Gewimmel in Kamenz

Der Einkaufssonntag mit der 4. Kamenzer Trödelmeile und dem 3. Saumarktfest sowie dem Tag des offenen Denkmals am 9. September zogen wieder tausende Kamenzer und Besucher in die Stadt, vor allem in die Innenstadt. Die Organisatoren und Macher können sich über diese große Publikumsresonanz nur freuen und das Wetter zeigte sich auch von seiner besten Seite.

Neben den vielen geöffneten Geschäften in der Innenstadt, aber auch weiter entfernt, wie das Sporthaus Lang,  TV-Fischer, das Möbelzentrum H&H, Haushalt-/Eisenwaren Beitel und Knopfs Holzwerkstube, gab es für Kinder z.B. das Puppenspiel „Der Kasper und das Niesteufelchen“, spielte das Percussion-Ensemble „Black Rhythm“ der Musikschule Kamenz und fanden die Auto-Freaks das Ihrige auf dem Marktplatz mit den zur Schau gestellten Oldtimern der Kamenzer Oldtimerfreunde. Auch die Vintage-Dessous-Show von hautnah Sylvia Stephan und der Neue Altstadt Kamenz e.G. zog viele Schaulustige an. Das Tanzbein wurde auf dem Markt geschwungen, wo der Showtanzverein „Königsbrück und Gemeinde Haselbach“ ein spätsommerliches Programm zeigte. Und getrödelt – sowohl in dem einen als auch dem anderen Sinne – wurde auf der Bautzner Straße bis hin zur Rosa-Luxemburg-Straße, wo der Verein „Stadtwerkstadt-Bürgerwiese“ eine Koffermeile aufgebaut hatte.

Auch das Saumarktfest scheint zu einer ständigen Instanz zu werden. Begehrt waren auch die Führungen von Kürschnermeister Jörg Bäuerle, der viel Interessantes über dieses Stadtgebiet zu berichten wusste. Oder hätte jemand gewusst, dass der Straßenname „Rosengässchen“ nicht die Rose im Allgemeinen meint, sondern auf das dort bis 1842 befindliche „Rotlichtviertel“ anspielt?

Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals hatten die Kirchen und Museen in der Stadt ganztägig geöffnet, der Besuch der Museen war kostenlos. In der Hauptkirche St. Marien lockten anlässlich des Erntedankfestes im Altarraum dekorativ hergerichtete Feldfrüchte, Getreide und Obst sowie eine Erntekrone. Es bestand die Möglichkeit, ebenso wie beim nahe gelegenen Roten Turm, den Turm der Kirche zu besteigen, um Kamenz und Umgebung von oben – die Sicht war sehr gut – zu genießen. Und wer wollte, konnte im Turmcafé Kaffee und leckeren Kuchen zu sich nehmen. Auch die Orgelführung in der Klosterkirche/Sakralmuseum St. Annen fand ihre Liebhaber und der Höhepunkt war dann noch ein festliches Konzert für Trompete und Orgel mit Robert Wintzen, Trompete, und KMD Michael Pöche an der Orgel – auch in der Hauptkirche. Nicht vergessen werden darf die St.-Just-Kirche, wo der Vorsitzende des Kamenzer Kirchbauvereins, Martin Kühne, sehr sachkundig den gegenwärtigen Stand der Restaurierung der um 1400 entstandenen Wandmalereien erläuterte. Die Restaurierungsarbeiten werden im November dieses Jahres abgeschlossen sein. Natürlich darf am Tag des offenen Denkmals der „Hydraulische Widder“ nahe des Ortsteils Lückersdorf nicht fehlen. Auch hier hatten sich bei schönstem Wetter Interessierte eingefunden, um im Speziellen die Wirkungsweise eines hydraulischen Widders und im Allgemeinen etwas über die Geschichte der Trinkwasserversorgung von Kamenz zu erfahren.

Und noch einen Höhepunkt hielt der 9. September bereit. Punkt 14 Uhr bezog das Hip-Hop-Tanz-Projekt „Kamenz Can Dance“ um Mario Steinmetz sein neues Domizil – das Tanzhaus Kamenz. Nach intensiven Herrichtungsarbeiten haben die Mitglieder von „Kamenz Can Dance“ eine Vorbereitungs- und Trainingsstätte, die fast keine Wünsche offenlässt und sicher auch die Innenstadt beleben wird.

Bleibt zu guter Letzt noch Dank zu sagen an alle Beteiligten, so z.B. den Mitgliedern der City-Initiative und ganz besonders dem städtische City-Management, das mit Anne Hasselbach – unterstützt von vielen Partnern bis hin zur Stadtverwaltung – die entscheidenden Fäden gezogen hat.

Es war ein schöner Tag in Kamenz, es war ein guter Tag für Kamenz!                                                          10.09.2018

Saumarktquiz zur Stadtgeschichte am 9. September 2018

Veranstaltet von Pelz & Leder – Jörg Bäuerle und unterstützt von „John Optik“ sowie „Allsax

Die Preisträger sind:

 

  1. Preis: 7 Punkte (also alle Fragen richtig beantwortet) + Sonderfrage

Frau Angela Fischer, Kamenz

Jörg Bäuerle und Evelin Friedrich übergeben der Gewinnerin des Quiz den Hauptpreis - eine Geschenkset Kerzen von Partyline und eine Flasche Rotwein.
  1. - 11. Preis: 5 Punkte + Sonderfrage

Frau Carola Büttner (Kamenz), Isolde und Thomas Käppler (Kamenz), Helga und Gunther Kretschmar (Kriepitz), Familie G. Nitsch (Kamenz), Birgit und Frank Oehl (Kamenz), Frau Susan Rieger (Kamenz), Nadine und Tom Schäfer (Kamenz), Familie Steglich (Kamenz), Frau Kati Winkler (Kamenz) und Familie Wittwer (Kamenz)

 

Preise, welche noch nicht entgegengenommen wurden, bitte bei der Fa. Pelz & Leder, Ecke Bautzener Str. / Elstraer Str., 01917 Kamenz abholen.

 

Die Veranstalter des Quiz danken allen 80 Teilnehmern für ihr Engagement und ihr Interesse!

 

Hier die Fragen und richtigen Antworten:                                

1             In welchem Jahr wurde der Sechsstädtebund mit Kamenz, Bautzen, Löbau, Zittau, Görlitz u. Lauban gegründet?

               A – 1225

X             B – 1346

               C – 1520

 

2             Wer war der Gründer des ersten Krankenhauses, des „Barmherzigkeitsstifts“ in Kamenz?

               A – Bürgermeister Andreas Günther

               B – Lessings Großvater Pastor Feller

X             C – Dr. Gottfried Böhnisch

 

3             In welchem Jahr bekam Kamenz den Anschluss an das öffentliche Telefonnetz?

X             A – 1899

               B – 1904

               C – 1916

 

4             Wer war der letzte Prior des Franziskanerklosters in Kamenz und wurde der „Kluge Mönch genannt?

X             A – Matthes Rudolph

               B – Hans Wagner (Grabstein am „Mönchshaus“)

               C – Johann Hennigke

 

5             Welcher sächsische Kurfürst hielt in Kamenz den Oberlausitzer Landtag 1621?

               A – Kurfürst August

X             B – Kurfürst Johann Georg I.

               C – August der Starke

 

6             Welche Wallfahrtskapelle war bis 1542 auf dem „Heiligen Berg“ bei Hennersdorf?

               A – es gab keine Kapelle

               B – Kapelle des Heiligen Sebastian

X             C – Kapelle der Heiligen Walpurga

 

7             Welche Bahnstrecke wurde 1874 ab Kamenz eröffnet?

               A – Kamenz – Radeberg               (1871)

X             B – Kamenz - Straßgräbchen

               C – Kamenz – Elstra                       (1890)

 

Superfrage!

Welches 1843 geplante und 1848 fertiggestellte bekanntes Gebäude in der Stadt kostete 26.500 Taler (also etwa umgerechnet 79.500 Goldmark)?

Lösung: Das Kamenzer Rathaus!