Die Gedenkstätte "KZ-Außenlager Kamenz-Herrental" entsteht ...

Wir begleiten als Förderverein die Entstehung der Gedenkstätte auf dem Areal der ehemaligen Tuchfabrik, Herrental Nr. 9 und dokumentieren die Aktivitäten

November/Dezember 2007
Am 15.11.2007 beschloss der Stadtrat "... ein Konzept zu erstellen, wie das Areal der Tuchfabrik Noßke zu einem Ort der Besinnung und des Gedenkens umgestaltet werden kann."
Daraufhin wandte sich die "Initiative zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz" mit einem Brief am 17.12.2007 an den Bürgermeister. In diesem Brief legte sie Grundsätze für die Erarbeitung einer Konzeption ... als Angebot zur Diskussion über ein solches Konzept dar und bot ihre Mitarbeit an.
Oktober 2008 - Januar 2009
Studenten der TU Dresden entwickelten in einem Workshop/Stegreifwettbewerb Vorstellungen zur Gestaltung einer Gedenkstätte im Herrental. Die Entwürfe wurden in Kamenz präsentiert und im Lichthof des Rathauses ausgestellt.
Februar 2009
Die ewag kamenz und der Förderverein schließen einen Sponsorenvertrag ab, in dem sich die ewag kamenz zum strategischen Partner und Hauptsponsor des Fördervereins erklärt und ihn finanziell unterstützt.
Im Foyer der ewag kamenz wird eine Ausstellung der Stiftung Sächsische Gedenkstätten auf Initiative des Fördervereins eröffnet: 
"Was dann losging, war ungeheuerlich ..."
Frühe Konzentrationslager in Sachsen 1933-1937. 
Die Ausstellung wird im Monat März im Albert-Schweitzer-Haus des Lessing-Gymnasiums Kamenz für die Schüler des Gymnasiums und der Kamenzer Mittelschulen gezeigt.
März - Mai 2009
In mehreren Diskussionsrunden erarbeiten die Mitglieder des Fördervereins, unterstützt von Frau Castro Frenzel von der Stadtverwaltung, einen Gestaltungsvorschlag für die Gedenkstätte im Herrental.
Dieser wurde dem Oberbürgermeister mit einem Schreiben vom 19.05.2009 übergeben.
27. Oktober 2009
In einer Beratung im Atelier von Frau Dipl.-Ing. Christine Tenne machten sich die Mitglieder des Fördervereins mit einem Modellentwurf für die Gedenkstätte im Herrental bekannt.
10. März 2010
Der Vorstand des Fördervereins wendet sich mit einem Spendenaufruf an die Bürger, Firmen, Gewerbetreibenden und Institutionen von Kamenz und Umgebung:
"Übernehmen Sie eine Patenschaft für die Herstellung von Namenstafeln für die 182 Todesopfer im ehemaligen Außenlager des KZ Groß Rosen".
Juni - Oktober 2010
Im Rahmen der Renaturierung des Herrentales beginnen die Arbeiten zum Abriss der ehemaligen Tuchfabrik, der Revitalisierung des Areals und der Gestaltung der baulichen Grundstruktur der Gedenkstätte.
April - Juni 2011
Der Förderverein hatte angeregt, die ermittelten 182 Namen von Häftlingen, deren Lebensschick- sal sich im Außenlager vollendet hatte, auf Namenstafeln in der Gedenkstätte bekannt zu machen. Die Anfertigung der Edelstahltafeln und ihr Aufbau in der Gedenkstätte erfolgte durch die "Königsbrücker Ausbildungsstätte" (KAS).
6. Juli 2011
Am Vorabend der feierlichen Übergabe war die Gedenkstätte fertiggestellt. 
7. Juli 2011
Mit einer Feierstunde wurde die Gedenkstätte durch den Oberbürgermeister der Stadt Kamenz, Herrn Roland Dantz, und den Vorsitzenden des Fördervereins, Herrn Wolfgang Teichert, der Öffentlichkeit übergeben.
 
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