Eine Frage des Umgangs und eben des Miteinanders

Entsprechend § 14 Abs. 2 SächsKitaG sind verpflichtend jährlich die Personal- und Sachkosten für einen Kitaplatz zu ermitteln. Am 28.06.2025 wurden die Platzkosten jeweils für Krippe, Kita und Hort im Mitteilungsblatt und auf der Homepage der Stadt Kamenz bekanntgegeben.

Die Platzkosten bilden die Grundlage für die Ermittlung der Elternbeiträge für das folgende Jahr. In Anwendung der aktuell geltenden Elternbeitragssatzung der Stadt Kamenz ergeben sich damit ab dem 01.01.2026 für einen 9-stündigen Betreuungsplatz in der Krippe ein Elternbeitrag von 317,90 EUR und in der Kita von 198,80 EUR. Im Hort wird für eine 6-stündige Betreuung ein Elternbeitrag von 107,30 EUR erhoben. Dabei ist die Erhöhung auf eine maximale 10-prozentige Steigerung gedeckelt. Für Alleinerziehende und Geschwisterkinder ergeben sich weitere Vergünstigungen. Die Steigerungen sind im Wesentlichen durch die Umsetzung von Verpflichtungen aus den Tarifabschlüssen des öffentlichen Dienstes bei den Personalkosten zu begründen.

Eine durch den sächsischen Rechnungshof durchgeführte Prüfung 2023-2025 hat bei der Ermittlung der Elternbeiträge keine wesentlichen Beanstandungen festgestellt. Im Auswertungsgespräch nach Abschluss der Prüfung wurde durch den Rechnungshof hervorgehoben, dass die Prüfung der Betriebskosten der Kitas in freier und kommunaler Trägerschaft äußerst gründlich und fachgerecht erfolgt.

Ist es nicht vernünftiger bei der Wahrheit zu bleiben?

Wer für ein MITEINANDER eintritt und es im Namen trägt, sollte es auch pflegen.

Am 07.11.2025 veröffentlichte die Fraktion Miteinander für Kamenz einen Facebook-Beitrag in welchem diese behauptet, dass „die Beitragserhöhung (…) durch die Stadt pauschal und ohne jede Berechnungsgrundlage oder transparente Begründung“ erfolgt sei. Diese Behauptung wird zurückgewiesen. Es handelt sich um eine falsche Tatsachenbehauptung. Die konkrete und detaillierte Ermittlung der Elternbeiträge ist den Stadträten bekannt. Eine ausführliche Darstellung erfolgte auch in diesem Jahr im Fachausschuss am 22. Oktober, sodass dies auch in den entsprechenden Unterlagen durch die Stadträte einsehbar ist. Es ist absolut unverständlich, warum hier eine solche Diffamierung der gründlichen und erfahrenen Arbeit der zuständigen Mitarbeiter erfolgt. Aus unserer Sicht wird hier aus offensichtlich populistischen Gründen versucht, die Elternschaft gegen Teile des Stadtrates und die Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung aufzubringen und so auch eine sachliche Erklärung zu verhindern.

 

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