Wenn Science-Fiction zur Realität wird

Mit großer Resonanz ist am Montag, d. 14.09.2026 die neue Fertigungshalle der MITEB GmbH am Verkehrslandeplatz eröffnet worden. Mit der Ansiedlung des neuen Firmenstandortes in Kamenz wird durch das Zusammenspiel von Unternehmen und Forschungseinrichtungen ein Kompetenznetzwerk geschaffen, das sowohl den Wirtschaftsstandort Kamenz, den Verkehrslandeplatz und damit auch die Oberlausitz nachhaltig stärken soll. Als Beteiligungsgesellschaft unterstützt die MITEB GmbH dabei Industrie- und Forschungsunternehmen auf zukunftsweisenden Technologiefeldern. Gemeinsam mit der LiCoMo, einem Hersteller für Leichtbaukomponenten aus Faserverbundwerkstoffen, und der KVB gGmbH, dem Institut für Konstruktion und Verbundbauweisen, möchte man die emissionsfreie Luftfahrt weiterentwickeln. Zu den ersten Projekten gehört die Weiterentwicklung eines elektrischen Motorseglers sowie eines unbemannten Luftschiffs für die Fernerkundung. Der Verkehrslandeplatz in Kamenz biete dafür ideale Bedingungen, darunter ein 500 Kilometer großes Testfeld für unbemannte Luftfahrzeuge und die notwendige Nähe zu den Forschungseinrichtungen.

Dr. Udo Berthold, Geschäftsführer der MITEB GmbH, hob die Unterstützung des Freistaats Sachsen hervor, die durch Investitionszuschüsse zusätzlichen Handlungsspielraum verschafft haben. Auch die Entscheidung für den Standort in Kamenz sei bewusst getroffen worden, da sich die Stadt klar zum Flugplatz bekennt und damit die Grundlage für die Erschließung des Gewerbegebiets geschaffen hat. Nach ersten Gesprächen zum Bauvorhaben im Herbst 2023 konnten im Herbst 2024 die Baumaßnahmen beginnen. Zwei Jahre später kann nun der neue Hangar präsentiert werden.


Ebenfalls unter den Gratulanten war die sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar (CDU), die in ihrem Grußwort betonte, dass in Kamenz  „echte Pioniere am Werk“ seien. Technologien, die zunächst wie Science-Fiction wirkten, würden hier bereits Realität werden. Sie verwies auf die Förderung von 850.000 Euro sowie auf die rund 3 Millionen Euro Investitionen des Unternehmens selbst und machte klar, dass Fördermittel sicher einen Anschub geben können, jedoch nicht den unternehmerischen Mut ersetzen, der hier durch die MITEB GmbH eindrucksvoll sichtbar werde.  Politik müsse die Rahmenbedingungen für diese Projekte schaffen, damit Innovationen durch Infrastruktur, Forschung und praktikable Verfahren möglich gemacht werden können. Ebenfalls betonte Sie die Bedeutung der regionalen Wertschöpfung, da die an der Bauplanung und Ausführung beteiligten Unternehmen überwiegend aus dem Freistaat kommen. Die entstehenden Arbeitsplätze – zunächst vier, perspektivisch bis zu 15 oder mehr – seien ein wichtiger Impuls für die Oberlausitz, da ländliche Räume längst keine Randgebiete für Innovation mehr seien, sondern wichtige Ausgangspunkte für neue Entwicklungen.

Dr. Udo Berthold, Geschäftsführer der MITEB GmbH im Gespräch mit Oberbürgermeister Michael Preuß und Staatsministerin Regina Kraushaar (CDU)
Auch Oberbürgermeister Michael Preuß würdigte in seinem Grußwort die Vision und den Mut von Dr. Berthold und seinem Team. Er führte aus, dass die Investitionen der MITEB GmbH den Wirtschaftsstandort Kamenz und den Landkreis nachhaltig stärken und dem Verkehrslandeplatz eine zentrale Rolle in der Entwicklung der unbemannten Luftfahrt verleihen würden. Er betonte, dass auch die kommunale Ebene Mut und Pioniergeist bewiesen habe. Trotz knapper Kassen haben Stadt und Landkreis die Erschließung des Gewerbegebiets vorangetrieben. In seiner Rede bedankt er sich beim Landkreis sowie dem Geschäftsführer der Flugplatz Kamenz GmbH, Herrn Wulf-Dietrich Schomber und seiner Assistenz Bernadette Lange, die maßgeblich an der Realisierung des Projektes beteiligt waren. Oberbürgermeister Michael Preuß unterstrich darüber hinaus, dass Lebensqualität nicht an den Grenzen der Großstädte endet. Eine starke Entwicklung im ländlichen Raum sei essenziell für den Freistaat Sachsen. Mit der Eröffnung des neuen Hangars habe die MITEB GmbH das Potenzial, „die Geschichte des Fliegens in Kamenz weiterzuschreiben“.

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