Ort: Museum der Westlausitz - Elementarium

Archäologischer Vortrag: Von Teufelssteinen und Schildkrötenpanzern

: Von Teufelssteinen und Schildkrötenpanzern. Zur Rezeptionsgeschichte von granitischen Felsformationen in der Oberlausitz. Wären von diesen natürlichen Verwitterungsprodukten nicht schon Menschen in vorgeschichtlicher Zeit und im Mittelalter fasziniert gewesen, gäbe es etwa vom „Totenstein“ in den Königshainer Bergen keine archäologischen Funde.Dr. Michael Strobel vom Sächsischen Landesamt für Archäologie, wird in seinem Vortrag über die Rezeptionsgeschichte einiger dieser Formationen berichten. Im 17. Jh. begannen regionale Natur- und Altertumsforscher wie der Görlitzer Gymnasialdirektor Samuel Grosser (1664-1736) oder der Königshainer Gutsbesitzer Carl Adolph Gottlob Schachmann (1725-1789), sich den auffälligen Felsgruppen zuzuwenden: Was die einen für „Altäre“ und „Opferstätten“ oder gar „megalithische“ Bauwerke hielten, beschrieben die anderen als Naturgebilde.Bis heute beeinflusst eine jahrhundertelange wechselvolle und widersprüchliche Aneignungsgeschichte die Wahrnehmung dieser Naturdenkmale.

Eintritt: 3,50€ / Ermäßigt 2,00€

Anmeldung ist mit der Online-Buchung möglich aber nicht erforderlich:

https://www.etermin.net/museum_der_westlausitz

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