Leiterin der 1. Oberschule offiziell verabschiedet
Ein vollbesetzter Saal zur Verabschiedung der Schulleiterin der 1. Oberschule.
Der große Saal im Stadttheater war vollbesetzt. Die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 9. Klassenstufe sowie die Lehrerschaft hatten sich zur Abschlussfeier des Schuljahres 2025/2026 eingefunden. Die findet so oder ähnlich jedes Jahr statt. Es gibt ein buntes musikalisches Programm. Es werden die Jahrgangsbesten ausgezeichnet und auch die besten Klassen des Schulsportfestes prämiert.
Die Mädchenschulband der 1. Oberschule heizte musikalisch ein.
Aber darüber hinaus gab es dieses Mal einen besonderen Grund: Ilona Träber die langjährige Schulleiterin geht in den Ruhestand. Das war auch der Grund, warum das Lehrerkollegium den Oberbürgermeister Michael Preuß und Vertreter des Schulamtes eingeladen hatten.
Schulleiterin Ilona Träber (li.) verabschiedet das Lehrerkollegium in die wohlverdienten Sommerferien.
Ilona Träber wird sicherlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge in den Ruhestand gehen. Lachend, weil es vielleicht an der Zeit war, den Staffelstab an einen anderen zu übergeben und sie sich ab jetzt auch den Dingen zuwenden kann, die in der Vergangenheit zu kurz kamen; weinend, weil sie nicht nur mit Leidenschaft Lehrerin war, sondern auch die Stelle als Schulleiterin als Berufung betrachtet und mit Leidenschaft ausübte. „Insgesamt“, so der Oberbürgermeister in seinen Grußworten, „haben Sie sich, liebe Frau Träber, 43 Jahre dem Lehrerdasein verschrieben. Das kann man nur, wenn man für diesen Beruf brennt. Und als ob das nicht ausreicht, haben Sie sich vor 34 Jahren – damals in Oßling und Wittichenau – für das Amt einer Schulleiterin entschieden, welches Sie in den vergangenen 17 Jahren an der 1. Mittelschule, respektive an der 1. Oberschule, der Grünen Schule, wie sie im Volksmund genannt wird, ausübten. Dem Vernehmen nach war es beruflich ihr größter Wunsch, Schulleiterin an der 1. Oberschule zu werden, auch weil Sie hier vor vielen Jahren selbst zur Schule gegangen sind.“
Als Oberbürgermeister wisse er, welchen Stellenwert eine gute Schule, sei sie in kreislicher oder in städtischer Trägerschaft, für die Stadt Kamenz und das Umland hat. Und es komme eben nicht nur auf den materiellen Zustand des Schulgebäudes und die Ausstattung – beides ohne Zweifel wichtig – an, viel entscheidender sind die Menschen und wie sie miteinander umgehen.
Ilona Träber nimmt die Dankenswort und das Verabschiedungspräsent der Stadt Kamenz, überreich durch den OB entgegen.
Weiter der Oberbürgermeister: „Die Anforderungen an Schulen sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Digitalisierung, Inklusion, Migration, Ganztagsangebote, Lehrermangel und nicht zuletzt die Herausforderungen der Corona-Pandemie, aber auch veränderte familiäre Bedingungen und damit andere Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen verlangen allen Beteiligten viel ab. Sie haben sich diesen Veränderungen gestellt – mit Weitsicht, Besonnenheit und Tatkraft und dabei immer die Menschen im Blick gehabt.“ Darauf kann man zu Recht stolz sein. Die Grußworte des Oberbürgermeisters endeten mit seinem persönlichen Dank – auch im Namen des Stadtrates und der Verwaltung. Mit einem Blumenstrauß und dem Überreichen des Bandes „Achtzig Schätze der Städtischen Sammlungen Kamenz – Von Cranach und Krodel zu Lessing, Goethe und Baselitz“ verabschiedete das Kamenzer Stadtoberhaupt die Schulleiterin der 1. Oberschule.
Die Verabschiedungsrede des Oberbürgermeisters kann hier nachgelesen werden.

