Flyer zur Eröffnung, die im Rahmen des Testshop-Gedankens erfolgt!

27.10.2016 - 01.11.2016

17.10.2016: Leitbilddiskussion - Infos von der Einwohnerversammlung vom 11.10.2016

Kamenz - die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

wenn wir die letzten Wochen anschauen, dann haben wir viele stimmungsvolle Höhepunkte in unserer Stadt erleben dürfen. Ich denke da an die Fête de la Musique, die wirklich ein Fest sowohl für die Ohren als auch für die Augen war. Das Straßenfest am Klostertor zog ebenfalls Tausende in seinen Bann. Dazu kamen vielfältige und interessante Ausstellungsprojekte, sportliche Höhepunkte und vieles mehr.

Gerade in diesem Jahr ist es uns gelungen, im infrastrukturellen Bereich einige bedeutsame Meilensteine zu setzen. Der Wirtschaftsstandort Kamenz wächst dank eines starken Mittelstandes und auch natürlich durch die Ansiedlung der Daimler AG.

Wir werden bis 2020 mit dem Landkreis ca. 34 Mio. EUR in Bildung investieren und Kamenz wird –neben Bautzen größter Verwaltungsstandort im Landkreis Bautzen – weiter wachsen.

Es gibt demnach viele Gründe, sich von Zeit zu Zeit die Frage zu stellen, wohin wollen wir gemeinsam. Und welche Schwerpunkte sehen wir für die Entwicklung unserer Stadt weit über das Jahr 2020 hinaus? Demografisch kann man Bevölkerungsentwicklungen berechnen und sie bringen zum Ausdruck, was eintreten kann, wenn es so eintreten sollte. Im weitest gehenden Sinne ist in unserer Stadt in den letzten Jahren viel Gutes geschehen und es geht jetzt darum, auf dieser Basis neue Impulse für die Weiterentwicklung unserer Stadt hervorzubringen.

Kamenz kann sich und wird sich weiter als wirtschaftliches Mittelzentrum zwischen Dresden und Bautzen etablieren. Daher ist es wichtig, dass wir unsere Beziehungen zur Metropole Dresden ausbauen und von den damit verbundenen Wachstumstriebkräften partizipieren.

Wir können damit – da sind viele mit mir sicher einig – in zunehmendem Maße von der Strahlkraft der Landeshauptstadt profitieren. Insofern liegt es wirklich nahe, die Diskussion zu grundsätzlichen Fragen der Stadtentwicklung in einem starken Maße zu führen, weil wir der Überzeugung sind, dass, wenn wir dies tun, auch in einem sehr weiten Feld diese Gespräche die Identität unserer Menschen mit ihrer Stadt stärken. Wir können damit ebenfalls Kräfte freisetzen und Engagement befördern. In diesem Sinne ist die vorliegende Ausarbeitung als Impuls zu verstehen und im wahrsten Sinne des Wortes ein Arbeitspapier, das mit unterschiedlichsten Ideen angereichert werden kann. Verstehen Sie daher das Arbeitspapier "Kamenz - Die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen" als Angebot zum Mitdenken, Mitreden und Mittun!

Vorgesehen ist, dass wir in der 2. Hälfte des Jahres in Vereinen und in kleinen oder größeren Zusammenkünften die Überlegungen gemeinsam vorantreiben.

Dafür wünsche ich uns allen Freude und Ideenreichtum!

Ihr

Roland Dantz
Oberbürgermeister

Link zum Arbeitspapier "Kamenz - Die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen"

Link zur Präsentation der Einwohnerversammlung vom 11.10.2016

17.10.2016

17.10.2016: Kamenz - die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

wenn wir die letzten Wochen anschauen, dann haben wir viele stimmungsvolle Höhepunkte in unserer Stadt erleben dürfen. Ich denke da an die Fête de la Musique, die wirklich ein Fest sowohl für die Ohren als auch für die Augen war. Das Straßenfest am Klostertor zog ebenfalls Tausende in seinen Bann. Dazu kamen vielfältige und interessante Ausstellungsprojekte, sportliche Höhepunkte und vieles mehr.

Gerade in diesem Jahr ist es uns gelungen, im infrastrukturellen Bereich einige bedeutsame Meilensteine zu setzen. Der Wirtschaftsstandort Kamenz wächst dank eines starken Mittelstandes und auch natürlich durch die Ansiedlung der Daimler AG.

Wir werden bis 2020 mit dem Landkreis ca. 34 Mio. EUR in Bildung investieren und Kamenz wird –neben Bautzen größter Verwaltungsstandort im Landkreis Bautzen – weiter wachsen.

Es gibt demnach viele Gründe, sich von Zeit zu Zeit die Frage zu stellen, wohin wollen wir gemeinsam. Und welche Schwerpunkte sehen wir für die Entwicklung unserer Stadt weit über das Jahr 2020 hinaus? Demografisch kann man Bevölkerungsentwicklungen berechnen und sie bringen zum Ausdruck, was eintreten kann, wenn es so eintreten sollte. Im weitest gehenden Sinne ist in unserer Stadt in den letzten Jahren viel Gutes geschehen und es geht jetzt darum, auf dieser Basis neue Impulse für die Weiterentwicklung unserer Stadt hervorzubringen.

Kamenz kann sich und wird sich weiter als wirtschaftliches Mittelzentrum zwischen Dresden und Bautzen etablieren. Daher ist es wichtig, dass wir unsere Beziehungen zur Metropole Dresden ausbauen und von den damit verbundenen Wachstumstriebkräften partizipieren.

Wir können damit – da sind viele mit mir sicher einig – in zunehmendem Maße von der Strahlkraft der Landeshauptstadt profitieren. Insofern liegt es wirklich nahe, die Diskussion zu grundsätzlichen Fragen der Stadtentwicklung in einem starken Maße zu führen, weil wir der Überzeugung sind, dass, wenn wir dies tun, auch in einem sehr weiten Feld diese Gespräche die Identität unserer Menschen mit ihrer Stadt stärken. Wir können damit ebenfalls Kräfte freisetzen und Engagement befördern. In diesem Sinne ist die vorliegende Ausarbeitung als Impuls zu verstehen und im wahrsten Sinne des Wortes ein Arbeitspapier, das mit unterschiedlichsten Ideen angereichert werden kann. Verstehen Sie daher das Arbeitspapier "Kamenz - Die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen" als Angebot zum Mitdenken, Mitreden und Mittun!

Vorgesehen ist, dass wir in der 2. Hälfte des Jahres in Vereinen und in kleinen oder größeren Zusammenkünften die Überlegungen gemeinsam vorantreiben.

Dafür wünsche ich uns allen Freude und Ideenreichtum!

Ihr

Roland Dantz
Oberbürgermeister

Link zum Arbeitspapier "Kamenz - Die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen"

26.05.2016 - 17.10.2016 

12.10.2016: Das „Ufo“ ist auf dem Marktplatz gelandet

Sind sie uns feindlich gesonnen oder kommen sie in guter Absicht? Ganz so dramatisch geht es letztendlich dann zum Glück nicht zu.

Aber es ist schon interessant zu sehen wie neugierig, aber auch mit einer gehörigen Skepsis die Besucher des Kamenzer Marktes auf das großdimensionierte, eiförmige Kunstobjekt reagieren. Oder wie Eltern ihren Kindern Rede und Antwort stehen müssen, was das denn sei. „Wo kommt das her?“, „Was soll das überhaupt?“ oder „Sieht doch eigentlich ganz interessant aus, oder?“, so oder ähnlich lauten vielleicht die Fragen, die man sich stellt. Und mit Fragen beginnt bekanntlich auch die Suche nach Antworten. Erfolgt dies durch ein attraktives, sinnlich wahrnehmbares Objekt – umso besser. Kunst, die diese Bezeichnung verdient, sollte Fragen stellen oder in Frage stellen. Ob die Antworten dann alle so ausfallen, wie es der Künstler möchte oder die Initiatoren es wollten, sei dabei dahingestellt.

Georg Mann der schon mit ähnlichen Arbeiten an die Öffentlichkeit getreten ist, bezeichnet sein Kunstobjekt mit dem Titel „Kommen in Frieden“. Er selbst charakterisiert es so: „Schaubilder eines nachhaltigen Prozesses. Alles wird und alles vergeht. Wichtig ist, was wir heute säen. Das Anliegen dieser Arbeit besteht darin, eindrucksvoll auf diesen Prozess hinzuweisen und gleichzeitig der Natur einen großen Freiraum in der Gestaltung des Werkes zu erhalten.  Die für diese Arbeit verwendeten Materialien sind zum Teil über ein Jahrhundert in der Gemeinde Nebelschütz genutzte Bretter. Diese tragen zweifelsfrei einiges an Geschichte. Wenn dieses Holz erzählen könnte … Des Weiteren ist das Objekt so konzipiert, dass es von Pflanzen, Tieren und Menschen  Stück um Stück als Lebensraum erschlossen werden kann und seine Wirkung besonders in den kommenden 100 Jahren entfalten wird. Gutes kann nur wachsen. Meine Arbeit versteht sich als Initialzündung für das eigentlich entstehende Kunstwerk. Den wunderbaren Hauptteil dieser Arbeit leistet die Natur.“

Wem das zu abstrakt ist, der schaue einfach mal unter folgendem Link nach: http://www.georgmann.com/mediapool/101/1016947/data/eieilandportf_10_13.pdf. Hier findet man anhand von Skizzen sehr anschaulich, worum es Georg Mann originär oder zumindest auch geht.

 

27.09.2016: Einladung zur Einwohnerversammlung

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
werte Einwohnerinnen und Einwohner,

wir sind in den letzten Jahrzehnten gemeinsam durch die Anstrengungen vieler Bürger und Bürgerinnen, Gewerbetreibenden sowie durch den Landkreis Bautzen und den Freistaat Sachsen gut vorangekommen. Wir konnten vieles, wovon wir in der Vergangenheit „träumten“, erreichen. Gerade in den letzten Jahren haben wir einen wirtschaftlichen Schub, der sich in den gut ausgelasteten Gewerbegebieten, mit der Entwicklung von Unternehmen und auch in der Ansiedlung der Deutschen ACCUmotive zeigt, hervorrufen können. Viele freuen sich über die Entwicklung des Schulstandortes und über vieles mehr.

Gerade diese erfreuliche Perspektive und die Teilhabe an der Entwicklung der Wachstumsregion Dresden zieht folgerichtig nach sich, dass wir die Potenziale, die zum Teil in der Zukunft liegen, nutzen. Wir wollen dazu mit vielen Menschen in Gespräch kommen, um gemeinsam an einem Leitbild für unsere Stadt für die nächsten Jahre erneut zu arbeiten bzw. das vorhandene fortzuschreiben. Dabei spielen Schwerpunkte in der Finanzplanung der nächsten Jahre eine große Rolle.

Anknüpfend an die Beratungen des Stadtrates und die öffentlichen Diskussionen der letzten Monaten sowie unter Berücksichtigung von Entscheidungen, die wir in der nächsten Zeit zu treffen haben hinsichtlich der Haushaltsplanung 2017 ff. und der Änderung der Straßenbaubeitragssatzung möchten wir Sie herzlich zur Einwohnerversammlung am

11.10.2016, 19:00 Uhr
in den Ratssaal des Kamenzer Rathauses

ein.

Tagesordnung:
1. Diskussion zur Haushaltsplanung 2017 und mittelfristigen Finanzplanung bis 2020
2. Diskussion zur Änderung der Straßenbaubeitragssatzung
3. Leitbilddebatte zur Entwicklung der Stadt Kamenz für den Zeitraum bis 2025 mit Ausblick bis 2030 – Einleitung der Bürgerbeteiligung


Ich freue mich auf Ihr Kommen.


Roland Dantz
Oberbürgermeister

27.09.2016 - 12.10.2016

26.09.2016: 3. Kamenzer Rede in St. Annen am 07.09.2016

Viele haben den Ausführungen des Redners aufmerksam zugehört.

Jörg Bernig bezeichnet seine Rede als Einmischung. Schon dies macht es spannend, seinen Gedankengängen zu folgen. Schon am Abend war zu beobachten, dass ein aufmerksames Zuhören bei der Gedankenentwicklung des Redners nicht automatisch bedeutete, jeder seiner Überlegungen zu folgen.

Das ist schon deswegen bedeutsam, weil Jörg Bernig die Kant'sche Maxime „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ in sehr nachdrücklicher Form den Zuhörern in Erinnerung bringt. Und dies geschieht in einer Zeit, in der wenige Tage später nach Jörg Bernigs Rede Jean Asselborn, der Außenminister des (Zwerg)Staates Luxemburg, verkündete, dass er der Meinung sei, dass Ungarn und vielleicht noch andere osteuropäische Mitgliedsländer aus der Europäischen Union ausgeschlossen werden sollten. Um die osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten weiter zu  stigmatisieren und zu isolieren und um die europäische Union noch weiter zu spalten, tritt an die Stelle des Dialoges die Konfrontation.

Wenn man dann Jörg Bernigs Anregung aufnimmt und an so einem Punkt der Aufforderung Immanuel Kants folgt, selbst nachzudenken,  und dem eigenen Gespür vertraut, dann kommt man zu dem Ergebnis:

1. Luxemburg ist der zweitkleinste Staat nach Malta in der Europäischen Union
2. Luxemburg hat nicht mehr Einwohner wie die Landeshauptstadt Dresden –  nur ca. 580 000.

Und dann kann man, wenn man weiter „nachgräbt“, nachdenkt und nachliest, dass im Jahr 2015 Luxemburg nur ca. 175 Asylbewerber/Flüchtlinge aufgenommen hat, Deutschland aber mehr als eine Million, sich seine eigene Meinung bilden.

Dies ist das eine Geschehen, welches mich beim Lesen der Rede von Jörg Bernig bewegte. Das andere: Am Tag nach der Rede betrat ich frühmorgens unser Verwaltungszentrum, den faktischen Hauptsitz, in dem sich das Ausländeramt befindet. Wenn man einen solchen „Amtsbereich“, das Ausländeramt, betritt, dann trifft man natürlich auf Ausländer. Alles andere wäre auch verwunderlich. Es war eine Vielzahl von Männern und Frauen da. Ich grüßte, so wie es meine Gewohnheit ist, blickte in freundliche Gesichter und bekam immer wieder ein freundliches „Hallo“ oder ein freundliches „Guten Tag“ zurück.

Auch dies gehört zu den vielen Wahrheiten, wenn es um die Einmischung, das Hinterfragen und das couragierte Vertreten von Meinungen in unserem Land geht.

Natürlich kann es sein, dass derjenige, der Kritik übt und dies im öffentlichen Raum tut, auch selbst Kritik „erntet“. Das ist aber ein völlig normaler Zustand.

Es gibt in der Hinsicht aber auch eine Beobachtung, die ich voranstellen will. Nachdem die Sächsische Zeitung über die Rede in St. Annen zunächst berichtet hatte, wurde dann Jörg Bernigs Rede zumindest in Auszügen – wie es in einer Zeitung auch möglich ist – abgedruckt.

Die Medienkritik, die zu Recht in der Vergangenheit geübt wurde, die Jörg Bernig auch selbst in seiner Rede zum Ausdruck bringt, hat Folgen, und das ist gut so. Denn es wäre die schlechteste Möglichkeit, welche unserem Gemeinwesen passieren kann, wenn berechtigte Kritik geübt wird und sich nichts ändert.

Was unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel in jenem Augenblick bewegt hat, als sie im vergangenen Jahr die Entscheidung traf, vorübergehend die Grenze zu öffnen, das wissen möglicherweise nur sehr wenige. Ich weiß es nicht. Es kann aber auch sein, dass sie in diesem Augenblick so emotional berührt war vom Schicksal der Flüchtlinge und deren Not, dass sie sich zu diesem Handeln entschloss. Möglich ist aber auch, dass sie in diesem Moment sah, dass Menschen, wenn sie ohne Aussicht auf Zukunft sind, ohne Aussicht auf ein gutes Leben, sich auf den Weg machen. Und möglich ist auch, dass sie in diesem Moment spürte, dass sie an diesem Zustand schon sehr lange auch eine Mitverantwortung trägt.

Daraus danach, in den ersten 14 Tagen nach der Entscheidung der „Öffnung der Grenzen“, einen gewollten im gewissen Sinne dauerhaften Zustand zu  machen, auf den sich ein ganzes Land einzurichten habe – mit der Begründung Deutschland sei ein Einwanderungsland – zumindest diesen Eindruck zu erwecken, war nicht nur aus meiner Sicht, ein sehr großer Fehler.

Letztendlich sehe ich Jörg Bernigs Kamenzer Rede auch als kontroverses Gesprächsangebot an, das nicht automatisch vorbehaltlose Zustimmung erwarten kann, das aber vielleicht auch dazu dient, sowohl die eigene Position zu hinterfragen als auch zu schärfen. Und da ist diese Kamenzer Rede auch nah bei Lessing.  Die Aufforderung zu denken von Jörg Bernig, können wir annehmen und über das Vorgetragene NACH, also im eigentlichen Sinne HINTERHER denken. VORDENKEN, neu zu überlegen, zu suchen, was noch nicht gedacht wurde, ist zugleich immer am schwersten.

Roland Dantz
Oberbürgermeister

Die Redebeiträge (nachfolgend einsehbar) werden im dritten Heft der Reihe „Kamenzer Reden in St. Annen“, herausgegeben von der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption“, veröffentlicht. Das Heft erscheint voraussichtlich im Oktober dieses Jahres.

Grußwort des Oberbürgermeisters anlässlich der 3. Kamenzer Rede in St. Annen

Einleitetende Worte von Michael Hametner

Rede von Jörg Bernig

26.09.2016

26.09.2016: Kamenzer Projekt „Stadt–Raum–Kunst“

Kamenzer Projekt „Stadt - Raum – Kunst“

Sinnlos – niemals! Umstritten – warum nicht?

Für knapp eine Woche hatte der Verein „Metamorphose – Kunst in Kamenz“ gemeinsam mit den Künstlern Katharina Forster, Rainer Düvell, Harald Hoppe und Michael Melerski zum Sinnieren, Forschen, Bauen und Gestalten eingeladen. Neben der Stadt Kamenz beförderten und unterstützen dieses Projekt u.a. die Ostsächsischen Sparkasse Dresden, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Thomas Neumann Ingenieurgesellschaft mbH, der Verein "Bautzen rollt", SEC Veranstaltungstechnik, der FEWA-Club e.V., das Frisör-Atelier Romy Bieger sowie die GB Buch GmbH & Co. KG.

Wer ausschließlich Kunstwerke in materieller Form für die „Ewigkeit“ erwartet hatte, musste vielleicht enttäuscht gewesen sein. Vielmehr ging es darum, die Kunsthaftigkeit in den durch diese Künstlergruppe angeschobenen Aktionsprozessen zu sehen. Darüber hinaus sollte Kunst  als Vehikel des Austausches gesehen werden, über Stadt, über deren Wahrnehmung, aber auch Veränderbarkeit. Und da gab es für jeden etwas, der bereit war sich darauf einzulassen und der sich nicht, weil seine Erwartungen nicht erfüllt wurden, mit einem „Was soll das?“ oder „Die (vermeintlichen) Steuergelder hätten besser eingesetzt werden können“ rigoros dagegen sperrte.

„Temporär“, also „eine gewisse Zeit dauernd“, „vorübergehend“ oder „zeitweise“ war der Leitgedanke dieses Kunstprojekts zur Kommunikation über das Werden der Stadt Kamenz, das Jetzt und die Zukunft – und dies in vielerlei Hinsicht. Selbst die Kritiker brachten sich – mit ihren z.T. sehr ablehnenden Ansichten – in die initiierten Dialoge ein, wenn auch vielleicht ungewollt. Denn in den Diskussionen „mussten“ sie sich auch die Argumente der Befürworter dieser Kunstaktion anhören.

Was bleibt von dem nur auf Zeit angelegten Projekt? Die Erinnerung z.B. an das im wahrsten Sinne des Wortes „Einstehen“ für Kamenz auf dem Marktplatz, die von Harald Hoppe initiiert wurde, und bei dem für zehn Minuten freiwillig-erzwungenen Stillstehen und damit Sinnieren eine besondere Stimmung erreicht wurde. Oder die „Flamme für Kamenz“, welche sicher auch ein „Brennen für die Stadt“, ein für sie da sein assoziieren sollte.

Harald Hoppe ist auch das Vorhaben der „Temporären Kunsthalle“ zu verdanken. Hierbei waren Kamenzer aufgefordert worden, Drucke, echte Bilder, Malerei, Grafik, Druckgrafik, Holzschnitt, Fotografien von Bildern, Fotografien, Internetfunde, Ausdrucke, selbstgemalte Bilder, Poster u.a. „herzugeben“, um z.B. zeigen, Kamenzer so unter Kunst verstehen. Einzige Voraussetzung: Die Besitzer mussten es für Kunst halten. In der  „Temporären Kunsthalle“ am Klostertor (ehemals Telefonladen) konnte man dann vom Freitag bis zum Sonntag, dass „Sammelsurium“ betrachten. Ob ein in Aquatinta ausgeführtes Werk von Georg Baselitz, das mit Feder in Kohle/Tusche erstellte Bild von Egbert Kasper oder die Fotografien von Reinhard Kärbsch, um nur einiges zu nennen, zeigen einen Reichtum und eine Vielfalt von Kunstwerken, die die Kamenzer ihr Eigen nennen.  

Die „Einrahmung“ des Schwedenfeuers in der Mitte des Marktplatzes durch einen mit rot gestrichenen Kanten geschaffenen Kubus (Rainer Düvell) schuf einen besonderen Raum, dessen Faszination für jeden greifbar war. An diesem Abend wurde auch die Idee geboren, diesen Kubus an einen anderen Ort zu versetzen, was dann mit Tatkraft am Sonnabend geschah. Nun umgrenzt dieser Kubus die „einsame“ Sonnenblume auf dem vormaligen Gelände der Kleingartenanlage an der Lessingschule und erhöht auf ganz spezifische Weise die Wirkung dieser Blume.

Aber auch die ästhetische Präsentation von ausrangiertem Spielzeug und eigentlich weggeworfenen Plastikgegenständen durch Katharina Forster, zuvor Schülerinnen und Schüler gesammelt, hatte ihren Reiz, stellte sie doch in farbenfroher Weise die Fragen nach der Materialität oder dem Zustand der Dinge nach Ende des praktischen Gebrauchs.   

Michael Melerski, der vierte im Bunde, versuchte anhand  von Fotografien und Dingen, die er von Kamenzern bekam, archäologisch Verlorengegangenes ins Heute zu bringen. So war es eine alte Fotografie, die Frisieren im Freien zeigte, dem am Montag- und Donnerstagvormittag das Freiluftfrisieren, u.a.  der amtierenden Blütenkönigin Julia Petzold, folgte. Verbunden war damit u.a. das Staunen, was es früher alles so gab, verbunden mit der Frage, ob das heute auch noch Sinn macht. Im gewissen Sinne wurde diese Frage auch beantwortet.

Ganz anders gelagert war der vergangene Freitag (16.09.). Hier gab die Jugend den Ton auf dem Schulplatz an und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Bei lauter, ja das muss sein, elektronischer Musik zeigten Skateboarder ihr Können. Andere wiederum versuchten sich in Graffiti-Kunst, welche in keinem Fall mit Schmierereien oder vermeintlichen Tags gleichsetzen ist, die Hauseigentümern mitunter das Leben schwer machen.

Insgesamt war es das Projekt „Stadt – Raum – Kunst“, dass auf das Mittun der Kamenzerinnen und Kamenzer abstellte, sie, ob als Ausgangspunkt und direkte Akteure, einbezog in künstlerische Schaffensprozesse im Kontext eine (klein)städtischen Landschaft. Das mag gewöhnungsbedürftig sein, zeigte aber Facette eines erweiterten Kunstbegriffs auf, der sich absetzt vom herkömmlichen, wenn auch nach wie vor gültigen, Kunstverständnis, bei der Künstler oder die Künstlerin ein Kunstwerk dem Publikum offeriert, was sich dann dazu verhält.

Dem Metamorphose-Verein ist es mit dieser Kunstaktion gelungen, die Innenstadt von Kamenz in eine gewisse Aufregung zu versetzen sowie auf den unterschiedlichsten Ebenen Dialoge über Kamenz und seine Menschen anzustoßen. Das war es wert und ist, ob in dieser oder anderer Form, sicherlich wiederholenswert.   

26.09.2016 - 07.10.2016

26.09.2016: Projekt "Stadt - Raum - Kunst"
Zeig, was Du für Kunst hältst – Temporäre Kunsthalle Kamenz

Im Rahmen der Projektwoche "Stadt - Raum - Kunst" hatte der Künstler Harald Hoppe gemeinsam mit dem Verein Metamorphose die Kamenzer aufgefordert, oder besser gebeten, Kunstwerke aus ihrem privaten Besitz für eine öffentliche Ausstellung zur Verfügung zustellen.

Alle Kamenzer und solche, die es werden wollen, waren gefragt gewesen, alles, was sie für Kunst halten, bis zum Donnerstag in die Temporäre Kunsthalle Kamenz zu bringen. Alles zählt: Drucke, echte Bilder, Malerei, Grafik, Druckgrafik, Holzschnitt, Fotografien von Bildern, Fotografien, Internetfunde, Ausdrucke, selbstgemalte Bilder, Poster. Einzige Voraussetzung: Die Besitzer müssen es für Kunst halten.

Das Bild über dem Sofa bekommt Ausgang, das schöne Bild vom Dachboden, das keinen Platz in der Wohnung findet, darf einmal gezeigt werden, der Picasso braucht Galerieluft…

Der Künster rief und die Kamenzer kamen. So konnte schon Freitag, dem 23.09.2016 in einer Vernissage das "Sammlungsergebnis" betrachtet werden.

Ob ein in Aquatinta ausgeführtes Werk von Georg Baselitz, das von Egbert Kasper erschaffene Bild "Liegegrund" oder die Fotografien von Reinhard Kärbsch, um nur einiges zu nennen, zeigen einen Reichtum und eine Vielfalt von Kunstwerken, die die Kamenzer ihr Eigen nennen. 

Wer dieses Sammelsurium - der Baselitz ist leider nicht mehr dabei - noch einmal betrachten möchte, der sei rechtherzlich für Sonntag, dem 25.09.2016 in die "Temporäre Kunsthalle" am Klostertor (ehemaliges Handy-Geschäft) eingeladen.

 

13.09.2016 - 26.09.2016

24.09.2016: Tag der offenen Tür im Malteser Krankenhaus St. Johannes in Kamenz

Am 24. September 2016 lädt das Malteser Krankenhaus St. Johannes in Kamenz zum Tag der offenen Tür mit vielen medizinischen Informationen, mit Vorträgen, Mitmachaktionen und Angeboten für die ganze Familie ein.

Medizinische Vorträge

Herr Dr. Matthias Eckert, Facharzt für Innere Medizin, klärt über endoskopische Verfahren bei der Untersuchung von Magen und Darm auf. Herr Alexander Wagner, der neue Chefarzt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe, spricht in seinem Vortrag über schonende Operationsverfahren bei Frauen mit Gebärmutterleiden. Herr Yousif Faddah, der neue Chefarzt der Abteilung Chirurgie, und die Oberärzte Herr Dr. Blasius Büttner und Herr Dr. Toralph Zirnstein informieren über die chirurgische Versorgung von Darmkrebs, Erkrankungen der Gallenblase und der Gelenke. An einem Übungsmodell können Besucher zusehen, wie eine Darmspiegelung abläuft, sie können beim Herzultraschall mit Dipl.-Psych. Dr. Rüdiger Soukup, dem neuen Chefarzt Innere Medizin I, dabei sein und an einem Simulator eigenhändig minimalinvasives Operieren ausprobieren.


Mehr Sicherheit bei Notfällen
Um Laien mehr Sicherheit im Umgang mit Notfällen zu ermöglichten, wird Herr Dr. Tilo Driesnack einen Vortrag dazu halten und den Besuchern in Übungen praktische Tipps zur Reanimation geben. Der Malteser Hilfsdienst ist mit Informationen zur Ersten Hilfe und Rettungsfahrzeugen, die Sächsische Polizei mit Funkstreifenwagen und Infomobil vor Ort.


Führungen, Mitmachaktionen, Ausbildung
Zahlreiche Mitarbeiter des Malteser Krankenhauses helfen mit, den Tag zu gestalten. Sie bieten Führungen an (Kreißsaal und Palliativstation), sie laden zum Ausprobieren ein (Atemphysiotherapie, Meditation, Rückenschule, Pinselmassage), sie bieten Gesundheits- und Hygiene-Checks an (Vitalwertemessung, Händehygiene) und informieren gemeinsam mit Partnerschulen über die Ausbildungsangebote des Malteser Krankenhauses Kamenz. Für junge Eltern kann die Anleitung zur Nutzung von Tragetuch und Tragehilfen hilfreich sein.
Interessierte können auch die internistisch-onkologische Praxis von Dr. Michael Haack im benachbarten Ärztehaus und die Tagesklinik des Krankenhauses Arnsdorf im Untergeschoss besuchen.


Hüpfburg, Teddysprechstunde & Co.
Für Kinder hält das Malteser Krankenhaus jede Menge Bewegung, Spiel und Spaß bereit. Auf der Hüpfburg, bei verschiedenen Bewegungsparcours, beim Kinderschminken und Basteln werden sie jede Menge Freude haben. Beim Teddy- und Puppendoktor können sie erfahren, was ein Patient im Krankenhaus erlebt – von der Untersuchung über das Röntgen bis zur Versorgung mit Medikamenten. Wichtig dabei: Kinder sollten ihre eigenen Kuscheltiere, Puppen und Teddys mitbringen, um sie in dieser besonderen Sprechstunde vorstellen zu können.


Für Musikbegeisterte ist der Auftritt der Kamenzer Red Tower Bigband am Nachmittag ein besonderer Höhepunkt.


Programm


Eröffnung
10:00 Uhr, Haupteingang Begrüßung


Vorträge
10:30 Uhr, Foyer Blick ins Innere – Endoskopie von Magen und Darm (Oberarzt Dr. med. Matthias Eckert, Facharzt für Innere Medizin)
11:30 Uhr, Foyer Leben retten, wiederbeleben – Vortrag und Übungen (Oberarzt Dr. med. Tilo Driesnack, Facharzt für Anästhesiologie, Notfallmedizin)
12:30 Uhr, Kapelle Ruhe für die Seele – Vortrag und Meditation (Vincenc Böhmer, Krankenhausseelsorger)
13:30 Uhr, Foyer Frauen schonend operieren – endoskopische Verfahren in der Gynäkologie (Chefarzt Alexander Wagner, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe)
14:30 Uhr, Foyer Vielfalt der Chirurgie: Arthroskopie der Gelenke, Erkrankungen der Gallenblase, Darmkrebs (Chefarzt Yousif Faddah, Oberarzt Dr. Blasius Büttner, Oberarzt Dr. Toralph Zirnstein, Fachärzte für Chirurgie)


Führungen/Aktionen
10:30 Uhr Atemphysiotherapie (Physiotherapie, UG)
11:00 Uhr, 13:00 Uhr Herzultraschall live (Treff im Foyer, Fahrstühle, EG)

11:00, 13:00, 15:00 Uhr Erlebnis Geburt – Blick in die Kreißsäle (Treff im Foyer, Fahrstühle)
11:30, 13:30 Uhr Tuch oder Tragehilfe – Anleitung für junge Eltern (Station Gynäkologie, im Anschluss an die Kreißsaalführungen)
11:30, 13:30, 15:30 Uhr Pinselmassagen – Entspannen Sie sich (Aufenthaltsraum Geburtshilfe, 1. OG, im Anschluss an die Kreißsaalführungen)
11:30, 13:30 Uhr Darmspiegelung am Modell (Treff im Foyer, Fahrstühle, EG)
11:30, 14:00 Uhr Führung über die Palliativstation (Treff im Foyer, Fahrstühle, EG)
12:00, 12:30 Uhr Ein Leben retten – Reanimationstechnik richtig anwenden (Wartebereich links des Foyers, EG)
14:00 Uhr Rückenschule (Physiotherapie, UG)

Mitmachen, zuschauen, ausprobieren
„Schlüsselloch-Chirurgie“ – Testen Sie Ihr Fingerspitzengefühl (rechts der Fahrstühle, EG)
Präventionsdiagnostik – Lassen Sie Ihre Vitalwerte messen (Foyer, EG)
Gesundheits-Check – Lungenaltermessung (Apotheke am Forst, Foyer, EG)
Hygiene-Check mit UV-Licht – Ist sauber wirklich sauber? (Foyer, EG)
Erste Hilfe – Frischen Sie Ihre Kenntnisse auf (Malteser Hilfsdienst Bautzen, Außengelände)


Informieren
Ausbildungsangebote – Wisst Ihr schon, was Ihr werden wollt? (Außengelände)
- Gesundheits- und Krankenpflege - Hebamme/Entbindungspfleger - Krankenpflegehilfe - BA-Studium - Freiwilliges Soziales Jahr - Bundesfreiwilligendienst - Praktika
Sozialdienst – Haben Sie schon eine Patientenverfügung? (Außengelände)
Ehrenamt – Möchten Sie Patienten besuchen und begleiten? (Außengelände)

Malteser Altenhilfe – In guten Händen beim Ambulanten Pflegedienst Räckelwitz und im Malteserstift St. Monika (Außengelände)
Malteser Hausnotruf (Außengelände)
Sanitätshaus Adermann (Foyer, EG)
Klosterladen – Kloster Marienstern präsentiert seine Produkte (Außengelände)
Praxis für Lungenheilkunde und Innere Medizin (Ärztehaus)
Tagesklinik des Sächsischen Krankenhauses Arnsdorf (UG)

„Mit Blaulicht unterwegs“
Malteser Katastrophenschutz (Außengelände) Malteser Rettungsdienst (Außengelände) Polizei – Interaktiver Funkstreifenwagen + Beratungsmobil (Außengelände)


Kinderprogramm
Puppen- und Teddyklinik – Bringt Eure kranken Puppen und Kuscheltiere mit! (Außengelände) Hüpfburg, Glücksrad, Kinderschminken, Sportstrecke für Kinder, Basteln (Außengelände) Klänge des Anfangs – Erinnert Euch an die Zeit in Mamas Bauch (Aufenthaltsraum Geburtshilfe, 1. OG) Bewegungsparcours (Physiotherapie, UG)


Musik
Red Tower Big Band 13:30, 14:30 Uhr im Zelt

Das Programm in kompakter Flyer-Form hier.

20.09.2016 - 26.09.2016

20.09.2016: Ein ereignisreicher Sonntag bei strahlendem Sonnenschein

Die Sonne meinte es an diesem Tag sehr gut mit Kamenz. Bis in die Abendstunden zeigte sie sich von ihrer besten Seite. Hinzu kam ein Veranstaltungsangebot für die Kamenzer und ihre Gäste, dass eigentlich keine Wünsche offen ließ.

Begonnen hatte der Tag mit der Eröffnung der Ausstellung „550 Jahre Zentrale Wasserversorgung in Kamenz“ (siehe auch Beitrag „Ohne Wasser …“) im Lichthof des Rathauses. Eingebettet war sie in den „Tag des offenen Denkmals“, der – wie in der Vergangenheit auch – mit vielfältigen Angeboten – Sonderausstellung, Führungen und diversen Besichtigungsmöglichkeiten – lockte. Hinzu kamen auf dem Markt, passend zur Wasser-Thematik, die ewag kamenz und der Kamenzer Geschichtsverein, die mit Infoständen, einer Wasserbar, die an diesem Tag hervorragend ankam, sowie einer Hüpfburg und einem Glücksrad auf sich aufmerksam machten.

Doch dies war nicht der einzige Höhepunkt, der an diesem Tag in die Innenstadt zog. Die City-Initiative „köderte“ mit Herbstmarkt und Trödelmeile sowie darin einbezogenen Angeboten und Aktionen.

Und als ob das nicht schon genug wäre, luden, initiiert und getragen vom Verein "Metamorphose - Kunst in Kamenz“ die Künstler Katharina Förster, Rainer Düvell, Harald Hoppe und Michael Melerski zum Sinnieren, Forschen, Bauen und Gestalten ein. Der Titel des Projekts. „Stadt – Raum – Kunst“. Dabei ging es um ein Neusehen und Neuwahrnehmen von städtischen Gegebenheiten, dem Suchen nach Möglichkeiten einer lebenswerten Stadt ganz konkret vor Ort.

Für das Gewimmel in der Innenstadt sei allen Machern, Helfern und Beförderern gedankt. Die Impressionen sprechen für sich.

Gewimmel

Schon Goethe schrieb, zugegebenermaßen in einem etwas anderen Zusammenhang, in seinem Faust: „Solch ein Gewimmel möcht' ich sehn, …“

Ein "Arbeitskreis" im Rahmen der Wahrnehmungswerkstatt von Rainer Düvell. Das Interesse war groß.
Nein, kein Bild vom Tag der Sachsen 2011, sondern die Bautzner Straße an einem herrlichen Septembersonntag.
Besonders lecker ging es beim Kuchenbasar (hier auf dem Markt) zu. Die Klassen 7a und 9a der 1. Oberschule hatten sich ins Zeug gelegt, um die Gaumen zu verwöhnen.
Das Highlight für die Kleinen - die Hüpfburg der ewag kamenz. Hier konnte man für kurze Zeit einfach abheben.
Ein Blick in die Kirchstraße: Gewimmel

Die Macher

Natürlich eine Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Ragnit Michalicka bei der Eröffnung der Ausstellung "550 Jahre Zentrale Wasserversorgung in Kamenz" im Lichthof des Rathauses
Armin Burkhardt von der Cityinitiative Kamenz und Matthias Tietz mit seiner Grillfabrik 2.4.(u.a. Bratwurststand auf dem Kamenzer Markt) haben gut lachen.
Ebenfalls zufriedene Gesichter machten Rainer Düvell (li) und Harald Hoppe (re), die gemeinsam mit ihren Mitstreitern ungewohnte Sichten auf die Stadt und damit auch neue Gestaltungsmöglichkeiten vermitteln.
Vielleicht etwas geschafft, aber zufrieden: Grafikdesignerin und City-Managerin Anne Hasselbach (rechts).
Wasser pumpen ohne Strom: Die Fa. Norbert Samweber zeigt das funktionierende Modell eines hydraulischen Widders. Links neben Norbert Samweber stehend: Mario Kröger, Meisterbereichsleiter Trinkwasser bei der ewag kamenz.

Impressionen

Leider natürlich nur eine Auswahl:

Fahrräder soweit man schaut. Es geht auch ohne Benzin!
Wie immer gut in Anspruch genommen - der Elster-Express. Den Lokführer Frank Pietzsch scheint´s zu freuen.
Der 11. September in Kamenz - ein Tag für die ganze Familie.
Da scheinen wohl alle Bänke auf dem Markt besetzt gewesen zu sein.
Ein guter Spruch für die Stadt!

19.09.2016 - 27.09.2016

19.09.2016: Bitte bei E-Mail-Kommunikation mit der Stadt Kamenz beachten!

Der Austausch von Informationen über E-Mail ist heute selbstverständlich, geht schnell und ist kostengünstig. Leider birgt dieser Kommunikationsweg auch Risiken, z.B. durch Computerviren. Es kommen vermehrt Viren zum Einsatz, welche in Microsoft-Office-Dokumenten (z. B. Word- oder Excel-Dateien) enthalten sind. Da derzeit solche Viren im Anhang von herkömmlicher Antivirensoftware kaum erkennbar sind und der Schaden, den diese Viren anrichten können, für die Verwaltung erheblich sein kann, wird  der E-Mail-Server der Stadtverwaltung Kamenz bis auf weiteres sämtliche E-Mails von externen Absendern zurückweisen, die einen Dateianhang im Microsoft Word- oder Excel-Format enthalten.

Bitte übermitteln Sie E-Mail-Anhänge vorzugsweise im pfd-Format oder setzen Sie sich mit Ihrem Ansprechpartner in der Stadtverwaltung in Verbindung, wenn die Übermittlung eines Office-Dokumentes dennoch erforderlich sein sollte.

16.09.2016 - 19.09.2016

14.09.2016: Stadtkörper - Kamenzer stehen für ihre Stadt

Der Stadtkünstler Harald Hoppe lädt alle Kamenzerinnen und Kamenzer die sich in irgendeiner Weise für ihre Stadt engagieren ein, am Donnerstag, dem 15.09.201, 19 Uhr zum Markt zu kommen.

Es gibt so viele Fragen!

Wer sind eigentlich DIE Kamenzer?
Möchte nur ICH allein etwas ändern?
Wie entsteht ein WIR?
ICH DU WIR?
Wie ändert sich überhaupt etwas?
Wer ist daran beteiligt?

Beantwortet wird an diesem Abend nichts, aber möglicherweise kann das entstehende Bild einen Impuls geben.

14.09.2016 - 16.09.2016

13.09.2016: 11. September Tag des offenen Denkmals - Gemeinsam Denkmale erhalten
Vorderseite des Flyers für den Tag des offenen Denkmals

Das Motto des Tages des offenen Denkmals in diesem Jahr!

Der Herbst kündigt sich an und damit der alljährliche Tag des offenen Denkmals. In diesem Jahr steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“. Am Sonntag, dem 11. September, ist es so weit. Auch in Kamenz gibt es an diesem Entdeckertag wieder ein vielfältiges Programm. Aus der Übersicht können Sie Ihr ganz individuelles Programm zusammenstellen. Die Kamenzer Museen können ganztägig bei freiem Eintritt besichtigt werden.

Geben Sie Ihrer Neugierde ein Ziel und kommen Sie zum Tag des offenen Denkmals!

13.09.2016 - 30.08.2016

07.09.2016: Aus Vergangenheit heraus - Neue Zukunft gestalten
Oberbürgermeister Dantz und Landrad Harig halten stolz das unterzeichnete Exemplar des Rahmenvertrages in die Kamera

Am Dienstag, dem 16. August 2016 war es soweit. Der Landrat des Landkreises Bautzen, Michael Harig, und der Oberbürgermeister der Stadt Kamenz, Roland Dantz, hatten zusammen gefunden, um höchstoffiziell ihre Unterschriften unter den „Rahmenvertrag über die räumliche und städtebauliche Organisation der Sekundarstufenbeschulung in Kamenz“ zusetzen. Neben Vertretern der Presse und Mitarbeitern der jeweiligen Verwaltung waren auch die Leiter der „betroffenen“ Schulen – Herr Wolfgang Rafelt (G. E. Lessinggymnasium), Frau Ilona Träber (1. Oberschule) und Herr Stefan Cyriax (2. Oberschule) anwesend.

Dass die beiden ersten Vertreter der Landkreis- und Stadtkommune damit nur entsprechende Beschlüsse im Kreistag – am 13. Juni 2016 – und im Stadtrat – am 15. Juni 2016 – vollziehen, wäre sicherlich zu kurzgegriffen, waren es doch gerade sie die mit ihren Verwaltungen, und in der Endphase besonders auch der 1. Beigeordnete des Landkreises, Udo Witschas, in Verhandlungen über die Inhalte des Vertrages gestanden haben.

Zuversichtlich kann man feststellen: Was lange währt, wird gut! Denn immerhin begannen die Debatten schon 2010 zum Schulstandort, was schon in diesem Jahr am 17. März 2010 zu der „Erklärung des Stadtrates zum Erhalt der Lessingschule als gymnasialen Standort in Kamenz“ führte. In der Folgezeit gab es Höhen und Tiefen – letztendlich steht nun das Resultat fest:

1. Altbausanierung Henselstraße 14
2. Umzug 2. Oberschule Kamenz in das Altbaugebäude Henselstraße 14
3. Rekonstruktion Saarstraße 18 mit Außenanlagen und Ausstattung
4. Umzug 2. Oberschule Kamenz zurück an den Standort Saarstraße 18
5. Fertigstellung der Rekonstruktion Gebäude Henselstraße 14 und Errichtung des Ergänzungsbaues einschließlich Ausstattung und nutzungsfähiger Außenanlagen
6. Umzug Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium Kamenz aus dem Objekt Macherstraße 146 in die Henselstraße 14

In seiner kurzen Ansprache führte Landrat Harig aus, dass, obwohl es – verständlicherweise – unterschiedliche Sichten des Landkreises und der Stadt auf die Schulstandortfrage gab, letztendlich – besonders durch den Lösungsansatz zur Nachnutzung des Gebäudes an der Macherstraße – eine Lösung gefunden werden konnte, die dem Mittelzentrum Kamenz gerecht wird. Daran haben, so der Landrat, viele mitgewirkt, neben dem Landkreis und der Stadt eben auch der Kreistags- und Landtagsabgeordnete Mikwauschk sowie die beteiligten Ministerien.

Auch der Oberbürgermeister bedankte sich bei allen Beteiligten und erwähnte in diesem Zusammenhang u.a. die Vereinigung Ehemaliger Lessingschüler, die sich engagiert eingesetzt haben. Im Grundsätzlichen sah er in der jetzigen Entscheidung neben der „schultechnischen Lösung“ – Sanierung von jetzt zwei Schulen (Henselstraße 14 + Anbau - damit Rückkehr des Gymnasiums an seinen angestammten Platz sowie in den innerstädtischen Bereich- und Saarstraße) – ein Bekenntnis zur Heimat, zur Tradition und zur Bildung, also alles Werte, die heute wieder eine große Rolle spielen. Insofern, so der Oberbürgermeister, wird heute „aus der Vergangenheit heraus eine neue Zukunft gestaltet.“

17.08.2016 - 07.09.2016

07.09.2016: Kunstwoche "Stadt-Raum-Kunst-Kamenz"

Eine interessante Woche erwartet die Kamenzerinnen und Kamenzer vom 11. bis zum 16. September 2016. Initiiert und getragen vom Verein "Metamorphose - Kunst in Kamenz"  laden die Künstler Katharina Förster, Rainer Düvell, Harald Hoppe und Michael Melerski zum Sinnieren, Forschen, Bauen und Gestalten ein. Neben der Stadt Kamenz befördern und unterstützen dieses Projekt u.a. die Ostsächsischen Sparkasse Dresden, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Thomas Neumann Ingenieurgesellschaft mbH, der Verein "Bautzen rollt", SEC Veranstaltungstechnik, der FEWA-Club e.V., das Frisör-Atelier Romy Bieger sowie die GB Buch GmbH & Co. KG. 

 

Das geplante Programm finden Sie hier. Dabei ist zu beachten, dass es für die Veranstaltung am Freitag, dem 16.09.2016 auf dem Schulplatz eine Präzisierung gibt: Das Skateborden beginnt erst 18.30 Uhr. Dies trifft ebenfalls auf die DJs zu, die - entgegen der urspünglichen Planung und Ankündigung - erst ab 18.30 Uhr auflegen. 

 

07.09.2016 - 19.09.2016

19.08.2016: Ein ereignisreiches Wochenende und mehr

Ein Herz für den Tuchmacherteich

Das zeigten viele Kamenzer am Sonntag, dem 14. August. Der Heimatverein Wiesa e.V. hatte zu einem Benefiz - Frühschoppen eingeladen. Die „Weggefährten“ deklarierten ihren gelungen Auftritt als „öffentliche“ Probe und steckten das Publikum mit ihrer Spielfreude an.

Es gab Gyrossuppe aus dem Kessel, Steak und Bratwurst vom Grill und selbst gebackenen Kuchen. Eine Ponykutsche war unterwegs und die Kähne ruderten ständig über den Teich. 

Der Anlass des Frühschoppens war etwas ernster. Leider dezimieren Wildtiere immer wieder den Bestand der Enten, besonders der Jungtiere auf dem Teich. Um dies zu verhindern, hat der Heimatverein Wiesa den Bau eine Voliere beschlossen. Das ist natürlich teuer. Aber viele Sponsoren stellten für dieses Vorhaben unentgeltlich Ausstattungen, Preise für die Tombola oder Dienstleistungen bereit.

Der Heimatverein Wiesa bedankt sich von ganzem Herzen bei den vielen Besuchern und für die großzügige Unterstützung der vielen freiwilligen Helfer. Am Ende konnten die Veranstalter einen Erlös von ca. 2500 Euro verbuchen. Das Schönste aber ist: Auch in Zukunft können wir alle an unserem Tuchmacherteich entspannen, Enten füttern, Küken beobachten und Schwäne bestaunen.

Heimatverein Wiesa e.V.

19.08.2016 - 14.09.2016

Volksfest in Zschornau-Schiedel

Die Eröffnung des Radwegs wurde zünftig gefeiert

Am Abend des 15. August trafen sich froh gelaunte und glückliche Menschen, die dankbar waren, dass nach nunmehr fast 20 Jahren die Radwegverbindung zwischen Kamenz - Zschornau-Schiedel und letztendlich über Oßling bis Wittichenau und damit auch bis Hoyerswerda fertiggestellt wurde.

Um die 130 radfahrende Enthusiasten feierten im wahrsten Sinne des Wortes die Fertigstellung des Radweges zwischen Zschornau und Schiedel. Wer hätte das gedacht?! Mit einem Fahrradcorso wurde der Radweg auf originelle Weise „eingeweiht“. Mit blumen-geschmückten Rädern wurde der Corso eröffnet. Das Bild der Radfahrer glich fast einer Prozession.

Margot Hörold hatte es sich mit ihrem Ehemann nicht nehmen lassen, die Traditionsfahne des „Radfahrverein Edelweiß Zschornau 1928“ vorneweg zu tragen – oder eigentlich besser – zu fahren.

Dass Radwege Menschen verbinden, konnte an diesem Abend eindrucksvoll erlebt werden. Kamenzer, darunter u.a. Wiesaer und Bernbrucher, Milstricher, aber vor allem viele „Zschornau-Schiedeler“  waren bei diesem Ereignis anwesend, ja mit dem Herzen dabei. Liebevoll war durch den Dorfverein ein anliegendes Stoppelfeld zum „Festplatz“ umgestaltet worden.

Wir sind froh und dankbar zugleich, dass mit der finanziellen Unterstützung des Freistaates, aber vor allem auch durch die Hartnäckigkeit des Ortschaftsrates und dem fachlichen Verständnis des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr für viele knifflige Fragen eine Lösung gefunden wurde. Und aus de