Brandereignis in Kamenz - Glück im Unglück

80 Personen mussten aus einem Wohnblock evakuiert werden

Der Brand im Keller des Wohnblocks der Werner-Reif-Straße 2 bis 8 hatte weitreichende Folgen. Kurz vor Mitternacht erreichte die Rettungsleitstelle die Meldung des Kellerbrandes. Obwohl sechs Kamenzer Feuerwehren mit ca. 40 Einsatzkräften schnell vor Ort war und unverzüglich mit der Brandbekämpfung begannen und der Brand im Keller vergleichsweise schnell unter Kontrolle gebracht wurde, mussten schließlich – aufgrund der sehr  starken Rauchentwicklung, besonders in den Treppenhäusern  – ca. 80 Einwohnerinnen und Einwohner evakuiert werden. Während sich 50 Personen selbständig kümmerten, wurde von der Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Katastrophendienst des Landkreises, dem Sanitätsdienst (DRK-Ortsverein Kamenz) und der Einsatzleitung der Feuerwehr Schwepnitz sowie dem THW Kamenz die Turnhalle der Grundschule als Unterbringungsort für ca. 30 Menschen vorbereitet. Vor allem Familien mit Kindern und auch ältere, pflegbedürftige Menschen nutzen diese Möglichkeit, die Nacht an einem sicheren Ort zu verbringen. Parallel zu den Evakuierungsaktionen gingen die Löscharbeiten weiter.

Heute waren die Häuser noch gesperrt, so dass für die Personen, die in der Turnhalle untergekommen waren, am Sonntag durch das Ordnungsamt Notunterkünfte in Hotel und Pensionen vermittelt bzw. bereitgestellt wurden, so dass die Möglichkeit besteht, am Montag die Turnhalle für den regulären Schulbetrieb zu nutzen. Die Freigabe der Häuser kann erst dann erfolgen, wenn ein Gutachter die Unbedenklichkeit für die Gesundheit im Innern der Gebäude feststellt.   

Über die Entstehung des Brandes im Kellerbereich kann bisher nur spekuliert werden. Hier muss das Ergebnis der Ermittlung der Brandursachen abgewartet werden.  

Oberbürgermeister Michael Preuß dankt allen Einsatzkräften der Feuerwehr für die zügige Brandbekämpfung sowie die erfolgreichen Evakuierungsmaßnahmen. Es sind nach dem jetzigen Stand der Dinge keine Personenopfer oder -schäden zu beklagen. Das Brandereignis hat auch gezeigt, wie gut Stadt, Landkreis, Sanitätsdienst sowie das THW, darin eingeschlossen ist die Feuerwehr Schwepnitz,  zusammenarbeiten. Ihnen wie auch dem Polizeirevier Kamenz, die in der Nacht u.a. den Wohnblock bewachten, sei deswegen gedankt. Ebenfalls Dank und Anerkennung gebührt der Firma EDEKA-Peltzer, stellte sie doch in der Nacht die Versorgung der Einsatzkräfte vor Ort mit Lebensmitteln sicher. Des Lobes voll war der Oberbürgermeister auch über anwesenden, engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seiner Stadtverwaltung.

Durch die strukturierte und damit erfolgreiche Zusammenarbeit der beteiligten Einsatz- und Rettungskräfte konnte Schlimmeres verhindert werden. Das ist, was zählt, ohne die Ängste und Befürchtungen der betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner zu verkennen oder zu unterschätzen wollen bzw. zu dürfen.

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