Ort: Stadtbibliothek G. E. Lessing

Überfahrt

"Welchen Sinn hat es, einen absurd hohen Turm zu bauen? Welchen Sinn hat es, nach einem Sinn zu fragen? Ist der tiefste Sinn womöglich der Unsinn? Und was bleibt von alledem? Kommt es vielleicht doch nur darauf an, dass die Ente schmeckt?" Zum Buch: Nichts auf dieser Welt hat für immer Bestand. Aus dieser lebensgeschichtlichen Erfahrung heraus versammelt der Psychologe und freie Autor Wolfgang D. Melzer in seinem neuen Werk Überfahrt Texte, die keine neuen Gewissheiten schaffen, sondern zum Widerspruch anregen wollen, zu einem starrköpfigen "Ja-aber", einem "Jetzt-erst-recht", ja vielleicht sogar zu einem pragmatischen "Trotz-alledem". Es ist ein optimistisch-nihilistisches Lesebuch, das semi-solide den ganz großen Sinnfragen des Lebens nachgeht – bis die Leserin/der Leser sagt: »Na, da schau her.« Oder eben stoßseufzt: »Oh, Mann!« – Je nachdem.

Zum Autor: Wolfgang D. Melzer, Jahrgang 1950, wuchs in Naumburg an der Saale auf, studierte in Dresden Psychologie, habilitierte 1990 im selben Fach und ging nach Jahren an der Universität als Berater in die Wirtschaft. Heute lebt er als freier Autor in der Westlausitz. Nach den Erzählbänden "Altes Begehren" (2011) und "Das Buch des Schweigens" (2014) folgten die Romane "Nach der Morgenröte" (2016), "Holms Herbst" (2019) und "Refugium" (2023).

Zu den Grafiken: Der aus Dippoldiswalde stammende Künstler Olaf Stoy hat die Grafiken zum Buch beigesteuert. Mittels des Druckverfahrens der Monotypie entstanden kontrastreiche Unikate, die weniger als Illustrationen, sondern vielmehr als Begleitung der Texte im Buch intendiert sind. "Mein Ziel war dabei, die Motive möglichst in spielerischer Schwebe zu halten und so die Interpretationsmöglichkeiten offen zu lassen."

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