Ort: Museum der Westlausitz - Elementarium

Arch. Vortrag: Feuer, Mummenschanz und Peitschenknall – wie viel Magie steckt in unseren Bräuchen?

Kaum ist die Silvesternacht verklungen, beginnen die Vorbereitungen zum Fastnachtstreiben in all seinen regional typischen Ausprägungen. Mit Eintritt in die Fastenzeit sechs Wochen vor Ostern endet die Zeit der Maskeraden, Umzüge und Trinkgelage. Historische Quellen sprechen von einigen Ausnahmen, etwa wenn im 16. Jahrhundert in Budissin anlässlich der „Petri Stuhlfeier“ am 22. Februar eine in Lumpen gekleidete Strohpuppe an einer Stange durch die Stadt bis auf den Protschenberg getragen und dort verbrannt wurde. Das Prozedere ist uns heute in der Oberlausitz als das sog. „Hexenbrennen“ in der Walpurgisnacht bekannt. Am Tag darauf stellt die Jugend vielerorts einen Maibaum auf, der den endgültigen Einzug Sommers markiert. Mit „Feuer, Mummenschanz und Peitschenknall“ verknüpft die Referentin, Dr. Susanne Hose, die drei rituelle Brauchelemente zu einem Leitfaden durch die Kulturgeschichte der Lausitzer Frühlingsbräuche und erklärt deren Sinn und historischen Wandel.

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