Aufruf

zur

Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2019

für die Opfer des Nationalsozialismus

 

Am Sonntag, dem 27. Januar 2019 findet um 11.00 Uhr die Gedenkveranstaltung der Stadt Kamenz zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus am Mahn- und Ehrenmal Poststraße / Robert-Koch-Platz statt. Wie in den vergangenen Jahren auch werden Vertreter der Kamenzer Kirchgemeinden, der Initiative „Zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz“ sowie des Vereins „Gedenkstätte KZ-Außenlager Kamenz-Herrental“ e.V. teilnehmen. Eingeladen sind auch die Vertreter der Kamenzer Schulen.

 

Der Gedenktag wurde am 3. Januar 1996 durch Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt. In der Proklamation hieß es: „Symbolhaft für diesen Terror steht das Konzentrationslager Auschwitz, das am 27. Januar 1945 befreit wurde und in dem vor allem solche Menschen litten, die der Nationalsozialismus planmäßig ermordete oder noch vernichten wollte. Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

 

In einer Welt, in der die Spannungen wieder gewachsen sind, in der es mitunter nur eines kleinen Funken bedarfs, um kriegerische Handlungen und grausame Unterdrückungen auszulösen, ist das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus wichtig. Nie wieder soll unser Land in Zustände geraten, in denen eine Vielzahl von Menschen in ideologische Verblendungen geraten und zu barbarischen Taten bereit sind oder diese dulden oder einfach nur wegschauen. Gerade in der Geburtsstadt des bedeutendsten deutsche Aufklärers ist das Setzen auf Vernunft, auf Respekt, auf Toleranz und auf Menschenliebe erste Bürgerpflicht. Sie sind auch die Grundlage, auf denen immer wieder darüber nachgedacht werden muss, wo die Ursachen für Armut, Völkerhass, Untererdrückung und Fanatismus liegen.

 

Nehmen Sie daher, liebe Kamenzer Bürgerinnen und Bürger, an dieser Gedenkveranstaltung teil. Gedenken wir gemeinsam der furchtbaren Geschehnisse, die eben keine Fake-News waren und sind, um unser Mitgefühl mit den Opfern des Nationalsozialismus sichtbar zu machen und um unsere Haltung gegen Fanatismus und für Toleranz deutlich zu zeigen.

                                                                                    

Oberbürgermeister
der Lessingstadt Kamenz
14.01.2019