Ort: Stadtbibliothek G. E. Lessing

Tödliches Wasser

Matthias Körner, der 1954 in Kamenz geboren wurde und sein Abitur in der Lessingschule machte, liest Auszüge aus seinem Roman „Tödliches Wasser“ und geht der Frage nach, wie „tödlich“ das Wasser in der Lausitz tatsächlich ist. Denn die gigantischen Eingriffe in den Wasserhaushalt durch mehr als hundert Jahre Braunkohleabbau entpuppen sich als ein Feldzug gegen die Natur. Saures Wasser und gewaltige Mengen an Eisenhydroxid-Schlamm sind ein problematisches Ergebnis. Das Grundwasserdefizit von 13 Milliarden Kubikmeter in der Lausitz ein weiteres.

Die Folgen sind dramatisch: Die Spree hat kaum noch Zuflüsse und wird von den Pumpen der noch aktiven Tagebaue am Fließen gehalten. Woher das Wasser für die Spree und das Trinkwasser für die Berliner nehmen, wenn diese Pumpen abgeschaltet werden? Ist es sinnvoll, die „Elbe für den Spreewald anzuzapfen“, wie die Sächsische Zeitung kürzlich fragte? Der Vortrag zeigt, wie schwierig die Situation ist und wie weit entfernt eine einfache Lösung.

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