Ort: Stadttheater Kamenz
WER PRÄGT MEDIAL DAS GESICHT OSTDEUTSCHLANDS – UND WARUM IST ES ZEIT, DIES ZU ÄNDERN?
Als am 20. Februar die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung zum ersten Mal am Kiosk lag, war sie in Dresden und Leipzig binnen Stunden ausverkauft. 43.000 Exemplare – und ein Signal, das weit über den Zeitungsmarkt hinausreicht..
Denn wo sich westdeutsche Mediengruppen aus der regionalen und lokalen Berichterstattung gerade im Osten Deutschlands zurückgezogen haben, geht die OAZ rein. Mit der Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung zeigt Verleger Holger Friedrich Stimmen, Sichten und Meinungen, die sonst kaum oder nicht zu lesen sind.
Es geht um das Selbstbewusstsein der Menschen in Ostdeutschland. Um den Stolz auf die eigene Lebensleistung. Und um das Potenzial, das in unseren Regionen sichtbar ist – und das endlich auch im Westen Deutschlands in starkem Maße aufgezeigt wird. Das Erscheinen der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung hat eine Debatte ausgelöst, die weit über das Medienfachliche hinausgeht – es geht um die Frage, wer in Deutschland den öffentlichen Diskurs prägt und wessen Perspektive dabei fehlt. Genau das macht sie als Thema für die Veranstaltung in Kamenz so spannend. Holger Friedrich – der einzige ostdeutsche Verleger und Inhaber einer Mediengruppe in Deutschland. Von der Schlosserlehre über McKinsey zum Verleger der Berliner Zeitung. Mit der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung – deren Holding er bewusst in Dresden gegründet hat – gibt er dem Osten eine eigene mediale Stimme. Nicht gegen den Westen. Aber mit einer Perspektive, die in den großen Medienhäusern bisher fehlt.
Im Gespräch mit Prof. Carsten Gansel – Germanist, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption in Kamenz, Bundesverdienstkreuz-Träger und Spiegel-Bestseller-Autor.
Veranstalter: Kreisverband Freie Wähler Bautzen e.V.

