Firma Holger Kreße 100 Jahre Korbmacherei
Fast ein wenig gerührt hält Holger Kreße (r.) die anlässlich des Jubiläums erhaltene Lessing-Büste – vor seinem Stand auf dem Donnerstagmarkt in Kamenz – in der Hand.
Fast das ganze Jahr kann man die Korbwaren des Korbmachers Holger Kreße auf dem Kamenzer Wochenmarkt am Donnerstag bewundern und erwerben. Und das bei jedem Wetter, ob windig, regnerisch oder bei brütender Hitze. Er führt das Korbgeschäft in der dritten Generation und hat die Korbmacherei und das Flechten, z. B. auch von Sitzflächen antiker Stühle, in der einzigen Berufsschule in Ahlbeck gelernt, die solch eine Ausbildung anbot. Das sich das ausgezahlt hat, davon kann sich jeder auf dem Kamenzer Wochenmarkt überzeugen, wo Körbe der unterschiedlichsten Art und Größe zu finden sind. Die Handwerksfirma selbst ist in Lampertswalde ansässig. Aber 100 Jahre und davon viele Jahrzehnte in Kamenz waren Grund genug, dass der Oberbürgermeister Michael Preuß und der Wirtschaftsförderer André Köhler Holger Kreße – ja, wo wohl – auf dem Wochenmarkt aufsuchten und ihm zum 100-jährigen Bestehen seiner Firma gratulierten.
Im Gratulationsschreiben der Stadt heißt es: „Nur wenigen Handwerksbetrieben gelingt es, auf solch eine lange Zeit der Tätigkeit zurückblicken zu dürfen. Das spricht für Tradition, Zuverlässigkeit und bewusstes Handwerkertum, aber auch für Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und Durchhaltekraft.
In dritter Generation werden diese Eigenschaften gepflegt und hochgehalten. Sie dürften auch ein Garant für den Erfolg Ihrer Korbmacherei sein. Bewundert werden muss dabei auch immer, dass Sie bei Regen und Sonnenschein, z.B. auf dem Kamenzer Wochenmarkt, Ihre Korbwaren anbieten und verkaufen. Und wer einen soliden und gutaussehenden Korb haben möchte, der sollte diesen bei Ihnen erwerben. Sie können stolz auf das Erreichte sein.“ Mit anderen Worten: Rotkäppchen – und nicht nur sie – würde einen neuen Korb beim Korbmacher Holger Kreße kaufen.

