Gedenktag für die Opfer der NS-Zeit

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2026

Trotz widriger Wetterumstände hatten sich am Dienstag, dem 27. Januar 2026 ca. 60 Menschen am Mahn- und Ehrenmal versammelt, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken und um Kränze sowie Blumengebinde niederzulegen.

In seinen einleitenden Worten begrüßte Oberbürgermeister Michael Preuß die Anwesenden und verwies auf die Bedeutung dieses Gedenktages. 1996 hatte der damalige Bundespräsident Ralf Herzog den 27. Januar als bundesweiten Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Da damit ein 30-jähriges Jubiläum verbunden sei, zitierte der Oberbürgermeister Auszüge aus der damaligen Proklamationsrede von Ralf Herzog, die auch heute noch sehr lesenswert sei und (leider) nichts an Aktualität verloren habe, so u.a. diese Passage: „Aber hier beginnt das Problem: Wer Unfreiheit und Willkür kennt, der weiß Freiheit und Recht zu schätzen. Die Selbstverständlichkeit aber, mit der unser Volk Freiheit und Recht erleben darf, vermittelt mitunter zu wenig Gespür für die Gefahren von Willkür und Unfreiheit. Das ist das große Problem, vor dem jeder demokratische Rechtsstaat steht.

In Deutschland ist es aber empfindlicher als anderswo; denn hier und von hier aus sind die Scheußlichkeiten begangen worden, deren wir uns heute erinnern, und hier hat es eine Generation der Zeitzeugen gegeben, die für sich die Konsequenzen aus jenen Erfahrungen gezogen hatte, die jetzt aber abtritt.

Deshalb meine Mahnung zum Erinnern und zur Weitergabe der Erinnerung. Nicht nur am 27. Januar. Aber vielleicht kann dieser Gedenktag uns dabei helfen.“

Danach ergriff Dr. Dieter Rostowski, Sprecher der Initiative zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz, der neben dem allgemeinen Gedenken auf die Geschehnisse in Kamenz aufmerksam machte und damit verdeutlichte, dass das nationalsozialistische Regime nicht irgendwo stattfand, sondern direkt vor der Haustür.

Für die Kamenzer Kirchen – der evangelisch-lutherischen, der römisch-katholischen und der Adventgemeinde – sprach Pfarrer Joachim Krönert. Ausgehend von einem persönlichen Besuch in den 80ger Jahren des KZ Auschwitz-Birkenau, der ihn tief erschütterte, zog er den Bogen zur Kamenzer Friedensglocke, die im vergangenen Jahr auf dem Marktplatz im Rahmen der 800-Jahr-Feierlichkeiten geweiht wurde. Sie wird Mahnung sein. Dabei zitierte er den Landesbischof Tobias Bilz der an diesem Tag u.a. ausführte: „Wir werden, wenn sie läutet an unsere persönlichen Kriegszustände erinnert und dazu aufgerufen, für den Frieden in der Welt zu beten.“

Holger Scheffler von der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehova schilderte die Entbehrungen und Drangsalierungen von Mitgliedern seiner Glaubensgemeinschaft, die in ihrem Glauben und Handeln standhaft blieben. Er stellte fest, dass es sich nicht nur um ein historisches Thema handelt, sondern auch heute, Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Nationalität oder ihres Glaubens „pauschal zum Sündenbock gemacht und der Wunsch nach Vertreibung (…) immer lauter bzw. bereits in die Tat umgesetzt“ wird. Und er fragte weiterhin nach der persönlichen Verantwortlichkeit jedes Einzelnen – z.B. mit der Frage: „Wäre ich bereit, irgendwelche Nachteile dafür in Kauf zu nehmen, dass ich mich weigere, anderen Menschen zu schaden?“

Zum Abschluss der Gedenkveranstaltung trat Andreas Koch, Vorsitzender des Fördervereins „Gedenkstätte KZ-Außenlager Kamenz-Herrental“ auf und verwies neben einer Protest-Postkartenaktion auf den 10. März 2026, an dem 16 Uhr ebenfalls eine Gedenkveranstaltung an der Gedenkstätte im Herrental anlässlich der Auflösung dieses KZ-Außenlagers am 10. März 1945 stattfinden wird. Außerdem führte aus, dass am 6. April 2026, am Ostermontag ein Friedensmarsch stattfinden wird, der 15 Uhr auf dem Kamenzer Markt beginnt.

Reden und Gedenkworte zum 27. Januar 2026

Oberbürgermeister Michael Preuß

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße Sie und freue mich, dass Sie dem Aufruf der Stadt Kamenz gefolgt sind und wir uns am heutigen Tag, dem 27. Januar 2026, hier am Mahn- und Ehrenmal gemeinsam versammeln.

Mit Freude sehe ich Stadträte und Ortschaftsräte der Kamenzer Gremien.

Ich begrüße die Vertreter des Fördervereins „Gedenkstätte KZ-Außenlager Kamenz-Herrental“ und der Initiative zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz sowie die Vertreter der Kamenzer Kirchen, der evangelisch-lutherischen, der römisch-katholischen und der Adventgemeinde, sowie der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehova.

Ebenso freue ich mich weitere Vertreterinnen und Vertreter Kamenzer Vereine und der Kamenzer Schulen begrüßen zu dürfen.

Und ich finde es sehr gut, dass auch junge Menschen den Weg zu uns heute gefunden haben.

Nun schon vor 30 Jahren hatte der damalige Bundespräsident Roman Herzog anlässlich des 50. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges und im Zusammenhang mit der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 50 Jahren den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt.

Die Rede, die Roman Herzog dann am 19. Januar 1996 in Vorbereitung des ersten Gedenktages im Deutschen Bundestag hielt, ist – auch wenn sie 30 Jahre alt ist und man ihr dieses Alter an manchen Stellen anmerkt – keineswegs verstaubt oder überholt.

Sie verdient es, wieder einmal gelesen zu werden, weil hier – aus meiner Sicht – ein Politiker mit klaren, aber einfühlsamen Worten eine, ich betone, eine Form des notwendigen Gedenkens beschrieben hat.

Doch ehe ich zu meinen eigentlichen Ausführungen und zu den anderen Wortmeldungen komme, bitte ich Sie die mitgebrachten Blumen und Kränze am Mahn- und Ehrenmal niederzulegen.

Blumen und Blumengebinde werden niedergelegt

Sehr geehrte Damen und Herren,

lassen Sie mich erneut das Wort ergreifen. Ich könnte jetzt einzelne Problemlagen in unserem Land, aber auch in der Welt, sei es z.B. der Russland-Ukraine-Krieg oder der zurzeit vordergründig ruhiggestellten Israel-Palästina-Konflikt und die davon ausgehenden Gefährdungen, auch die jüngst geäußerten Gebietsforderungen des US-amerikanischen Präsidenten gehören dazu, aufzählen.

Aber ich habe mich zu etwas anderem entschlossen. Ich hatte vorhin erwähnt, dass eine erneute Lektüre der Rede von Roman Herzog angetan ist. Und da es sich in gewisser Hinsicht um ein rundes Datum handelt, möchte ich aus dieser Rede auszugsweise vorlesen:

„Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Auschwitz steht symbolhaft für millionenfachen Mord - vor allem an Juden, aber auch an anderen Volksgruppen.

Es steht für Brutalität und Unmenschlichkeit, für Verfolgung und Unterdrückung, für die in perverser Perfektion organisierte "Vernichtung" von Menschen.

Die Bilder von Leichenbergen, von ermordeten Kindern, Frauen und Männern, von ausgemergelten Körpern sind so eindringlich, daß sie sich nicht nur den Überlebenden und den Befreiern unauslöschlich eingemeißelt haben, sondern auch denjenigen, die heute deren Schilderungen nachlesen oder Bilddokumente betrachten. […]

Warum vor allem unser Wille, die Erinnerung lebendig zu halten? Wäre nicht auch der Wunsch verständlich, Gewesenes zu vergessen, die Wunden vernarben und die Toten ruhen zu lassen?

Tatsächlich könnte heute das Vergessen eintreten; denn Zeitzeugen sterben, und immer weniger Opfer können das Grauen des Erlittenen persönlich weitertragen. Geschichte verblaßt schnell, wenn sie nicht Teil des eigenen Erlebens war. Deshalb geht es darum, aus der Erinnerung immer wieder lebendige Zukunft werden zu lassen. Wir wollen nicht unser Entsetzen konservieren. Wir wollen Lehren ziehen, die auch künftigen Generationen Orientierung sind.

Dieses Gedenken ist nicht als ein in die Zukunft wirkendes Schuldbekenntnis gemeint. Schuld ist immer höchstpersönlich, ebenso wie Vergebung. Sie vererbt sich nicht. Aber die künftige Verantwortung der Deutschen für das "Nie wieder!" ist besonders groß, weil sich früher viele Deutsche schuldig gemacht haben. […] Es gab und gibt viele totalitäre Bewegungen in der Welt. Intoleranz, Totalitarismus, Folter und Mord waren nicht auf den Nationalsozialismus beschränkt. Aber ohne wirkliches Beispiel war der in kalte Berechnung umgesetzte Wahn, der ganze Volksgruppen zuerst zu "Untermenschen" erklärte, dann entrechtete und schließlich ihre systematische physische "Vernichtung" organisierte. […]

Gedenkstunden allein nehmen nur allzuleicht den Charakter von Alibi-Veranstaltungen an, und darum kann es nicht gehen. Die Bürger unseres Landes sollen wenigstens einmal im Jahr über das Geschehene nachdenken und vor allem über die Folgerungen, die daraus zu ziehen sind. Ganz besonders wichtig aber ist es, unsere jungen Menschen zu erreichen und ihren Blick für - möglicherweise - kommende Gefahren zu schärfen. […]

Ich wünsche mir, daß der 27. Januar zu einem Gedenktag des deutschen Volkes, zu einem wirklichen Tag des Gedenkens, ja des Nachdenkens wird. Nur so vermeiden wir, daß er Alibi-Wirkungen entfaltet, um die es uns am allerwenigsten gehen darf. […] Aber hier beginnt das Problem: Wer Unfreiheit und Willkür kennt, der weiß Freiheit und Recht zu schätzen. Die Selbstverständlichkeit aber, mit der unser Volk Freiheit und Recht erleben darf, vermittelt mitunter zu wenig Gespür für die Gefahren von Willkür und Unfreiheit. Das ist das große Problem, vor dem jeder demokratische Rechtsstaat steht.

In Deutschland ist es aber empfindlicher als anderswo; denn hier und von hier aus sind die Scheußlichkeiten begangen worden, deren wir uns heute erinnern, und hier hat es eine Generation der Zeitzeugen gegeben, die für sich die Konsequenzen aus jenen Erfahrungen gezogen hatte, die jetzt aber abtritt. Deshalb meine Mahnung zum Erinnern und zur Weitergabe der Erinnerung. Nicht nur am 27. Januar. Aber vielleicht kann dieser Gedenktag uns dabei helfen.“

Dem ist, glaube ich, nichts mehr hinzuzufügen.

Oberbürgermeister Michael Preuß

Dr. Dieter Rostowski – Sprecher der Initiative zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz sowie als Mitglied des Fördervereins KZ- Außenlager Herrental

Gedenktag für die Opfer des Naziregimes am 27. Januar 2026 in Kamenz

Verehrter Herr Oberbürgermeister Preuß - verehrte Bürgerinnen und Bürger von Kamenz und den Ortsteilen!

Ich möchte mich als Sprecher der Initiative zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz sowie als Mitglied des Fördervereins KZ- Außenlager Herrental zum Holocaust-Gedenktag äußern.

Millionen Menschen wurden aus politischen, ethnischen, religiösen, weltanschaulichen und anderen Gründen durch den deutschen Nazistaat und seine Kriege umgebracht. – Unterwerfung von Ländern und deren Ausplünderung war das Ziel! Von 11 Millionen europäischen Juden wurden 6 Millionen ermordet. Allein schon diese Zahl lässt uns erschauern! Nicht nur in Auschwitz, wo die Rote Armee am 27. Januar 1945 noch

Überlebende befreien konnte, sondern in Abertausenden von Orten in Deutschland und Europa hatten deutsche Täter schreckliche Spuren hinterlassen. - Das heutige Erinnern gebührt allen Opfern des Naziregimes! Der deutsche Hitlerfaschismus und seine Helfershelfer in und außerhalb Deutschlands betrieben Menschenverachtung, Menschenschinderei und Menschenvernichtung!

Zeugen dafür waren auch die hierher verschleppten Überlebenden des Kamenzer KZ-Außenlagers Herrental. Die Namen der Opfer stehen dort auf diesen Tafeln und sind somit dem Vergessen entrissen! Ebenso waren die überlebenden Häftlinge des KZ-Außenlagers

Schwarzheide Zeugen von Verbrechen, die dort und auf dem Todesmarsch durch Kamenz und weiter in die Sächsische Schweiz erfolgten. Hier in Kamenz wurden 6 Häftlinge von der SS umgebracht! Die Gedenktafel an der Hoyerswerdaer Straße in Kamenz ist auch ihnen gewidmet!

Zu denen durch das NS-Regime umgekommenen Kamenzer Bürgern gehörten auch der Kaufmann Adolf Grünberger und der Kaplan Dr. Bernhard Wensch. Für beide wurde 2008 ein Stolperstein des Erinnerns in Kamenz gesetzt. Ein Denkmal für den ermordeten Kriegsgegner und Antifaschisten Richard Liebelt wurde nahe der ehemaligen Post errichtet.

Wir gedenken heute aller genannten und ungenannten Opfer des Naziregimes. Wir gedenken all jener, die in der Zeit des deutschen Nazi-Wütens ihr Leben ließen. - Wir trauern aber auch mit denen, die durch faschistische Verbrechen ihre Angehörigen und Freunde verloren. Noch längst sind nicht alle Tatorte der Nazis gründlich erfasst und in den

Annalen der Geschichtsschreibung festgehalten. Deshalb ist es erforderlich, die Aufarbeitung und Nachforschung dazu fortzusetzen. Dieser Aufgabe widmet sich beispielsweise der Förderverein KZ-Außenlager Kamenz Herrental. Auch der Verein Autorenkreis Lausitzer Almanach hat in zurückliegenden Jahrzehnten darüber mehrfach publiziert!

Am heutigen Gedenktag sollten wir wissen, dass Beweise für Menschenvernichtung zwar durch Überlebende (Zeitzeugenberichte) der KZ-Lager in den Arbeitsstätten, Baracken, auf Appellplätzen und anderswo vorliegen. Fotos sind äußerst rar, aber durch Malen/Zeichnen

sind ebenfalls durch intellektuelle und künstlerische Arbeiten/Fähigkeiten zur Wiedergabe dessen, was Häftlinge als Zeugen miterleben mussten, bildhafte Vorstellungen von Judenhass und Unmenschlichkeit vorhanden.

Auch Kamenz hatte im Zweiten Weltkrieg über 500 Opfer zu beklagen. Darüber gaben die von mir durchgesehenen Akten der evangelischen und katholischen Kirche Auskunft! Allen diesen Opfern gebührt heute unser Gedenken! - Keiner soll jemals vergessen sein!

Vergessen seien auch nicht jene Kamenzer Bürger, die in den letzten Kriegstagen um ihr Kamenz bangten, wie Waldemar Besser, Franz Kallenbach, Ernst Klugmann, Josef Schwarz und Arthur Synnatschke, worüber die Gedenktafel im Kamenzer Rathaus Auskunft gibt. Auch die Opfer der Zeugen Jehova sollen nicht vergessen sein: So fand aus Liebenau Gotthard Mühle (Jg. 1903), der sich in Gefängnishaft in Crimmitschau, Freiberg, Zwickau befand, am 10.10.1940 in Berlin durch Hinrichtung den Tod! – Und Bruno Langer aus Pulsnitz (Jg. 1894), war inhaftiert in Dresden, Bautzen und Freiberg und fand schließlich in Bautzen am 02.06.1938 den Tod.

Verehrte Anwesende,

mögen diese genannten Tatsachen genügen, um Andacht zu halten und namentliche Beispiele des Gedenkens an die Opfer nicht ungesagt verhallen zu lassen!

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

Dr. Dieter Rostowski

Pfarrer Joachim Krönert (Zweiter von rechts)

Pfarrer Joachim Krönert

Heute, 81 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, gedenken wir an diesem Mahnmal der Opfer des Nationalsozialismus, begehen den Holocaustgedenktag, denken an 6 Mio. ermordete jüdische Menschen, 500.000 Sinti und Roma und vieler anderer Opfer, behinderte Menschen, politisch Andersdenkende, Menschen aus Osteuropa und

viele andere.

Nachdem ich im vergangenen Jahr bereits als Zuhörer am Gedenken im Herrental teilgenommen habe, spreche ich heute als Vertreter der Kirchen auch im Namen von Pfarrer Uwe Peukert von der römisch-katholischen Kirche und Manuel Dietze von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Ich kann die Eindrücke nicht vergessen als ich als junger Mann in den 80ger Jahren das erste Mal das KZ Auschwitz-Birkenau besucht habe: die großen Glasvitrinen mit Menschenhaar, mit Schuhen, Kleidungsstücken und andern Dingen, die dort an die Ermordung von über einer Million Menschen erinnern, an Morde, die ich mir damals und heute nicht vorstellen kann. Nie wieder soll so etwas geschehen, deswegen erinnern wir daran, treten dafür ein, dass so etwas nie wieder geschehen möge und die Verbrechen des Nationalsozialismus sich nicht wieder ausbreiten.

Im vergangenen Jahr haben wir anlässlich der 800 Jahr Feier unserer Stadt auf dem Marktplatz die Friedensglocke geweiht. Noch ist ihr Ton nicht über den Dächern der Stadt zu hören. Wenn Sie dann Läuten wird, wird sie mit ihrem Klang an ihre Inschrift erinnern: Selig sind die Frieden stiften. Und sie wird zum Frieden mahnen

Landesbischof Bilz nahm die Weihe vor und nannte in seiner Predigt am Schluss 5 Gedanken, die ihn nach einem Besuch in einer christlichen Gemeinschaft in Rom stark bewegt hatten:"

  1. Frieden stiften kann nur, wer im Konflikt keine eigenen Interessen vertritt!
  2. Wer Frieden vermitteln will, muss ohne moralische Bewertung mit allen kriegführenden Parteien sprechen. Dieser Dialog darf nicht abreißen.
  3. Im Mittelpunkt der Gespräche muss das Verbindende, nicht die Gegensätze stehen. Gemeinsame Interessen müssen definiert werden.
  4. Friedensverhandlungen müssen ohne jeglichen Druck erfolgen. Deshalb brauchen sie viel Zeit.
  5. Allen Beteiligten muss eine Lebensperspektive eröffnet werden.“

Und er beschloss seine Predigt: „Liebe Festgemeinde, heute haben wir die Friedensglocke geweiht. Sie wird uns mahnen! Zum Gebet und zum Tun!

Wir werden, wenn sie läutet an unsere persönlichen Kriegszustände erinnert und dazu aufgerufen, für den Frieden in der Welt zu beten.

Verleih uns Frieden gnädiglich,

Herr Gott, zu unseren Zeiten.

Es ist ja doch kein anderer nicht,

der für uns könnte streiten.

Denn Du unser Gott allein.“

Pfarrer Joachim Krönert

Holger Scheffler Kamenz für Jehovas Zeugen, Versammlung Kamenz

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Besucher, Gäste und Gedenkende

Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein gesetzlicher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und seit 2005 ein internationaler Holocaust-Gedenktag, der an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee an diesem Tag des Jahres 1945 erinnert. Weltweit wird heute der Millionen Opfer des Holocausts und der nationalsozialistischen Verfolgung gedacht.  Viele verbinden mit dem Begriff Holocaust in erster Linie bzw. ausschließlich die versuchte Ausrottung der Juden. Es ist richtig, die etwa sechs Millionen ermordeten Juden dürfen nicht in Vergessenheit geraten.

Die Naziideologie basierte darauf, dass den Polen, die Hitler nach den Juden am meisten hasste, abgesprochen wurde, Menschen zu sein. Hitler war entschlossen, jede Gruppe von Menschen auszurotten, die sich seiner Doktrin der arischen Überlegenheit nicht beugte. In dem Werk „Der vergessene Holocaust“ schreibt der Autor Richard C. Lukas: „Indem man andere ausklammert, werden häufig die Gräueltaten der Nazis an Polen, anderen Slawen und an Zigeunern ignoriert, wenn nicht sogar vergessen. Für Historiker ist der Holocaust etwas, was nur die Juden betraf. Daher haben sie wenig oder gar nichts über die neun Millionen Nichtjuden … zu sagen, die ebenfalls in der größten Tragödie umkamen, die die Welt je gesehen hat.“

In vielen Statistiken wird auch versäumt, die Tausenden von nichtjüdischen Deutschen zu erwähnen, die ebenfalls als Opfer des Holocaust litten, weil sie es gewagt hatten, sich Hitler und seiner Rassenphilosophie zu widersetzen. Ja, über Deutschland und die besetzten Gebiete verstreut, gab es Tausende, die bewusst eine Entscheidung trafen, die für viele das Konzentrationslager und den Tod als Märtyrer bedeutete. Die sich daraus ergebende Frage lautet: Welcher Unterschied bestand zwischen den Opfern des Holocaust und den Märtyrern? Muss man da überhaupt unterscheiden? Ja, weil alle, die unter dem Holocaust litten, Opfer waren, aber nur eine Minderheit Märtyrer im eigentlichen Sinne.

Wo liegt der Unterschied?

Ein Opfer ist gemäß dem Deutschen Universalwörterbuch (Duden) „jemand, der durch jemanden oder etwas umkommt oder Schaden erleidet“. Opfer haben größtenteils keine Wahl. Ein Märtyrer ist „jemand, der um des ... Glaubens willen Verfolgung, schweres körperliches Leid, den Tod auf sich nimmt, der sich für seine Überzeugung opfert“. Ein Opfer leidet also zumeist unfreiwillig, ein Märtyrer hingegen freiwillig. Bei einem Treffen nichtjüdischer NS-Opfer ordnete Dr. Gordon Zahn von der Staatsuniversität von Massachusetts die NS-Opfer in drei Gruppen ein gemäß dem, was für ihre Leiden ausschlaggebend war:

  1. das, was sie waren (Juden, Slawen, Zigeuner);
  2. das, was sie getan hatten (Homosexuelle, politische Aktivisten, Widerstandskämpfer); und
  3. das, was sie abgelehnt hatten zu tun (Kriegsdienstverweigerer, Zeugen Jehovas und andere).

Millionen Juden litten und starben, nur weil sie zum jüdischen Volk gehörten. Hitlers Handlangern war es völlig gleichgültig, ob es sich um strenggläubige oder um ungläubige Juden handelte — sie waren auf jeden Fall zur Vernichtung oder „Endlösung“ verdammt, wie Hitlers Vorhaben, Europa von den Juden zu „befreien“, genannt wurde. Ebenso waren die Slawen — bei Hitlers Feldzug hauptsächlich Polen, Russen und Ukrainer — allein wegen ihrer Zugehörigkeit zur slawischen Rasse verdammt, die im Vergleich mit der „überlegenen arischen Rasse“ als minderwertig galt.

Aber mit den Bibelforschern, wie Jehovas Zeugen damals genannt wurden, verhielt es sich anders. Sie kamen aus den verschiedensten Nationen, doch man betrachtete sie als eine Gefahr für das NS-Regime in Deutschland, weil sie für die christliche Neutralität einstanden und es ablehnten, in die Kriegsbemühungen irgendeiner Nation mit einbezogen zu werden.

In dem Buch „Anatomie des SS-Staates“ schreibt Martin Broszat: „Eine weitere Kategorie von Schutzhaftgefangenen, die seit 1935 eine nicht unerhebliche Gruppe in den Konzentrationslagern darstellte, rekrutierte sich aus Angehörigen der ‚Internationalen Vereinigung der Ernsten Bibelforscher‘ (Zeugen Jehovas). Die Organisation ... war schon 1933 im Dritten Reich aufgelöst und jede Werbung und Propaganda für die Zeugen Jehovas gesetzlich verboten worden, weil man hierin vor allem eine Form der Wehrkraftzersetzung erblickte.“

Lassen wir einige Zeitzeugen zu Wort kommen, was sie damals erdulden mussten:

  • Johannes Harms wurde nach seiner Verurteilung zum Tod durch das Fallbeil siebenmal die Gelegenheit gegeben zu widerrufen.
  • Harald Abt erklärte nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten seinem Vorgesetzten, dass er sich nicht am Führerkult beteiligen würde und sich weigert, den Hitlergruß zu entbieten. Er wurde daraufhin direkt entlassen.

Nach seiner Verhaftung durch die Gestapo wurde ihm gedroht: „Wenn Sie weiterhin über Ihren Glauben sprechen, werden Sie in ein Konzentrationslager geschickt werden.“ Ihm wurde ein Schriftstück vorgelegt, in dem er unterschreiben sollte, nicht mehr über seinen Glauben zu sprechen. Da er sich weigerte, wurde er direkt verhaftet und kam dann ins KZ Sachsenhausen.

An den Giebelwänden der Baracken im Lager stand folgendes geschrieben: „Es gibt einen Weg in die Freiheit: Treue, Fleiß, Arbeit und Liebe für das Vaterland.“ Das Wort LIEBE stand auf der Baracke der Zeugen. Das ist insofern besonders, da sich gerade die Zeugen Jehovas durch eine unvergleichliche Liebe untereinander und zu ihren Mitmenschen auszeichneten.

Später wurde ins Lager Buchenwald verlegt. Kurz vor der Befreiung dieses Lagers herrschte dort das völlige Chaos. Am 11. April 1945 hielten die Zeugen gerade eine religiöse Zusammenkunft ab, als andere Häftlinge in den Raum stürmten und riefen: „Wir sind frei“. Während die Brüder ihre Zusammenkunft friedlich fortsetzten, rächten sich draußen viele Häftlinge an ihren ehemaligen Peinigern.

Auch wenn dies für Außenstehende in der Situation vielleicht nicht nachvollziehbar war, hielten sich die Zeugen Jehovas an die Anweisungen unseres Herrn Jesus: „Hört nicht auf, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen.“ und übten keine Vergeltung an den Wärtern. (Matthäus 5:44)

  • Seine Frau Elsa wurde ebenfalls verhaftet und ins KZ Auschwitz gebracht. Ein SS-Offizier sagte zu ihr: „An eurer Stelle würde ich das Schriftstück unterschreiben und nach Hause gehen.“ „Wenn ich gewollt hätte, es zu unterschreiben, hätte ich das schon vorher tun können“, lautete ihre Antwort.

Später sollte sie mit anderen Häftlingen nach Groß-Rosen gebracht werden. Dafür mussten sie zunächst zwei Tage zu Fuß laufen, danach konnten sie zumindest mit dem Zug weiterfahren. Versehentlich verfehlten Sie die Haltestelle und fuhren zur nächsten Station. Dort stiegen Sie aus und gingen zu Fuß zum Lager. Als sie am Lagertor ankamen, konnten die Wachen nicht aufhören, über sie zu lachen und sagten schließlich: „Das kann auch nur Jehovas Zeugen passieren, freiwillig hierherzukommen.“ Doch Elsa wusste, dass sie ihre Glaubensschwestern in Schwierigkeiten gebracht hätte, wenn sie die Gelegenheit zur Flucht genutzt hätte und kehrt aus Liebe zu Ihnen lieber freiwillig ins Lager zurück. Nach einer weiteren Odyssee durch mehrere Lager wurde auch sie befreit.

Dr. Christine King führte aus: „Die Zeugen konnten – zur Verwunderung der Nazis – nicht ausgerottet werden. Je härter sie bedrängt wurden, desto fester war ihr Zusammenhalt, der sie in ihrem Widerstand hart wie Diamant werden ließ.

Anna Pawełczyńska, die Auschwitz überlebte, schrieb in ihrem Buch „Values and Violence in Auschwitz“: „Im Verhältnis zu der großen Menschenmenge in Auschwitz bildeten Jehovas Zeugen nur eine kleine, unauffällige Gruppe ... Doch die [lila] Farbe ihrer dreieckigen Markierungen stach im Lager so hervor, dass ihre geringe Anzahl in keinem Verhältnis zu ihrer wirklichen Stärke stand. Diese kleine Gruppe von Häftlingen bildete eine geschlossene ideologische Kraft, die in ihrem Kampf gegen den Nazismus den Sieg davontrug. Die deutsche Gruppe dieser Sekte war eine winzige Insel unbeugsamen Widerstandes inmitten einer terrorisierten Nation gewesen, und mit derselben Uner-schrockenheit traten sie auch im Lager Auschwitz auf.“ Weiter heißt es: „Jeder wusste, dass kein Zeuge Jehovas einen Befehl ausführen würde, der seiner religiösen Überzeugung widersprach.“ Und Eugen Kogon gibt in seinem Buch „Der SS-Staat“ folgenden Kommentar: „Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die SS psychologisch mit dem Problem der Bibelforscher nicht ganz fertig wurde.“

Die Zahl der echten Augenzeugen nimmt inzwischen rasant ab. Viele, wenn nicht gar alle der Anwesenden kennen diese Zeit lediglich vom Hörensagen von ihren Eltern oder Großeltern oder aus dem Geschichtsunterricht oder Fernsehen. Trotzdem darf diese Zeit nicht in Vergessenheit geraten.

Und auch nicht die Lehren, die wir daraus ziehen können und müssen. Die Menschheit sollte sich mit diesem Thema befassen, damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Primo Levi, KZ-Überlebender, bezweifelt, dass die für die Konzentrationslager verantwortliche Gesinnung wirklich tot ist. Er fragt: „Wieviel ist davon übriggeblieben oder kommt wieder? Was kann jeder von uns in einer Welt voller Bedrohungen tun, um zumindest diese Bedrohung auszuschalten?“

Levi spricht für viele, die sich fragen, ob sich so etwas Schreckliches wiederholen kann. Was antwortet die jüngste Vergangenheit? Wie die Geschichte der Gräueltaten, Völkermorde, Folterungen, Todesschwadronen, der „verschwundenen“ und „liquidierten“ Menschen in den verschiedensten Ländern seit 1945 beweist, ist die Gesinnung, mit der KZs gerechtfertigt wurden, noch immer lebendig und aktiv.

Wie ist es denn heute?

  • Eine nicht unerhebliche Anzahl Menschen bezweifelt inzwischen öffentlich, dass sich diese Ereignisse wirklich so zugetragen haben.
  • In vielen Ländern herrscht Krieg oder es wird sich auf einen möglichen Krieg vorbereitet. Der Slogan „Nie wieder Krieg“ ist innerhalb weniger Jahre in Vergessenheit geraten.
  • In den sozialen Medien jubeln Menschen, wenn Flüchtlingsboote sinken und dabei viele Menschen ihr Leben verlieren, manche gehen sogar soweit und fordern, aktiv nachzuhelfen.
  • Manche fordern für ihre extremistischen und menschenverachtenden Ansichten die Meinungsfreiheit ein, sind aber immer hemmungsloser darin, andere Menschen mit verbaler oder körperlicher Gewaltandrohung oder tatsächlicher Gewalt daran zu hindern, genau diese Meinungsfreiheit ebenfalls auszuüben.
  • Menschen sind allein aufgrund ihrer Nationalität, Hautfarbe oder Religion in vielen Ländern wieder unerwünscht und werden unterdrückt, verjagt oder teilweise sogar umgebracht.
  • In vielen Ländern werden Menschen anderer Nationalität oder anderen Glaubens wieder pauschal zum Sündenbock gemacht und der Wunsch nach Vertreibung wird immer lauter bzw. bereit in die Tat umgesetzt. Dass diese Menschen dann teilweise ihr Leben aufs Spiel setzen, weil in ihrer Heimat Krieg und aktive Verfolgung herrscht, wird meist ignoriert oder zumindest billigend in Kauf genommen.
  • Im Ukraine-Konflikt weigern sich Jehovas Zeugen auf beiden Seiten, sowohl in Russland als auch in der Ukraine, an den kriegerischen Handlungen teilzunehmen und werden von beiden Ländern jeweils mit Haft und Zwangsarbeit bestraft.
  • Stand Januar 2026 sind mindestens 269 namentlich bekannte Zeugen Jehovas wegen ihrerGlaubensausübung oder der Weigerung, den Wehrdienst zu leisten, inhaftiert. Das sind nur die Zahlen der sogenannten freien Länder. Dazu kommen noch viele, die in diktatorisch geführten Ländern inhaftiert sind, deren Namen und Zahlen jedoch aus Rücksicht auf ihre Glaubensbrüder nicht veröffentlicht werden.

Fragen wir uns ehrlich selbst:

  • Wie reagiere ich auf Hetze und Propaganda im Netz oder im Bekanntenkreis?
  • Wie empfinde ich, wenn Menschen darüber jubeln, dass andere Menschen gewaltsam sterben?
  • Wie rede ich MIT und vor allem auch hinter verschlossenen Türen ÜBER Menschen, die in irgendeiner Form anders sind?
  • Wäre ich bereit, irgendwelche Nachteile dafür in Kauf zu nehmen, dass ich mich weigere, anderen Menschen zu schaden?
  • Schätze ich das Leben ALLER Menschen gleich hoch ein?

Als Zeugen Jehovas halten uns auch heute genau wie damals aus jeglichen politischen Angelegenheiten heraus. Wir wollen unseren Herrn Jesus nachahmen. Durch aktive Nächstenliebe, echter Toleranz und ein friedliches Miteinander aller Menschen!

Holger Scheffler

Einladungen von Andreas Koch – Vorsitzender des Fördervereins KZ-Außenlager Kamenz-Herrental e. V.

Sehr geehrter Oberbürgermeister Preuß,

liebe Anwesende,

mein Name ist Andreas Koch. In meiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fördervereins KZ-Aussenlager Kamenz-Herrental e. V. möchte ich kurz auf drei zukünftige Veranstaltungen aufmerksam machen. Die Unterstützung bzw. Teilnahme daran wäre ein konkreter Beitrag eines jeden Einzelnen im Ringen um Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung.

Vom 13. bis 15. Februar 2026 wird im Hotel Bayerischer Hof in München die 62. sogenannte Münchner Sicherheitskonferenz stattfinden. Mit diesen Protestpostkarten die an diesem Tage dem Verteidigungsminister Pistorius übergeben werden, wird gegen die in diesem Jahr

geplante Stationierung von neuen US- Mittelstreckenwaffen auf dem Boden der BRD protestiert werden und sich für die Wiederaufnahme von RüstungskontrolIverhandlungen eingesetzt. Die Postkarte deshalb bitte bis zum 31. Januar einsenden!

Am 10. März 1945 also vor 81 Jahren wurde das KZ-Aussenlager im Kamenzer Herrental / Tal der Widerstandskämpfer aufgelöst. Der Förderverein führt aus diesem Anlass am Dienstag den 10. März um 16.00 Uhr an der Gedenkstätte eine Kundgebung durch. Diese sollinsbesondere auch dem Austausch zu den Problemen im Ringen für Frieden und Abrüstung dienen.

Am Ostermontag, dem 06. April wird organisiert durch das Kamenzer Friedensbündnis der aus der Tradition der Friedensbewegung der alten Bundesrepublik stammende Ostermarsch stattfinden. Er wird wie im vergangenen Jahr 15.00 Uhr mit Redebeiträgen auf dem

Kamenzer Markt beginnen, über die Bautzner Straße, dem Mühlweg zur Gedenkstätte im Herrental führen. Ostermarsch 2026 - Nie wieder kriegstüchtig!

Ich wünsche uns allen Kraft und Zuversicht! Danke!

Andreas Koch

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