Narrenherrschaft im Kamenzer Rathaus beendet

Narrenherrschaft beendet!

Der KKC e.V.  schenkt der Verwaltung reinen Wein …äh Wasser (ein)!

Rosenmontag 2026 in Kamenz: Es schneit! Doch dies hält die pflichtbewussten Kamenzer Karnevalisten nicht davon ab, pünktlich 11 Uhr zum Termin im Rathaus zu erscheinen und die Amtsgeschäfte wieder in die Hände der Verwaltung zu legen. Ein unerwartet harter Winter begleitete die Amtszeit des KKC e.V. und so waren die Hoffnungen beim stellvertretenen Stadtoberhaupt Jörg Bäuerle, der OB Michael Preuß vertrat, nicht groß, dass die Stadtkasse gut gefüllt zurückgebracht werden würde.

Wir erinnern uns – übergeben wurde die Stadtkassen am 11.11.2025 von OB Michael Preuß und OB a. D. Roland Dantz damals „leer, aber voller Möglichkeiten!“. Auch Alkoholisches war darin enthalten sowie vier Flaschen Oppacher Mineralwasser. Wie zu erwarten nahmen die Karnevalisten die Möglichkeiten und das Hochprozentige, das Wasser erhielt die Verwaltung jedoch unangetastet zurück.

Apropos Möglichkeiten - Natürlich ließen es sich die Narren nicht nehmen, wieder eine Bitte an den Oberbürgermeister und die Verwaltung zu richten. Dabei träumte man sich schon in klimatisch wohlwollendere Verhältnisse im Juni, verbunden mit der Hoffnung und Frage, ob die Stadt am 21.06. wieder die Fête de la Musique veranstalten wird. Im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung aufgrund der Feierlichkeiten rund um das 800-jährige Jubiläum die Fête nur in kleinem Rahmen und damit verbunden auch mit finanziellen Einsparungen durchgeführt. Allein ließe sich der Standort an der Rosa-Luxemburg-Straße, der seit Jahren fest in der Regie der Narren ist, aber nicht bespielen, weshalb der Verein sich 2026 wieder mehr Unterstützung seitens der Stadt erhofft. Der stellvertretende OB Jörg Bäuerle versprach, die Bitte an das Stadtoberhaupt weiterzuleiten, konnte aber schon sicherstellen: Die Fête de la Musique wird 2026 durchgeführt! In welcher Form müsse er allerdings noch prüfen lassen und verwies dabei noch einmal auf die sicher mineralisch wertvolle aber monetär leere Stadtkasse.

Ganz Plötzlich verschwand Jörg Bäuerle und kehrte als „sein guter Freund Juri Burek“ wieder. Er gesellte sich unter die Narren und verkündete, dass er frohe Kunde hätte, was die finanzielle Situation der Stadt beträfe. Als alter russischer Bojar hat er sich dem Wohle der Stadt verschrieben und sei nach Amerika gereist. Dort konnte er feststellen, dass Russland die Halbinsel Alaska vor reichlich 150 Jahren an Amerika verkauft habe. Ein kleines Stück im Norden sei davon jedoch nicht betroffen gewesen. Allein durch sein geschicktes Verhandlungstalent sei eine Einigung um die Landmasse zwischen den beiden Großmächten erzielt worden. Donald Trump habe sich dafür bei ihm mit 5 Millionen Dollar bedankt, die nun in die Stadtkasse fließen würden. Damit können nun wohl alle Sorgen städtischer- und närrischerseits verfliegen.

 

Mit diesem schauspielerischen Kabinettstückchen von Jörg Bäuerle und den dabei geäußerten Aussichten gaben sich die Karnevalisten zunächst zufrieden und beim gut gekühlten Gläschen Sekt oder Bier ließ man die zurückliegende Saison Revue passieren. Der KKC e.V. zeigte sich allgemein sehr zufrieden und Vereinsvorsitzender Martin Förster bedankte sich auch im Namen aller Mitglieder für die gute Zusammenarbeit bei der Durchführung der Veranstaltung im Stadttheater.

Nun gilt es aber schon nach vorn zu schauen, denn im November steht ein besonderes Jubiläum an: Die 40. Saison des Kamenzer Karnevalsclubs! Neue närrische Herausforderungen warten also, die man aber – so ist man sich einig – gemeinsam wieder meistern wird.

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