Oberbürgermeister Roland Dantz scheidet aus dem Amt

Tage, die in Erinnerungen bleiben werden

Die Amtszeit von Oberbürgermeister Roland Dantz endete am 30. November 2025. Ab 1. Dezember 2025 folgt ihm Michael Preuß als neuer Kamenzer Oberbürgermeister. Insofern waren die vergangenen Tage von den unterschiedlichsten Abschiedveranstaltungen geprägt.

Neben vielen Briefen an den scheidenden Oberbügermeister aus der Bürgerschaft oder mit ihm persönlich geführten Gesprächen verabschiedeten sich die Belegschaft, ein Teil der Stadtratsfraktionen sowie der Ortschaftsräte auf besondere Weise. Angeregt von der Ortsvorsteherin aus Jesau nahm die Verwaltung den Impuls auf und rief die Stadtverwaltung, die Stadtratsfraktionen und Ortschaftsräte zu eine Baumpflanzaktion auf dem Hutberg auf. Bei dieser wurde zum Abschied des Oberbürgermeisters am 27. November 2025 eine ungarische Eiche gepflantzt, verbunden mit einem Stein, der auf die 21-jährige Amtszeit des Oberbürgemeisters verweist. Am Nachmittag - als sich Roland Dantz mit mit vielen Mitarbeierinnen und Mitarbeitern im Ratssaal des Rathauses traf -, wurde ihm unter anderem ein großformatiges Foto-Wandbild überreicht, auf dem viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der derzeitigen Stadtverwaltung zu sehen sind, von den einige ihn auch langjährig begleitet haben. Zuvor hatte der scheidende Oberbürgermeister allen neun Kindereinrichtungen der Stadtverwaltung einen letzten Besuch abgestattet. Dort verabschiedete man ihn herzlich und mit kleinen musikalisch-künstlerischen Programmen sowie selbstgebastelten Geschenken.

Höhepunkt war zweifellos die offizielle Verabschiedung am Freitag, dem 28. November. Hierzu hatten Roland Dantz und Michael Preuß gemeinsam eingeladen. Zeitweilig wohnten über 200 Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung bei. Viele suchten das persönliche Gespräch, tauschten Erinnerungen über den gemeinsam zurückgelegten Weg aus oder beglückwünschten Michael Preuß zum bevostehenden Amtsantritt. Moderiert wurde das Ereignis von den beiden stellvertretenden ehrenamtlichen Oberbürgermeistern, den Stadträten Jörg Bäuerle und Cordula Gneuß. Ehe Roland Dantz eine für seine Verhältnisse zugegebenermaßen kurze Ansprache hielt, ließ Jörg Bäuerle noch einmal die 21 Jahre seiner Amtszeit Revue passieren. Daran anknüpfend machte Roland Dantz noch einmal auf seine Anfänge in der Stadtverwaltung Kamenz aufmerksam. Dabei lüftete  er auch ein kleines Geheimnis: So sei sein Vater - der im Saal saß - damals nicht so angetan von diesem Schritt in die Verwaltung gewesen. Trocken hatte er seinerzeit es so kommentiert, dass sein Sohn jetzt zu den "Sesself***" wechseln würde. Heute lache man herzlich über diese Episode. Im Übrigen dankte er allen Mitstreitern und insbesondere seiner Familie, die durch sein Amt u.a. zeitlich einiges in Kauf nehmen musste, aber immer zu ihm gestanden habe. Er habe, so Dantz, seine Entscheidung 2004 für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren, nie bereut. Er sei heute ein glücklicher Mensch und mit sich im Reinen.

Im offiziellen Redeteil ergriffen dann der Bundestagsabgeordnete Karsten Hilse sowie die Staatsministerin Prof. Constanze Geiert, LL.M., die auch dei Grüße des Ministerpräsidenten Michael Kretschmer überbrachte, das Wort. Sie habe OB Dantz als einen tatkräftigen und durchsetzungsfähigen Kommunalpolitiker kennengelernt, der, wenn er sich etwas vorgenommen hatte, es auch umsetzte bzw. das Ziel erreichte. Natürlich war auch Landrat Udo Witschas des Lobes voll. Beide verbinde Erfahrungen als Bürgermeister und die langjährige Zusammenarbeit im Rahmen des Verhältnisses zwischen Stadt und Landkreis, die z.B. beim Ringen um den innerstädtischen Gymnasialstandort mit dem großen Erfolg für Kamenz, aber auch die Region gekrönt wurde. Weitere Grußredner waren die Landtagsabgeordnete Elaine Jentsch, die u.a. auf die von Dantz gepflegten, engen Beziehungen zu Landtagsabgeordneten aufmerksam machte, was sicherlich auch mit dem neuen Oberbürgermeister der Fall sein wird. Den Reigen der Redner - die Zeit war auch schon sehr fortgeschritten - beschloss der Bürgermeister und Vorsitzende des SSG.-Kreisverbandes, Heiko Driesnack, der aus dieser Sicht die gute Zusammenarbeit mit dem Kamnzer Oberbürgermeister hervorhob.

Natürlich richtete auch der zukünftige Oberbürger das Wort an die Anwesenden. Er hob noch einmal die freundschaftlichen Verbindung zu Roland Dantz hervor und wusste dessen Erfolge zu würdigen. Er habe viel für die Stadt geleistest. Als ab dem 1. Dezember zuständiger Oberbürgermeister freue er sich auf sein verantwortungsvolles Amt.

Drei kulturelle Höhepunkte sollen nicht unerwähnt bleiben: So brachte der Männergesangverein Jesau ein Ständchen ehe das Blasorchester der Lessingstadt Kamenz dem scheidenden und zukünftigen Oberbürgermeister seine musikalische Referenz erwies. Dem schloss sich dann auf seine Weise der Chor der Lessingstadt an.

Zeitweise stauten die sich die Besucherinnen und Besucherinnen die noch ein "letztes" Wort mit Roland Dantz wechseln wollten oder das erste Gespräch mit Michael Preuß suchten bzw. führten. Dafür musste man z.T. Geduld aufbringen, denn es war keine Abfertigung im Sekundentakt, sondern ein Tag kurzer, aber intensiver Gespräche. Erst am Nachmittag ließ der Besucherstrom nach und gab für die beiden Hauptpersonen des Tages Zeit zum Luftholen.

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