Erklärung des Oberbürger- meisters zum Wohnen

Die Unsicherheit für die Mieterinnen und Mieter der Kamenz Immobilien GmbH hat ein Ende

Sicheres Wohnen ist Menschenrecht

Eine Stadt zeichnet sich nicht nur durch ihre Geschichte oder bemerkenswerte Gebäude aus, es sind vor allem die Menschen, die in ihr wohnen, um die es geht. Und Wohnen bedeutet u.a. Privatsphäre, Sicherheit, Rückzugsort, ein Ort der kulturellen Selbstverwirklichung. Wohnen ist ein Menschenrecht und eigentlich keine Ware. Einige Wohnungsunternehmen vergessen dies und wollen mit der Vermietung von Wohnraum so viel wie möglich Geld verdienen. Letztendlich kommen sie ihrer Verantwortung für ihr Eigentum und auch für die ihnen anvertrauten Menschen nicht nach, was dann zu großen Problemen für die Mieterinnen und Mieter führen kann bzw. führt. So leider auch in Kamenz. Natürlich muss ein Oberbürgermeister und eine Stadtverwaltung sich um solche Problemlagen kümmern, besonders wenn ca. 700 Mieterinnen und Mieter in rund 300 Wohnungen, hier der Kamenz Immobilien GmbH, betroffen sind.

Die Stadtverwaltung kümmert sich

Die Stadtverwaltung Kamenz hat daher beim Amtsgericht Bautzen die Zwangsverwaltung für die Bestände der Kamenz Immobilien GmbH erwirkt. Ab sofort wird die vom Gericht beauftragte Zwangsverwalterin sich um die ordnungsgemäße Verwaltung der Gebäude kümmern. Sie wird dafür sorgen, dass die von den Mieterinnen und Mietern zu entrichtenden Mieten inkl. Nebenkostenvorauszahlungen u.a. für die Begleichung der Rechnungen der Ver- und Entsorger (z.B. Trinkwasser, Abwasser, Fernwärme, Abfall) und für die notwendige Instandhaltung der Gebäude verwendet werden.

Neuer Ansprechpartner

Damit verbunden ist, dass die Mieterinnen und Mieter im Kamenzer Stadtteil Kamenz-Ost und im Ortsteil Wiesa, die in Objekten der Kamenz Immobilien GmbH ihr Zuhause haben, jetzt für die Belange ihrer Mietwohnung einen neuen Ansprechpartner haben.

Die Zwangsverwalterin wird direkt den Kontakt zu den Mieterinnen und Mietern aufnehmen und das weitere Vorgehen erläutern, wozu u.a. zählt, dass die Mieten künftig – ab Februar 2026 – auf ein gesondertes Verwalterkonto gezahlt werden, sodass sichergestellt wird, dass die von den Mieterinnen und Mietern gezahlten Mieten und Nebenkostenvorauszahlungen bestimmungsgemäß im Sinne der Bewohner zur Gebäudebewirtschaftung eingesetzt werden.

Die Stadt Kamenz arbeitet mit Ver- und Entsorgungsunternehmen zusammen

Der jetzt eingeschlagene Weg und die damit verbundene Vorgehensweise wurde insbesondere mit dem für die betroffenen Wohnkomplexe zuständigen Ver- und Entsorger – die ewag kamenz – abgestimmt. Diesem sei an dieser Stelle für das konstruktive Zusammenwirken gedankt. Gemeinsam kann damit der Unsicherheit und den Aufregungen für die Mieterinnen und Mieter der Kamenz Immobilien GmbH ein Ende gesetzt werden.

 

Michael Preuß

Oberbürgermeister

der Lessingstadt Kamenz

 

 

Kamenz, 15. Januar 2026

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