Nachlese zu 800 Jahre oder aller guten Dinge sind drei

Mancher wird denken, was soll das nun wieder, die 800 Jahre-Feierlichkeiten sind doch schon längst vorbei. Aber das stimmt eben nicht ganz so.

Das 800-Jahre-Wäldchen – Neue Bänke im Spittelforst

Bestimmt kann man sich noch an die Aktion „800-Jahre-Wäldchen – Mein Baum für Kamenz!“ erinnern, die 2024 von einem Bürger ins Leben gerufen wurde und deren Höhepunkt die Aktion am 9. November 2024 war, bei der 800 Baumsetzlinge – Weißtannen, Flatterulmen, Stieleichen, Hainbuchen, Spitzahorne, Winterlinden und Frühblühende Traubenkirschen – gepflanzt wurden. Eine erfolgreiche Spendenaktion stellte nicht nur den Kauf der Setzlinge sicher, sondern auch den Vorbereitungsaufwand für die Einpflanzung und ihren Schutz in der Anwachsphase (Stichwort Zaun) sowie den notwendigen Kulturpflegeaufwand nach der Einpflanzung. Ziel war es – und es wurde erreicht –, dass dieses Projekt die Stadt Kamenz keinen einzigen Cent kostet. Heute erinnern zwei Tafeln im Spittelforst an dieses bürgerschaftliche Engagement.

Da die Spendenbereitschaft sehr groß war, überstieg das Spendenergebnis die erforderlichen Kosten für das „800-Jahre-Wäldchen“. Die knapp 3.000 EUR, die übriggeblieben waren, wurden für die Anschaffung von zwei neuen und robusten Bänken und deren Aufstellung verwendet. Ein kleines Schild verweist auf den Ursprung der Bänke, die nun im Spittelforst zum Hinsetzen und Verweilen einladen. Die Inschrift lautet: „Die Anschaffung und der Aufbau dieser Bank wurden aus überschüssigen Spendenmitteln des Projekts ,800-Jahre-Wäldchen – Mein Baum für Kamenz!‘ im Rahmen der 800 Jahre-Feierlichkeiten finanziert – Kamenz 2026“. Insofern nochmals Dank an alle, die sich mit Spenden oder bei der Einpflanzung beteiligt haben.

Mehr Sicherheit an der Haltestelle an der Pulsnitzer Straße

Nun könnte man sicherlich fragen, was hat denn eine Haltestelle an der Pulsnitzer Straße mit 800 Jahre Kamenz zu tun. Hier wurde die in die Jahre gekommene Haltestelle, insbesondere am Dach saniert. Zugleich wurden Arbeiten im Bodenbereich vorgenommen und dabei u.a. Bruchstellen ausgebessert. Als kleines Geschenk zum 800-jährigen Jubiläum wollte die Kamenzer Firma Leichtmetall- und Stahlbau Lottes ursprünglich den Innenraum des Wartehäuschens mit geometrischen Figuren ausgestalten. Darüber hinaus hat aber die Firma Lottes – zur Erhöhung der Sicherheit der Wartendenden – das Geländer und auch dessen Errichtung gestiftet. Ein Schild verweist auf den Anlass. Dafür vielen Dank! Und natürlich ist die Innenraumgestaltung des Wartehäuschens noch geplant. Sie wird aber im Rahmen eines Zukunft-Projektes jetzt durch Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Gickelsberg erfolgen.

800 Jahre Kamenz – Eine Wortskulptur, die die Blicke auf sich zieht

Für die vielbefahrene Pulsnitzer Straße, aber auch für Fußgänger oder Besucher des Krabat- Spielplatzes ist die Wortskulptur „800 Jahre Kamenz“ nach wie vor ein Hingucker oder – wie man es heute vielleicht eher sagen würde – ein Eyecatcher. Erinnert sie doch zum einen an das ereignisreiche Jahr 2025, in dem Kamenz - anlässlich seiner urkundlichen Ersterwähnung als städtische Siedlung am 19. Mai 1225 - sein Jubiläum beging. Zum anderen zeigt es, dass diese Stadt Kamenz 800 Jahre alt ist und auf eine langzurückreichende Geschichte schauen kann.
Mit seinem Beschluss vom 12. November 2025 hat sich der Stadtrat daher für den Erhalt der Wortskulptur ausgesprochen sowie für die mittelfristige Sicherung durch Erhaltungs- und Optimierungsmaßnahmen. Diese sind zwischenzeitlich erfolgt, so dass die Wortskulptur in neuer, alter Schönheit erstrahlt.

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